Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Knödeln [26.09.2013]

Heute gab es mal was ganz Feines zu Mittag, denn im Rahmen der Wies’n-Angebote stand bei Tradition der Region heute Geschmorte Eintenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödeln auf dem Programm und da brauchte ich natürlich nicht lange zu überlegen, bevor ich mich für dieses eher selten angebotene Gericht entschied. Zumal es weder an der Asia-Thai-Theke mit Ko Lo Zai -Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce noch in der westlichen Küche mit einem Zucchini-Kartoffelgulasch bei Vitality oder einem Wurstgulasch mit Zwiebeln, Paprika und Kartoffeln irgend etwas gab, das es auch nur annährend mit einer Entenkeule aufnehmen konnte. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Bayrische Creme mit Beerenkompott aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödeln / Stewed duck leg with red cabbage & potato dumplings

Zwar waren die Kartoffelknödel und das Rotkraut mit Sicherheit Fertigware, in einem Betriebsrestaurant und bei den niedrigen Preisen ist das auch kaum anders möglich, aber geschmacklich gab es an beiden Komponenten absolut nichts auszusetzen. Gut, sowohl die Portion Kraut als auch die Knödel hätten gerne einen Deut größer sein können, aber ihre Menge reichte mehr als aus um satt zu werden. Zumal die angenehm groß geratene Entenkeule mit ihrer teils knusprigen Haut auch über angenehm viel zartes, mageres und saftiges Fleisch verfügte, das sich auch erfreulich leicht mit Messer und Gabel vom Knochen lösen ließ. Dazu noch eine würzige, dunkle Sauce und fertig war ein wirklich sehr gelungenes Mittagsgericht. Der kleine Becher luftig-lockeren Vanillemousses, auch Bayrische Creme genannt, mit ihrer Decke aus Johannisbeeren und kleinen Kirschen schloss das Mahl schließlich sehr passend ab.
Als ich meine Blicke heute über die Tabletts der anderen Gäste schweifen ließ, fiel es mir schwer irgend etwas anderes als Entenkeulen auszumachen. Nur sehr vereinzelt sah man mal einen Wurst- oder Zucchini-Kartoffelgulasch oder eines der Asia-Gerichte. Somit bleibt mir nichts anderes übrig, als der Entenkeule mit Blaukraut und Knödel auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala zu heben und alle anderen Gerichte gemeinsam den zweiten Platz zuzubilligen. So etwas ist wirklich sehr selten, aber wenn es schon mal Ente gibt auf der anderen Seite natürlich auch verständlich. 😉

Mein Abschlußurteil:
Geschmorte Entenkeule: ++
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Bayrische Creme: ++

Sauerbraten mit Kartoffeklößen [08.05.2013]

Ganz wie vermutet gab es heute, das erste Mal seit langem, kein Fischgericht an einem Mittwoch in der Sektion Vitality – denn dieses war ja gestern hier bereits serviert worden. Statt dessen bot man die für gestern vorgesehenen Gebackenen Polentataschen mit feinem Tomatenragout hier an. Einen Moment lang überlegte ich, dennoch hier zuzuschlagen, aber ich sollte noch etwas entdecken, das noch mehr mein Interesse weckte – wenn es schon keinen Fisch gab. Und das waren nicht etwa die Asia-Thai-Gerichte wie Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce, das Gaeng Phet Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce oder die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce, die man bei Tradition der Region anbot, sondern der Sauerbraten mit Kartoffelknödeln, der bei Globetrotter auf dem Speiseplan stand. Leider wurde, wie üblich, kein Gemüse direkt mit dem Gericht serviert und die Auswahl an der Gemüsetheke war, ebenfalls wie üblich, nur wenig auf die angebotenen Gerichte angepasst. Vor allem gab es kein Rot- bzw. Blaukraut, das wohl am besten zu Sauerbraten gepasst hätte. Da ich aber nicht ganz auf Gemüse verzichten wollte, stellte ich mir aus dem was es gab eine Auswahl aus Möhren, Schwarzwurzeln und Erbsen zusammen. Auf Dessert verzichtete ich auch heute wieder.

Sauerbraten mit Kartoffelklößen / Marinated pot roast with potato dumplings

Die Kartoffelklöße waren zwar etwas klein geraten, aber damit auch gut auf die ebenfalls nicht sehr dicken Scheiben Rinder-Sauerbratens abgestimmt. Einzig bei der Sauce hatte man nicht gespart. Aber geschmacklich gab es an keiner der Komponenten etwas auszusetzen. Die Klöße waren bissfest und saftig, das Fleisch würzig und leicht brüchig wie man es von Sauerbraten gewöhnt ist und die Sauce herb und mit einem angenehmen Aroma. Und auch wenn man dem Gemüse die Aufbewahrung in der Warmhaltetheke anmerkte, gab es was den Geschmack angeht nichts zu bemängeln. Für ein Kantinengericht ganz in Ordnung, aber es geht natürlich nichts über einen selbst angefertigten Sauerbraten.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Sauerbraten heute recht eindeutig am höchsten in der Gunst und belegte somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, gefolgte von den Schinkennudeln auf Platz drei und dem vegetarischen Polentataschen wie üblich schließlich aufh Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Sauce: ++
Kartoffeknödel: ++
Mischgemüse: ++

Entenkeule mit Apfelblaukraut und Kartoffelknödel [16.01.2013]

Auch wenn ich normalerweise ja Mittwochs in der Regel bevorzugt zum Fisch greife, so gab es heute gute Gründe von dieser gewohnten Vorgehensweise ausnahmsweise mal abzuweichen. Die Asia-Gerichte wie Kai Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Thoeng Ping Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüsesorten in Zitronengrassauce hatten nichts damit zu tun und auch das Aussehen oder die Qualität des heute bei Vitality angebotenen Gedünsteten Seelachs nach Art “Espanol” mit Kräuter-Knoblauchkartoffeln hatten auf meine Entscheidung einen nennenswerten Einfluss. Viel mehr fand ich das Angebot einer Frisch gebratenen Entenkeule mit Apfelblaukraut und Karotffelknödel in der Sektion Tradition der Region einfach zu verlockend als dass ich es hätte ablehnen können. Da konnte mich auch der ebenfalls recht gut aussehenden Erbseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot nicht mehr umstimmen.

Entenkeule mit Apfelrotkohl & Kloß / Duck leg with red cabbage & dumpling

Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Zu einer angenehm fleischreichen Entenkeule mit wenig fett und knuspriger Haut, von der sich die essbaren Komponenten erfreulich leicht lösen ließen, hatte man eine größere Portion mit größeren Apfelschnitzen versehenes Blau- bzw. Rotkraut und einen großen, mit einigen Brotstückchen gefüllten und extra garnierten Kartoffelknödel sowie schließlich eine dunkle, eher milde Sauce, die geschmacklich natürlich wunderbar zu Geflügel passte. In der Summe ein mehr als zufriedenstellendes und schmackhaftes Gericht, das alle meine Anforderungen an eine solche Zusammenstellung erfüllte und keinen Grund zur Kritik aufkommen ließ.
Meine Meinung dass die gebratene Entenkeule heute die beste Wahl war teilten auch viele der anderen Gäste und trugen somit dazu bei, dass dieses Gericht heute ohne Zweifel Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgte der Erbseneintopf, den ich meinte noch etwas häufiger zu sehen als die Asia-Gerichte, die somit Platz drei erreichten. Und auch der Seelachs nach Art “Espanol” war sehr beliebt, aber für mehr als einen guten vierten Platz reichte es meiner Ansicht dennoch nicht. Zusammen genommen aber trotz alle eine übliche Platzierung, der ich nichts mehr hinzuzufügen gedenke. 😉

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Apfelblaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelkloß [25.09.2012]

Auch wenn heute mit dem Vitality-Gericht Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl ein durchaus was die Nährwerte anging durchaus verlockendes Gericht auf dem Speiseplan der regulären Küche stand, so musste ich mich heute doch anders entscheiden. Doch nicht etwa die Thüringer Bratwurst mit Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter war es, die mich alle Vorsicht vergessen ließ, viel mehr reizte mich die traditionell-regionale Entenkeule mit Blaukraut und Majoranjus mit Kartoffelknödel. Da konnten mich auch die Asia-Gerichte wie Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thai-Curry oder Nua Pad Kratiem Prik Thai – Geratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, Schwarzem Pfeffer & Zwiebeln noch wenig dran ändern. Und wen ich schon mal sündigte konnte auch der kleine Becher Erdbeerjoghurt nicht mehr viel verderben wie ich fand.

Gänsekeule mit Rotkohl und Kloß / Duck leg mit red cabbage and dumpling

Alleine schon der große Kartoffelkloß, der mit einigen gerösteten Brotwürfeln gefüllt worden war, erwies sich als sehr gelungen. Aber auch am Rot- bzw. Blaukraut gab es zumindest geschmacklich nichts zu kritisieren – nur dass man die Apfelstücke etwas kleiner hätte schneiden können könnte man den Küchenkräften vorhalten – aber dass lasse ich nicht negativ in die Bewertung einfließen. Ebenso wenig berücksichtige ich die ein winzig klein wenig zu lang gebackenen Entenkeulen, die nicht nur meiner Meinung nach gerne etwas kürzer hätten gebacken werde können. Sie waren etwas, ich möchte sagen al dente geworden, aber mit ihrer knusprigen Haut und dem reichhaltigen Fleisch noch soweit schmackhaft dass ich dies ebenfalls nicht ein der Wertung berücksichtigen möchte. Am nur leicht gesüßten und mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen Erdbeerjoghurt gab es sowieso nichts auszusetzen. Insgesamt war ich aber sehr zufrieden mit der Ausführung dieses nicht alltäglichen Angebots unseres Betriebsresraurants – wenn es nach mir ginge könnte es so etwas gerne öfter geben. 😉
Der Gros des Kantinenpublikums hatte natürlich ebenfalls bei der Entenkeule zugeschlagen, was ihr ohne jeden Zweifel den heutigen ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligte. Auf Platz zwei folgten, welch ein Wunder, zumindest meines Eindrucks nach die vegetarischen Gnocchi, aber eng gefolgt von der Thüringer Bratwurst und schließlich den ebenfalls beliebten, aber dennoch auf Platz vier verdrängten Asia-Gerichten. Gut, wenn es nicht gerade etwas so besonderes wie Entenkeule gegeben hätte, wären die Gnocchi mit Sicherheit auch meine erste Wahl gewesen, aber das die andere Fleischgerichte verdrängten ist eher ungewöhnlich. Mit Sicherheit handelt es sich hier aber nur um einen statistisch normalen Ausbruch aus der Normalverteilung, ich glaube nicht dass vegetarische Gerichte sich über längere Zeit auf den vorderen Plätzen halten können. Wir werden also sehen wie sich die Allgemeine Beliebtheitsskala weiterentwickeln wird.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Apfelblaubkraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Erdbeerjoghurt: ++

Sauerbraten mit Kartoffelknödel & Blaukraut [01.12.2011]

Mein erster Blick heute galt dem Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality, das mit Sicherheit die kalorientechnisch optimalste Wahl gewesen wäre. Aber die anderen beiden Sektionen der regulären Küche fuhren heute sozusagen schwere Geschütze auf denen ich kaum widerstehen konnte. Dabei klangen die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus dem Bereich Globetrotter schon mal sehr verlockend, wurden aber noch getoppt vom Sauerbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut der im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte angeboten wurde. Da nahm ich die Asia-Thai-Angebote in Form von Asiatischem Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln Massaman Curry gar nicht näher in Augenschein. Also fiel meine heutige Wahl auf den Sauerbraten, den ich noch mit einem Becherchen Englische Mintcreme ergänzte.

Sauerbraten mit Blaukraut & Kloß

Zwar meinte ich nach meiner Erfahrung mit einem selbst gemachten Sauerbraten erkennen zu können dass man das Stück Rinderbraten nur einige wenige Tage eingelegt zu hatte und auch wohl keine ganze Stunde geschmort hatte – dazu war er nicht mürbe und sauer genug. Aber das Fleisch war dennoch angenehm zart und hatte genügend der säuerlichen Marinade aufgesogen dass man diese Bratenzubereitung als gelungen bezeichnen konnte. Im Rotkraut fanden sich ungewöhnlicher Weise zwar einige Zwiebeln, es erwies sich aber dennoch als angenehm fruchtig und schmackhaft. Und auch am mit einigen Semmelbröseln gefüllten Kartoffelknödel gab es nichts auszusetzen. Für ein Kantinengericht handelte es sich um einen wirklich gut gemachten Sauerbraten. Und auch die weiche, lockere Mintcreme erwies sich als gute Wahl.
Bei Gros der anderen Kantinengäste lagen die Spaghetti Bolognese aber ein wenig höher in der Gunst und landete somit knapp vor dem Sauerbraten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich das vegetarische Ofengemüse. Diese Platzierung bot somit keinerlei Überraschungen und entsprach meinen Erwartungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Rotkraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Englische Mintcreme: ++