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Gebratene Pute in Hoi Sin Sauce [27.01.2014]

Monday, January 27th, 2014

Weder der Abgebräunte Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln bei Tradition der Region noch das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” mit Champignons, Karotten und Erbsen, dazu Rösti bei Globetrotter konnten mich heute wirklich begeistern und auch zu der Gnocchipfanne mit Kohl bei Vitality, die man im Vergleich zum letzten Mal durch eine Art Tomatensauce noch etwas ansprechender und nicht ganz so trocken erscheinen ließ, konnte ich mich nicht wirklich durchringen. Die schlechte Erinnerung war da einfach noch zu frisch. Kurz liebäugelte ich noch mit dem Schweinegeschnetzelten, dann aber entschied ich mich doch dazu, nach über einer Woche Abstinenz mal wieder der Asia-Thai-Theke eine Chance zu geben. Zur Auswahl standen hier Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce, Gebratene Pute mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce und schließlich Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Erdnußsauce. Da aktuell der männliche Wok-Koch wieder Dienst hat, war zwar alles wieder recht saucenlastig, aber die Pute erschien mir überaus akzeptabel. Dazu gab es natürlich eine Schale mit Reis als Sättigungsbeilage.

Pute in Hoi-Sin-Sauce / Turkey in hoi sin sauce

Die Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten, in der ich Zucchini, Broccoli, Paprika, Kohl, Möhren, Stangensellerie, Champignons und Mangold entdeckte, schien mal wieder recht wahllos zusammengestellt und schien auch alles die selbe Zeitspanne angebraten worden zu sein, was zur Folge hatte dass z.B. die Zucchini etwas matschig und die Möhren, die ja wie die meisten Wurzelgemüse bekanntermaßen etwas länger brauchen, noch etwas bissfest waren. Aber die überaus großzügig hinzugefügte, leicht scharfe Hoi-Sin-Sauce dominierte hier sowieso den Geschmack. Zum Glück fanden sich mehr als genug der zarten, saftigen Putenfleisch-Streifen darin, was das Gericht letztlich noch etwas retten konnte – aber perfekt war es nicht und ich habe das hier auch eindeutig schon besser erlebt. Und auch beim Reis, den ich mir wie üblich mit einem Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, muss ich heute einen kleinen Punktabzug vornehmen, da er etwas an einigen wenigen Stellen etwas angebrannt wirkte. War zwar in der Summe ok, aber mehr leider auch nicht.
Vielleicht hätte ich da doch eher den Vorlieben der anderen Gäste folgen sollen, die mit einem kleinen, aber deutlichen Vorsprung den Abgebräunten Leberkäs mit Spiegelei am häufigsten gewählt hatten und ihm somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherten. Mit nur wenig Abstand folgte schon das Schweinegeschnetzelte “Züricher Art” auf dem zweiten Platz, während die Asia-Gerichte den dritten Platz belegten. Platz vier belegte, wie üblich, das vegetarische Gericht, das heute durch die Gnocchipfanne mit Kohl repräsentiert wurde.

    Mein Abschlußurteil:
    Pute in Hoi-Sin-Sauce: + (aber nur gerade so)
    Reis: +

Ente in Hoi-Sin-Sauce [17.03.2011]

Thursday, March 17th, 2011

Im ersten Moment überlegte ich heute bei den Spaghetti mit Balsamico-Linsen im Bereich Vitality zuzugreifen, denn mit diesem Gericht hatte ich ja hier, hier und hier schon gute Erfahrungen gemacht. Aber auch die Gefüllte Paprikaschote auf Tomatensauce und Kartoffelpüree bei den traditionell-regionalen Gerichten übte wie ich zugeben muss einen gewissen Reiz aus. Einzig das heutige Globetrotter-Gericht, ein Cordon bleu vom Schwein mit Pommes, konnte mich aufgrund der hohen zu erwartenden Kalorienwerte nicht so recht begeistern. Dann aber entdeckte ich neben Asiatischen Gemüse herzhaft gebraten in Austernsauce und dem Gaeng Pad Gai – Gebratenes Hühnchen mit frische Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry auch noch Ente mit gebratenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce. Ente erschien mir heute irgendwie dann doch noch ein wenig verlockender als das Spaghettigericht – also schlug ich hier zu. Dazu gab es wie üblich eine Schale Reis, garniert mit süß-scharfer Chilisauce sowie einen Glückskeks.

Ente in Hoi-sin Sauce / Duck in hoi sin sauce

Neben reichlich großen Entenfleischstücken, an denen sich teilweise auch noch Haut zu finden war, bestand das Gericht auch wie üblich aus einer bunten Auswahl an verschiedenen Gemüsesorten. Ich entdeckte dieses Mal Zucchini, Möhrenscheiben, Schoten, Salat, Sprossen, Frühlingszwiebeln und Paprika in verschiedenen Farben. Und alles war in der wirklich sehr schmackhaften Hoi-Sin-Sauce, einer Sauce aus fermentierten Sojabohnen, Zucker, Weizenmehl, Knoblauch, Essig und Chilis. Angenehm würzig und leicht scharf – wenn auch für meinen an Schärfe gewöhnten Gaumen die Schärfe kaum spürte. Aber auf jeden Fall mal wieder eine gelungene Kreation unserer Asia-Küche, ich war mit meiner Wahl sehr zufrieden.
Bei den anderen Kantinengästen lag natürlich das Cordon bleu heute am höchsten im Kurs und belegte recht eindeutig den ersten Platz in der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten meiner Meinung nach heute die Asia-Gerichte, aber knapp gefolgt von der gefüllten Paprika und schließlich dem Spaghettigericht auf Platz vier. Hier also keine Überraschungen heute – Gerichte mit Fleisch und Pommes Frites belegen nun mal Erfahrungsgemäß in den meisten Fällen den ersten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Ente in Hoi-Sin-Sauce: ++
Reis: ++

Bami Goreng in Hoi Sin Sauce [29.07.2010]

Thursday, July 29th, 2010

Verständlicherweise herrschte heute ein Riesenandrang an der Ausgabetheke, die das “Gebackene Schweineschnitzel Wiener Art mit Pommes Frites und Zitrone” aus der Sektion Globetrotter angeboten wurde. Klang zwar lecker und sah auch gut aus, kam für mich aus kalorientechnischen Gründen natürlich nicht in Frage. Der “Bunte Salatteller mit gebratene Garnelenspieß” bei Tradition der Region klang da schon besser und auch der “Zucchini-Kartoffelgulasch mit Baguette” bei Vitality war eindeutig sehr verlockend und vor allem nicht sehr Kalorienreich. Doch dann wandte ich mich dem Asia-Thai-Bereich zu und entdeckte dort neben “Gebratenen Schweine- und Putenstreifen mit Gemüse in süß-saurer Sauce” auch das vegetarische “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce“. Hatte ich noch nie versucht und sah verlockend aus – daher entschied ich mich dazu das ganze mal zu versuchen. Dazu nahm ich mir noch ein Gläschen Fruchtsalat.
Bami Goreng in Hoi Sin Sauce
Natürlich fragte ich mich was nun eigentlich diese mysteriöse Hoi Sin Sauce ist? Meine Recherchen zur Folge handelt es sich dabei um eine aus fermentierten roten Sojabohnen, Zucker, Weizenmehl, Knoblauch, Essig, Chilis, Salz und Sesamöl hergestellte Soßenzubereitung, die in der chinesischen und thailändischen Küche vor allem zu Fleischgerichten gereicht wird. Dabei stammt die Bezeichnung Hoi Sin oder Hoisin vom kantonesischen 海鮮 und bedeutet soviel wie “Fisch” oder “Meeresfrüchte”. Dass diese im Geschmack recht kräftige und leicht süßliche Sauce aber auch gut zu vegetarischen Gerichten passt, durfte ich heute feststellen. Zwischen den reichlichen Mie-Nudeln in Hoi Sin Sauce fanden sich außerdem eine ungewöhnliche und interessante Gemüseauswahl. Die gelben und grünen Paprika, Zucchini, Frühlingszwiebeln, Algen, Pilze und Mungobohnenkeimlinge rundeten das ganze zu einem schmackhaften ganzen ab. Der Fruchtsalat war dann aber leider nur mittelmäßig. Unter zwei kleinen Stauden roter Johannisbeeren und einer Kirsche fanden sich bereits deutlich zusammengefallene Erdbeerstücke sowie einige Stückchen Apfel in eine Mischung verschiedener Fruchtsäfte. Vor allem die Erdbeeren und die noch mit Stielen versehenen Johannisbeeren brachten mich dazu, hier keine volle Punktzahl zu geben.
Ich brauche glaube nicht zu erwähnen, dass das Schnitzel Wiener Art mit deutlichem Vorsprung das beliebteste Gericht unter den anderen Kantinengästen war. Den zweiten Platz belegten die Asia-Gerichte und den dritten wohl der Zucchini-Kartoffelgulasch. Der Salat erfreute sich auch einer gewissen Beliebtheit, lag aber doch etwas hinter den anderen Gerichten zurück.
Ob die Hoi-Sin Sauce mit ihrem Sesamöl und dem Zucker natürlich was die Kalorien angeht eine so gute Wahl war, wird sich heraus stellen. Hat mir aber trotz des Fehlens von Fleisch sehr gut gemundet.

Mein Abschlußurteil:
Bami Goreng in Hoi Sin Sauce: ++
Fruchtsalat: +