Spaghetti Carbonara [08.12.2011]

Nachdem ich ja gestern bereits gut Asiatisch gespeist hatte, wollte ich heute den Hauptaugenmerk mal wieder der regulären Küche zuwenden. Dort weckte neben einem Burgunderbraten mit Kartoffelknödel und Rotweinsauce bei den traditionell-regionalen Gerichten oder Hackfleischbällchen Mexikanisch im Reisrand bei Globetrotter vor allem die Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse mein Interesse und wäre mit Sicherheit auch das Gericht meiner Wahl gewesen hätte man nicht noch eine Portion Spaghetti Carbonara mit Parmesan als Sonderangebot mit auf die Speisekarte gesetzt. So entschied ich mich schließlich für das Nudelgericht, dass ich mir noch mit einer Portion Grießbrei mit Johannisbeergelee von der Dessert-Theke komplettierte.

Spaghetti Carbonara

Natürlich handelte es sich hier nicht um die klassische Zubereitung von Spaghetti Carbonara mit einer Eigelb-Sauce die an den noch heißen Spaghetti stockt – eine Methode an der mich übrigens hier schon selbst einmal versucht hatte. Viel mehr war die Sauce in einem separat bereit gehaltenen Behältnis aufbewahrt und wurde erst beim Servieren über die Spaghetti gegeben, um dann mit einer Portion Parmesan garniert zu werden. Dennoch kam das Gericht, in dessen Sauce sich reichlich Streifen dicken, gekochten Specks fanden, nah an das heran was ich unter einer echten Carbonara verstehe – denn es gibt mit Sicherheit auch noch andere Wege ein solches Gericht zuzubereiten und die sich besser für ein Betriebsrestaurant wie dieses eignen. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein leckeres und geschmackvolles Nudelgericht an dem ich keine nennenswerte Kritik üben konnte. Und auf der Joghurt aus einer dicken Schicht süßen, mit reichlich Fruchtstücken versehenen Johannisbeergelees auf einer noch größeren Portion Grießbrei erfüllte voll meine Erwartungen.
Beim Kantinenpublikum wiederum schienen mir heute die Asia-Gerichte mit leichtem Vorsprung vor dem Burgunderbraten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu belegen. Auf Platz drei folgten aber schon die Spaghetti Carbonara und auf Platz vier folgten schließlich die Mexikanischen Reisbällchen. Platz fünf belegte – wie für vegetarische Gerichte üblich – die Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinat. Dennoch wäre dieses Gericht, hätte man mich nicht mit den Spaghetti geködert, meine erste Wahl gewesen. ­čśë

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti Carbonara: ++
Grießpudding mit Johannisbeergelee: ++

Königskorallenfisch auf Krabbensauce [01.07.2011]

Heute standen gleich mehrere Gerichte auf der Karte, die mein Interesse erweckten. An der Asia-Thai-Theke lockten Lu Han Zai – Gebratenes Chinagemüse in Spezialsauce und Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlungszwiebeln, Bambus und Ingwer (das ich hier und hier schon mal versucht hatte). Aber auch die Hähnchenbrust gefüllt mit Mangold und Paprika, dazu Wildreismix bei Vitality (welches ich hier schon mal verzehrt hatte). Die traditionell-regionale Dampfnudel mit Vanillesauce als Süßspeise war wiederum nichts für mich. Schließlich entdeckte ich aber noch den Königskorallenfisch auf Krabbensauce mit Gemüsereis in der Sektion Globetrotter. Etwas ähnliches hatte ich zwar hier und hier schon mal auf dem Tablett gehabt. Heute gab es noch zusätzlich eine Garnele dem Fischfilet. Außerdem verirrte sich noch ein Becher Johannisbeerquark von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Königskorallenfisch mit Krabbensauce

Die Garnele erwies sich bei näherer Untersuchung nur als halbes Tier, dafür auch noch komplett mit Panzer. Vorteil war dabei natürlich, dass sich das zarte Fleisch dadurch weitaus leichter herausschälen ließ. Aber der Hauptbestandteil war natürlich nicht die Garnele, sondern das angenehm große Stück paniert gebratene Stück Königskorallenfisch. Diese Fischsorte erwies sich von der Struktur her als angenehm zart und vom Geschmack her wie ich fand mild und mit angenehmen Aroma. Dazu gab es reichlich Sauce mit fruchtigen Geschmack und leichtem Krabbenaroma. Im Gegensatz zum ersten Mal als ich dieses Gericht auf dem Tablett gehabt hatte fehlten dieses Mal wieder die Mini-Krabben in der Sauce – das wurde aber durch die beigelegte Garnele aufgewogen. Als Sättigungsbeilage gab es außerdem noch eine Portion Reis, die mit ein paar Stückchen Möhren und Zucchini ergänzt worden war. Alles zusammen eine meiner Meinung nach sehr gelungene Kombination, die mir wirklich gut gemundet hat. Und auch an dem mit reichlich Johannisbeeren versetztem Quark als Nachtisch gab es heute nichts auszusetzen.
Bei der Allgemeinheit des Kantinenpublikums lagen heute aber recht eindeutig die Asia-Speise vorne und somit auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte aber schon der Königskorallenfisch, aber eng gefolgt von der Hähnchebrust mit Mangold und schließlich der Dampfnudel mit Vanillesauce. Dazu kamen noch die übliche Fraktion von Salatessern und und ein paar Gästen die sich verschiedene Einzelkomponenten zu Eigenkreationen zusammenstellten. Ich aber war mit meiner Wahl mal wieder sehr zufrieden gewesen – und bei 515kcal pro Portion brauchte ich mir auch was die Nährwerte anging keine große Sorgen machen.

Mein Abschlußurteil:
Königskorallenfisch: ++
Halbe Garnele: ++
Garnelensauce: +
Reisgemüsemix: ++

Rahmjoghurt, Banane & Mandarinen

Heute morgen erreichte mich als ich gerade aus der Dusche stieg die SMS dass sich mein Kollege mit dem Auto unpässliche fühle. Das hieß für mich, dass ich mich durch den morgendlichen Nieselregen zur S-Bahn Station kämpfen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren musste. Ich erwischte die S-Bahn um 8:00 Uhr und fand sogar einen Sitzplatz zwischen all den anderen Fahrgästen, die sich gemeinsam mit mir mit ihren Zeitungen oder Büchern sowie viele mit Ohrhöreren den morgendlichen Weg aus den Suburbs von München in Richtung Innenstadt befanden. Wie so häufig fiel mir auf, dass die meisten möglichste genau darauf achteten, nicht in die Augen eines anderen Fahrgasts zu blicken und wenn sich die Blicke dann doch mal kreuzten sie sofort in in eine andere Richtung schauten. Aber weniger diese Gruppenanonymität ist es, was die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für mich unangenehm macht – viel mehr sind es die vielen Hustenden und Schniefenden, von denen man umgeben ist. Ich bin bei Leibe kein ängstlicher oder überreiner Mensch, aber wenn man sich irgendwo mit den aktuellen Versionen einer Erkältung oder eines Schnupfens infizieren kann, dann doch wohl in Bus oder Straßenbahn. Zum Glück dauerte die Fahrt nur knapp 15 Minuten und ich konnte mich alsbald raus aus dem überfüllten Abteil zurück in den Nieselregen begeben, den ich mit einem Schirm geschützt bis zur Arbeit durchquerte.
Mein erster Weg führte mich aber natürlich wieder mal in die Kantine, wo ich mir einen Becher Kaffee organisierte und diesen mit einem Becher Rahmjoghurt der Firma Weihenstephan – Geschmacksrichtung Holunder-Johannisbeere – ergänzte. Das ganze komplettierte ich schließlich noch mit einer Banane und zwei Mandarinen und fertig war mein Frühstück.
Dieser Rahmjoghurt ist wirklich lecker muss ich sagen – auch wenn er mit 209kcal bei 11,8g Fett auf ein 150g Becherchen nicht gerade zu den Diätjoghurts gehört. Geschmacklich aber wirklich zu empfehlen.

Guten Appetit

Kartoffeltaschen mit Frischkäse [13.01.2010]

Neben einem “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce dazu Bouillonkartoffeln” im Bereich Vitality fanden sich auf der heutigen Karte bei den traditionell-regionalen Gerichten “Kartoffeltaschen mit Frischkäse gefüllt auf buntem Rahmgemüse” und bei den Globetrotter Speisen schließlich “Schweineschnitzel Wiener Art mit Pommes frites und Zitronenecke” sowie bei den Asia-Wok-Gerichten u.a. “Feng Shi Tzau Min – Gebratene Glasnudeln mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai Art” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosnussmilchsauce“. Der größte Andrang fand sich natürlich an der Theke, an der das wirklich riesige Schnitzel mit Pommes Frites ausgegeben wurde, aber ich wählte nicht wegen des großen Andrangs die Kartoffeltaschen, sondern weil ich diese wirklich sehr schätze und aus Erfahrung weiß, dass die hier im Betriebsrestaurant angebotene Version wirklich sehr gut ist. Zu diesem vegetarischen Mahl nahm ich mir noch ein Dessert, der an der Theke nicht näher bezeichnet war, aber annehmbar aussah.

Kartoffeltaschen

Und meine Erfahrung wiederholte sich, denn auch dieses Mal waren die drei auf einem Kräuterrahmgemüse mit Karotten, Brokkoli und Blumenkohl ruhenden Kartoffeltaschen wirklich ein Genuss. Im Inneren der heißen, kross frittierten Taschen fand sich eine wirklich sehr gelungene Mischung aus Frischkräutern und etwas mehr Gemüse. Mal wieder wirklich sehr lecker, trotz des fehlenden Fleisches. Ich bin mir übrigens bewusst dass es sich hier höchstwahrscheinlich auch um fertige TK-Ware handelt, aber schmeckt wirklich vorzüglich.
Das Dessert stellte sich nach dem Probieren schließlich als Joghurt mit Johannisbeeren heraus. Ich fand ihn etwas dünn geraten – man hätte ihn fast trinken können und der Geschmack aus meiner Sicht ein klein wenig zu säuerlich. War ok, aber bei weitem nicht perfekt.
Der große Renner war heute natürlich das Schnitzel gewesen, das mit weitem Abstand auf den meisten Tischen zu sehen war. Erst weit dahinter kamen dann die Asia-Gerichte, der Barsch und die Kartoffeltaschen. Bereue dennoch nicht dass ich die Taschen genommen habe. Einziger Nachteil – zumindest geht mir es häufig so – ist es, dass die Sättigung bei vegetarischen Gerichten nicht ganz so lange vorzuhalten scheint wie bei solchen mit Fleisch. Aber vielleicht ist das auch nur so ein Psycho-Ding – wer weiß

Mein Abschlußurteil:
Kartoffeltaschen: ++
Rahmgemüse: ++
Johannisbeerjoghurt: +