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Pikant-cremiges Linsen-Dal mit Kokosmilch – das Rezept

Friday, March 12th, 2021

Heute wollte ich mal wieder einen kleinen Ausflug in die indische Küche wagen und mir ein leckeres Dal mit roten Linsen und Kokosmilch zubereiten. Und weil ich Gerichte mit Fleisch bevorzuge, habe ich noch ein paar Putenstreifen hinzugefügt, das ist aber optional. 😉 Unter dem Oberbegriff Dal fasst man in der indischen und pakistanischen Küche Gerichte zusammen, die vorwiegend mit Hülsenfrüchten (also Linsen, Kichererbsen, Bohnen oder Erbsen) zubereitet werden und dort zu den Grundnahrungsmitteln zählen. Normalerweise zerfallen die Hülsenfrüchte dabei durch eine lange Kochzeit zu eine Art Brei, der wie in dieser Gegend der Welt üblich mit vielen Gewürzen abgeschmeckt wird. Da ich in diesem Rezept rote Linsen mit geringer Kochzeit verwendete, ging die Zubereitung aber angenehm schnell und erwies sich als überaus lecker. Dazu kochte ich mir dann noch etwas Basamati-Reis als Sättigungsbeilage, aber auch Naan oder einfach ein Fladenbrot hätte gut dazu gepasst. Natürlich möchte ich es nicht versäumen, dieses Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

  • 2-3 größere Schalotten oder eine mittlere Zwiebel
  • 1 Stück frischer Ingwer (ca. 3 cm)
  • 1 Chilischote
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 250g rote Linsen
  • 200g passierte Tomaten
  • 400g Tomaten in Stücken
  • 400ml Kokosmilch
  • 350g Putenschnitzel (optional)
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • Ghee oder Kokosöl zum braten
  • Salz, Pfeffer und Chiliflocken zum abschmecken
  • 150g Basamati-Reis
  • evtl. etwas Joghurt und/oder eine Frühlingszwiebel zum garnieren
  • Vor der eigentlichen Zubereitung müssen wir wie üblich erst einmal ein paar Zutaten vorbereiten. Wir schälen also die Schalotten und würfeln sie,
    01 - Dice shallots / Schalotten würfeln

    schälen den Ingwer und reiben ihn,
    02 - Peel ginger / Ingwer schälen 03 - Grate ginger / Ingwer reiben

    entkernen und zerkleinern die Chilischote,
    04 - Cut chili / Chili zerkleinern

    schälen und zerkleinern die Knoblauchzehe(n)
    05 - Mince garlic / Knoblauch zerkleinern

    und schneiden schließlich noch die Putenschnitzel in Streifen um sie rundherum mit etwas Salz und Pfeffer zu würzen.
    06 - Cut turkey in stripes / Pute in Streifen schneiden 07 - Season turkey with salt & pepper /  Pute mit Salz & Pfeffer würzen

    Anchließend kann es endlich mit dem eigentlichen Kochen losgehen. Dazu erhitzen wir etwas Ghee oder Kokosöl in einer hohen Pfanne auf erhöhter Stufe
    08 - Melt ghee in pan / Butterschmalz in Pfanne erhitzen

    und geben die gewürzten Putenstreifen hinein um sie über 6-8 Minuten scharf von allen Seiten anzubraten, wobei gerne ein paar Röstaromen entstehen dürfen.
    09 - Put turkey stripes in pan / Putenstreifen in Pfanne geben 10 - Sear turkey stripes / Putenstreifen scharf anbraten

    Die fertig gebratenen Putenstreifen entnehmen wir dann erst mal wieder aus der Pfanne und stellen sie bei Seite. Wer das Gericht vegetarisch zubereiten möchte, kann diese Schritte natürlich getrost überspringen und mit dem folgenden Schritt beginnen. 😉
    12 - Put seared turkey stripes aside / Angebratene Putenstreifen bei Seite stellen

    Nun schalten wir die Platte auf mittlere Stufe, geben – ggf. unter Zugabe von etwas mehr Ghee – die gewürfelten Schalotten in die Pfanne, fügen den geriebenen Ingwer hinzu
    13 - Put diced shallot in pan / Gewürfelte Schalotten in Pfanne geben 14 - Add grated ginger / Geriebenen Ingwer dazu geben

    und addieren auch gleich die zerkleinerte Chilischote, um alles für 2-3 Minuten anzudünsten.
    15 - Add chili / Chili addieren 16 - Braise / Andünsten

    Als nächstes geben wie auch die zerkleinerten Knoblauchzehen dazu, dünsten alles weiter an
    17 - Put garlic in pan / Knoblauch in Pfanne geben 18 - Braise garlic / Knoblauch andünsten

    und streuen dann den Teelöffel Kurkuma ein, den wir ebenfalls kurz mit angehen lassen
    19 - Add turmeric / Kurkuma einstreuen 20 - Braise turmeric / Kurkuma andünsten

    bevor wie schließlich auch die ungekochten Linsen hinzufügen und für 1-2 Minuten unter gelegentlichem rühren auch mit andünsten.
    21 - Add red lentils / Rote Linsen dazu geben 22 - Braise lentils / Linsen andünsten

    Das Ganze löschen wir dann mit den passierten Tomaten ab, geben die stückigen Tomaten
    23 - Deglaze with sieved tomatoes / Mit passierten Tomaten ablöschen 24 - Add chunky tomatoes / Tomatenstücke dazu geben

    sowie die Kokosmilch hinzu und verrühren alles gründlich miteinander um es kurz aufkochen zu lassen.
    25 - Add coconut milk / Kokosmilch addieren 26 - Stir thoroughly & bring to a boil / Gründlich verrühren & aufkochen lassen

    Dabei würzen wir das Gericht mit einem gehäuften Teelöffel Kreuzkümmel, etwas Salz und Pfeffer
    27 - Season with cumin / Mit Kreuzkümmel würzen 28 - Taste with salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer abschmecken

    sowie mehr oder weniger Chiliflocken – die Menge ist dabei abhängig wie scharf die zuvor hinzugefügte Chili war.
    29 - Spice with chili flaked / Mit Chiliflocken schärfen

    Während das Gericht dann auf reduzierter Stufe für 20-30 Minuten vor sich hin köchelt bis die Linsen gar sind, setzen wir einen kleinen Topf mit 400ml Wasser zum kochen des Basmati-Reis auf.
    30 - Bring water in pot to a boil / Wasser in Topf erhitzen

    Während unser Linsen-Dal vor sich hin köchelt, sollten wir es hin und wieder umrühren und geben bei Bedarf noch etwas mehr Wasser hinzu damit nichts anbrennen kann.
    31 - Gelegentlich umrühren / Stir occasionally 32 - Add water if necessary / Bei Bedarf Wasser dazu geben

    Außerdem können wir zwischendurch auch die zuvor angebratenen Putenstreifen zurück in die Pfanne geben, sie verrühren und wieder heiß werden lassen.
    33 - Put turkey back in pan / Putenstreifen zurück in Pfanne geben 34 - Stir in turkey & let get hot / Pute verrühren & heiß werden lassen

    Sobald das Wasser dann kocht, können wir es mit einem Teelöffel Salz (gern auch mehr) versehen und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen – 7-8 Minuten sollten in der Regel reichen.
    35 - Salt water / Wasser salzen 36 - Cook rice / Reis kochen

    Wenn die Linsen dann gar sind und das Gericht sich auf die richtige dickflüssige Konsistenz reduziert hat, schmecken wir es bei Bedarf noch einmal mit den Gewürzen ab. Ich fand dass vor allem viel Schärfe hier gut passte, aber das muss jeder natürlich für sich selbst entscheiden.
    37 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Den fertig gekochten Reis gießen wir schließlich ab, stellen den Topf zurück auf die ausgeschaltet aber noch heiße Kochplatte und lockern den Reis etwas mit einer Gabel auf um ihn ausdampfen zu lassen. Außerdem können wir ihn noch mit eine Stück Butter verfeinern, die wir im heißen Reis unter rühren schmelzen lassen.
    38 - Loosen rice with fork / Reis mit Gabel auflockern 39 - Refine rice with butter / Reis mit Butter verfeinern

    Danach können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen. Wer mag garniert es dabei noch mit einem kräftigen Klecks Joghurt und etwas Frühlingszwiebel-Röllchen – denn das Auge isst ja mit. 😉
    40 - Hot & creamy lentil dal with coconut cream - Served / Scharfes & cremiges Linsen Dal mit Kokosmilch - Serviert

    Ich war wirklich begeistert wie man mit so wenigen Zutaten ein so leckeres Gericht zaubern konnte. Die Schärfe der Chilis und des Ingwer harmonierte wunderbar mit der fruchtigen Note von Tomaten und Kokosmilch. Die al dente gekochten roten Linsen gaben dem dank der Kokosmilch schön cremigen Gericht dabei die notwendige Substanz und passten mit ihrem Geschmack ebenfalls wunderbar in die Gesamtkomposition. Und Mit Hilfe des Joghurt aus der Garnitur konnte man die Schärfe bei Bedarf etwas dämpfen – kann ich also sehr empfehlen. Die angebratenen und trotzdem wunderbar zarten Putenstreifen rundeten das Gericht schließlich noch sehr gelungen ab, aber ich kann es mir auch gut als rein vegetarische Speise vorstellen. Schon verständlich dass so etwas in Indien und Pakistan zu den Grundnahrungsmitteln zählt. 😉

    41 - Hot & creamy lentil dal with coconut cream - Side view  / Scharfes & cremiges Linsen Dal mit Kokosmilch - Seitenansicht

    Vielleicht hätte noch eine leichte Zitrussnote gut hierzu gepasst, leider hatte ich keine Zitronen oder Limonen im Haus, aber im Nachhinein gesehen hätte dies noch einen interessanten zusätzlichen Geschmacksaspekt hinzugefügt. Aber es gibt ja unzählige verschiedene Dal-Rezepte und das war bestimmt nicht das letzte Gericht dieser Art, die ich zubereitet habe. Vielleicht das nächste mal mit Bohnen, Erbsen, Kichererbsen oder einer anderen Art Linsen – ich werde einfach mal schauen was ich noch in dieser Richtung finde. Dieses Dal hat auf jeden Fall viel Potential und könnte sich schnell zu einem neuen Lieblingsgericht von mir entwickeln. 😁

    Guten Appetit

    Für Pinterest:
    Pikant-cremiges Linsen Dal mit Kokosmilch

    Chicken Tikka Masala – Resteverbrauch [18.-20.01.2021]

    Wednesday, January 20th, 2021

    Mein leckeres hausgemachtes Tikka Chicken Masala reichte mir nur drei weitere Tage für mein Mittagsmahl. Das mit reichlich hausgemachten Garam Masala gewürzte Gericht erwies sich auch in aufgewärmter Form weiterhin als überaus schmackhaft – auch wenn die Präsentation etwas zu wünschen übrig ließ. 😉
    So konnte ich mich also am Montag, dem 18. Januar,
    Chicken Tikka Masala - Leftovers I / Resteverbrauch I
    am Dienstag, dem 19. Januar
    Chicken Tikka Masala - Leftovers II / Resteverbrauch II
    sowie am Mittwoch, dem 20. Januar noch gut mit dem selbstgekochten Gericht aus der britisch-indischen Fusionsküche versorgen.
    Chicken Tikka Masala - Leftovers I / Resteverbrauch I
    Es geht natürlich – wie üblich – nichts über frisch gekocht, aber Gerichte für nur eine bis zwei Portionen zu kochen ist nun mal nur schwer möglich. Außerdem – das gebe ich offen zu – bin ich da auch etas faul und bevorzuge es in der Arbeitswoche einfach ein vorgekochtes Gericht in die Mikrowelle zu schieben anstatt mich jeden Tag nach getaner Arbeit erneut für eine Stunde oder mehr in die Küche zu stellen. 😉 Ein Curry wie dieses, kombiniert mit Reis, hat da – zumindest meiner Meinung nach – auch ein akzeptables Maß an Qualitätsverlust. Und es ist in der Summe deutlich billiger als jeden Tag zum Bäcker im nahen Supermarkt zu rennen und sich täglich mit Leberkäse-Semmeln oder ähnlichem zu versorgen. Man muss sich halt den aktuellen Einschränkungen wegen Corona auch etwas anpassen. Mich hat mein Tikka Masala mit Hähnchen auf jeden Fall über insgesamt vier Tage gut versorgt, für die nächste Kochaktion will ich mir aber mal etwas anderes überlegen, das nicht mehr in die Richtung indisches Curry geht. Mal schauen, ich habe lange meine sehr geschätzte Heißluftfritteuse nicht mehr verwendet, vielleicht mache ich ja irgend etwas damit. Ich werde hier natürlich darüber berichten, wie gewohnt…

    Chicken Tikka Masala – das Rezept

    Saturday, January 16th, 2021

    Ich weiß, es ist schon länger her seit meinem letzten Rezept, aber heute möchte ich mich mit meiner Interpretation des wohl bekanntesten Gerichts der indisch-britischen Fusionsküche zurückmelden: Dem Chicken Tikka Masala. Zu diesem Rezept gibt es unzählige verschiedene Varianten und ich ich habe viele davon gelesen oder als Video angeschaut bis ich mich schließlich für meine Version – eine Mischung aus verschiedenen Aspekten des geprüften Rezept-Materials – entschied. Am ungewöhnlichsten ist dabei wahrscheinlich, dass das Hähnchen hier im Ofen und nicht in der Pfanne zubereitet wird, aber auch die Zugabe von Paprika ist eher selten, es war aber daher geschuldet dass ich in meiner Schusseligkeit nur 350g Hähnchen gekauft hatte und es daher noch um etwas Gemüse ergänzen wollte. 😉 Aber die Mengen sind im hier präsentierten Gericht entsprechend angepasst. Das Ergebnis dieses Kochexperiments war aber trotzdem oder gerade deswegen überaus gut gelungen und entsprach genau dem, was ich unter einem Chicken Tikka Masala verstehe. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das so entstandene Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
    Für das marinierte Hähnchen

  • 400-450g Hähnchenbrustfilet
  • 120-150g Griechischer Joghurt (Fettgehalt: ca. 10%)
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 3cm Ingwer (daumendick)
  • 2 Teelöffel Garam Masala (gekauft oder selbst gemacht)
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel Chili
  • 2 Teelöffel geröstetes Paprika
  • 2 Esslöffel Sesamöl
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • Für die Masala Sauce

  • 1 größere Zwiebel
  • 2 Paprika (z.B. rot & grün)
  • 1 grüne Chili
  • 3cm Ingwer (daumendick)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 5-6 Kapseln grüner Kardamom
  • 1 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel-Samen
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Tomaten in Stücken (400g)
  • 150ml Wasser
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1 kräftige Prise Zimt
  • 250ml Schlagsahne
  • 1 Esslöffel Bockshornkleesamen
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • Chiliflocken & Salz zum abschmecken
  • 2-3 Esslöffel Ghee oder Öl zum braten
  • Außerdem benötigen wir

  • 250g Basmati-Reis
  • 600ml Wasser
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1 Esslöffel Butter zum verfeinern
  • Alternativ kann man das Gericht natürlich auch mit anderen Sättigungsbeilagen wie z.B. Naan-Brot servieren.

    Beginnen wir damit das Hähnchen zu marinieren. Dazu geben wir – am Vorabend der eigentlichen Zubereitung – die 120-130g Joghurt in eine Schüssel,

    01 - Put yoghurt in bowl / Joghurt in Schüssel geben

    reiben dazu den geschälten Ingwer sowie die Knoblauchzehen (bei Bio-Ingwer können wir übrigens auch die Schale mit reiben),

    02 - Grate ginger / Ingwer reiben 03 - Grate garlic / Knoblauch reiben

    geben 2 Esslöffel Öl, 1 Teelöffel Kreuzkümmel, 1 Teelöffel Kurkuma, 1/2 Teelöffel Chili, 2 Teelöffel geröstetes Paprika sowie 2 Teelöffel Garam Masala dazu,

    04 - Add seasonings / Gewürze addieren

    und verrühren alles gründlich miteinander

    05 -Mix well / Gründlich vermischen

    wobei wir es auch gleich noch mit Zitronensaft verfeinern.

    06 - Refine with lemon juice / Mit Zitronensaft verfeinern

    Anschließend waschen wir die Hähnchenbrüste, tupfe sie trocken und schneiden sie in mundgerechte Würfel,

    07 - Dice chicken / Hähnchenbrust würfeln

    die wir dann in verschließbares Behältnis geben,

    08 - Put diced chicken breasts in bowl / Gewürfelte Hähnchenbrust in Dose geben

    wo wir sie mit der zuvor hergestellten Joghurt-Marinade ergänzen

    09 - Add marinade / Marinade addieren

    und gründlich mit dieser vermischen. Dann verschließen wir das Behältnis und lassen das Fleisch mindestens für 3-4 Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen.

    10 - Mix well & marinate / Gründlich vermischen & marinieren lassen

    Während am nächsten Tag dann der Backofen auf 200 Grad vorheizt, wenden wir uns der Vorbereitung der verschiedenen Gemüsesorten zu. Dazu schälen und würfeln wir die Zwiebel,

    11 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    waschen, entkernen und würfeln die beiden Paprika,

    12 - Dice bell pepper / Paprika würfeln

    entkernen und zerkleinern die grüne Chili und

    13 - Mince chili / Chili zerkleinern

    reiben den Ingwer und die Knoblauchzehen.

    14 - Grate ginger & garlic / Ingwer & Knoblauch reiben

    Außerdem entnehmen wir die Samen der grünen Kardamom aus ihren Kapseln,

    15 - Take cardamom seeds from shells / Kardamomsamen entnehmen

    geben sie gemeinsam mit 1 1/2 Teelöffeln Kreuzkümmel-Samen in einen Mörser,

    16 - Put cardamom & cumin seeds in mortar / Kardamom & Kreuzkümmel in Mörser geben

    ergänzen alles noch mit einer kräftigen Prise Salz

    17 - Add pinch of salt / Prise Salz addieren

    und zerstoßen dann alles gründlich mit dem Stößel. Das kristalline Struktur des Salz hilft dabei, die Samen besser zerkleinern zu können.

    18 - Crush in mortar / Im Mörser zerstoßen

    Inzwischen dürfte dann auch der Backofen Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir die marinierten Hähnchenstückchen – vorzugsweise nicht überlappend – in eine größere Auflaufform verteilen können

    19 - Put marinated chicken in casserole / Mariniertes Hähnchen in Auflaufform geben

    und anschließend für ca. 30 Minuten auf der mittleren Stufe im Ofen backen können. Durch das Backen im Ofen sollen ein paar Röstaromen entstehen. Wer keinen Ofen hat oder es schneller fertig haben möchte, kann sie aber auch gerne in der Grillpfanne anbraten.

    20 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Während das Hähnchen im Ofen gart, erhitzen wir etwas Öl oder Ghee auf leicht erhöhter Stufe in einer Pfanne

    21 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    und geben dann die Zwiebel hinein

    22 - Put onion in pan / Zwiebel in Pfanne geben

    um sie nach und nach goldbraun anzubraten.

    23 - Brown onion / Zwiebel bräunen

    In der Zwischenzeit setzen wir die 600ml Wasser zum kochen des Reis auf.

    24 - Bring water for rice to a boil / Wasser für Reis erhitzen

    Haben die Zwiebelstücke dann eine gute Bräunung erreicht, reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine reduzierte Stufe und geben die zuvor zerstoßenen Kardamom- und Kreuzkümmel-Samen

    25 - Add crushed cardamom & cumin / Zermörserten Kardamom & Kreuzkümmel addieren

    sowie den Teelöffel Kurkuma und die kräftige Prise Zimt in die Pfanne

    26 - Add turmeric & cinnamon / Kurkuma & Zimt dazu geben

    und dünsten sie an, bis sich ihr angenehmes Aroma zu verbreiten beginnt.

    27 - Braise seasonings / Gewürze andünsten

    Dann geben wir sowohl den geriebenen Ingwer und Knoblauch

    28 - Add grated ginger & garlic to pan / Geriebenen Ingwer & Knoblauch in Pfanne geben

    als auch die zerkleinerte grüne Chili hinzu

    29 - Add chili / Chili addieren

    und dünsten beides wiederum kurz mit an.

    30 - Braise / Andünsten

    Inzwischen dürfte dann auch das Hähnchen fertig sein, so dass wir es aus dem Ofen entnehmen und erst einmal bei Seite stellen können.

    31 - Take baked chicken from oven / Gebackenes Hähnchen aus Ofen entnehmen

    Schließlich addieren wir auf die gewürfelte Paprika zu den anderen Zutaten in unserer Pfanne,

    32 - Add bell pepper / Paprika hinzu geben

    dünsten sie wiederum kurz mit an bis sie etwas Farbe bekommen

    33 - Braise bell pepper / Paprika andünsten

    und geben dann den Esslöffel Tomatenmark hinzu den wir für 1-2 Minuten mit anbraten damit er seine Bitterkeit ein wenig verliert.

    34 - Add tomato puree / Tomatenmark addieren 35 - Roast tomato puree / Tomatenmark anrösten

    Nun ist es an der Zeit, das Ganze mit den Tomatenstücken aus der Dose abzulöschen, mit 150ml Wasser zu ergänzen, damit die Sauce sämig wird

    36 - Deglaze with tomatoes / Mit Tomaten ablöschen 37 - Add some water / Wasser dazu geben

    und alles gründlich miteinander zu verrühren um es anschließend kurz aufkochen zu lassen.

    38 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    Spätestens jetzt sollte auch das Wasser für den Reis kochen, so dass wir es mit einem Esslöffel Salz versehen und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung auf reduzierter Stufe garen können.

    39 - Salt water / Wasser salzen 40 - Cook rice / Reis kochen

    Während der Reis köchelt, geben wir die gebackenen Hähnchenstückchen in unsere Sauce,

    41 - Put baked chicken in pan / Gebackenes Hähnchen in Pfanne geben

    verfeinern alles mit der Schlagsahne und verrühren es wiederum gut miteinander, um es kurz aufkochen zu lassen.

    42 - Refine with heavy cream / Mit Schlagsahne verfeinern 43 - Stir & bring to boil / Verrühren & aufkochen lassen

    Dabei schmecken wir es mit dem Esslöffel Garam Masala (evtl. etwas mehr) sowie Salz, Chiliflocken und dem Esslöffel Bockshornkleesamen ab.

    44 - Season with Garam Masala / Mit Garam Masala würzen 45 - Taste with chili & fenugreek / Mit Chili & Bockshornkleesamen abschmecken

    Außerdem geben wir auch den Zitronensaft hinzu

    46 - Add lemon juice / Zitronensaft dazu geben

    und lassen alles dann weiter auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

    47 - Continue simmer / Weiter köcheln lassen

    Sobald der Reis dann gar ist, gießen wir ihn ab und lockern ihn im Topf auf ausgestellter Kochplatte etwas auf bevor wir ihn mit einem Stück Butter abschließend verfeinern.

    48 - Soften rice with fork / Reis mit Gabel auflockern 49 - Refine rice with butter / Reis mit Butter verfeinern

    Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon – vielleicht mit etwas Koriander oder Petersilie garniert – servieren und genießen.

    50 - Chicken Tikka Masala - Served / Serviert

    Die Kombination der fruchtigen Tomaten mit dem wunderbar zarten und würzigen Hähnchenfleischstücken sowie der ausgefeilten Auswahl an Gewürzen erwies sich als überaus gut gelungen und extrem lecker. Vor allem das Hähnchen zerfiel regelrecht auf der Zunge und war trotz seiner Zubereitung im Ofen noch angenehm saftig geblieben. Aber auch die Paprika passte meiner Meinung nach sehr gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Ich könnte mir auch noch eine breitere Verwendung von Gemüse in der Masala-Sauce vorstellen, ich denke dabei zum Beispiel an Kichererbsen, Möhren oder Erbsen. Oder man verarbeitet gleich die Sättigungsbeilage darin und ergänzt einige Kartoffeln. Die Variationsmöglichkeiten sind ziemlich groß, aber ich wollte natürlich erst mal eines der Basis-Rezepte testen bevor ich mich an große Variationen wage. 😉 Aber das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich ein Chicken Tikka Masala zubereitet habe.

    51 - Chicken Tikka Masala - Side view / Seitenansicht

    Guten Appetit

    Für PInterest:
    Chicken Tikka Masala

    Chicken Makhani – Indisches Butterhuhn – das Rezept

    Monday, May 29th, 2017

    Zwar habe ich mit meinem Murgh Makhani vor drei Jahren bereits ein Rezept für indisches Butterhuhn vorgestellt, aber als ich dieses deutlich abweichende Rezept entdeckte, erschien es mir Wert ausprobiert zu werden. Aufgrund der Verwendung von Tomatenmark, Gemüsebrühe un vor allem Sahne ist es wahrscheinlich kein original indisches Rezept, sondern eher britisch-indische Fusionsküche, aber mich reizte vor allem das marinieren des Hähnchenfilets, das versprach dem Fleisch ein besonderes Aroma zu geben. Und mein Eindruck hatte mich mal wieder nicht getäuscht, denn das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, auch dieses Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

    Für die Marinade

    150g ungesalzene Cashewkerne
    01 - Zutat Cashewkerne / Ingredient cashew

    50g frischen Ingwer
    02 - Zutat frischer Ingwer / Ingredient fresh ginger

    2 Esslöffel Currypulver (mittelscharf)
    03 - Zutat Curry / Ingredient curry

    100g Tomatenmark
    04 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    3-4 Knoblauchzehen
    05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Esslöffel Weißweinessig
    06 - Zutat Weißweinessig / Ingredient white wine vinegar

    200g Joghurt
    07 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

    Außerdem benötigen wir

    750g Hähnchenbrustfilet
    08 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breasts

    1 mittelgroße Zwiebel
    09 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    150ml Gemüsebrühe
    10 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

    1 Dose stückige Tomaten (400g)
    11 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

    50g Butter
    06 - Zutat Butter / Ingredient butter

    1 Stange Zimt
    11 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

    1/2 Teelöffel gemahlenen Kardamom
    12 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

    100-150ml Sahne
    13 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    zum Würzen Garam Masala, Bockshornkleesamen, Chiliflocken und Kreuzkümmel
    14 - Zutat Gewürze / Ingredient seasonings

    180g Basamtireis
    15 - Zutat Basmatireis / Ingredient basmati rice

    Da das Fleisch über Nacht, besser 24 Stunden, im Kühlschrank marinieren sollte, beginnen wir mit der Zubereitung schon am Vortag. Dazu rösten wir die Cashewkerne ohne Öl in einer Pfanne an
    16 - Cashew anrösten / Brown cashew

    streuen die beiden Esslöffel Curry ein
    17 - Curry einstreuen / Add curry

    und rösten es ebenfalls einige Minuten mit an, bis sich sein Geruch beginnt im Raum zu verbreiten. Das Ganze lassen wir dann etwas abkühlen.
    18 - Curry anrösten / Brown curry

    In der Zwischenzeit waschen wir unsere Hähnchebrustfilets, tupfen sie trocken
    19 - Hähnchenbrüste waschen / Wash chicken breasts

    und schneiden sie in mundgerechte Stücke, wobei wir überflüssiges Fett und Knochenreste entfernen.
    20 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breasts

    Außerdem schälen wir den Ingwer, zerkleinern ihn grob
    21 - Ingwer schälen & grob zerteilen / Peel & hackle ginger

    und schälen auch die Knoblauchzehen
    22 - Knoblauch schälen / Peel garlic

    um sie ebenfalls grob zu zerkleinern.
    23 - Knoblauch grob zerteilen / Hackle garlic

    Nun geben wir die angerösteten Cashewkerne samt Curry in einen Mixer,
    24 - Cashewnüsse & Curry in Mixer geben / Put cashew & curry in blender

    addieren Ingwer und Knoblauch
    25 - Ingwer & Knoblauch addieren / Add ginger & garlic

    und zerkleinern alles gründlich.
    26 - Alles zerkleinern / Blend everything

    Die Masse geben wir dann in eine Schüssel,
    27 - Masse in Schüssel geben / Put in bowl

    fügen das Tomatenmark,
    28 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    die beiden Esslöffel Weißweinessig
    29 - Weißweinessig addieren / Add white wine vinegar

    sowie den Joghurt hinzu
    30 - Joghurt dazu geben / Add yoghurt

    und verrühren alles gut miteinander.
    31 - Gründlich verrühren / Mix well

    Bei Bedarf können wir natürlich auch noch einmal mit dem Pürierstab durch gehen, damit alles schön fein zerkleinert ist.
    32 - Mit Pürierestab zerkleinern / Mince with immersion blender

    Dann geben wir die zerkleinerte Hähnchenbrust in eine verschließbare Dose,
    33 - Hähnchenbrustwürfel in Schüssel geben / Put chicken dices in bowl

    geben die Joghurtmarinade hinzu
    34 - Joghurtmischung hinzufügen / Add yoghurt mix

    und vermischen alles gründlich miteinander. Die verschlossene Dose stellen wir anschließend in den Kühlschrank und lassen die Marinade einziehen. Dabei ist es hilfreich, alles hin und wieder erneut durchzumischen.
    35 - Gründlich vermengen / Mix well

    Am nächsten Tag:

    Nachdem wir die Zwiebel gewürfelt haben,
    36 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    zerlassen wir die Butter in einer höheren Pfanne,
    37 - Butter erhitzen / Heat up butter

    geben die zerkleinerte Zwiebel hinzu,
    38 - Gewürfelte Zwiebel in Pfanne geben / Put diced onion in pan

    addieren die Zimtstange
    39 - Zimtstange hinzufügen / Add cinnamon stick

    und streuen den halben Teelöffel Kardamom ein
    40 - Kardamom einstreuen / Intersperse cardamom

    um dann alles so lange anzudünsten, bis die Zwiebel weich und leicht glasig wird.
    41 - Andünsten / Braise

    Als nächstes geben wir das Hähnchen samt Marinade in die Pfanne,
    42 - Hähnchen samt Marinade in Pfanne geben / Put chicken and marinade in pan

    gießen die Gemüsebrühe hinzu, um die Paste etwas zu verflüssigen,
    43 - Gemüsebrühe addieren / Add vegetable stock

    lassen sie kurz aufkochen und dann für ca. 10 Minuten auf normaler Stufe weiter köcheln, wobei wir alles regelmäßig umrühren
    44 - Aufkochen & köcheln lassen / Bring to a boil & let simmer

    und mit einer kräftigen Portion Chiliflocken würzen sollten.
    45 - Mit Chiliflocken würzen / Season with chili flakes

    Anschließend geben wir die stückigen Tomaten mit in die Pfanne,
    46 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

    verrühren sie mit dem restlichen Pfanneninhalt, wobei wir es wiederum kurz zum aufkochen bringen,
    47 - Verrühren & Aufkochen lassen / Mix & bring to boil

    schmecken alles mit einer kräftigen Prise Garam Masala, Kreuzkümmel sowie etwas Bockshornkleesamen ab
    48 - Mit Garam Masala & Bockshornkleesamen würzen / Season with garam masala & finugreek seeds

    und lassen schließlich alles bei gelegentlichen rühren für 40 Minuten auf verminderter Stufe vor sich hin köcheln.
    49 - Köcheln lassen / Let simmer

    Nach etwas mehr als der Hälfte dieser 40 Minuten ist es an der Zeit, sich um den Reis zu kümmern. Dazu geben wir 800ml Wasser in einen Topf, verschließen diesen mit einem Deckel und bringen das Wasser zum kochen.
    50 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

    Außerdem ist es jetzt auch an er Zeit, die Sahne mit in die Pfanne zu geben,
    51 - Sahne addieren / Add cream

    sie wiederum gut zu verrühren, wobei wir noch einmal kurz die Stufe unserer Kochplatte erhöhen und alles wiederum aufkochen lassen,
    52 - Verühren & kurz aufkochen / Mix & bring to a boil

    und schließlich das Gericht noch einmal final mit den Gewürzen wie Garam Masala, Chiliflocken, Bockshornkleesamen und Kreuzkümmel abzuschmecken.
    53 - Mit Kreuzkümmel abschmecken / Taste with cumin

    Sobald das Wasser dann kocht, geben wir einen gehäuften Teelöffel Salz hinein,
    54 - Wasser salzen / Salt water

    schütten den Reis ins kochende Wasser
    55 - Reis hinzufügen / Add rice

    und lassen ihn bei geschlossenem Deckel auf niedrigster Stufe für 10-12 Minuten gar ziehen.
    56 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Schließlich entfernen wir noch die Zimtstange aus unserem Curry,
    57 - Zimtstange entfernen / Remove cinnamon stick

    gießen den Reis ab, lockern ihn im noch heißen Topf etwas auf, verfeinern ihn bei Bedarf mit einem zusätzlichen Stück Butter
    58 - Reis mit Buttern verfeinern / Refine rice with butter

    und können das Gericht schließlich sofort servieren und genießen. Wer mag, kann alles noch mit frischem Koriander garnieren.
    59 - Chicken Makhani - Served / Serviert

    Es war zwar etwas mehr Sauce geworden als ich geplant hatte – daher habe ich die Mengenangaben hier im Rezept etwas angepasst – aber das änderte nichts daran dass mir mit diesem Gericht mal wieder ein sehr schmackhaftes Curry gelungen war. Die Sauce kombinierte sehr gelungen die Fruchtigkeit vom Tomaten und Tomatenmark mit der unterschwelligen und doch klaren Schärfe von Chili und Ingwer, den Gewürzen sowie dem nussigen Aroma der Cashewkerne. Und das Hähnchenfleisch hatte dank des Marinierens viel von diesem Geschmack angenommen und verschmolz nahtlos mit der Sauce. Dazu der lockere, mit Butter verfeinerte Basmatireis als Sättigungsbeilage und fertig war ein sehr gelungenes und leckeres Gericht, das ich wie bereits anfangs erwähnt der britsch-indischen Fusionsküche zuordnen würde. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

    60 - Chicken Makhani - Side view / Seitenansicht

    Guten Appetit

    Chicken Biryani [01.02.2017]

    Wednesday, February 1st, 2017

    Zum heutigen Mittwoch fanden sich auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gleich zwei Gerichte, die mein näheres Interesse weckten. Zum einen war dies das Chicken Biryani – Gebratener Basmatireis mit gebackenen Hühnchen, Mandeln, Cashewkernen und Kokosmilch bei Globetrotter, ein Gericht dass ich schon häufiger, z.B. hier oder hier, probiert und für exzellent befunden hatte. Zum anderen die Gnocchi mit Lachswürfeln in Limonensauce bei Vitality, die meines Kenntnisstandes nach heute Premiere hatten, also das erste Mal angeboten wurden. Eigentlich hätte ich ja den Neuling probieren sollen, aber meine Erinnerungen an das hiesige Biryani waren so gut, dass ich mich schließlich doch für das Reisgericht entschied und damit gleichzeitig gegen meine weitere Angewohnheit verstieß, nach Möglichkeit nicht zwei mal die selbe Sättigungsbeilage an aufeinander folgenden Tagen zu essen – denn ich hatte ja gestern bereits gebratenen Reis verzehrt. Den Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit hausgemachten Krautsalat und Kartoffelknödel bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenen Gemüse in Hoi Sin Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce kamen nicht in die nähere Auswahl.

    Chicken Biryani

    Die gebackenen panierten Hähnchenstücke waren auch dieses Mal wieder etwas kleinteilig und bestanden aus viel Panade und wenig Fleisch – ein Problem das ich schon beim letzten Mal bemängelt hatte. Die Reiszubereitung, sprich das Biryani, war aber auch heute wieder vorzüglich gelungen und konnte mit ihrer Gewürzkombination, dem Gemüse und den Nüssen auch dieses Mal bei mir punkten. Und die würzige, leicht scharfe Sauce ergänzte Hähnchen und Reis wunderbar und komplettierte das Gericht sehr gelungen. Ich war trotz kleinerer Mängel auch heute wieder sehr zufrieden mit meiner Wahl.
    Sah man sich bei den anderen Gästen um, sah man heute dass sich Biryani und Schweinebraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten. Ich war am Ende aber der Meinung, dass sich der Schweinebraten mit hauchdünnem Vorsprung durchsetzen konnte – wobei ich aber auch berücksichtigte dass sich, als ich den Speiseraum verließ, eine kleine Schlange vor der Braten-Theke gebildet hatte, während vor der anderen Ausgabetheke kaum Leute warteten. Auf dem dritten Platz folgten die Gnocchi mit Lachs und Platz vier belegten heute die Asia-Gerichte.

    Mein Abschlußurteil:
    Hähnchen: +
    Sauce: ++
    Biryani: ++

    Kichererbsencurry mit Pommes Frites [18.05.2015]

    Monday, May 18th, 2015

    Neben einem Würstchengulasch mit Pommes Frites als Zusatzangebot standen heute mehrere Klassiker unseres Betriebsrestaurants auf der Speisekarte: Zum einen das von mir sehr geschätzte Kichererbsencurry auf indische Art mit Basamatireis bei Vitality, außerdem Tiroler Gröst’l mit Spiegelei bei Tradition der Region, Canneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Globetrotter sowie schließlich Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili. Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse an der Asia-Thai-Theke. Einen kurzen Moment liebäugelte ich zwar mit dem Tiroler Gröst’l, schwenkte aber dann doch auf das Kichererbsencurry um. Auf Anregung eines Kollegen, der vor mir das selbe Gericht wählte, ließ ich den Reis allerdings durch Pommes Frites ersetzten, die ich mir noch mit etwas Ketchup garnierte. Eine ungewöhnliche Kombination, ich weiß, aber dennoch wert sie mal auszuprobieren – zumal es nicht mit Mehrkosten verbunden war. Außerdem gesellte sich noch ein Becherchen frischer Erdbeeren aus dem heutigen Desser-Angebot auf mein Tablett.

    Chickpea curry with french fries / Kichererbsencurry mit Pommes Frites

    Leider waren die Pommes Frites bereits leicht abgekühlt und auch an Salz fehlte es – mal wieder – etwas, aber dennoch erwiesen sie sich als durchaus geeignete Sättigungsbeilage zu dem pikant gewürzten Curry aus Kichererbsen, Möhren und Frühlingszwiebeln. Ich hatte ja befürchtet, dass vor allem der Ketchup und die dickflüssige Sauce des Curry nicht miteinander harmonieren könnten, doch zum Glück war das ein Irrtum. Und auch Pommes garniert mit der würzige Currysauce erwiesen sich als überaus gelungene Kombination. Das Ermutigt doch tatsächlich ein wenig, mal öfters von den vorgefertigten Menus abzuweichen und neue Kombinationen zu probieren. Mal schauen wann sich das nächste Mal die Gelegenheit dazu ergibt. Und auch an den frischen, nur ganz leicht gezuckerten Erdbeeren gab es nichts auszusetzen. Nur bei den Pommes Frites muss ich – aus bereits genannten Gründen – leider etwas in der Wertung abziehen.
    Und es sah heute tatsächlich danach aus, als würde sich das vegetarische Kichererbsencurry – allerdings in seiner ursprünglichen Variante mit Basmati-Reis – den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Die Geschmäcker der anderen Gäste waren allerdings sehr breit gestreut und es gab keinen wirklich klaren Favoriten, dennoch sah ich das Curry mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Wurstgulasch auf Platz zwei, das wiederum auch nur knapp vor dem somit drittplatzierten Tiroler Gröstl lag. Cannelloni und Asia-Gerichte teilten sich schließlich Platz vier – hier war kein klarer Favorit auszumachen.

    Mein Abschlußurteil:
    Kichererbsencurry: ++
    Pommes Frites: +
    Erdbeeren: ++

    Ente in Mangosauce [14.05.2015]

    Thursday, May 14th, 2015
    Duck in mango sauce / Ente in Mangosauce

    Heute gab es mal nichts zu Mittag, dafür gönnte ich mir aber zum Abendbrot etwas besonderes: Ente in Mangosauce, ein indisches Gericht aus dem Restaurant Tadsch Rialto im nordhessischen Bebra. Normalerweise ziehe ich es ja vor, so etwas direkt im Restaurant zu essen, ich wurde aber überstimmt und wir ließen uns die Gerichte liefern. Dadurch war die Präsentation nicht ganz so gelungen, aber das änderte glücklicherweise nichts am leckeren Geschmack. Die fruchtige und gleichzeitig leicht scharfe Sauce, in der man Ingwer und Knoblauch heraus schmecken konnte, passte wunderbar zu der knusprig gebackenen und anschließend in Streifen geschnittenen Entenbrust. Dazu gab es mit frischem Koriander und Erbsen versetzten Basmatireis. Mit 13,50 Euro nicht gerade günstig, aber die Größe der Portion und die gute Qualität rechtfertigte den Preis meiner Meinung nach. Ob dazu unbedingt ein Salat serviert werden muss, sei dabei mal so dahin gestellt – von einem indischen Restaurant hatte ich das nicht erwartet – aber hier hatte man sich wohl deutschem Gebaren angepasst. Aber die Ente in Mangeosauce muss ich bei Gelegenheit auch mal probieren zu kochen – so schwer sollte das ja nicht sein.

    Fish Makwanhala – das Rezept

    Saturday, October 4th, 2014

    Heute wollte ich mal wieder einen kleinen Ausflug in die indische Küche wagen und mit Fish Makwanhala mal ein Gericht aus der Küche Punjabs zubereiten. Ursprünglich wollte ich dazu eigentlich Schollenfilet nehmen, aber das war bei meinem Fischhändler leider aus, daher griff ich schließlich mal wieder zu Steinbeißer-Filet, einem festfleischigem Fisch der sich ja schon bei meinem Steinbeißerfilet mit Kartoffelchipskruste sehr bewährt hatte. Aber wie immer bei indischen Gerichten kommt es auch hier nicht unbedingt auf die Fleisch-Sorte, sondern viel mehr auf die ausgewogene Abstimmung der einzelnen Gewürze an – und die war wie ich fand hier mal wieder ganz besonders gelungen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 2 Portionen?

    400-420g Fisch-Filet
    (Ich griff zu frischem Steinbeißer-Filet)
    02 - Zutat Steinbeißer-Filet / Ingredient fish filet (spined loach)

    1 mittelgroße Zwiebel
    01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2-3 Zehen Knoblauch
    04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    2 Fleischtomaten
    03 - Zutat Fleischtomaten / Ingredient beef tomatoes

    200g passierte Tomaten
    05 - Zutat Tomaten passiert / Ingredient sieved tomatoes

    200g stückige Tomaten
    06 - Zutat Tomaten stückig / Ingredient tomatoes in pieces

    25ml Zitronensaft
    07 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

    100ml Sahne
    08 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    3 Kardamom-Kapseln
    09 - Zutat Kardamon-Kapseln / Ingredient cardamom capsules

    1 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
    10 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

    1/4 Teelöffel Zimt
    11 - Zutat Zimt / Ingredient cinnamon

    1/2 Teelöffel Garam Masala
    12 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

    1/4 Teelöffel Cayenne-Pfeffer
    13 - Zutat Cayenne-Pfeffer / Ingredient cayenne

    1 Teelöffel gemahlener Koriander
    14 - Zutat gemahlener Koriander / Ingredient ground coriander

    1/2 Teelöffel Salz
    15 - Zutat Salz / Ingredient salt

    1 Esslöffel Ghee (Butterschmalz)
    16 - Zutat Ghee / Ingredient ghee

    einige Stiele frischer Koriander
    17 - Zutat frischer Koriander / Ingredient fresh coriander

    150g Basamati-Reis
    18 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

    Beginnen wir wie üblich damit, erst einmal die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir ziehen also die Zwiebel ab und würfeln sie.
    19 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    Außerdem waschen wir die Fleischtomaten, entfernen mit einem scharfen Messer vorsichtig die Stielansätze,
    20 - Stielansatz der Tomaten entfernen / Remove stalk from tomatoes

    vierteln sie,
    21 - Tomaten vierteln / Quarter tomatoes

    entkernen sie dann mit Hilfe eines Esslöffels
    22 - Tomaten entkernen / Decore tomatoes

    und schneiden das übrig geblieben Fruchtfleisch dann in Würfel.
    23 - Tomaten würfeln / Dice tomatoes

    Des weiteren öffnen wir behutsam die Kardamom-Kapseln, entnehmen die darin befindlichen Samenkörner
    24 - Kardamom-Kapseln öffnen / Open cardamom capsules

    und geben diese mit etwas Salz in einen Mörser
    25 - Kardamom-Samen mit Salz in Mörser geben / Add cardomem seeds with salt to mortar

    und zerstoßen sie dann gründlich. Das Salz verhindert dabei, dass sich die ätherischen Stoffe der Samenkapseln zu sehr an den Innenwänden des Mörsers absetzen.
    26 - Kardamom-Samen zerstoßen / Pestle carcamom seeds

    Dann zerlassen wir den Esslöffel Ghee (Butterschmalz) in einer Pfanne oder einem Topf,
    27 - Ghee zerlassen / Melt ghee

    addieren die gewürfelte Zwiebel, pressen die Knoblauchzehen hinzu
    28 - Zwiebel & Knoblauch hinzu geben / Add onion & garlic

    und dünsten alles einige Minuten an bis die Zwiebeln glasig geworden sind.
    29 - Zwiebeln & -Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

    Nun streuen wir die Gewürze wie Kreuzkümmel, Cayenne-Pfeffer, Koriander, Zimt und Garam Masal darüber,
    30 - Gewürze addieren / Add seasoning

    geben die zerstoßenen Kardamom-Samen sowie das Salz hinzu
    31 - Zerstoßenen Kardamomsamen dazu / Add pounded cardamom seeds

    und braten alles wieder für ein bis zwei Minuten mit an. Das Anbraten hilft den Gewürzen dabei, ihren vollen Geschmack zu entfalten.
    32 - Gewürze anbraten / Braise seasoning

    Anschließend geben wir die gewürfelten Tomaten mit in die Pfanne
    33 - Tomatenwürfel addieren / Add tomato dices

    und dünsten sie kurz mit Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen an
    34 - Tomatenwürfel kurz mit anbraten / Braise tomato dices

    bevor wir alles schließlich mit den passierten Tomaten
    35 - Mit passierten Tomaten ablöschen / Deglaze with sieved tomatoes

    sowie den Tomatenstücken aus der Dose ablöschen
    36 - Mit Tomatenstücken ablöschen / Deglaze with tomato pieces

    und zu Guter letzt noch die Sahne hinzu gießen.
    37 - Sahne addieren / Add cream

    Nun verrühren wir alles gründlich miteinander,
    38 - Gründlich verrühren / Mix well

    lassen es kurz aufkochen und heben schließlich noch die 25ml Zitronensaft unter.
    39 - Aufkochen lassen & Zitronensaft hinzu geben / Bring to boil & add lemon juice

    Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, 300ml Wasser für den Basmati-Reis aufzusetzen und es zum kochen zu bringen.
    40 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

    Während die Sauce vor sich hin köchelt und das Reis-Wasser sich langsam erhitzt, waschen wir unser Fisch-Filet, tupfen es trocken
    41 - Fisch waschen / Wash fish

    und schneiden es in mundgerechte Würfel
    42 - Fisch würfeln / Dice fish

    um es schließlich in die Sauce zu geben. Zehn bis 12 Minuten sollten hier reichen, damit der Fisch durchgehend gegart wird.
    43 - Fisch hinzu geben / Add fish

    Wenig später sollte dann auch das Reiswasser kochen, so dass wir es mit einem halben Teelöffel Salz versehen
    44 - Wasser salzen / Salz water

    und den Basmati-Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
    45 - Reis kochen / Cook rice

    In der Zwischenzeit waschen wir den frischen Koriander, schütteln ihn trocken,
    46 - Koriander waschen / Wash coriander

    zupfen die Blättchen von den Stielen und zerkleinern sie dann fein, um sie später zum garnieren verwenden zu können.
    47 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

    Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, hin und wieder mal unsere Makwanhala-Zubereitung umzurühren, damit nichts anbrennt.
    48 - Zwischendurch rühren / Stir from time to time

    Sobald der Reis dann fertig gekocht ist und unser Fisch-Curry die gewünschte Konsistenz erreicht hat, können wir der Gericht auch schon mit dem frischen Koriander garniert servieren und genießen.
    49 - Fish Makhanwala - Serviert / Served

    Nicht nur dass die Kombination der verschiedenen Gewürze außerordentlich gut gelungen war, auch der fruchtige Aspekt der Tomaten und die exotische Note des Zitronensafts harmonierte wunderbar mit dem saftigen und zarten Fischfilet. Der frische Koriander rundete das Ganze schließlich überaus schmackhaft ab. Vor allem gefiel mir dabei die sich erst nach und nach heraus kristallisierende Schärfe, wie ich sie ja auch von anderen indischen Gerichten bereits schätzen gelernt hatte. Und dabei war die Zubereitung angenehm einfach und unkompliziert.

    50 - Fish Makhanwala - Seitenansicht / Side view

    Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt das Fish Makwanhala bei 820kcal, aufgeteilt auf zwei Portionen liegen wir hier also bei 410kcal. Dazu kommen noch einmal je 120kcal für den Basmati-Reis, womit wir schließlich bei gerade mal 530kcal pro Portion landen – ein mehr als nur akzeptabler Wert für so eine Zubereitung wie ich finde. Daher bereue ich es auch etwas, heute nur zwei Portionen gekocht zu haben.

    Guten Appetit