Grillhaxe mit Sauerkraut [10.08.2009]

Obwohl der “Gebratener Grüner Spargel mit Serrano-Schinken, dazu Blattsalat, Salzkartoffeln und eine leichte Buttersoße” wohl etwas sommerkonformer gewesen wäre, entschied ich mich heute doch für die “Grillhaxen vom Schwein mir Sauerkraut, Röstzwiebeln und Kartoffelpüree” – und ich sollte meine Wahl nicht bereuen.

Grillhaxen mit Sauerkraut

Das Kartoffelpüree war das einzige, was ganz leichte Kritik meinerseits hervorrief, denn es erwies sich als bereits etwas kalt und nicht ganz so cremig wie ich es sonst gewöhnt bin. Das Sauerkraut, das unser Koch mit einigen Karottenstreifchen aufgewertet hatte, machte das aber allemal wett. Es erwies sich als angenehm säurlich und saftig. Die Krönung des ganzen waren natürlich die beiden kleinen Grillhaxen. Obwohl ich zuerst aufgrund ihrer geringen Größe etwas bezweifelte, dass es sich hier wirklich um Haxen handelte. Vielmehr glaubte ich, dass es Rippen wären. Auch die Knochenform nach dem Verzehr das daran hängenden Fleisches gab keine Klarheit. Entweder es waren Rippen oder ein Mini-Schwein mit O-Beinen.

Grillhaxen - abgenagt

Das Fleisch daran war aber angenehm zart, relativ fettarm und gut gewürzt. Und die dunkle Sauce passte wunderbar dazu. Glücklicherweise traf ich bei der Rückgabe des Tabletts noch mal auf unseren Koch und er klärte mich auf, dass es sich hierbei tatsächlich um die Haxen von Jungschweinen handelte. Daher die geringe Größe.
Insgesamt wieder ein durchaus gelungenes Gericht – nach der leichten Enttäuschung bei den Hot Dogs vom Freitag hat mir das, so denke ich, Vertrauen in die Fertigkeiten unseren Koch zurückgegeben. =)

Mein Abschlußurteil:
Grillhaxen: ++
Dunkle Sauce: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpuree: +

Hot-Dogs [07.08.2009]

Heute stand ich vor der schwierigen Wahl zwischen einem “Fischeintopf aus dreierlei Meeresgetier und mediterranem Gemüse, dazu frisches Baguette” und “‘Hot Dogs’ Wiener Würstchen im Weizenmehlbrötchen, dazu Pommes Frites“. Obwohl der Fischeintopf ebenfalls sehr verlockend klang – mit einem ähnlichen wenn nicht gleichen Gericht habe ich ja bereits gute Erfahrungen gemacht – entschied ich mich doch für die Hot Dogs.

Hotdogs

Als ich sah aus was die Hotdogs bestanden, bereute ich meine Wahl bereits etwas, denn zwischen aufgeschnittenen, offensichtlich aufgebackenen Brötchen tummelte sich jeweils eine einsame, teilweise zerschmolzene Käsescheibe, auf die jeweils das Würstchen platziert wurde. Dazu gab es noch zwei Saucen – zur Auswahl standen zum einen eine hausgemachte Chilisauce und eine Flasche Ketchup sowie noch etwas Mayonaise. Ich entschied mich dazu, auf eines der Brötchen die Chilisauce zu testen, während ich auf das andere einfach Ketchup gab. Außerdem fanden sich noch etwas Salat mit grünen Paprikastreifen und ein paar Pommes Frites auf dem Teller. Den Salat garnierte ich noch mit einem Essigdressing.
Für richtige Hot Dogs fehlte leider so einiges – zwar waren die gewählten Zutaten nicht unbedingt schlecht, aber ein wenig mehr “Füllung” für die Brötchen hätten mir schon zugesagt. Sauerkraut wäre klasse gewesen, aber auch Gürkchen, Röstzwiebeln oder ähnliches hätten das ganze wirklich noch aufgewertet. Obwohl die Chilisauce nicht schlecht war – leicht süßlich und angenehm scharf.
Der Salat war in Ordnung, aber die Pommes waren leider labbrig und fast kalt. Keine gute Wahl zum Wochenabschluß – bin zwar satt geworden, aber die Wahl des Fischeintopfes hätte mich mit Sicherheit glücklicher gestimmt.

Mein Abschlußurteil:
Hot Dogs: +
Pommes Frites: +/-
Salat: ++

Hackbraten im Speckmantel [06.08.2009]

Heute war mir mal nach etwas deftigerem – da kam mir der “Hackbraten im Speckmantel mit Paprika-Möhrchen-Bohnen-Gemüse und Bratkartoffeln” gerade recht. Obwohl die Alternative, “Jambalya, exotischer Reistopf mit Bacon, Shrimps, Paprika, Erbsen und Möhrchen, dazu ein kleiner Salat” auch nicht übel klang. Aber ich entschied mich dann doch für den Hackbraten.

Hackbraten im Speckmantel

Hackbraten im Speckmantel

Und der speckumantelte Hackbraten selbst erwies sich als wirklich sehr deftig. Nicht nur dass er mit massig grob gewürfelten Zwiebeln versehen war und offensichtlich zu großen Teilen aus Rinderhack bestand, auch die Würzung war nicht von schlechten Eltern. Hier muss ich allerdings den Kritikpunkt anbringen dass ich ihn etwas versalzen fand. Darüber war noch eine Tomatensauce gegeben, die aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel. Das Gemüse, bestehend aus grob geschnittener Paprika verschiedener Coleur, Möhrenscheiben und Brechbohnen, war wie ich fand nicht so berauschend – vor allem die Paprika war für meinen Geschmack etwas zu grob geschnitten. Die Bratkartoffeln schließlich waren ganz in Ordnung – mit etwas Speck und ein wenig Zwiebeln versehen vermisste ich nur noch das Ei, dass ich persönlich gerne an die Bratkartoffeln noch schlage. Aber das macht jeder nach eigenem Gutdünken – da kann ich dem Koch kaum einen Vorwurf machen. In der Summe gutes Mittelmaß, aber hätte noch etwas besser sein können. Vielleicht wäre ich mit dem Jambalya doch nicht so schlecht bedient gewesen – aber gewählt ist nun einmal gewählt – und satt bin ich letztlich ja auch geworden.

Mein Abschlußurteil:
Hackbraten im Speckmantel: +
Gemüse: +
Bratkartoffeln: ++

Hähnchenbrust süß-sauer [05.08.2009]

Heute war eigentlich wieder Schnitzel-Mittwoch in unserer Kantine angesagt – und das “Schweineschnitzel ‘Jäger Art’ mit Champignons in Rahmsauce, frischen Kräutern und Pommes Frites” klang auch sehr gut. Doch das zweite Angebot “Hähnchenbrust ‘süß-sauer’ mit Ananas, Bambussprossen, asiatischen Gemüse und Reisnudeln” klang noch einen winzig kleinen Deut besser – also entschied ich mich für dieses Gericht.

Hähnchenbrust süß-sauer

Wie fast immer war auch heute die Portion mal wieder wirklich riesig. Auf einem Berg von Nudeln – ich glaube es handelte sich hier wohl eher um sog. Mie-Nudeln aus Weizen anstatt der angekündigten Reisnudeln – die mit Karotten und Erbsen sowie den Hähnchebruststücken vermengt waren, hatte der Koch eine ziemliche Menge der süß-sauren, scharfen Sauce mit Ananas, Bambussprossen und Paprikstreifen aufgetragen.
Aus meiner Sicht waren die Nudeln heute etwas zu “al dente” – d.h. sie waren etwas zu fest im Biss. Sie hätten meiner Meinung nach wohl noch ein paar Minuten länger hätten kochen können. Das machte die wirklich angenehm scharfe Sauce aber wieder etwas wett. Nur die Paprikastücke darin hätten etwas kleiner bzw. kürzer geschnitten sein können. Abgesehen von den Bambussprossen vermisste ich außerdem das “asiatische Gemüse” aus der Menubeschreibung. Ein paar Mungobohnenkeimlinge, ein paar asiatische Pilze oder ähnliches wären hier angebracht gewesen.
Auch wenn es in der Summe wirklich schmackhaft war, war das Gericht heute eindeutig zu sehr europäisch geprägt. Ein Kantinenkoch muss natürlich den Geschmack aller treffen – von daher sei es ihm nachgesehen – aber dann hätte er nicht so großmundige Ankündigungen machen sollen. 😉 Aber was solls – ich bin mehr als satt geworden und musste gegen Ende wirklich mal wieder kämpfen, um alles zu schaffen. Qualitativ und Mengenmässig gabs wirklich nichts auszusetzen – nur die Zusammensetzung entsprach eben nicht der Ankündigung.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust “süß-sauer” mit Nudeln und Gemüse: ++ (mit einigem guten Willen)

Knuspriges Grillhähnchen [04.08.2009]

Frühstück fiel heute leider aus, da ich aufgrund anderer Verpflichtungen den Brötchenwagen verpasst hatte. Aber zum Mittagessen klappte es dann wieder. Und das heutige Angebot an Speisen ließ mir die Wahl leicht fallen. Denn neben “Knuspriges Grillhähnchen (halber Adler) mit Pommes Frites und Salatbeilage” gab es “nur” noch einen “Griechischen Gemüsesalat mit Feta, schwarzen Oliven, Paprika, Tomate und Zuchini” – und reine Salatspeisen sind nun mal (wie jeder der mich kennt wohl weiß) nicht mein Ding. Also bestellt ich mir das Grillhähnchen.

Knuspriges Grillhähnchen

Am halben Hähnchen, das tatsächlich schön knusprig und noch einigermaßen heiß war, fand sich viel leckeres Fleisch, dass sich vor allem vom Körper auch ohne Zuhilfenahme der Finger nur mit Messer und Gabel leicht entfernen ließ. Beim Bein und beim Flügel musste ich dann aber doch die Hänge zur Hilfe nehmen – aber zum Glück gabs genug Servietten, so dass sich die Verschmutzung schnell wieder entfernen ließ. Bei dem Pommes Frites musste ich aber heute leider Abstriche machen, denn sie waren bereits fast kalt und dementsprechend labbrig. Mit etwas Ketchup gingen sie aber noch. Der Salat schließlich – bestehend aus Salatblätter, Paprikastreifen, Salatgurkenscheiben und ein paar Maiskörnern – gab dem ganzen dann noch eine einigermaßen gesunde Variante. Wobei Hähnchenfleisch selbst ja wie Geflügel im Allgemeinen recht mager ist – aber die leckere Haut hat es eben so richtig in sich. 😉
Na ja, nach dem gesunden Hühnereintopf gestern geht so ein halbes Hähnchen schon mal denke ich….

Mein Abschlußurteil:
Halbes Grillhähnchen: ++
Pommes Frites: +
Salat: ++