Posts Tagged ‘hoerbuch’

Amokspiel – Sebastian Fitzek

Montag, Juli 5th, 2010

In den Tiefen meiner Hörbücherbibliothek entdeckte ich vor kurzem den Titel Amok Spiel, das zweite Buch des deutschen Schriftstellers und Journalisten Sebastian Fitzek – jedoch das erste welches ich mir selbst zu Gemüte führte. Erworben hatte ich es bereits vor längerem bei meinem Standard-Hörbuchdealer Audible. Gelesen wird das ganze von Simon Jäger, der ja neben Oliver Rohrbeck und David Nathan zu den bekannten Synchron- und Hörbuchsprechern Deutschlands gehört. Konnte mich zwar nicht mehr daran erinnern wann und warum ich mich mal für diesen Titel entschieden hatte, aber ich ließ mich einfach mal darauf ein und begann die auf 5 Stunden und 15 Minuten gekürzte Fassung dieses Hörspiels zu konsumieren. Nach all den historischen Romanen der letzten Zeit schien ein Psychothriller auch mal eine gelungene Abwechslung zu sein.
Doch kommen wir zum Plot der Geschichte: Die Kriminalpsychologin Ira Samin ist am Ende. Nach dem Tod ihrer ältesten Tochter ist sie kurz davor dem Gedanken an Selbstmord nachzugeben als ein Geiseldrama in einem Berliner Radiosender ihre ganz Aufmerksamkeit an sich reißt. Ein scheinbarer Psychopath hat die Crew und einige Besucher des Senders als Geisel genommen und droht in regelmäßigen Abständen eine der Geisel zu töten, wenn sich im Rahmen eines Telefonspiels der wahllos angerufene nicht mit einer bestimmten Parole meldet. Und er will erst damit aufhören, wenn seine offiziell vor einem halben Jahr durch einen Unfall verstorbene Verlobte im Studio auftaucht. Ira tritt trotzdem mit dem Mann in Verhandlung, während ihre Gespräche von Hunderttausenden im Radio mitverfolgt werden können…
Die Geschichte beginnt zuerst etwas langatmig wie ich fand, entwickelt sich dann jedoch zu einer spannenden und actionreichen Story mit einigen unerwarteten Wendungen. Stellenweise wirkten, so fand ich, die Wendungen zwar ein wenig konstruiert und zu unwahrscheinlich, das tut dem Gesamteindruck aber keinerlei Abbruch, da die Geschichte an sich gut abgerundet wirkt und abgesehen von kleineren Logikfehlern auch von Anfang bis Ende recht spannend bleibt. In sich ein guter, wenn auch meiner Meinung nach nicht wirklich perfekter Psychothriller, dem ich dennoch eine Empfehlung aussprechen kann.

Meine Wertung: 2 von3 Sternen

Tod eines Centurio [SPQR 6]

Samstag, Mai 29th, 2010

In nur knapp einer Woche habe ich nun auch das sechste Buch der von mir sehr geschätzten SPQR Reihe von amerikanischen Author John Maddox Roberts verschlungen. Damit bin ich leider auch am Ende zumindest der aktuell als Hörbuch bei Audible verfügbaren Teile angekommen. Insgesamt hat Roberts aber bis heute dreizehn Teile heraus gebracht, die letzten sieben Teile sind aber aktuell nur als gedruckte Version verfügbar. Wie ich ja bereits zuvor erwähnt hatte, habe ich vor einigen Wochen via Mail bei Audibe angefragt ob eine weitere Vertonung geplant ist und als Antwort erhalten, dass dies für die nächste Zeit keine weiteren SPQR-Teile vorgesehen sind. Sehr schade – ich mich für den Rest der Serie dann wohl auf die gedruckten Bücher verlegen.
Aber kommen wir zum nun endlich zum Tod eines Centurio. In Rom ist Clodius, der Lieblingsfeind unseres Protagonisten Decius Caecilius Metellus des Jüngeren, zum Volkstribun gewählt worden. Daher zieht es Decius vor der Stadt fern zu bleiben und zieht mit dem Prokonsul Gaius Julius Cäsar nach Gallien. Im Lager der 10ten Legion im Rhonetal angekommen macht er sich aber mit seiner direkten und ehrlichen Art nicht gerade viele Freunde den anderen Führungsoffizieren. Als Decius von Cäsar nach dem geheimnisvollen Mord am allgemein unbeliebten Centurio Vitus Vinius den Auftrag erhält dieses Verbrechen aufzuklären, muss er sehr bald feststellen, dass der Feind nicht nur in Form von wilden Galliern und Germanen vor den Toren, sondern auch im Lager zu lauern scheint. Und die Zeit spielt gegen Decius, denn wenn er die wahren Täter nicht bald findet, werden unschuldige Männer, darunter einer seiner eigenen Klienten, einen grausamen Tod sterben.
Der Sprecher Erich Räuker verleiht dem wie zuvor auch in diesem Teil dem in der Ich-Form von den Ereignissen erzählenden Decius seine Stimme. Und wie ich es auch von den vorherigen Teilen her kenne sind die historischen Gegebenheiten vom Autor Roberts detailreich recherchiert und geben dem Leser (oder Hörer) dieses mal einen tieferen Einblick in das Leben und die Organisation einer römischen Legion zum Ende der alten römischen Republik. Die Ereignisse spielen zu Beginn des fünfjährigen Prokonsulates von Julius Cäsar in Gallien, was 58 vor Christus oder besser 696 a.u.c ab urbe condita („Von der Gründung der Stadt an“) – Römische Zeitrechnung stattfindet. Doch auch die Begegnung mit den vom hochnäsigen Römer als Barbaren bezeichneten Gallier, Helvetier und Germanen wird sehr schön beschrieben. Beim Konsum dieses Werkes kann man sich wirklich wunderbar in die damalige, antike Zeit hineinversetzen. Durch das Einbinden des (natürlich fiktiven) Charakters Decius Caecilius Metellus in reelle historische Ereignisse liefert John Maddox Roberts dem Leser nicht nur eine spannende und kurzweilige Krimigeschichte, sondern bringt ihm auch gleichzeitig einen Teil der römischen Geschichte näher. Meiner Meinung nach war der sechste Teil der bisher beste Teil von allen. Die fast acht Stunden Hörzeit gingen wirklich wie im Flug vorüber und machten mir Lust auf mehr von Decius – viel mehr.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

Die Sekte – Mo Hayder

Montag, Mai 24th, 2010

Nachdem ich mit Tokio (hier mein Review) ja bereits einen Roman der englischen Krimiauthorin Mo Hayder verschlungen und für gut befunden hatte, war ich mit einiger Vorfreude an ihr Folgewerk Die Sekte (engl. Pig Island) aus dem Jahre 2006 ran gegangen, das ich wie immer bei meinem Hörbuch-Dealer Audible erworben hatte. Mit 11 Stunden und 44 Minuten Laufzeit ist dieses ungekürzte Buch kein Leichtgewicht, aber in Zug und S-Bahn gehört hatte ich das Buch schnell durch. Alternativ ist es aber auch in einer gekürzten, etwas über 7 Stunden langen Version verfügbar. Aber ich hatte mich bewusst für die lange Variante entschieden. Gelesen wurde das ganze von David Nathan, den ich ja bereits bei anderen Werken als Sprecher kennen und schätzen gelernt hatte.
Auf der vor der schottischen Küste gelegenen Insel Cuagach Eilean, auch Pig Island genannt, soll der Teufel umgehen. Spätestens seit ein verwackeltes Touristenvideo aufgetaucht ist, welches ein seltsames Wesen am Strand dieses Eilands zeigt, wollen die Gerüchte nicht verstummen. Und die dort lebende fundamental-christliche Glaubensgemeinschaft hat bisher wenig zur Aufklärung beigetragen. Als der Journalist Joe Oakes, dessen Spezialität es ist paranormale und übersinnliche Phänomene zu entzaubern, eine Einladung erhält genau diese Insel zu besuchen, nimmt er diese natürlich gerne an. Auch wenn ihm nicht ganz wohl bei der Sache ist, denn er war am Anfang seiner Laufbahn bereits mit dem Sektengründer aneinander geraten und befürchtet nun dass seine Vergangenheit ihn einholen wird. Doch als er schließlich die Insel betritt, ahnt er nicht dass er eine Kette von Ereignissen aus Gewalt und Mord auslöst, die alles übertrifft was er sich auch nur entfernt vorstellen konnte.
Mo Hayder wählte für ihre Erzählung die Ich-Form und lässt Joe Oakes und stellenweise auch dessen Frau Alex, genannt Lex, die Ereignisse aus jeweils ihrer Sicht erzählen. Dabei geht sie immer wieder sehr detailliert auf die Umgebung ein und lässt Oakes und dessen Frau minutenlang über die Handlungsorte beschreiben, was aber nicht Langeweile ausartet, sondern viel mehr zur Spannung beiträgt, da sich der Leser oder in meinem Fall Hörer dadurch sehr stark mit den Protagonisten identifizieren kann. Wie wohl bei allen Büchern dieser Autorin üblich lässt sie dabei tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und schreckt auch nicht davor zurück Gewalt und Tod sehr detailgenau zu beschreiben. Stellenweise fand ich das Buch zwar etwas langatmig, aber insgesamt hat es meine Erwartungen doch erfüllt – auch wenn ich meine dass die Auflösung am Ende des Buches etwas zu schnell auf nur wenigen Seiten abgehandelt wird. Dabei hatte ich mir die Lösung fast schon gedacht, möchte aber dennoch nicht das Wort „vorhersehbar“ verwenden. Aber ich will hier nicht „rumspoilern„, daher belasse ich es bei dieser Andeutung. Ich fand zwar dass dieser Krimi nicht ganz an ihr Werk Tokio heran kam, aber dennoch ein lesenswertes bzw. hörenswertes Buch.
Meine Wertung: 2 Sterne

Limit – Frank Schätzing

Freitag, Mai 14th, 2010

Mit seinem aktuellen Werk Limit habe ich nun nach Der Schwarm das zweite Buch des deutschen Authors Frank Schätzing verschlungen. Mit einer Laufzeit von fast 28 Stunden ein Hörbuch von wirklich imposanten Ausmaßen, und das obwohl es (leider) nur gekürzt bei meinem Hörbuch-Dealer Audible vorlag.
Die Geschichte die das Buch erzählt spielt im Jahre 2025, in einer Zukunft in der neben den Amerikanern auch China damit begonnen hat auf dem Mond das Element Helium-3 zu fördern – ein Element mit dessen Hilfe die Energiesorgen der Erde der Vergangenheit anzugehören scheinen. Schätzing baut gleich zu Beginn mehrere parallele Handlungsstränge auf, der eine dreht sich um den in Shanghai ansässigen Detektiv Owen Jericho, der den Auftrag erhält die untergetauchte chinesische Dissidentin Chen Yuyun, genannt Yoyo, ausfindig zu machen, der zweite dreht sich um den Industriellen und Betreiber des einzigen Weltraumfahrstuhls Julian Orley, der sich mit einer Gruppe wohlhabender Geschäftsleute auf die Reise zum Mond macht, um dort sein neues Hotel, das Gaia, einzuweihen. Außerdem werden noch mehrere Nebenschauplätze aufgebaut. Die Geschichten verlaufen eine zeitlang parallel und scheinen wenig mit einander zu tun zu haben – aber finden nach einiger Zeit wirklich sehr passend gelungen zusammen. Schätzing beschreibt die Schauplätze und Geschehnisse wieder sehr detail- und wortreich, was wohl auch mit dazu beiträgt dass das Buch einen solchen Umfang hat – dabei ist erschien mir nichts vom erzählten aber unwichtig oder banal. Man merkt, dass Schätzing wieder viel Aufwand in die Recherche des Erzählten gesteckt hat. Ein spannender Thriller, der in einer nahen und nicht phantastischen, sondern sogar wahrscheinlichen Zukunft spielt.
Gesprochen wird das von mir gewählte Hörbuch von österreichischen Schauspieler Heikko Deutschmann, dem wirklich gut gelungen ist den einzelnen Charakteren ihre Eigenheiten zu geben – auch wenn er meiner Meinung nach manchmal leicht zum „Overacting“ neigte. Das störte aber im Gesamteindruck nicht. In der Summe ein weiteres, sehr empfehlenswertes Werk von Frank Schätzing, der ja spätestens seit dem Schwarm aus der deutschen Bücherszene nicht mehr wegzudenken ist. Kann dieses Buch nur empfehlen, mir hat es viele Stunden Spaß und Spannung beschert.
Meine Wertung: 3 Sterne

Tödliche Saturnalien [SPQR 5]

Sonntag, April 25th, 2010

Wie bereits angekündigt habe ich mir nun innerhalb von nicht einmal 2 Wochen auch mit Tödlichen Saturnalien den fünfte Teil der SPQR Reihe des amerikanischen Authors John Maddox Roberts zu Gemüte geführt. Erworben wie zuvor natürlich bei meinem Audio-Dealer Audible. Unser Protagonist Decius Caecilius Metellus kehrt nach seiner Verbannung nach den Ereignissen in Alexandria, die im letzten Teil beschrieben wurden, kurz vor Beginn der alljährlichen Saturnalien nach Rom zurück. Offiziell um seinem kürzlich verstorbenen Verwandten Celer die letzte Ehere zu erweisen, inoffiziell jedoch um im Auftrage seiner Familie zu den mysteriösen Umständen dieses Todesfalles Ermittlungen anzustellen. Es wird vermutet, dass dessen Frau Clodia, die gleichzeitig die Schwester von Decius Erzrivalen Clodius ist, Celer vergiftet hat. Doch die Sache erweist sich als weitaus komplexer als es zu Beginn aussieht und schon bald findet sich Decius in der Welt von Wahrsagerinnen und Hexen wieder. Dass er dadurch bald in tödliche Gefahr gerät, brauche ich wohl an dieser Stelle kaum noch zu erwähnen.
Zwar ist Roberts hier offenbar ein kleiner historischer Fehler unterlaufen, da im Buch die Saturnalien als mehrtägiger Festtag dargestellt werden und sie dies erst nach 45 vor Christus wurden. Da die Geschichte noch vor dem Gallienfeldzug von Gaius Julius Cäsar spielt, der mehrfach im Buch erwähnt wird, wäre dieses Fest wohl nur an einem Tag abgelaufen. Davon aber einmal abgesehen brillierte John Maddox Roberts mal wieder mit einer gut recherchierten Detailgenauigkeit des Lebens im alten Rom. Die Laufzeit von acht Stunden gingen mal wieder ziemlich vorüber. Ich freue mich bereits auf den Sechsten und leider letzten in Hörbuchform verfügbaren Teil, der offensichtlich im Gallien spielt, wo Decius gemeinsam mit Cäsar begeben wird wie im Buch angedeutet wird.
Ich habe via EMail bei Audible angefragt und mich erkundigt ob noch weitere Hörbücher dieser Reihe in Planung sind. Wie mir mitgeteilt wurde, ist dies aktuell scheinbar nicht der Fall, was ich sehr schade finde. Aber die restlichen sechs Teile sind glücklicherweise als Buch verfügbar, so dass ich wohl auf die gedruckte Form zurückgreifen werde.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

Der Musentempel [SPQR 4]

Samstag, April 17th, 2010

Aktuell bin ich ganz offensichtlich auf den Geschmack der SPQR Krimireihe des amerikanischen Authors John Maddox Roberts gekommen, denn innerhalb kürzester Zeit habe ich nun mit Der Musentempel auf den vierten Teil um Decius Caecilius Metellus, den römischen Sherlock Holmes, verkonsumiert und bin weiterhin sehr begeistert. Wie auch die vorherigen Teile geschah dies in Hörbuchform, gekauft bei meinem Hörbuch-Dealer audible.de.
Nachdem die ersten drei Teile im imperialen Rom spielten, verschlägt es ihn in diesem Krimi in das alte Alexandria unter der Herrschaft der Ptolomäer. Eigentlich als rein diplomatische Mission gedacht findet sich der junge Senator mit seinem Haussklaven Hermes und der inzwischen mit ihm verlobten Julia, Nichte von Julius Cäsar, in Ermittlungen um den seltsamen Tod eines griechischen Philosophen und Mathematiker wieder, der an der weltberühmten Bibliothek von Alexandria lehrte und forschte. Obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, ermittelt er dennoch weiter und stößt bald auf eine Verschwörung, die nicht nur Ägypten sondern auch das mächtige Rom ernsthaft bedroht.
Wie immer in der Ich-Form gehalten, erzählt der Sprecher Erich Räuker in der Rolle des Decius in erheiternder und spannender Weise von den Geschehnissen im antiken Alexandria, in dem neben Ägyptern und Griechen ein buntes Gemisch von verschiedenster Volksstämmen aus der Antike zusammen leben. Sowohl des Leben der einfachen Leute als auch die Dekadenz am Hofe des versoffenen und bei den Römern hochverschuldetem ägyptischen Königs, an dem auch die gerade zehnjährige Kleopatra lebt, werden sehr bildhaft beschrieben. Die etwas mehr als 8 Stunden Laufzeit des Hörbuches verflogen wie nichts. Ein weiteres Meisterwerk unter den historischen Krimis aus der Feder von John Maddox Roberts – ich freue mich bereits auf den nächsten Teil, den ich mir gerade eben gekauft und herunter geladen habe.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

Der Frevel des Clodius [SPQR 3]

Montag, April 5th, 2010

Nach Senatus Populus Que Romanus und Die Catilinia Verschwörung habe ich nun auch den Dritten Teil des SPQR-Reihe des amerikanischen Autors John Maddox Roberts verschlungen – erworben wieder bei audible.de, wo diese Hörbuchreihe aktuell exklusiv angeboten wird.
Decius Caecellus Metellus der Jüngere kehrt nach mehreren Jahren im Ausland in seine Heimatstadt Rom zurück, um dort seine politische Karriere im Rang eines Senators fortzusetzen Doch schon kurz nach seiner Rückkehr überschatten nicht nur ein Frevel seines Erzfeindes Publius Clodius Pulcher, der die heiligen Riten der Bona Dea im Haus des Pontifex Maximus stört (was im übrigen wieder auf einer wahren Begebenheit basiert), sondern es geschehen auch Morde in den Straßen der Ewigen Stadt, die sich quer durch alle Schichten des Bevölkerung ziehen. Einziges gemeinsames Merkmal ist ein seltsames Mal, das die Opfer auf der Stirn tragen. Auch wenn es längst nicht mehr zu seinen Aufgaben gehört, nimmt Decius dennoch die Fährte des Mörders auf und gerät schon bald in gefährliche Situationen, bei denen er um sein Leben kämpfen muss.
Wieder einmal ist es John Maddox Roberts gelungen, das Leben im antiken Rom leb- und bildhaft zu beschreiben. Dabei wählt er wieder die bereits aus den früheren Romanen bekannte Ich-Form und lässt Decius selbst über die Ereignisse berichten. Als neuer Sidekick des Decius kommt sein junger Haussklave Hermes ins Spiel, der mit seinen bauernschlauen bis klugen Bemerkungen und Hinweisen dem jungen Senator bei seinen Ermittlungen hilfreich ist.
Gesprochen wurde das Hörbuch vom deutschen Synchronsprecher Erich Räuker, der auch schon in den vorherigen Teilen Decius seine Stimme geliehen hatte. Eine würdige Fortsetzung der SPQR-Reihe, auf deren nächsten Teil ich mich bereits freue.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

David Batstone – Sklavenhandel Heute

Freitag, April 2nd, 2010

Mit Sklavenhandel Heute – Die dunkelste Seite der Globalisierung habe ich nach so einigen eher der Bellestrik zuzuordnenden Werken nun auch mal wieder ein ernsthaftes Sachbuch hörtechnisch verschlungen. Der Autor David Batstone, Journalist und Ethikprofessor an der Universität von San Francisco, zeigt darin, das der Sklavenhandel keineswegs ein Relikt der Vergangenheit ist, sondern das der Handel mit der Ware Mensch ist auch heute, wenn auch im Verborgenen, noch weit verbreitet ist und durch die Globalisierung sogar neuen Vorschub erhalten hat.
Dabei beschränkt er sich nicht auf nüchterne Zahlen und Fakten, sondern erzählt die wahren und teilweise sehr bewegenden Geschichten von Opfern und Helfern und zeigt Wege auf, wie geholfen werden kann. Die eine oder andere der Erzählungen mag zwar bekannt vor kommen, da sie in ähnlicher Form durchaus schon in den Medien gelesen hat, aber sie dann doch eher für Einzelfälle hielt. Und nicht nur in Schwellenländern und der Dritten Welt werden Menschen als Sklaven gehandelt, auch in Industrieländern wie den USA leben unzählige Menschen als Hausbedienstete und Schlimmeres in Unfreiheit. Um einen Einstieg und Überblick über das Ausmaß dieses versteckt agierenden „Industriezweiges“ zu bekommen eignet sich das Buch durchaus und der Autor lässt es auch nicht vermissen die Maßnahmen aufzuzeigen, die zur Bekämpfung nicht nur von Regierungen angegangen werden. Was sich mir jedoch nicht ganz erschlossen hat, ob die Globalisierung wirklich in einem so engen Zusammenhang mit dem Handel mit der Ware Mensch steht oder ob solche Praktiken nicht auch schon vorher genau so gehandhabt wurden, wie sie im Buch beschrieben werden. In der Summe, so fand ich, ein Lesenwertes, wenn auch nicht überragendes Sachbuch.

Meine Wertung: 2 von 3 Sternen