Preiselbeer-Rahm-Schnitzel [12.08.2009]

Zum heutigen traditionellen Schnitzelmittwoch stand ich vor der Auswahl zwischen “Paniertes Schnitzel mit Schmand-Preiselbeersauce überbacken, dazu Buttermais-Möhrchengemüse und Kartoffelspalten” oder “Hühnerfrikassee mit Champignons, Möhrchen, Erbsen und frischen Kräutern, dazu Butterreis“. Endlich mal kein Jägerschnitzel mehr – so wie die Wochen zuvor – da wollte ich mal wieder zuschlagen und wählte das Schnitzel – auch wenn rein kalorientechnisch gesehen das Hühnerfrikassee mit Sicherheit optimaler gewesen wäre.

Schnitzel mit Schmand-Preiselbeersauce

Und die Wahl erwies sich als tatsächlich ganz gelungen. Auf dem Schnitzel selbst fand sich ein Klacks Preiselbeer-Rahm-Mischung und zusätzlich wurde das ganze außerdem noch mit einer Preiselbeersauce garniert. Persönlich kenne ich Preiselbeeren ja vor allem von Wildgerichten, in Kombination mit einem “gewöhnlichen” Schweineschnitzel Wiener Art hatte ich es noch nicht gehabt. Aber die Kombination war gar nicht mal so schlecht. Das Buttermais-Möhrchengemüse war ebenfalls recht lecker, wobei der Mais vor allem durch seine bissfestigkeit hervortrat. Die Kartoffelspalten schließlich waren außen schön knusprig und innen weich, so wie ich es mag. Und vor allem war alles noch schön heiß – was bei Kantinenessen ja nicht unbedingt die Regel ist. Alles in allem ein sehr leckeres Gericht, auch wenn die Kombination im ersten Moment etwas ungewöhnlich zu klingen scheint.

Mein Abschlußurteil:
Preiselbeer-Rahm-Schnitzel: ++
Preiselbeer-Sauce: ++
Mais-Möhrchengemüse: ++
Kartoffelspalten: ++

Khoresht e Bademjan [11.08.2009]

Zum Dienstag hatte sich unserer Koch mal etwas besonderes erdacht, denn auf der Karte für das Tagesmenu fand sich “‘Khoresht e Bademjan’ Lammgulasch mit Auberginen, dazu Tomaten-Kichererbsen-Cous Cous und süße-saure Linsen“. Daneben verblassten die “Spagetti Pesto aus selbstgezogenem Basilikum, gerösteten Pinienkernen und Parmesankäse, dazu ein kleiner Salat” natürlich vollkommen – besonders weil ich sowohl Lamm als auch Cous Cous wirklich sehr schätze. Damit stand meine Wahl für heute schnell fest: Ich bestellte mir das Khoresht e Bademjan.

Khoresht e Bademjan

Hinter dem Begriff “Khoresht” verbirgt sich wie mir ein iranischstämmiger Kollege berichtete eine in Persien sehr verbreitete dunkle Sauce mit Lammfleisch und hinter dem Begriff “Bademjan” (ausgesprochen Bademdschan) steckt einfach die Aubergine. Der Geschmack des Khoresht war kräftig und angenehm – in ihm fanden sich jedoch mehr Auberginen-Stücke als Lammfleisch. Aber auch das scheint der Originalzubereitung recht nahe zu kommen, denn man sagt im Iran wohl umgangssprachlich in etwa: Aubergine ist ein lebloses Huhn – also ein guter Fleischersatz oder eine gute Ergänzung.
Die süß-sauren Linse, die mit einigen Karotten- und ich denke Schwarzwurzelstreifen versehen waren, passten wirklich perfekt dazu – ebenso der schmackhafte Cous-Cous, in dem sich einige große, gut durchgekochte Tomatenstücke und reichlich Kichererbsen fanden.
In der Summe ein leicht exotisches und sehr schmackhaftes Gericht, das seinen Ursprung wohl in der persischen Küche hat. Passte alles wunderbar zusammen. Auch wenn es wohl nicht jedermanns Geschmack trifft – wie ich hören musste gab es wohl heute auch viele Sonderbestellungen – würde es mich sehr freuen, wenn unser Koch öfters Gerichte in dieser Richtung anbietet. Mir hats wirklich sehr gut Geschmeckt.

Mein Abschlußurteil:
Khorsht e Bademjan: ++
Süß-saure Linsen: ++
Tomaten-Kichererbsen-Cous Cous: ++

Grillhaxe mit Sauerkraut [10.08.2009]

Obwohl der “Gebratener Grüner Spargel mit Serrano-Schinken, dazu Blattsalat, Salzkartoffeln und eine leichte Buttersoße” wohl etwas sommerkonformer gewesen wäre, entschied ich mich heute doch für die “Grillhaxen vom Schwein mir Sauerkraut, Röstzwiebeln und Kartoffelpüree” – und ich sollte meine Wahl nicht bereuen.

Grillhaxen mit Sauerkraut

Das Kartoffelpüree war das einzige, was ganz leichte Kritik meinerseits hervorrief, denn es erwies sich als bereits etwas kalt und nicht ganz so cremig wie ich es sonst gewöhnt bin. Das Sauerkraut, das unser Koch mit einigen Karottenstreifchen aufgewertet hatte, machte das aber allemal wett. Es erwies sich als angenehm säurlich und saftig. Die Krönung des ganzen waren natürlich die beiden kleinen Grillhaxen. Obwohl ich zuerst aufgrund ihrer geringen Größe etwas bezweifelte, dass es sich hier wirklich um Haxen handelte. Vielmehr glaubte ich, dass es Rippen wären. Auch die Knochenform nach dem Verzehr das daran hängenden Fleisches gab keine Klarheit. Entweder es waren Rippen oder ein Mini-Schwein mit O-Beinen.

Grillhaxen - abgenagt

Das Fleisch daran war aber angenehm zart, relativ fettarm und gut gewürzt. Und die dunkle Sauce passte wunderbar dazu. Glücklicherweise traf ich bei der Rückgabe des Tabletts noch mal auf unseren Koch und er klärte mich auf, dass es sich hierbei tatsächlich um die Haxen von Jungschweinen handelte. Daher die geringe Größe.
Insgesamt wieder ein durchaus gelungenes Gericht – nach der leichten Enttäuschung bei den Hot Dogs vom Freitag hat mir das, so denke ich, Vertrauen in die Fertigkeiten unseren Koch zurückgegeben. =)

Mein Abschlußurteil:
Grillhaxen: ++
Dunkle Sauce: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpuree: +

Hot-Dogs [07.08.2009]

Heute stand ich vor der schwierigen Wahl zwischen einem “Fischeintopf aus dreierlei Meeresgetier und mediterranem Gemüse, dazu frisches Baguette” und “‘Hot Dogs’ Wiener Würstchen im Weizenmehlbrötchen, dazu Pommes Frites“. Obwohl der Fischeintopf ebenfalls sehr verlockend klang – mit einem ähnlichen wenn nicht gleichen Gericht habe ich ja bereits gute Erfahrungen gemacht – entschied ich mich doch für die Hot Dogs.

Hotdogs

Als ich sah aus was die Hotdogs bestanden, bereute ich meine Wahl bereits etwas, denn zwischen aufgeschnittenen, offensichtlich aufgebackenen Brötchen tummelte sich jeweils eine einsame, teilweise zerschmolzene Käsescheibe, auf die jeweils das Würstchen platziert wurde. Dazu gab es noch zwei Saucen – zur Auswahl standen zum einen eine hausgemachte Chilisauce und eine Flasche Ketchup sowie noch etwas Mayonaise. Ich entschied mich dazu, auf eines der Brötchen die Chilisauce zu testen, während ich auf das andere einfach Ketchup gab. Außerdem fanden sich noch etwas Salat mit grünen Paprikastreifen und ein paar Pommes Frites auf dem Teller. Den Salat garnierte ich noch mit einem Essigdressing.
Für richtige Hot Dogs fehlte leider so einiges – zwar waren die gewählten Zutaten nicht unbedingt schlecht, aber ein wenig mehr “Füllung” für die Brötchen hätten mir schon zugesagt. Sauerkraut wäre klasse gewesen, aber auch Gürkchen, Röstzwiebeln oder ähnliches hätten das ganze wirklich noch aufgewertet. Obwohl die Chilisauce nicht schlecht war – leicht süßlich und angenehm scharf.
Der Salat war in Ordnung, aber die Pommes waren leider labbrig und fast kalt. Keine gute Wahl zum Wochenabschluß – bin zwar satt geworden, aber die Wahl des Fischeintopfes hätte mich mit Sicherheit glücklicher gestimmt.

Mein Abschlußurteil:
Hot Dogs: +
Pommes Frites: +/-
Salat: ++

Hackbraten im Speckmantel [06.08.2009]

Heute war mir mal nach etwas deftigerem – da kam mir der “Hackbraten im Speckmantel mit Paprika-Möhrchen-Bohnen-Gemüse und Bratkartoffeln” gerade recht. Obwohl die Alternative, “Jambalya, exotischer Reistopf mit Bacon, Shrimps, Paprika, Erbsen und Möhrchen, dazu ein kleiner Salat” auch nicht übel klang. Aber ich entschied mich dann doch für den Hackbraten.

Hackbraten im Speckmantel

Hackbraten im Speckmantel

Und der speckumantelte Hackbraten selbst erwies sich als wirklich sehr deftig. Nicht nur dass er mit massig grob gewürfelten Zwiebeln versehen war und offensichtlich zu großen Teilen aus Rinderhack bestand, auch die Würzung war nicht von schlechten Eltern. Hier muss ich allerdings den Kritikpunkt anbringen dass ich ihn etwas versalzen fand. Darüber war noch eine Tomatensauce gegeben, die aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel. Das Gemüse, bestehend aus grob geschnittener Paprika verschiedener Coleur, Möhrenscheiben und Brechbohnen, war wie ich fand nicht so berauschend – vor allem die Paprika war für meinen Geschmack etwas zu grob geschnitten. Die Bratkartoffeln schließlich waren ganz in Ordnung – mit etwas Speck und ein wenig Zwiebeln versehen vermisste ich nur noch das Ei, dass ich persönlich gerne an die Bratkartoffeln noch schlage. Aber das macht jeder nach eigenem Gutdünken – da kann ich dem Koch kaum einen Vorwurf machen. In der Summe gutes Mittelmaß, aber hätte noch etwas besser sein können. Vielleicht wäre ich mit dem Jambalya doch nicht so schlecht bedient gewesen – aber gewählt ist nun einmal gewählt – und satt bin ich letztlich ja auch geworden.

Mein Abschlußurteil:
Hackbraten im Speckmantel: +
Gemüse: +
Bratkartoffeln: ++