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Iglo Köttbullar-Pfanne – der Kurztest

Saturday, August 17th, 2013

Heute hatte ich keine Lust etwas größeres zu kochen, daher entschloss ich mich der alten Tradition dieses Blogs erneut zu fröhnen und mal wieder ein neues Fertiggericht zu testen. Dabei fiel meine Wahl auf einen 500g Beutel Iglo Viva Scandinavia! Köttbullar-Pfanne aus der Viva Länderküche-Reihe dieses Herstellers (Link), den ich für 2,99 Euro in einer Filiale der lokalen Tengelmann-Märkte erwarb.

01 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Packung vorne / Packing front
Packung vorne

02 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Packung hinten / Package back
Packung hinten

Köttbullar mit saftigen Fleischbällchen und nach original schwedischem Rezept klang auf jeden Fall schon mal sehr verlockend und wie die meisten großen Hersteller von TK-Fertiggerichten wirbt natürlich auch Iglo damit, frei von Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromazusätzen zu sein. Werfen wir also zu Beginn erst einmal einen Blick auf die Zutaten. Dort lesen wir von frittierten Kartoffelspalten, Champignons, Erbsen, fettarmer Milch, Karotten, wiebeln, Hackfleischbällchen aus Rind- und Schweinefleisch mit Zwiebeln, Ei, Paniermehl, Salz und Gewürzen, Sahne, pflanzlichen Ölen, Gemüsebrühe, Weizenmehl, Stärke, Champignonpulver, Salz, Karamellzuckersirup, Malzextraktpulver und weiteren, nicht näher definierten Würzen. Dabei macht das Gemüse mit 35 Prozent den größten Anteil an Zutaten aus, gefolgt von den Kartoffelspalten mit 21 Prozent, den Champignons (ist das nicht auch Gemüse?) mit 15% und schließlich den Hackfleischbällchen mit gerade mal 10%. Zumindest findet sich, laut Hersteller, keinerlei EirgendwasNumerisches im Gericht und auch sonst ist nichts verdächtiges zu finden. Einzig das Malzextraktpulver, dass ich eigentlich eher aus der Bierherstellung kenne, machte mich etwas stutzig. Aber sei es drum – der Hersteller wird sich schon etwas dabei gedacht haben.
Für die Zubereitung stehen dem Konsumenten 2 Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen in der Pfanne und zum anderen in der Mikrowelle. Auch wenn ich die Mikrowelle nicht prinzipiell ablehne, so ziehe ich die Pfanne in diesem Fall jedoch auf jeden Fall vor, denn hier werden erfahrungsgemäß weniger Nährstoffe zerstört als bei der Bestrahlung mit Mikrowellen. Und was die Zeit angeht geben sich beide Methoden nichts – sie liegen jeweils bei ca. 10 Minuten.
Zuerst geben wir also den noch gefrorenen Packungsinhalt in eine beschichtete Pfanne

03 - Beutelinhalt in Pfanne geben / Put content to pan
Beutelinhalt in Pfanne geben

und fügen 2 bis 3 Esslöffel Wasser hinzu.

04 - Wasser addieren / Add water
Wasser addieren

Dabei fallen zuerst die hellbraunen, an Stücke einer Tafelschokolade erinnernden Stücke auf, die zuerst nicht zuzuordnen sind. Wie sich beim nun anschließenden starken erhitzen herausstellt, handelt es sich dabei um die Rahmsauce, die in dieser Form gefroren beigefügt worden waren und nun zerschmilzt. Bei mehrmaligen umrühren bringen wir den Pfanneninhalt also nun zum Kochen

05 - Stark erhitzen / Boil up
Stark erhitzen

und schalten dann dei Kochplatte auf mittlere Stufe herunter, um alles für weitere vier bis sechs Minuten und bei weiterem gelegentlichem umrühren weiter köcheln zu lassen, bis die Sauce schließlich die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

06 - Köcheln lassen / Simmer
Köcheln lassen

Da ich die Sauce eher dicklich mag, ließ ich es die vollen sechs Minuten köcheln. Anschließend kann man das Gericht auch unmittelbar servieren und genießen.

07 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Serviert / Served

Zwar fanden sich gerade mal 8 der tatsächlich angenehm saftigen Fleischbällchen in der Zubereitung, aber die Menge erwies sich als gerade ausreichend für die Restmenge aus Gemüse und Kartoffelspalten. An Erbsen, Möhren, Champignons und den grob geschnittenen, milden Zwiebeln gab es nichts auszusetzen, während die Kartoffelspalten für meinen Geschmack etwas zu weich geworden waren – aber das ist bei einem Fertiggericht mit Sauce wohl kaum anders hinzubekommen. Die Rahmsauce schließlich erwies sich als eher mild gewürzt und ein wenig süßlich. Leider kenne ich die schwedische Küche nicht gut, um sagen zu können ob dies für Köttbullar normal ist – aber ich werde bei Gelegenheit mal selbst welche nach schwedischem Rezept kochen und schauen wie die sind, dann werden wir sehen.

08 - Iglo Köttbullar-Pfanne - Seitenansicht / Side view

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte für das Gericht:

Nährwerte:
  100g 500g
(Beutel)
Brennwert: 451 kj
108 kcal
2255 kj
540 kcal
Eiweiß: 3,8g 19,0g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
5,7
2,4g
29,0g
12,0g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
9,1g
2,8g
46,0g
14,0g
Ballaststoffe: 1,4g 7,0g
Natrium: 0,35g 1,75g
Broteinheiten (BE): 1,4 7

Der Wert von 540kcal für ein Hauptgericht sind wirklich akzeptabel wie ich finde, allerdings finde ich den Wert von 14g Zucker – das entspricht immerhin ca. 4,67Stück Würfelzucker á 3g – etwas “deftig”. Auf der anderen Seite könnte es natürlich auch den leicht süßlichen Geschmack der Sauce erklären – es ist ja nicht unbekannt, dass die Hersteller von Fertiggerichten diesen gerne etwas zu großzügig verwenden. Dennoch kann ich die Iglo Köttbullar-Pfanne als schmackhaftes und angenehm leicht zuzubereitendes Fertiggericht durchaus weiter empfehlen – mit hat es auf jeden Fall sehr gut gemundet.

Natürlich sind selbst gekochte Gerichte im Zweifelsfalle immer vorzuziehen, aber wenn es mal schnell gehen soll ist auch dieses Produkt eine überaus akzeptable Alternative.

Meine Wertung: 3 MG

Forelle aus der Alufolie – das Rezept

Saturday, August 10th, 2013

Inspiriert vom gegrillten Fisch vom Donnerstag Abend entschloss ich mich heute dazu, mich auch mal wieder an Fisch, genauer gesagt an Forelle zu versuchen. Da ich leider keinen Grill besitze, fiel die Wahl auf eine Zubereitung in Alufolie im Backofen und mit etwas Weißwein und Kräuterbutter. Als Sättigungsbeilage passten meiner Meinung nach ein paar Petersilienkartoffeln sehr gut dazu. Und das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen. Dabei sei noch angemerkt, dass ich anstatt zwei Forellen eine Forelle und einen Saibling zubereitet habe, der ähnlich wie Forelle ja auch zu den Lachsartigen gehört, aber etwas kleiner ist. Also besser für den etwas kleineren Appetit. 😉

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

2 Forellen oder 1 Forelle
01 - Zutat Forelle / Ingredient trout

und 1 Saibling
02 - Alternative Saibiling / Char (optional)

2-3 Frühlingszwiebeln
03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

2 kleine oder 1 große Möhre
04 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1-2 Zehen Knoblauch (je nach eigenen Vorlieben)
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

etwas Kräuterbutter
06 - Zutat Kräuterbutter / Ingredient herb butter

1 unbehandelte Zitrone
07 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

1 Glas trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient drie white whine

500g kleine Kartoffeln – festkochend
09 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1/2 Bund Petersilie
10 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie Salz & Pfeffer zum würzen des Fischs
etwas Öl zum bepinseln der Alufolie
und etwas Butter zum anbraten der Kartoffeln

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Möhren
11 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden sie in dünne Scheiben.
12 - Möhren in Scheiben schneiden / Cut carrots into slices

Außerdem waschen wir die Frühlingszwiebeln
13 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash spring onions

und schneiden sie in Ringe.
14 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut spring onions in rings

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehe(n) und zerkleinern sie grob.
15 - Knoblauch grob zerkleinern / Grind garlic

Außerdem waschen wir die Zitrone und schneiden sie in dünne Scheiben.

Dann schneiden wir ein Stück Alufolie, ein gutes Stück länger als der Fisch, von der Rolle und bepinseln es mit etwas Olivenöl.
16 - Alufolie zuschneiden & mit Öl bepinseln / Cut kitchen foil & brush with oil

Nachdem wir dann die Forelle gewaschen und trocken getupft haben
17 - Forelle waschen / Wash trout

geben wir den Fisch auf die Folie und würzen ihn von innen und außen kräftig mit Pfeffer und Salz.
18 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt damit zu beginnen, den Ofen auf 175 Grad vorzuheizen.

Nun füllen wir den Bauchraum des Fisches mit Möhren, Knoblauch, Frühlingszwiebeln sowie Zitronenscheiben und Kräuterbutter,
19 - Forelle füllen / Fill trout

legen Zitrone und Kräuterbutter außerdem noch oben auf und klappen dann die Folie herum, so dass nichts heraus laufen kann.
20 - Folie umklappen & Forelle belegen / Fold foil & coat trout

Dann geben wir noch etwas vom Gemüse rund um den Fisch in die Folie und gießen einen kräftigen Schuss Weißwein hinzu.
21 - Weißwein dazu gießen / Add white wine

Auf die selbe Weise verfahren wir mit dem zweiten Fisch.
22 - Saibling befüllen / Fill char

Nachdem wir die Folie dann verschlossen haben, schieben wir beide so verpackten Fische auf einem Backblech in den Ofen, wo sie ca. 35 Minuten garen sollten
23 - Fisch backen /Bake fish

Jetzt setzen wir einen Topf mit Wasser zum kochen auf und schälen die Kartoffeln.
24 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

Kocht das Wasser, salzen wir es ein wenig und lassen dann die Kartoffeln darin für ca. 15 Minuten auf mittlerer Stufe garen.
25 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

In der Zwischenzeit können wir auch die Petersilie waschen, trocken schütteln
26 - Petersilie waschen / Wash parsley

und ihre Blättchen von den Stielen zupfen
27 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

um sie dann fein zu zerkleinern.
28 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Sind die Kartoffeln dann gar, gießen wir sie ab und lassen sie gut abtropfen.
29 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

In einer Pfanne lassen wir dann etwas Butter zergehen
30 - Butter zerlassen / Melt butter

und braten darin unsere Salzkartoffeln für fünf bis sieben Minuten an
31 - Kartoffeln anbraten / Fry potatoes

wobei wir sie noch in der Pfanne mit der gehackten Petersilie garnieren.
32 - Petersilie einstreuen / Add parsley

Ist der Fisch dann fertig gebacken, servieren wir ihn in der Folie und geben die Petersilienkartoffeln direkt hinzu.
33 - Forelle in Alufolie mit Petersilienkartoffeln - serviert / Trout in kitchen foil with parsley potatoes - Served

Das zarte und saftige Fleisch der fast unterarmlangen Forelle war wirklich ein Genuss. Es ließ sich unglaublich leicht und fast rückstandslos von den Gräten lösen und zerging beim Verzehr wahrlich auf der Zunge. Die verwendeten Gewürze, die Kräuterbutter und das Gemüse taten, gemeinsam mit dem Saft der Zitronenscheiben, ihr übriges dazu, um dieses eigentlich recht einfach zuzubereitende Fischgericht zum wahren Genuss zu machen. Dazu noch die angebratenen Kartoffeln, die ich etwas mit dem leckeren Sud vollsaugen ließ, und fertig war ein überaus leckere Mittagsmahl.

34 - Forelle in Alufolie mit Petersilienkartoffeln - Seitenansicht / Trout in kitchen foil with parsley potatoes - Side view

So ein in Folie gegarter Fisch, ob nun Forelle oder Saibling, kann ich wirklich nur empfehlen. Die Auswahl an verwendeten Gemüsesorten sei dabei natürlich jedem frei gestellt. Ich könnte mir zum Beispiel auch gut ein paar Zwiebelringe oder etwas Tomaten dazu vorstellen. Allerdings sollte man auf jeden Fall einen etwas kräftigeren Weißwein verwenden, das gibt dem Fisch das genau richtige Aroma. Als Alternative – vor allem wenn Kinder mit essen sollen – kann man aber notfalls auch Gemüsebrühe nehmen.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse [08.08.2013]

Thursday, August 8th, 2013

Einen Moment liebäugelte ich zwar heute mit der Asia-Thai-Theke, wo mich vor allem das Curry Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce reizte, das dort u.a. neben Asiatischem Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce reizte. Zumal mir das Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit pikanter Paprikasoße und Pommes Frites bei Globetrotter eindeutig zu schwer erschien und mich das Rindergeschnetzelte in Sherrysauce auf Reis bei Tradition der Region visuell nicht sonderlich ansprach. Dann aber entschied ich mich doch für das vegetarische Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse bei Vitality, das mit gerade mal 338 kcal einen angenehm leichten Genuss versprach und somit auch noch den kleinen Becher Rhabarberjoghurt ein wenig rechtfertigte, den ich mir dazu noch aus dem heutigen Dessert-Angebot mit auf das Tablett nahm.

Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse / Roast potatoes with leek & feta

Zwischen den zahlreichen Kartoffelscheiben des Hauptgerichtes fand sich eine bunte Mischung verschiedenster sehr klein geschnittener Gemüsesorten, von denen ich Möhren, Zucchini, Paprika, milde weiße Zwiebeln und Frühlingszwiebeln identfizieren konnte. Alles war angebraten worden und mit Salz, Pfeffer und verschiedenen Kräutern zu einem einfachen, aber sehr schmackhaften Pfannengericht vermengt worden. Dazu passte sehr gut die Garnitur aus frischem Lauch und der gewürfelte Schafskäse. Allerdings sei hier noch zu erwähnen, dass der Schafskäse eine aus meiner Sicht etwas seltsame Konsistenz besaß und ein wenig gelatineartig wirkte, nicht matt und leicht bröselig wie ich ihn sonst kenne und schätze. Da er außerdem auch geschmacklich nicht ganz überzeugen konnte, muss ich hier leider einen winzigen Abzug in der Benotung geben. Das war aber das erste Mal dass ich diese Art von Schafskäse hier angetroffen habe, daher bleibt zu hoffen dass es sich hier um einen einmaligen Fehlgriff beim Einkauf gehandelt hat. Aber der nur ganz leicht gesüßte Joghurt mit seinen Fruchtstücken von knackigem Rhabarber entschädigte mich schließlich wieder mit diesem kleinen Fauxpas.
Natürlich war es das Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Pommes, das heute am häufigsten von der Allgemeinheit der Gäste gewählt worden war und das somit auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, womit sie ihren Trend ihrer Platzierung auf den vorderen Plätzen, den man schon die letzte Zeit beobachten konnte, fortsetzte. Den dritten Platz belegte das Rindergeschnetzelte in Sherrysauce und auf Platz vier folgte, wie leider üblich, das vegetarische Gericht in Form des Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse. Bei einer solchen Angebotszusammenstellung hätte ich aber auch kaum eine andere Platzierung erwartet.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgeröstel: ++
Frische Lauchringe: ++
Schafskäse: +/-
Rhabarberjoghurt: ++

Chorizo & Salsiccia an mediterranem Kartoffelsalat [28.07.2013]

Sunday, July 28th, 2013

Heute Abend verschlug es uns mal wieder in den Biergarten des Wirtshauses Dicke Sophie im Münchner Stadtteil Johanniskirchen, einer Location über die ich ja hier und insbesondere hier schon einmal genauer berichtet habe. Zwar hatte man für den Abend Wärmegewitter angekündigt, aber das hielt und dennoch nicht davon ab, uns im Biergarten niederzulassen. Die Temperaturen lagen zu diesem Zeitpunkt immer noch um die 30 Grad. Daher hielt sich auch mein Hunger eher in Grenzen, weswegen ich mich aus dem aktuellen Grillangebot für Gebratene Chorizo und Salsiccia an mediterranem Kartoffelsalat zum Preis für 7,80 Euro entschied. Dazu noch ein leckeres Ayinger Kellerbier und fertig war das heutige Abendmahl.
Noch bevor wir unser erstes Bier erhielten, kam etwas Sturm auf und der Himmel verdunkelte sich zusehends, worauf hin die Servicekräfte gesteigerte Aktivität entwickelten um den Biergarten abzuräumen. Und auch wir zogen uns in einen überdachten, aber offenen Bereich des Biergartens zurück, um eventuell bevorstehenden Wärmegewittern zuvor zu kommen. Doch glücklicherweise beschränkte sich das ganze Wetterereignis (vorerst) nur auf einen deutlichen Temperatursturz und etwas stürmischen Wind – der Regen ließ auf sich warten. Und schließlich wurde auch mein Gericht serviert.

Chorizo & Salsiccia an mediterranem Kartoffelsalat / Chorizo & Salsiccia with editerranean potato salad

Kein großes Gericht, aber in seinen Zutaten mal wieder sehr hochwertig – so wie ich es vom Wirtshaus Dicke Sophie eben gewöhnt bin. Zu drei kleinen Würstchen, einer Chorizo und zwei Salsiccia wurde ein Kartoffelsalat aus kleinen, mit Schale gekochten Kartoffeln, schwarzen und grünen Oliven, milden fein gewürfelten Zwiebeln, getrockneten Tomaten und etwas Knoblauch in einer leichten Essig Öl Vinaigrette mit Schnittlauch und mediterranen Kräutern serviert. Angenehm leicht und sehr lecker wie ich feststellen durfte. Und obwohl die Temperaturen inzwischen deutlich gefallen waren, reichte die Menge vollkommen aus um davon satt zu werden. Auch nach diesem Abendessen kann ich die Dicke Sophie wieder vorbehaltlos weiter empfehlen – eindeutig ein kleiner Geheimtipp unter den Münchner Restaurationen.

Barschfilet in Weißweinsauce [26.07.2013]

Friday, July 26th, 2013

Nachdem ich diese Woche bereits zwei Mal asiatisch gespeist hatte, ließ ich die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane sowie Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry mal außen vor. Eigentlich wäre der Hausgemachte Kirschmichel mit Vanillesauce aufgrund seiner Eigenschaft als Süßspeise ebenfalls nicht in Frage gekommen, aber heute überlegte ich tatsächlich einen Moment dieses wirklich sehr lecker aussehende Gericht zu wählen. Und hätte es neben dem Ungarischen Rindergulasch mit Spiralnudeln bei Globetrotter – einem Gericht das mich weniger interessierte – nicht auch noch ein Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Kartoffeln bei Vitality gegeben, hätte ich mich vielleicht tatsächlich dazu hinreißen lassen. Aber bei Barsch musste ich einfach zuschlagen, zumal das Gericht mit 517kcal auch recht leicht zu sein schien. Und da, zumindest dem ersten Anschein nach, kein Gemüse dabei war gesellte sich noch ein Schälchen Mischgemüse dazu. Außerdem entdeckte ich an der Dessert-Theke noch frische Kirschen und wenn ich mich schon nicht für den Kirschmichel entschieden hatte, griff ich wenigstens hier zu.

Barschfilet in Weißweinsauce / Perch filet in white wine sauce

Als ich das zarte und saftige Stück gedünsteten Barschfilets anschnitt, entdeckte ich unter ihm doch noch etwas Gemüse in Form von sehr klein gewürfelten Paprika, Zucchini, Schwarzwurzeln und Champignons. Gemeinsam mit der angenehm würzigen Weißweinsauce und den Salzkartoffeln ergab sich ein Gericht, das wunderbar zu einem solch heißen Sommertag wie heute passte. Hier konnte ich mich wirklich über nichts beschweren. Beim Mischgemüse aus Möhren, Blumenkohl und etwas Broccoli musste ich aber ein paar Abstriche hinnehmen, denn das Gemüse war etwas zerkocht. Hier kann ich leider keine volle Punktzahl geben. An den frischen, knackigen Kirschen gab es aber wieder nichts auszusetzen.
Als ich meine Blicke über die Tabletts der anderen Gäste schweifen ließ, erkannte ich schnell dass es heute der Ungarische Rindergulasch mit Spiralnudeln war, dem der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf Platz zwei folgte aber schon das Barschfilet mit Weißweinsauce und den dritten Platz teilten sich schließlich die Asia-Gerichte und der ebenfalls überaus beliebte Kirschmichel. Sollte diese Süßspeise noch mal auf der Speisekarte stehen, werde ich es auf wohl auch mal probieren – es sah wirklich sehr interessant aus.

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Weißweinsauce: ++
Salzkartoffeln: ++
Mischgemüse: +/-
Frische Kirschen: ++