Schweinebraten mit bayrischem Kraut & Kartoffelknödel [20.02.2014]

Gleich zur Einleitung muss ich gestehen, dass mir heute leider ein kleines Malheur bei der Aufnahme passiert ist, denn obwohl ich zur Sicherheit gleich drei Fotos von von dem Schweinebraten mit bayrischem Kraut und Kartoffelknödeln aus der Sektion Tradition der Region geschossen hatte, waren alle drei Unscharf geworden. Irgendwie wollte der Autofocus meines iPhones heute nicht so richtig. Ich habe einfach mal das Beste davon ausgewählt und ich denke es gibt zumindest einen groben Eindruck des Gerichts. 😉 Außerdem gab es heute noch ein Rinderhacksteak “Mexiko” mit Gemüsesalsa und Reis bei Globetrotter, einen Kartoffelröst mit Ratatouillegemüse und Sauce Hollandaise bei Vitality und schließlich noch Tahoo Tod – Mariniert gebratenes Tofu mit verschiedenem Gemüse in Koriandersauce, Ko Lau Tzau – Gebratene Pute mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce und Gebackenes Seelachsfilet mit Gemüse in Chili-Zitronengrassauce. Einen kurzen Moment hatte ich zwar überlegt, ob ich beim vegetarischen Ratatouille-Rösti zugreifen sollte, dann aber fiel meine Wahl doch auf den wirklich sehr verlockend aussehenden Schweinebraten. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

(Unscharf / blurred) Schweinebraten mit bayrischem Kraut & Kartoffelknödel / Pork roast with bavarian cabbage & dumplings

Die beiden angenehm großen Kartoffelknödel waren zwar leider ohne Füllung, aber ansonsten sowohl was ihre weiche Konsistenz als auch ihren Geschmack anging überaus gelungen. Und auch die große Scheibe einigermaßen mageren und zarten Schweinebratens in der dunklen, würzigen Sauce gefiel mir sehr gut. Als Bayrisches Kraut hatte man grob geschnittenen, gekochten Weißkohl beigefügt, zu dessen Würze auch ganze Kümmelsamen gehörten, was meinem Geschmack natürlich sehr zusprach, auch wenn dieses Gewürz mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack ist. Mir hat es aber sehr gut gemundet, zumal es mich an den leckeren bayrischen Leberkäse-Sauerkraut-Auflauf vom Samstag erinnerte, dem ich ja auch etwas Kümmel beigemengt hatte. Gemeinsam mit dem nur mild gesüßtem Milchreis samt seines Toppings aus roter Grütze ein insgesamt sehr gelungenes Mittagsmahl. Schade dass das Foto nichts geworden ist.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Schweinebraten heute natürlich ganz vorne und belegte mit deutlich erkennbarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um den zweiten Platz lieferten sich das Rinderhacksteak “Mexiko” und die Asia-Gerichte ein recht enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das meiner Meinung nach die Asia-Gerichte schließlich für sich entscheiden konnten und das Rinderhacksteak auf Platz drei verdrängten. Auf einem sehr guten vierten Platz folgte schließlich der Rösti mit Ratatouillegemüse und Sauce Hollandaise.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebraten: ++
Sauce: ++
Bayrisches Kraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Weihnachtsfeier-Schlemmereien 2013

Hier ein paar kleine Impressionen von der diesjährigen Weihnachtsfeier – zubereitet wie jedes Jahr vom Team des Sternekochs Alfons Schuhbeck.
4erlei Vorspeise

Vorspeise / Entrée - Weihnachtsfeier 2013

Oben: Mit Spinat gefülltes Kalbsfleischpflanzerl auf Kartoffel-Schnittlauchtartar
Links: Crevettencocktail – Garnelen in Cocktailsauce
Rechts: Delise vom Roastbeef mit Sauce Remoulade
Unten: Würfel von Antipasti mit Pistoudip
Alles garniert mit Blättern verschiedener Salatsorten

Als Hauptgericht gab es am Buffet dann als Hauptgänge geschmorte Kalbshaxe, frisch gebratene Bauernente, Gewürz-Krustbraten, gebratene Garnelen und Steinpilzknödel mit Trüffelschaum sowie als Beilagen Rohkost- und Blattsalate, Kartoffel- und Semmelknödel, Schmorapfel, Ecken von der Maribellkartoffel mit Gewürzsalz, Gewürzblaukraut und Ofengemüse. Als Dessert gab es neben verschiedenen Eissorten auch Topfen-Ingewerstrudel mit Vanillesauce und Zwetschgen-Holunderröster, Bratapfeltiramisu und verschiedene bayrische Käsesorten mit Feigensenf.
Da ich – unklugerweise – ja schon zu Mittag gut zugeschlagen hatte, blieb es für mich bei einer Bauernenten-Keule mit Ofengemüse, Gewürzblaukraut und je einem Semmel- und Kartoffelknödel. Mehr ging beim besten Willen nicht rein.

Gebackene Ente mit Klößen, Gewürzblaukraut & Gemüse / Baked duck with dumplungs, spiced red cabbage & vegetables

Also Notiz an mich für nächstes Jahr: Am Tag, an dem die Weihnachtsfeier stattfindet nur eine Kleinigkeit oder vielleicht sogar ganz auf das Mittagessen verzichten. 😉

Schweinebraten in Dunkelbiersauce [12.12.2013]

Auch heute konnten mich die Gerichte an der Asia-Thai-Theke wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebel und Paprika in Zitronengrassauce nicht so recht überzeugen und ich war drauf und dran, bei den vegetarischen Gnocchi mit Ruccola und Kirschtomaten aus der Sektion Vitality zuzugreifen – einem Gericht dass ich z.B. hier, hier oder hier schon einmal mit Genuss verzehrt hatte. Aber dann bemerkte ich, dass mir der Geschmack doch eher nach etwas mit Fleisch stand. Letztlich war es wohl der Kartoffelkloß, der mich dazu bewog, den Schweinebraten im Dunkelbiersauce mit Kartoffelknödel und Krautsalat in der Abteilung Tradition der Region anstatt des Putenschnitzel mit Kräuterrahmsauce und Spätzle zu wählen. Auf ein Dessert verzichtete ich aber heute mal.

Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Knödel & Krautsalat / Pork roast with dark beer sauce, dumpling and cole slaw

Der angenehm große Kartoffelknödel war, so wie ich es mag, mit einigen gerösteten Brotwürfeln gefüllt und erwies sich als saftig und nicht zu zäh. Dazu der kalte servierte, leicht säuerliche Krautsalat und die eineinhalb Scheiben zarten und saftigen, einigermaßen mageren Schweinebratens in der würzigen, dunklen Sauce komplettierten das Ganze zu einem nicht gerade leichten, aber sehr schmackhaften Mittagsgericht. Ich war überaus zufrieden.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, erschien es mir entgegen meiner Prognose so, als würde heute das Putenschnitzel mit leichtem Vorsprung vor dem Schweinebraten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala erlangen und das Bratengericht somit auf einen guten, aber zweiten Platz verdrängen. Ich hatte ja eher vermutet, dass der Braten heute das Rennen machen würde. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte schließlich die Gnocchi mit Ruccola und Kirschtomaten. Außerdem fiel mir auf, dass heute ungewöhnlich viele Salatschüsseln zu sehen waren. Ob da ein Zusammenhang mit der für heute Abend angesetzten Weihnachtsfeier besteht, kann ich aber nicht genau sagen.

Mein Abschlussurteil:
Schweinebraten: ++
Dunkelbiersauce: ++
Kartoffelknödel: ++
Krautsalat: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Kartoffelknödel [14.11.2013]

Eigentlich wäre es ja heute mal wieder an der Zeit gewesen, an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo mit Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersoße und vor allem Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce überaus verlockende Angebote auf der Speisekarte zu finden waren. Aber auch die reguläre Küche hatte einige nicht zu verachtende Gerichte im Angebot. Dabei waren es weniger das Sonderangebot in Form einer Lasagne Bolognese – wahrscheinlich aus den Resten der Spaghetti Bolognese vom Dienstag – oder die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Globetrotter, die mich reizten. Aber der Sauerbraten mit Blaukraut und Kartoffelknödel bei Tradition der Region und die Zucchinipuffer mit Broccoli und Tomaten bei Vitality weckten großes Interesse bei mir. Und nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für den Sauerbraten. Dazu gesellte sich noch ein kleiner Erbeerjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot auf mein Tablett.

Sauerbraten mit Blaukraut & Kartoffelknödel / Marinated pot roast (sauerbraten) with red cabbage & dumpling

Mich würde wirklich mal Interessieren, ob auch ein Betriebsrestaurant wie unseres den Rinderbraten traditionell für ganze drei bis fünf Tage mariniert oder ob es da eine beschleunigte Methode gibt. Geschmacklich konnte ich zumindest keinen Unterschied erkennen, denn das Fleisch war angenehm zart und leicht mürbe so wie ich es von Sauerbraten gewohnt bin. Gemeinsam mit der dunklen, kräftigen Sauce, dem mit angebratenen Semmelbröseln gefüllten Kartoffelknödel und der Portion Blaukraut mit leichter Apfelnote ergab sich so ein Gericht, das sich wirklich schmecken lassen konnte. Da wäre der fruchtige, mit einer Cocktailkirsche und zahlreichen Pistaziensplittern garnierte Erdbeerjoghurt eigentlich gar nicht mehr notwendig gewesen, aber geschadet hat er natürlich auch nicht. 😉
Und wie nicht anders zu erwarten gewesen, erfreute sich der Sauerbraten auch bei den anderen Gästen überaus großer Beliebtheit und landete mit deutlichem Vorsprung den heutigen ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Platz zwei belegten die Asia-Gerichte und den dritten Platz durften sich heute die Lasagne und die Käsespätzle teilen, während die vegetarischen Zucchinipuffer schließlich einen guten, aber dennoch vierten Platz ergattern konnten.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Erdbeerjoghurt: ++

Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Knödeln [26.09.2013]

Heute gab es mal was ganz Feines zu Mittag, denn im Rahmen der Wies’n-Angebote stand bei Tradition der Region heute Geschmorte Eintenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödeln auf dem Programm und da brauchte ich natürlich nicht lange zu überlegen, bevor ich mich für dieses eher selten angebotene Gericht entschied. Zumal es weder an der Asia-Thai-Theke mit Ko Lo Zai -Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce noch in der westlichen Küche mit einem Zucchini-Kartoffelgulasch bei Vitality oder einem Wurstgulasch mit Zwiebeln, Paprika und Kartoffeln irgend etwas gab, das es auch nur annährend mit einer Entenkeule aufnehmen konnte. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Bayrische Creme mit Beerenkompott aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödeln / Stewed duck leg with red cabbage & potato dumplings

Zwar waren die Kartoffelknödel und das Rotkraut mit Sicherheit Fertigware, in einem Betriebsrestaurant und bei den niedrigen Preisen ist das auch kaum anders möglich, aber geschmacklich gab es an beiden Komponenten absolut nichts auszusetzen. Gut, sowohl die Portion Kraut als auch die Knödel hätten gerne einen Deut größer sein können, aber ihre Menge reichte mehr als aus um satt zu werden. Zumal die angenehm groß geratene Entenkeule mit ihrer teils knusprigen Haut auch über angenehm viel zartes, mageres und saftiges Fleisch verfügte, das sich auch erfreulich leicht mit Messer und Gabel vom Knochen lösen ließ. Dazu noch eine würzige, dunkle Sauce und fertig war ein wirklich sehr gelungenes Mittagsgericht. Der kleine Becher luftig-lockeren Vanillemousses, auch Bayrische Creme genannt, mit ihrer Decke aus Johannisbeeren und kleinen Kirschen schloss das Mahl schließlich sehr passend ab.
Als ich meine Blicke heute über die Tabletts der anderen Gäste schweifen ließ, fiel es mir schwer irgend etwas anderes als Entenkeulen auszumachen. Nur sehr vereinzelt sah man mal einen Wurst- oder Zucchini-Kartoffelgulasch oder eines der Asia-Gerichte. Somit bleibt mir nichts anderes übrig, als der Entenkeule mit Blaukraut und Knödel auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala zu heben und alle anderen Gerichte gemeinsam den zweiten Platz zuzubilligen. So etwas ist wirklich sehr selten, aber wenn es schon mal Ente gibt auf der anderen Seite natürlich auch verständlich. 😉

Mein Abschlußurteil:
Geschmorte Entenkeule: ++
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Bayrische Creme: ++