Chili con Carne & Baguette [27.03.2018]

Eigentlich war heute von Anfang an klar, dass ich beim Chili con Carne mit Mais und Kidney Bohnen, dazu saure Sahne und Baguette aus dem Abschnitt Globetrotter zugreifen würde – denn ich liebe nun mal Chili con Carne. Obwohl mich das Schweinesteak “Jäger Art” mit Kroketten bei Tradition der Region zumindest kurz überlegen ließ, ob ich nicht mal von meiner normalen Vorgehensweise abweichen sollte. Aber den Gedanken verwarf ich ebenso schnell wieder, wie er gekommen war. Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich daher auch noch, dass bei Vitality ein Curryreis mit Zucchini-Karottenragout angeboten wurde und in den Woks an der Asia-Thai-Theke Gebratener Eierreis mit Thaigemüse in Austernsauce oder Pia Pad Prik – Gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Kokosmilchsauce auf interessierte Kunden warteten und diese auch fanden. Auf die Sour Cream streute ich mir noch etwas Schnittlauch von der Suppentheke und garnierte mir das Gericht außerdem noch mit Jalapeno-Scheiben, die ich aus einer Sojasauce neben der Asia-Theke fischte.

Chili con Carne & Baguette

Die wie immer sehr einfach gehaltene Chili-Zubereitung aus viel Hackfleisch mit Mais und Kidneybohnen in einer angenehm fruchtigen Tomatensauce besaß zwar auch so schon eine gewisse Grundschärfe, aber die beigefügten Jalapenos rundeten diese Schärfe noch zusätzlich sehr gelungen ab. Ich ärgerte mich sogar etwas, nicht noch ein paar mehr aus der Sojasauce gefischt zu heben. Der Schärfe entgegen wirkte etwas der großzügige Klecks saurer Sahne, der das Chili aber nach dem Verrühren noch etwas cremiger machte. Die Portion war insgesamt zwar nicht allzu groß, aber zum Glück lag dem Gericht ja noch die große Scheibe frischen und knusprigen Baguettes bei, die sich nicht nur als Sättigungsbeilage erwies, sondern auch gut dazu eignete die letzten Reste des Chilis vom Teller aufzuwischen. Wie eigentlich fast erwies sich das Chili auch heute als sehr leckeres Mittagsmahl. Ich war mit meiner Wahl zufrieden.
Und auch die anderen Gäste hatten bevorzugt zum Chili gegriffen und ihm somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert, allerdings waren ihm die zweitplatzierten Asia-Gerichte eng auf den Fersen. Einen guten dritten Platz belegte dahinter das Jäger-Schweinesteak und auf Platz vier folgte schließlich der Curryreis mit Zucchini-Karottenragout.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++

Chili con Carne mit Sauerrahm & Jalapenos [31.08.2015]

Obwohl mit einem Gemüsestrudel mit Ratatouille und Joghurtdip bei Vitality, 6 Stück Nürnberger Rostbratwürstchen auf Sauerkraut mit Bratensauce und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und den Asia-Gerichten wie Knusprige Frühlingsröllchen oder Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosmilchsauce durchaus aktzeptable Alternativen auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden waren, entschied ich mich letztlich doch für das Chili con Carne mit Sauerrahm und Jalapenos aus dem Bereich Globetrotter. Zwar fehlte das sonst üblicherweise dazu gereichte Baguette und die Zubereitung sah auch etwas dünn aus, aber es siegte schließlich doch meine große Vorliebe für dieses Gericht, das ursprünglich übrigens nicht wie fälschlich angenommen der mexikanischen, sondern aus der texanischen Küche stammt. Dazu gesellte sich noch einen kleinen Becher aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Chili con Carne with sour cream & jalapenos / Chili con Carne mit Sauerrahm & Jalapenos

Zwar war die Zubereitung heute – wohl auch dank der beigefügten Jalapeno-Scheiben – angenehm scharf geraten und geschmacklich soweit in Ordnung, aber die abgesehen von dem Klecks Sauerrahm nur aus den notwendigsten Zutaten wie Hackfleisch, Tomaten, Mais und Kidneybohnen zubereitete Chili con Carne Variante war ansonsten doch extrem dünn geraten und hatte eher die Konsistenz einer Suppe. Hinzu kam außerdem noch, dass man alles mal wieder in einer kleinen Auflaufform und nicht in den früher üblichen Tellern (wie z.B. hier oder hier) serviert hatte, was zumindest der Eindruck einer sehr kleinen Portion vermittelte. All diese Punkte zusammen ließen mich zu Entschluss kommen, dass ich da heute keine volle Punktzahl geben konnte. Das Dessert schließlich erwies sich mal wieder als die lockere, sahneartige Masse mit einem ganz leichten, kaum merklichen Vanillearoma, wie ich sie in letzter Zeit schon häufiger hier vorgefunden hatte. Was den Nachtisch jedoch rettete waren die zahlreichen Obstwürfelchen von Apfel, Birne und Melone die man unter die Masse gemischt hatte und ihr somit den letzten Schliff und Biss gaben. Hier konnte ich also von einem weiteren Punktabzug absehen.
Beim Rennen um Platz auf eins auf der Allgemeinen Beliebheitsskala, die ich wie üblich durch die Beobachtung der Vorlieben der anderen Gäste aufstellte, konnte sich heute keines der Gerichte einen deutlichen Vorsprung vor den anderen Gerichten heraus arbeiten. Am ehesten würde ich aber den Asia-Gerichten heute diese Position zubilligen, gefolgt von den Nürnberger Bratwürstchen auf Platz zwei. Bei Gemüsestrudel und Chili con Carne sah ich schließlich keinen Unterschied mehr, so dass heute einfach beide auf dem dritten Platz landeten.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: +
Vanillecreme mit Fruchtstückchen: ++

Chili con Carne mit Zartbitterschokolade – das Rezept

Nach all den mehr oder weniger komplexeren Rezepten der letzten Zeit war mir heute mal wieder nach einem meiner absoluten Lieblingsgerichte: Einem Chili con Carne. Und ich hatte da auch gleich ein Rezept zur Hand, dass ich bereits vor einiger Zeit entdeckt aber bisher nicht ausprobiert hatte. Das besondere daran war, dass man hier auch Zartbitter-Schokolade mit verwendete – ein Gedanke den ich bisher überhaupt noch nicht gehegt hatte – aber daraus sollte angeblich das “beste Chili con Carne” entstehen. Na ja, ich bin bei solchen Superlativen immer sehr vorsichtig. Und das Rezept war in seiner ursprünglichen Form auch nicht wirklich praktikabel wie ich fand, doch zum Glück habe ich ja inzwischen genügend Kocherfahrung gesammelt um es soweit modifizieren zu können dass letztlich ein Chili con Carne heraus kam, dass tatsächlich zu einem der besten gehörte dass ich bisher probiert hatte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, meine Variante des Chili con Carne mit Zartbitterschokolade hier einmal kurz in gewohnter Weise vorzustellen.

Was braucht man also für ca. 4 Portionen?

500g Kidneybohnen (Dose)
01 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

250g Mais (Dose)
02 - Zutat Mais / Ingredient corn

250g Erbsen (TK)
03 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

240g geschälte Tomaten (Dose)
04 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

1 große Zwiebel (ca. 150g)
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2-3 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

370g Tomatenstücke (mit Kräutern – geht aber ggf. auch ohne)
07 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

2 Chilis (z.B. Jalapeno)
08 - Zutat Jalapeno-Chili / Ingredient chili jalapeno

3 kleinere Paprika (rot / grün / gelb)
09 - Zutat Paprika / Ingredient bell peppers

550g Rinderhackfleisch
10 - Zutat Rinderhack / Ingredient beef ground meat

ca. 50g Tomatenmark
11 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

25-30g (3 Stück) Zartbitter-Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil
12 - Zutat Zartbitterschokolade / Ingredient dark chocolate

etwas Ketchup & Hot-Chili-Sauce
13 - Zutat Ketchup & Hot-Chili-Sauce

zum würzen Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver in scharf & edelsüß, Oregano sowie ein paar Spritzer Zitronensaft
14 - Gewürze / Spices

und schließlich etwas Olivenöl zum braten
sowie optional Sour Cream zum garnieren und etwas Ciabatta-Brot als Beilage

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie mit einem Küchenmesser oder – wenn vorhanden – einer Küchenmaschine,
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onion

schälen die Knoblauchzehen, entkernen die Chilischoten und schneiden sie in kleine Stücke
16 - Chili schneiden / Cut chili

und putzen und entkernen schließlich noch die Paprikaschoten um sie dann zu würfeln.
17 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

In einer großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Olivenöl (ca. 3 EL sollten ausreichen),
18 - Öl erhitzen / Heat up oil

schwitzen die Zwiebel darin glasig an,
19 - Zwiebel anschwitzen / Roast onions gently

pressen das Knoblauch hinzu
20 - Knoblauch pressen / Add garlic

und braten schließlich noch die zerkleinerte Chili für ein bis zwei Minuten mit an.
21 - Chili  mit anbraten / Roast chili

Anschließend bröseln wir das Rinderhackfleisch hinzu
22 - Hackfleisch dazu bröseln / Add ground meat

und braten es krümelig an.
23 - krümelig anbraten / roast

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, können wir dann auch das Tomatenmark in die Pfanne geben
24 - Tomatenmark dazu geben / Add tomato puree

und es für eine bis zwei Minuten mit anrösten
25 - anbraten / roast

bevor wir schließlich die geschälten addieren
26 - Geschälte Tomaten addieren / Add peeled tomatoes

und diese dann in der Pfanne zerteilen.
27 - In Pfanne zerkleinern / Grind in pan

Außerdem geben wir noch einen kräftigen Schuss Ketchup hinzu
28 - Schuss Ketchup hinzugeben / Add some ketchup

und lassen dann alles für mindestens 10 Minuten auf mittlere Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln. Dabei können wir es schon mal kräftig mit Pfeffer, Salz, den beiden Paprikapulvern und Oregano sowie etwas Kreuzkümmel und Koriander würzen.
29 - würzen / taste

Anschließend geben wir die gewürfelten Paprika dazu
30 - Paprika hinzufügen / Add bell pepper

und lassen diese für weitere 10 Minuten mit dem restlichen Pfanneninhalt vor sich hin braten, wobei wir alles natürlich wieder gelegentlich umrühren.
31 - anbraten / roast

Inzwischen können wir ja die Zartbitter-Schokolade zerkleinern. Ich verwendete dazu eine kleine Küchenreibe, was wunderbar funktionierte.
32 - Schokolade reiben / Grind chocolate

Sind die Paprika zehn Minuten in der Pfanne, geben wir dann auch die Kidneybohnen
33 - Kidneybohnen addieren / Add kidney beans

den Mais
34 - Mais hinzufügen / Add corn

und die Erbsen mit hinein,
35 - Erbsen beigeben / Add peas

heben alles gut unter und lassen es für einige Minuten vor sich hin braten bevor wir schließlich die stückigen Tomaten hinzufügen und unterrühren.
36 - Tomatenstücke unterrühren / Add tomato pieces

Das Ganze versehen wir schließlich noch mit einem kräftigen Schuss Hot-Chili-Sauce.
37 - Hot-Chili-Sauce addieren / Add Hot chili sauce

Das ganze lassen wir nun noch einmal für etwa eine Viertelstunde auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und rühren dabei auch gleich die geriebene Zartbitter-Schokolade unter
39 - Schokolade beigeben / Add chocolate

und schmecken es noch einmal mit den Gewürzen ab. Diese geschmackliche Feinabstimmung gibt dem Gericht letztlich den letzten Schliff.
38 - würzen / taste

Trifft dann alles unseren Geschmack, was wir durch einfaches probieren herausfinden können,
40 - probieren / try

können wir unser Chili con Carne schließlich mit einem Klecks Sour Cream und etwas frischem Ciabatta servieren.
41 - Chili con Carne mit Zartbitterschokolade / Chili con carne with dark chocolate - Serviert

Die kräftige Schärfe der verwendeten Jalapeno-Chilischoten ging in Kombination mit der herben Süße der Zartbitter-Schokolade eine interessante und sehr leckere geschmackliche Synthese ein, die wunderbar mit dem fruchtigen Geschmack des Gemüses, der leichten, fruchtigen Ketchup-Note und dem gut durchgebratenen Rinderhack harmonierte. Dabei nahm das ganz leichte Schokoladen-Aroma nie eine dominate Rolle im Gesamtgeschmack ein, sondern erschien einfach nur leicht präsent. Je nachdem wie viel von der Sour Cream man dann in das Gericht untermischte wurde es außerdem möglich, noch etwas Feintuning an der empfundenen Schärfe vorzunehmen. Das frische, mit einigen Oliven versetzte Ciabatta leistete zum Abschluss dann gute Dienste, die letzten Reste vom Teller zu holen damit auch nichts verloren ging. Und ich muss tatsächlich zugeben, dass dies wirklich eines der besten Chilis war, dass ich seit langem probiert hatte.

42 - Chili con Carne mit Zartbitterschokolade / Chili con carne with dark chocolate - CloseUp

Werden wir nun abschließend natürlich wie immer noch einen Blick auf die Nährwerte. Hackfleisch und Schokolade versprachen nicht gerade eine leichte Kost und als Diätgericht kann man dies tatsächlich nicht bezeichnen, denn die Gesamte Pfanne kommt auf einen Wert von ca. 2500kcal. Damit wären wir, aufgeteilt auf vier Portionen, bei 625kcal pro Portion – die Sour Cream und das Brot nicht mit eingerechnet. Zwar nicht wenig, aber ich hatte um ehrlich zu sein mit noch mehr gerechnet. Für ein Hauptgericht bewegen sich diese Werte aber meiner Meinung nach noch in erträglichen Maßen. Und wenn man diese Zubereitung mal probiert hat, wird man schnell erkennen dass sie jedes ihrer Kalorien absolut wert ist. 😉 Ich jedenfalls war mit dieser Variante des Chili con Carne überaus zufrieden und kann sie wärmstens weiter empfehlen.

Guten Appetit

Texas Puten-Chili – das Rezept

Heute nutzte ich den Tag, meinen letzten Resturlaub vom letzten Jahr abzubauen, aber leider machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wartete mit Regen und sogar Hagel auf, so dass ich mich entschied zu Hause zu bleiben und hier etwas zu kochen. Dabei fiel meine Wahl auf ein Texas Puten-Chili, dessen Grundrezept ich vor einigen Tagen entdeckt hatte, das ich aber noch ein wenig modifizierte anpasste. Was genau das Texas an diesem Chili ausmacht ist mir dabei nicht klar geworden, aber es war auch weniger die Bezeichnung als die Tatsache dass dieses Chili mit Pute zubereitet wurde, die mich dazu bewog es mal auszuprobieren – im Grunde genommen hätte man es ja auch Chili con turquía nennen können. Ich liebe nun mal Chili und meine Hoffnung mit dieser Zubereitung mal etwas neues auszuprobieren erfüllte sich dabei vollkommen. Also möchte ich es wie üblich nicht versäumen, das Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

1 kleine gelbe Paprika
01 - Zutat gelbe Paprika / Ingredient yellow paprika

1 kleine rote Paprika
02 - Zutat rote Paprika / Ingredient red paprika

1 Chili – ich entschied mich dieses Mal für eine Jalapeno
03 - Zutat Jalapeno / Ingredient jalapeno

1 mittlere Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

600g Tomaten in Stücken (das entsprach bei mir einer großen und einer kleinen Dose)
06 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomatoes

1 Dose Kidneybohnen (400g – 250g Abtropfgewicht)
07 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

1 Dose Mais (300g – 285g Abtropfgewicht)
08 - Zutat Mais / Ingredient corn

400g Putenfilet
09 - Zutat Putenfilet / Ingredient turkey filet

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

200ml Gemüsebrühe
11 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

zum Würzen Paprikapulver edelsüß & rosenscharf, Cayennepfeffer, Salz und schwarzer Pfeffer
12 - Zutat Gewürze / Spicery

einige Spritzer Tabasco
13 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

sowie etwas Öl zum anbraten – ich wählte dabei Thai Chili-Öl, normales Olivenöl tut es aber auch
und optional etwas Sour cream zum garnieren

Wie immer beginnt die Zubereitung damit, die verschiedenen Zutaten für den Gebrauch vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie,
14 - Zwiebel würfeln / Dice onion

entkernen die Paprika und schneiden sie in Würfel
15 - Paprika entkernen und zerkleinern / Remove seed and cut paprika

und entkernen auch die Jalapeno und zerteilen sie in dünne Streifen.
16 - Jalapeno in dünne Streifen schneiden / Cut jalapeno in thin stripes

Dann waschen wir unser Putenfilet gründlich, tupfen es trocken und schneiden es dann in mundgerechte Stücke
17 - Putenfilet zerteilen / Cut turkey filet

um es anschließend mit Salz, Pfeffer und etwas edelsüßen Paprikapulver zu würzen.
18 - Putenfilet würzen / Taste turkey filet

Außerdem gießen wir Mais und Kidneybohnen ab, spülen sie kurz und lassen sie dann gründlich abtropfen.
19 - Mais und Kidneybohnen abtropfen lassen / Drain corn & beans

In einer etwas größeren Pfanne erhitzen wir anschließend das Öl. Ich lege dabei immer einen einzelnen Zwiebelwürfel ins Öl, der mir als Indikator dient wann das Öl heiß genug ist – sobald sich anfangen unter ihm blasen zu bilden und er anfängt zu braten, ist es soweit.
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

Sobald das Öl also heiß genug ist, geben wir die Putenfilet-Stücke hinein und braten sie von allen Seiten kräftig an.
21 - Putenfilet anbraten / Roast turkey filet

Ist das Putenfleisch durchgebraten, reduzieren wir die Hitze auf mittlere Stufe und geben zuerst die Zwiebeln
22 - Zwiebeln addieren / Add onion dices

und wenig später auch die gepressten Knoblauchzehen hinzu.
23 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

Alles lassen wir bei gelegentlichem Rühren anbraten, dann geben wir die 2 EL Tomatenmark ebenfalls mit in die Pfanne, verteilen es und lassen es ebenfalls kurz mit an.
24 - Tomatenmark hinzu / Add tomato puree

Währen das Tomatenmark ein bis zwei Minuten brät, geben wir auch die Jalapeno hinein und rösten sie ebenfalls mit an.
25 - Jalapeno anbraten / Add jalapeno

Außerdem können wir auch die gewürfelten Paprika mit in die Pfanne geben
25 - Paprika dazu / Add paprika

und braten alles so lange bis es etwas Farbe bekommt.
26 - kurz braten lassen / roast gently

Dann ist es an der Zeit, auch die Tomatenstücke mit hinzu zu geben
27 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und alles mit der Gemüsebrühe aufzugießen.
28 - Gemüsebrühe aufgießen / Drain vegetable stock

Den Pfanneninhalt lassen wir kurz aufkochen und würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer, den beiden Paprikapulvern und Cayenne-Pfeffer.
29 - Aufkochen lassen und würzen / Boil up and taste

Für ca. zehn Minuten lassen wir dann alles bei gelegentlichen Rühren vor sich hin köcheln, dann können wir auch Mais und Kidneybohnen mit hinzu geben,
30 - Mais & Bohnen hinein / Add beans & corn

sie unterheben und dann und für weitere zehn Minuten köcheln zu lassen.
31 - Köcheln lassen / Simmer

Nach etwa acht Minuten probieren wir unsere Kreation
32 - Probieren / Try

und schmecken sie noch einmal abschließend mit den Gewürzen sowie ein paar Spritzern Tabasco.
33 - Abschmecken / taste

Abschließend lassen wir es weiter kochen und noch ein wenig einreduzieren,
34 - Weiterkochen & reduzieren lassen / Simmer & reduce

um es dann mit einem Klecks Sour Cream zu servieren.
35 - Texas Puten-Chili / Texas turkey chili - Serviert

Und nach den ersten Bissen war schnell klar, dass auch dieses Kochexperiment mal wieder ein voller Erfolg geworden war. Das Gemüse war zwar durchgekocht, aber dennoch einigermaßen knackig geblieben, also nicht zerkocht. Dazu kamen die saftig-zarten Putenfiletstücke als Fleischanlage, die durch das würzen vor dem anbraten eine leckere und zu Gesamtkomposition passende geschmackliche Note bekommen hatten. Und auch an der fruchtigen und gleichzeitig angenehm scharfen Tomatensaucen-Kreation, die als Bindeglied zwischen den anderen Zutaten diente gab es absolut nichts auszusetzen. Dabei möchte ich noch erwähnen, dass die Sour Cream, die ich natürlich vor dem Verzehr mit dem Rest des Gerichts verrührte, sich als sehr leckere Zugabe herausstellte, die ich nur jedem weiter empfehlen kann.

36 - Texas Puten-Chili / Texas turkey chili - CloseUp

Und auch bei den Nährwerten konnte sich das Gericht sehen lassen. Ich kam bei meiner Kalkulation auf ca. 1500kcal für die ganze Pfanne, das ergibt also 500kcal pro Portion bei drei Portionen. Und weniger kann man hier nicht draus machen, da sich das Gericht als angenehm sättigend erwies. Zuerst hatte ich ja noch überlegt, etwas Reis dazu zu kochen, doch der ist zumindest meiner Meinung nach hier absolut nicht notwendig. Pute ist also eine leckere und eindeutig kalorienbewusstere Alternative zum sonst verwendeten Hackfleisch und eignet sich wunderbar auch zur Zubereitung eines Chili-Gerichtes. Das Rezept kann ich also wärmstens weiter empfehlen.

Guten Appetit

Mexikanische Tortilla-Lasagne – das Rezept

Heute war mir wieder einmal nach einem mexikanisch angehauchtem Gericht. Bei der Suche nach einem passenden Rezept stieß ich dabei in meiner Sammlung auf eine mexikanische Lasagne mit Weizentortillas – ein Gericht dass alleine vom Namen her schon sehr interessant klang. Also entschied ich mich dazu, heute diese Zubereitung zu versuchen. Dabei ließ ich natürlich auch noch einige eigene Ideen mit einfließen und optimierte das Ganze so noch einmal. Das Ergebnis konnte sich schließlich wirklich sehen und vor allem schmecken lassen – da möchte ich es natürlich nicht versäumen dieses Rezept hier in üblicher Form einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

1 Päcken Weizentortillas
01 - Zutat Tortillas

350g Hackfleisch – halb & halb
02 - Zutat Hackfleisch

1 mittlere rote Zwiebel
03 - Zutat Rote Zwiebel

1 rote Paprikaschote
04 - Zutat Paprika

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch

1 Jalapeno (wenn man es scharf mag)
06 - Zutat Jalapeno

1 Dose Kidneybohnen (400g)
07 - Zutat Kidneybohnen

1 Dose Mais (330g)
08 - Zutat Mais

1 Dose Tomatenstücke (400g)
09 - Zutat Tomatenstücke

300g Joghurt natur
10 - Zutat Naturjoghurt

175g Frischkäse mit Paprika
11 - Zutat Frischkäse mit Paprika

2 EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark

150-180g Käse nach Wahl zum bestreuen (Ich verbrauchte meine Reste von Pizzakäse und Gouda)
12 - Zutat Raspelkäse

zum Würzen: Pfeffer, Salz, Chilipulver, Paprika rosenscharf, Paprika edelsüß
13 - Zutat Gewürze

sowie einige Spritzer Tabasco
13 - Zutat Tabasco

etwas Öl zum braten
etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform

Kommen wir nun zur Zubereitung und beginnen damit, die verschiedenen Gemüsesorten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfel,
15 - Zwiebel würfeln

schälen die Knoblauchzehen, entkernen die Paprika und zerteilen sie ebenfalls in kleine Stücke
16 - Paprika schneiden

und befreien auch unsere Jalapeno von ihren Kernen und schneiden sie in kleine Plättchen.
17 - Jalapeno zerkleinern

In einer großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Öl und geben unsere Zwiebelwürfel hinein
18 - Zwiebeln andünsten

um sie dann unter Zugabe der Knoblauchzehen, die wir dazu pressen, glasig andünsten.
19 - Knoblauch dazu pressen

Außerdem geben wir auch unsere Japalpeno-Stückchen hinzu, um sie ebenfalls mit anzubraten.
20 - Jalapeno mit anbraten

Nachdem die Zwiebeln gut angeschwitzt sind, bröseln wir unser Hackfleisch mit in die Pfanne
21 - Hackfleisch dazu bröseln

und braten es dort krümelig an, wobei wir es gleich etwas mit Salz und Pfeffer würzen.
22 - Hack würzen

Ist das Hackfleisch einigermaßen durchgebraten, addieren wir schließlich die Paprikawürfel um sie für drei bis vier Minuten ebenfalls mit anzubraten.
23 - Paprika addieren

Anschließend folgen die Kidneybohnen
24 - Kidneybohnen hinein

und der Mais
25 - Mais dazu

welche wir für mindestens weitere fünf Minuten bei gelegentlichem Umrühren in der Pfanne bruzzeln lassen.
26 - braten lassen

Dann ist es an der Zeit die Tomatenstücke unterzuheben
27 - Tomatenstücke unterheben

und dann auch den Joghurt und den Paprika-Frischkäse beizugeben.
28 - Joghurt und Paprikafrischkäse rein

Alles verrühren wir nun gut miteinander
29 - Gut verrühren

und lassen es dann aufkochen. Während es aufkocht rühren wir 2 – 3 EL Tomatenmark mit ein
30 - Tomatenmark unterheben

und würzen alles mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Tabasco und Chiliflocken.
31 - Aufkochen und würzen

Trifft das Ganze dann unsere Geschmack – was wir leicht feststellen können indem wir es probieren – lassen wir es nun für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln und vergessen dabei nicht die Masse hin und wieder umzurühren. Dabei sollte sie von der Konsistenz her etwas dicklicher werden.
32 - probieren

Ist die Masse nach den zwanzig Minuten dann fertig beginnen wir den Backofen auf 175 Grad vorzuheizen, fetten eine Auflaufform mit etwas Butter aus und legen zwei Tortillas hinein.
33 - Tortillas in Auflaufform

Auf die Tortillas bringen wir dann eine erste, dünne Schicht unserer Füllmasse auf,
34 - Mit Masse beschichten

fügen zwei weitere Tortillas hinzu
35 - Weitere Schicht Tortillas

schichten wieder etwas Hack-Bohnen-Mais-Mischung darauf,
36 - Weitere Schicht Masse

geben erneut eine Schicht Tortillas darauf
37 - Letzte Schicht Tortillas

und schließen dann mit dem Rest der Masse ab. Erfreulicherweise hat die gekochte Menge ganz genau gereicht.
38 - Mit Masse abschließen

Das Ganze bestreuen wir dann abschließend noch mit geriebenen Käse unserer Wahl. Ich hatte noch Reste von Gouda und Pizzakäse (Mozzarella) im Kühlschrank welche ich hier aufbrauchte und kombinierte.
39 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir unsere Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und überbacken alles für ca. 20 bis 25 Minuten.
40 - Im Ofen überbacken

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir schließlich die Auflaufform entnehmen
41 - Tortilla-Lasagne - Fertig-gebacken

und das Gericht schließlich servieren.
42 - Tortilla-Lasagne - Serviert

Die Füllmasse aus Hackfleisch, Kidneybohnen, Mais, Tomaten, Joghurt und Paprika-Frischkäse erwies sich wirklich als überaus gelungen, wobei die Gewürze, Tabasco und vor allem die mit angebratene Jalapeno dem Ganzen eine wirklich nicht zu verachtende, kräftige Schärfe gab. Auf die Idee so etwas mit Naturjoghurt zuzubereiten war ich bisher noch gar nicht gekommen und ich muss zugeben dass ich Anfangs etwas skeptisch war, doch das Ergebnis räumte jegliche Zweifel bei Seite dass sich auch Joghurt und mit gebratener Paprika versehener Frischkäse perfekt dazu eignen in einer Füllmasse für ein mexikanisches Gericht verarbeitet zu werden. Trotzdem hatte sich der fruchtige Geschmack der Tomaten und des Tomatenmarks gut darin gehalten. Insgesamt ein wirklich gelungenes Kochexperiment kann ich da nur sagen.

43 - Tortilla-Lasagne - CloseUp

Was die Kalorien angeht ist das Ganze natürlich nicht gerade eine Diätzubereitung. Ich habe die Zutaten mal zusammengerechnet und komme für alles zusammen auf ca. 3200kcal, das wären bei vier Portionen 800kcal pro Portion, bei drei Portionen sogar 1067kcal pro Portion. Ziemlich heftig, aber das war es mir wert – immerhin handelte es sich hierbei auch um meine einzige Mahlzeit am heutigen Tag.
Wie immer hoffe ich dem einen oder anderen Hobbykoch damit eine kleine Anregung gegeben zu haben – ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder wärmstens weiter empfehlen.

Guten Appetit