Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce & Kartoffelpüree [02.04.2012]

Zum Beginn der ersten Aprilwoche erwies sich das Angebot in unserem Betriebsrestaurant mal wieder recht durchwachsen. Das Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry von der Asia-Thai-Theke klangen zwar ganz gut, aber irgendwie war mir heute (mal wieder) nicht nach Asiatischem. Also wandte ich meinen Hauptaugenmerk der regulären Küche zu, wo ich im Bereich Vitality Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout, bei Tradition der Region Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Kartoffelpüree und bei Globetrotter schließlich Tortellini in Schinkensahnesauce auf der Speisekarte vorfand. Tortellini hatte ich erst vor kurzem gehabt und das vegetarische Curry-Möhrenragout sprach mich visuell nicht an – also entschied ich mich wider besseren Wissens für das kalorientechnisch wohl ungünstigste Gericht: Das Fleischpflanzerl in Pilzrahmsauce. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Erbsen von der Gemüse- und ein Becherchen nicht näher definierten Nachtischs von der Dessert-Theke.

Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce & Kartoffelpüree / Meat beall with mushroom cream sauce & mashed potatoes

Das Beste am ganzen Gericht war wohl eindeutig das würzige, mit reichlich aber nicht zu vielen Zwiebeln gebratene Fleischpflanzerl, welches sich als angenehm groß und saftig erwies. Die Pilzrahmsauce war zwar geschmacklich in Ordnung, ihnen fehlten aber größtenteils die im Namen erwähnten Pilze. Insgesamt hatte ich vielleicht drei bis vier Bruchstückchen drin, das erschien mir eindeutig etwas wenig. Und auch das Kartoffelpüree entpuppte sich ein weiteres Mal recht eindeutig als Pulver-Püree, denn es war recht dünnflüssig und ohne größere Kartoffelstückchen. Ich sollte wirklich nur bei so etwas zuschlagen wenn der Begriff “Kartoffelgestampftes” auf der Speisekarte verwendet wird, denn dann finden sich auf jeden Fall auch größere Kartoffelstücke darin – was ich als Hinweis auslege dass hier echte Kartoffeln und nicht nur ein Pulver verwendet wurden. Den Erbsen, die man wohl mit etwas milden Zwiebeln gekocht hatte, merkte man visuell zwar an dass sie warm gehalten worden waren – sie wirkten etwas eingefallen – aber hier möchte ich auf Bewertungsabzüge verzichten da sie geschmacklich absolut einwandfrei waren. Bei Dessert schließlich hatte ich dann aber mal einen Glücksgriff getan, denn es entpuppte sich als Kirschgelee mit ganzen Früchten und Birnenwürfeln auf lockerem, nicht zu süßen Vanillemousse, ein Nachtisch den man hier nicht alle Tage erhält.
Die Erstellung einer allgemeinen Beliebtheitsskala unter den anderen Kantinengästen fiel mir heute recht schwer, da die Vorlieben recht durchwachsen waren. Beim ersten Hinsehen sah es zuerst so aus als würden die Tortellini den ersten Platz belegen, aber bei genauerem Hinsehen wurden diese dann doch vom Fleischpflanzerl überholt, so dass ich der Frikadelle mit Kartoffelpüree letztlich den ersten Platz einräumen musste. Auf einem knappen zweiten Platz folgten dann aber schon die Tortellini, die wiederum auch eng von den Asia-Gerichten auf Platz drei gefolgt wurden. Der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout kam schließlich auf Platz vier. Abgesehen davon dass ich es nicht so eng erwartet hatte, entsprach die Platzierung letztlich aber dann doch der aus meinen Erfahrungen resultierenden Prognose. Einzig bei den mittleren beiden Plätzen war ich mir nicht ganz sicher gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Pilzrahmsauce: +
Kartoffelpüree: +
Erbsen: ++
Vanillemousse mit Kirschen & Birnen: ++

Kassler auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree [26.03.2012]

Zwar klangen sowohl die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen als auch das Moo Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke recht verlockend, doch irgendwie war mir heute mal wieder eher nach westlicher Küche. Und hier hatte man für einen Montag ein recht gutes Angebot aufgefahren wie ich feststellen durfte. Am kalorientechnisch optimalsten wären natürlich die Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten aus der Sektion Vitality gewesen, doch der Geschmack lag mit nach irgend einem Gericht mit Fleisch. Blieben also noch das Kassler auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree bei Tradition der Region und der Biergulasch vom Rund mit Butternudeln bei Globetrotter. Und bei dieser Auswahl brauchte ich nicht lang überlegen, denn das Kassler-Gericht sah aus meiner Sicht eindeutig verlockender aus. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Obstkompott von der Dessert-Theke.

Kassler auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree / Smoked pork chop on sauerkraut with mashed potatoes

Das einzige was ich an diesem Gericht etwas kritisieren musste war wie üblich das Kartoffelpüree, das für meinen Geschmack etwas zu dünn geraten war. Geschmacklich war es zwar in Ordnung, aber die Konsistenz legt die Vermutung nahe dass man hier einfach ein Pulver mit Wasser angerührt hatte – daher muss ich hier heute mal Abzüge geben. Am restlichen Gericht, bestehend aus zwei etwa fingerdicken Scheiben mageren und zarten Kasslerfleisches mit einer würzigen Sauce und einer annehmbar großen Portion ebenfalls sehr würzigen und knackigen Sauerkrauts, gab es aber absolut nichts auszusetzen. Sehr lecker. Und auch das Obstkompott, in dem man Stücke von Ananas und Mandarine mit frischen Minzeblättern kombiniert und vermischt hatte – eine Zusammenstellung die ich meines Wissens hier noch nie probiert habe – erfüllte alle meine Erwartungen.
Als ich meine Blicke über die anderen Tische und Tabletts schweifen ließ, meinte ich aber zu erkennen dass der Rinder-Biergulasch scheinbar noch einen kleinen Deut höher in der Gunst der anderen Kantinengästen stand und somit das Kassler auf einen knappen zweiten Platz der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala verdrängte. Auf Platz drei folgten dann die Asia-Gericht und auf einem sehr guten vierten Platz die Gnocchi mit Ruccola und Kirschtomaten. Hätte ich nicht schon am Samstag in meinem selbst zubereiteten Pesto-Hähnchen mit Gnocchi bereits Gnocchi verzehrt, wäre dies aber dennoch bestimmt heute in die nähere Auswahl gekommen. Lecker sah es auf jeden Fall aus, aber ich denke ich habe auch letztlich mit dem Kassler keine allzu schlechte Wahl getroffen.

Mein Abschlußurteil:
Kassler: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: +
Ananas-Mandarinen-Kompott mit Minze: ++

Pute in Honig-Pfeffer-Sauce [09.12.2011]

Heute fiel mir die Auswahl aus dem Speiseangebot recht leicht, denn sowohl der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei den traditional-regionalen Gerichten als auch der Gebackene Seelachs mit Kartoffelsalat und Remouladensauce bei Globetrotter sagten meinem Geschmack nicht zu, ebenso wie die Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke. Einzig die Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry oder das Steak von der Pute in Honig-Pfeffer-Sauce, dazu Kartoffelgestampftes mit Sellerie und Möhren kamen also heute in Frage. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Putensteak das ich noch mit einem Becherchen Obstsalat mit Quark komplettierte.

Putensteak in Honig-Pfeffer-Sauce

Zwar hätte die Fleischportion gerne ein Stückchen größer sein können, aber davon abgesehen fand ich keinen weiteren Grund Kritik an dieser Zusammenstellung zu üben. Das dünn geklopfte Putensteak erwies sich als angenehm zart und gut durchgebraten. Dazu gab es eine süß-scharfe, dickflüssige Sauce mit grob gemahlenen schwarzen Pfefferkörnern die geschmacklich wie ich fand wunderbar zu dem Putenfleisch passte, sowie eine große Portion etwas grober gestampftes Kartoffelpüree, das mit reichlich Möhrenstreifen und Knollenselleriestückchen versehen war. Eine schmackhafte Kombination, welche die Beigabe von zusätzlichen Gemüse zumindest teilweise ersetzte. Sehr lecker wie ich fand und mit gerade mal 439kcal pro Portion auch angenehm leicht. Und der Obstsalat aus Trauben, Äpfeln, Orangen, Birnen und Melone in einer leicht süßen Quarkzubereitung gab schließlich einen ebenfalls sehr schmackhaften Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Bei den meisten anderen Kantinengästen sah ich aber heute das Seelachsfilet mit Kartoffelsalat auf den Tabletts, dem ich daher natürlich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, auf Platz drei folgte das Putensteak in seiner Honig-Pfeffer-Sauce und auf Platz vier schließlich der Apfelstrudel. Eine klassische Platzierung für solche eine Gerichte-Kombination, der man glaube ich nichts mehr hinzufügen braucht. 😉

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Honig-Pfeffer-Sauce: ++
Kartoffelgestampftes mit Möhren und Sellerie: ++
Obstsalat mit Quark: ++

Thüringer Rostbratwurst mit Blaukraut [28.11.2011]

Die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und die Moo Pad Prik Bai Karprao – Schweinfleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce von der Asia-Thai-Theke klangen schon mal recht verlockend. Doch dann entdeckte ich an der regulären Küche neben dem Champignongulasch auf Vollkornspaghetti bei Vitality und Putengeschnetzelten “Zigeuner Art” mit Reis bei Globetrotter heute auch bei Traditon der Region Thüringer Rostbratwurst auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree und Senf. Zwar hatte man an der Ausgabetheke aus mir unbekannten Gründen das Sauerkraut durch Blaukraut ersetzt, doch das verringerte die Attraktivität des Gerichtes nicht wirklich – auch wenn die Kombination zugegebenermaßen ungewöhnlich erscheint. Also schlug ich hier zu und addierte noch einen kleinen Becher Bayrische Creme von der Dessert-Theke.

Thüringer Bratwurst & Blaukraut

Die Rostbratwurst selbst kam schon mal nah an sas heran was ich aus meiner alten Wahlheimat Thüringen her kenne – es handelte sich um eine fein gekuttertes Schweinefleisch mit Würze und einigen Kräutern. Die Form war zwar etwas gedrungener als das was ich von der Bratwurstbude her kenne, aber sowohl der Röstgrad als auch der Geschmack stimmte hier. Und auch am Rot- bzw. Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Einzig beim Kartoffelpüree muss ich Punktabzug geben, denn es war eindeutig viel zu dünnflüssig geraten und hätte vom Geschmack her kräftiger sein können – vermutlich hatte man hier mit Instant-Püree gearbeitet. Aber die Bayrische Creme entschädigte mich dafür wieder ein wenig, denn dieses mit einigen Schokostreuseln garnierte Mousse mit Vanillegeschmack mit der locker-luftigen Dessert erfüllte alle Anforderungen die ich an so etwas stelle.
Trotz des nicht ganz so gelungenen Kartoffelpürees und des kurzfristig gegen Blaukraut ausgetauschte Sauerkraut erreichte die Thüringer Rostbratwurst heute auf der allgemeinen Beliebtheitsskala des Kantinenpublikums ohne Zweifel den ersten Platz. Auf Platz zwei folgten meiner Meinung nach die Asia-Gerichte. Den dritten Platz teilten sich schließlich das Geschnetzelte und der Champignongulasch – ich konnte hier leider keinen klaren Favoriten ausmachen. Das ist ungewöhnlich, aber der Champignongulasch erfreute sich heute für ein vegetarisches Gericht einer ungewöhnlich großen Beliebtheit.

Mein Abschlußurteil:
Rostbratwurst: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: +/-
Bayrische Creme: ++

Schweinswürstel mit Sauerkraut [26.09.2011]

Die Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweizen im Bereich Vitality wäre mit Sicherheit das kalorientechnisch klügste Gericht gewesen und meine Erinnerungen an ähnliche Gerichte von hier, hier und hier waren eigentich auch ganz gut Doch irgendwie war mir heute nach etwas Fleischlastigeren. Die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen von der Asia-Thai-Theke wären z.B. in Kombination mit dem außerdem hier angebotenen Gai Pad Bai Krapao – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai Basilikum durchaus eine Alternative gewesen. Aber noch mehr reizten mich noch die beiden übrigen Angebote der regulären Küche. Und das Paprikarahmschnitzel mit Kartoffelröstinchen aus der Sektion Globetrotter wurde dabei noch von dem heutigen Wies’n Gericht übertrumpft, denn in dieser aktuell den Bereich “Tradition der Region” ersetzende wurden heute 2 Paar Schweinswürstel mit Sauerkraut und Kartoffelpüree angeboten und darauf stand mir heute am meisten der Geschmack. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Panacotta mit Himbeeren von der Dessert-Theke.

Schweinswürstel mit Sauerkraut / Pork sausages with sauerkraut

Und heute gab es mal wieder absolut nichts zu meckern. Die drei Schweinswürstchen, die ich wohl als Nürnberger Art bezeichnen würde, waren heiß, gut durchgebraten und angenehm würzig. Dazu eine große Portion leckeres Sauerkraut und eine noch größere Portion nicht allzu dünn gestampften Kartoffelpüree. Gemeinsam mit den schaumigen Panacotta, das mit einem Klecks Himbeermarmelade garniert war, ein leckeres und sehr sättigendes Mittagsgericht.
Bei den anderen Kantinengästen lag heute meines Eindrucks nach aber das Paprikarahmschnitzel in seiner Beliebtheit noch knapp vor den Schweinswürstel die somit nur Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich die Mediterrane Gemüsepfanne. Hier keine

Mein Abschlußurteil:
Schweinswürstel: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Panacotta mit Himbeeren: ++