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Return to the Caribbean – Abschied & Rückreise [22. – 23.10.2018]

Tuesday, October 23rd, 2018

Heute war es leider soweit: Die 14 Tage meines Urlaubs waren vorbei und ich musste zurück ins herbstliche Deutschland mit seinen guten Straßen, dem gewohnten Essen und der melodischen Sprache, die ich so sehr viel besser verstehe als das hiesige Spanisch oder gar Kreolisch. Aufgrund unser doch etwas längerern Abschiedparty gestern, standen wir erst recht spät auf. Zum letzten Mal für die nächste Zeit stellte sich meine Begleitung und kochte noch einmal etwas für uns. Es gab etwas Schweinefleisch in einer leicht pikanten Zwiebelsauce, selbst zubereiteten Kartoffelsalat mit Möhren und gekochten Eiern sowie reichlich Reis.

Dominican pork with rice & potato salad / Dominikanisches Schweinefleisch mit Reis & Kartoffelsalat

Eigentlich hatten wir noch überlegt, für einige Zeit an den Strand in Sosua zu fahren, doch es waren Gäste gekommen die mich ebenfalls verabschieden wollten und ich packte noch nebenher die letzten Sachen zusammen, so dass letztlich keine Zeit mehr blieb bevor ich mich gegen 17:15 Uhr zum Aerodom, dem internationalen Flughafen Gregorio Luperon nahe Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn fahren ließ.

Aerodom

Obwohl es noch zwei Stunden bis Abflug um 19:15 Uhr waren, hatte sich bereits eine lange Schlange vor dem Condor-CheckIn gebildet.

Waiting line - Condor CheckIn - Aerodom Puerto Plata

Einen Zusatzschalter gab es für die Premium-Klasse hier leider nicht, nur für die Business-Klasse, ich musste also leider warten, was etwa zwanzig Minuten dauerte. Zumindest wurde Economy-Gäste auch am Business-Schalter bedient, wenn kein Fluggast dieser Kategorie da war, dadurch ging es nicht ganz so langsam voran.
Nachdem ich meinen Koffer eingecheckt und mein Boarding-Ticket erhalten hatte, ging es noch daran das blauen Formular auszufüllen, den man bei der Ein- und Ausreise abgeben muss. Dann hieß es Abschied nehmen, was wie immer sehr schwer fiel.
Es folgte die Sicherheitskontrolle, die Passkontrolle bei der ich den balauen Beleg abgeben musste und schließlich kam ich in die Abflughalle. Vor dem Fenster auf der anderen Seite wartet bereits der Condor-Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen würde.

Waiting Condor Airplane - Puerto Plata

Das Boarding verlief dieses Mal wieder problemlos und mit nur wenigen Minuten Verspätung rollten wir kurz nach 19:15 Uhr schließlich auf die Startbahn und hoben ab in den inzwischen fast dunklen Himmel. Etwa eine Dreiviertlstunde nach dem Start, um kurz nach acht servierte man uns schließlich das Abendbrot.

Condor - Premium Economy Class - Beef Stroganoff for dinner

Dieses Mal gab es einen Tabouleh Salat mit Räucherlachs, Rindfleischstreifen “Stroganoff” mit Mischgemüse und Paprikakartoffeln, Oreo Käsekuchen, Etwas Käse, Vollkornbrot, Brötchen, etwas Butter und einen Twix Schokoriegel. Und es gab an keiner der Komponenten etwas auszusetzen, alles sehr lecker und mehr als genug um satt zu werden.
Eigentlich wollte ich ja noch einen Film gucken, aber ich muss dann irgendwie eingeschlafen sein und wachte erst wieder auf als wir Irland bereits überflogen hatten und die Essensausgabe mit dem Frühstück gerade durch war.

Reaching Europe with Condor Airlines

Während mein Sitznachbar, ein älterer Herr, munter sein Frühstück verzehrte, sass ich also da und darbte, mich über mich selbst ärgend, vor mich hin. Und keinerlei Stewards oder Stewardessen irgendwo in Sicht. Doch ich hatte Glück, denn wenig später schien ein Mitarbeiter des Flugzeugpersonals meine missliche Lage bemerkt zu haben und reichte mir doch noch mein lang ersehntes Frühstück.

Condor - Premium Economy - Breakfast / Frühstück

Das aufgebackene Brötchen war zwar nicht mehr warm, aber davon mal abgesehen doch ein gutes und umfangreiches Frühstück aus Melonenstückchen, einer kleinen gemischten Aufschnitt- und Käseplatte, einem Erdbeer-Fruchtjoghurt, Marmelade, Vollkornbrot, besagtem Brötchen, Butter und einem Schoko-Muffin. Da konnte man echt nicht meckern. Dazu gab es natürlich einen heißen schwarzen Kaffee.
Etwa eine Stunde später setzten wir schließlich zur Landung auf dem Frankfurter Flughafen an – das Wetter war trüb und leicht nebelig – es war ja Herst in Deutschland.

Landeanflug auf Frankfurt

Das Flugzeug kam wieder auf einer Off-Position, weit abseits vom Terminal, zum stehen und der Flugkapitän verkündete über die Lautsprecheranlage, dass wir noch sitzen bleiben könnten, denn es war leider kein Flughafenmitarbeiter vor Ort, der das neben dem Flughafen wartende Gangway-Fahrzeug an dieses heran fahren könnte. Bis dieser kommt könnte es noch dauern.

Frankfurt Airport - Gangway car

Dennoch waren bereits viele der Fluggäste aufgesprungen und holten bereits ihr Handgepäck aus den Dachfächern. Es sollte aber tatsächlich noch über 10 Minuten dauern, bis endlich mit dem Aussteigen begonnen werden konnte. Etwa zeitgleich mit dem Gangway-Fahrer waren auch drei Busse eingetroffen, die uns nach verlassen des Fliegers in wilder Fahrt quer über das Flughafengelände zum Terminal brachten, wo wir nahe der Passkontrollen und von Bundepolizisten beäugt ins Flughafengebäude gingen. Dank elektronischem Pass ging die letztliche Einreise aber recht schnell, jedoch lag danach noch ein weiterer langer Fußmarsch vor uns, bevor wir schließlich im Untergeschoss das Gepäckband erreichten, an dem etwas unser Gepäck aus den Tiefen des Flughafens kommen sollte.

Frankfurt Airport - Baggage conveyor belt / Gepäckband

Und ich hatte Glück, denn nachdem das Gepäckband endlich angelaufen war, konnte ich bereits beim vierten Koffer der herauf kam mein eigenes Gepäckstück erkennen. Als ich dann durch den grünen Ausgang die Gepäckhalle verlassen wollte, hielt mich einer der Zollbeamten für eine spontane Kontrolle auf – das erste Mal überhaupt seit ich fliege. Doch nach Kontrolle meines Reisepasses, einem kurzen Blick in meinen Rucksack und einigen Fragen ließ er mich weiterziehen und verzichtete auf einen Blick in den Koffer. Jetzt schnell ein neues Feuerzeug gekauft – mein altes musste ich in Puerto Plata abgeben und raus aus dem Terminal, damit ich nach über elf Stunden endlich wieder meinem ungesunden Hobby frönen konnte.
Während ich vor dem Gebäude stand, zückte ich mein Mobiltelefon und prüfte den Fahrplan der Deutschen Bahn nach einer Rückkehrmöglichkeit nach München. Und ich hatte Glück, in etwa zwanzig Minuten fuhr ein ICE vom Fernbahnhof ab, das schaffte ich locker. Nur einen Sitzplatz konnte ich nicht mehr reservieren, das war zu kurzfristig.

Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Doch das war auch gar nicht notwendig gewesen, denn an diesem Montag morgen war der ICE relativ leer und es wurden auch keinerlei Reservierungen angezeigt.
Ein Problem tauchte noch auf, als die Schaffnerin kam und meine ausgedruckte Rail & Fly Fahrkarte kontrollierte, mit der ich ja bereits nach Frankfurt gefahren war: Sie war laut ihrer Aussage storniert worden. oO Das lag wohl daran, das ich vor dem Flug noch einmal eine Umbuchung vorgenommen hatte. Ich kramte also mein Macbook heraus, suchte im Mailprogramm die Mail von Condor und zeigte der Schaffnerin das PDF der neuen Fahrkarte auf dem Display. Nun war sie zufrieden und ich konnte entspannt den Rest meiner Rückreise nach München antreten.

Im ICE nach München

Mit nur fünf Minuten Verspätung erreichten wir um kurz vor halb vier schließlich den Münchner Hauptbahnhof – war jetzt nur noch eine nicht allzu lange S-Bahn-Fahrt von meinem Zuhause entfernt.

Ankunft am Münchener Hauptbahnhof

Und ich war froh, als ich endlich dort ankam – auch wenn die Karibik immer wieder schön ist und ich bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen bin, ist es zu Hause doch immer noch am allerschönsten – trotz des herbstlichen Wetters. 🙂

Burger King Long Chicken & Chili Cheese Nuggets [08.09.2016]

Thursday, September 8th, 2016

Am frühen Abend begab ich mich heute mit einigen Kollegen auf eine kleine Reise mit der deutschen Bundesbahn in Richtung des südlichen Hessens, um morgen einen Termin in Gießen wahrnehmen zu können.

Munich Central Station

Vom Münchner Hauptbahnhof aus ging es um 16:52 Uhr im ICE 528 pünktlich los in Richtung Frankfurt. Leider hatte ich versäumt mich vor der Abfahrt mit ein paar Nahrungsmitteln einzudecken, so dass ich bei der Ankunft nach etwa 3 Stunden am Frankfurter Hauptbahnhof gegen 20:05 Uhr einen gewissen Appetit verspürte. Zum Glück war genügend Zeit, dass ich mich zu einer der zahlreichen Nahrungsmittelprovider begeben konnte und mich für die restliche 40 Minuten Fahrt nach Gießen noch mit ein paar Snacks eindecken konnte. Mein Weg führte mich zu Burger King, wo ich mir neben einem Long Chicken Burger noch ein Tüte mit 6 Chili Cheese Nuggets einpacken ließ. So konnte scchließlich auf dem Weg nach Gießen nicht mehr viel schief gehen. 😉

Burger King Long Chicken

Das Long Chicken bestehend aus einem länglichen, leicht labbrigen Baguettebrötchen in dem sich ein großes Stück panierte gebackenes Hähnchen, etwas Mayonaise und einige Salatblättchen befanden. War zwar kein kulinarisches Highlight, aber es half um den abendlichen Hunger zu stillen.

Burger King Chili Cheese Nugget

Die kleinen Chili Cheese Nuggets, die ich heute übrigens das erste Mal probierte, erwiesen sich wiederum als überaus gut gelungen. Ein würziger, mit zahlreichen kleinen medium-scharfen Jalapeno-Stückchen versetzter Käse, paniert und dann frittiert ergaben einen sehr leckeren Snack, der zwar nicht satt, aber durchaus süchtig machen kann. Über die Kalorien denke ich da mal lieber nicht nach…
Schließlich kamen wir, es war bereits dunkel, am Hauptbahnhof in Gießen an und begaben uns gleich in das Best Western Plus Hotel Steingarten, in dem Zimmer für uns reserviert waren. Das Check-In verlief schnell und unkompliziert, so dass wir uns alsbald auf unsere Zimmer begeben und uns frisch machen konnten.

Single Room - Best Western Hotel Steinsgarten - Gießen 1 Single Room - Best Western Hotel Steinsgarten - Gießen
Zimmer im Best Western Plus Hotel Steinsgarten in Gießen

Zuerst war noch überlegt worden, ob wir das Nachtleben von Gießen etwas erkunden sollten, doch nach und nach sagten alle ab, da sie von der Reise zu müde waren. So blieb letztlich auch ich auf dem Hotelzimmer und ließ den Abend gemütlich ausklingen.

ICE-Verspätung, Der Cremige, Adventkalenderschokolade & Obst

Monday, December 6th, 2010

Der Cremige, Adventkalenderschokolade & Obst

Meine Rückfahrt nach München begann schon mal nicht gerade vielversprechend, denn die S-Bahn die mich zum Frankfurter Hauptbahnhof bringen sollte hatte ca. fünf Minuten Verspätung. War aber nicht weiter kritisch, das ist in meinem Anreiseplan mit einkalkuliert. Als ich am Hauptbahnhof angekommen war und mein Gleis erreichte, hörte ich schon über Lautpsprecheransage, dass auch der ICE ungefährt fünf Minuten Verspätung hätte. Daraus wurden dann aber fast fünfzehn bis der Zug endlich ankam, alle aus- und eingestiegen waren und wir uns endlich in Bewegung setzten. Dank des üblichen rücksichtslosen Gedränges benötigte ich einige Zeit, bis ich den für mich reservierten Sitzplatz erreichte. Leider waren die Reservierungsanzeigen ausgefallen, aber die Frau die meinen Platz okkupiert hatte räumte diesen bereitwillig. Der Rest der Fahrt verlief Ereignislos und mit insgesamt 22 Minuten Verspätung kamen wir schließlich am Münchner Hauptbahnhof an. Dadurch war natürlich meine S-Bahn erst mal weg und ich durfte etwa zwanzig Minuten bis zur nächsten S-Bahn in meine Richtung warten. Durch Schneematsch und leichten Schneefall erreichte ich aber schließlich sicher mein hiesiges Appartment.

Regen & Tauwetter

Heute morgen hatte sich der Schneefall dann in Regen verwandelt, der auf meinem Weg zum S-Bahnhof auf meinen Regenschirm prasselte. Das gab einen ekeligen und rutschigen Schneematsch – ich war froh das ich nicht mit dem Auto fahren musste. Aber auch die S-Bahn erwies sich heute als etwas unzuverlässig und fuhr mit etwa zehn Minuten Verspätung. Ich war froh als ich endlich meinen Schreibtisch erreichte und mir einen Kaffee machen konnte.
Um mein Frühstück zu komplettieren gab es heute drei Stückchen Schokolade aus meinem Firmen-Adventskalender, etwas Obst in Form von zwei Clementinen, einer Birne und einer Banane und schließlich einen 150g Becher Weihenstephan Der Cremige Joghurt mit 0,1% Fett in Geschmacksrichtung Kirsche (127,5kcal / 4 WW ProPoints). Weich im Geschmack und nicht allzu dünnflüssig finde ich diese Joghurtzubereitung wirklich ganz gelungen, auch wenn der Aufdruck 0,1% Fett eindeutig über die 15,3g Kohlehydrate (=Zucker) auf 100g hinwegtäuschen. Wirklich leicht ist das ganze nicht – aber dennoch absolut im Rahmen dessen was ich morgen zubillige. 😉

Guten Appetit

Eine Stunde ICE-Verspätung & Bacon Cheeseburger

Saturday, December 4th, 2010

Gestern habe ich mich mal wieder auf den Weg nach Frankfurt begeben, und das trotz des Risikos der Verspätung mit der ich bei diesem Wetter natürlich rechnen musste. Und bereits in der S-Bahn auf dem Weg zum Hauptbahnhof München begann es damit etwas später zu werden. Grund war ein Notarzteinsatz in einer S-Bahn vor uns an der Haltestelle Leuchtenbergring, was dazu führte dass wir acht Minuten später am Hauptbahnhof ankamen. Normalerweise hätte ich noch aber immer fünfzehn Minuten bis zur Abfahrt meines ICE gehabt. Normalerweise – doch wenn ich wirklich geglaubt hatte dass mein Zug bei dem bisschen Schneefall pünktlich fahren würde, hatte ich mich natürlich geschnitten. Eine nicht näher definierte Verspätung waren für den Zug aus Essen angekündigt, der in München dann zu meinem ICE geworden wäre.

Verspätung ICE München-Frankfurt

Also tummelte ich mich am Gleis herum und hoffte darauf, dass der Zug möglichst bald kommen würde. Leider waren die Ansagen sehr ungenau und durchmischt mit Ankündigungen für andere Züge die folgen oder am gegenüberliegenden Gleis fuhren. Ein Reisender chinesischer Herkunft fragte mich auf Englisch ob ich mehr wüsste und wann der Zug nun kommen würde. Ich teilte ihm mit was ich aus den meist nur in Deutsch durchgeführten Ansagen heraus gehört hatte. Daraus entwickelte sich ein nettes Gespräch und wir unterhielten uns bis der Zug mit schließlich etwa 50 Minuten Verspätung eintraf – allerdings kam nur einer von den geplanten zwei Zugteilen an. Zum Glück war es der Zugteil in dem ich meine Reservierung hatte, denn aufgrund der Menschenmassen die am Bahnsteig warteten rechnete ich mich einem ziemlich überfüllten ICE. Komischerweise war dem nicht so und einige der Sitzplätze blieben sogar noch frei. Der Rest der Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, auch wenn wir noch zehn weitere Minuten Verspätung hinzu kamen. Mit auf die Minute genau einer Stunde Verspätung kamen wir schließlich in Frankfurt am Main Hauptbahnhof an – gerade rechtzeitig dass ich meine S-Bahn gerade noch vor meiner Nase wegfahren sehen konnte.

Eisig am HBF Frankfurt

Das hieß etwa dreißig Minuten Wartezeit bis die nächste S-Bahn kam. Ich beschloss diese Zeit mit einer kleinen Zwischenmahlzeit zu überbrücken. Da ich nur noch wenig Bargeld im Portemonaie und keine Lust hatte, die hohen Gebühren an den EC-Automaten am Bahnhof zu zahlen, entschied ich mich dazu einen Bacon Cheeseburger bei Burger King zu erwerben.

Burger King Bacon Cheeseburger

Für einen Preis von gerade mal 1,50 Euro finde ich diese Dinger doch recht lecker – auch wenn ich an die Kalorien nicht denken möchte. Insbesondere die gelbliche Sauce hat es mir angetan – würde gerne wissen woraus die ist. Aber Einkaufen konnte ich vergessen, die letzten Läden machen um 22:00 Uhr zu und ganz ohne Abendessen wollte ich dann doch nicht sein. Das ist halt das Kreuz wenn man nur am Wochenende zu Hause ist, da kann man keine große Vorratshaltung betreiben, sonst verdirbt zu viel. Aber das wird sich ja bald ändern…
Schließlich kam die S-Bahn und ich konnte in der Wärme des Wagons den Rest meines Weges zurücklegen. Die Fahrt war wirklich kein Vergnügen gewesen, aber ich war froh als ich endlich zu Hause war.

Terrorbefürchtungen, Verspätung & Tomaten Basilikumpesto Wrap

Saturday, November 20th, 2010
Frankfurter Hauptbahnhof

Gestern war ich mit dem Zug nach Frankfurt zurückgekehrt, trotz der aktuellen Terrorgefahr hier in Deutschland und meiner persönlichen Bedenken mit Massenverkehrsmitteln zu fahren. Nicht das ich wirklich Angst gehabt hätte, aber ein wenig mulmig ist einem schon wenn die ganzen letzten Tage von einer erhöhten Bedrohungslage gesprochen wird. Ich denke da nur an die Zuganschläge von Madrid am 11. März 2004 zurück und was wäre aus Terroristensicht effektiver, einen vollbesetzten ICE mit Wochenendpendlern aus München (oder jeder anderen großen Deutschen Stadt) in die Luft zu jagen. Dass dabei ausschließlich Unschuldige zu Schaden kommen würden hat diese Verblendeten ja noch nie interessiert. Da hilft es auch wenig, wenn verstärkt Bundespolizei mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen an Bahnhöfen und Flughäfen patrouilliert – das ist dann wohl mehr Blendwerk als das es wirklich hilft. Sicherer habe ich mich dadurch nicht gefühlt – wenn jemand einen entsprechend bestückten Rucksack oder Koffer in einen Zug hätte kriegen wollen, wäre die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg recht hoch gewesen. So Gedanken macht man sich halt wenn fast jede Presseseite in den Schlagzeilen über kaum etwas anderes schreibt. Ob sich die anderen Fahrgäste ähnliche Gedanken gemacht hatten vermochte ich nicht zu sagen, fest steht aber dass niemand Konsequenzen aus der unterschwelligen Bedrohung gezogen hatte, denn der Zug war Überfüllt wie eh und je und die Leute standen sogar auf den Gängen vor den Abteilen. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken.

Zwar mit 20 Minuten Verspätung aufgrund von Bauarbeiten, aber ansonsten ohne weitere besondere Vorkommnisse trafen wir schließlich am Frankfurter Hauptbahnhof ein. Dadurch war die S-Bahn die ich hatte nehmen wollen bereits abgefahren und ich hatte noch ca. 20 Minuten Zeit bis die nächste fuhr. Also entschloss ich mich dazu, noch am Bahnhof zu Abend zu essen. Jedoch nicht bei McDonalds oder Burger King, sondern an einer der anderen Verkaufsstellen in der Haupthalle. Dabei fiel meine Wahl auf eine Bude am Eingang zum Gleis 8 und 9, die neben Sandwiches auch Wraps aller Art anbietet und passenderweise auch einfach “Wraps” heißt (Foto folgt). So spät am Abend war das Angebot dort leider schon etwas zusammengeschrumpft, doch ich entdeckte zwischen den noch verfügbaren Speisen etwas, das mein Interesse weckte: Einen Tomaten Basilikumpesto Wrap mit Hähnchenbrust, den ich sogleich für 3,75 Euronen erwarb.

Tomaten Basilikumpesto Wrap

Da man wohl gerade am schließen war, gab mir die nette, junge Thekenkraft sogar noch eine kostenlose Rosinensemmel mit auf den Rest meiner Reise.
Inzwischen war auch meine S-Bahn eingetroffen und ich suchte mir einen Platz in einem der Abteile, wo ich sogleich damit begann den Wrap zu verzehren. Ganz davon abgesehen dass dieser Wrap deutlich ansehnlicher anzusehen und praller gefüllt war als seine Gegenstücke bei großen Fastfood-Ketten, man nehme nur den McWrap Crispy Shrimps bei McDonalds oder den Californie Wrap bei Burger King – mich überzeugte hier auch die wirklich sehr gelungene Füllung: Knackiger Salat mit kleinen Möhrenstiften, dazu saftiges Hähnchenfleisch und leckeres Tomaten-Basilikumpesto. Hat mich einfach überzeugt und erwies sich als wirklich lecker. Und für eine an einem Bahnhof erworbene Speise stimmte hier auch das Preis-Leistungsverhältnis. Einziger kleiner Kritikpunkt war am Ende die Tatsache, dass der Wrap unten offen war und man daher etwas aufpassen musste das letzte Stück zu verzehren ohne sich mit Salat und Hähnchenfleisch zu bekleckern.

Davon aber abgesehen eine große Empfehlung für jeden hungrigen Reisenden – und ich bin sicher dass ich mir auch wegen der Nährwerte keine allzu großen Sorgen zu machen brauche – zumindest weniger als bei McDonalds oder Burger King. 😉
Morgen geht es dann mit dem ICE zurück nach München – und ich hoffe dass auch dieses Mal alles gut geht. Ich hoffe sowohl dass meine S-Bahn dieses Mal fährt – da hatte ich ja letztes Wochenende schlechte Erfahrungen gemacht – als auch dass der ICE ohne Störungen (egal welcher Art!) verkehrt. Aber bei der Bahn ist das ja immer ein kleines Glücksspiel, auch wenn ich zugeben muss dass die guten Erfahrungen bisher überwogen haben. Wir werden sehen würde ich sagen…

S-Bahn Ausfall, Bremsanlagenstörung & Stehplatz

Monday, November 15th, 2010

Am Sonntag Abend bin ich wie gewohnt nach München zurückgekehrt. Doch was ich dieses Mal erlebt habe, ist wirklich bar jeder Erträglichkeit was das Reisen angeht. Es fing schon damit an dass die S-Bahn die mich zum Frankfurter Hauptbahnhof bringen sollte zuerst fünf, dann zehn, dann fünfzehn Minuten später kommen sollte und dann komplett ausfiel – angeblich aufgrund eines Maschinenschadens. Die nächste S-Bahn fuhr eine halbe Stunde später, was allerdings zu spät für mich war um meinen ursprünglichen Zug für den ich eine Sitzplatzreservierung hatte noch zu erreichen. Zwischendurch führte uns die Ansage noch zu einem anderen Gleis, von wo nun die ursprünglich aus ausgefallen benannte S-Bahn doch fahren sollte. Hier kam auch eine S-Bahn, die aber in die andere Richtung fuhr. Niemand wusste bescheid oder konnte Auskunft geben. Als sich diese S-Bahn, die ursprünglich in die andere Richtung weiter fahren sollte wieder in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung setzte, war es zu spät und wir kehrten resigniert zu unserem ursprünglichen Gleis zurück, um die andere S-Bahn zu nehmen. Leider hatte diese auch gleich noch einmal fünfzehn Minuten Verspätung. Ursache für diese Verspätung war wohl eine ausgefallene Schrankenanlage. Ich versuchte bereits seit bekanntwerden des Ausfalls der ersten S-Bahn mit Hilfe meines iPhones eine Platzreservierung für den Folgezug eine Stunde später zu buchen, scheiterte aber immer wieder an der besch**** Menuführung der Bahn-Webseite. Auch die DB-iPhone-App brachte mich hier nicht weiter. Bis kurz vor dem Frankfurter Hauptbahnhof versuchte ich es weiter, aber erfolglos und ein weiterer Versuch an einem der Fahrscheinautomaten zeigte schließlich dass eine Buchung wohl nicht mehr möglich ist da der Zug bereits unterwegs war. Na gut, dann würde ich halt wie letzte Woche bis Würzburg stehen müssen – damit hätte ich leben können. Der ICE 725 nach München kam um 18:45 Uhr relativ pünktlich, wenn auch vom gegenüberliegenden Gleis am selben Bahnsteig.

S-Bahn Ausfall, Bremsanlagenstörung & Stehplatz

Der ICE war wirklich brechend voll, Sitzplätze waren alle belegt oder reserviert und bei der Masse an Menschen die auf Sitzplatzsuche durch den Zug eilten erschien es illusorisch, dass ich noch einen freien Platz finden würde. Ich ergatterte mit Mühe und Not einen Stehplatz irgendwo im Gang wo ich niemanden im Weg stand. Auf den Boden setzen war aber zu keinem Zeitpunkt möglich, da zu viele andere Leute um mich herum standen. Bis Würzburg – etwas mehr als eine Stunde Fahrtzeit – würde das aber schon gehen, erfahrungsgemäß würde es ab Würzburg leerer werden. Doch es sollte anders kommen.
Einige Zeit nachdem wir Frankfurt verlassen hatten, bremste der Zug unvermittelt und scharf, fuhr aber dann weiter. Kurz darauf bremste er ein weiteres Mal und fuhr erneut an. Kurz vor Aschaffenburg kam er ein drittes Mal zum stehen – und blieb es dieses Mal auch. Nach fünf Minuten teilte man uns mit dass es zu einer Störung in der Bremsanlage gekommen sei und dies nun überprüft werde. Weitere zehn Minuten später wurde wieder via Lautsprecher erzählt, dass die Überprüfung andauere und die Ursache noch nicht gefunden sei. Kurz darauf eilten das erste Mal einige Bahnbedienstete in oranger Warnweste und mit Taschenlampe im Gang in uns vorbei. Im verlauf der nächsten Stunden sahen wir diese Leute noch mehrmals – immer in Eile und nicht bereit weitere Auskünfte zu geben. Ein paar Mal ruckte der Zug kurz vor und wieder zurück, jedoch ohne wieder Fahrt aufzunehmen. Es dauerte eine halbe bis dreiviertel Stunde, dann kam die nächste Ansage: Man suche weiterhin nach der Ursache. Kurz darauf sagte man uns dass demnächst ein weiterer Zug neben uns halten würde, damit dessen Lokführer sich das ganze betrachten und dann entschieden werden könne, ob wir unsere Fahrt fortsetzen oder der hintere Zugteil evakuiert wird – ich war wohlgemerkt im vorderen des aus zwei Zugteilen bestehenden ICEs. Insgesamt standen wir etwa 2 Stunden kurz vor Aschaffenburg, bis wir unsere Fahrt endlich fortsetzten – in Summe hatte der Zug nach Angaben des Bahnpersonals nun 128 Minuten Verspätung. Hätte ich das geahnt, hätte ich noch eine Stunde gewartet und den nächsten Zug genommen, in dem ich wahrscheinlich sogar noch einen Platz hätte reservieren können. Fast drei Stunden stand ich nun schon im Gang, eingezwängt zwischen den anderen stehenden Fahrgästen. In Aschaffenburg angekommen besserte sich die Sitzplatzsituation leider nur wenig. Ich fühlte mich an einige Fahrten aus meiner Köln-Zeit – z.B. hier, hier, hier oder hier – erinnert. Erst als wir schließlich Würzburg erreichten konnte ich endlich einen Sitz ergattern und für den Rest der Fahrt meine müden Beine etwas entlasten. Gegen Mitternacht kamen wir schließlich am Münchner Hauptbahnhof an und ich hatte noch etwa sieben Minuten um vom Zug über das Gleis ins Untergeschoss zu laufen, mir am Automaten einen Fahrschein zu kaufen und meine S-Bahn zu erwischen – zumindest wenn ich nicht weitere halbe Stunde warten wollte. Das klappte aber ohne Probleme und kurz vor 01:00 Uhr lag endlich im Bett.
Eindeutig eine der heftigeren Störungen bei der Bahn, aber auf der anderen Seite wäre es wohl auch Verantwortungslos gewesen, mit einer eventuell defekten Bremsanlage einen überbesetzten Zug in dem viele Leute in den Gängen standen weiter fahren zu lassen. Ärgerlich nur dass die Störung bereits kurz nach der Abfahrt aus Frankfurt auftrat, so dass ich gezwungen war mehrere Stunden im Gang zu stehen. Dank meiner Erfahrung als leidgeprüfter Bahnkunde und der Ablenkung durch mein aktuelles Hörbuch habe ich die Zeit aber auch dieses Mal gut überstanden. Eine Verkettung unglücklicher Umstände würde ich sagen.

Früher los, später da

Sunday, November 7th, 2010
Früher los, später da

Als ich heute am Frankfurter Hauptbahnhof ankam, bekam ich schon die ersten Hiobsbotschaften aus den Lautsprechern zu hören. Der Zug, der eigentlich eine Stunde früher in Richtung München fahren sollte, hatte aufgrund eines Notarzteinsatzes 55 Minuten Verspätung. Das hätte mich eigentlich nicht betroffen, aber wenig später tönte es dass auch mein Zug 45 Minuten später einfahren sollte. Also entschloss ich mich dazu, den verspäteten früheren Zug zu nehmen und mit diesem in Richtung München zu fahren. Dadurch hatte ich zwar keinen reservierten Sitzplatz, aber ich hoffte dennoch einen freien Sitz finden zu können. Eine kurzfristig getroffene Fehleinschätzung, denn ich war natürlich nicht der einzige der auf diese Idee kam und musste mich mit einem Stehplatz begnügen. Schon dachte ich so bei mir, dass es vielleicht besser gewesen wäre die 45 Minuten am Bahnhof zu stehen anstatt nun fast 4 Stunden im Zug. Doch nachdem wir Würzburg erreicht und wieder verlassen hatten, wurden zwei Sitze im Abteil neben mir trotz Reservierung nicht besetzt und ich nutzte die Gelegenheit und okkupierte einen von diesen. Jetzt wäre ja eigentlich alles in Ordnung gewesen, doch kurz nach Nürnberg hielt der Zug plötzlich auf freier Strecke und blieb einige Minuten stehen. Es wurde mitgeteilt dass Bauarbeiten die Ursache wäre und dass es gleich weiter gehen würde. Doch damit waren die ungeplanten Stopps noch nicht zu Ende. Der Halt in Ingolstadt war lt. Fahrplan zwar nicht eingeplant, aber hatte zumindest den Zweck Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Es folgten weitere Stops in Rohrbach südlich von Nürnberg, Pfaffenhofen an der Ilm und Petershausen nördlich von München – der erste Stop wieder auf freier Strecke und die letzten Beiden jeweils am Bahnhof der Städte. Dank iPhone konnte ich die jeweilige Position ja genau bestimmen. Somit erreichten wir um 20:40 Uhr endlich den Münchner Hauptbahnhof – mit 40 Minuten Verspätung, und das obwohl wir Frankfurt fünf Minuten früher als sonst verlassen hatten.
Nach so vielen Wochen die ich mit keiner nennenswerten Verspätung von und nach München gefahren bin – immerhin hatte ich die letzte Verspätung Ende Juli zu verzeichnen – und dem Anschein dass es sich hier um nicht von der Bahn verschuldete Ursachen handelt, kann ich hier kaum Vorwürfe erheben. Ärgerlich ist es aber allemal.

Oberleitungsschaden & 90 Minuten Verspätung

Monday, August 23rd, 2010
HBF München

Alles begann eigentlich mal wieder sehr vielversprechend: Meine S-Bahn kam pünktlich und fuhr ohne unnötige Zwischenstops, z.B. um andere Züge vorbei fahren zu lassen, bis zum Frankfurter Hauptbahnhof durch. Und auch der ICE 725 der mich heute ab 17.54 Uhr nach München bringen sollte traf pünktlich ein. Ich ging also davon aus, dass wie auch die letzten Male zuvor alles glatt laufen und ich pünktlich um 21:05 Uhr am Münchner Hauptbahnhof ankommen würde. Doch es sollte anders kommen. Von den beiden Jungs die am Tisch gegenüber, die bei eingeschalteter Dudelmusik mit ihren Nintendo DS spielten und dem bei ständigen Kommentier-Geplapper und schrillem Lachen begleitend spielenden kleinen Mädchen am Tisch etwas weiter vorne im Abteil ließ ich mich dabei weniger stören – so etwas gehört manchmal einfach zum Zugfahren dazu. Und auch als der Zug nach dem ersten Stop am Hauptbahnhof in Aschaffenburg plötzlich auf freier Strecke nahe des kleinen Örtchens Heigenbrücken hielt (wie ich dank GPS Ortung mit dem iPhone festellte), ahnte ich noch nichts böses. Wer häufiger Zug fährt weiß dass dies machmal passiert und nicht gezwungenermaßen schlechtes bedeuten muss. Einige Minuten standen wir nur so auf dem Gleis, dann ertönte aus den Lautsprechern die Stimme der Chef-Zubegleiterin, die uns mitteilte dass es auf der Strecke vor uns einen Oberleitungsschaden durch einen umgestürzten Baum gegeben hätte und dass wir uns nun gedulden müssten bis der Zug weiterfahren könne. Es dauerte keine 20 Minuten – wobei ich hier nicht wirklich auf die Uhr geschaut hatte – bis der Zug schließlich die Fahrt fortsetzte und sich recht langsam fortsetzte. Wie man uns wieder via Lautsprecher mitteilte, würden wir nun auf einem anderen Gleis und mit etwas reduzierter Geschwindigkeit bis Würzburg weiter fahren. Damit schien das ganze eigentlich schon ausgestanden und ich hätte das hier auch gespart – aber nach kurzer Fahrt, ein Regionalexpress war kurz zuvor an uns vorbei gefahren – hielten wir erneut. Wieder ertönte die Stimme der Zubegleiterin, die uns nun erzählte dass genau dieser eben vorbei gefahrene Regionalexpress einen weiteren Oberleitungsschaden gemeldet hätte und wir nun bis zum nächsten Städtchen zurück fahren und dort das Gleis wechseln müssten. So gesagt, so wurde es auch getan. Einige Zeit lang fuhr der Zug in die andere Richtung, hielt erneut und setzte dann seinen Weg erneut in Richtung Würzburg fort. So kamen wir bereits auf etwa 80 Minuten Verspätung – die Anschlusszüge in Würzburg und Nürnberg wurden jetzt natürlich nicht mehr erreicht – obwohl der Zug jetzt scheinbar richtig Gas gab und ein paar Minuten wieder heraus holen konnte. Doch durch das verpassen der Anschlusszüge wurde ein zusätzlicher Halt in Ingolstadt verkündet – was die gut gemachte Zeit wieder größtenteils verbrauchen sollte.
Das DB-Personal verteilte wenig später auch schon an jeden Fahrgast ein sogenanntes Fahrgastrechte-Formular, einen Bogen mit dessen Hilfe man die teilweise Fahrpreiserstattung beantragen konnte. Außerdem durfte sich jeder Fahrgast im Bord-Bistro ein alkoholfreies Softgetränk bzw. einen Kaffee ausschenken lassen, was gleich nach der Bekanntgabe zu einem wahren Run auf dem Wagen 25 führte, wo sich besagtes Bistro befand. Bis kurz vor München verlief die Fahrt dann wieder ohne besondere Vorkommnisse. Es wurde verkündet dass wir gegen 22:24 Uhr den Münchner Hauptbahnhof erreichen würden. Doch plötzlich stoppte der sich bereits in Anfahrt auf die Bayrische Hauptstadt befindliche ICE erneut am Bahnhof in Dachau und blieb dort etwas über 5 Minuten stehen, bevor er den letzten Teil der Strecke bewältigte. Eine nun männliche Stimme verkündete über die Lautsprecher, dass ein außerplanmäßiger Personalwechsel stattgefunden und wir deshalb in Dachau gehalten hätten – was hier genau passiert sein mag blieb unserer Fantasie überlassen.

ICE 725 - 90 Minuten Verspätung

Um 22:35 Uhr erreichten wir dann endlich den Münchner Hauptbahnhof – auf die Minute genau eineinhalb Stunden später als ursprünglich geplant. Das war zwar nicht meine schlimmste Verspätung, bei der die Gesamtreisezeit ja wie ich hier berichtet hatte bei 7 Stunden lag. Trotzdem halte ich weiterhin das Reisen mit der Bahn für die angenehmere Variante verglichen zur Autofahrt. Die Anzahl der Verspätungen hält sich im Vergleich zu den Staus in denen ich früher vor allem Freitags gestanden habe wenn ich mit dem Auto von München in Richtung Norden fuhr eindeutig die Waage. Das ganze hier soll dabei nur als Tatsachenbericht dienen und ist kein Beitrag zum aktuellen DB-Bashing – das möchte ich zum Schluss noch einmal hervor heben. Ich fahre trotz der Verspätungen hin und wieder gerne Bahn – genauso gut hätte ich zu dieser Zeit ja auch mit dem Auto in einem Stau stehen können.