Gyros mit Metaxasauce [18.08.2009]

Heute fiel mir die Wahl recht leicht, denn neben “Gyros vom zarten Schweinenacken mit Zaziki (griechischer Quarkdip mit Salatgurke und Knoblauch), Metaxasoße und Curry-Gemüsereis” gab es nur noch einen “Brotsalat mit frischgebackenem Ciabatta, Blattsalat, schwarzen Oliven, Strauchtomaten, Pinienkerne und Hirtenkäse, dazu eine Honig-Senf-Vinaigrette” im Angebot – und da ich ja kein großer Freund von Salaten als Hauptspeise bin, hatte ich mich schnell auf das Gyrosgericht festgelegt.

Gyros mit Metaxa-Sauce

Zwar war das Tzatziki mal wieder mit etwas zu viel Salatgurken angerichtet, aber das war ja nur ein kleiner Bestandteil des Gesamtgerichtes. Auch hier war ein kleiner Salat dabei – und auch noch mit Ruccola – da habe ich natürlich genau hingeschaut. Erst kurz zuvor hatte ich noch etwas über die starke Ähnlichkeit mit Kreuzkraut gelesen, aber unser Koch hatte hier zum Glück richtigen Ruccola-Salat gekauft.
Das Fleisch war ebenfalls in Ordnung und auch noch annehmbar heiß. Hätte etwas zarter sein können, aber bei Schweinenackenfleisch hatte natürlich kein Filet erwartet. Der Gemüsereis schließlich, der mit Karottenstreifen angerichtet war, bestand aus Curryreis, was sich entgegen meiner Vermutungen als sehr schmackhaft erwies. In der Summe wieder einmal ein recht gelungenes Gericht, auch wenn es nicht unbedingt zu den Topleistungen unserer Kantine zählte. Aber guter Durchschnitt war es allemal. 🙂

Mein Abschlußurteil:
Gyros: ++
Tatziki: +
Salat: +
Gemüsereis: ++

Chili con Carne & Brezel [17.08.2009]

Trotz der leichten Enttäuschung beim letzten Mal entschied ich mich heute mal wieder für das “Chili con Carne, mexikanischer Hackfleischeintopf mit Kidney-Bohnen, Möhrchen und buntem Paprika, dazu ein Brötchen“. Die Alternative “Putengulasch mit Tomaten und Champignonköpfen, dazu Spiralnudeln” klang zwar auch nicht schlecht, aber ich bin nun eingeschworener Chili-Fan. 🙂 Dazu nahm ich mir anstatt eines Brötchen eine Laugenbrezel.

Chili con Carne & Bretzel

Und dieses Mal war es wirklich ganz in Ordnung. Der Geschmack war fruchtig und sogar leicht scharf. Außer Paprikastreifen in rot, grün und gelb fanden sich auch Kidneybohnen, Mais und Karotten sowie natürlich fein gekörntes Hackfleisch darin. Daß das ganze dabei eher die Konsistenz eines Eintopfes hatte bin ich von hier ja bereits gewöhnt – weitaus mehr bevorzuge ich aber natürlich die festere Darreichungsform wie hier oder hier. Aber da half mir die Brezel, die ich hineinstückeln und die Chili-Masse so etwas eindicken konnte. In der Summe war es heute zwar nicht unbedingt der Überflieger an Chili con Carne, aber es war im Vergleich zum letzten Mal dieses Mal deutlich besser geschmacklich ausgewogen.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Laugenbrezel: ++

Brasilianische Fischpfanne [14.08.2009]

Heute stand ich vor der Wahl zwischen einer “Brasilianische Fischpfanne mit Seelachs, Zanderfilet, Garnelen, Paprika, Tomaten und Koriander in Kokosmilch, dazu Farafa (Beilage aus Zwiebeln, Eiern und Maniokmehl)” und “Penne in Frischkäserahm mit Rucola und Tomaten“. Da ich ja ein Freund des exotisch-unbekannten bin, fiel meine Wahl natürlich auf die Fischpfanne. Dem aufmerksamen Beobachter weiß natürlich an dieser Stelle, dass es nicht Farafa heißt, so wie der Koch es geschrieben hatte, sondern Farofa. Aber das nur am Rande erwähnt – denn wie ich hinterher erfuhr hatte unser Koch sowieso kein Maniokmehl bekommen und daher Cous Cous verwendet. Schade, denn ich hatte mich darauf gefreut mal Maniok zu probieren…

Brasilianische Fischpfanne

Ich war aber geschmacklich sehr begeistert vom heutigen Fischgericht. Die drei Meerestierarten (Seelachs, Zander und Garnelen) waren in einer süß-scharfen, leicht fruchtigen Sauce angerichtet. Fand ich wirklich sehr lecker. Und das Farofa, das mit Karotten- und Paprikastreifen garniert war, passte geschmacklich wirklich sehr gut dazu – auch wenn sich letztlich wie ich ja bereits erwähnt hatte um kein echtes Farofa handelte. Maniokmehl bekommt man in Asia- und indischen Läden habe ich mir sagen lassen – wenn ich es mal irgendwo entdecke werde ich mir auf jeden Fall mal eine Packung kaufen und selber so etwas anrichten. Interessiert mich ja jetzt schon mal wie das schmeckt.
In der Summe war das heutige Gericht mal wieder sehr gelungen – auch wenn die Portion dieses mal nicht so riesig war wie man es sonst bei und in der Kantine gewöhnt ist. Soll mir aber recht sein – satt bin ich auch so geworden.

Mein Abschlußurteil:
Brasilianische Fischpfanne: ++
(Pseudo-)Farofa: ++

Rinderschmorbraten [13.08.2009]

Heute traf ich meine Wahl recht schnell, denn das Alternativangebot “Hähnchenbruststreifen auf sommerlichem Blattsalat, dazu Baguette und eine Balsamico-Honigreduktion” sagte mir nicht so sehr zu – daher fiel meine Wahl auf den “Rinderschmorbraten mit Kaiserlichem Gemüse, Serviettenknödeln und Rotweinsoße“.

Rinderschmorbraten / braised beef

Prinzipiell war er wirklich gut. Am Fleisch fanden sich zwar leider einige ziemlich fettige Stellen, die ich nicht mit verzehren wollte, aber die nicht davon betroffenen Teile des Fleisches waren zwar faserig, aber wohlschmeckend – denn wie der versierte Hobbykoch weiß, ist gerade bei langfaserigem Fleisch ist das Schmoren als Zubereitungsmethode ja üblich und empfohlen. Dazu passte die Rotweinsauce geradezu perfekt. Außerdem gehörten zu dem Fleisch auch noch mit geschmorte Karottenscheiben, Lauchsellerie und Zwiebeln.
Das “kaiserliche Gemüse” schließlich bestand aus Erbsen, Möhrenscheiben, Mais und Brechbohnen – war in Ordnung, aber Rotkraut hätte sich hier mit Sicherheit auch nicht schlecht getan. Schließlich gehörten noch zwei Serviettenknödel, dem Semmelknödel ähnliche Kloßscheiben, zum Gericht. Waren vom Geschmack her kräftig und passten meiner Meinung nach perfekt zum Gericht – obwohl es natürlich auch normale Kartoffelklöße getan hätten. 😉
Insgesamt ein nicht gerade kalorienarmes, aber reichhaltiges und sehr schmackhaftes Mittagsgericht, das Qualitativ deutlich über dem einer “normalen” Kantine lag. Auch hier mal wieder einen Lob an unseren Koch. Morgen sollte ich aber dann mal wieder etwas kürzer treten…

Mein Abschlußurteil:
Rinderschmorbraten: ++
Rotweinsauce: ++
Kaisergemüse: ++
Serviettenknödel: ++

Preiselbeer-Rahm-Schnitzel [12.08.2009]

Zum heutigen traditionellen Schnitzelmittwoch stand ich vor der Auswahl zwischen “Paniertes Schnitzel mit Schmand-Preiselbeersauce überbacken, dazu Buttermais-Möhrchengemüse und Kartoffelspalten” oder “Hühnerfrikassee mit Champignons, Möhrchen, Erbsen und frischen Kräutern, dazu Butterreis“. Endlich mal kein Jägerschnitzel mehr – so wie die Wochen zuvor – da wollte ich mal wieder zuschlagen und wählte das Schnitzel – auch wenn rein kalorientechnisch gesehen das Hühnerfrikassee mit Sicherheit optimaler gewesen wäre.

Schnitzel mit Schmand-Preiselbeersauce

Und die Wahl erwies sich als tatsächlich ganz gelungen. Auf dem Schnitzel selbst fand sich ein Klacks Preiselbeer-Rahm-Mischung und zusätzlich wurde das ganze außerdem noch mit einer Preiselbeersauce garniert. Persönlich kenne ich Preiselbeeren ja vor allem von Wildgerichten, in Kombination mit einem “gewöhnlichen” Schweineschnitzel Wiener Art hatte ich es noch nicht gehabt. Aber die Kombination war gar nicht mal so schlecht. Das Buttermais-Möhrchengemüse war ebenfalls recht lecker, wobei der Mais vor allem durch seine bissfestigkeit hervortrat. Die Kartoffelspalten schließlich waren außen schön knusprig und innen weich, so wie ich es mag. Und vor allem war alles noch schön heiß – was bei Kantinenessen ja nicht unbedingt die Regel ist. Alles in allem ein sehr leckeres Gericht, auch wenn die Kombination im ersten Moment etwas ungewöhnlich zu klingen scheint.

Mein Abschlußurteil:
Preiselbeer-Rahm-Schnitzel: ++
Preiselbeer-Sauce: ++
Mais-Möhrchengemüse: ++
Kartoffelspalten: ++