Cabanossi Eintopf mit Kartoffeln & Käse [15.11.2018]

Heute wurde ich beim Besuch unseres Betriebsrestaurants gleich mehrfach in Versuchung geführt, denn nicht nur der reguläre Sauerbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut im Abschnitt Tradition der Region lockte, sondern besonders auch das Gyros vom Schwein mit Tzatziki und Pommes Frites, das man als Zusatzangebot mit in die Speisekarte aufgenommen hatte. Und selbst das Schweinegeschnetzeltes “Zürcher Art” mit frischen Champignons und Rösti aus der Sektion Globetrotter erschien nicht gerade uninteressant. Doch ich hatte mich bereits festgelegt und wollte auch heute, am leider letzten Tag dieses Specials, wieder bei der EIntopf Woche zugreifen. Zur Auswahl standen ein Cabanossi-Eintopf mit Kartoffeln und eine Minestrone (vegetarisch), zu denen beiden Ciabatta angeboten wurde. Ich selber hätte das Gericht ja eher als Kartoffel-Eintopf mit Cabanossi bezeichnet, aber wie dem auch sei erschien es mir heute das verlockendere Angebot – obwohl man die Minestrone sogar mit ein paar Nudeln angereichert und sättigender gemacht hatte. Die Asia-Wok-Gerichte wie Gebackene Banane und Ananas mit Honig oder Gebratener Tintenfisch mit Gemüse in Massamansauce kamen mal wieder nicht in die nähere Auswahl.

Cabanossi potato stew with cheese / Cabanossi Eintopf mit Kartoffeln & Käse

Während man an kleinen Kartoffelwürfeln wirklich nicht gespart hatte, fanden sich leider nur eine übersichtlich Anzahl an Cabanossi-Scheiben in der Zubereitung, – aber das war reine Glückssache wie es schien, denn mein Kollege der nur wenig hinter mir in der Schlange gestanden hatte, hatte mindestens die doppelte Menge von Wurstscheiben in seiner Portion, und das ohne das zwischendurch eine frische Ladung aus der Küche gekommen war. Da hatte er wohl einfach nur Glück gehabt und die Thekenfachkraft war mit dem Schöpflöffel etwas tiefer gegangen. Geschmacklich gab es aber wirkloich nichts daran auszusetzen, wohl auch dank des geschmolzenen Käses in der Eintopf-Zubereitung erwies sich das Gericht als angenehm würzig und kräftig im Geschmack, ohne das eine der Komponenten dabei zu dominant wurde. Dazu noch das angenehm frische und knusprige Stück Ciabatta-Brot und fertig war ein schmackhaftes und vor allem sättigendes Mittagsgericht. Schade dass es der letzte Eintopf der Eintopf-Woche war.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass sich Gyros und Sauerbraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten. Letztlich konnte sich aber, wohl aufgrund der Pommes, das Gyros durchsetzen. Nach dem somit zweitplatzierten Sauerbraten sah ich aber schon die Eintöpfe, mit Fokus auf den Kartoffel-Cabanossi-Eintopf, auf dem dritten Platz. Die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz folgte, nur um eine haaresbreite entfernt, schließlich das Schweinegeschnetzelte.

Mein Abschlußurteil:
Eintopf: ++
Ciabatta: ++

Lauch-Hackfleischeintopf mit Maronen [14.11.2018]

Zugegebenermaßen klang das Wiener Backhend´l mit Zitronenecke und Pommes Frites bei Tradition der Region zwar sehr verlockend, aber ich hatte mir fest vorgenommen mich bei Gerichten mit Pommes bis auf weiteres etwas zurückzuhalten, daher schloss ich dieses Angebot aus. Und da mich die Spinat-Ricottatortellini mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratener Eierreis mit Gemüse in Hoi-Sin-Sauce oder Gebratenes Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce auch nicht besonders reizten, blieb die letzte Auswahl schließlich bei den beiden Angeboten der aktuellen Eintopf-Woche unseres Betriebsrestaurants hängen: Einem Lauch-Hackfleischeintopf mit Maronen und Gruyere Käse oder einem Marokkanischen Kichererbseneintopf mit Rindfleisch. Klang beides lecker und ich war bis zuletzt etwas hin und her gerissen, entschied mich aber letztlich für den Lauch-Hackfleicheintopf, den man mit ein paar Röstzwiebeln und Petersilie garnierte. Etwas Orientalisches hatte ich ja gestern bereits gehabt. Dazu gab es angeröstetes gebuttertes Baguette.

Leek mincemeat stew with sweet chestnuts / Lauch-Hackfleischeintopf mit Maronen

Auch wenn ich von den angekündigten Maronen gerade einmal eindreiviertel Stück in meiner Portion fand, erwies sich diese Eintopfzubereitung aus Hackfleisch, Lauch, Möhren und Zwiebeln doch geschmacklich als überaus gut gelungen. Wo man genau den angekündigten Gruyere-Käse verarbeitet war, erschloss sich mir nicht ganz, aber wenn man ihn im Eintopf geschmolzen hatte, merkte ich wenig davon. Er hätte noch einen winzigen Deut kräftiger gewürzt sein können, aber beschweren kann ich mich nicht wirklich. Dazu das angeröstete, noch warme Baguette, das man wohl vor dem rösten gebuttert hatte, denn die beiden Scheiben die ich mir genommen hatte waren recht fettig als ich sie zerteilte und mir teilweise in den Eintopf bröselte. Leider waren beide zwar auf der jeweiligen Unterseite fast schwarz geröstet, aber doch nicht so verbrannt dass sie als ungenießbar bezeichnet werden müssten. Ein durchaus leckerer Eintopf und mit Sicherheit – trotz des Baguettes – eine deutlich leichtere Alternative als das Backhendl mit Fritten.
Gerade dieses führte heute natürlich die Allgemeine Beliebtheitsskala an und konnte sich mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz sichern. Aber schon auf dem zweiten Platz sah ich die Eintöpfe, wobei ich meinte dass hier der Lauch-Hackfleischeintopf die Nase vorn hatte. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte und einen guten Platz vier belegte schließlich die Spinat-Ricottatortellini, die man in einer Mini-Auflaufform überbacken hatte.

Mein Abschlußurteil:
Lach-Hackfleischeintopf: ++
Baguette: +

Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot [13.11.2018]

Zwar war es heute nicht gerade so, dass ansonsten nichts akzeptables auf der Speisekarte zu finden war. Mit den Spaghetti Bolognese mit Grana Padano bei Globetrotter oder dem Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten bei Tradition der Region hätte ich durchaus leben können und auch der Gebackene Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce der neben Gebratenem Tofu mit Gemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde besaß seinen Reiz, doch wenn unser Betriebsrestaurant schon eine Eintopf-Woche macht, wollte ich natürlich die Gelegenheit nicht verpassen diese zu probieren. Wäre kein Meerrettich – den ich ja nicht ausstehen kann – drin gewesen, hätte ich wahrscheinlich zum Kartoffel- Wirsingeintopf mit Kassler und Meerrettich gegegriffen, aber so fiel meine Wahl auf den vegetarischen Angebot Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot.

Turkish lentil stew with pita / Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot

Obwohl ich ja eigentlich ein großer Fan von Gerichten mit Fleisch bin, war ich doch mehr als nur positiv überrascht als ich den ersten Löffel dieses Eintopfgerichts probiert hatte. Der Geschmack war kräftig und leicht pikant, was mir schon mal sehr zusagte. Neben Linsen tummelten sich auch Möhren, Kartoffeln, Stangensellerie und Zwiebeln mit im Eintopf und machten ihn auch ohne Fleischeinlage zu einem überaus schmackhaften und sogar einigermaßen sättigenden Gericht. Für den noch fehlenden Teil der Sättigung sorgte schließlich das aufgetoastete, aber inzwischen wieder abgekühlte Fladebrot, welches zwar leicht trocken war, das man aber wunderbar dazu nutzen konnte auch die letzten Reste dieses ungewöhnlich schmackhaften kleinasiatischen Gerichts aus dem viel zu schnell leer gewordenen Teller zu wischen. Ich überlegte ernsthaft ob ich mir noch nachschlag holen sollte, entschied mich dann aber doch dagegen. Aber die Wahl des Linseneintopfes bereute ich nicht einen Moment.
Bei den anderen Gästen lagen heute aber die Spaghetti am höchsten in der Gunst, die sich somit den ersten Platz sichern konnten. Aber nur knapp dahinter auf einem guten zweiten Platz folgte auch schon das Putenschnitzel mit Kroketten. Um den dritten Platz lieferten sich Asia-Gerichte und die beiden Eintöpfe wiederum ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Eintöpfe sehr knapp für sich entscheiden konnten und die Asia-Gerichte somit auf einen guten vierten Platz verwiesen.

Mein Abschlußurteil:
Türkischer Linseneintopf: ++
Fladenbrot: +

Wildschweingulasch mit Rosenkohl & Spätzle [12.11.2018]

Diese Woche legt unser Betriebsrestaurant eine Eintopfwoche ein, das bedeutet es werden anstatt der Vitality-Gerichte jeweils zwei verschiedene Eintöpfe angeboten. Heute waren dies ein Chili-Rindfleischeintopf mit roten Zwiebeln und Baguette sowie ein Kürbis-Curryeintopf mit Kokosmilch. Vor allem der Rindfleischeintopf sah gar nicht mal schlecht aus, doch leider hatte ich mich bereits etwas in den Wildschweingulasch mit Rosenkohl und Spätzle verguckt, der im Abschnitt Tradition der Region angeboten wurde. Und auch die Gebratene Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce und Basmatireis bei Globetrotter sah eigentlich gut aus und war dies aus der Erfahrung heraus auch, aber ich hatte mehr Lust auf Wildschwein. Davon konnten mich auch die Gebackenen Frühlingsröllchen oder das Gebratene Schweinefleisch mit Gemüse in Austernsauce nicht abhalten – zumal ich mit meiner Udon-Nudelpfanne auch erst mal wieder genug Asia gehabt hatte.

Wild boar stew with brussels sprouts & spaetzle / Wildschweingulasch mit Rosenkohl & Spätzle

Das Fleisch in der zusätzlich mit Pilzen verfeinerten Gulaschzubereitung war zwar recht grob und nicht gerade mundgerecht geschnitten, aber geschmackflich gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Die Sauce war angenehm würzig und die Fleischstücke bis auf einen einzelnen Ausreisser angenehm mager und saftig. Und auch der Rosenkohl erwies sich noch als einigermaßen knackig und nicht zu zerkocht, so wie ich ja auch schon hier erlebt hatte – vor allem bei Rosenkohl aus der Gemüsetheke. Und Rosenkohl ist ja sowieso eine perfekte Gemüsebeilage zu Wildgerichten. Ebenso passten die Spätzle (oder bessergesagt Knöpfle) wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition des Gerichts. Ich war mit meiner Entscheidung für das Wildgericht auf jeden Fall sehr zufrieden.
Beim Rennen um den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich im gut besetzten, aber nicht – wie letzte Woche – ganz so überfüllten Speisesaal unseres Betriebsrestaurants die Hähnchenbrust und der Wildschweingulasch ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung konnte sich am Ende aber die Hähnchenbrust durchsetzen und verwies den Gulasch auf einen sehr guten zweiten Platz. Auf Platz drei sah ich die Eintöpfe, wobei ich allerdings nicht bestimmen konnte welcher häufiger gewählt worden war, aber die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz folgten nur sehr knapp dahinter.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++
Rosenkohl: ++
Spätzle: ++

Seelachsfilet “Picatta Milanese” mit Tomatensugo & Butternudeln [09.11.2018]

Mit dem was unser Betriebsrestaurant heute anbot, hat es sich wirklich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Beim Coq au Vin – Geschmorte Hühnerkeule auf Tagliatelle und Roteweinsauce, das in der Sektion Vitality stand, hatte man nicht nur die Tagliatelle durch die selben Penne ersetzt, die auch mit dem Seelachsfilet “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter angeboten wurde, die Hähnchenkeule selbst wirkte auch besonder mickrig und verschrumpelt. Und das Seelachsfilet sah nicht gerade nach dem üblichen Picatta wie z.B. hier aus, sondern eher nach simplen industriell panierten Seelachs. Und nicht mal Petersilie gab es zum garnieren. Leider war der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region nichts für mich, da ich ja kein großer Fan von Süßspeisen als Hauptgericht bin, denn der sah recht passabel aus. An den Asia-Thai-Gerichten wie Gebratenes Gemüse in Austernsauce oder Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce hatte ich ebenfalls kein Interesse. Also griff ich zum Seelachs, er erschien mit der geringste übel.

Coalfish filet with tomato sauce & butter noodles / Seelachsfilet "Picatta Milanese" mit Tomatensugo & Butternudeln

War wirklich keine kulinarische Hochleistung. Die Nudeln waren zwar heiß und die Tomatensauce fruchtig und mit einigen Kräutern auch recht gut gewürzt, aber zu Fisch? Ich weiß nicht so recht – passte wie ich fand nicht ganz so gut. Das Fischfilet selbst war recht locker von einer knusprigen, dünnen Panade umgeben, die sich beim Schneiden aber sofort löste und abblätterte. Eine gute Panada sollte aber meiner Meinung nach auf dem Fleischkörper halten. Der Fisch selbst erwies sich aber als einigermaßen saftig und vollkommen frei von Gröten, so wie man es eben von Filet erwartet. Zumindest war das Gericht aber sehr sättigend, was aber vor allem mit der großzügigen Portion Penne zu tun hatte, die man allerdings im Verhältnis mit ein bisschen wenig Tomatensauce garniert hatte. War ok, aber ich habe schon besser hier gegessen.
Das Seelachsfilet schaffte es dennoch, sich heute den ersten Platz zu auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu sichern, gefolgt von der Hähnchenkeule auf dem zweiten Platz. Wäre der Coq auf vin etwas größer gewesen, hätte er wahrscheinlich sogar Chancen gehabt den Fisch zu überrunden. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und der Apfelstrudel folgte schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: +
Tomatensauce: ++
Butternudeln: +