Pikantes Bohnengulasch [14.06.2012]

Auch wenn die Asia-Theke auch heute mit Angeboten Chop Suey – Gemischtes Gemüse gebraten in Erdnußsauce nach Shanghai Art oder To Gu Yuk – Schweinefleisch gebraten mit China Pilzen und Gemüse in Koksmilch und rotem Thai-Curry durchaus interessant klingende Gerichte auf der Karte hatte, war mir heute doch mehr nach etwas aus der regulären Küche. Dort fanden sich neben dem Sommersalat mit Scampispieß als Sonderangebot – wohl Reste von gestern – auch durchgehend schmackhaft klingende Speisen. Zuerst liebäugelte ich mit dem Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomaten-Basilikumsauce und Gabelspaghetti bei Globetrotter, aber auch das traditionell-regionale Rindergeschnetzelte mit Sherry, grünem Pfeffer und Spätzle klang nicht schlecht. Kalorientechnisch am idealsten erschien schließlich jedoch das Pikante Bohnengulasch aus der Sektion Vitality, daher entschied ich mich letztlich für dieses Angebot, zumal bei gerade mal 392kcal pro Portion auch ein kleiner Becher Aprikosenquark von der Dessert-Theke problemlos noch drin war.

Pikantes Bohnengulasch / Zesty beans goulash

In einer würzig-pikanten, mit einigen Kräutern versehenen Tomatensauce fanden sich kleine weiße Bohnen, grüne Brechbohnen, Zucchinischeiben, Paprika in verschiedenen Farben, geschälte Tomatenstücke und kleine Kartoffeln. Auch ohne Fleisch erwies sich das mit einer großzügigen Portion Sour Cream garniertes Gericht als sehr lecker und langfristig sättigend. Einfach, aber lecker. Und auch der mit zahlreichen Fruchtstücken versehene, strukturell angenehm feste Aprikosenquark gab keinen Grund zur Kritik und bot einen guten Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lag heute recht eindeutig das Picatta Milanese am höchsten in der Gunst und landete somit auf Platz eins der der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, knapp gefolgt von dem Rindergeschnetzeltem auf Platz drei und dem Bohnengulasch auf Platz vier. Theoretisch wäre der Salat mit Scampispieß auf Platz fünf gelandet, aber da dieses Angebot Mengenmäßig begrenzt war, lasse ich es nicht in die Wertung einfließen.

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Aprikosenquark: ++

Hessisches Rahmschnitzel [09.06.2012]

Heute wurde mal wieder richtig geschlemmt. Zu diesem Zweck hatte ich mich und meine Begleitung in das Restaurant Zum Goldenen Löwen im nordhessischen Rotenburg an der Fulda begeben, einem kleinen, gemütlichen Restaurant in der dortigen malerischen Fachwerk-Altstadt. Das dortige Angebot an Speisen umfasst größtenteils Angebote der gutbürgerlichen Küche, wobei sich auch viele lokale Spezialitäten darunter verbergen. Und obwohl es aktuell eine umfangreiche Spargelkarte und eine zusätzliche Karte mit einem großen Angebot von Grillgerichten gibt, entschied ich mich nach einigen Abwägen dazu, mal wieder ein Hessisches Rahmschnitzel zu mit zu nehmen, dass ich mir mit Bratkartoffeln anrichten ließ. Alternativ wären auch Pommes Frites, Kartoffelwedges, Salzkartoffeln oder Kroketten möglich gewesen. Dazu gehörte noch ein großer gemischter Salatteller, der natürlich vorher serviert wurde.

Salatteller / Salad dish

Auf einer Schicht von Salatgurken-Scheiben und zwei Blättern Chicorée fand sich eine bunte Mischung verschiedener Blattsalate in einem leichten, cremigen Kräuter-Sahne-Dressing. Garniert war das Ganze mit einigen Scheiben Radieschen sowie reichlich frischer Gartenkresse. Auch wenn ich normalerweise kein riesiger Fan von Salat bin, so habe ich diese heute doch restlos verputzt.
Wenig später kam dann auch schon das Hauptgericht, das bereits erwähnt Hessische Rahmschnitzel.

Hessisches Rahmschnitzel / Hessian sour cream schnitzel

Im Grunde genommen handel es sich dabei um ein paniertes Schweineschnitzel “Wiener Art”, das mit einer großen Portion einer Mischung aus Sauerrahm mit Dill und Frühlingszwiebeln sowie wieder etwas Kresse garniert worden war. Die Kombination aus zarten Schweineschnitzel in knuspriger Panade und der würzigen Sauerrahm-Sauce erwies sich als sehr lecker. Dazu gab eine kleinere, aber annehmbar große Portion gebratener Kartoffeln mit Zwiebelringen und Speckwürfelchen als Sättigungsbeilage. Es hätten zwar gerne ein paar mehr Bratkartoffeln sein können, aber geschmacklich gab es absolut nichts daran auszusetzen. Und auch der Preis war mit 10,80 Euro mehr als akzeptabel.
Eigentlich hätte das für ein vollwertiges Mittagessen schon absolut ausgereicht, doch wir konnten es nicht lassen uns noch etwas zum Nachtisch zu bestellen. Bei gerade mal zwei Dessert-Angeboten, nämlich Vanilleeis mit heißen Kirschen oder Himbeeren und Schlagsahne sowie dem Sommerkuss, einem Becher Vanilleeis mit Obst der Saison und Schlagsahne brauchten wir nicht lange um uns zu entscheiden. Ich persönlich entschied mich dabei für den Sommerkuß, der aktuell mit frischen Erdbeere serviert wurde.

Vanilleeis mit frischen Erdbeeren

Unter einer großen, aber gut zu der Menge der anderen Zutaten abgewägten Portion Schlagsahne fanden sich zahlreiche geachtelte, leicht gezuckerte Stücke frischer Erdbeeren und zwei größere Kugeln aromatisches Vanilleeis. Ein klassisches Eisdessert, an dem es ebenfalls nichts auszusetzen gab, auch wenn der Preis von 5,50 Euro nicht gerade günstig erschien.
Insgesamt waren wir sowohl mit den Speisen als auch mit der Geschwindigkeit und Freundlichkeit unserer Bedienung und dem restlichen Drumherum sehr zufrieden. Daher kann ich dem Restaurant “Zum Goldenen Löwen” in Rotenburg an der Fulda eine große Empfehlung aussprechen.

Welsfilet in Zitronen-Meerrettichsahne [25.05.2012]

Heute wartete die reguläre Küche gleich mit zwei interessanten Gerichten auf, denn neben einer Zarten Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato bei Vitality bot man heute auch in der Abteilung Globetrotter auch ein Welsfilet in Zitronen-Meerrettichsahne und Petersilienkartoffeln an. Da konnten weder die Gebackene Ananas und Banane und das Shi Zhu Yuk – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce an der Asia-Theke noch die Dampdnudel mit Marzipan-Vanillesauce bei Tradition der Region mithalten. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich schließlich für das Welsfilet, denn ein solches hatte ich meines Kenntnisstandes hier noch nie verzehrt. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Mischgemüse aus dem optionalen Gemüseangebot sowie ein Becherchen eines nicht näher definierten Nachtischs von der Dessert-Theke.

Wels in Meerrettichsahnesauce

Das große, in dünner Panade gebratenes Welsfilet, das ich mir mit dem Saft der beigefügten Zitronenscheibe noch etwas garnierte, erwies sich als angenehm zart und weich und hatte einen angenehm aromatischen Geschmack. Laut meiner Recherche hier im Blog war dass das erste Welsgericht, dass ich hier dokumentiert habe. Auch wenn der Pangasius (den ich ja schon häufiger mal verzehrt hatte) auch zur Familie der Welse, um genau zu sein der Hai- oder Schlankwelse gehört, war dies der erste europäischer Flusswels, der übrigens der größte hiesige Süßwasserfisch ist. Und ich muss sagen dass er eine wirklich leckere und schmackhafte Alternative zu den ansonsten häufiger angebotenen Lachs-, Seelachs- oder Barschgerichten. Dazu gab es neben kleineren, teilweise mit einer Würzmischung garnierten Salzkartoffeln noch eine mit einigen Kräutern gewürzte, helle und sahnige Sauce, die den leicht säuerlichen Geschmack von Zitrone interessant mit der leichten Schärfe von etwas Meerrettich verband. Ein sehr leckeres Gericht. Dazu gab es eine Mischung aus Erbsen, Möhren, Schoten, kleinen Maiskölbchen und Streifen von gelben Karotten, der man zwar die zeitweilige Aufbewahrung in der Warmehaltetheke anmerkte, an denen geschmacklich aber absolut nichts auszusetzen war. Als Abschluss des Ganzen gönnte ich mir schließlich noch das Dessert, dass sich als mit einer Schicht Kirschgelee mit Fruchtstücken garnierter Grießbrei herausstellte und das ebenfalls keinerlei Grund zur Kritik barg. Ich konnte also rundum mit meiner heutigen Wahl absolut zufrieden sein.
Und auch die anderen Kantinengäste waren heute offensichtlich meiner Meinung und aßen sozusagen das Welsfilet mit knappen, aber doch nicht zu verkennenden Vorsprung auf Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Ihm eng auf den Fersen war aber die Hühnerbrust mit Basilikumpesto, die noch vor den Asia-Gerichten einen verdienten zweiten Platz erntete. Die Dampfnudel schließlich landete auch Platz vier. Bleibt also zu hoffen, dass Wels hier keine Eintagsfliege war – ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen wenn man diesen leckeren Fisch nun häufiger hier probieren kann. Nur bitte nicht mit Kartoffelsalat wenn es geht, denn der würde meiner Meinung nach überhaupt nicht dazu passen. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Welsfilet: ++
Zitronen-Meerrettichsahne: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Grießbrei mit Kirschen: ++

Putensteak mit Spargel & Sauce Hollandaise [24.05.2012]

Heute war mal wie Donnerstag aktuell üblich wieder Spargeltag angesagt, und zwar in der Sektion Tradition der Region mit einer Portion Frischen Spargel mit Sauce Hollandaise, gebratenem Putensteak und Kartoffeln. Da kamen die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln bei Vitality ebenso wenig gegen an wie das Gebratene Schweinesteak “Florida” mit Pfirsich und Käse gratiniert, dazu Cherrysauce und Mandelreis bei Globetrotter oder die Asia-Angebote in Form von Feng shi Tzau Min – Glasnudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce oder Ente gebacken mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce – auch wenn ich zugeben muss dass vor allem die Ente durchaus reizvoll erschien. Zu dem Spargelgericht nahm ich mir noch ein Becherchen Schoko-Mousse von der Dessert-Theke.

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Einzige Komponente an der ich heute etwas aussetzen musste waren die Kartoffeln, wohl etwas zu lang gekocht und daher teilweise etwas zu weich geworden waren. An dem kleinen, aber zarten Stück Putensteak, den großen, zarten Stangen weißen Spargels und der würzigen Sauce Hollandaise gab es keinen Grund zur Kritik. Und auch der kleine, luftig-lockere Becher schokoladigen Mousses erfüllte alle Anforderungen, die ich an so ein Dessert setzte. In der Summe ein einfaches und leckere Mittagsmahl, das aus meiner Sicht keine nennenswerten Wünsche offen ließ.
Und auch die anderen Kantinengäste schienen meiner Meinung gewesen zu sein, denn das Putensteak mit Spargel und Sauce Hollandaise mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich schließlich die Asia-Gerichte und das Schweinesteak “Florida” ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die asiatischen Speisen knapp für sich gewinnen konnten. Nach dem Schweinesteak auf Platz drei kam schließlich – wie eigentlich üblich bei vegetarischen Gerichten – die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln. Da hat auch der Sour-Cream-Dip, mit dem sie garniert war, nicht mehr viel ändern können.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Spargel: ++
Sauce Hollandaise: ++
Kartoffeln: +
Schokoladen-Mousse: ++

Barschfilet in Weißweinsauce [23.05.2012]

Zwar bot auch die Asia-Theke neben Hang Jan Min – Gebratene Glasnudeln mit verschiedenem Gemüse nach Kanton-Art sowie Chang Pao Nua – Rindfleisch gebraten mit Thaicurry und Gemüse nach Thai-China-Art in Hoi-Sin-Sauce mit Seelachsstreifen mit gebratenen Gemüse in Chilisauce ebenfalls ein Fischgericht an – und Mittwoch ist ja bekanntlichermaßen mein bevorzugter Fischtag – aber da ich bereits gestern Asiatisch gegessen hatte und das Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Bouillionkartoffeln aus dem Bereich Vitality ebenfalls nicht schlecht klang, entschied ich mich letztlich doch für den Barsch. Die Spinat-Ricotta-Ravioli in Gorgonzolasauce bei Globetrotter und den Schweinebraten vom Hals mit Dunkelbiersauce und Kartoffelknödel in der Abteilung Tradition der Region ließ ich außen vor. Aber auf den Becher Kirschquark von der Dessert-Theke wollte ich nicht verzichten.

Barschfilet in Weißweinsauce / Perch filet in white wine sauce

Das große, bis auf eine einzelne, dafür aber ziemlich groß geratene Gräte auch sonst grätenfreie Stück saftiges Barschfilet erwies sich schon mal sehr gelungen. Gemeinsam mit der ausreichenden Portion kleinerer Salzkartoffeln, die mit zahlreichen Möhren versehen waren und der würzigen Weißweinweinsauce, die einen leichtes Zitronenaroma besaß, eine einfache und schmackhafte Zusammenstellung. Zusätzlich hatte man außerdem noch eine Spalte frischer Zitrone beigelegt, womit es möglich war den säuerlichen Touch noch etwas zu erhöhen. Der mit einigen Fruchtstücken versehene Kirschquark bot schließlich einen kleinen, aber leckeren Abschluß des heutigen Mittagsmahls.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste wurde heute natürlich der Schweinbraten in Dunkelbiersauce am häufigsten gewählt, so dass dieses Gericht ohne Zweifel auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz teilten sich heute die Spinat-Ricotta Ravioli und das Barschfilet – hier konnte ich keinerlei Favoriten ausmachen. Außerdem war wieder eine erhöhte Anzahl von individuellen Salattellern zu entdecken, aber diese lasse ich wie üblich nicht in die Wertung einfließen.

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Weißweinsauce: ++
Boullionkartoffeln: ++
Kirschquark: ++