Fischfilet in pikanter Kokosmilch [12.01.2010]

Bereits gestern Abend waren wir in Richtung Norden in die Nähe von Frankfurt zurückgekehrt – und dabei über sechs Stunden auf er A9 und der A3 verbracht, da einen großen Teil der Strecke auf allen Spuren versetzt Streu- und Räumfahrzeuge vor uns her fuhren und somit nur eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde erlaubten.

Räumfahrzeuge A9

Aber auf der Gegenfahrbahn in Richtung München war es auch nicht besser – Autokolonnen krochen hinter den Räumfahrzeugen her, die und entgegen kamen.

Den ganzen Tag über hatte es auch geschneit – mal mehr und mal weniger stark – von daher waren die Maßnahmen denke ich auch durchaus gerechtfertigt. So kamen wir halt erst nach Mitternacht an unserem Ziel an.
Frühstück gabs dann heute mal keins, dafür aber eine Mahlzeit in der Kantine, über die ich bereits von April bis Oktober letzten Jahres intensiv berichtet hatte. Die Auswahl bestand heute aus “Cheeseburger (überbackene Rinderbratlinge im Sesambrötchen) mit Tomate und Gewürzgürkchen, dazu Steakhouse-Fritten” und “Fischfilet in pikanter Kokosmilch mit indischem Currygemüse und Duftreis“. Intuitiv lagen mir natürlich die Cheeseburger nahe, aber mein eigenes Körpergewicht riet mir dann doch dazu, das Fischfilet zu wählen.

Fischfilet in pikanter Kokosmilch

War nicht nur lecker, sondern dank des reichlichen Gemüses, des beiliegenden Salates und der fettarmen Zubereitung wohl sogar gesund. Ursprünglich war der Fisch als Pangasius angekündigt worden, aber man hatte hier kurzfristig umdisponiert und eine andere Fischsorte verwendet – leider hatte ich vergessen zu fragen um was es sich dabei handelt. Es war auf jeden Fall sehr wohlschmeckend, zart und vollkommen Grätenfrei. Darüber fand sich die scharf-pikante Sauce aus Kokosmilch, die geschmacklich sehr gut dazu passte. Außerdem fand sich eine ansehnlich Portion Reis, warmen Gemüse und einem gemischten Salat auf dem Teller. In der Gesamtkomposition absolut gelungen wie ich fand – hat mir sehr gut geschmeckt und ich bereue es keinesfalls, nicht die Cheeseburger gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Fischfilet: ++
Pikante Kokosmilch: ++
Gemüse: ++
Reis: ++

Szegediener Rindergulasch [11.02.2010]

Am heutigen Donnerstag bot man wieder eine interessante Auswahl an Speisen an. In der Asia-Ecke lockten u.a. “Asiagemüse gebraten mit Ernußsauce nach Peking Art” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit Gemüse und Kokosmilchsauce“, bei den regulären Gerichten gab es zum einen bei Vitality eine Portion “Tortelloni al pesto basillico“, in der Sektion der traditionell-regionalen Gerichte “Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersoße und Semmelknödel” und bei den Globetrotter-Gerichten schließlich noch “Szegediener Rindergulasch mit Salzkartoffeln“. Mit dem Schweinekrustenbraten hatte ich ja nicht so gute Erfahrungen gemacht und auf Tortelloni hatte ich keinen Appetit, also wählte ich heute einmal den Szegediener Gulasch, der außer mit Salzkartoffeln aus noch mit einem Klacks Sour Cream und etwas Sauerkraut kam. Das ganze wertete ich dann noch mit einem Dessert aus Erdbeerpudding auf, welches man dieses mal in einem etwas ungewöhnlichen Schälchen anbot. Normalerweise gibt es hier ja nur die kleinen Becherchen.

Szegediener Rindergulasch

Und ich war mit meiner Wahl heute wirklich sehr zufrieden muss ich zugeben. Der würzige Rindergulasch war mit reichlich Rindfleischstücken versehen und mundete vorzüglich. Auch an Kartoffeln gab es nichts auszusetzen und das Sauerkraut passte vorzüglich zu dem Gericht – einzig hätte man hier gerne etwas mehr davon auf den Teller tun können. Sour Cream auf dem Gulasch kannte ich so zwar noch nicht, aber auch das passte geschmacklich wie ich fand sehr gut in die Gesamtkomposition.
Das Dessert schließlich war zwar ziemlich süß, vor allem durch die zusätzlich oben auf gegebene Erdbeermarmelade, schmeckte aber auch sehr gut. Von der Menge her gab es sich aber nichts im Vergleich zu den sonst üblichen kleinen Becherchen.
In der Beliebtheit schließlich lag der Krustenbraten wie mir schien knapp vor dem Gulasch, gefolgt von den Asia-Gerichten und dann den Tortelloni. Vielleicht sollte ich den Braten bei Gelegenheit mal eine zweite Chance geben, wenn er so viel Zuspruch findet kann er ja eigentlich gar nicht soooo schlecht sein.

Mein Abschlußurteil:
Szegediener Gulasch: ++
Salzkartoffeln: ++
Sauerkraut: ++
Erdbeerpudding: ++

Orangepochierter Seelachs [10.02.2010]

Zwar klang das “Griechisches Gyros mit Pommes frites, Zwiebeln und Tzaziki“, das man in der Sektion Globetrotter anbot sehr verlockend, aber ich weiß ja dass die Pommes Frites meistens eher labbrig und salzarm sind, daher wollte ich mich heute anders entscheiden. Der “Tellerrösti mit Gemüse und Käse überbacken” bei den traditionell-regionalen Speisen klang zwar ganz gut, sah aber meiner Meinung nach nicht sooo toll aus – und auf “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Spezial Sauce” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austersauce” hatte ich auch nicht so große Lust, also wählte ich schließlich den “Orangenpochierten Seelachs an Linsenreis mit Gemüsekonfetti” aus dem Bereich Vitality. Etwas ähnliches hatte ich auch schon einmal hier gehabt und die Wertung war eigentlich ganz ausgefallen – außerdem ist Fisch ja gesund – warum also nicht. Als Ergänzung und Dessert landete außerdem noch einen Becher Grießpudding.

Orangenpochierter Seelachs

Ich hatte zwar gesehen dass man auf dem Ausstellungsteller in der Vitrine, in der man die Speisen ja bei uns bewundern kann bevor man sich entscheidet, den Reis zu Kugeln geformt hatte, aber dass man das dann auch für den Endverbraucher tut hatte ich bezweifelt. Doch weit gefehlt – der Mitarbeiter der die Teller belud machte sich tatsächlich die Mühe und portionierte wie man auf dem Bild ja sieht den Reis in drei kleinen Portionen in Kugelform. Dazu kam dann noch das angenehm große Stück Seelachs und schließlich die Sauce. Zwar fand ich in dem Fisch natürlich einige haarfeine Gräten, aber bei nicht weiter verarbeiteten Fischfilet nie ganz zu verhindern und soll die Beurteilung hier nicht negativ beeinflussen. Der Fisch selbst war angenehm zart und wohlschmeckend wie ich fand, wobei die Sauce mit leichtem Orangengeschmack dem ganzen noch eine passende, leicht fruchtige Note gab. Dazu gab es den Reis, den man mit verschiedenen Gemüsesorten in kleinster Form, darunter Karotten, Paprika und Zwiebeln vermischt und aufgewertet hatte. In der Summe ein sehr leckere Gericht und dieses Mal reichte auch der Reis, dessen geringe Menge ich beim letzten Seelachsgericht dieser Art bemängelt hatte. Der Grießpudding schließlich, der einen leicht vanilligen Geschmack hatte, schloß das Mahl schließlich ab.
Als großer Renner heute hatte sich natürlich das Gyros mit Pommes klar an die Spitze gesetzt. In der Beliebtheit weitaus niedriger standen dabei die Asia-Speisen, der Seelachs und schließlich der Gemüserösti. Hatte ich wenn ich ehrlich bin auch nicht anders erwartet. Bei Gyros sagen wohl die wenigsten nein – außer man befürchtet wie ich eine eher schlechte Pommesqualität. 😉

Mein Abschlußurteil:
Seelachs: ++
Orangesauce: ++
Reis mit Gemüsekonfetti: ++

Chili con Carne & Baguette [09.02.2010]

Auf der Speisekarte des heutigen Dienstages fanden sich in unserem Betriebsrestaurant “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnußöl” bei den Vitality-Gerichten, bei den traditionelle-regionalen Speisen “Bratwurstschnecke auf Sauerkraut mit Püree” und schließlich “Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette” als Globetrotter-Angebot. Außerdem kontte man sich in der Asia-Ecke u.a. am offenen Wok an frischem “Taohoo Tod – Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce” oder “Curry Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Erdnußsauce” gütlich tun. Einen Moment lange liebäugelte ich mit den Gnocchi, entschied mich aber dann doch für das Chili con Carne. Als Dessert dazu wählte ich ein Erdbeer-Mousse.

Chili con Carne & Baguette

Der Teller war zwar riesig, aber auch nicht gerade tief, was eine erträglich, wenn auch nicht übermässig große Portion ergab. Das Chili con Carne selbst war dieses Mal aber gut gelungen muss ich sagen – nicht zu dünnflüssig, gut gewürzt und mit reichlich Gehacktem, dass meiner Einschätzung nach eine Mischung aus Rinder- und Schweinegehacktem war. Eindeutig eine der besseren Creationen muss ich unumwunden zugeben. Hat mir wirklich gut geschmeckt – allerdings musste ich Abstriche beim Baguette machen, das sich leider als labbrig und zäh erwies. Das Erdbeer-Moussee wiederum war durchaus schmackhaft, hat mir gut gemundet, auch wenn es wie immer schnell verputzt war.
Insgesamt war das Chili heute auch die beliebtestet Speise unter den Kantinenbesuchern, gefolgt von der Bratwurstschnecke und den Asiatischen Speisen und dann den Gnocchi. Hatte eigentlich damit gerechnet dass die Bratwurstschnecke das Rennen macht, aber dann hätten sie diese wohl nicht so sehr in Sauce ertränken sollen.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: +/-
Erdbeer-Mousse: ++

Gemüse Paella [08.02.2010]

Die heutige Auswahl im Betriebsrestaurant las sich wieder sehr interessant. Im Asia-Bereichen locken unter anderem “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Prig Pad Kai – Putenfleisch mit Chilischoten und verschiedenem Gemüse nach Thai Art” und bei den regulären Gerichten standen ein “Paprikarahmschnitzel von der Schweinelende mit Kräuternudeln” als traditionell-regionale Speise, “Gebratene Hähnchenkeule mit Bratensauce und Kartoffel- Gurkensalat” – eine aus meiner Sicht ungewöhnliche Kombination – bei den Globetrotter-Gerichten und bei Vitality schließlich “Gemüse Paella” auf der Karte. Außerdem bot man noch zusätzlich einen “Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat” an. Eigentlich hätte mich auch der Leberkäse gereizt, aber ich hatte mich schon im Vorfeld irgendwie auf die Gemüse Paella eingeschossen und wählte also dieses Gericht, dass ich mit einem Waldbeerenquark ergänzte.

Gemüse Paella

Wie man auf den ersten Blick erkennen kann hatte man sich offensichtlich nicht viel Mühe gegeben die Karotten klein zu schneiden – viel mehr hatte man einfach die kompletten Scheiben in die Paella getan. Da sie aber schön weich gekocht waren, ließen sie sich dennoch problemlos verzehren. Außerdem fanden sich auch Erbsen, Paprikastücke in rot, grün und gelb, Zucchini, Zwiebeln und einiges mehr. Hätte zwar meinem Geschmack nach etwas kräftiger gewürzt sein können, aber schmeckte auch so ganz gut. Natürlich ist eine “richtige” Paella mit Meeresfrüchten einer solchen Gemüse Paella vorzuziehen, aber notfalls gehts auch mal vegetarisch.
Das Dessert fand ich zuerst etwas zu säuerlich, aber das lag wohl primär an den verwendeten Johannisbeeren, die ja an sich auch etwas säuerlich sind. Spätestens nach dem dritten Löffel hatte man sich aber dran gewöhnt. Für einen Quark war das ganze aber leider etwas dünnflüssig – man hätte es fast trinken können – daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl vergeben.
Wer das Rennen in der Publikumsbeliebtheit heute machte war schwer auszumachen – aber das Paprikarahmschnitzel und der Leberkäse lieferten sich an der Spitze auf jeden Fall ein Kopf-an-Kopf Rennen. Danach kamen wohl die Asia-Speisen und Hähnchenkeule und erst am Schluß die Paella. Ich wäre wahrscheinlich mit dem Schnitzel auch besser bedient gewesen, da meine Sättigung wie so oft bei vegetarischen Gerichten nicht bis zum Feierabend anhielt – aber ich habe es gut durchgestanden und werde mir jetzt gleich einmal etwas zum Abendbrot machen – natürlich mit Fleisch.

Mein Abschlußurteil:
Gemüse Paella: +
Waldbeerenquark: +