Pizza selbst gemacht – das Rezept (Italienischer Teig)

Schon seit einigen spielte ich mit der Idee nach all den Fertigpizzen die ich hier getestet habe mich endlich mal daran zu wagen mir selbst eine Pizza herzustellen. Wie üblich stellte ich dazu einige Recherchen im Vorfeld an und kam zuerst zu der Erkenntnis dass es offensichtlich zwei Grundrezepte für einen Pizzateig gibt: Zum einen den Quark-Öl-Teig und dann einen Hefeteig ohne Quark, der wohl dem italienischen Original am nächsten kommt. Ich wählte für heute die Variante ohne Quark, das andere Rezept werde ich aber später bestimmt noch testen. Die zweite wichtige, ja essentielle Komponente einer Pizza ist natürlich die Pizzasauce. Auch hier gibt es unendlich viele Rezepte, von denen ich einige gelesen habe und mir wie üblich das beste daraus extrahierte und neu zu einem eigenen Rezept zusammensetzte. Den Belag habe ich nur der Vollständigkeit halber hier erwähnt – bei Belegen bleibt es jedem natürlich selbst überlassen was er auf seine Pizza tut. Aber nun genug der langen Vorrede – kommen wir zu meinem heutigen Kochexperiment.

Für eine kleine Pizza (ca. 2 – 3 Portionen) benötigen wir:

Für den Teig:
250g Weizenmehl (Typ 405)
01 - Zutat Weizenmehl

1/2 Würfel frische Hefe (20g)
02 - Zutat frische Hefe

2 TL Honig – wie ich während meiner Recherche las, reagiert Honig besser mit der Hefe und macht den Teig lockerer – die Kulturen der Hefe können den Zucker im Honig einfach besser aufspalten. Das wollte ich natürlich ausprobieren.
03 - Zutat Honig

125ml lauwarmes Wasser
04 - Zutat Wasser

2 gestrichene TL Salz
05 - Zutat Salz

1 EL Olivenöl
06 - Zutat Olivenöl

Für die Pizzasauce:

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat Geschälte Tomaten

1 mittlere Zwiebel
08 - Zutat Zwiebel

2-3 Zehen Knoblauch
09 - Zutat Knoblauchzehen

2 EL Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt

1 gehäufter TL Italienische Kräuter (TK) – Alternativ kann man die Sauce aber auch mit Basilikum, Oregano und verschiedenen anderen Gewürzen verfeinern
12 - Zutat Italienische Kräuter

außerdem Salz und Pfeffer – am besten frisch gemahlen und 1-2 EL Olivenöl zum andünsten.

Für den Belag: (Meine Variante)

2-3 frische Champignons
13 - Zutat Frische Champignons

Wurst und Schinken nach Wahl
14 - Zutat Wurst und Schinken

eingelegte Pepperoni
15 - Zutat Peperoni

sowie Käse nach Wahl zum bestreuen – ich entschied mich hier für den geraspelten Mozzarella den ich noch von gestern hatte.

Beginnen wir nun damit, den Teig zuzubereiten. Wir geben das Mehl in eine Schüssel und drücken z.B. mit den Fingerknöcheln eine Mulde hinein. In diese Mulde bröseln wir unsere Hefe.
16 - Hefe in Mehl bröseln

Dann geben wir den Honig auf die Hefe
17 - Honig hinzu geben

und gießen alles mit dem lauwarmen Wasser auf.
18 - Wasser hinzufügen

Nun verrühren wir alles kurz
19 - Verrühren

und fügen dann noch das Salz
20 - Salz addieren

und das Olivenöl hinzu. Das hat vor allem den Hintergrund dass Salz und Hefe in direktem Kontakt (also pur in der Schüssel gemischt) sich nicht vertragen. Salz unterbindet dabei (angeblich) das richtige gehen des Teiges.
21 - Öl hinein

Anschließend kneten wir alles gut ca. fünf Minuten lang durch. Einige Rezepte sprachen davon hier mit den Händen zu arbeiten, ich kann aber nur sagen: Finger weg – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Teig klebt an den Händen fest und lässt sich nur schwer wieder lösen. Ich habe es ausprobiert und mich, nachdem ich die Reste des Teiges die ich so nicht mehr lösen konnte mit warmen Wasser von den Händen gewaschen hatte, dazu entschlossen doch den Mixer mit Knethaken zu verwenden.
22 - Teig vor dem Gehen
Anschließend bestreuen wir den Teig mit etwas Mehl und lassen ihn für ca. 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen. Ich deckte alles mit einer Folie und einem Handtuch ab und stellte es einfach in die Sonne, die durch mein Küchenfenster schien.

In der Zwischenzeit wandte ich mich der Pizzasauce zu. Zuerst würfeln wir die Zwiebel
23 - Zwiebel würfeln

und dünsten sie zusammen mit dem gepressten Knoblauch in etwas Olivenöl an.
24 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten

Das Tomatenmark geben wir dann zu mit in den Topf und dünsten es ebenfalls kurz mit an
25 - Tomatenmark mit anschwitzen

bevor wir alles mit den geschälten Tomaten ablöschen.
26 - Geschälte Tomaten rein

Nachdem wir alles gut miteinander verrührt und die geschälten Tomaten dabei etwas zerkleinert haben würzen wir alles mit den italienischen Kräutern
27 - Mit Ital. Kräutern würzen

fügen das Lorbeerblatt hinzu
28 - Lorbeerblatt dazu

und schmecken die Sauce abschließend mit Salz und Pfeffer ab.
29 - Mit Pfeffer und Salz abschmecken

Abschließend lassen wir die Sauce für 20 bis 30 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln und rühren sie hin und wieder etwas um. Ist die Sauce fertig, nehmen wir sie von der Platte und lassen sie etwas abkühlen.
30 - Köcheln lassen

Als ich mich nun wieder dem Teig zuwandte, bekam ich einen ziemlichen Schreck als ich das Handtuch entfernte, denn der Teigklumpen wirkte ziemlich riesig
31 - Teig aufgegangen

doch es stellte sich schnell heraus dass sich nur eine große Luftblase im Inneren gebildet hatte, die ich durch einen schnellen Handgriff entleert hatte und so die wahre Masse des Teiges sah.
32 - Wirkliche Teigmenge

Durch das bestreuen mit Mehl war der Teig jetzt auch besser zu handhaben und ich knetete ihn noch einmal kurz auf einer bemehlten Arbeitsfläche durch
33 - Kneten

bevor ich ihn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollte. Dabei kam mir zu Gute dass ich eine Teigrolle (Nudelholz) besitze dass mir hier gute Hilfe leistete, denn der Teig widersetzte sich Anfangs meinen Bemühungen ihn auszubreiten und zog sich immer wieder zusammen. Erst nach einigen Versuchen gelang es mir schließlich einen dünnen Boden als Grundlage für die Pizza zu fertigen.
34 - Teig auf Backblech ausbreiten

Jetzt ist übrigens auch ein guter Zeitpunkt den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.

Jetzt bestreichen wir unseren Teig mit einer dünnen Schicht der vorhin gefertigten Tomatensauce
35 - Pizzasauce verteilen

und belegen die Pizza dann nach eigenem Gutdünken. Frische Champignons kann man übrigens einfach roh schneiden und auf der Pizza verwenden – ein vorheriges blanchieren wie ich zuerst überlegt hatte ist hier nicht notwendig.
36 - Belegen

Zum Schluß bestreuen wir unsere Pizza noch mit Käse.
37 - Mit Käse bestreuen

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir unsere Pizza auf der zweiten Schiene von unten ein
38 - In Ofen schieben

und lassen backen sie dort für ca 30 bis 40 Minuten.
39 - Backen

Ist der Käse gut zerlaufen und hat eine leichte Bräunung angenommen, können wir die Pizza schließlich entnehmen.
40 - Fertige Pizza

Jetzt brauchen wir sie nur noch ein passende Stücke zerteilen und können sie dann genießen.
41 - Pizzastück

Der Teig war noch etwas aufgegangen, aber der Boden erwies sich als angenehm dünn und luftig-locker. Hier hatte sich die Entscheidung für das Verwenden des Honigs auf jeden Fall sehr positiv ausgewirkt.
44 - Teigdichte
Und auch die fruchtige Sauce mit ihrer leicht pikanten Würzung erwies sich als sehr gelungen. Für meine erstes in Eigenregie entstandene Pizza ein voller Erfolg. Und auch beim Belag hatte ich, zumindest für meinen Geschmack, eindeutig eine gute Wahl getroffen.

42 - Closeup 43 - Closeup 2

Einzig das kleine Malheur mit dem manuellen Kneten von Anfang hat mich die Lehre ziehen lassen nicht als alles zu vertrauen was anderen in ihren Rezepten vorschlagen. Eventuell hätte ich hier aber auch nur meine Hände vorher etwas mehr mit Mehl bestäuben müssen. Davon aber einmal abgesehen – und es hatte ja auch keinerlei Folgen auf die spätere Pizza – kann ich dieses Rezept aber vorbehaltlos weiter empfehlen – das Ergebnis hat mir letztlich so gut gemundet dass ich wohl nichts übrig lassen werde mit dem ich dann testen könnte ob man eine solche Pizza auf aufwärmen kann. 😉 Auf diesen Part werde ich hier als entgegen der anderen Rezepte mal verzichten.
Natürlich werde ich bei Gelegenheit auch noch einmal andere Rezepte für Pizzateig einem Test unterziehen – vor allem die Variante mit Quark erscheint mir dabei recht vielversprechend. Und auch an der Sauce lässt sich bestimmt noch das eine oder andere Variieren. Mal schauen auf welche Rezepte ich in diesem Bereich noch so stoße. Über Hinweise jeglicher Art bin ich natürlich wie immer dankbar.

Guten Appetit

Käse-Rührei mit Speck und Kräutern (Reste-Rührei)

Käse-Rührei mit Speck und Kräutern

Hatte noch Eier im Kühlschrank die genau bis heute Haltbar waren. Da entschloss ich mich spontan mir heute Abend mal ein Rührei zu machen.
Man nehme also:
4 Eier
1 mittlere Zwiebel
120ml Milch
1/2 TL Kräuter der Provence (TK)
150g Speckwürfel (mussten bei mir auch mal verbraucht werden)
50-60g geraspelter Gouda (Reste von anderen Kochexperimenten)
Muskatnuss (frisch gerieben)
Edelsüßes Paprikapulver
Salz
Schwarzer Pfeffer
etwas Olivenöl

Die Zwiebel würfeln wir und schwitzen sie glasig mit dem Olivenöl in einer Pfanne an. Dazu geben wir die Baconwürfel und braten sie mit an. Die Eier schlagen wir auf und verquirlen sie mit der Milch. Dann würzen wir alles mit Muskat, Pfeffer, Salz und Paprikapulver und rühren den Käse ein. Ist der Speck gut angebraten, geben wir das verquirlte Ei dazu und braten ebenfalls mit an. Ist alles gut angebraten, geben wir es auch einen Teller, garnieren es mit etwas Petersilie (das Auge isst ja mit) und dann heißt es guten Appetit.

Für ein spontan aus Resten gekochtes Abendessen sehr lecker muss ich sagen. So verwertet man gerne seine Überbleibsel aus früheren Kochaktionen. 😉

Lasagne al forno – das Rezept

Irgendwie war mir heute mal wieder nach Lasagne gewesen. Also wälzte ich einige Rezepte und stellte mir daraus ein eigenes zusammen. Dabei entschied ich mich dazu, möglichst wenig Fertigprodukte zu verwenden, welche die Zubereitung vielleicht vereinfacht hätten – wenn ich am Wochenende koche scheue ich selten den Aufwand einige Zutaten auch mal selbst zuzubereiten, ich finde das schmeckt einfach besser. Auch wenn die Verwendung von Béchamelsauce bei Lasagne wegen ihrer hohen Fettwerte immer gerne kritisiert wird und es durchaus Alternativen gibt, wählte ich hier jedoch die klassische Zubereitung mit dieser Sauce.
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment: Einer Lasagne al forno, so zumindest die Bezeichnung hier in Deutschland. In Italien bezeichnet man diese Zubereitungsform wohl eher als Lasagne pasticciate bzw. Lasagne alla casalinga.

Was benötigen wir also für eine Auflaufform – das entspricht 3-4 Portionen (je nach Appetit).

Für die Bolognese-Schicht brauchen wir

300g Rinderhack / Mett / Faschiertes
01 - Zutat Rinderhack

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

130g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie

130g Möhren / Karotten
04 - Zutat Möhren

2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauchzehen

75g durchwachsenen Speck
06 - Zutat Speck

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat geschälte Tomaten

1 TL Italienische Kräuter – eine Mischung aus roten Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grünem Knoblauch, Oregano und Thymian, die man auch als TK-Ware kaufen kann. Ich hatte mich hier für ein Produkt von Iglo im praktisch wiederverschließbaren Becherchen entschieden, gibts aber auch noch günstiger in einfachen Pappverpackungen. Wer will kann das ganze natürlich auch selbst mischen, ich wüßte aber jetzt auch Anhieb nicht wo ich grünen Knoblauch finden könnte… 😉

12 - Zutat Italienische Kräuter 13 - Zutat Italienische Kräuter - Packung

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

einen Schuß trockenen Rotwein
11 - Zutat Rotwein

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und Salz und Pfeffer nach Belieben zum Würzen.

Für die Bechamel-Sauce benötigen wir des weiteren

40g Butter
08 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
09 - Zutat Mehl

250ml Milch (1,5% Fett)
10 - Zutat Milch

333ml Fleischbrühe
15 - Zutat Fleischbrühe

ca. 170ml fettreduzierte Sahne zum Kochen (200g)
16 - Zutat Sahne

75g Käse – ich nahm hier Edamer, es geht aber natürlich auch Gouda oder Emmentaler. Hinzu kommt natürlich noch eine weitere Menge Käse zum bestreuen der fertigen Lasagne
17 - Zutat Emmentaler

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Außerdem benötigen wir

ca. 6 Platten Lasagne – am besten die Variante ohne Vorkochen
18 - Zutat Lasagneplatten

Kommen wir nun zur Zubereitung. Die ersten Schritte ähneln grob meiner Bolognese-Sauce, ich habe aber einige Details hier geändert, daher gehe ich auf den kompletten Prozess ein.

Zuerst schälen, waschen und zerschneiden wir Knollensellerie und Karotten und zerkleinern sie sehr fein – ich verwendete hierzu die Küchenmaschine.

19 - Möhren raspeln 20 - Sellerie raspeln

21 - Gemüse geraspelt

Die Zwiebel schälen wir und würfeln wir fein. Ich hätte zwar auch hier wieder die Küchenmaschine nehmen können, ich finde aber dass Zwiebeln ihren Geschmack weitaus besser entfalten wenn man sie nicht allzu sehr zerkleinert.
22 - Zwiebel würfeln

Außerdem schneiden wir den Speck in kleine Würfel. Hier hätte man natürlich auch fertig gewürfelten Speck verwenden können, aber da ich diesen noch im Kühlschrank hatte und er verbraucht werden musste verarbeitete ich ihn vom Stück.
23 - Speck würfeln

Speck und Zwiebeln und in der Knoblauchpresse gepresste Knoblauchzehen braten wir nun in einer Pfanne oder einem Topf mit etwas Olivenöl an.
24 - Speck und Zwiebeln anbraten

Dann fügen wir das Rindergehackte hinzu und braten es krümelig an bis es gräulich wird.
25 - Gehacktes anbraten

Es folgen nun die 2 EL Tomatenmark, die wir unter das Gehacktes heben und kurz mit anschwitzen,
26 - Tomatenmark mit anschwitzen

dann geben wir die geraspelten Möhren und das Sellerie hinzu,
27 - Karotten und Sellerie hinzu

vermischen es gut mit den anderen Zutaten und braten es ebenfalls für einige Minuten mit.
28 - anbraten

Als nächstes geben wir die geschälten Tomaten samt Saft in die Pfanne und lassen sie kurz mit bruzzeln. Dabei sollte sie langsam etwas zerfallen, wenn nicht können wir mit einem Pfannenwender auch etwas nachhelfen.
29 - Tomaten rein

Nun geben wir den Teelöffel mit den italienischen Kräutern hinzu und heben sie unter
30 - Mit Kräutern würzen

um das ganze noch abschließend mit Salz und Pfeffer zu würzen.
31 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Zum Schluss löschen wir alles mit einem Schuss Rotwein ab, mischen diesen gut unter und lassen es auf niedriger Stufe zu einer dicklichen Masse köcheln.
32 - Mit Rotwein ablöschen

Während die Bolognese vor sich hin köchelt, wenden wir uns der Zubereitung der Béchamelsauce zu. Dazu lassen wir zuerst die Butter in einem Topf zergehen
33 - Butter zerlassen

und geben dann unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen das Mehl nach und nach zu der Butter. Hier sollte das Ganze nach Möglichkeit nicht dauerhaft verklumpen, wenn es aber doch passieren sollte können wir alles durch ein feines Sieb pressen und dadurch wieder “entklumpen”.
34 - Mehl einrühren

Anschließend geben wir Fleischbrühe, Milch und Sahne in den Topf, vermengen alles gut mit dem Butter-Mehl-Gemisch und lassen es kurz aufkochen.
35 - Brühe, Sahne und Milch hinzu

Nachdem wir die Platte wieder auf eine niedrigere Stufe gestellte haben, geben wir den Käse hinzu und lassen in gelegentlichem Rühren in der Sauce schmelzen.
36 - Käse rein

Zuletzt würzen wir alles noch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (die ich hierzu frisch rieb) und lassen es kurz auf niedriger Stufe köcheln. Sobald die Masse eindickt, nehmen wir sie sofort von der Platte und stellen diese ab.
37 - würzen

Nachdem wir den Ofen auf 180Grad zum vorheizen eingestellt haben, kommen wir nun zur Schichtung unserer Lasagne. Dazu fetten wir mit etwas Butter eine Kasten- oder Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit etwas von der Béchamelsauce.
38 - mit Bechamelsauce bestreichen

Dann legen wir den so bestrichenen Boden der Form mit Lasagneplatten aus, wobei die Sauce primär dazu da ist zu verhindern dass die Platten bei den folgenden Schritten hin- und her rutschen.
39 - Lasagneplatten hinein

Auf die Lasagneplatten geben wir eine dünne Schicht der Bolognesesauce
40 - Bolognemischung drauf

und bestreichen sie wieder mit Béchamelsauce.
41 - Mit Sauce bestreichen

Darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneplatten
42 - weitere Schicht Platten

eine weitere Schicht Bolognese
43 - noch mal Bolognesmischung drauf

und wieder etwas Béchamel.
44 - Sauce darüber

Auf eine letzte Schicht von Lasagneplatten
45 - noch mal Lasagneplatten

geben wir dann den Rest der Bolognese-Mischung
46 - Rest Bolognese drauf

sowie noch einmal etwas Sauce
47 - Bechamelsauce

und bestreuen das Ganze dann mit geraspelten Käse.
48 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen auf 180 Grad vorgeheizt, schieben wir die Form auf der mittleren Schiene ein und lassen sie dort für ca. 45-50 Minuten überbacken.
49 - Im Ofen überbacken

Ich war bei der ersten Schicht mit der Bolognese etwas zu großzügig umgegangen, daher reichte es nicht mehr ganz für die obere Schicht – wenn man aber etwas sparsamer damit umgeht, reicht die Menge meiner Einschätzung genau für eine klassische Drei-Schichten-Lasagne.

Sobald der Käse geschmolzen und schon goldbraun gebacken ist, hier ist natürlich auch Augenmaß und nicht nur die Vorgabe von 45 Minuten maßgeblich, können wir die Lasagne aus dem Backofen entnehmen.
50 - fertige Lasagne

Am besten lassen wir sie nun vor dem Anschneiden für einige Minuten ruhen, da sie wie mehrere Rezeptschreiber in meinen Quellrezepten warnten, ansonsten zusammenfällt. Habe ich zwar noch nie erlebt, aber ich hielt mich dennoch dran – schaden konnte es jedenfalls nicht. Nach kurzer Ruhezeit können wir den Inhalt der Form leicht mit Hilfe eines Pfannenwenders zerteilen und servieren.
51 - Lasagne - serviert

Meine Kreation erwies sich bereits nach den ersten Bissen als mehr als nur gelungen – nein – sie war absolut genial geworden und zählte wohl zu einer der besten Lasagnen die ich jemals verzehrt habe. Ob das nun die Kräuter, die Béchamelsauce oder einfach nur die Kombination war, die diese Lasagne so herausragend hatte gelingen lassen kann ich dabei leider nicht sagen, aber der Geschmack war wirklich einmalig. Ich hätte mich regelrecht reinknien können, aber mehr als die Hälfte der Auflaufform schaffte ich beim besten Willen nicht.

51 - CloseUp

Was die Kalorienwerte angeht ist so ein Gericht natürlich nichts für Leute mit Diätbestrebungen, 40g Butter haben da schon einiges an Fett zu bieten und da hilft auch die Verwendung von fettarmer Milch und fettreduzierter Sahne nur wenig. Aber das war es mir wert gewesen – dieses Rezept bekommt einen Ehrenplatz in meiner Rezeptsammlung und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf meinem Speiseplan gestanden haben. Natürlich hätte man hier noch mit einem Lorbeerblatt in der Bolognesesauce, anderen Gewürzen oder verschiedenen Käsesorten experimentieren können – und ich bin nicht abgeneigt diese Zubereitung trotz des wunderbaren Geschmackes trotzdem noch mal zu variieren – aber für heute kann ich nur sagen dass ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis war. Den Rest tue ich nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank, ein bis zwei Tage sollte sich das Ganze dort halten. Sobald ich getestet habe inwieweit man so eine Lasagne in der Mikrowelle aufwärmen kann, werde ich das natürlich hier festhalten.

Nachtrag: Mehr zum Thema aufwärmen dieses Gerichtes gibt es hier zu lesen.

Guten Appetit

Lammbraten “Griechische Art” mit Bratkartoffeln [15.03.2011]

Nachdem ich ja gestern bereits Asiatisch gegessen hatte, nahm ich die Angebote aus diesem Bereich mal heute außen vor – und das obwohl sowohl das Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry als auch das Nua Pad Kratiem Prik Thai – Gebratene RIndfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, Schwarzem Pfeffer und Zwiebeln eigentlich ganz gut klangen. In der regulären Küche fand sich aber auch schnell etwas passendes, denn heute standen neben Tortelloni el pesto basilico bei Vitality, einem Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Kartoffelpüree sowie einem Sonderangebot in Form von Spiralnudeln mit Paprikaragout fand sich heute im Bereich Globetrotter auch Lammbraten “Griechische Art” mit Bratkartoffeln auf der Karte. Da ich Lammfleisch sehr schätze, griff ich hier zu und ergänzte das ganze mit einem Becherchen Mandel-Mousse. Leider konnte ich keine grünen Bohnen oder etwas anderes Passendes an der Gemüsetheke entdecken, daher verzichtete ich auf eine zusätzliche Gemüsebeilage.

Lammbraten Griechische Art / Lamb roast greek style

Die Griechische Art zeichnete sich dadurch aus, dass man das Stück Lammfleisch neben einem großzügigen Löffel Sauce auch mit einem Mischung Fetakäse, Tomaten, grünen Oliven und ein paar Gewürzen garniert hatte. Hätte gerne auch etwas mehr sein können, war aber geschmacklich absolut in Ordnung und das großzügig portionierte Stück Fleisch mit erfreulich wenig fettigen Stellen entschädigte mich dafür ein wenig. Dazu gab es eine einfache, aber schmackhafte Bratkartoffelvariante aus Kartoffelscheiben mit ein paar Zwiebeln und einigen Gewürzen wie sie in dieser Lokalität üblich ist. Insgesamt ein sehr gelungenes Lammfleischgericht – das einzige was mir ein wenig gefehlt hat waren die Bohnen, aber notfalls geht es auch mal ohne. Das Mousse als Nachtisch wäre zur Sättigung nicht mehr notwendig gewesen, aber schadete auch nicht – außer vielleicht meiner Figur.
Bei der Allgemeinheit des Kantinenpublikums lieferten sich heute das Fleischpflanzerl und der Lammbraten ein enges Rennen um den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala. Mit knappen Vorsprung siegte meiner Meinung nach das Fleischpflanzerl – Lamm ist eben nicht jedermanns Sache. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte, den vierten Platz teilten sich wohl die beiden Nudelgerichte. Ich bereute meine Wahl auf jeden Fall mal wieder nicht – Lammfleisch geht bei mir immer.

Mein Abschlußurteil:
Lammbraten “Griechische Art”: ++
Bratkartoffeln: ++
Mandel-Mousse: ++

Flammkuchen mit Räucherlachs – das Rezept

Für den heutigen Sonntag hatte ich mir mal etwas ganz besonderes als Kochexperiment herausgesucht: Flammkuchen mit Lauch und Räucherlachs. Abgesehen von etwas Pfannen-Naan hatte ich bisher keine große Berührung mit selbst gemachten Teigen gehabt, also handelt es sich hier mal wieder um eine Quasi-Premiere. Natürlich ist der echte Elsässer Flammkuchen mit Speck belegt, aber irgendwie erschien mir diese Variante mit Lachs einfach noch verlockender. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment und Rezept.

Was brauchen wir an Zutaten für 2-3 Portionen?

Für den Teig benötigen wir:

300g Mehl – ich wählte normales Weizenmehl vom Type 405
01 - Zutat Mehl

1 Päckchen Trockenhefe
02 - Zutat Trockenhefe

200ml lauwarmes Wasser
03 - Zutat Wasser

2 Esslöffel Sonnenblumenöl
04 - Zutat Sonnenblumenöl

sowie eine Prise Salz

Für den Belag brauchen wir außerdem:

1 große Stange Lauch / Porree
05 - Zutat Lauch

200g Schmand (1 Becher)
06 - Zutat Schmand

60 – 70g Käse – ich hatte mir etwas Emmentaler besorgt
07 - Zutat Käse

130g – 150g Räucherlachs
08 - Zutat Räucherlachs

den Saft einer halben Limette
09 - Zutat Limette

sowie zum Würzen Muskatnuss und Pfeffer – das Salz benötigen wir wie bereits oben erwähnt für den Teig.
10 - Gewürze

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst geben wir aus Mehl, Öl, Hefe und etwas Salz in ein passendes Behältnis, vermengen es mit einander und kneten den so entstehenden Teig gut durch. Ich verwendete dazu einen Mixer mit Knethaken, denn kneten mit der Hand wäre mit zu kraftaufwändig gewesen.
11 - Teig kneten

Ist alles gut vermengt, stellen wir den Teig abgedeckt an einen einigermaßen warmen Ort und lassen ihn dort für ca. 30 Minuten gehen.
12 - Teig gehen lassen

Während der Teig arbeitet, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir waschen die Stange Lauch und schneiden sie in Ringe.
13 - Lauch schneiden

Schmand und Käse verrühren wir miteinander zu einer Masse, würzen sie kräftig mit Salz und Muskatnuss und geben den frisch gepressten Saft der halben Limette hinzu. Alles vermengen wir natürlich gut miteinander.
14 - Schmand vermischen

Nach ca. 30 Minuten ist der Teig gut aufgegangen und an Masse zugenommen. Nun können wir ihn verarbeiten
15 - Teig aufgegangen

Auf einer mit Mehl ausgelegten Arbeitfläche rollen wir den Teig aus – dabei sollte man auch die die Oberfläche mit Mehl bestreuen da der Teig ziemlich klebrig ist und sonst an der Rolle hängen bleibt.
16 - Teig ausrollen

Den Lauch blanchieren wir in etwas kochendem Wasser,
17 - Lauch blanchieren

brausen ihn dann mit kaltem Wasser ab und lassen ihn etwas abtropfen.
18 - Lauch abbrausen

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt den Backofen einzuschalten und damit zu beginnen ihn auf 230 Grad bei Ober- und Unterhitze vorzuheizen.

Den ausgerollten Teig geben wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, wobei wir schnell vorgehen müssen da der Teig noch weich ist und sich schnell verzieht. Dort angekommen bestreichen wir ihn mit der Mischung aus Schmand, Käse und Gewürzen.
19 - Teig mit Schmand besteigen

Anschließend verteilen wir den blanchierten Lauch gleichmässig auf der Schmand-Käse-Masse. Ich zerschnitt ich die größeren Ringe dabei noch etwas. Meine Befürchtungen dass die Poreestange nicht reichen würde erwiesen sich dabei als unbegründet – die Menge von einer Stange ging genau auf.
20 - Mit Lauch belegen

Zum Schluss schneiden wir noch den Räucherlachs in Streifen und verteilen sie auf den Lauchringen.
21 - Mit Lachsstreifen belegen

Ist der Backofen inzwischen komplett vorgeheizt, können wir das Backblech auf die mittlere Schiene dort einschieben.
22 - Im Ofen backen

Wie ich nach etwa acht Minuten feststellen durfte, ging der Teig beim Backen ziemlich stark hoch, was ich aber nicht als Nachteilhaft ansah – ich mag fluffige Böden. 😉 Dabei hatte ich den verfügbaren Teig wirklich ziemlich flach ausgerollt. Ich muss zugeben dass ich nicht allzu viel vom Backen verstehe, aber ich vermute dass ich hier etwas weniger Hefe hätte nehmen sollen.
23 - Teig geht auf

Nach etwa fünfzehn Minuten ist unser Flammkuchen schließlich fertig – wir können das Blech entnehmen und den Ofen ausschalten.
24 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - fertig gebacken

Am besten lässt man den Flammkuchen kurz abkühlen, damit man ihn beim schneiden etwas fixieren kann. Mit einem leicht gezackten Messer hatte ich schließlich Erfolg und konnte meine heutige Kreation probieren.
25 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - Einzelstück

Die würzige Käse-Schmand-Mischung mit angenehm weichen Porree-Ringen und dem leckeren Räucherlachs ergaben auf dem luftig-lockeren Boden einen Flammkuchen so wie ich mag. Ich hatte ja etwas was die Würzung angeht ja befürchtungen dass es zu lasch werden würde – doch das war vollkommen unbegründet gewesen.

26 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - CloseUp

Ein wirklich gelungenes Gericht das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Einzig mit der Hefe muss man wohl etwas vorsichtig sein wenn man nicht auf besonders fluffige Böden steht wie ich. Für mein erstes Backofengericht das nicht als Fertigprodukt aus der TK-Truhe eines Supermarktes stammt kann ich auf jeden Fall sehr zufrieden sein.