Hackbraten mit Mischgemüse [23.04.2009]

Die Auswahl bestand heute zwischen einem Hackbraten mit Mischgemüse und Salzkartoffeln und einem Bohneneintopf mit Hackfleischklösschen – da fiel mir die Wahl des Hackbratens natürlich nicht schwer. Obwohl ich im Nachhinein zugeben muß, dass auch die Bohnensuppe, zu der es ein frisches Brötchen gab, sehr gut ausgesehen hat.

Hackbraten mit Mischgemüse

In den Hackbraten, dessen Konsistenz zwar fest, aber dennoch gut war, hatte man wie man oben sehen kann halbierte Karotten eingebacken. Außerdem hatte man ihn noch mit Schinkenstreifen bedeckt. Das Mischgemüse bestand aus Bohnen, Möhren, Zuckerschoten und roter Paprika. Dazu wie oben erwähnt Salzkartoffeln und eine dunkle, zum Braten passende Sauce. War ein ein Gericht, dass ich unter der Kategorie Hausmannskost einordnen würde. Hat insgesamt sehr gut geschmecht und die Portionsgröße war ebenfalls sehr aktzeptabel. Einziger Kritikpunkt war die nicht mehr ganz so große Wärme des Hackbratens selber, aber wie bereits öfters erwähnt lässt sich so etwas bei der Aufbewahrung in einer Wärmeschale nicht ganz verhindern. Alles in allem auf jeden Fall wieder ein leckeres Menu, das uns der Koch das gezaubert hatte.

Kartoffel-Möhren-Pfanne mit Pfefferbeißer – das Rezept

Auch heute konnte ich den Herd mal wieder nicht kalt bleiben lassen. Bei der Auswahl des zu kochenden Gerichtes fiel meine Wahl auf etwas, das man wohl eher als gute Hausmannskost bezeichnen kann: eine Kartoffel-Möhren-Pfanne. Da ich noch Pfefferbeißer im Kühlschrank hatte, entschied ich mich dazu diese zu verwenden das Gericht zu verfeinern.
Was für Zutaten brauchen wir also ?

2-3 Karotten
01 - Zutat Karotten

Eine halbe Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

Ein halber bis ein dreiviertel Apfel
03 - Zutat Apfel

Zwei Kartoffeln
04 - Zutat Kartoffeln

Speck – ich hatte noch gewürfelten im Kühlschrank, man kann hier aber auch durchwachsenen nehmen und dieses selbst schneiden
05 - Zutat Speck

Etwas Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe

Muskatnuss, Pfeffer und Salz
07 - Gewürze

Ein bis zwei Pfefferbeißer
08 - Zutat Pfefferbeisser

Kommen wir zur Zubereitung:
Zuerst schneiden wir erst einmal wieder die Zwiebel in kleine Stücke.
09 - Zwiebeln schneiden

Ebenso würfeln wir die Karotten,
10 - Karotte würfeln

die Kartoffeln
11 - Kartoffel würfeln

und den Apfel.
12 - Apfel würfeln

Haben wir alles vorbereitet, geben wir etwas Öl in eine Pfanne
13 - Öl in eine Pfanne

und geben den Speck dazu.
14 - Speck dazu

Es folgen die Zwiebelwürfel.
15 - Zwiebeln hinzufügen

Nun geben wir die Karotten in die Pfanne und lassen sie etwas mit anbraten.
16 - Karotten dazu

Es folgen Kartoffelwürfel
17 - Kartoffeln rein

und die Apfelstücke.
18 - Apfelwürfel hinzu

Nach kurzer Anbratzeit geben wir nun ca. 250ml Wasser in die Pfanne
19 - Mit Wasser aufgiessen

und fügen den Würfel mit der Gemüsebrühe hinzu.
20 - Gemüsebrühe einfügen

Nun würzen wir das ganze mit Pfeffer, Salz und Muskatnuß. Aber vorsicht – wenn man später die Pfefferbeißer hinzufügen möchte am besten mit den Gewürzen Pfeffer und Salz sparsam sein, da die Würstchen auch noch gut mitwürzen.
21 - Pfeffern 22 - Salzen 23 - Muskatnuss

Während der Pfanneninhalt auf niedriger Stufe vor sich hin köchelt
24 - Köcheln

zerschneiden wir die Pfefferbeißer in Scheiben
25 - Pfefferbeisser-schneiden

und geben sie zu dem Rest in die Pfanne.
26 - Pfefferbeißer beigeben

Bei geschlossenem Deckel lassen wir das ganze dann für 45 bis 60 Minuten weiterhin auf niedriger Stufe vor sich hinköcheln.
27 - Bei geschlossenem Deckel köcheln

Nach einer Dreiviertelstunde probierte ich das ganze mal, vor allem um zu prüfen welche Konsistenz Karotten und Kartoffeln nun hatten – und neben der Tatsache dass alles gut durch war musste ich auch feststellen, dass die Pfefferbeißer wirklich ziemlich kräftig nachgewürzt hatten. Aber es war mehr als nur genießbar.
28 - probieren

Das Ergebnis war mal wieder wirklich sehr gelungen.
29 - das fertige Gericht
30 - Closeup
Ich hätte wohl beim Pfeffer und Salz sparen können, denn der Geschmack erwies als wirklich ziemlich deftig – wie oben bereits erwähnt wohl eine Folge der Verwendung der Pfefferbeißer, die ich mitköcheln ließ. Letztlich ein wirklich sehr schmackhaftes Gericht, dass ich in dieser Zubereitungsweise vorbehaltlos weiterempfehlen. Ich hatte noch überlegt, gleich am Anfang noch ein paar Chilischoten mit anzubraten – aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen. 😉 Leckere deutsche Hausmannskost würde ich mal sagen. Die oben angegebenen Mengen reichen für eine einzelne gute Portion – wer mehr kochen will sollte die Mengen entsprechend anpassen.

Meine Wertung: 3 MG

Fleischkäse mit Spiegelei [06.01.2009]

Es war wirklich “arschkalt” heute hier in Köln. Daher wollten wir den Weg nicht allzu sehr in die Länge dehnen und landeten schließlich wieder in der bereits allseits bekannten Maarweg Kantine. In der Auswahl standen heute “Canneloni – Ei-Nudel mit Riccotakäse, Spinat und Käse überbacken, dazu Tomatensauce und kl. Salat”, Bratwurstschnecke aus Wirsinggemüse mit Speck, Zwiebeln und Rahm, dazu Butterkartoffeln”, “Putenbrustgulasch Züricher Art in Sahnesauce mit Zwiebeln und frischen Champignons, dazu Butterspätzle”, “Heilbuttsteak mit Krauter-Hollandaise, dazu Blumenkohlröschen und kleine Schwenkkartoffeln” und schließlich auf der Sonderangebotestafel “Fleischkäse mit Spiegelei mit Salzkartoffeln”. Wie mir leider erst heute auffiel, wurden die Preise in der Kantine offensichtlich zum Jahreswechsel um jeweils 10 Cent erhöht. Somit lautete der Preis für das Angebotsgericht heute mit 4,60 Euronen, die Canneloni kosteten 5, die Bratwurstschnecke 5,10, der Putenbrustgulasch 5,60 und das Heilbuttsteak 6,10 Euronen. Ich entschied mich wie man ja aus dem Titel dieses Posts schon erkennen konnte für den Fleischkäse, wählte als Sättigungsbeilage jedoch die Schwenkkartoffeln. Dazu nahm ich mir noch einen Fruchtquark als Dessert für 95 Eurocent.

Fleischkäse mit Spiegelei

Leider waren sowohl die Kartoffeln als auch der Fleischkäse samt Spiegelei nur noch Lauwarm. Aber stellte man sich den Fleischkäse heiß vor, wäre er wirklich sehr gut gewesen. So kann man ihn leider nur maximal mit gut bezeichnen. Das gleiche trifft auf die Schwenkkartoffeln zu. Das einzige was ich vermisste war Gemüse, so wie es hier zu sehen ist war dann doch etwas trocken – ich behalf mir dadurch, das ich das Eigelb möglichst früh anschnitt und die Kartoffeln etwas in das flüssige Eigelbinnere tunkte. Das Quarkdessert schließlich war heute mal wieder etwas dünnflüssiger als üblich, aber ansonsten kann ich an diesem Nachtisch, der mit kleinen Mandarinenstücken vermischt sowie mit einer Mandarinenschnitte, einer Cocktailkirsche und einer Scheibe einer Sternfrucht garniert war, nichts auszusetzen.

Mein Abschlußurteil:
Fleischkäse: +
Speigelei: +
Schwenkkartoffeln: +
Quarkdessert: +

Eine kleine Sache noch als Nachtrag: Ich wollte mal via dict.leo.org schauen, was die englische Übersetzung für Fleischkäse ist – unter andere zum Taggen bei flickr. Das Ergebnis hat mich tatsächlich einen Schmunzler gekostet und ich möchte ihn meinen Lesern nicht vorenthalten: 😉

Fleischkäse in englisch

Weckewerk – inkl. Rezept [08.11.2008]

Weckewerk mit Nüsschensalat

Heute mittag gab es bei mir mal Weckewerk – eine Spezialität aus Nordhessen – die aus Gehacktes, gekochten Schwarten und Fleischbrühe vom Schwein hergestellt und mit eingeweichtem Brötchen (hessisch auch “Wecke” genannt, daher der Name) – gestreckt wird. Eigentlich wurde diese Speise einmal erdacht um die beim Schlachten anfallenden Schwarten verwerten zu können und galt lange als “Arme-Leute-Essen”. Heute jedoch zählt man es als Spezialität zu den lokalen Delikatessen.
In Nordhessen bekommt man bei jedem Metzger die Grundsubstanz “Weckewerk” – verlässt man diese Region jedoch, muß man sich selbst behelfen und sie herstellen. Dazu benötigen wir:

  • 250g Weißbrot oder Brötchen (altbacken)
  • 1l Fleischbrühe
  • 500 – 1000g Restfleisch (Schwarten etc.) vom Schwein oder Gehacktes und Schwarten (gekocht)
  • 250g Zwiebel
  • 50g Salz
  • 1TL Pfeffer
  • 1TL Majoran
  • optional 1TL Kümmel (ich mache keinen rein – aber in einigen Gegenden gehört der dazu)

Man lässt also das Brötchen in der aufgelösten Fleischbrühe aufquellen und dreht währenddessen das gekochte Fleisch, die gekochten Schwarten und die Zwiebeln durch einen Fleischwolf und vermischt sie gut. Das ganze schmeckt man mit den Gewürzen ab und lässt es in einem Topf unter ständigen Rühren aufkochen.

Bei fertig gekauftem Weckewerk vom nordhessischen Metzger gehe ich in der Regel so vor:

  • altes Brötchen einweichen
  • Das Weckewerk im Verhältnis 2 zu 1 (2/3 Weckewerk, 1/3 Gehacktes) mit normalen Schweinegehacktes vermischen
  • Mit etwas Wasser in einen Topf geben und aufkochen – ggf. Wasser nachgießen um breiige, aber nicht zu feste Konsistenz zu erreichen
  • Das eingeweichte Brötchen ausdrücken und in die Masse hineinkrümeln

Bei selbst hergestelltem kann man aber darauf verzichten.

Gereicht werden dazu Pell- oder Salzkartoffeln und ein Nüsschen-Salat (in anderen Regionen auch unter Rapunzel- oder Feldsalat bekannt), der mit etwas Schmand, Zwiebel, Essig, Pfeffer und Salz angemacht wird.
Ich persönlich gebe das Weckewerk gerne auf die zerdrückten Kartoffeln und vermenge es dann beim Essen damit. Sehr sehr lecker muß ich sagen.

Das ganze ist eigentlich schnell gemacht, schmeckt sehr lecker und eignet sich bei kühler Lagerung auch zum Aufwärmen oder nach dem Abkühlen im Kühlschrank in Scheiben schneiden und anbraten. Ich habe gelesen, daß man es früher sogar über 2 Stunden einkochte und einlagerte, dies aber selbst noch nie praktiziert.
Guten Appetit!

Schweinebraten mit Karottenrahmgemüse [15.08.2008]

Heute setzten wir unsere Nicht-Standardmittagslocation Reihe fort und statteten dem Maarhof, einem Restaurant an der Ecke Maarweg / Widdersdorfer Straße einen Besuch ab. Das Restaurantinnere erwies sich als rustikal und sehr geräumig – die Einrichtung als zwar bereits etwas älteren Datums, jedoch sehr gepflegt. Ein typisch gutdeutsches Restaurant – das trifft es wohl am besten.

Das dortige Angebot umfasst eine täglich wechselnde Mittagskarte von fünf bis sechs Gerichten aus gutbürgerlich-deutscher Küche – und am Dienstag findet offensichtlich ein Schnitzeltag statt. Heute umfasste die Karte neben knusprigen Speckpuffern für 6,90, Rotbarschfilet, Cordon-Bleu und Schnitzel Florentiner Art auch einen Schweinebraten mit Karottenrahmgemüse und Petersilienkartoffeln. Da meine erste Wahl, die Speckpuffer, leider bereits aus waren, entschied ich mich schließlich für den Schweinebraten. Dieser war mit 8,20 €uronen zwar recht teuer, aber hin und wieder kann man auch mal einen solchen Preis für ein Mittagessen ausgeben.

Ich muß sagen daß ich wirklich rundum zufrieden mit diesem Gericht war, denn das Fleisch war extrem zart und von wirklich vorzüglicher Qualität und Zubereitung und das Karotten-Rahmgemüse erwies sich als eine exzellente Beilage aus in Würfel geschnittenen und weich gekochten Karotten in Rahmsauce. Über Kartoffeln als typische Sättigungsbeilage lässt sich im allgemeinen natürlich wenig sagen, aber auch wenig kritisieren. Ich war auch hier sehr zufrieden. Der Preis lässt sich aufgrund der hohen Qualität der servierten Speisen auf durchaus rechtfertigen, auch wenn dadurch ein häufigerer Besuch eher unwahrscheinlich wird. Aber ich denke so ein Mal in der Woche ließe sich so etwas durchaus einrichten – denn das was ich dort verzehren konnte war wirklich mal ein Genuß.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebraten: ++
Karotten-Rahm-Gemüse: ++
Kartoffeln: +