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Chicken Makhani – Indisches Butterhuhn – das Rezept

Monday, May 29th, 2017

Zwar habe ich mit meinem Murgh Makhani vor drei Jahren bereits ein Rezept für indisches Butterhuhn vorgestellt, aber als ich dieses deutlich abweichende Rezept entdeckte, erschien es mir Wert ausprobiert zu werden. Aufgrund der Verwendung von Tomatenmark, Gemüsebrühe un vor allem Sahne ist es wahrscheinlich kein original indisches Rezept, sondern eher britisch-indische Fusionsküche, aber mich reizte vor allem das marinieren des Hähnchenfilets, das versprach dem Fleisch ein besonderes Aroma zu geben. Und mein Eindruck hatte mich mal wieder nicht getäuscht, denn das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, auch dieses Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Marinade

150g ungesalzene Cashewkerne
01 - Zutat Cashewkerne / Ingredient cashew

50g frischen Ingwer
02 - Zutat frischer Ingwer / Ingredient fresh ginger

2 Esslöffel Currypulver (mittelscharf)
03 - Zutat Curry / Ingredient curry

100g Tomatenmark
04 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

3-4 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Esslöffel Weißweinessig
06 - Zutat Weißweinessig / Ingredient white wine vinegar

200g Joghurt
07 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

Außerdem benötigen wir

750g Hähnchenbrustfilet
08 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breasts

1 mittelgroße Zwiebel
09 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

150ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Dose stückige Tomaten (400g)
11 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

50g Butter
06 - Zutat Butter / Ingredient butter

1 Stange Zimt
11 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

1/2 Teelöffel gemahlenen Kardamom
12 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

100-150ml Sahne
13 - Zutat Sahne / Ingredient cream

zum Würzen Garam Masala, Bockshornkleesamen, Chiliflocken und Kreuzkümmel
14 - Zutat Gewürze / Ingredient seasonings

180g Basamtireis
15 - Zutat Basmatireis / Ingredient basmati rice

Da das Fleisch über Nacht, besser 24 Stunden, im Kühlschrank marinieren sollte, beginnen wir mit der Zubereitung schon am Vortag. Dazu rösten wir die Cashewkerne ohne Öl in einer Pfanne an
16 - Cashew anrösten / Brown cashew

streuen die beiden Esslöffel Curry ein
17 - Curry einstreuen / Add curry

und rösten es ebenfalls einige Minuten mit an, bis sich sein Geruch beginnt im Raum zu verbreiten. Das Ganze lassen wir dann etwas abkühlen.
18 - Curry anrösten / Brown curry

In der Zwischenzeit waschen wir unsere Hähnchebrustfilets, tupfen sie trocken
19 - Hähnchenbrüste waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie in mundgerechte Stücke, wobei wir überflüssiges Fett und Knochenreste entfernen.
20 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

Außerdem schälen wir den Ingwer, zerkleinern ihn grob
21 - Ingwer schälen & grob zerteilen / Peel & hackle ginger

und schälen auch die Knoblauchzehen
22 - Knoblauch schälen / Peel garlic

um sie ebenfalls grob zu zerkleinern.
23 - Knoblauch grob zerteilen / Hackle garlic

Nun geben wir die angerösteten Cashewkerne samt Curry in einen Mixer,
24 - Cashewnüsse & Curry in Mixer geben / Put cashew & curry in blender

addieren Ingwer und Knoblauch
25 - Ingwer & Knoblauch addieren / Add ginger & garlic

und zerkleinern alles gründlich.
26 - Alles zerkleinern / Blend everything

Die Masse geben wir dann in eine Schüssel,
27 - Masse in Schüssel geben / Put in bowl

fügen das Tomatenmark,
28 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

die beiden Esslöffel Weißweinessig
29 - Weißweinessig addieren / Add white wine vinegar

sowie den Joghurt hinzu
30 - Joghurt dazu geben / Add yoghurt

und verrühren alles gut miteinander.
31 - Gründlich verrühren / Mix well

Bei Bedarf können wir natürlich auch noch einmal mit dem Pürierstab durch gehen, damit alles schön fein zerkleinert ist.
32 - Mit Pürierestab zerkleinern / Mince with immersion blender

Dann geben wir die zerkleinerte Hähnchenbrust in eine verschließbare Dose,
33 - Hähnchenbrustwürfel in Schüssel geben / Put chicken dices in bowl

geben die Joghurtmarinade hinzu
34 - Joghurtmischung hinzufügen / Add yoghurt mix

und vermischen alles gründlich miteinander. Die verschlossene Dose stellen wir anschließend in den Kühlschrank und lassen die Marinade einziehen. Dabei ist es hilfreich, alles hin und wieder erneut durchzumischen.
35 - Gründlich vermengen / Mix well

Am nächsten Tag:

Nachdem wir die Zwiebel gewürfelt haben,
36 - Zwiebel würfeln / Dice onion

zerlassen wir die Butter in einer höheren Pfanne,
37 - Butter erhitzen / Heat up butter

geben die zerkleinerte Zwiebel hinzu,
38 - Gewürfelte Zwiebel in Pfanne geben / Put diced onion in pan

addieren die Zimtstange
39 - Zimtstange hinzufügen / Add cinnamon stick

und streuen den halben Teelöffel Kardamom ein
40 - Kardamom einstreuen / Intersperse cardamom

um dann alles so lange anzudünsten, bis die Zwiebel weich und leicht glasig wird.
41 - Andünsten / Braise

Als nächstes geben wir das Hähnchen samt Marinade in die Pfanne,
42 - Hähnchen samt Marinade in Pfanne geben / Put chicken and marinade in pan

gießen die Gemüsebrühe hinzu, um die Paste etwas zu verflüssigen,
43 - Gemüsebrühe addieren / Add vegetable stock

lassen sie kurz aufkochen und dann für ca. 10 Minuten auf normaler Stufe weiter köcheln, wobei wir alles regelmäßig umrühren
44 - Aufkochen & köcheln lassen / Bring to a boil & let simmer

und mit einer kräftigen Portion Chiliflocken würzen sollten.
45 - Mit Chiliflocken würzen / Season with chili flakes

Anschließend geben wir die stückigen Tomaten mit in die Pfanne,
46 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

verrühren sie mit dem restlichen Pfanneninhalt, wobei wir es wiederum kurz zum aufkochen bringen,
47 - Verrühren & Aufkochen lassen / Mix & bring to boil

schmecken alles mit einer kräftigen Prise Garam Masala, Kreuzkümmel sowie etwas Bockshornkleesamen ab
48 - Mit Garam Masala & Bockshornkleesamen würzen / Season with garam masala & finugreek seeds

und lassen schließlich alles bei gelegentlichen rühren für 40 Minuten auf verminderter Stufe vor sich hin köcheln.
49 - Köcheln lassen / Let simmer

Nach etwas mehr als der Hälfte dieser 40 Minuten ist es an der Zeit, sich um den Reis zu kümmern. Dazu geben wir 800ml Wasser in einen Topf, verschließen diesen mit einem Deckel und bringen das Wasser zum kochen.
50 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

Außerdem ist es jetzt auch an er Zeit, die Sahne mit in die Pfanne zu geben,
51 - Sahne addieren / Add cream

sie wiederum gut zu verrühren, wobei wir noch einmal kurz die Stufe unserer Kochplatte erhöhen und alles wiederum aufkochen lassen,
52 - Verühren & kurz aufkochen / Mix & bring to a boil

und schließlich das Gericht noch einmal final mit den Gewürzen wie Garam Masala, Chiliflocken, Bockshornkleesamen und Kreuzkümmel abzuschmecken.
53 - Mit Kreuzkümmel abschmecken / Taste with cumin

Sobald das Wasser dann kocht, geben wir einen gehäuften Teelöffel Salz hinein,
54 - Wasser salzen / Salt water

schütten den Reis ins kochende Wasser
55 - Reis hinzufügen / Add rice

und lassen ihn bei geschlossenem Deckel auf niedrigster Stufe für 10-12 Minuten gar ziehen.
56 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Schließlich entfernen wir noch die Zimtstange aus unserem Curry,
57 - Zimtstange entfernen / Remove cinnamon stick

gießen den Reis ab, lockern ihn im noch heißen Topf etwas auf, verfeinern ihn bei Bedarf mit einem zusätzlichen Stück Butter
58 - Reis mit Buttern verfeinern / Refine rice with butter

und können das Gericht schließlich sofort servieren und genießen. Wer mag, kann alles noch mit frischem Koriander garnieren.
59 - Chicken Makhani - Served / Serviert

Es war zwar etwas mehr Sauce geworden als ich geplant hatte – daher habe ich die Mengenangaben hier im Rezept etwas angepasst – aber das änderte nichts daran dass mir mit diesem Gericht mal wieder ein sehr schmackhaftes Curry gelungen war. Die Sauce kombinierte sehr gelungen die Fruchtigkeit vom Tomaten und Tomatenmark mit der unterschwelligen und doch klaren Schärfe von Chili und Ingwer, den Gewürzen sowie dem nussigen Aroma der Cashewkerne. Und das Hähnchenfleisch hatte dank des Marinierens viel von diesem Geschmack angenommen und verschmolz nahtlos mit der Sauce. Dazu der lockere, mit Butter verfeinerte Basmatireis als Sättigungsbeilage und fertig war ein sehr gelungenes und leckeres Gericht, das ich wie bereits anfangs erwähnt der britsch-indischen Fusionsküche zuordnen würde. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

60 - Chicken Makhani - Side view / Seitenansicht

Guten Appetit

Chicken Biryani [01.02.2017]

Wednesday, February 1st, 2017

Zum heutigen Mittwoch fanden sich auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gleich zwei Gerichte, die mein näheres Interesse weckten. Zum einen war dies das Chicken Biryani – Gebratener Basmatireis mit gebackenen Hühnchen, Mandeln, Cashewkernen und Kokosmilch bei Globetrotter, ein Gericht dass ich schon häufiger, z.B. hier oder hier, probiert und für exzellent befunden hatte. Zum anderen die Gnocchi mit Lachswürfeln in Limonensauce bei Vitality, die meines Kenntnisstandes nach heute Premiere hatten, also das erste Mal angeboten wurden. Eigentlich hätte ich ja den Neuling probieren sollen, aber meine Erinnerungen an das hiesige Biryani waren so gut, dass ich mich schließlich doch für das Reisgericht entschied und damit gleichzeitig gegen meine weitere Angewohnheit verstieß, nach Möglichkeit nicht zwei mal die selbe Sättigungsbeilage an aufeinander folgenden Tagen zu essen – denn ich hatte ja gestern bereits gebratenen Reis verzehrt. Den Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit hausgemachten Krautsalat und Kartoffelknödel bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Gemüse in Hoi Sin Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce kamen nicht in die nähere Auswahl.

Chicken Biryani

Die gebackenen panierten Hähnchenstücke waren auch dieses Mal wieder etwas kleinteilig und bestanden aus viel Panade und wenig Fleisch – ein Problem das ich schon beim letzten Mal bemängelt hatte. Die Reiszubereitung, sprich das Biryani, war aber auch heute wieder vorzüglich gelungen und konnte mit ihrer Gewürzkombination, dem Gemüse und den Nüssen auch dieses Mal bei mir punkten. Und die würzige, leicht scharfe Sauce ergänzte Hähnchen und Reis wunderbar und komplettierte das Gericht sehr gelungen. Ich war trotz kleinerer Mängel auch heute wieder sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, sah man heute dass sich Biryani und Schweinebraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten. Ich war am Ende aber der Meinung, dass sich der Schweinebraten mit hauchdünnem Vorsprung durchsetzen konnte – wobei ich aber auch berücksichtigte dass sich, als ich den Speiseraum verließ, eine kleine Schlange vor der Braten-Theke gebildet hatte, während vor der anderen Ausgabetheke kaum Leute warteten. Auf dem dritten Platz folgten die Gnocchi mit Lachs und Platz vier belegten heute die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchen: +
Sauce: ++
Biryani: ++

Kichererbsencurry mit Pommes Frites [18.05.2015]

Monday, May 18th, 2015

Neben einem Würstchengulasch mit Pommes Frites als Zusatzangebot standen heute mehrere Klassiker unseres Betriebsrestaurants auf der Speisekarte: Zum einen das von mir sehr geschätzte Kichererbsencurry auf indische Art mit Basamatireis bei Vitality, außerdem Tiroler Gröst’l mit Spiegelei bei Tradition der Region, Canneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Globetrotter sowie schließlich Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili. Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse an der Asia-Thai-Theke. Einen kurzen Moment liebäugelte ich zwar mit dem Tiroler Gröst’l, schwenkte aber dann doch auf das Kichererbsencurry um. Auf Anregung eines Kollegen, der vor mir das selbe Gericht wählte, ließ ich den Reis allerdings durch Pommes Frites ersetzten, die ich mir noch mit etwas Ketchup garnierte. Eine ungewöhnliche Kombination, ich weiß, aber dennoch wert sie mal auszuprobieren – zumal es nicht mit Mehrkosten verbunden war. Außerdem gesellte sich noch ein Becherchen frischer Erdbeeren aus dem heutigen Desser-Angebot auf mein Tablett.

Chickpea curry with french fries / Kichererbsencurry mit Pommes Frites

Leider waren die Pommes Frites bereits leicht abgekühlt und auch an Salz fehlte es – mal wieder – etwas, aber dennoch erwiesen sie sich als durchaus geeignete Sättigungsbeilage zu dem pikant gewürzten Curry aus Kichererbsen, Möhren und Frühlingszwiebeln. Ich hatte ja befürchtet, dass vor allem der Ketchup und die dickflüssige Sauce des Curry nicht miteinander harmonieren könnten, doch zum Glück war das ein Irrtum. Und auch Pommes garniert mit der würzige Currysauce erwiesen sich als überaus gelungene Kombination. Das Ermutigt doch tatsächlich ein wenig, mal öfters von den vorgefertigten Menus abzuweichen und neue Kombinationen zu probieren. Mal schauen wann sich das nächste Mal die Gelegenheit dazu ergibt. Und auch an den frischen, nur ganz leicht gezuckerten Erdbeeren gab es nichts auszusetzen. Nur bei den Pommes Frites muss ich – aus bereits genannten Gründen – leider etwas in der Wertung abziehen.
Und es sah heute tatsächlich danach aus, als würde sich das vegetarische Kichererbsencurry – allerdings in seiner ursprünglichen Variante mit Basmati-Reis – den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Die Geschmäcker der anderen Gäste waren allerdings sehr breit gestreut und es gab keinen wirklich klaren Favoriten, dennoch sah ich das Curry mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Wurstgulasch auf Platz zwei, das wiederum auch nur knapp vor dem somit drittplatzierten Tiroler Gröstl lag. Cannelloni und Asia-Gerichte teilten sich schließlich Platz vier – hier war kein klarer Favorit auszumachen.

Mein Abschlußurteil:
Kichererbsencurry: ++
Pommes Frites: +
Erdbeeren: ++

Ente in Mangosauce [14.05.2015]

Thursday, May 14th, 2015
Duck in mango sauce / Ente in Mangosauce

Heute gab es mal nichts zu Mittag, dafür gönnte ich mir aber zum Abendbrot etwas besonderes: Ente in Mangosauce, ein indisches Gericht aus dem Restaurant Tadsch Rialto im nordhessischen Bebra. Normalerweise ziehe ich es ja vor, so etwas direkt im Restaurant zu essen, ich wurde aber überstimmt und wir ließen uns die Gerichte liefern. Dadurch war die Präsentation nicht ganz so gelungen, aber das änderte glücklicherweise nichts am leckeren Geschmack. Die fruchtige und gleichzeitig leicht scharfe Sauce, in der man Ingwer und Knoblauch heraus schmecken konnte, passte wunderbar zu der knusprig gebackenen und anschließend in Streifen geschnittenen Entenbrust. Dazu gab es mit frischem Koriander und Erbsen versetzten Basmatireis. Mit 13,50 Euro nicht gerade günstig, aber die Größe der Portion und die gute Qualität rechtfertigte den Preis meiner Meinung nach. Ob dazu unbedingt ein Salat serviert werden muss, sei dabei mal so dahin gestellt – von einem indischen Restaurant hatte ich das nicht erwartet – aber hier hatte man sich wohl deutschem Gebaren angepasst. Aber die Ente in Mangeosauce muss ich bei Gelegenheit auch mal probieren zu kochen – so schwer sollte das ja nicht sein.

Fish Makwanhala – das Rezept

Saturday, October 4th, 2014

Heute wollte ich mal wieder einen kleinen Ausflug in die indische Küche wagen und mit Fish Makwanhala mal ein Gericht aus der Küche Punjabs zubereiten. Ursprünglich wollte ich dazu eigentlich Schollenfilet nehmen, aber das war bei meinem Fischhändler leider aus, daher griff ich schließlich mal wieder zu Steinbeißer-Filet, einem festfleischigem Fisch der sich ja schon bei meinem Steinbeißerfilet mit Kartoffelchipskruste sehr bewährt hatte. Aber wie immer bei indischen Gerichten kommt es auch hier nicht unbedingt auf die Fleisch-Sorte, sondern viel mehr auf die ausgewogene Abstimmung der einzelnen Gewürze an – und die war wie ich fand hier mal wieder ganz besonders gelungen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

400-420g Fisch-Filet
(Ich griff zu frischem Steinbeißer-Filet)
02 - Zutat Steinbeißer-Filet / Ingredient fish filet (spined loach)

1 mittelgroße Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Fleischtomaten
03 - Zutat Fleischtomaten / Ingredient beef tomatoes

200g passierte Tomaten
05 - Zutat Tomaten passiert / Ingredient sieved tomatoes

200g stückige Tomaten
06 - Zutat Tomaten stückig / Ingredient tomatoes in pieces

25ml Zitronensaft
07 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

100ml Sahne
08 - Zutat Sahne / Ingredient cream

3 Kardamom-Kapseln
09 - Zutat Kardamon-Kapseln / Ingredient cardamom capsules

1 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
10 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1/4 Teelöffel Zimt
11 - Zutat Zimt / Ingredient cinnamon

1/2 Teelöffel Garam Masala
12 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

1/4 Teelöffel Cayenne-Pfeffer
13 - Zutat Cayenne-Pfeffer / Ingredient cayenne

1 Teelöffel gemahlener Koriander
14 - Zutat gemahlener Koriander / Ingredient ground coriander

1/2 Teelöffel Salz
15 - Zutat Salz / Ingredient salt

1 Esslöffel Ghee (Butterschmalz)
16 - Zutat Ghee / Ingredient ghee

einige Stiele frischer Koriander
17 - Zutat frischer Koriander / Ingredient fresh coriander

150g Basamati-Reis
18 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

Beginnen wir wie üblich damit, erst einmal die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir ziehen also die Zwiebel ab und würfeln sie.
19 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem waschen wir die Fleischtomaten, entfernen mit einem scharfen Messer vorsichtig die Stielansätze,
20 - Stielansatz der Tomaten entfernen / Remove stalk from tomatoes

vierteln sie,
21 - Tomaten vierteln / Quarter tomatoes

entkernen sie dann mit Hilfe eines Esslöffels
22 - Tomaten entkernen / Decore tomatoes

und schneiden das übrig geblieben Fruchtfleisch dann in Würfel.
23 - Tomaten würfeln / Dice tomatoes

Des weiteren öffnen wir behutsam die Kardamom-Kapseln, entnehmen die darin befindlichen Samenkörner
24 - Kardamom-Kapseln öffnen / Open cardamom capsules

und geben diese mit etwas Salz in einen Mörser
25 - Kardamom-Samen mit Salz in Mörser geben / Add cardomem seeds with salt to mortar

und zerstoßen sie dann gründlich. Das Salz verhindert dabei, dass sich die ätherischen Stoffe der Samenkapseln zu sehr an den Innenwänden des Mörsers absetzen.
26 - Kardamom-Samen zerstoßen / Pestle carcamom seeds

Dann zerlassen wir den Esslöffel Ghee (Butterschmalz) in einer Pfanne oder einem Topf,
27 - Ghee zerlassen / Melt ghee

addieren die gewürfelte Zwiebel, pressen die Knoblauchzehen hinzu
28 - Zwiebel & Knoblauch hinzu geben / Add onion & garlic

und dünsten alles einige Minuten an bis die Zwiebeln glasig geworden sind.
29 - Zwiebeln & -Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Nun streuen wir die Gewürze wie Kreuzkümmel, Cayenne-Pfeffer, Koriander, Zimt und Garam Masal darüber,
30 - Gewürze addieren / Add seasoning

geben die zerstoßenen Kardamom-Samen sowie das Salz hinzu
31 - Zerstoßenen Kardamomsamen dazu / Add pounded cardamom seeds

und braten alles wieder für ein bis zwei Minuten mit an. Das Anbraten hilft den Gewürzen dabei, ihren vollen Geschmack zu entfalten.
32 - Gewürze anbraten / Braise seasoning

Anschließend geben wir die gewürfelten Tomaten mit in die Pfanne
33 - Tomatenwürfel addieren / Add tomato dices

und dünsten sie kurz mit Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen an
34 - Tomatenwürfel kurz mit anbraten / Braise tomato dices

bevor wir alles schließlich mit den passierten Tomaten
35 - Mit passierten Tomaten ablöschen / Deglaze with sieved tomatoes

sowie den Tomatenstücken aus der Dose ablöschen
36 - Mit Tomatenstücken ablöschen / Deglaze with tomato pieces

und zu Guter letzt noch die Sahne hinzu gießen.
37 - Sahne addieren / Add cream

Nun verrühren wir alles gründlich miteinander,
38 - Gründlich verrühren / Mix well

lassen es kurz aufkochen und heben schließlich noch die 25ml Zitronensaft unter.
39 - Aufkochen lassen & Zitronensaft hinzu geben / Bring to boil & add lemon juice

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, 300ml Wasser für den Basmati-Reis aufzusetzen und es zum kochen zu bringen.
40 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

Während die Sauce vor sich hin köchelt und das Reis-Wasser sich langsam erhitzt, waschen wir unser Fisch-Filet, tupfen es trocken
41 - Fisch waschen / Wash fish

und schneiden es in mundgerechte Würfel
42 - Fisch würfeln / Dice fish

um es schließlich in die Sauce zu geben. Zehn bis 12 Minuten sollten hier reichen, damit der Fisch durchgehend gegart wird.
43 - Fisch hinzu geben / Add fish

Wenig später sollte dann auch das Reiswasser kochen, so dass wir es mit einem halben Teelöffel Salz versehen
44 - Wasser salzen / Salz water

und den Basmati-Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
45 - Reis kochen / Cook rice

In der Zwischenzeit waschen wir den frischen Koriander, schütteln ihn trocken,
46 - Koriander waschen / Wash coriander

zupfen die Blättchen von den Stielen und zerkleinern sie dann fein, um sie später zum garnieren verwenden zu können.
47 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, hin und wieder mal unsere Makwanhala-Zubereitung umzurühren, damit nichts anbrennt.
48 - Zwischendurch rühren / Stir from time to time

Sobald der Reis dann fertig gekocht ist und unser Fisch-Curry die gewünschte Konsistenz erreicht hat, können wir der Gericht auch schon mit dem frischen Koriander garniert servieren und genießen.
49 - Fish Makhanwala - Serviert / Served

Nicht nur dass die Kombination der verschiedenen Gewürze außerordentlich gut gelungen war, auch der fruchtige Aspekt der Tomaten und die exotische Note des Zitronensafts harmonierte wunderbar mit dem saftigen und zarten Fischfilet. Der frische Koriander rundete das Ganze schließlich überaus schmackhaft ab. Vor allem gefiel mir dabei die sich erst nach und nach heraus kristallisierende Schärfe, wie ich sie ja auch von anderen indischen Gerichten bereits schätzen gelernt hatte. Und dabei war die Zubereitung angenehm einfach und unkompliziert.

50 - Fish Makhanwala - Seitenansicht / Side view

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt das Fish Makwanhala bei 820kcal, aufgeteilt auf zwei Portionen liegen wir hier also bei 410kcal. Dazu kommen noch einmal je 120kcal für den Basmati-Reis, womit wir schließlich bei gerade mal 530kcal pro Portion landen – ein mehr als nur akzeptabler Wert für so eine Zubereitung wie ich finde. Daher bereue ich es auch etwas, heute nur zwei Portionen gekocht zu haben.

Guten Appetit

Prawn Biryani

Saturday, October 5th, 2013
Prawn Biryani

Am heutigen Abend verschlug es uns in das Tadsch Rialto im nordhessischen Bebra, einem Restaurant das – wie der Name schon vermuten lässt – sowohl Gerichte aus der indischen mit der italienischen Küche auf seiner Speisekarte anbietet. Ein rein indisches Restaurant würde in der Provinz auch wohl nur schwer länger überleben. Aus dem reichhaltigen Angebot von Pasta, Pizza, Currys Fisch- und Fleischgerichten entschied ich mich für ein Prawn Biryani zum Preis von 12,50 Euro. Das mit einigen Mandeln garnierte und mit etwas Gemüse wie Erbsen und Möhren und natürlich zahlreichen Krabben versetzte Biryani wurde mit einer kleinen Schüssel Joghurt serviert, den man sich beim Verzehr mit dem Gericht vermischen konnte. Aber was ein Biryani natürlich am meisten ausmacht, ist die Kombination von Gewürzen, die verarbeitet wurden. Und auch hier konnte diese Variante des Biryani voll bei mir punkten. Kein günstiger Genuss, aber die Zubereitung war ihren Preis meiner Meinung nach absolut wert.

Tandoori Chicken & Gemüse-Biryani – das Rezept

Sunday, June 23rd, 2013

Schon seit längerem hatte ich nichts Indisches mehr zubereitet. Daher wollte ich mich heute mal an etwas ran wagen, von dem ich bisher aufgrund seiner Vielzahl an verschiedenen Gewürzen immer etwas zurück geschreckt bin: dem Biryani. Und da ich nicht ganz auf Fleisch verzichten wollte, entschied ich mich ein Hähnchen in einer einfachen Tandoori-Knoblauch-Marinade dazu zu reichen, natürlich in Joghurt mariniert wie es sich für indische Gerichte gehört. Alternativ könnte man natürlich auch einfach etwas Fleisch anbraten und unter der Biryani mischen, so etwas habe ich schon bei verschiedenen indischen Restaurants gesehen und probiert. Aber ein scharfes Tandoori-Chicken unter das Biryani mischen hätte das Biryani in diesem Fall wohl eher kaputt gemacht, daher hatte ich beides lieber separat zubereitet und serviert. Und das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form kurz vorzustellen.

Was brach man also für 3-4 Portionen?

400g Hähnchenbrust
01 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

Für die Marinade

120g Joghurt
02 - Ingredient Joghurt / Ingredient yoghurt

1-2 Zehen Knoblauch (Je nach Geschmack)
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 bis 1 1/2 EL Tandoori-Paste
04 - Zutat Tandoori-Paste / Ingredient tandoori

Für das Biryani

175g Basamati-Reis
05 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

1 mittlere Zwiebel
14 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

100g Erbsen (Am besten wäre natürlich TK-Ware oder frische, ich hatte aber leider nur Dosenware im Haus)
06 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

225g Blumenkohl
07 - Zutat Blumenkohl / Ingredient coliflower

1 große Möhre
08 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

60g Rosinen
09 - Zutat Rosinen / Ingredient raisins

6 Nelken
10 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

6 Kardamom-Kapseln
11 - Zutat Kardamom-Kapseln / Ingredient cardamom capsules

1 Lorbeerblatt
12 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bayleaf

1 Stange Zimt
13 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

60g rote Linsen
15 - Zutat rote Linsen / Ingredient red lentils

1 EL Kreuzkümmel
16 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 EL Kurkuma
17 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

600ml Gemüsebrühe
18 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

sowie etwas Öl zum braten
und etwas Pfeffer und Salz zum würzen

Das Hähnchen sollte einige Stunden, besser noch über Nacht, in der Marinade liegen. Daher beginnen wir am besten möglichst früh damit, schon einmal die Marinade zuzubereiten. Dazu schälen wir die Knoblauchzehen und zerkleinern sie sehr fein
19 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

um sie dann gemeinsam mit dem Esslöffel Tandoori-Paste in zum Joghurt zu geben
20 - Knoblauch& Tandoori zum Joghurt geben / Add garlic and tandoori to yoghurt

und alles gut miteinander zu verrühren.
21 - Gut verrühren / Mix well

Anschließend waschen wir die Hähnchenbrust gründlich, tupfen sie trocken
22 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

und schneiden sie dann in mundgerechte Würfel.
23 - Hähnchenbrust in Würfel schneiden / Dice chicken breast

Diese Fleischwürfel geben wir dann in ein verschließbare Behältnis, gießen die Marinade darüber, vermischen alles gut miteinander
24 - Mit Marinade übergießen / Douse with marinade

und lassen das ganze dann verschlossen im Kühlschrank für mindestens 3-4 Stunden durchziehen. Zwischendurch sollte wir es natürlich mal umrühren.
25 - Geschlossen marinieren lassen / Marinate closed

Für die eigentlich Zubereitung beginnen wir dann mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten für das Biryani. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie dann fein – wahlweise mit dem Messer oder der manuellen Küchenmaschine.
26 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

Dann schälen wir die Möhre
27 - Möhre schälen / Peel carrot

und schneiden sie in kleine Würfel.
28 - Möhre würfeln / Dice carrot

Außerdem brechen wir die Kardamom-Kapseln mit dem flachen Seite eines Messers etwa auf, damit sie ihren Geschmack entfalten können
29 - Kardamonkapseln aufbrechen / Break up cardamom capsules

und zerbrechen die Zimtstange etwas.
30 - Zimtstange zerbrechen / break up cinnamon stick

Nun können wir mit dem eigentlichen Kochen beginnen. Dazu erhitzen wir einen Esslöffel Öl in einem größeren Topf
31 - Olivenöl erhitzen / Heat up oil

und schwitzen unsere zerkleinerte Zwiebel darin glasig an.
32 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Anschließend geben wir die gewürfelte Möhre,
33 - Möhren addieren / Add carrots

die Erbsen,
34 -  Erbsen hinzu geben / Add peas

den Blumenkohl,
35 - Blumenkohl beigeben / Add coliflower

die Rosinen
36 - Rosinen dazu / Add raisins

sowie den Reis in den Topf
37 - Reis hinzufügen / Add rice

und gießen alles mit der Gemüsebrühe auf.
38 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Drain vegetable stock

Außerdem waschen wir die Linsen in einem Sieb etwas aus, lassen sie abtropfen
39 - Linsen auswaschen / Wash lentils

und geben sie ebenfalls mit in den Topf.
40 - Linsen hinzufügen / Add lentils

Nun folgen die Nelken, die aufgebrochenen Kardamom-Kapseln,
41 - Nelken & Kardamom hinein / Add cloves & cardamom

die zerbrochene Zimtstange und das Lorbeerblatt.
42 - Zimtstange & Lorbeerblatt addieren / Add cinnamon stick & bayleaf

Abschließend würzen wir alles mit je einem Esslöffel Kreuzkümmel
43 - Kreuzkümmel hinzufügen / Add cumin

sowie Kurkuma
44 - Kurkuma einstreuen / Add curcuma

und verrühren alles gut, um es dann kurz aufkochen zu lassen
45 - verrühren und aufkochen / Mix and boil up

und lassen es dann für ca. 15 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln. Dabei schmecken wir es noch einmal mit etwas Pfeffer und Salz ab.
46 - köcheln und mit Pfeffer & Salz abschmecken / Simmer and season with pepper & salt

Kurz vor Garende des Biryani erhitzen wir dann etwas Öl in einer Pfanne
47 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten unsere marinierten Hähnchenwürfel darin rundherum an.
48 - Tandoori-Hähnchen anbraten / Roast tandoori chicken

Schließlich entfernen wir das Lorbeerblatt, die Zimtstange, die Kardamom-Kapseln und die Nelken und lassen den Biryani-Reis noch geschlossen einige Minuten ziehen, damit der Reis die restliche Flüssigkeit aufsaugen kann.
49 - Gewürze entfernen / Remove spices

Anschließend können wir das Gericht mit einem Schälchen frischen Joghurt-Dip servieren und genießen.
50 - Tandoori Chicken & Biryani - Serviert / Served

Die Hähnchen-Würfel waren durch das marinieren in der Joghurt-Tandoori-Marinade sowohl angenehm zart als auch überaus pikant geworden. Gemeinsam mit der deutlichen Knoblauch-Note ein wirklicher Genuss. Dazu passte das exotisch und interessant gewürzte Biryani mit seiner bunten Gemüse-Mischung wunderbar. Garniert mit etwas frischen Joghurt eine sehr leckere Sättigungsbeilage, die ich mir aber auch ohne Fleisch als rein vegetarisches Hauptgericht vorstellen könnte. Nur sollte man wenn möglich doch eher “richtige” TK-Erbsen oder frische Ware nehmen, die Dosen-Erbsen waren nicht so ganz das Wahre.

51 - Tandoori Chicken & Biryani - CloseUp

Um ehrlich zu sein hatte ich befürchtet, dass der Joghurt in der Marinade beim anbraten etwas flocken könnte, doch das hatte sich glücklicherweise als Irrtum heraus gestellt. Eventuell hätte man die Hähnchenbrust-Würfel außerdem noch auf Holzspieße (die ich aber leider nicht im Haus hatte) stecken und dann anbraten oder gar grillen können. Aber das ist natürlich nur eine theoretische Überlegung, ich war letztlich mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments auch so zufrieden und kann das zugrunde liegende Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

Also: Guten Appetit
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Chicken Tikka Vindaloo – Interfood Bebra

Thursday, November 1st, 2012

Heute Abend ging es in das kürzlich neu eröffnete Interfood im nordhessischen Bebra, einem Restaurant mit Lieferservice das mit einem internationalen Angebot von italienischen, chinesischen, thailändischen und indischen Speisen aufwartet und welches aus dem Bekanntenkreis wärmstens empfohlen worden war.


Größere Kartenansicht

Die an der Ecke Bad Hersfelder Straße und Friedrichsstraße befindliche Lokalität hat sich in einem kleinen Gebäude niedergelassen, in dem sich vor sehr langer Zeit wohl mal eine Tankstelle befunden hat. Danach hatten sich schon verschiedenste Lokalitäten, darunter Cafés, Bistros und Restaurants über kürzeren oder längeren Zeitraum dort niedergelassen und nun ist es offensichtlich am Interfood sich dort zu versuchen. Der Gastraum erinnert von der Bestuhlung her an etwas zwischen postmodernen Bistro und McDonalds, an den Wänden hängen verschiedene Bilder von den Skylines amerikanischer Städte und von Bistros im Stil der 60iger Jahre. Über einem großen Weinregal, das eine halbe Wandfläche einnimmt hängt ein großer Flachbildschirm, auf dem in der Zeit in der wir uns dort aufhielten Sportnachrichten gezeigt wurde.

Für die Gäste die im Restaurant essen wollen gibt es keine separate Speisekarte, viel mehr kann man sich aus dem Faltzettel der auch die per Lieferdienst bestellbaren Gerichte enthält sein Gericht wählen. Neben einem Angebot Pizzen und Nudelgerichten finden sich wie erwähnt auch Gerichte der thailändischen, chinesischen und indischen Küche auf der Karte. Da ich schon lange nichts indisches mehr gehabt hatte, entschied ich mich nach einiger Überlegung für das Chicken Tikka Vindaloo zum Preis von 8,50 Euro und auch meine Begleiter schlugen bei den indischen Speisen zu. Alle indischen Gerichte werden dabei wahlweise mit Reis oder Brot, vermutlichen Naan, serviert, wovon ich den Reis wählte. Mutmaßungen dass hier nur fertig vorbereitete Gerichte aufgewärmt werden schien sich aufgrund der etwas längeren Wartezeit bis zum servieren nicht zu bestätigen – zumindest die Gerichte scheinen tatsächlich frisch zubereitet zu werden. Bevor die eigentlichen Gerichte kamen, stellte man uns jedoch noch 3 Schälchen mit verschiedenen Saucen auf den Tisch.

Indische Saucen / Indian sauces

Hier wäre es schön gewesen, wenn noch ein kleines Körbchen Naan-Brot mit dabei gewesen wäre, so dass wir damit etwas hätten die Saucen ein wenig besser testen können, so wie ich es im indischen Restaurant Sangeet in München erlebt habe – aber letztlich ging es auch so. Die hellgrüne Sauce ganz links erwies sich als fruchtig-würzige Joghurtzubereitung, die mittlere, rote Sauce war eine extrem Scharfe Variante, die etwa Sambal Olek entsprach und die dunkelgrüne ganz links war eine im ersten Moment eher mild schmeckende Chilisauce, deren kräftige Schärfe erst nach einem kurzen Moment im Mund zur Geltung kam. Eine gute Addition also zu den bestellten indischen Gerichten. Schließlich kamen dann auch die bestellten Gerichte.

Chicken Tikka Vindaloo

Und was da aufgetischt wurde übertraf meine Erwartungen im positiven Sinne bei weitem. Zu einer mit einigen Erbsen versehenen Portion Basamtireis fanden sich auf einem Bett aus Salatblättern verschiednen angebratenen Gemüsesorten wie Zwiebeln, orangen und gelben Möhren sowie Paprika vier etwa babyfaustgroße Stücke mit frischem Koriander garnierte, zarte Hühnerfilets, die vorher eindeutig eine längere Zeit in einer Joghurtmarinade eingelegt worden waren und die den Fleischstücken eine milde Würze und Schärfe gab – so wie man es bei indischen Gerichten ja kennt und mag. Mit einigen Spritzern Zitronensaft aus der beigelegten Zitronenscheibe garniert ein wirklicher Genuss, der seinen Preis von 8,50 Euro meiner Meinung nach absolut wert war. Ob das gelieferte Gericht dann natürlich auch so liebevoll angerichtet ist wie das im Restaurant servierte kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, aber die Qualität scheint auf jeden Fall zu stimmen. Und auch die an der Freundlichkeit der Bedienung und dem Service gab es nichts auszusetzen. Man sollte sich also von dem Namen Interfood, der mich zuerst an einen Lebemsmittelspediteur oder -großhändler hatte denken lassen, nicht verwirren lassen – die Qualität und Güte der Gerichte ist nach jetzigem Erkenntnisstand auf jeden Fall mehr als nur in Ordnung. Wir waren überaus zufrieden und werden mit Sicherheit bald mal wieder dort speisen.