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YouCook Indian Style Butter Chicken – Kurztest

Dienstag, November 1st, 2022

Vor kurzem entdeckte ich in einem Online-Supermarkt ein preisreduziertes Angebot für Indian Style Butter Chicken, ein Fertiggericht der Firma Youcook, das es mir wert schien mal ausprobiert zu werden. Ich liebe indisches Essen, hatte aber schon länger keines mehr – daher nutzte ich die Gelegenheit. Etwas ähnliches hatte ich hier oder hier auch schon mal selbst gekocht.
01 - Youcook Indian Style Butter Chicken - Package / Verpackung
Normalerweise kostet die 420g Packung 4,29 Euro, ich zahlte 3,89 Euro. Das darin enthaltene Gericht besteht aus 240g Hähnchenbrustfilet in Tomatensauce sowie 180g gegartem Basmati-Reis. Laut Packungsbeschreibung sind es um genau zu sein 42% Reis, 14% Hähnchenbrustfilet, 10% Tomaten sowie Tomatenmark, Paprika, Zwiebel, Sahne, Kokosnusspulver, Geflügelbrühe, hühnerfett, Zucker, Stärke, Salz und Gewürze.
03 - Youcook Indian Style Butter Chicken - Package Ingredient / Verpackung Zutaten 04 - Youcook Indian Style Butter Chicken - Package preperation / Verpackung Zubereitung
In der Verpackung, die ja vom Styling ein Päcken zum Mitnehmen von Nudeln aus dem Asia-Imbiss erinnert, befinden sich zwei mit dünner Folie abgedeckte runde Plastikschälchen. Für die Zubereitung werden auf der Verpackung zwei Wege empfohlen: Zum einen in der Mikrowelle über ca. 4 Minuten bei 700 Watt oder in Topf und/oder Pfanne auf dem Herd. Ich entschied mich für die Mikrowelle. Dazu müssen die abdeckende Folie mehrfach einstechen (z.B. mit einer Gabel) und dann in der Mikrowelle erhitzen. Es waren zwar vier Minuten angegeben, aber für mich reichten dreieinhalb Minuten dass alles heiß war und die Hähnchenzubereitung regelrecht in der Schale blubberte.
06 - Youcook Indian Style Butter Chicken - Preperation Microwave / Zubereitung Mikrowelle
Die so fertig erhitzte Mahlzeit richtete ich anschließend auf einem Teller an. Ursprünglich hatte ich einen Reisring mit dem Indian Chicken in der Mitte gedacht, doch das erwies sich als schwierig zu realisieren weil die Zubereitung doch deutlich flüssiger war als angenommen.
07 - Youcook Indian Style Butter Chicken - Served / Serviert
Eins konnte schon mal sagen: Die Portion war wirklich riesig – scheinbar mehr als genug um einen erwachsenen Mann satt zu machen. Ich überlegte ob man daraus nicht fast schon zwei Portionen hätte machen können, aber bei Verzehr stellte ich heraus dass die Hähnchen-Zubereitung fast nur aus Sauce bestand, der sich nur vereinzelt Stücke von Hähnchenfleisch sowie ein großes und zwei kleine Stücke Paprika fanden. Der Würzstil war eindeutig indisch angehaucht, aber zum einen war die Würze für meinen Gaumen sehr lasch geraten und nicht mal einen Hauch scharf – was ich bei indischen Essen eigentlich erwarten würde. Am dominantesten war wohl die Tomatensauce mit ihrer Kokosnote. Daher hatte man das Gericht wahrscheinlich auch nur „Indian Style“ genannt. Wenn man die Saucenzubereitung mit dem Reis vermischte ergab sich aber dennoch ein durchaus schmackhaftes und sättigendes Gericht.
07 - Youcook Indian Style Butter Chicken - Served / Serviert
Ich persönlich hätte alles viel kräftiger gewürzt und zumindest mit einer leichten Schärfe versehen. Sowie die Sauce entweder deutlich dickflüssiger gemacht und / oder mit mehr Fleisch oder Gemüse versehen. Hier haben wahrscheinlich zum einen auf Massenkompatibilität geachtet und zum anderen bei den kostspieligen Zutaten gespart damit das Produkt nicht zu teuer wird und man noch etwas Gewinn machen kann.
Alles in alle war das Indian Style Butter Chicken in Ordnung und das Preis zu Menge Verhältnis war auch akzeptabel, aber hier besteht eindeutig noch Verbesserungspotential.

Chicken Biryani [17.05.2017]

Mittwoch, Mai 17th, 2017

Zwar ging das Spargel-Special in unserem Betriesbrestaurant auch heute mit einem Frischem Spargel mit gebackenem Kalbsschnitze, Sauce Hollandaise und Salzkartoffeln weiter, doch aufgrund des hohen Preises von 7,10 Euro und der Tatsache dass mir der Spargel langsam schon zu den Ohren heraus zu kommen drohte, entschloss ich mich heute mal eine Spargel-Pause einzulegen und griff daher zum Hähnchen Biryani – Gebratener Jasminreis mit gebackenem Hähnchen, Mandeln Cashewkernen und Kokosraspeln, das im Abschnitt Globetrotter angeboten wurde. Außerdem gab es bei Tradition der Region Schinkennudeln mit Ei und Tomate und an der Asia-Thai-Theke Gebratene Mienudeln verschiedenem Asia-Gemüse in Hoi-Sin-Sauce sowie Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce.

Chicken Biryani

Die mit Nüssen und Kokos versetzte Reisportion in der Mitte des Tellers war ursprünglich mal zu einer formschönen Halbkugel geformt gewesen, doch bereits nachdem die Thekenkraft mir das Gericht über die Theke gereicht hatte, begann das kleine „Kunstwerk“ auseinander zu fallen. Das änderte aber glücklicherweise nichts am leckeren Geschmack dieser Sättigungsbeilage. Und auch die grünliche, würzig-pikante Sauce, mit der das Gericht serviert worde war erwies sich mal wieder als sehr lecker. Nur bei den panierten Hähnchenteilen, die darauf verteilt worden waren, muss ich ein klein wenig Kritik anbringen, denn sie waren alle recht klein geraten und dadurch beim Backen oder frittieren sehr knusprig geworden. Dennoch fand ich das Gericht in der Summe sehr gelungen.
Im Gegensatz zu gestern ließen sich die anderen Gäste heute nicht vom hohen Preis abschrecken und griffen verstärkt zum Kalbsschnitzel, womit diesem Gericht – wenn auch nur knapp – auf dem ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Aber das zweitplatzierte Chicken Biryani war ihm eng auf den Fersen. Den dritten Platz belegten schließlich die Schinkennudeln und auf Platz vier folgten die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenteile: +
Sauce: ++
Reis mit Mandeln, Cashew & Kokos: ++

Fischpfanne Tandoori mit Kokosreis [03.03.2017]

Freitag, März 3rd, 2017

Nachdem ich gestern wegen eines Technikertermins und Homeoffice das Mittagessen in unserem Betriebsrestaurant leider verpasst hatte, war heute wieder ein normales Mittagessen zur üblichen Zeit angesetzt. Auf der Speisekarte fanden sich ein Mexikanischer Tortillawrap mit Hackfleischfüllung, Sour Creme und Salat im Abschnitt Vitality, ein Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region, im eine Fischpfanne Tandoori mit Kokosreis odder Naan Brot und indischer Joghurtsauce bei Globetrotter und schließlich Gebackene Ananas und Banane sowie San Seit Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Asia-Thai-Theke. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und griff ohne großes Zögern zur Fischpfanne Tandoori, die ich mir – obwohl das frische Naan wirklich gut aussah – mit Reis servieren ließ.

Fish tandoori / Fischpfanne Tandoori

Die Zubereitung des Currys, wenn man es so nennen darf, bestand aus vielen Karottenscheiben, sowie einigen Fischwürfeln, ich meine es war Seelachs, und Meeresfrüchten, die in einer würzigen, leicht scharfen und gleichzeitig fruchtigen Tomaten-Joghurtsauce mit dem typischen Tandoori-Aroma serviert worden war. Hätte zwar gerne etwas mehr Fisch und/oder Meeresfrüchte in der Zubereitung seien können, aber prinzipiell sehr lecker. Dazu passte natürlich gut die mehr als ausreichend große Portion Reis mit leichter Kokosnote. Ich konnte mit meiner Entscheidung zufrieden sein.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sah es zuerst so aus, als würde die Tandoori-Fischpfanne hier einen klaren Sieg erringen, doch der Mexikanische Wrap erfreute sich auch sehr großer Beliebtheit und konnte schließlich das indische Fischgericht um eine knappe Nasenlänge überrunden und somit auf Platz zwei verdrängen. Auf dem dritten Platz lag der Apfelstrudel und knapp dahinter auf Platz vier schließlich die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Fischpfanne Tandoori: ++
Kokosreis: ++

Ente in Mangosauce [14.05.2015]

Donnerstag, Mai 14th, 2015
Duck in mango sauce / Ente in Mangosauce

Heute gab es mal nichts zu Mittag, dafür gönnte ich mir aber zum Abendbrot etwas besonderes: Ente in Mangosauce, ein indisches Gericht aus dem Restaurant Tadsch Rialto im nordhessischen Bebra. Normalerweise ziehe ich es ja vor, so etwas direkt im Restaurant zu essen, ich wurde aber überstimmt und wir ließen uns die Gerichte liefern. Dadurch war die Präsentation nicht ganz so gelungen, aber das änderte glücklicherweise nichts am leckeren Geschmack. Die fruchtige und gleichzeitig leicht scharfe Sauce, in der man Ingwer und Knoblauch heraus schmecken konnte, passte wunderbar zu der knusprig gebackenen und anschließend in Streifen geschnittenen Entenbrust. Dazu gab es mit frischem Koriander und Erbsen versetzten Basmatireis. Mit 13,50 Euro nicht gerade günstig, aber die Größe der Portion und die gute Qualität rechtfertigte den Preis meiner Meinung nach. Ob dazu unbedingt ein Salat serviert werden muss, sei dabei mal so dahin gestellt – von einem indischen Restaurant hatte ich das nicht erwartet – aber hier hatte man sich wohl deutschem Gebaren angepasst. Aber die Ente in Mangeosauce muss ich bei Gelegenheit auch mal probieren zu kochen – so schwer sollte das ja nicht sein.

Murgh Makhani – Indisches Butterhuhn – das Rezept

Sonntag, Juli 27th, 2014

Heute wollte ich mich mal wieder der indischen Küche zuwenden und entschied mich dazu, ein Murgh Makhani zubereiten, ein indisches Butterhuhn. Die relativ komplexe Abstimmung verschiedener Gewürze gibt, wie in der indischen Küche üblich, dem Gericht auch hier einen wirklich einzigartigen Geschmack so wie ich ihn ja überaus schätze. Und ich bin sicher, dass diese Zusammenstellung auch andere Freund der indischen Küche ansprechen wird, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

1 mittelgroße Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Chilis
02 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

1 Schalotte
03 - Zutat Schalotte / Ingredient shallot

550g Hähnchebrust-Filet
04 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

500g passierte Tomaten
05 - Zutat passierte Tomaten / Ingredient tomatoes

1 Stück frischer Ingwer (etwas mehr als daumengroß)
06 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

60g Butter
07 - Zutat Butter / Ingredient butter

5 Teelöffel Garam Masala
08 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

2 Teelöffel Cayenne-Pfeffer
09 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne pepper

1 Teelöffel Kreuzkümmel
10 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1/2 Teelöffel Bockshornklee-Samen

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bay leaf

1 kleine Limette
12 - Zutat Limone / Ingredient lime

100g Schmand
13 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

120g Joghurt
(am besten eine Sorte mit hohem Fettanteil, damit er nicht flockt)
14 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

1 Hand voll Cashew-Kerne
15 - Zutat Cashew-Kerne / Ingredient cashew

2-3 Esslöffel Erdnuss-Öl
14 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

200g Basamti-Reis
16 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Schalotte und würfeln sie ebenfalls,
18 - Schalotte würfeln / Dice shallots

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
19 - Knoblauch hacken / Mince garlic

schälen und zerkleinern den Ingwer,
20 - Ingwer zerkleinern / Cut ginger

entkernen die Chilis
21 - Chilis entkernen / Decore chilis

und zerkleinern sie gründlich,
22 - Chili zerkleinern / Chop chilis

pressen die Limone aus
23 - Limone auspressen / Squeeze lime

und geben schließlich die Cashew-Nüsse in eine Mühle
24 - Cashewnüsse in Mühle geben / Put cashews in mill

und zermahlen sie.
25 - Cashewnüsse mahlen / Grind cashew

Ich hatte zuerst geschaut ob ich irgendwo bereits gemahlene Cashew-Nüsse kaufen könne, aber war dabei erfolglos gewesen. Aber zum Glück hatte ich noch diese alte elektrische Kaffeemühle im Schrank und verwendete zu diesem Zweck. Aber vorsicht: Mahlt man Cashew-Nüsse zu lange werden sie von lockerem Mehl zu einer Paste, man muss also aufpassen genau den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Anschließend waschen wir noch die Hähnchenbrust, tupfen sie trocken
26 - Hühnerbrust waschen / Wash chicken breast

und schneiden sie in mundgerechte Stücke.
27 - Hühnerbrust in mundgerechte Stücke schneiden / Cut chicken breast in dices

In einem Topf erhitzen wir nun ein bis zwei Esslöffel Erdnussöl
28 - Erdnussöl erhitzen / Heat up peanut oil

und dünsten darin Zwiebel, Knoblauch und Schalotte an.
29 - Zwiebeln, Knoblauch & Schalotten andünsten / Braise onion, garlic & shallots

Sobald alles glasig angedünstet ist, geben wir die Butter hinzu, lassen sie schmelzen
30 - Butter hinzufügen / Add butter

und geben dann die Chilis hinein,
31 - Chilis hinzufügen / Add chilis

addieren den zerkleinern Ingwer,
32 - Ingwer addieren / Add ginger

gießen etwa die Hälfte des Limonensafts hinzu,
33 - Limettensaft angießen / Add lime juice

streuen drei der Teelöffel Garam Masala ein
34 - Garam Masala einstreuen / Dredge with garam masala

und geben schließlich noch das Lorbeerblatt
35 - Lorbeerblatt hinzufügen / Add bay leaf

sowie den halben Teelöffel Bockshornklee hinzu.
36 - Bockshornkleesamen addieren / Add fenugreek

Alles dünsten wir für zwei bis drei Minuten bei gelegentlichem umrühren an,
37 - Gewürze kurz mit anbraten / Braise seasoning

löschen es dann mit den passierten Tomaten ab
38 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

und verrühren alles gründlich miteinander und lassen es für vier bis fünf Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.
39 - Verrühren & köcheln lassen / Stir & simmer

Anschließend reduzieren wir die Hitzezufuhr etwas und geben dann den Joghurt
40 - Joghurt hinzufügen / Add yoghurt

und den Schmand mit in den Topf,
41 - Schmand addieren / Add sour cream

verrühren wieder alles gründlich miteinander,
42 - Gut verrühren / Stir well

würzen es mit einem Teelöffel Cayennepfeffer
43 - Mit Cayennepfeffer würzen / Season with cayenne pepper

sowie einem Teelöffel Kreuzkümmel
44 - Kreuzkümmel hinzufügen / Add cumin

und schmecken die Sauce dann auch gleich mit etwas Salz und Pfeffer ab. Dann lassen wir es für etwa zehn Minuten auf auf reduzierter Stufe und bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln.
45 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

In einer Pfanne erhitzen wir dann ein bis zwei weitere Esslöffel Erdnussöl
46 - Erdnussöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben die gewürfelte Hähnchenbrust hinzu
47 - Hähnchenwürfel hinzufügen / Add chicken dices

um sie über sieben bis acht Minuten rundherum anzubraten.
48 - Rundherum anbraten / Fry all around

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, einen Topf mit Wasser für den Reis aufzusetzen.
49 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to cook

Sobald das Hähnchenfilet in der Pfanne anfängt leicht zu bräunen, geben wir zwei bis drei Kellen der Sauce hinzu
50 - Etwas Sauce hinzufügen / Add some sauce

vermischen sie mit dem angebratenen Geflügelfleisch
51 - Mit Fleisch verrühren / Mix wit meat

und bestäuben es dann mit den verbleibenden beiden Teelöffeln Garam Masala sowie dem Teelöffel Cayennepfeffer.
52 - Mit Garam Masala & Cayennepfeffer würzen / Season with garam masala & cayenne pepper

Alles zusammen braten wir ein bei gelegentlichem rühren ein paar weitere Minuten mit an.
53 - Gemeinsam anbraten / Fry

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit etwas Salz versehen
54 - Wasser salzen / Salz water

und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
55 - Reis kochen / Cook rice

Während der Reis köchelt, geben wir das angebratene Hähnchenfleisch in den Topf
56 - Fleisch in Sauce geben / Add meat in sauce

vermengen sie mit der Sauce
57 - Gut vermischen / Mix well

und binden diese dann ein wenig mit den gemahlenen Cashewnüssen. Alles lassen wir auf niedriger Stufe weiter köcheln und schmecken es eventuell noch einmal mit etwas mehr Limonensaft ab.
58 - Mit Cashewkern-Mehl binden / Thicken with cashew flour

Sobald der Reis dann fertig gekocht ist, können wir das Gericht auch schon mit etwas Joghurt garniert servieren und genießen.
59 - Murgh Makhani - Indisches Butterhuhn - Serviert / Indian butter chicken - Served

Die Sauce kombinierte sehr gelungen den fruchtigen Geschmack der Tomaten mit der kräftigen Schärfe aus Cayennepfeffer und Chilis und der Cremigkeit von Schmand und Joghurt. Und die gemahlenen Cashew-Nüsse gaben dem Gericht zusätzlich noch eine leicht nussige Note. Gemeinsam mit den zarten und saftigen Würfeln Hähnchenbrust ein wahrer Genuss. Dabei war das Gericht wirklich sehr scharf geraten, ohne dass aber diese Schärfe zu sehr über die anderen geschmacklichen Aspekte der Zubereitung dominierte – etwas das ich an der indischen Küche ja sehr schätze. Jenen die es nicht so scharf mögen sei dabei noch gesagt, dass man die Schärfe durch etwas zusätzlichen Joghurt als Garnitur etwas abmildern kann. Ein sehr leckeres Gericht, das ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

60 - Murgh Makhani - Indisches Butterhuhn - Seitenansicht / Indian butter chicken - Side view

Werfen wir, wie üblich, abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Nach meiner Kalkulation liegt die reine Butterhuhn-Zubereitung bei etwa 2000kcal, also 500kcal pro Portion. Dazu kommen aber noch etwa 700kcal für die Sättigungsbeilage in Form des Basmati-Reis, also noch einmal 175kcal pro Portion. Damit liegen wir bei 675kcal, was zwar nicht gerade wenig ist, aber für ein Hauptgericht gerade noch am oberen Rand des Akzeptablen liegt. Wer dennoch reduzieren möchte, kann vielleicht versuchen die Menge der Butter etwas zu reduzieren – zumal ich eh nicht sicher bin welche Rolle hier die Butter in der Gesamtkomposition spielt, ich habe mich in dieser Hinsicht einfach an das Rezept gehalten. Aber da Fett ja auch ein Geschmacksträger ist, wird sie schon ihre Daseinsberechtigung haben. Mit hat es auf jeden Fall in dieser Zusammenstellung sehr gut geschmeckt.

Guten Appetit

Prawn Biryani – Indisches Biryani mit Krabben [07.12.2013]

Samstag, Dezember 7th, 2013

Aus gegebenem Anlass trafen wir uns heute in meiner alten Heimatstadt Bebra zum Mittagessen im Restaurant Rialto Tedsch, wo man neben einem breiten Angebot verschiedener italienischer Gerichte wie Pizza und Paste auch ein breites Angebot verschiedener indischer Gerichte auf der Speisekarte finden kann. Da ich die indische Küche ja sehr schätze, fiel meine Wahl nach nur kurzem Überlegen auf ein Prawn Biryani zum Preis von 12,50 Euro. Kein billiges Gericht, aber wie ich aus Erfahrung wusste war es jeden Cent davon absolut wert.

Prawn Biryani

Neben einigen großen King Prawns und kleinen Krabben fanden sich in dem ausgeklügelt gewürzten gebratenen Reisegericht auch Rosinen, Cashew-Nüssen, Zwiebeln, Mandelblättchen, Koriander und ein leichter Hauch von Safran. Ein gutes Biryani lebt und stirbt dabei aus meiner Sicht immer mit der Kombination der zahlreichen Gewürze, die in einem solchen Gericht verwendet. Und da hatte man bei diesem Prawn Biryani ein sehr gutes Händchen gezeigt und eine eine ausgewogene und überaus gelungene Kombination aus Schärfe und Würze erreicht. Da gab es absolut nichts zu meckern.

Lamm Tandoori mit Basmati-Reis – das Rezept

Sonntag, Juni 3rd, 2012

Schon lange hatte ich nichts Indisches mehr zubereitet, daher entschloss ich mich heute dazu, mal wieder der Küche des südasiatischen Subkontinents etwas mehr Aufmerksamkeit zu zollen. Bei der Auswahl des Rezeptes entschied ich mich schließlich für Lamm Tandoori, wozu ich mir die Gewürzmischung Tandoori besorgte, die im wesentlichen aus Chilis, Kreuzkümmel und Koriandersamen. Zwar zählt Lammfilet neben Kalbsfleisch ja zu den teuersten Fleischsorten die man zumindest beim regulären Metzger findet – und leider weigern sich viele Metzger bei Lammfilet zu stückeln, so dass man selten genau das Gewicht erhält dass man haben möchte, aber damit muss man leben. Das Ergebnis jedenfalls konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Doch seht selbst:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

ca. 350g Lammlachs (oder Lammfilet)
01 - Zutat Lammfilet / Ingredient lamb filet

1 gelbe Paprika (ca. 200g)
02 - Zutat gelbe Paprika / Ingredient yellow bell pepper

2 kleine rote Zwiebeln
03 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

150g Ananas
04 - Zutat Ananas / Ingredient ananas

200ml Kokosmilch
05 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

100ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

160g-200g Basamati-Reis
07 - Zutat Basmatireis / Ingredient rice

1 EL Tandoori Gewürzmischung
08  -Zutat Tandoori-Würzmischung / Ingredient tandoori

1 EL Garam Masala Gewürzmischung
09 - Zutat Garam Masala / Ingredient Garam Masala

sowie etwa 1-2 EL Ghee (Butterschmalz) oder Pflanzenöl zum braten
und etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, das Lammfleisch gründlich zu waschen, es trocken zu tupfen und in mundgerechte Würfel zu schneiden.
10 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb

Dann geben wir es in eine Schüssel, bestäuben es mit der Tandoori Gewürzmischung und lassen es für mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde abgedeckt im Kühlschrank etwas ins Fleisch einziehen.
11 - Mit Tandoori vermengen / Mix with tandoori

Während das Lammfleisch vor sich hin mariniert, schälen wir die roten Zwiebeln und schneiden sie in Spalten,
12 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onions

entkernen die Ananas, entfernen das Weiße im Inneren und schneiden sie in kleine Würfel
13 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

und würfeln schließlich noch die Ananasscheiben.
14 - Ananas würfeln / Dice ananas

Ist die Würzmischung schließlich einigermaßen in das Fleisch eingezogen, bringen wir den Butterschmalz (Ersatzweise geht auch Pflanzenöl) in einer Pfanne zerlaufen
15 - Ghee zerlassen / melt ghee

und braten dann das Lammfleisch darin rundherum scharf an.
16 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb

Anschließend legen wir die Fleischwürfel bei Seite, reduzieren die Hitze etwas und dünsten Zwiebelspalten und Paprikawürfel darin für ein bis zwei Minuten an bis sie ein wenig Farbe bekommen haben.
17 - Zwiebeln & Paprika andünsten / Braise onions and bell pepper lightly

Dann gießen wir alles mit der Gemüsebrühe
18 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

und der Kokosmilch auf
19 - Kokosmilch hinzufügen / Add coconut milk

und lassen es für weitere zwei bis drei Minuten bei Gelegentlichem rühren vor sich hin köcheln.
21 - Köcheln lassen / Simmer

Gleichzeitig können wir auch unseren Reis mit etwas Wasser aufsetzen und beginnen ihn gar zu kochen.
20 - Reis kochen / Cook rice

Schließlich geben wir das angebratene Lammfleisch zurück in die Pfanne,
22 - Fleisch wieder hinzufügen / Put back lamb

fügen die gewürfelte Ananas hinzu
23 - Ananas addieren / Add ananas

und würzen alles mit dem Esslöffel Garam Massala
24 - Mit Garam Masala würzen / Taste with garam masala

sowie etwas Salz und Pfeffer, um es dann noch weitere vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
25 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Ist der Reis dann gar, können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
26 - Lamm Tandoori / Lamb tandoori - Serviert

Lamm an sich ist meiner Meinung nach ja schon etwas sehr leckeres, aber mariniert mit würzigem Tandoori und in würziger Kokosmilch-Sauce angerichtet erwies sich dieses zarte, saftige Lammfleisch als wahrer Genuss. Gemeinsam mit den Paprikastücken und den milden roten Zwiebelspalten ein sehr leckeres Gericht, dessen indischer Touch geschmacklich nicht zu verleugnen war. Die verwendete Ananas gab dem Ganzen dabei dann noch eine angenehm fruchtige Note. Ich hatte zuerst ja befürchtet, dass bei der Zubereitung zu viel Sauce entstanden war, aber in Kombination mit dem lockeren Basamtireis erwies sich die Menge schließlich als absolut richtig. Einzig an der Schärfe haperte es etwas, aber ich fand die Milde passte auch gut zu dem Lammfleisch.

27 - Lamm Tandoori / Lamb tandoori - CloseUp

Kommen wir nun zu den Kalorienwerten: Ohne den Reis hat das Lamm Tandoori meiner Berechnung nach insgesamt etwas 960kcal, das entspricht also leichten 480kcal pro Portion, dazu kommen dann noch einmal 160kcal pro 100g Basmatireis, womit wir bei einer Summe von 640kcal pro Portion wären. Das finde ich mehr als akzeptabel für ein solches Hauptgericht Gericht und verleitet mich zu der Aussage, es als leichte Kost bezeichnen zu wollen. Ein einfaches, schnell zubereitetes Gericht mit eindeutig indischen Wurzeln, auch wenn es ein wenig europäisch interpretiert sein mag. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

Guten Appetit

Kichererbsencurry auf indische Art [25.08.2011]

Donnerstag, August 25th, 2011

Mit dem Putensteak „Hawaii“ mit Curryreis in der Sektion Globetrotter sowie der traditionell-regionalen Kohlroulade mit Specksauce und Püree und einem Bunter Salatteller mit geb. Hühnerbrust als Tagesangebot in der regulären Küche oder außerdem Gebratenem Curry-Gemüse nach Thai-Art und Gaeng Dang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischer Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem rotem Curry aus dem Asia-Thai-Bereich standen zwar durchaus interessante Gerichte auf der Karte, aber in guter Erinnerung an hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier entschied ich mich dann auch heute mal wieder für das Pikantes Kichererbsencurry auf indische Art mit Basmatireis, das ich mir noch mit einem Becherchen Mandarinenquark ergänzte. Obwohl (oder gerade weil) das Gericht vollkommen vegetarisch war, erschien es mir für den heutigen heißen Tag genau das richtige zu sein.

Pikantes Kichererbsencurry auf indische Art / Zesty chickpea curry indian style

Zwar erschien mir das Gericht heute nicht ganz so pikant wie ich es von vorhergehenden Darreichungen in Erinnerung hatte, aber der Unterschied wirkte sich sich nicht stark genug aus dass ich es negativ in die Note einfließen lassen möchte. Wie immer bestand die Gemüsekomponente aus reichlich al-dente gekochten Kichererbsen in Kombination mit Möhren, Stangensellerie, Sprossen und weiteren Gemüsesorten in einigermaßen würziger Gemüsesauce. Dazu eine angenehm große Portion Basmatireis, die ich zum Verzehr mit dem Rest vermischte. Wie immer ein sehr leckeres, leichtes und sättigendes Mittagsgericht, dass mir genau das richtige für den heutigen Sommertag erwies. Ergänzt mit dem Mandarinenquark, der mit reichlich, teilweise klein geschnittenen Fruchtstücken versehen war ein absolut ausreichendes Kombination.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag meiner Meinung nach heute die Putensteak Hawaii mit knapp auf Platz eins, gefolgt vom Salat mit Hähnchenbrust und danach den Asia-Gerichten. Platz vier teilten sich meiner Meinung nach die Kohlroulade und der Kichererbsencurry – auch wenn die Platzierung auch heute mal wieder sehr eng beieinander lag. Aber ich denke dass ich mit meiner Platzierung recht nah an der reellen Verteilung lag.

Mein Abschlußurteil:
Kichererbsencurry: ++
Basmatireis: ++
Mandarinenquark: ++