Rückblick aufs Wordcamp 2009 in Jena

Wordcamp 2009

Am Samstag, dem 14ten Februar 2009 war es nun endlich soweit, das Wordcamp 2009, ein auf die Bloggersoftware WordPress spezialisiertes Barcamp, fand als Neuauflage des im Jahr 2008 erfolgreich hier in Jena durchgeführten Barcamps (Bereicht: Teil 1 / Teil 2)statt. Als Organisatoren traten neben Lars Zapf und Holger Weser dieses Mal auch das Team von WordPress Deutschland auf. Als Veranstaltungsort diente wie auch beim letzten Mal die 27te Etage des hiesigen Jentowers. Zur Einleitung sei erwähnt das ich hier natürlich nur über die Beiträge berichten kann, die ich selbst besucht habe. Parallel fanden jeweils noch andere Sessions statt, herfür verweise ich auf die inzwischen vervollständigte Agenda bei wordcamp.de.

Jentower

Als ich gegen 9:20 Uhr im Turm eintraf, waren die Räumlichkeiten bereits gut gefüllt. Als angemeldeter Teilnehmer mußte man sich am Eingang kurz anmelden, erhielt ein Kärtchen mit seinem Namen und seiner Blogadresse, das man sich als Tag um den Hals hängen konnte und ein T-Shirt mit Wordcamp Logo. Außerdem konnte man sich mit Wordcamp-Buttons und Stickern eindecken. Die gesamte Veranstaltung war im übrigen Kostenlos – an dieser Stelle ein großer Dank an die zahlreichen Sponsoren, die dies möglich gemacht haben. Diese sorgten unter anderem auch für die Verpflegung mit Kaffee, Brezeln, Schokolade und Getränken, die reichhaltig vorhanden waren.
Um etwa 9:30 Uhr begannen die Organisatoren damit, einige einleitende Worte an die Teilnehmer zu richten.

Introduction Introduction

Dabei wurde auch abgeklärt ob einige der Teilnehmer neben den bereits in der Agenda im Vorfeld aufgeführten wordpress-bezogenen auch eigene Beiträge halten wollten. Dabei kam einiges zusammen – und wie von Barcamps gewohnt auf der Sessiontafel angepinnt um die entsprechende Raumverteilung zu organisieren.

Sessiontafel Sessions
Eröffnung des Wordcamps 2009

Ursprünglich war es geplant gewesen, gleich um 10.00 Uhr die Keynote mit aus Kalifornien angereisten WordPress Erfinders Matt Mullenweg zu veranstalten, doch leider steckte dieser zu diesem Zeitpunkt noch irgendwo im Stau – daher zog man die erste Runde von Sessions vor. Zur Auswahl standen Vorträge über Mobile Blogs, gehalten von Hendrik Lennarz, über YAML 3, gehalten von Dirk Jesse und schließlich zum Thema WordPress vs. Textpattern, gehalten von Gerrit van Aaken. Klang aus meiner Sicht alles sehr interessant – doch letztlich landete ich im Vortrag über das Mobile Blog von Hendrik Lennarz.

Hendrik Lennarz - Mobiles Blogging
Hendrik Lennarz auf dem Wordcamp 2009

Im Nachhinein gesehen wäre YAML 3 für mich als Tekki wohl noch interessanter gewesen, aber auch die Ausführungen zu Darstellungen von Blogs auf Mobilen Devices und vorgehensweisen zur realisierung derselben erwiesen sich als recht interessant.
Nach dieser Session war es dann schließlich soweit: Die Keynote mit Matthew Charles Mullenweg startete im großen Raum der 27ten Etage.

Matt Mullenweg Keynote mit Matt Mullenweg
Matt Mullenweg
Matt Mullenweg auf dem Wordcamp 2009

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person sprach er über die Entstehung von WordPress, der Weiterentwicklung und die Vision zu zukünftigen Versionen. Dabei ging er auch auf die zahlreich aus dem Publikum gestellten Fragen ein.

Audience Audience

Ebenso wie viele der anderen Sessions wurde auch die Keynote von einem Kamerateam von wordpress-deutschland.org aufgezeichnet. In einem späteren Gespräch erfuhr ich, dass diese Aufzeichnungen wohl später auf screenpress.org veröffentlicht werden. Die Seite befindet sich allerdings zur Zeit noch im geschlossenen Betastadium, daher verlinke ich sie hier noch nicht direkt. Sobald ich mehr erfahre, werde ich natürlich darüber informieren.

Aufnahmen zur Keynote Filmaufnahmen

Nach der Keynote besuchte ich den Vortrag zu WordPress als CMS, der im kleinen Raum “London” stattfand, wo sich jedoch weitaus mehr Interessenten einfanden als die Organisatoren wohl erwartet hatten. Die beiden Vortragenden sprachen über ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen beim Einsatz von WordPress als CMS zum einen über die Verwendung von Seiten (Pages) als auch durch das Schreiben von eigenen Templates in PHP.

Wordpress als CMS Wordpress als CMS

Es folgte die Mittagspause, zu der wir uns wie ich bereits berichtete ins Cheers begaben. Leider dauerte es dort etwas länger als ursprünglich vorgesehen, so dass wir leider etwa 20 Minuten zu spät zu den nächsten Vorträgen zurück kamen.
Ich entschloss mich kurzfristig noch in den Raum London zu begeben, wo über das Zend Framework referiert wurde. War ganz interessant, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu sehr im Bereich der Grundlagen gehalten. Da ich mich selbst schon damit beschäftigt hatte, konnte ich wenig neues hier erfahren.

Vortrag - Zend Framework

Im Anschluss begab ich mich dann zum zweiten Teil über Bloggen und Recht, gehalten von Rechtsanwalt Henning Krieg, dem Betreiber des Lawblog Kriegs-Recht.de im großen Raum “San Francisco”. Er sprach über die vielen rechtlichen Stolperfallen, in die man als Blogger tappen kann.

Henning Krieg - Bloggen und Recht Henning Krieg - Bloggen und Recht

Dabei ging es nicht nur um Urheberrechtsverletzungen, sondern auch um das deutsche Fotorecht speziell in Bezug auf das veröffentlichen von Personen- und Gebäudebildern. Dabei wies er auch auf die Artikelserie zum Fotorecht im law-blog hin. Sehr interessanter Vortrag, bei dem viele Fragen gestellt wurden.
Im selben Raum fand anschließend die Session zum Thema Geoblogging statt, gehalten von Lothar Koppers, einem Hochschullehrer für Geoinformationssysteme von der FH Sachsen-Anhalt in Dessau.

Lothar Koppers - Geoblogging Lothar Koppers - Geoblogging

Dabei sprach er über verschiedene Geo-Plugins, die man in WordPress verwenden kann, die Möglichkeiten Fotos mit Geoinformationen zu versehen und schließlich die Darstellung solcher geogetaggten Fotos auf Kartendiensten wie Google Maps oder auch dem freien Kartendienst Open Street Maps. Sehr interessant muß ich sagen – gespickt mit vielen Detailinformationen.
Der letzter Vortrag den ich besuchte wurde schließlich von Alper Iseri gehalten, der über seine Idee zur Gründung eines deutschen Bloggerverbandes sprach.

Alper Iseri - Diskussion Bloggerverband Alper Iseri - Diskussion Bloggerverband

Dabei ergriff auch Robert Basic das Wort und sprach für diese Idee.

Robert Basic - Diskussion Bloggerverband

Obwohl die Idee einer Vereinigung, die Bloggern mit Rat und Tat zur Seite steht und sie rechtlichen Fragen berät größtenteils positiv aufgenommen wurde, gab es auch einige Zwischenrufe. Man befürchtete unter anderem die Bildung einer zu starren Vereinigung und Machtkämpfen an der Spitze, die Alper jedoch meiner Meinung nach größtenteils entkräften konnte. Natürlich besteht noch viel Diskussionsbedarf, aber die vorgebrachten Ansätze haben wirklich Potential. Selbst bei heise.de berichtete man inzwischen über diese Ideen.
Zum Ende der Veranstaltung fand im großen Raum schließlich noch eine Abschlussdiskussion statt, bei der sich die Organisatoren für den reibungslosen Ablauf bedankten und im Gegenzug reichlich Applaus von den Teilnehmern erhielten.

Abschlussdiskussion Abschlussdiskussion

Ab 19:00 Uhr gab es schließlich noch ein After-Party im Gatto Bello in der Wagnergasse, wo wir bei gutem Essen und gekühlten Getränken noch etwas Socializing betreiben konnten. Alles in allem mal eine sehr erfolgreiche Veranstaltung mit vielen interessanten Leuten. Schade dass sie dieses Mal nur über einen Tag ging – es hätte mit Sicherheit auch noch genügend Material für eine zweite Session am Sonntag gegeben. Vielleicht beim nächsten Mal – es kristallisierte sich bereits heraus das es ein weiteres Barcamp geben wird. Sobald ich mehr dazu erfahre, werde ich natürlich darüber berichten.

Jenaer Webmontag 08 [19.05.2008]

Wie ja bereits angekündigt fand am gestrigen Abend der achte Webmontag hier in Jena statt. Im der obersten, 29ten Etage des hiesigen Turms trafen sich etwas über 30 Interessierte, um den angekündigten Vorträgen zu lauschen – organisiert war das ganze wie auch die vorherigen Veranstaltungen von Lars Zapf und Mario Melle.

Webmontag 08 Lars Zapf
Links: Webmontag 08 – Rechts: Organisator Lars Zapf

Audience
Audience

Den Anfang machte Patrick Brauckmann – eGovernment Spezialist und Gründer von diePruefer.de. In seinem Vortrag zum Thema “The Revolution will be Televised: Online Campaigning zur Präsidentschaftswahl in den USA erläuterte er genau, welchen hohen Stellenwert neue elektronische Medien, zu denen neben herkömmlichen Webseiten auch Pod- und Videocasts zählen, im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf spielen und wie stark die Nutzung dieser Medien seit dem letzten Wahlkampf zugenommen hat.

Patrick Brauckmann Patrick Brauckmann
Patrick Brauckmann

Ihm folgte Reinhard Hoffmann – erfahrener Personaler und Mitbegründer der TowerVenture eg, der in einem kurzweiligen Beitrag kurz das Modell dieser Firma zur Finanzierung technologieorientierter Unternehmen in der Seed- und Gründungsphase vorstellte.

Reinhard Hoffmann - TowerVenture Reinhard Hoffmann - TowerVenture
Reinhard Hoffmann

Jeanette Freya-Ender , die zusammen mit ihrer Kollegin Nadia Kittel anwesend war, stellte im Anschluß das Konzept von Bewerberblog.de vor, erläuterte, was die Idee hinter diesem Konzept steht und erzählte dabei ein wenig darüber, was für Schwierigkeiten und Erlebnisse sie beim Aufbau dieser Internetpräsenz stießen.

Jeanette Freya-Enders - Bewerberblog Jeanette Freya-Enders - Bewerberblog

Jeanette Freya-Enders

Der letzten Vortrag wurde schließlich von Carlo Velten, dem Mitbegründer und Marktingchef der Firma Qitera, der für den Webmontag extra aus Kassel angereist war. Er stellte die Qitera Suchmaschine vor, die ein Konzept einer erweiterten Social Search mit einigen interessanten Konzepten entwickelt. Interessant hierbei ist die Idee, daß eine Suche im Internet aktuell wenig persönliche Kontexte und Präferenzen ausreichend berücksichtigt. Das Konzept von Qitera versucht durch Social Bookmarking und Analyse der in der Engine gespeicherten Inhalte die Suchergebnisse zu verbessern. Aktuell gibt es leider davon noch nichts öffentlich im Netz zu sehen, aber sobald die angekündigte Closed Beta startet, werde ich mir diese Engine auf jeden Fall einmal versuchen anzusehen.(hier findet man Vortragsfolien bei SlideShare)

Carlo Velten - Qitera Carlo Velten - Qitera

Carlo Velten

Nach Ende der Vorträge folgte die zur Tradition gewordene Socializing-Phase zwischen den Teilnehmern, in der man Kontakt zu den Vortragenden und den anderen Besuchern knüpfen konnte. Im Gegensatz zu früheren Webmontagen hielten wir uns dabei noch eine längere Phase in der obersten Turmetage auf und zogen erst gegen kurz vor 23 Uhr noch einmal ins hiesige Qurinus weiter.
Alles in allem wieder eine interessante Veranstaltung, auch wenn man Abschließend natürlich bemerken muß, daß sich die Besucherzahl, aufgrund der langen Pause wohl, im Vergleich zu früheren Veranstaltungen etwas nach unten bewegt haben. Aber der nächste Webmontag naht bereits – er ist nach aktueller Planung für den 19. Juli dieses Jahres angekündigt. Wenn es arbeitstechnisch einzurichten ist, werde ich natürlich wieder vor Ort sein.

WebMontag, die 8te

Nur zur Erinnerung:

Heute Abend startet 19.30 Uhr (Open Doors: 19.00 Uhr) der Webmontag08 hier in Jena, wieder in der 29ten Etage im JenTower.
Die Vortragenden sind nach aktueller Planung dieses mal:

  • Patrick Brauckmann mit “The Revolution will be Televised: Online Campaigning zur Präsidentschaftswahl in den USA“, in dem er die Online-Kampagnen zur amerikanischen Präsidentschaftswahl beleuchtet.
  • Reinhard Hoffmann über “Das Genossenschaftsmodell der TowerVenture eG zur Finanzierung technologieorientierter Unternehmen in der Seed- und Gründungsphase
  • Jeanette Freya-Enders über “BewerberBlog.de als Personalmarketinginstrument – Von der Idee über die Entwicklung zur Vermarktung” und
  • Carlo Velten, der Gründer von Qitera, über “Social Search ÔÇô Was kommt nach der algorithmusbasierten Suche? Wie Qitera durch semantische Technologien und soziale Interaktionen neue Sucherlebnisse und -Ergebnisse für den Nutzer schafft

Klingt aus meiner Sicht interessant – mich wird man heute Abend mit höchster Wahrscheinlichkeit dort wieder antreffen. Auch kurzentschlossene können gerne noch vorbei kommen – nach aktueller Anmeldungsliste werden auf jeden Fall noch einige Plätze frei sein. ­čÖé

Rückblick aufs Barcamp Mitteldeutschland 2008 [2/2]

Wie versprochen kommen wir heute zum zweiten Teil meines Berichtes über das Barcamp Mitteldeutschland 2008, in dem ich mich mit den Ereignissen zum Sonntag befassen und noch einige abschließende Worte sagen werde.
Beginn war wieder auf 10.00 Uhr angesetzt – und trotz der für einige wohl etwas längeren Nacht vom Samstag zum Sonntag hatten sich viele wieder eingefunden, um auch an den Sessions des zweiten Tages teilzunehmen. Dieses mal auf die Vorstellungsrunde verzichtend begannen wir nach einigen einleitenden Worten seitens der Veranstalter gleich mit der Ankündigung der Sessions für den Tag. Bereits um 10.30 Uhr begannen dieses mal die ersten der Sessions – zur Wahl standen zum einen GTD (Getting Things done) und zum anderen ein Vortrag von Cem Basman über das Startup Weekend. Auch wenn mich GTD wirklich interessierte, entschied ich mich nach kurzem hin und her für das Startup Weekend im Raum Hamburg.

Cem Basman- Startup Weekend Cem Basman- Startup Weekend
Publikum - Startup Weekend Session Audience

Ich hatte ja bereits einiges über das Startup Weekend in Hamburg in diversen Blogs gelesen – doch das ganze Konzept einmal von einem der hiesigen Veranstalter zu hören war natürlich etwas anderes. Schön waren dabei auch so Aussagen wie “Business ist purer Sex.” oder “Und Investoren sind das Kondom.” ­čśë

Nach kurzer Pause ging es dann weiter mit Sessions zu GTD mit Workity, Genossenschaftsmodelle mit Reinhardt Hoffmann von der Towerbyte eg und Webcomics, natürlich gehalten von unserem lokalen Comicexperten Jojo. Ich habe es aber leider nicht geschafft, zu einer dieser Sessions zu gehen. Stattdessen machten wir etwas früher Mittagspause und nahmen mit einigen der Barcamp-Teilnehmer unser Mittagessen im Lo Studente ein.
Nach der Mittagspause ging es dann weiter mit Sessions zum Thema Attention Marketing – was mich auch sehr interessiert hätte – aber ich entschied mich doch für die “5 Ideen in 45 Minuten” mit Oliver Gassner.

Oliver Gassner - 5 Ideen in 45 Minuten Nach der Session

Leider kamen wir ein paar Minuten später, da es mit dem Mittagessen doch etwas länger gedauert hatte. Oliver trug verschiedene Ideen und Fiktionen für Social Networking und das Web (3.0) in der Zukunft. Ich habe einige Videoaufnahmen gemacht und werde ein paar Aussagen daraus in den hiermit angekündigten Videobeitrag einarbeiten.
In den folgenden Sessions standen Wikipatterns und Enterprise 2.0, Twitter und SoSo (?) zur Auswahl. Obwohl mich Wikipatterns auch interessiert hätten, wandte ich mich schließlich in die Sessions über Twitter – gehalten vom bereits vom gestrigen Mogulus-Vortrag bekannten Team aus Tina Pickhardt, Sven Dietrich und Sven Sonan, die im Verlauf noch durch Volker Graubaum, einen der Organisatoren des Typo3Camps unterstützt wurden.

Twitter-Session
Twitter Session Twitter Session

Ich kannte das Tool ja bereits – aber der Sinn dieser Form des Microblogging erschloß sich mir bisher nicht so recht. Nicht dass ich durch den Vortrag einen wirklichen Sinn darin gefunden hätte – es erschlossen sich aber doch einige sowohl soziale als auch Fun-technische Aspekte, die mir bisher verschlossen geblieben waren. Außerdem wurden einige sehr interessante Tools vorgestellt, die man sowohl zum Twittern als auch zur Auswertung nutzen kann. Ich werde das in nächster Zeit auch mal ausprobieren – einen entsprechenden Account habe ich dazu bereits.
Als Abschluß des Tages und somit auch des hisigen Barcamps machten schließlich Sessions zum Thema “Barcamp – Orga, Themencamps und Sponsoring mit dem oben bereits erwähnten Volker Graubaum, “Datensicherheit im Web 2.0” und “Flotter Dreier mit Liveact” mit Tina, Robert Basic und Cem Basman. Obwohl auch die Datensicherheitssession gewisses Interesse bei mir erregte, setzte ich mich schließlich in jenen “Flotten Dreier”, bei dem es sich natürlich nicht um das handelte, auf was der Name eventuell schließen ließe. ­čśë

"Flotter Dreier" Session "Flotter Dreier"
Session "Flotter Dreier" Mogulus Übertragung

Viel mehr philosophierten und diskutierten die Drei unter Beteiligung des Publikums über das Arbeitsleben 2.0, Mehrarbeit, die Einflüsse dieser Mehrarbeit auf persönliche Beziehungen und die Möglichkeiten von Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben in diesem Gesamtzusammenhang. Eine wirklich sehr interessante Diskussionsrunde, die wohl nicht nur mir in einigen Punkten zu denken gegeben hat.
Ein sehr schöner Abschluß des ersten Mitteldeutschen Barcamps muss ich sagen. Nach Ende dieser Session begannen sich die Besucher sich nach und nach zu zerstreuen – natürlich nicht ohne die Überbleibsel der Saft- und Knabberspenden der Sponsoren unter sich zu verteilen und mit sich zu nehmen. ­čśë
Wie ich bereits zu Beginn meines ersten Beitrags erwähnte war dies mein erstes Barcamp und das ganze machte wirklich Lust auf mehr und ich werde mit Sicherheit bald weitere dieser Veranstaltungen besuchen. In zwei Wochen findet das nächste schon in Hannover statt – aber ob ich das schaffe, kann ich noch nicht sagen. Aber jenes in Leipzig und vor allem das u.a. von Oliver Gassner mehrfach während der Veranstaltung erwähnte Barcamp in Konstanz am Bodensee sind natürlich auch interessante Alternativen.
Noch ein paar Zahlen zur hiesigen Veranstaltungen zum Abschluß: Am Samstag waren ca. 130 Teilnehmer anwesend, am Sonntag nahmen ca. 70 Leute teil. Bei einer Zahl von letztlich 174 angemeldeten Besuchern haben wir daher eine Rate von ca. 74,7% am Samstag und 40,2% am Sonntag von Anmeldungen zu Teilnehmern. Ich habe zwar danach gegoogelt – aber leider keine Vergleichszahlen zu vorherigen Barcamps gefunden – hätte gerne mal einen Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen durchgeführt. Sollte ich noch etwas finden, reiche ich es natürlich nach. Sobald ich dazu komme, wird auch noch ein entsprechender Videobeitrag nachgereicht – ich muß das Material nur noch sichten und schneiden. Es gibt einige Sessions übrigens auch beim barcampmd-Channel bei mogulus.

Rückblick aufs Barcamp Mitteldeutschland 2008 [1/2]

Gestern ging das erste Barcamp Mitteldeutschland hier in Jena zu Ende. Man hat ja schon viel über Barcamps, oder auch “Unkonferenzen”, gelesen und gehört – aber ich persönlich hatte noch nie an einem solchen teilgenommen – daher war ich um so gespannter was die Veranstalter Lars Zapf und Holger Weser in der 27ten Etage des JenTowers aufgezogen hatten. Aber die eigentliche Veranstaltung begann ja eigentlich schon viel früher – nämlich am Freitag Abend mit der Launchparty im Rossini in der Wagnergasse.
Da ich wie ich ja bereits erwähnt hatte beruflich in Köln zu tun hatte und erst ziemlich spät am Freitag zurück in die Stadt kam. Ein kurzes Telefonat mit einem der lokalen Teilnehmer brachte mich erst einmal ins Caf├ę Quirinus, wo man sich im kleineren Kreis getroffen hatte, um später dann in die Kellergeschoß des Rossini zu avancieren. Alles in allem ein sehr schöner Abend, den wir bereits fleißig dazu nutzten um alte Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen.
Die eigentliche Veranstaltung startete dann am nächsten Tag um etwas später als die ursprünglich anberaumten 10.00 Uhr. Da die Teilnehmer beim einchecken der (im übrigen kostenlosen) Veranstaltung nur ihren Namen und die MAC-Adressen ihrer Geräte, die sie im Barcamp-WLAN zu benutzen beabsichtigten angeben – was aber dennoch zu einem kleinen Stau am Eingang führte, da die wenigsten diese Auswendig kannten (;)) und daher ihre Notebooks und PDAs hervorkramen mußten. Schließlich aber konnte es endlich los gehen.
Nach einigen Einleitenden Wortens seitens der Veranstalter und dem Vertreter des Sponsors Intershop mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Wie bereits von den letzten hiesigen Webmontagen bekannt, wurde dies in Web2.0-konformer Kurzform durchgezogen, wobei jeder sich kurz vom jeweiligen Platz aus mit Namen und drei ihn beschreibenden Tags präsentierte.
Anschließend ging man dazu über, dass jene Teilnehmer die Sessions halten wollten ihre Themen kurz vorstellten. Anhand der sich meldenden Interessente konnte sie so das allgemeine Interesse an ihren Themen abschätzen und sich in einem der fünf zur Verfügung stehenden Konferenzräume einen Zeitslot sichern.

Eröffnungsrunde Eröffnungsrunde
Sessionnotizen

Bis zum Beginn der ersten Sessions um 11.15 Uhr blieb noch etwas Zeit, welche die Teilnehmer nutzten um sich an der Pinnwand einen Überblick über die Angebote zu verschaffen und das passende für sich heraus zu suchen oder aber mit ihren mitgebrachten Notebooks und PDAs im offenen WLAN zu surfen, welches die IKS Jena zur Verfügung gestellt hatte hatte. @IKS: An dieser Stelle sei mir die Anmerkung gestattet, daß ein Repeater für die hinteren Räume (jetzt einmal von der Netzstabilität abgesehen) sehr hilfreich gewesen wäre. ­čśë
Die Entscheidung für eine der Sessions fiel mir zugegebenermaßen schwer – aber schließlich fiel meine Wahl auf den Vortrag von Lutz Donnerhacke von der IKS über das Thema “Retro Computing – IPv6 & DNSSEC” im Raum “London”.

Vortrag IPv6 Lutz Donnerhacke Lutz
Retro Comuputing IPv6 - Lutz Donnerhacke

Ich möchte hier keine Details wiedergeben – es sei aber gesagt daß er es wirklich verstanden hat das Thema interessant und nicht allzu trocken zu gestalten – auch wenn das verwenden der OS X Vorschau als Folienapplikation etwas nerdig erschien. ­čÖé
Es folgte eine kurze Mittagspause – bei dem sich die Teilnehmer in den umliegenden Lokalitäten mit Nahrungsmitteln versorgten oder auch teilweise auf die von Sponsoren bereitgestellten Getränke und Snacks zurückgriffen. Sehr schön fand ich in dem Zusammenhang die Quasi-Kaffeeflatrate (sponsored by sonntagmorgen kaffee), bei hauptsächlich Fair-Trade Kaffees angeboten wurden und die Kanisterweise vom Walther Saftblog angelieferten Säfte. Außerdem fanden sich Proben von myMuesli und verschiedene Nußknabbereien. Ich kenne den Sponsor des Kaffees leider nicht mit Sicherheit, daher möchte ich hier nichts falsches erzählen – aber ihm sei auf diesem Wege dennoch gedankt – auch wenn ich ihn nicht explizit nenne.

Die nächste Session zum Thema “Persönliches Wissensmanagement im Web2.0” fand im Raum “Hamburg” im hinteren Teil der Etage.

Wissensmanagement im Web 2.0 Wissensmanagement

Der Vortragende (dessen Name mir leider entfallen ist – ich trage ihn aber gerne hier nach) erläuterte zwar die Problematiken und Möglichkeiten recht gut, aber konnte meinem Eindruck nach nicht mit wirklichen Lösungansätzen aufwarten, was ihn die Zuhörer auch recht schnell spüren ließen. Dennoch ein interessanter Beitrag.
Für den nächsten Slot fiel mir die Wahl besonders schwer – doch meine Wahl fiel letztlich auf die Session mit Jan Theofel über große Weblog-Projekte, welche wieder im Raum “London” stattfand.

Jan Theofel - Große Blogprojekte Session mit Jan Theofel

Jan stellte hier einige seiner bereits durchgeführten Projekte vor, darunter das Multiblogger-Projekt die-80-Tage-Blogger.de, das sich mit der Rezepten am Rande der Reiseroute des Phileas Fogg im Roman “Um 80 Tagen um die Welt” von Jules Verne beschäftigte oder gab Ausblick auf seine kommenden Projekte, darunter eines zur zur Fußball-EM, daß sich mit Schokoladensorten aus den Herkunftsländern der jeweils spielenden Mannschaften beschäftigt. Natürlich ein wenig auch Eigenwerbung und Selbstbeweihräucherung – aber dennoch interessant, da er auch auf Probleme bei Projekten mit vielen involvierten Bloggern einging.
Den Abschluß des Tages machte ein Beitrag von Sven Dietrich, Sven Sonan und (Mar)Tina Pickhardt zum Thema Mogulus – verbunden mit einer Livevorführung der Möglichkeiten dieses Videodienstes.

Mogulus-Session Mogulus
Mogulus-Session

Dabei ging einer der Vortragenden mit seinem (Webcam-bestückten) Notebook in den Vorraum und schaltete sich von dort live in den gleichzeitig ins Web übetragenen Stream zuschaltete und Beiträge sendete. Sehr interessant wie man mit diesem Tool mehrere Live-Videostreams zu einem Livecast zusammenlegen und zwischen ihnen hin und her schalten kann. Muß ich mir bei Gelegenheit auch mal genauer ansehen – gelesen habe ich ja schon einiges davon, aber ausprobiert hatte ich es bisher noch nicht.
Ab 19.00 Uhr zogen die Teilnehmer dann ins hiesige Theatercaf├ę weiter, wo die heutige große After-Barcamp-Party stattfinden sollte.

Samstag-Abend Party - Theatercafe Jena Samstag-Abend Party - Theatercafe Jena
Samstag-Abend Party - Theatercafe Jena

Bei kleinem Buffet und einem großen Kontingent an freien Getränken sowie interessanten Gesprächen mit alten und neuen Bekanntschaften endete so der erste Tag des Barcamps. Einige mußten dann auch am selben Abend schon wieder abreisen und die Veranstaltung daher früher verlassen. Insgesamt haben wohl (inoffiziellen Schätzungen zu Folge) 120 bis 130 Teilnehmer im Laufe des Tages das Barcamp besucht – sobald genauere Zahlen bekannt werden, werde ich dies natürlich in einem berichtegenden Post bekannt geben.

Ich splitte den Beitrag an dieser Stelle einmal – über den zweiten Tag werde ich über nächsten Beitrag mehr berichten. Also: Stay tuned…