Antipasto & Saltimbocca

Heute Abend zog es uns ins Ristorante San Martino im Landgasthof Martinshof in München-Riem um dort zu Abend zu Essen. Dieses Restaurant wirbt damit, die süditalienische Küche nach München zu bringen – ein Versprechen das wir natürlich einmal testen wollten. Zwar mussten wir uns gleich zu Beginn anhören, dass einige der Gerichte nicht mehr verfügbar waren, aber die übersichtliche Auswahl an Angeboten klangen durchgehend wirklich sehr erlesen. Pizza suchte man hier jedoch vergebens – obwohl ich sie ja ursprünglich auch aus dem Süden Italiens stammt – dafür gab es aber verschiedene Nudelgerichte, Suppe, Fisch- und Fleischgerichte sowie verschiedene Salate und natürlich Angebote aus dem Bereich der Antipasto. Dazu gab es natürlich ein breites Angebot an hochwertigen Weinen sowie natürlich auch anderen alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken.
Nach einem kurzen Appetizer aus Weiß- und Olivenbrot wurde das Abendessen schließlich durch einen gemischten Antipasti-Teller eröffnet.

Antipasto

Das Zentrum bildete eine Portion aus frischen Ruccola-Blätter, getoppt von einem dünnem Käsestreifen. Darum angeordnet hatte man geräuscherten Schinken, Pesto, sautierte Salatgurken, geräuchertem Lachs und Mozzarella. Ergänzt mit wahlweise Balsamicoessig oder Olivenöl garniert sowie wieder ergänzt mit etwas Weiß- und Olivenbrot ergab diese hochwertige Zusammenstellung eine wirklich sehr gelungene Zusammenstellung und überaus leckere Vorspeise.
Auf den Hauptgang mussten wir dann leider recht lange warten – es war zwar für einen Montagabend und ein Restaurant in einem Vorort von München viel los, aber die Wartezeit war wirklich hart an der Grenze. Aber das was man uns schließlich servierte kann ich ebenfalls als sehr gelungen Bezeichnen und entschädigte ein wenig für die lange Wartezeit. Ich hatte mich für das Kalbssaltimbocca mit Kartoffelpüree entschieden – ich wollte nach der Variante mit Huhn die ich ja hier und hier schon mal probiert hatte nun endlich mal ein “echtes” Saltimbocca in seiner alla Roma Variante mit Kalb versuchen.

Saltimbocca

Auf einem Bett aus Kartoffelpüree fanden sich drei dünne Kalbsschnitzel, die man stilecht für ein Saltimbocca mit einem Blatt Salbei garniert und schließlich mit dünnem Schinken umwickelt hatte. Das entsprach genau dem was ich mir unter einem echten Saltimbocca alla roma vorstelle: Die zarten Kalbsschnitzel waren angenehm dünn und sowohl das Salbeiblatt also auch der geräucherte Schinken gaben dem ganzen eine wirklich unvergleichlich leckeren Geschmack. Gemeinsam mit dem lockeren Kartoffelpüree und der Sauce ergab das Ganze ein hochwertiges und gelungenes Abendessen. Zwar hätte noch etwas Gemüse das Ganze vollkommen komplettiert, aber auch so bin ich auch so mehr als satt geworden. Für leckere italienische Küche kann ich das San Martino vorbehaltlos weiter empfehlen.

Bratwurstschnecke mit Sauerkraut [02.05.2011]

Während die Asia-Ecke heute mit Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Asia- Thai Gemüse nach Namainh- Art und Gaeng Massaman Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry lockte, standen im Bereich der regulären Küche neben Spiralnudeln mit Paprikaragout bei Vitality bzw. Griechisches Gyros mit Pommes frites und Tzaziki in der Abteilung Globetrotter heute auch eine traditionell-regionale Bratwurstschnecke mit Sauerkraut und Kartoffelpüree auf der Karte. Einen kurzen Moment Liebäugelte ich zwar noch mit den vegetarischen, asiatischen Reisnudeln, dann entschied ich mich aber doch für die Bratwurstschnecke, die ich mit einem Beerenquark zu meinem heutigen Mittagsmahl komplettierte.

Bratwurstschnecke mit Sauerkraut / fried sausage with sauerkraut

Zwar war dieses Gericht mit Sicherheit kalorientechnisch nicht die allerbeste Entscheidung, aber geschmacklich erwies es sich als wirklich recht gelungen. Die Wurstschnecke, deren Zubereitung und Würzung mich an Fränkische oder Nürnberger Bratwurst erinnerte war noch angenehm heiß und schmackhaft. Dazu gab es lockeres Kartoffelpüree, das sich dieses Mal nicht ganz so dünn wie sonst heraus stellte. Doch am gelungensten fand ich das Sauerkraut, dass mit Nelken, schwarzen Pfefferkörner und Kümmel gewürzt war. Dies erwies sich als wirklich angenehm pikant und aus meiner Sicht sehr schmackhaft angerichtet – und das obwohl ich normalerweise ja nicht so der große Fan von Kümmel bin. Einzig den Beerenquark fand ich dieses Mal nicht so berauschend – die mit reichlich Preiselbeeren Quarkmasse war für meinen Geschmack etwas zu sauer geraten.
Bei den anderen Kantinengästen erwies sich natürlich – ganz wie ich erwartet hatte – das Gyros heute als der größte Renner und landete recht eindeutig auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala. Bei Platz zwei leisteten sich die Bratwurst und die Asia-Gerichte ein enges Rennen, die meines Eindrucks nach die Asia-Gericht knapp für sich gewinnen konnten. Somit erreicht die Bratwurstschnecke einen sehr guten dritten Platz. Auf Platz vier folgten schließlich die Spiralnudeln mit Paprikaragout, denen auch die lecker anmutenden Fetawürfel mit dem man sie noch zusätzlich garniert hatte leider keine bessere Platzierung bescheren konnte. Kalorientechnisch wären dies Gericht aus meiner Sicht natürlich am optimalsten gewesen – aber heute war mir eben mal wieder nach Fleisch gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Bratwurstschnecke: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Beerenquark: +

Rinderroulade mit Kartoffelpüree [08.02.2011]

Zwar klangen sowohl das Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce als auch das Nua Pad Prik – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse in Chilisauce aus der Asia-Ecke ganz aktzeptabel, doch ich entdecke in der regulären Küche etwas, das mich weitaus mehr reizte. Das waren aber weniger die Farfalle al peperoni in der Sektion Vitality und auch nicht das heutige Globetrotter-Gericht in Form eines Coq au Vin – Geschmorte Hähnchenkeile in Rotweinsauce auf Tagiatelle – ein Gericht dass ich übrigens hier, hier und hier schon mal probiert hatte. Viel mehr hatte es mit heute die Hausgemachte Rinderroulade mit Kartoffelpüree angetan, welche ich in etwas erweiterter Form hier und hier bereits auf dem Tablett gehabt hatte. Leider hatte man dieses mal die Blaukraut weggelassen und auch an der Gemüsetheke gab es nichts vergleichbares. Daher griff ich dort alternativ bei einer Mischung aus Karotten und Zucchini zu – eine Entscheidung die ich aber bald schon bereuen sollte.

Rindroulade "Bürgerlich" / beef roulade

Bereuen tat ich es deswegen, weil es sich bei diesem Gemüse offensichtlich um die Reste vom gestrigen Zucchini-Möhrenragout und das passte geschmacklich überhaupt nicht zu einer bürgerlichen Rinderroulade. Prinzipiell war es zwar geschmacklich ok, aber Currygemüse und Roulade schmecken einfach zusammen nicht. Also ließ ich die Schale nach einigen Bissen links liegen und konzentrierte mich auf die restlichen Komponenten. Wie üblich war das geschmorte Rindfleisch mit einer Gurke und einigen Karottenstreifen, die mit Baconstreifen umwickelt waren. Sehr lecker muß ich sagen, hier gab es absolut nichts auszusetzen. Auch das Kartoffelpüree erwies sich als geschmacklich zwar in Ordnung, aber ich fand es für meine persönlichen Geschmack etwas zu dünnflüssig geraten. Und das gleiche muss ich leider auch von der ansonsten gut passenden Sauce sagen. In der Summe bereute ich meine Wahl aber nicht.
Und auch die anderen Kantinenbesucher schien heute primär der Rindsroulade zuzusprechen, womit ich diesem Gericht heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zusprechen würde. Auf Platz zwei und eng auf folgte der Coq au Vin und danach die Asiatischen Gerichte auf Platz drei. Platz vier belegten schließlich die Farfalle al peperoni. Zusätzlich konnte ich heute eine recht hohe Anzahl von Personen beobachten die Sushi aßen. Muß mich mal informieren wie das mit den Sushi funktioniert und ob man die vorbestellen muss – habe so etwas lange nicht mehr probiert.

Mein Abschlußurteil:
RInderroulade: ++
Kartoffelpüree: +
Sauce: +
Zuchini-Möhrenragout: +/-

Putensteak in Honig-Pfeffersauce [08.10.2010]

Die heutige Auswahl fiel mir mal wieder nicht schwer. In der Asia-Ecke wurden “Gebackene Ananas und Banane” sowie “Pad Pieew Wan -Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß saurer Sauce” und ein Fischgericht angeboten, in der regulär-westlichen Küche standen neben dem üblichen traditionell-regionalen Süßspeisen-Gericht in Form von “Milchreis mit Waldbeersauce” noch bei Globetrotter ein “Seelachsfilet paniert mit Kartoffel- Gurkensalat und Remouladensauce” sowie bei Vitality “Steak von der Pute in Honig- Pfeffersauce dazu Kartoffelgestampftes mit Sellerie und Möhren” auf der Speisekarte. Ich wollte natürlich nach drei vegetarischen Tagen heute endlich mal wieder etwas mit Fleisch probieren und in die nähere Auswahl kamen dabei zum einen das Asiatische Fischgericht und dann noch das Putensteak. Letztlich entschied ich mich für das Putensteak, das ich mit einem Becher Schichtpudding ergänzte.

Putensteak in Honig-Senf-Sauce

Zuerst hatte ich ja befürchtet dass sich in der Honig-Pfeffersauce wieder schwarze Pfefferkörner befinden würden, was meine Entscheidung vielleicht zu Gunsten des asiatischen Fischgerichtes verändert hatte – dem war aber glücklicherweise nicht der Fall. Zu einer mehr als annehmbar großen Portion aus Stampfkartoffeln oder besser Kartoffelpüree mit Stücken von Sellerie und Möhrengemüse fand sich ein zwar klein geratenes, aber zum Glück recht dickes Stück gebratenen, zarten und saftigen Putensteaks, welches mit einer süßlich-scharfen Honig-Pfeffersauce garniert war. Fand die Zusammenstellung wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte wirklich sehr lecker und gelungen. Eigentlich gab es keinerlei Kritikpunkte, die es wert wären hier erwähnt zu werden. Der Schichtpudding, der aus jeweils einer Schicht Kirsch- Vanille- und Karamelpudding bestand, bildete schließlich einen guten Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Bei der Allgemeinheit des Kantinenpublikums lagen in der Beliebtheit heute das Pangasiusfilet und das Putensteak eng auf, ich wage aber zu sagen dass der Fisch noch ein kleines Stück häufiger auf den Tabletts zu sehen war als das Geflügelgericht und würde ihm daher den ersten Platz zubilligen. Aber auch die asiatischen Gerichte erfreuten sich einer großen Beliebtheit und folgten dem Putensteak eng auf Platz drei. Zwar erfreute sich auch der Milchreis einer gewissen Beliebtheit, er lag aber dennoch deutlich hinter den anderen Gerichten zurück. Letztlich war ich froh dass ich mich nicht für das Fischgericht entschieden hatte, denn ich konnte beobachten wie ein Kollege am Tisch, der sich für dieses entschieden hatte, feine Gräten aus dem Fisch klaubte – das hätte ich heute nun wirklich nicht haben müssen.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Honig-Pfeffersauce: ++
Kartoffelgestampftes: ++
Schichtpudding: ++

Rinderroulade mit Blaukraut [17.06.2010]

Nachdem ich ja gestern schon Asiatische gegessen hatte, fielen die dortigen Angebote in Form von “Asiatischem Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce” oder “Gaeng Messaman Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry” aus. Aber auch die reguläre Küche hatte heute einige interessante Angebote. Nach “Farfalle al peperoni” aus der Vitality-Ecke war mir heute aber nicht so und die bei Globetrotter angebotenen “Chicken Wings mit Barbequesauce und Countrypotatoes” erschienen mir doch etwas zu fett. Also fiel meine Wahl auf das heute Tradition der Region Gericht, einer “Hausgemachte Rinderroulade mit Kartoffelpüree und Blaukraut“.
Rindsroulade mit Blaukraut
Mit der Sauce war man wie zu sehen ist mal wieder sehr großzügig umgegangen, aber das bin ich ja bereits gewohnt. Ebenso wie ich eigentlich schon gewohnt bin dass das Kartoffelpüree etwas dünnflüssiger ist als ich es normalerweise gewohnt bin. Geschmacklich war es zwar vollkommen in Ordnung. Und auch beim Blaukraut gab es geschmacklich nichts auszusetzen. Das einzige was mich etwas stutzig machte war ein kleiner Klumpen einer geleeartigen Masse, welchen ich im Blaukraut fand. Geschmacklich war er undefinierbar und hatte den Geschmack des umgebenden Blaukrauts angenommen. Vielleicht besser wenn ich nicht weiß um was es sich handelt und auch nicht länger drüber nachdenke. 😉 Der Hauptbestandteil des Gerichtes war aber natürlich die Rinderroulade, die ohne Fäden, Zahnstochern oder ähnliches gerollt war. Umgeben von dünnem Rindfleisch, das nur an einer kleinen Stelle scheinbar etwas zu lange gebraten worden war, fand sich eine Füllung aus Bacon-Speck, Zwiebeln, Karotten sowie einer kleinen Gewürzgurke.
Füllung Rindsroulade
Ich bin von zu Hause zwar eine etwas andere Füllung gewöhnt, aber nachdem ich hier und hier ja schon Rinderroulade in diesem Betriebsrestaurant probiert habe, scheint mir dass die Füllung mit Bacon, Karotten und Gewürzgurken die hier wohl übliche zu sein.
Die Roulade war dann auch das deutlich beliebteste Gericht unter den anderen Gästen, aber eng gefolgt von den ebenfalls gern genommenen Chicken Wings, die heute noch eindeutig vor den Asia-Gerichten lagen. Auch die Farfalle erfreuten sich einer gewissen Beliebtheit, auch wenn sie als vegetarisches Gericht in der Beliebtheit doch eindeutig hinter den anderen Angeboten lagen.
Mit schätzungsweise 230kcal oder 8 WW ProPoints pro Roulade plus Kartoffelpüree, der Sauce und natürlich dem Blaukraut kam ich somit heute auf 16 WW ProPoints, was absolut innerhalb meines heutigen Rahmens lag.

Mein Abschlußurteil:
Rinderroulade: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: +