Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelkloß [25.09.2012]

Auch wenn heute mit dem Vitality-Gericht Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl ein durchaus was die Nährwerte anging durchaus verlockendes Gericht auf dem Speiseplan der regulären Küche stand, so musste ich mich heute doch anders entscheiden. Doch nicht etwa die Thüringer Bratwurst mit Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter war es, die mich alle Vorsicht vergessen ließ, viel mehr reizte mich die traditionell-regionale Entenkeule mit Blaukraut und Majoranjus mit Kartoffelknödel. Da konnten mich auch die Asia-Gerichte wie Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thai-Curry oder Nua Pad Kratiem Prik Thai – Geratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, Schwarzem Pfeffer & Zwiebeln noch wenig dran ändern. Und wen ich schon mal sündigte konnte auch der kleine Becher Erdbeerjoghurt nicht mehr viel verderben wie ich fand.

Gänsekeule mit Rotkohl und Kloß / Duck leg mit red cabbage and dumpling

Alleine schon der große Kartoffelkloß, der mit einigen gerösteten Brotwürfeln gefüllt worden war, erwies sich als sehr gelungen. Aber auch am Rot- bzw. Blaukraut gab es zumindest geschmacklich nichts zu kritisieren – nur dass man die Apfelstücke etwas kleiner hätte schneiden können könnte man den Küchenkräften vorhalten – aber dass lasse ich nicht negativ in die Bewertung einfließen. Ebenso wenig berücksichtige ich die ein winzig klein wenig zu lang gebackenen Entenkeulen, die nicht nur meiner Meinung nach gerne etwas kürzer hätten gebacken werde können. Sie waren etwas, ich möchte sagen al dente geworden, aber mit ihrer knusprigen Haut und dem reichhaltigen Fleisch noch soweit schmackhaft dass ich dies ebenfalls nicht ein der Wertung berücksichtigen möchte. Am nur leicht gesüßten und mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen Erdbeerjoghurt gab es sowieso nichts auszusetzen. Insgesamt war ich aber sehr zufrieden mit der Ausführung dieses nicht alltäglichen Angebots unseres Betriebsresraurants – wenn es nach mir ginge könnte es so etwas gerne öfter geben. ;-)
Der Gros des Kantinenpublikums hatte natürlich ebenfalls bei der Entenkeule zugeschlagen, was ihr ohne jeden Zweifel den heutigen ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligte. Auf Platz zwei folgten, welch ein Wunder, zumindest meines Eindrucks nach die vegetarischen Gnocchi, aber eng gefolgt von der Thüringer Bratwurst und schließlich den ebenfalls beliebten, aber dennoch auf Platz vier verdrängten Asia-Gerichten. Gut, wenn es nicht gerade etwas so besonderes wie Entenkeule gegeben hätte, wären die Gnocchi mit Sicherheit auch meine erste Wahl gewesen, aber das die andere Fleischgerichte verdrängten ist eher ungewöhnlich. Mit Sicherheit handelt es sich hier aber nur um einen statistisch normalen Ausbruch aus der Normalverteilung, ich glaube nicht dass vegetarische Gerichte sich über längere Zeit auf den vorderen Plätzen halten können. Wir werden also sehen wie sich die Allgemeine Beliebtheitsskala weiterentwickeln wird.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Apfelblaubkraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Erdbeerjoghurt: ++

Sauerbraten mit Kartoffelknödel & Blaukraut [01.12.2011]

Mein erster Blick heute galt dem Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality, das mit Sicherheit die kalorientechnisch optimalste Wahl gewesen wäre. Aber die anderen beiden Sektionen der regulären Küche fuhren heute sozusagen schwere Geschütze auf denen ich kaum widerstehen konnte. Dabei klangen die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus dem Bereich Globetrotter schon mal sehr verlockend, wurden aber noch getoppt vom Sauerbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut der im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte angeboten wurde. Da nahm ich die Asia-Thai-Angebote in Form von Asiatischem Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln Massaman Curry gar nicht näher in Augenschein. Also fiel meine heutige Wahl auf den Sauerbraten, den ich noch mit einem Becherchen Englische Mintcreme ergänzte.

Sauerbraten mit Blaukraut & Kloß

Zwar meinte ich nach meiner Erfahrung mit einem selbst gemachten Sauerbraten erkennen zu können dass man das Stück Rinderbraten nur einige wenige Tage eingelegt zu hatte und auch wohl keine ganze Stunde geschmort hatte – dazu war er nicht mürbe und sauer genug. Aber das Fleisch war dennoch angenehm zart und hatte genügend der säuerlichen Marinade aufgesogen dass man diese Bratenzubereitung als gelungen bezeichnen konnte. Im Rotkraut fanden sich ungewöhnlicher Weise zwar einige Zwiebeln, es erwies sich aber dennoch als angenehm fruchtig und schmackhaft. Und auch am mit einigen Semmelbröseln gefüllten Kartoffelknödel gab es nichts auszusetzen. Für ein Kantinengericht handelte es sich um einen wirklich gut gemachten Sauerbraten. Und auch die weiche, lockere Mintcreme erwies sich als gute Wahl.
Bei Gros der anderen Kantinengäste lagen die Spaghetti Bolognese aber ein wenig höher in der Gunst und landete somit knapp vor dem Sauerbraten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich das vegetarische Ofengemüse. Diese Platzierung bot somit keinerlei Überraschungen und entsprach meinen Erwartungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Rotkraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Englische Mintcreme: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Knödel [19.09.2011]

Als ich gestern Rouladen mit Rotkohl und Klößen zubereitete, konnte ich ja nicht ahnen dass heute im Rahmen der Wies’n Gerichte, die aktuell die Sektion Tradition der Region in unserem Betriebsrest ersetzt, eine Gebratene Entenkeule mit Orangensauce, Blaukraut und Kartoffeknödel auf der Speisekarte stehen sollte. Das toppte natürlich sowohl den Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse bei Vitality und die Tortellini in Schinkensahnesauce bei Globetrotter als auch Asia-Thai-Gerichte in Form von Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce oder Gaeng Panang Gai – Gebretenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry. Obwohl es kalorientechnisch keine weise Wahl war entschied ich mich also für die Entenkeule. Dazu gesellte sich noch ein winziges Becherchen – dieses Mal noch kleiner als sonst – aus einer Schicht Fruchtmasse, Milchreis und etwas Obst.

Entenkeule mit Blaukraut & Kloß / Duck haunch with red cabbage & dumpling

Das erste was natürlich auffällt ist die riesige Menge an Sauce die man mit auf den Teller getan hatte – hier drängt sich mal wieder Frage auch ob man das bereits tote Tier noch einmal zusätzlich ertränken wollte. ;-) Dabei war sie aber angenehm würzig und gleichzeitig fruchtig und passte gut zu der Ente. Glücklicherweise war das der einzige Punkt den ich als Kritik anbringen musste, denn der Rest erfüllte voll meine Erwartungen: Die Keule war angenehm groß, reich zartem an Fleisch und mit knuspriger Haut, das Rotkraut schmeckte mit seinem leichten Apfelaroma war sehr schmackhaft und auch der feste Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus gerösteten Weißbrotwürfeln war für einen Kantinenknödel sehr gelungen. Der kleine Nachtisch seiner Garnitur wäre da wirklich nicht mehr notwendig gewesen, aber hier hatte mich die Macht der Gewohnheit einfach überwältig…
Und auch der Gros des anderen Kantinenpublikums hatte heute den selben Geschmack wie ich und schlug mir deutlicher Vorliebe bei der Entenkeule mit Blaukraut zu, die mit Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gericht, auf Platz drei die Tortellini mit Schinkensahnesauce und auf Platz vier das Zucchini-Möhrenragout. Das entsprach auch meinen Erwartungen, so eine Entenkeule gibt es nun einmal zu verlockend.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Orangensauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Milchreis auf Obst: ++

Schweinekrustenbraten [29.10.2009]

Obwohl die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl” aus dem Bereich “Vitality” mit Sicherheit die interessanteste Wahl gewesen wären und auch der “Saftiges Biergulasch vom Rind mit Serviettenknödel” bei den Globetrotter-Gerichten sehr interessant klang, entschied ich mich heute dann doch dazu mal wieder bei den traditionell-regionalen Gerichten zuzuschlagen und den “Knuspriger Schweinekrustenbraten mit Kartoffelknödel und Apfelblaukraut” zu nehmen. Das “Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in Süß-Saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli – Zitronengrassauce” aus der Asia Wok Ecke reizten mich nicht sonderlich.

Krustenbraten mit Apfelblaukraut

Was ich erhielt erfüllte schließlich dann leider doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Kartoffelknödel war natürlich vollkommen in Ordnung und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Aber den Krustenbraten rief einige Kritikpunkte hervor. Zum einen war die Kruste selbst – wohl die hart gebackene Haut des Schweines (ich meine Poren gesehen zu haben), aus meiner Sicht nicht essbar. Außerdem befand sich zwischen dieser Haut-Kruste und dem eigentlichen Fleischstück eine nicht unerhebliche Schicht wabbeligen Fetts, welches ich ebenfalls nicht mit verzehren wollte. Und das Fleisch selbst war an einigen Stellen ziemlich fest und trocken, was auch nicht gerade zum Genuß beitrug. Dabei sei noch erwähnt dass andere Kollegen, die ebenfalls dieses Gericht gewählt hatten es wohl besser getroffen hatten, denn ihre Teller waren nach Abschluß der Mahlzeit komplett leer. Nun ja – man kann ja leider nicht immer ins Schwarze treffen. Dennoch ärgere ich mich ein wenig, nicht doch die Gnocchi mit Austernpilzen und Walnussöl gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: +/-
Apfelrotkohl: ++
Kartoffelknödel: ++