Zander in Mandelbutter [16.10.2009]

Zum Wochenabschluß am heutigen Freitag war die Auswahl eher Durchwachsen. Wir durften zwischen “Zarte Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato” bei den Vitality-Gerichten, bei den regionalen Traditionsspezialitäten gab es “Süßer Griessbrei mit Früchten” und schließlich bei der “Globetrotter”-Sektion “Gebratener Zander in Mandelbutter mit Petersilienkartoffeln“. Außerdem gab es noch “Gebackene Ananas und Banane“,
MOO Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum mit Thaigemüse in Austernsauce” und “Tintenfischringe mit Zitronengrassauce auf geschmorten Gemüse” im Asia-Bereich. Die Tintenfischringe waren durchaus ein Favorit, doch letztlich fiel meine Wahl dann doch auf den Zander. Da mir das Gemüse fehlte, wertete ich mir das Gericht mit etwas Mischgemüse auf – das es kostenlos an der Beilagentheke dazu gab. Süßkram wie der Grießbrei oder auch die Gebackenen Ananas und Bananen sind nichts für mich zu Mittag. Und Nachtisch – das hatte ich ja bereits gestern verkündet – ist in Folge meiner NNN-Doktrin aktuell Tabu. 😉 Das war jetzt übrigens das dritte Mal Fisch bzw. Meeresfrüchte in Folge

Zander in Mandelbuttersauce

Da das Ganze mit Mandelbutter angemacht war, musste man ziemlich aufpassen, nicht den einen oder andere Tropfen der fettigen Sauce abzubekommen, wenn man sich ein Stück von den beiden Fischfilets abtrennte und zum Mund führte. Die Qualität des Fisches erwies sich als wie gewohnt sehr gut. Jedoch muss ich sagen, dass trotz des guten Geschmacks so ein Fisch in Fettsauce für mich nicht das Wahre ist. Auch an den kleinen Salz- bzw. Petersilienkartoffeln gab es nichts auszusetzen. Das Mischgemüse schließlich, bestehend aus Erbsen, Möhren, Bohnen, Mais und etwas Paprika rundete das ganze gut ab. Schade dass man nicht von Anfang an etwas Gemüse dazu getan hatte.

Mein Abschlußurteil:
Zanderfilet in Mandelbutter: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++

Hähnchenbrust – Provinzialische Art [02.10.2009]

Ist dieses mal etwas später geworden mit dem Bericht – der Verkehr von München hier her war mal wieder ziemlich über. Und das trotz der Tatsache dass ich die schnellere Strecke über die A9 und die A3 genommen habe, anstatt mich über die A8 und die A5 durch die unzähligen Baustelle zu quälen. Das schlimmste aber: Mal wieder extrem viele Idioten auf der Autobahn unterwegs gewesen, die weder von Rücksicht noch von Verkehrsregeln etwas zu wissen scheinen. Uffregen könnt ich mich da – – aber ich schweife ab. Kommen wir zum heutigen Bericht:
Heute standen neben den Asia-Thai Gerichten auch “Hähnchenbrust aus dem Ofen nach prinzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln“, “Milchreis mit Zwetschen” und “Gebackenes Seelachsfilet mit Kartoffelsalat und Remouladensauce” zur Auswahl. Zuerst tendierte ich zwar eher zu dem Seelachsfilet – Milchreis zum Mittag ist nichts für mich – aber dann entschied ich mich doch für die Hähnchebrust.

Hähnchenbrust Provinzial

Das einzige was mich wirklich daran störte waren letztlich die schwarzen Oliven, die ich nicht so mag – ich nahm dies dennoch in Kauf. Zum Glück fiel es nicht schwer sie heraus zu sortieren. Davon abgesehen aber war dieses Gericht wirklich sehr gelungen. Das angenehm große Stück Hähnchenbrust war sehr zart und schmackhaft und dazu das Schmorgemüse, das u.a. aus Zuchiniwürfelchen, Karotten, besagten Oliven und weiteren Gemüsesorten bestand war wirklich sehr lecker, wenn auch etwas fester im Biß. Aber bei Schmorgemüse muss man mit so etwas rechnen. Letztlich fanden sich noch die Zitronenkartoffeln auf dem Teller, kleine Salzkartoffeln die tatsächlich einen Hauch nach Zitrone schmeckten. Passte alles wirklich wunderbar zusammen – ich war sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust: ++
Schmorgemüse: ++
Zitronenkartoffeln: ++

Tafelspitz mit Wirsing [01.10.2009]

Heute durfte ich zwischen “Gratinierten Kürbis-Gemüse-Eintopf“, “Tortellini in Schinkensahnesoße” und “Gekochtem Tafelspitz mit Wirsinggemüse in Meerretichsauce, dazu Boullionkartoffeln” auf der lokalgerichtlichen Seite und “Kal Mian Min – gebratenen Chinanudeln mit Eiern nach Sijan Art“, “Curry Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsen in Erdnuss-Sauce” sowie irgend einem Rindfleisch-Gemüse-Gericht auf Asia-Thai Seite wählen. Ich liebäugelte zwar kurz mit dem Hühnerfleisch, entschied mich dann aber doch für den Tafelspitz, welcher hier in Bayern als auch in Österreich das spitz zulaufende, zarte Schwanzstück des Rindes bezeichnet. Dazu gabe es noch einen kleinen Becher Quark mit Kirschgelee.

Tafelspitz mit Wirsing

Die Meerretichsauce hatte mich zwar etwas abgeschreckt, da ich kein allzu großer Fan von Meerrettich bin, aber man schmeckte diesen zum Glück nicht allzu stark. Die beiden Rindfleisch-Stücke erwiesen sich als tatsächlich recht zart und wohlschmeckend. Und auch vom Wirsinggemüse wurde ich nicht enttäuscht – es war lecker und passte wunderbar zu dem Rest des Gerichtes. Ebenso die Kartoffeln, die man wohl mit etwas Gemüseboullion gekocht hatte. Ich fand dass dies keinen allzu großen Einfluß auf den Geschmack hatte – vielmehr bemerkte man dies hauptsächlich an der Tatsache, dass sich kleine Gemüsestücke (wohl Sellerie und Karotten) zwischen den kleinen Kartoffeln fanden. Macht aber – das muss ich zugeben – visuell einiges her. Ebenso wie die Petersilie, die die Küchenkraft an der Ausgabetheke über jeden Teller streut. Finde ich gut – dies ist tatsächlich die erste Kantine in der ich esse, die wirklich auch wert auf die Präsentation ihrer Gerichte legt. Alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Gericht – beide Daumen hoch heute. Der Nachtisch in Form eines kleinen Becher mit puren Quark, welchen man mit etwas Gelee übergossen hatte, bildete schließlich einen guten Abschluß des Gerichtes.

Mein Abschlußurteil:
Tafelspitz: ++
Meerrettichsauce: ++
Boullionkartoffeln: ++
Wirsinggemüse: ++
Fruchtquark: ++

Argentinisches Roastbeef [10.09.2009]

Heute gingen “Argentinisches Roastbeef (im Ganzen gebraten und rosa serviert) mit geschmortem Pfannengemüse, Rosmarienkartoffeln und einer Rotwein-Zwiebelsoße” in das Rennen um meine Zustimmung gegen einen “Indischer Hähnchen-Mango-Topf mit Paprika, Pinienkerne, Schalotten und Naturkornreis“. Eine Wahrhaft schwere Entscheidung, doch letztlich gewann das argentinische Roastbeef.

Argentinisches Roastbeef

Und trotz der Tatsache ass der indische Hähnchen-Mango-Topf ebenfalls eine gute Figur machte, bereute ich meine Entscheidung zu keinem Zeitpunkt. Das Stück Fleisch wurde tatsächlich vom Koch persönlich vor meinen Augen von einem großen Stück Rinderbraten abgeschnitten und auf meinen Teller bugsiert. Ein wirklicher Genuss, diese zarte Scheibe gut durchbratenes Rindfleisch. Dazu gab geschmortes Gemüse, bestehend aus Karotten, Pilzen und Paprika und einige außen knusprig und innen gut durchgebackene Kartoffelhälften, die mit einem Hauch Rosmarin gewürzt zu sein schienen. Ein wirkliches Genuß, der mich einen Moment fast vergessen ließ dass ich in einer Kantine und nicht in einem Restaurant saß. Ich wage mal zu sagen, dass das argentinische Roastbeef das wohl beste Gericht in dieser Woche war.

Mein Abschlußurteil:
Argentinisches Roastbeef: ++
Pfannengemüse: ++
Rosmarinkartoffeln: ++

Rindergulasch & Bohnengemüse [07.09.2009]

Heute standen “Ungarisches Rindergulasch mit Bohnengemüse und würzigen Kartoffelspalten” und “Hähnchenbruststreifen mit Castellane (Pasta), Erbsen, Möhrchen, Tomaten und Basilikum, dazu eine Tomaten-Senf-Rahmsoße” auf unserer Mittagskarte – und die Entscheidung fiel mir recht schwer weil beides mal wieder wirklich gut klang. Aber letztlich entschied ich mich dann doch für den Gulasch – wohl auch weil ich nicht sicher war ob ich die Tomaten-Senf-Rahmsoße beim anderen Gericht mögen würde.

Rindergulasch mit Bohnengemüse

Die meisten anderen Kollegen hatten wie ich zur Mittagszeit beobachten konnten sich für die Hähnchenbruststreifen entschieden – aber auch ich war mit meinem Gericht letztlich sehr zufrieden. Der kräftige Rindergulasch mit seinen großen, zarten Rindfleischstücken war unserem Koch wirklich vorzüglich gelungen. Für “Ungarisch” hätte ich aber noch Paprika und etwas mehr Zwiebeln darin erwartet – aber dennoch lecker. Dazu gab es Gemüse aus grünen Bohnenstauden und einzelnen Bohnen, die mit etwas Speck angerichtet waren und schließlich noch die außen knusprigen, innen weichen und sogar noch eingermaßen heißen, aber nicht wirklich wie in der menubeschreibung würzigen Kartoffelspalten, die sich u.a. wunderbar dazu eigneten, die Soßenreste vom Teller zu klauben. Einziger Kritikpunkt den ich anführen möchte sind die reichlichen ganzen Pfefferkörner, die ich zwischen den Bohnen auch fand. Ich habe ja nichts gegen Pfeffer, aber auf ein Pfefferkorn zu beißen gehört beim Essen nicht unbedingt zu den angenehmsten Erfahrungen. Insgesamt aber mal wieder ein wirklich gelungenes Gericht.

Mein Abschlußurteil:
Ungerischer Rindergulasch: ++
Bohnengemüse: ++
Kartoffelspalten: ++