Tag des Kaffees

BTW: Heute ist Tag des Kaffees – ein Tag für das Lieblinsgetränk (nicht nur) der Deutschen.

Aquamarin Sommercafé

Nach dem Mittagessen ergab sich heute die Gelegenheit, einmal das Aquamarin Sommercafé zu besuchen, welches direkt an der alten Stadtmauer etwas abseits der Treibens auf der Johannisstraße gelegen ist.

'Aquamarin Sommercafé' von JaBB

Eigentlich handelt es sich beim Aquamarin meines Wissens um einen Frisörladen – sobald im Frühling/Sommer jedoch die Temperaturen angenehmer werden, gibt es zusätzlich zum Haarschneidebetrieb draußen noch die Möglichkeit, Kaffee und Säfte in sehr angenehmer Lage zu sich zu nehmen. Zum einen existieren auf der kleinen Terasse unterhalb des Pulveturms einige Tische (siehe Bild), des weiteren befinden sich im Schatten einiger Bäume (vom Bild aus rechts gesehen) weitere Möglichkeiten sich niederzulassen. Der Verkehr, der einige Meter oberhalb am Fürstengraben vorbei läuft, stört die Atmosphäre glücklicherweise kaum. Die Bedienung – wohl ein junger Student – gab sich sehr freundlich und aufmerksam. Ein kurzer Blick in die Karte offenbarte jedoch einen kleinen Minuspunkt – für Freunde von Eiscafé und ähnlichen Getränken ist das Sommercafé nicht geeignet, den so etwas gibt es dort nicht. Für meinen geliebten doppelten Espresso sollte ich 2,50 €uronen bezahlen – ein stolzer Preis, auch hier in der Innenstadt. Spontan fällt mir da nur die Drogerie ein, die mit dem gleichen Preis für dieses koffeinhaltige Heißgetränk aufwartet. Aber auch wenn die Créme auf dem Espresso nicht so gelungen war, stellte er sich doch als recht gut heraus. Außer Kaffee kann man aber auch verschiedene Saftgetränke oder auch Bier bestellen, welche alle preistechnis in der oberen Mittelklasse im Jenenser Gesamtvergleich liegen. Besondere Erwähnung sollen hier noch die Sitzgelegenheiten erfahren, die zwar mit ihren schmalen Lehnen und doch recht klein wirkenden Sitzflächen eher designtechnisch Interessant als zum längeren Sitzen geeignet erscheinen, aber sich dann doch als extrem gemütlich erwiesen. Ich kann diesen saisonal auf die warme Jahreszeit beschränkten Zusatzservice des Aquamarin-Frisörsalons also auf jeden Fall weiterempfehlen.

Club Bar “Vanity”

Vielleicht erinnert sich noch jemand an das Haus neben der dem absolut kaffee, in dem sich bis in den Herbst letzten Jahres noch eine Apotheke befand? Dies wurde ja innerhalb der letzten Monate umgebaut und wie ich heute entdeckte befindet sich nun eine weitere Club, Bar und Coffee-Location: Das Vanity.

Wir nutzten heute nach dem Mittag die Gelegenheit, dieses neue Einrichtung am Johannisplatz zu testen. Das dortige Angebot umfasst neben Kaffee- & Tee-Zubereitungen aller Art auch verschiedene alkoholische Getränke sowie ein nicht zu unterschätzendes Angebot an Speisen – so zum Beispiel Baguettes, Nudeln oder Salate.

Bedienung war freundlich und recht schnell, preislich bewegte sich alles im mittleren bis gehobeneren Preisbereich. So zahlte ich für einen doppelten Espresso 2,40 €uronen.

Senseo Entkalkungsodysee

Wie ich bereits am Donnerstag morgen feststellen, stimmte etwas mit meiner Senseo Kaffeemaschine nicht – die Tassen füllten sich nur noch stockend und ziemlich langsam. Und am Freitag morgen war es dann soweit: Der Deckel ließ sich nicht mehr öffnen, er schien sich durch eine Art Vakuum in Verbindung mit den Pads fest gesaugt zu haben.

Mir war also schnell klar: Das Ding mußte dringend mal entkalkt werden. Doch zuerst mußte ich es dazu erst einmal wieder öffnen könen, so dachte ich zumindest. Erst später, sehr viel später, stellte ich fest, daß ein fester Druck auf den hinteren Teil des Deckels (wo sich nämlich die eigentliche Verriegelung befindet) dies viel schneller erledigt hätte. So aber sinnierte ich zuerst tatsächlich einen Moment über den Einsatz von Schlitzschraubendrehern und ähnlichem nach, um mit Hilfe des Hebelwirkung das Öffnen zu erzwingen. Die Idee verwarf ich aber dann und füllte etwas Bioentkalker und Wasser in den hinteren Behälter, ließ die Maschine kurz anlaufen um den Entkalker in die Röhren zu bekommen und wartete dann ca. 45 Minuten. Als ich dann die Maschine anlaufen ließ, gab es nach einigen Sekunden einen trockenen Knall als sich das Vakuum löste und die Soße Wasser-Kaffe-Menge ließ oben aus dem Verschluß heraus und verursachte eine mittlere Sauerei, die sich jedoch schnell mit einigen Zewas beheben ließ. (sh. Foto links)
Nun begann der eigentliche Entkalkungsvorgang, bei dem ich genau nach Anleitung des Herstellers vorging: Einzelpadhalter mit einem gebrauchten Kaffeepad einsetzen (um den Kalk auf dem Filter im Padhalter heraus zu halten – sh. Bild rechts), den Behälter mit Wasser und Bioreiniger bis zum maximalen Fülllevel auffüllen und dann nach und nach durchlaufen lassen.

Eine kleine Kuriosität in dieser Anleitung war der Hinweis daß man unbeding(!) einen Behälter mit 1500ml Inhalt darunter stellen solle – wer aber die Konstruktion einer Senseo-Maschine kennt, sollte wissen daß man gerade so einen großen Kaffe-Mug mit 300ml Fassungsvermügen darunter bekommt. Eine kurze überprüfung zeigte, daß der Abstand zwischen Boden und Hals der Maschine nur knapp 9cm betrug – da war ein 1500ml Gefäß einfach nicht darunter zu kriegen.

Ich begnügte mich daher einfach mit einer etwas kleineren Schüssel und ließ dann zwei Behälter mit Bioreiniger-Wasser-Mischung nach und nach durchlaufen. Danach spülte ich die Maschine noch einige Male mit klaren Wasser nach und eigentlich hätte es jetzt funktionieren müssen. Aber weit gefehlt – denn ich hatte etwas wichtiges übersehen – sozusagen das Nadelöhr am gesamten Senseo-Mechanismus: Den Zwei-Pad-Halter, den ich natürlich durch den Einsatz des Ein-Pad-Halters während der Reinigung nicht mit Entkalkt hatte. Daher war das Ergebnis beim ersten Kaffee nach erfolgter Reinigung erst einmal wieder das selbe: Ein Vakuum entsand und der Deckel saugte sich am Rest der Maschine fest. Wäre ich in diesem Moment nicht so besonnen gewesen, wäre die Maschine wohl in großem Bogen an der nächsten Wand gelandet – so jedoch hieß es: Auf ein neues 😉

Nachdem sich das Vakuum dieses mal durch bereits oben genannten Druck auf den hinteren Teil des Deckels gelöst hatte, legte ich den Zwei-Pad-Halter noch einmal in die etwas aggressivere, jedoch etwas verdünnte Essig-Essenz, da der Bio-Reiniger beim letzten mal verbraucht worden war, spülte die ganze Maschine anschließend nach dem Abspülen des Halters mit Wasser noch einmal mit klaren Wasser durch und endlich hatte ich das Ziel erreicht: Die Maschine funktionierte wieder – endlich.
Kleiner Tipp noch für die, die es noch nicht bemerkt haben: Der Wasserbehälter leert sich NICHT komplett – wenn die Lampe blinkt ist immer noch ein Rest drin – also vor dem Durchspülen mit klarem Wasser nicht vergessen, den Behälter zu leeren und auszuspülen.

Fazit:
a) Immer die Maschine mit dem Pad-Halter reinigen, den man auch am häufigsten nutzt.
b) Verdünnte Essig-Essenz ist meiner Meinung nach das bessere Mittel – Bio-Reiniger sind meiner Meinung nach bei hartnäckigen Kalkablagerungen nicht so wirksam
c) Es kann durchaus mal 1 – 1,5 Stunden dauern, bis man so eine Maschine entkalkt hat. Bei “normalen” Kaffeemaschinen geht so etwas eindeutig schneller

Trotz dieser kleinen Unwegsambarkeiten werden ich aber in Zukunft nicht auf die Benutzung meiner lieb gewordenen Senseo-Kaffeemaschine verzichten. Vielleicht kann ich aber ja noch einem anderem Besitzer meine gemachten Erfahrungen ersparen und mit diesem kleinen Bericht davor bewahren, bei einer solchen Aktion in ähnliche Schwierigkeiten zu geraten. Für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

Senseo presso getestet

Beim samstäglichen Einkauf stieß ich im hiesigen teGut auf ein neues Produkt der Senseo-Reihe von Phillips: dem Senseo presso – einer Espressozubereitung die mit Hilfe einer Senseo Kaffemaschine vorgenommen werden kann. Wie ich ja bereits vor längerem berichtete befinde ich mich im stolzen Besitz einer solchen Maschine und das Produkt weckte durchaus mein Interesse. Da das sogenannte “Starterkit” gerade mal 4,99 €uronen kosten sollte, legte ich es gleich einmal in meinen Einkaufskorb (auch wenn es im ersten Eindruck ein wenig wie ein Haarfärbeset aussah).

Wieder zu Hause angekommen mußte ich das ganze natürlich gleich testen. In der Verpackung fanden sich neben einer Packung mit 16 der Senseo presso Pads auch ein spezieller neuer Padhalter für die Maschine.

Den Padhalter unterzog ich sogleich einer näheren Untersuchung. Von oben glich er dem normalen Ein-Tassen-Halter (rechts) für Standard-Pads.

Das Geheimnis fand sich dann auf der Unterseite – hier befindet sich eine Vorrichtung die (nach Auskunft des Herstellers) einen größeren Druck erzeugt und eine kleinere Wassermenge (nämlich 80ml = doppelter Espresso) durchlässt.

Wenden wir uns nun den Pads zu. Zum Vergleich habe ich die Presso-Pads (links) mit normalen Standard-Pads (rechts) verglichen.


Pads – Draufsicht (Links: Presso Pads – Rechts: Standard-Pads)


Pads – Schrägsicht (Links: Presso Pads – Rechts: Standard-Pads)

Subjektiv verglichen erschienen mir die Presso-Pads etwas weniger stark gefüllt, ansonsten war kein großer Unterschied zu erkennen.
Finaler und letzter Punkt war nun die Zubereitung einer Tasse Espresso. Also füllte ich den Wasserbehälter bis zum Rand, setze den neuen Einsatz mit einem presso-Pad bestückt ein und ließ die Maschine aufheizen. Nachdem sie Betriebstemperatur erreicht hatte, drückte ich den Knopf für eine Tasse wie es gemäß der Bedienungsanleitung vorgeschrieben war und konnte schließlich beobachten, wie sich die heiße, bräunliche Flüssigkeit in die bereitgestellte Tasse ergoß.

Da ich der Bemessung der Flüssigkeitsmenge seitens des Herstellers nicht ganz traute, verwendete ich eine Standard-Tasse und kein Espresso-Tässchen, welches wohl auch übergelaufen wäre. Das Endergebnis war eine etwa zu einem Drittel gefüllte Tasse mit kräftigem Espresso.

Vom Geschmack her kam er dann auch nahe an einen normal aufgebrühten Espresso heran, auch wenn er sich doch nicht ganz mit der Referenztasse Espresso aus meiner richtigen Espressomaschine messen konnte – diese war deutlich kräftiger. Dennoch eine trinkbare Alternative, die vom befüllen und anschließenden Reinigen des Espressofilters entbindet, da man die benutzten Pads nach Gebrauch einfach wegwerfen kann.
Fazit:
Zwar erwies sich der Senseo (Es)presso als geschmacklich nicht ganz so kräftig im Vergleich zu einer auf dem klassischen Wege zubereiteten Tasse, dennoch erscheint mir das ganze als durchaus tauglich und bietet eine interessante und vor allem schnellere Alternative für einen Espresso zwischendurch. Ich denke ich werde diese Pads in mein Standardsortiment aufnehmen.