Hackfleisch-Kartoffel-Auflauf [14.01.2010]

Zum heutigen Donnerstag gab es wieder ein durchaus interessantes Angebot im Betriebsrestaurant. Die “Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen” die bei den Vitality-Speisen auf der Karte stand sah zwar wirklich gut aus, da ich aber kein großer Freund von Auberginen bin kam dies für mich nicht in Frage. Da waren der “Sauerbraten vom Rind mit Kartoffelknödel” bei den traditionell-regionalen Gerichten und die “Gebratene Putenoberkeule auf Orangensauce mit Spätzle” an der Globetrotter-Theke schon weitaus interessanter. In der Asia-Ecke kam “Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce” weniger in Frage, aber das “Prig Pad Kai – Putenfleisch mit Chillischoten und verschiedenem Gemüse nach Thai Art” hatte auch einen gewissen Reiz. Zusätzlich diesen Speisen aus den regulären Kategorien, bei denen ich das Angebot an verschiedenen Sushis ja gar nicht erwähne, gab es aber auch noch ein Tagesangebot: “Pikanter Hackfleisch-Kartoffel-Auflauf” stand noch zusätzlich in der Angebotsvitrine und sah wirklich gut aus – also entschloss ich mich kurzer Hand für den Auflauf. Dazu gab es noch ein Dessert – leider gibt es seit einigen Tagen keine Schilder mehr an den einzelnen Nachtischsorten, daher griff ich einfach zu etwas, was mich visuell einigermaßen ansprach.

Hackfleisch-Kartoffel-Auflauf / ground meat - potato casserole

Eine gute Wahl wie ich feststellen musste. Während die Kollegen mit denen ich an einem Tisch saß sich geschlossen für die Ente mit Orangensauce entschlossen hatten, genoss ich meinen Auflauf. Der wohl mit einer Hackfleisch-Bolognese-Sauce zubereitete und mit Käse überbackene Auflauf erwies sich wirklich als recht pikant, sprich leicht scharf und gut gewürzt. Zusätzlich zum Hackfleisch und den Kartoffeln fanden sich auch noch reichlich Möhrenwürfel und Zucchini darin, weswegen ich mich über Gemüse heute auch keinerlei Sorgen zu machen brauchte. Und hat wirklich vorzüglich geschmeckt muss ich sagen.
Der Nachtisch entpuppte schließlich als Vanilleschaum, garniert mit zwei Traubenhälften. War wirklich keine gute Wahl, denn er zerging regelrecht auf der Zunge, auch wenn er mal wieder viel zu schnell alle war.
Die beiden Renner waren heute aber wohl eindeutig der Rinderbraten und die Entenbrust, die ich etwa gleich häufig sehen konnte gefolgt vom Auflauf und asiatischen Speisen. Aber auch die gefüllte Aubergine erfüllte sich einer gewissen Beliebtheit, auch wenn sie hinter den anderen Speisen deutlich zurück stand – Aubergine ist nun mal nicht jeder Manns (oder jeder Fraus) Sache.

Mein Abschlußurteil:
Hackfleisch-Kartoffel-Auflauf: ++
Vanilleschaum-Dessert: ++

Kartoffeltaschen mit Frischkäse [13.01.2010]

Neben einem “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce dazu Bouillonkartoffeln” im Bereich Vitality fanden sich auf der heutigen Karte bei den traditionell-regionalen Gerichten “Kartoffeltaschen mit Frischkäse gefüllt auf buntem Rahmgemüse” und bei den Globetrotter Speisen schließlich “Schweineschnitzel Wiener Art mit Pommes frites und Zitronenecke” sowie bei den Asia-Wok-Gerichten u.a. “Feng Shi Tzau Min – Gebratene Glasnudeln mit verschiedenem Gemüse nach Shanghai Art” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosnussmilchsauce“. Der größte Andrang fand sich natürlich an der Theke, an der das wirklich riesige Schnitzel mit Pommes Frites ausgegeben wurde, aber ich wählte nicht wegen des großen Andrangs die Kartoffeltaschen, sondern weil ich diese wirklich sehr schätze und aus Erfahrung weiß, dass die hier im Betriebsrestaurant angebotene Version wirklich sehr gut ist. Zu diesem vegetarischen Mahl nahm ich mir noch ein Dessert, der an der Theke nicht näher bezeichnet war, aber annehmbar aussah.

Kartoffeltaschen

Und meine Erfahrung wiederholte sich, denn auch dieses Mal waren die drei auf einem Kräuterrahmgemüse mit Karotten, Brokkoli und Blumenkohl ruhenden Kartoffeltaschen wirklich ein Genuss. Im Inneren der heißen, kross frittierten Taschen fand sich eine wirklich sehr gelungene Mischung aus Frischkräutern und etwas mehr Gemüse. Mal wieder wirklich sehr lecker, trotz des fehlenden Fleisches. Ich bin mir übrigens bewusst dass es sich hier höchstwahrscheinlich auch um fertige TK-Ware handelt, aber schmeckt wirklich vorzüglich.
Das Dessert stellte sich nach dem Probieren schließlich als Joghurt mit Johannisbeeren heraus. Ich fand ihn etwas dünn geraten – man hätte ihn fast trinken können und der Geschmack aus meiner Sicht ein klein wenig zu säuerlich. War ok, aber bei weitem nicht perfekt.
Der große Renner war heute natürlich das Schnitzel gewesen, das mit weitem Abstand auf den meisten Tischen zu sehen war. Erst weit dahinter kamen dann die Asia-Gerichte, der Barsch und die Kartoffeltaschen. Bereue dennoch nicht dass ich die Taschen genommen habe. Einziger Nachteil – zumindest geht mir es häufig so – ist es, dass die Sättigung bei vegetarischen Gerichten nicht ganz so lange vorzuhalten scheint wie bei solchen mit Fleisch. Aber vielleicht ist das auch nur so ein Psycho-Ding – wer weiß

Mein Abschlußurteil:
Kartoffeltaschen: ++
Rahmgemüse: ++
Johannisbeerjoghurt: +

Holzfällersteak & Röstkartoffeln [12.01.2010]

Das heutige Betriebsrestaurant-Angebot bestand aus “Zucchini-Kartoffelgulasch mit Baguette” im Bereich Vitality, “Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Zwiebeln und Röstkartoffeln” bei den traditionell-regionalen Gerichten und “Penne Bolognese mit Parmesan” bei den Globetrotter-Speisen. Die Wok-Theke bot außerdem u.a. “Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce” und “Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse” an. Da fiel mir die Wahl nicht schwer und ich wählte das Holzfällersteak, dass ich mir noch mit ein paar Röstzwiebeln bestreute die zur freien Verfügung an der Theke standen. Prinzipiell habe ich auch nichts gegen Nudeln, aber Penne haben die unangenehme Eigenschafts, heiße Soße im Inneren ihrer Röhren aufzunehmen und diese dann in den Rachenraum zu verteilen wenn man auf sie beißt, daher verzichtete ich lieber darauf. Zum Steak gab es noch ein Schüsselchen Mischgemüse, welches ich mir extra an der Gemüsetheke holen und leider auch extra bezahlen musste.

Holzfällersteak & Röstkartoffeln

Dass man aus einem Steak ein Holzfällersteak macht, indem man einen Bacon-Streifen drauf legt hatte ich auch noch nicht gesehen, ich hätte hier eher eine Decke aus Pilzen und vielleicht Speck erwartet, aber der Küchenchef hatte hier wohl anders entschieden. Das Fleisch war gut durchgebraten und für Schweinenacken annehmbar zart und mit wenig fetten oder knorpligen Stellen. Außer dem Bacon hatte man noch eine Zwiebelsauce dazu gegeben, die geschmacklich ganz gut harmonierte. Und auch die Röstkartoffeln waren in Ordnung – sie hatte man wie üblich mit etwas Zwiebeln angebraten. Das Gemüse letztlich war zwar wieder eindeutig die kantinenübliche TK-Mischung aus Erbsen, Karotten, Mais, Bohnen und ein wenig roter Paprika, aber es passte meiner Meinung nach ganz gut zum restlichen Gericht und war vor allem noch angenehm heiß. In der Summe ein ganz gutes Mittagsgericht, wenn auch bei Leibe nichts besonderes.
Das Holzfällersteak war meines Eindrucks nach dann heute auch der große Renner bei den Gästen, gefolgt von den etwa gleichauf liegenden Penne und Asia-Speisen. Das vegetarische Vitality-Gericht erfreute sich mal wieder keiner so riesigen Beliebtheit, aber auch es hatte offensichtlich seine Freunde gefunden die es mit dem Stück Kräuterbaguette fleißig verzehrten.

Mein Abschlußurteil:
Holzfällersteak: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: +

Coq au Vin [11.01.2010]

Zum neuen Jahr hin war das Angebot mal wieder eher durchwachsen. Zum einen gab es “Buntes Ofen-Kräutergemüse” im Bereich Vitality, bei den traditionell-regionalen Gerichten bot man einen großen Teller “Würstlgulasch mit Paprika dazu Baguette” an und bei den Globetrotter-Gerichten gab es heute “Coq au Vin – Geschmorte Hähnchenkeule in Rotweinsauce auf Tagliatelle“. Zwar reizte mich der Würstchengulasch auch, ich entschied mich dann aber doch für das Hähnchen. Gemüse gab es leider kein passendes, aber ich gönnte mir zum Wochenbeginn einen kleinen Becher mit Musso Caramel als Dessert.

Coq au Vin

Die Hähnchenkeule erwies sich als sehr schmackhaft und mit annehmbar viel Fleisch, welches sich ohne große Probleme vom Knochen lösen ließ und es mir ermöglichte, auch ohne Zuhilfenahme der Hände alles gut “abzuernten”. Darüber hatte man eine Rotweinsauce gegeben, die dem ganzen zusätzlich ein angenehm würziges Aroma gab. Über die Bandnudeln brauche ich glaube ich nicht viel zu sagen – eine einfach gut zum Coq au Vin passende Sättigungsbeilage eben. Nur etwas mehr hätten es gerne sein können.
Das Dessert schließlich, das man mit zwei kleinen Gebäckstangen und ein paar Pistazien garniert hatte, war letztlich wieder mal wieder eher etwas für den hohlen Zahn, aber dafür sehr gelungen und cremig im Geschmack.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenschenkel: ++
Rotweinsauce: ++
Bandnudeln: +
Carameldessert: ++

Champignonschnitzel [22.12.2009]

Am heutigen Dienstag fiel meine Wahl auf das “Champignonsschnitzel vom Schwein mit Spätzle” aus der Sektion Tradition der Region. Von den Alternativen hätten mir zwar auch durchaus die “Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce” bei den Globetrotter-Speisen gefallen und die “Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweizen” an der Vitality-Theke sah auch nicht allzu schlecht aus, aber ich wäre er einzige an meinem Tisch gewesen der etwas anderes gegessen hätte und da hat der Herdentrieb bei mir wohl zugeschlagen. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es bei den Asia-Gerichten heute u.a. “Nasi Goreng – gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten” und “Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce” gab. Sah auch nicht schlecht aus, aber mir war heute nicht nach Asiatischem. Zu dem Schnitzel nahm ich mir noch ein Schüsselchen Mischgemüse von der Gemüsetheke.

Champignonschnitzel

Das Schnitzel selbst war unpaniert, aber von recht guter Qualität und mit wenig fettigen oder knorperligen Stellen. Hat sehr gut gemundet, vor allem mit der wirklich vorzüglich passenden Sauce mit Champignons und Zwiebeln, wobei es nach meinem Geschmack gerne auch etwas mehr Champignons in der Sauce hätten seien dürfen. Dazu gab es Butterspätzle, oder besser gesagt mal wieder Knöpfle, die ja offensichtliche hier im Betriebsrestaurant sehr viel beliebter sind als die länglichen Spätzle wie ich sie sonst kenne. Waren aber wieder mal sehr gelungen muss ich sagen. Das Gemüse aus Erbsen, Möhren, Bohnen, Mais und etwas roter Paprika schließlich war ebenfalls in Ordnung, vor allem weil es dieses mal sogar noch heiß war, was ich natürlich sehr begrüßte. Aber leider eindeutig wieder TK-Massenware. In der Summe nichts besonderes, aber doch qualitativ mehr als nur aktzeptabel und vor allem schmackhaft und sättigend.
In der Beliebtheit lagen Champignonschnitzel und Canneloni heute aus meiner subjektiven Sicht etwa gleich auf, gefolgt von asiatischen Gerichten und dann erst der Gemüsepfanne. Dabei sei noch erwähnt dass es auch einen nicht zu verachtenden Teil an Kollegen und Restaurantbesuchern gibt, die sich mit großen Schüsseln Salat den Hunger stillt. Die Salattheke ist nämlich auch nicht zu verachten – aber für mich ist das eindeutig nichts.

Mein Abschlußurteil:
Schnitzel: ++
Champignonsauce: ++
Butterspätzle: ++
Mischgemüse: +