Känguru-Steak mit Bratenjus & Pommes Frites [29.06.2018]

Eigentlich wäre die Australien-Woche ja gestern bereits vorbei gewesen, doch ich hätte auf der anderen heute vor dem Dilemma gestanden das es laut Intranet-Speisekarte wirklich nichts gab, was auch nur ansatzweise mein Interesse weckte. Wäre es eine reguläre Woche gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich zu den Seelachswürfeln in Weißweinsauce und Dijonsenf, dazu Spaghetti aus dem Abschnitt Globetrotter gegriffen, aber ich widersetzte mich irgendwie innerlich, zwei mal hintereinander Nudeln mit Fisch zu verzehren. Und der Chicken Ceasar Salad – Romanasalat mit Kirschtomaten und Croutons, dazu gebratene Hähnchenbrust und Parmesandressing bei Vitality war auch nicht so das wahre für mich, wäre aber wahrscheinlich meine Not-Wahl gewesen, denn der Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Bandnudeln mit asiatischem Gemüse und Kokosmilch oder San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce waren mir auch nicht so ganz das Wahre. Doch als ich trotz der Vorbehalte den Speiseraum betrat, konnte ich auf dem großen Bildschirm am Eingang entdecken, dass man Alternativ noch ein Känguru-Steak mit Bratenjus und Pommes Frites auf die Speisekarte gesetzt hatte, wohl Reste vom Mittwoch. Dafür aber auch nur für 5,30 Euro, also akzeptabel. Somit war mein Mittagessen gerettet, denn das Känguru war wirklich vorzüglich gewesen. So landete also dieses Gericht auf meinem Tablett und auf den Pommes durfte natürlich eine ordentliche Portion Ketchup nicht fehlen.

Canguru steak with gravy & french fries / Känguru-Steak mit Bratenjus & Pommes Frites

Das kleine, etwas dunklere Stück Känguru war wohl etwas länger gegrillt und dadurch leider etwas trockener, aber geschmacklich auch noch vollkommen in Ordnung, besser aber war noch das andere, große Stück, das wieder im ganzen wunderbar zart und saftig war sowie mit dem kräftigen und würzigen Geschmack daher kam, den ich schon vom Mittwoch her kannte. Ein ganz klein wenig merkte man ihm zwar auch an, dass es nicht mehr hundertprozentig frisch war, aber darüber konnte man meiner Meinung nach noch hinweg sehen. Und auch die würzige, mit Thymian versetzte Bratensauce passte gut zum Känguru-Fleisch. Bei den Pommes Frites musste ich allerdings ein paar Abstriche hinnehmen. Zwar war man hier was die Portion anging besonders großzügig vorgegangen, aber das half wenig darüber hinweg dass sie leicht übersalzen, etwas zu knusprig und bereits ein klein wenig abgestanden waren. Genießbar, aber wirklich gute Pommes waren das leider nicht. Daher ließ ich auch ein klein wenig davon übrig. Insgesamt war ich aber froh über dieses Resteangebot gewesen, dass mir die Austalische Woche in unserem Betriebsrestaurant dann doch noch bis zum Freitag verlängert hatte.
Bei den anderen Gästen schien man sich heute aber eher wieder auf Seelachswürfel in Weißwein-Senf-Sauce gestürzt zu haben, denn diese waren mit kleinem Vorsprung das am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich den Chicken Ceasar Salad und den dritten Platz teilten sich wohl Asia-Gerichte und Känguru-Steak. Aber die Besucherzahlen waren am heutigen Freitag, wie so häufig an diesem Wochentag, nur sehr niedrig, was das erstellen einer klaren Beliebtheitsskala leider etwas erschwerte. Aber alle Angaben hier sind ja sowieso immer rein subjektiv und ohne jegliche Gewähr.

Mein Abschlußurteil:
Känguru-Steak: ++
Bratensauce: ++
Pommes Frites: +/-

The great autralian bite – Gegrilltes Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin [27.06.2018]

Mit “The great australian bite” – Känguru- Strauß und Rindersteak vom Grill auf Blattspinat und Kräuterbutter, dazu Kartoffelgratin stand heute wohl der Höhepunkt der aktuellen Australian-Woche auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants – aber mit 10,32 Euro pro Portion gleichzeitig auch das Teurste. Leider war man in der Restaurantverwaltung so unklug gewesen, nicht nur Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und Spaghetti Bologenese mit Hartkäse bei Globetrotter sondern zusätzlich auch noch Gyros vom Schwein mit Tzatziki und Pommes Frites als unangekündigtes Sonderangebot entgegen zu setzen. Dass man da nicht viel verkaufen würde, dürfte wohl selbst dem schlechtesten Marketingspezialisten der Welt bewußt gewesen sein. 😉 Außerdem gab es noch Gebratener Tofu mit Gemüse in Spezialsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce an der Asia-Wok-Theke. Doch da ich sehr neugierig war und meinen Leseren natürlich auch hin und wieder einmal etwas außergewöhnliches bieten möchte, wenn ich kann, griff ich trotz all der verlockenden Widrigkeiten selbst natürlich zum “Australian bite” – der Down Under Grillplatte.

"The great australian bite" - Canguru, ostrich & beef steak with herb butter, leaf spinach & potato gratin / Känguru-, Strauß- & Rindersteak mit Kräuterbutter, Blattspinat & Kartoffelgratin

Neben den bereits erwähnten Komponenten fanden sich auch noch eine größere Menge einer dunklen, dickflüssigen und würzigen Bratensauce sowie für den farblichen Kontrast eine Grilltomate auf dem etwas überladen wirkenden Teller. Dabei war das Kartoffelgratin heute mal als fester kompakter Haufen konzipiert worden, den man im ganzen auf die “Grundierung” aus Bratensauce getan hatte. Die Kartoffelscheiben, die darin verarbeitet worden waren, hätten zwar gerne etwas dünner geschnitten gewesen sein können, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Und auch am mit Zwiebeln und Gewürzen wie Muskatnuss versetzten Blattspinat gab es weder geschmacklich noch Mengenmäßig irgend etwas zu kritisieren. Bei den drei Fleischstücken war der Eindruck jedoch im wahrsten Sinne des Wortes sehr durchwachsen.

Canguru, ostrich & beef steal - Lateral cut / Känguru-, Strauß- und Rindersteak - Querschnitt

Das Rindersteak, das man ganz rechts erkennen kann, erwies sich zum Beispiel als herbe Enttäuschung, denn es war zäh und so stark durchwachsen, dass man nur kleine Teile davon überhaupt kauen und verzehren konnte. Vermutlich hatte ich das Schlechteste aller Stücke Rind erwischt – das war wirklich Pech. Da half auch die Kräuterbutter wenig. Um Welten besser war da schon das mittige Straußensteak, dessen Geschmack eindeutig an Geflügel erinnerte und das mild im Geschmack und von der Konsistenz angenehm zart und saftig war. Der große Renner und sozusagen die Offenbarung war aber das Känguru-Steak, das wir ganz links sehen können und das glücklicherweise auch das größte Stück Fleisch auf dem Teller war – der Eindruck auf dem ersten Foto täuscht, da die Hälfte des Stücks vom Strauß und vom Rind verdeckt werden. Ich habe selten ein so geschmacksintensives und gleichzeitig leckeres Stück unglaublich zartes Fleisch verzehrt. Die leichte Schärfe, die dabei im Mund entstand, ließ allerdings den Verdacht aufkommen, dass man es zusätzlich noch mit etwas Piri Piri gewürzt hatte, denn beim Känguru dass ich damals in Karlsruhe verzehrt hatte war der Geschmack bei weitem nicht so intensiv. Dennoch versöhnte mich dieses Stück Fleisch nach dem sehr enttäuschenden Rindersteak wieder mit dem Gericht und ließ mich deutlich weniger bereuen, hierfür zehn Euro ausgegeben zu haben.
Sah man sich auf den anderen Tabletts um, erkannte man schnell dass hier der größte Anteil der Gäste heute wohl zu den Spaghetti Bolognese gegriffen hatte, denen somit eindeutig Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf dem zweiten Platz sah ich das Gyros mit Pommes, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Käsespätzle auf dem vierten Platz lag. Die australische Grillplatte belegte somit nur den fünften Platz, was aber wie bei dieser breiten Menge an interessanten Alternativangeboten und dem hohen Preis auch nicht verwunderlich ist. Aber vielleicht war auch einfach nur die eingekaufte Menge begrenzt, so dass man die Nachfrage durch diese Angebote bremsen wollte – ich weiß es nicht und werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Dennoch kann ich versuchen, dem Manager der die Speiskarte zusammenstellt den Tipp zu geben, beim Tagesangebot etwas mehr auf Ausgewogenheit zu achten. 😉

Mein Abschlußurteil:
Känguru-Steak: +++
Strauß-Steak: ++
Rindersteak: –
Bratensauce: ++
Blattspinat: ++
Kartoffelgratin: ++

Rim Wang & Känguru nach Thai-Art [Qype-Review]

Bereits im Vorfeld hatte man mir gegenüber vom Rim Wang in Karlsruhe geschwärmt, daher war ich sehr gespannt als wir uns am letzten Sonntag auf den Weg in dieses thailändische Restaurant machten. Gelegen an der Eckenerstraße 1, Ecke Zeppelinstraße, bogen wir mit dem Auto auf einen kleinen hauseigenen Parkplatz vor dem Restaurant ein.

Direkt vor dem Restaurant befindet sich auch gleich die S-Bahn Haltestelle Eckenerstraße. Vorbei an allerlei Figuren und einem kleinen Schrein gingen wir zum Eingang und betraten das Thai-Restaurant.

Rim Wang Karlsruhe - Eingangsbereich
Rim Wang – Eingangsbereich

Links ging es in einen zusätzlichen, mit einer Tür abgetrennten Raum, in dem das Rauchen erlaubt war, während der größere Hauptbereich als Nichtraucherbereich definiert war. An der Theke empfing uns ein Europäer, der uns zu unserem reservierten Tisch im Nichtraucherbereich führte. Das Innere des Restaurant war mit reichlich Blumen, Papierschirmen, Buddafiguren und allerlei Thai-Nippes geschmückt. Ich fand das ganze zwar leicht überladen, aber doch irgendwie passend.

Innenbereich - Rim Wang
Rim Wang – Gastraum

Eine junge Thailänderin im landestypischen, seidenen Gewand brachte uns wenig später die Speisekarten sowie eine Getränkekarte.
Das Essensangebot umfasste eine breites Angebot thailändischer Gerichte jeglicher Coleur – die Preise sind dabei gehoben, aber meiner Ansicht noch im aktzeptablen Bereich. Als Spezialangebot finden sich in der Karte zusätzlich Gerichte mit dem Fleisch von Lamm, Känguru, Krokodil und Strauss. Da man mir das bereits im Vorfeld über dieses besondere Angebot berichtet hatte, wollte ich natürlich etwas von dieser speziellen Seite auf der Speisekarte probieren.

Speisekarte Rim Wang - Spezialitaeten
Spezialiäten in der Rim-Wang Speisekarte

Die Preise waren mit 13,50 bis 16,50 Euro zwar nicht gerade günstig, ich war aber gerne bereit für so etwas ein wenig mehr zu zahlen. Meine Wahl fiel schließlich auf das Känguru (Krokodil hebe ich mir dann für das nächste mal auf). Meine Begleiter wählten Speisen aus verschiedenen anderen Bereichen, darunter solche mit Ente oder auch Meeresfrüchten.
Die Wartezeit bis zum Servieren der Speisen gestaltete sich zwar etwas länger, bewegte sich aber noch absolut im Rahmen. Die Gerichte die man uns schließlich an den Tisch brachte waren alleine von der Präsentation schon sehr sehenswert. Während die meisten regulären Speisen mit einem großen Ring aus Reis und der Rest im aufwendig geschmückten Porzellanschälchen serviert wurden, erhielten diejenigen mit den etwas teureren Gerichten fantastisch arrangierte und dekorierte flache, große Schalen.

Curry mit Meeresfrüchten
Curry mit Meeresfrüchten

Ente mit Reis
Ente Thai-Art

Kängeru auf Thai-Art
Känguru auf Thai-Art

Und auch die Qualität der Gerichte entsprach absolut dem, was man in einem solch doch eher höherpreisigen Restaurant erwarten würde. Känguru schmeckte im übrigen etwas wie Rind und doch anders – ein wirklich interessantes Geschmackserlebnis. Das ganze war in einer unterschwellig scharfen Sauce und mir einer breiten Auswahl von Gemüse garniert. Unter anderem fanden sich grüne Spargel, Blumenkohl, Karotten, Zucchini und auch einige nicht weiter definierbare Sorten auf dem übergroßen Teller. Und die Menge reicht meiner Meinung nach auch vollkommen aus um satt zu werden.
Nach dem Essen brachte man uns noch einmal die zusätzliche Getränkekarte, auf der sich unter anderem auch einige thailändische Schnäpse zu finden waren.
Die Rechnung brachten man uns schließlich in kleinen, verzierten Schatullen, in die wir die entsprechenden Beträge mit einem angemessenen Trinkgeld legten.
Zum Abschluß gab es schließlich noch einen kostenlosen süßen Likör für alle.
Meine Erwartungen an dieses Thai-Restaurant wurden mehr als nur erfüllt – ich kann wenn man die etwas höher angesiedelten Preise nicht scheut diese Lokation wirklich nur empfehlen. Mir hat es sehr gut gefallen und wenn ich mal wieder in Karlsruhe bin werde ich dort jederzeit wieder speisen.

Mein Beitrag zu Rim Wang – Ich bin JaBB – auf Qype