Pfeffersteak vom Schweinenacken [11.11.2009]

Zum heutigen Mittwoch fanden sich neben “Mie Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit verschiedenem Gemüse nach Hong Kong Art” und “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit Gemüse in Kokosmilchsauce” bei den Wok-Gerichten im Bereich Vitality “Shrimps Currynudeln mit Gemüse und gebratem Scampi“, bei den traditionellen Gerichten “Pfeffersteak vom Schweinenacken mit Kartoffelecken und Gemüse” und in der internationalen Ecke “Lasagne al forno“. Klang eigentlich alles gut und ich hätte aufgrund der Shrimps wohl am ehesten die Currynudeln gewählt, aber visuell gab das Gericht dann doch nicht her was es versprach – vor allem weil die Nudeln jenen Tagiatelle vom gestrigen Coq au Vin entsprachen – und die Lasagne erschien, obwohl sie eindeutig der Renner des Tages war, auch nicht so verlockend. Daher wählte ich das Pfeffersteak, das ich mit einem kleinen Naturjoghurt mit roter Grütze komplettierte.

Pfeffersteak vom Schweinenacken

Der Schweinenacken ist ja, wie wir alle wissen, die vordere Verlängerung des Kotlettstrangs beim Schwein bis zur vierten oder fünften Rippe und ist mit 10-15% stark mit Fett durchwachsen, aber gerade deswegen auch sehr saftig und aromatisch. Dies traf auch hier zu – wobei sich das Fett glücklicherweise bei meinem Stück in Grenzen hielt. Mit der Sauce, die mit einigen ganzen Pfefferkörnern gespickt war, mundete es wirklich vorzüglich. Auch bei den Kartoffelspalten bzw. Ecken kann ich kaum Kritik anbringen, sie waren noch angenehm heiß, außen knusprig und innen schön weich. Nur das Gemüse aus Karotten, Erbsen, BohnenBlumenkohl und Schwarzwurzel war bereits etwas abgekühlt und daher nicht mehr ganz so ein Genuß. Aber in der Summe ein durchaus als gut zu bewertendes Mittagsgericht. Der kleine Joghurt, in dessen Grütze sich neben Erdbeeren auch Heidelbeeren zu tummeln schienen, war zwar keine notwendige, aber dennoch eine leckere Ergänzung.

Mein Abschlußurteil:
Pfeffernackensteak: ++
Kartoffelecken: ++
Gemüse: +
Naturjoghurt mit roter Grütze: ++

Lammeintopf [04.11.2009]

Zuerst war ich heute dazu geneigt, das “Putensteak ‘Florida’ mit Mandelreis und fruchtiger Currysauce ” aus dem Bereich Globetrotter zu nehmen. Zwar klangen auch “Gedünsteter Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln” bei den Vitaliy-Gerichten und die “Schupfnudelpfanne mit buntem Gemüse und Käsesauce” bei den tradtionell-regionalen Gerichten ganz gut und gegen “2 Nudelsorten gebraten mit Chinagemüse nach Shanghai Art” oder “Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce” hätte ich auch nichts gehabt, aber als ich als Tagesgericht – ein nicht täglich verfügbares Angebot – heute “Lammeintopf mit Kartoffeln” sah, entschied ich mich dann doch für diesen. Dazu nahm ich mir ein Becherchen Fruchtquark.

Lammeintopf / lamb stew

Auf den Gedanken dass hier der Lammbratenbraten Griechisches Art von gestern Reste-Verwertet sein könnte kam ich erst, als ein Kollege dies anmerkte. Aber selbst wenn, was man da gekocht hatte erwies sich als wirklich recht gut gelungen. Hauptkritikpunkt meinerseits wären die viel zu groß geratenen Lammfleischstücke und die teilweise unzerteilt im Eintopf befindlichen, kleinen Kartoffeln. Geschmacklich machte das zwar nichts aus, aber es gestaltete den Verzehr etwas komplizierter als er hätte sein müssen. Außer dem Fleisch und Kartoffeln fanden sich außerdem noch gewürfelte Karotten, Paprikastreifen und Zwiebeln im Eintopf. Wirklich schmackhaft, wenn auch die Portio etwas größer hätte sein können. Der Fruchtquark wiederum war dies mal nicht so der Hit – ich fand ihn einen Tick zu süß und die Trauben mit Kernen darin, die den Gros des Becherinnenraums aufüllten machten es auch nicht besser.

Mein Abschlußurteil:
Lammeintopf: ++
Fruchtquark: +

Gefülltes Kraut [31.10.2009]

Vom Frühstück mit Gehacktesbrötchen hatten wir heute noch einiges an Gehacktem übrig, daher fiel die Entscheidung leicht Gefülltes Kraut zum Mittag zu machen.
Die Zubereitung ist recht simpel: Man nimmt einen Kopf Weißkohl und entfernt die Blätter, die man im Salzwasser weich kocht. Während das Kraut kocht, vermengt man das Gehacktes mit einem eingeweichten Brötchen und einem Ei. Anschließend legt man in den Boden einer Auflaufform eine Schicht der weichgekochten Krauts, legt dann eine Schicht Gehacktes drüber und deckt es wieder mit einer Schicht des gekochten Krauts ab. Darauf kommen zum Abschluß noch ein paar Speckwürfelchen. Abschließend kommt das ganze zugedeckt in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen und verbleibt dort ca. eine Stunde. Dazu passen Salzkartoffeln und eine Sauce Hollondaise (wir haben hier Instant-Sauce verwendet).

Gefülltes Kraut

Natürlich muss man Kraut mögen – als Kind habe ich immer nur die Füllung davon gegessen 😉 – aber inzwischen genieße ich das ganze Gericht. Bei Verwendung von gewürzten Gehacktes ist auch keine weitere Würzung nötig. Alternativ kann man aber noch Kümmel hinein tun – das ist aber Geschmackssache und nicht so mein Ding.

Mein Abschlußurteil:
Gefülltes Kraut: ++
Sauce Hollondaise: ++
Salzkartoffeln: ++

Hirtenbraten mit Bratkartoffeln [26.10.2009]

Die heutige Auswahl war mal wieder eher durchwachsen. Neben “Spinat-Gnocci mit Käsesauce” im Bereich der internationalen Gerichte, bei den Vitality-Speisen fanden sich “Gebratenes Tofu mit Salat” und schließlich einen “Hirtenbraten mit Ziegenkäse und Paprika-Füllung und Bratkartoffeln“. Für letzteren entschied ich mich und wertete das Gericht noch mit ein paar Möhren von der Gemüsetheke auf.

Hirtenbraten mit Bratkartoffeln

Bei dem Hirtenbraten handelte es sich offensichtlich um Schweinebraten, der mit einer Füllung aus Gehacktem, Zwiebeln, Ziegenkäse und Paprika gefüllt war. Mit einer knusprigen Kruste versehen fand ich ihn wirklich lecker, da konnte man über die paar kleineren fettigen Stellen hinweg sehen. Die Bratkartoffeln waren ebenfalls in Ordnung – es handelte um die Variante mit etwas Zwiebeln und Speck, allerdings ohne Ei. Dass ich die Möhren dazu genommen hatte erwies sich schließlich als gute Wahl, die weichen, kleinen Karotten gaben eine schmackhafte Ergänzung zu dem sonst schon annehmbaren Mittagsmenu. Mir hats geschmeckt, auch wenn es mit Sicherheit schon besseres in dieser Kantine gab.

Mein Abschlußurteil:
Hirtenbraten: ++
Bratkartoffeln: ++
Möhren: ++

Zander in Mandelbutter [16.10.2009]

Zum Wochenabschluß am heutigen Freitag war die Auswahl eher Durchwachsen. Wir durften zwischen “Zarte Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato” bei den Vitality-Gerichten, bei den regionalen Traditionsspezialitäten gab es “Süßer Griessbrei mit Früchten” und schließlich bei der “Globetrotter”-Sektion “Gebratener Zander in Mandelbutter mit Petersilienkartoffeln“. Außerdem gab es noch “Gebackene Ananas und Banane“,
MOO Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum mit Thaigemüse in Austernsauce” und “Tintenfischringe mit Zitronengrassauce auf geschmorten Gemüse” im Asia-Bereich. Die Tintenfischringe waren durchaus ein Favorit, doch letztlich fiel meine Wahl dann doch auf den Zander. Da mir das Gemüse fehlte, wertete ich mir das Gericht mit etwas Mischgemüse auf – das es kostenlos an der Beilagentheke dazu gab. Süßkram wie der Grießbrei oder auch die Gebackenen Ananas und Bananen sind nichts für mich zu Mittag. Und Nachtisch – das hatte ich ja bereits gestern verkündet – ist in Folge meiner NNN-Doktrin aktuell Tabu. 😉 Das war jetzt übrigens das dritte Mal Fisch bzw. Meeresfrüchte in Folge

Zander in Mandelbuttersauce

Da das Ganze mit Mandelbutter angemacht war, musste man ziemlich aufpassen, nicht den einen oder andere Tropfen der fettigen Sauce abzubekommen, wenn man sich ein Stück von den beiden Fischfilets abtrennte und zum Mund führte. Die Qualität des Fisches erwies sich als wie gewohnt sehr gut. Jedoch muss ich sagen, dass trotz des guten Geschmacks so ein Fisch in Fettsauce für mich nicht das Wahre ist. Auch an den kleinen Salz- bzw. Petersilienkartoffeln gab es nichts auszusetzen. Das Mischgemüse schließlich, bestehend aus Erbsen, Möhren, Bohnen, Mais und etwas Paprika rundete das ganze gut ab. Schade dass man nicht von Anfang an etwas Gemüse dazu getan hatte.

Mein Abschlußurteil:
Zanderfilet in Mandelbutter: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++