Gratinierte Hähnchenbrust “Fiorentina”-Art [22.09.2011]

Ursprünglich hatte ich heute ja geplant bei der Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse aus dem Bereich Vitality zuzuschlagen, ein Gericht welches ich hier, hier, hier und hier schon mal versucht und für gut befunden hatte. Aber auch der Gekochte Tafelspitzmit Meerretich, Wirsinggemüse und Salzkartoffeln bei Tradition der Region und das heutige Globetrotter-Angebot in Form eines Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Kartoffelpüree klangen nicht schlecht und an der Asia-Thai-Theke, die heute u.a. Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in milder Sojasauce und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengras-Sauce anbot, gab es auch einige zu berücksichtgende Speisen. Doch dann entdeckte ich als heutiges zusätzliches Sonderangebot noch eine Gratinierte Hähnchenbrust “Fiorentina”-Art auf Tomatenreis, ein Gericht das es soweit ich mich entsinnen kann hier noch gar nicht probiert hatte. Also entschied ich mich für dieses Gericht und ergänzte es noch mit einem kleinen Becherchen Erdbeerpudding.

Gratinierte Hähnchenbrust "Fiorentina"-Art / Gratinated chicken breast "Fiorentina" style

Zwar hatte ich einen kurzen Moment befürchtet dass hier die Reste der Hähnchenbrust vom Dienstag verarbeitet worden ist, doch so lange hält sich keine rohe Hähnchenbrust und wenn man sie vorgebraten und aufgewärmt hätte, hätte ich das wohl gemerkt. Dazu schmeckte das angenehm große Stück zarter Hähnchenbrust einfach zu frisch. Auf dem Fleisch fand sich eine kleinere Portion Blattspinat, die man vor dem überbacken mit etwas Käse bestreut hatte. Dazu hatte man eine mit einigen Kräutern gespickte, fruchtige Sauce aus stückigen Tomaten sowie eine größere Portion Tomatenreis als Sättigungsbeilage. Eine einfache, aber sehr leckere Kombination mit deutlich italienischen Touch. Nicht umsonst hatte es “Fiorentina” (=Florenz) Art genannt. Und auch an dem fruchtigen Erdbeerpudding mit seiner Garnitur aus Johannisbeeren und zwei Minzeblättchen gab es nichts auszusetzen.
Als ich mich dann daran machte meine Blicke schweifen zu lassen um eine allgemeine Beliebtheitsskala zu erstellen, wurde mir schnell klar dass dies heute schwer werden würde. Der Tafelspitz und die Asia-Gerichte lieferten sich einen ziemlich enges Rennen um den ersten Platz, das wohl die Asia-Gericht für sich entscheiden konnte. Platz drei und Platz vier teilten sich schließlich das Fleischpflanzerl und die Hähnchenbrust und auf Platz fünf folgte schließlich die Farmerkartoffel mit Blattspinat. Dabei bin ich heute extrem unsicher ob ich wirklich richtig liege, dazu war die Verteilung einfach zu breit gestreut. Bei so vielen guten Angeboten war das aber auch durchaus nachvollziehbar.

Mein Abschlußurteil:
Gratinierte Hähnchebrust mit Blattspinat und Käse:++
Tomatensauce: ++
Tomatenreis: ++
Erdbeerpudding: ++

Leberkäse-Nudelauflauf mit Tomaten-Gemüsesauce – das Rezept

Da ich noch etwas Leberkäse im Kühlschrank hatte der dringend verbraucht werden musste, entschied ich mich heute dazu einen Leberkäse-Nudelauflauf zu kochen. Ich hatte ein ähnliches wie das hier verwendete Rezept auch in meiner Sammlung gefunden, entschied mich aber spontan dazu das ganze etwas mit Gemüse und Tomaten aufzuwerten. Bei der Saucenmenge hatte ich mich dabei etwas nach unten verschätzt, die Mengenangaben im Rezept sind aber entsprechend angepasst.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

200g Leberkäse
01 - Zutat Leberkäse

300g Spiralnudeln
02 - Zutat Nudeln

1 kleine Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel

1 Dose Stückige Tomaten (350-400g)
04 - Zutat Stückige Tomaten

1 kl. Dose Möhren (200g – 130g Abtropfgewicht)
05 - Zutat Möhren

1 kl. Dose feine Erbsen (200g – 140g Abtropfgewicht)
06 - Zutat Erbsen

350ml Gemüsebrühe
07 - Zutat Gemüsebrühe

2-3 EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark

2 EL Creme fraiche
09 - Zutat Creme fraiche

etwas Tabasco
10 - Zutat Tabasco

2-3 TL Italienische Kräuter (TK)
11 - Zutat Italienische Kräuter

etwas Chili-Öl oder Olivenöl
12 - Zutat Chili Öl

Käse zum überbacken (es geht Gouda oder Edamer – ich wählte hier Edamer)
13 - Zutat Edamer

sowie noch etwas Pfeffer und Salz zum Würzen
14 - Pfeffer und Salz

Zuerst einmal hacken wir die Zwiebel
15 - Zwiebel hacken

und schneiden den Fleischkäse in Würfel.
16 - Leberkäse würfeln

Dann kochen wir die Nudeln laut Packungsbeschreibung in etwas Salzwasser.
15 - Nudeln kochen

Während die Nudeln kochen schwitzen wir die Zwiebeln in einer Pfanne mit etwas Öl an. Ich wählte Chili-Öl das ich noch im Haus hatte, es geht aber selbstverständlich auch normales Olivenöl.
17 - Zwiebeln anschwitzen

Sind die Zwiebeln glasig geben für den gewürfelten Leberkäse hinzu und braten ihn für einige Minuten mit an.
18 - Leberkäse mit anbraten

Sobald die Nudeln fertig sind, gießen wir sie in ein Sieb und schrecken sie kurz ab.
19 - Nudeln abgießen

Ist der Leberkäse etwas angebraten geben wir die stückigen Tomaten hinzu und vermischen sie mit Zwiebeln und Leberkäse.
20 - Tomaten beifügen

Nach ein bis zwei Minuten gießen wir alles schließlich mit der Gemüsebrühe auf.
21 - Gemüsebrühe aufgießen

Außerdem geben wir das Tomatenmark hinzu und rühren es ein.
22 - Tomatenmark einrühren

Wenig später können wir dann auch schon die Erbsen und Möhren hinzufügen.
23 - Gemüse hinzufügen

Alles würzen wir dann kräftig mit Pfeffer, Salz und den italienischen Kräutern.
24 - Würzen

Nach einigen Minuten köcheln heben wir schließlich noch die Creme frauche unter
25 - Creme fraiche unterrühren

und schmecken alles mit etwas Tabasco ab.
26 - Mit Tabasco abschmecken

Nach einem kurzen Geschmackstest
27 - probieren

schalten wir den Backofen ein und heizen ihn auf 180Grad (Ober-Unterhitze) vor. Dann fetten wir eine Auflaufform aus und schichten den Gros der Nudeln hinein.
27 - Nudeln aufschichten

Sobald die Sauce einigermaßen sämig ist, können wir sie vom Herd nehmen und bedecken die aufgeschichteten Nudeln damit.
28 - Fleisch Sauce darüber

Da ich noch ein paar Nudeln und etwas Sauce übrig hatte, fügte ich diese noch oben auf.
29 - Reste aufschichten

Zum Schluss bestreuen wir alles mit Käse unserer Wahl. Ich wählte dazu wie bereits erwähnt etwas Edamer.
30 - Mit Käse bestreuen

Sobald der Ofen aufgeheizt ist, geben wir unsere Auflaufform auf mittlerer Schiene hinein und überbacken sie dort für 30 bis 40 Minuten.
31 - Im Ofen überbacken

Sobald der Käse zerlaufen ist und anfängt braun zu werden, können wir den Backofen ausschalten, das fertige Gericht entnehmen
32 - Leberkäse-Nudelauflauf / Meat loaf noodle casserole - Fertig-überbacken

und sogleich servieren.
33 - Leberkäse-Nudelauflauf / Meat loaf noodle casserole - Serviert

Geschmacklich war das ganze sehr gelungen wie ich fand. Die würzige Sauce mit ihrem Gemüse und den Leberkäse-Würfeln passte wunderbar zu den Nudeln. Dabei gaben das Tabasco in Verbindung mit dem verwendeten Chili-Öl dem ganzen eine ganz leichte, angenehme Schärfe. Einzig von der Saucenmenge her hätte es wie ich ja bereits einleitend erwähnt hatte etwas mehr sein können – aber die Mengenangaben hier im Rezept sind dieser Erkenntnis bereits angepasst.

34 - Leberkäse-Nudelauflauf / Meat loaf noodle casserole - CloseUp

Natürlich kann man das beigegebene Gemüse nach eigenem Gutdünken auch etwas variieren. Gewürfelte Zucchini wären zum Beispiel denkbar, aber auch Champignons die man gleich mit dem Leberkäse etwas anbrät passen mit Sicherheit gut in dieses Gericht – da sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich war mit der persönlichen Zusammenstellung aber – abgesehen von der Saucenmenge – heute mal wieder sehr zufrieden.

Guten Appetit

Bergbauern-Auflauf – das Rezept

Auf der Suche nach einem interessanten Kochexperiment für den Samstag stieß ich auf die Zubereitungsanleitung für den sogenannten Bergbauern-Auflauf – im Grunde genommen ein Brotauflauf mit Käse. Auch wenn ich schon viele verschiedene Aufläufe in meinem Leben gemacht habe, ein Brotauflauf war noch nicht dabei gewesen. Und lecker klang es auch noch. Somit stand meine Wahl fest und ich entschloss mich dazu, mich heute mal an diesem Brotauflauf zu versuchen. Da ich nicht sicher war ob es gelingen würde, wählte ich erst einmal eine kleinere Zubereitungsform.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

200g Weißbrot
03 - Zutat Weißbrot

180g Bergkäse (Das Originalrezept sprach hier von Gouda, aber ein Bergbauer hat bestimmt eher diese Käsesorte verfügbar, also disponierte ich hier spontan um)
02 - Zutat Bergkäse

180g Schinken / Salami (Wer es würzig mag nimmt beides, etwas milder wirds nur mit Schinken)
04 - Zutat Schinken & Salami

1 kleine Stange Porree (Optional – war nicht Bestandteil des Rezepts, die hatte ich aber noch im Kühlschrank und musste verbraucht werden)
01 - Zutat Porree

200ml Milch
05 - Zutat Milch

2 Eier
06 - Zutat Eier

etwas Streukäse (ich verwendete Gouda den ich noch im Kühlschrank hatte)
07 - Zutat Streukäse

Außerdem benötigen wir noch:
1-2 TL Petersilie
3/4 EL Mehl
Pfeffer, Salz und Muskatnuss zum würzen
etwas Butter zum andünsten des Porree und zum ausfetten der Form

Zuerst waschen wir den Porree, schneiden ihn in Ringe und dünsten ihn mit etwas Butter an. Ihn stellen wir dann zum Abkühlen zur Seite.
08 - Lauch andünsten

Außerdem können wir den Backofen bereits auf 200 Grad vorheizen. Dann würfeln wir sowohl das Brot
09 - Brot in Würfel schneiden

als auch Wurst, Schinken und den Bergkäse
10 - Käse in Würfel schneiden

und vermengen alles mit dem angedünsteten Lauch in einem passenden Behältnis.
11 - Vermengen

Alles geben wir dann in eine ausgefettete Auflaufform.
12 - In Auflaufform schichten

Die Milch, das Mehl und die beiden Eiern verrühren wir und schmecken es mit Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab
13 - Eier, Milch & Gewürze verrühren

um es dann gleichmässig über den Inhalt der Auflaufform zu verteilen.
14 - Über die Mischung giessen

Abschließend bestreuen wir alles noch mit dem Streukäse.
15 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Auflaufform hinein und überbacken es alles für ca. 40 Minuten.
16 - überbacken

Ist der Käse sowohl oben als auch zwischen den Brotwürfeln zerlaufen, können wir die Form schließlich entnehmen
17 - Bergbauern-Auflauf - Fertig-gebacken

und das Gericht servieren.
18 - Bergbauern-Auflauf - serviert

Das Gericht erwies sich durchaus leckere Kreation. Ich hätte zwar etwas darauf achten sollen dass die Brotwürfel nicht zu sehr hoch standen, denn einige Spitzen waren etwas dunkel und sehr kross geworden, davon aber abgesehen kann ich dieses Kochexperiment als wirklich gelungen bezeichnen. Die Eier waren in der Milch gestockt und hatten zusammen mit dem zerlaufenen Bergkäse eine relativ feste Masse mit dem Brot gebildet. Der zusätzliche Porree hatte nicht geschadet, ich fand aber dass er den Geschmack des Käses etwas übertünchte – wir werde ihn das nächste Mal wohl besser weglassen. Schinken und vor allem die Salami gaben dem ganzen aber einen angenehm würzigen Geschmack, der sehr gut mit dem Rest harmonierte. Das Ganze erwies sich als schmackhaft und vor allem sehr sättigend.

19 - Bergbauern-Auflauf - CloseUp

Was die Nährwerte angeht braucht sich dieses Gericht natürlich auch nicht zu verstecken. Vor allem der recht fetthaltige Bergkäse zwischen den Brotwürfeln dürfte hier die Summe nach oben getrieben haben, aber auch Schinken und Salami haben ihren Teil dazu beigetragen. Aber ein Bergbauer brauchte wohl diese Kalorien für seine Arbeit – also passt der Name eindeutig sehr gut zu diesem Brotauflauf. Mir hat er auf jeden Fall gut geschmeckt und er ist auch – sieht man mal von der Backzeit ab – schnell und unkompliziert zubereitet. Alternativ kann man das Ganze wie ich erfuhr auch mit anderen Brotsorten zubereiten, so macht Graubrot das ganze noch etwas deftiger und Zwiebelbrot gibt dem Gericht eine zusätzliche Würze. Eventuell könnte man das Ganze auch noch mit zusätzlichen, geschmacklich weniger dominanten Gemüsesorten kombinieren. Für experimentierfreudige Köche besteht hier also durchaus Potential. Ich war mit meiner heutigen Kreation aber erst mal soweit zufrieden und hoffe dem einen oder anderen Koch mit diesem Beitrag eine kleine Anregung geben zu können.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Rösti-Leberkäse mit Frühlingszwiebeln – das Rezept

Für den heutigen Samstag hatte ich mir ein Rezept heraus gesucht das einfach und lecker erschien. Die ursprüngliche Zubereitung kam dabei ohne Gemüse aus, da ich aber nicht ganz darauf verzichten wollte entschied ich mich dazu das ganze mit etwas Frühlingszwiebeln aufzuwerten. Und das Ergebnis war wirklich sehr lecker und vor allem angenehm schnell zubereitet.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

2 Scheiben Leberkäse
01 - Zutat Leberkäse

6 Röstis (TK-Ware – wer mag kann sie natürlich auch frisch machen)
02 - Zutat Röstis

1 Becher Creme legere (150g) Alternativ gehen auch Creme fraiche oder Schmand
03 - Zutat Creme legere

2-3 Frühlingszwiebeln
04 - Zutat Frühlingszwiebeln

80g Edamer
05 - Zutat Edamer

außerdem benötigen wir Salz und Pfeffer zum würzen sowie etwas Öl oder Butter zum andünsten der Frühlingszwiebeln.

Zuerst waschen wir die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe,
06 - Frühlingszwiebeln schneiden

dann dünsten wir sie mit etwas Butter in einer Pfanne an.
07 - andünsten

Sobald die Röstis einigermaßen aufgetaut sind, zerbröseln wir sie in ein passendes Behältnis,
08 - Röstis zerbröseln

geben die Creme legere sowie den Edamer hinzu
09 - Mit Creme legere und Edamer vermengen

und vermengen alles kräftig.
10 - verrühren

Dann rühren wir noch die gedünsteten Frühlingszwiebeln unter
11 - Frühlingszwiebeln addieren

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer.
12 - Mit Pfeffer und Salz würzen

Unseren Backofen heizen wir außerdem auf 200 Grad vor.

In eine ausgefettete Auflaufform legen wir dann den Leberkäse aus
13 - Leberkäse in Form legen

und bedecken die Leberkäs-Scheiben mit der Masse aus Röstis, Creme legere und Frühlingszwiebeln. Ich hatte ja befürchtet dass es etwas zu viel Masse war, doch glücklicherweise reicht die Menge perfekt für die kleine Auflaufform.
14 - Mit Röstimasse bedecken

Ist der Backofen aufgeheizt geben wir die bestückte Auflaufform in die Röhre und überbacken alles dort alles für ca. 30 – 35 Minuten. Wichtig ist dass die Röstimasse eine angenehm braune Färbung bekommt.
15 - im Ofen backen

Schließlich entnehmen wir die Form aus der Röhre
16 - fertig gebacken

und servieren es.
17 - serviert

Sehr sehr lecker muss ich sagen. Der Leberkäse war gut durchgebacken und die Röstimasse mit ihrer Würzung und dem angenehmen Geschmack der Frühlingszwiebeln ergaben ein zwar nicht sonderlich komplexes, dafür aber umso schmackhafteres Gericht. Natürlich hätte man auch noch mit weiteren Gemüsesorten experimentieren können, aber ich war nicht sicher welche Gemüsesorten noch gut mit Leberkäse harmonieren, also wollte ich – gerade da ich das Gericht das erste Mal zubereitete – nicht zu experimentierfreudig vorgehen. Denkbar wären noch blanchierte Möhrenstücke, Zucchini oder Tomaten gewesen. Auch wäre als Modifikation noch die Verwendung von Creme fraiche mit Kräutern denkbar. Das nächste Mal dann weitere Versuche – für heute war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

18 - CloseUp

Über die Kalorien möchte ich natürlich lieber nicht nachdenken, aber hin und wieder geht das schon einmal. Mir hat es sehr gut geschmeckt und habe mir den Rest noch am selben Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und kann dieses Gericht somit bereits jetzt vorbehaltlos zum Aufwärmen freigeben. Ein bis zwei Tage sollte es sich aber auch problemlos abgekühlt im Kühlschrank halten – da bin ich mir sicher.

Also: Guten Appetit

Schweinefilet im Baconmantel – das Rezept

Am heutigen Feiertag – Fronleichnam ist Arbeitsfrei hier in Bayern – wollte ich natürlich nicht auf das Mittagessen verzichten. Bei der Suche nach einem Rezept stieß ich dabei auf etwas das einfach und sehr lecker klang. Ich möchte es mal Schweinefilet im Baconmantel nennen, auch wenn das ursprüngliche Rezepte das Gericht als Schweinchen Babe bezeichnete. Das Ganze ist zwar vom Preis der Zutaten, vor allem was das Schweinefilet angeht, nicht gerade günstig – aber die Investition lohnt sich alle mal, denn das Ergebnis des heutigen Kochexperiments erwies sich als überaus gelungen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

350-400g Schweinefilet
02 - Zutat Schweinefilet

5-6 Kartoffeln (ca. 200g)
01 - Zutat Kartoffeln

100g Käse am Stück (das Originalrezept sprach von Gouda, ich nahm Allgäuer Bergkäse weil der würziger erschien)
03 - Zutat Käse

6-7 Streifen Frühstücksspeck (Bacon)
04 - Zutat Bacon

1/2 Becher Sahne
05 - Zutat Sahne

1 Becher Creme fraiche mit Kräutern
06 - Zutat Creme -fraiche mit Kräutern

2 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch

sowie etwas Pfeffer und Salz zum würzen

Zuerst kochen wir die Kartoffeln als Pellkartoffeln,
08 - Kartoffeln kochen

schälen sie und lassen sie abkühlen.
09 - Kartoffeln schälen

Dann schneiden wir das Schweinefilet in der Mitte etwas weiter als bis zur Mitte auf, würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer,
10 - Filet aufschneiden

legen den in Steifen geschnittenen Käse hinein,
11 - Mit Käse füllen

klappen die beiden Hälften wieder zusammen und umwickeln alles mit den Bacon-Streifen.
12 - Mit Bacon umwickeln

Anschließend platzieren wir wir das so umwickelte Filetstück in einer Auflaufform und umgeben es mit den in Hälften geschnittenen Pellkartoffeln.
13 - Mit Pellkartoffeln kombinieren

Den Backofen heizen wir jetzt auf 200 Grad vor. Dann pressen wir die Knoblauchzehen und verrühren sie mit dem Becher Creme fraiche mit Kräutern und der Hälfte des Bechers Sahne.
14 - Creme fraiche, Sahne und Knoblauch kombinieren

Mit dieser Mischung übergießen wir dann die Pellkartoffeln
15 - Kartoffeln mit Mischung übergießen

und backen alles für ca. 40 Minuten im vorgeheizten Backofen.
16 - Im Ofen überbacken

Schließlich können wir die Auflaufform entnehmen
17 - Fertig überbacken

und das Gericht servieren. Ich kombinierte das Ganze mit einem selbst gemachten Möhrensalat mit Apfel, Sonnenblumenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer.
18 - Gericht serviert

Da ich Fleisch das erste Mal so zubereitete war ich mir nicht sicher ob es wirklich gar werden würde, doch diese Befürchtung erwies sich glücklicherweise als Unbegründet: Das Filetstück war gut durchgebraten und unglaublich zart und saftig. Gefüllt mit dem Käse und in Kombination mit den Kartoffeln sowie dem Möhrensalat ein wirklicher Genuss, der sich wohl besser für einen Sonntag als für einen Donnerstag geeignet hätte. Einziger Wermutstropfen war eigentlich der Preis für das Filetstück gewesen, der bei etwas weniger als 13 Euro für 360g wohl zu den teuersten Fleischstücken gehört dass ich je gekauft habe. Aber für so eine leckere Verwendung greift man gerne mal etwas tiefer in die Tasche.

19 - CloseUp

Hätte ich noch etwas Lauch im Haus gehabt, hätte ich vielleicht noch einige blanchierte Lauchringe mit in die Sauce geben können – das hätte noch eine nette zusätzliche Note gegeben – aber auch so erwies sich dieses einfache und schnell zubereitete Gericht als wirklicher Genuss. Das Rezept kann ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen und habe es deshalb hier für die Nachwelt dokumentiert.

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Guten Appetit