Geräuchertes Kasseler mit Weinsauerkraut & Kartoffelpüree [03.03.2014]

Zwar sah die vegetarische Kartoffel-Gemüsepfanne mit Curry und Dip bei Vitality heute gar nicht mal so schlecht aus, aber mir war irgendwie nach Fleisch. Und da mir nach Asia-Gerichten wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse heute nicht der Geschmack lag, blieben noch das Geräuchterte Kasseler mit Weinsauerkraut, Bratensauce und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und die Gebratene Hähnchenbrust in Zwiebel-Sahnesauce mit Tagliatelle bei Globetrotter. Letztlich war es wohl die Tatsache, dass das Kasseler einfach visuell am meisten her machte, die mich dazu brachte bei diesem Gericht zuzugreifen. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Mandarinenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kasseler mit Sauerkraut & Kartoffelpüree / Smoked pork with sauerkraut & mashed potatoes

Die beiden Scheiben Kasseler-Fleisches waren zwar auf den ersten Blick etwas dünn geraten, die Menge des mageren und saftigen geräucherten Schweinefleischs reichte war im Verhältnis zu den anderen Komponenten vollkommen aus. Dazu passte natürlich wunderbar das mit etwas Kümmel sehr lecker gewürzte Weinsauerkraut, das man wohl zu den klassischen Beilagen zu Kasseler-Gerichten zählen kann und ebenso harmonierte die dunkle Bratensauce wunderbar mit dem Fleisch. Einzig am Kartoffelpüree muss ich leider etwas Kritik üben, denn er war zwar geschmacklich in Ordnung, aber leider etwas dünn geraten, was auch die Vermutung nahe legt dass es sich hier nur um eine aus Pulver hergestellte Sättigungsbeilage handelt. Da muss ich leider etwas von der Wertung abziehen. Das Dessert aus einer Schicht leicht gesüßtem Quark auf (Dosen)Mandarinen mit seiner Garnitur aus einem Klecks Schokomousse, einigen Mandeln sowie einer Weintraube gab es aber wiederum nichts zu meckern. Insgesamt aber ein sehr gelungenes Mittagsmahl, mit dem man sehr zufrieden seien konnte.
Und auch die anderen Gäste schienen dem Kasseler heute den Vorzug geben zu wollen, denn es landete meiner Beobachtung nach mit einem klaren Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Den zweiten Platz belegte dann die Hähnchenbrust in Zwiebel-Sahnesauce, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und, wie üblich, dem vegetarischen Gericht in Form der Kartoffel-Gemüsepfanne auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Geräuchertes Kasseler: ++
Weinsauerkraut: ++
Kartoffelpüree: +
Mandarinenquark: ++

Putensteak in Honig-Pfeffersauce [17.01.2014]

Auch wenn der Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region mir eher als Nachtisch denn als Hauptspeise geeignet schien, so bot die regulär-westliche Küche unseres Betriebsrestaurants heute gleich zwei Gerichte an, die mein Interesse weckten. Zum einen war dies das Putensteak in Honig-Pfeffersauce, dazu Sellerie-Möhren-Kartoffelstampf bei Vitality, zum anderen die Lachswürfel in Spinat-Sahnesauce und Butternudeln bei Globetrotter. Da mich die Gebackene Ananas und Banane sowie das Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer an der Asia-Thai-Theke im Gegenzug nicht so begeisterten, kamen nur diese beiden Gerichte in die nähere Auswahl und die Wahl fiel schließlich auf das Putensteak, mit dem ich ja bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hatte. Obwohl in der Sättigungsbeilage bereits Gemüse enthalten waren, ergänzte ich das Gericht noch durch einige Rahmmöhrchen aus dem heutigen Gemüse-Angebot, außerdem fand noch ein Becherchen Waldbeerenquark von der Desserttheke einen Platz auf meinem Tablett.

Putensteak in Honig-Pfeffersauce mit Sellerie-Karotten-Kartoffelstampf / Turkey steak with honey pepper sauce & mashed potatoes with carrots & celeriac

Betrachtete man das wirklich überaus groß geratene Putensteak und die große Menge an Kartoffelstampf konnte man gar nicht so recht glauben, dass dieses Gericht mit gerade mal 505kcal ausgezeichnet war. Dabei erwies sich das gebratene Putensteak als angenehm mager und nicht zu trocken, obwohl natürlich die süß-würzige Honig-Pfeffersauce, in der sich auch einige grob gewürfelte, milde Zwiebeln befanden, da problemlos hätte Abhilfe schaffen können. Und auch das grobe, sehr gehaltvolle Kartoffelpüree mit seiner darunter gemischten Stücken von Möhren und Knollensellerie ließ keinerlei Wünsche offen. Dazu noch die in Rahmsauce angemachten Möhrenscheibchen, an denen ich ebenfalls keinerlei Kritik anbringen konnte, komplettierten schließlich dieses wirklich sehr gelungene Mittagsmahl, das ich mir dem angenehm cremigen, mit zahlreichen Fruchtstückchen versehenen Waldbeerenquark abschloss. Das Putensteak in Honig-Pfeffersauce ist einfach immer wieder eine gute Wahl.
Zuerst sah es auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sehr gut für das Putensteak aus, aber nach einiger Zeit änderte sich die Tendenz der anderen Essenden dann doch mehr hin zu dem Nudelgericht mit seinen Lachswürfeln in Spinat-Sahnesauce, die schließlich mit knappen Vorsprung das Rennen um den heutigen Platz eins für sich entscheiden konnten und das Putensteak in Honig-Pfeffersauce auf einen guten zweiten Platz verwiesen. Auf Platz drei folgten dann die Asia-Gerichte, die sich aber ebenfalls nur mit einem kleinen Vorsprung gegen den heute ebenfalls recht beliebten Kaiserschmarrn behaupten konnten, welcher somit Platz vier belegte.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Honig-Pfeffersauce: ++
Sellerie-Karotten-Kartoffelstampf: ++
Waldbeerenquark: ++

Hähnchenbrust in Honig-Pfeffersauce an Kartoffelgestampften mit Sellerie & Möhren [15.11.2013]

Zuerst sah es so aus, als wäre auch dieser Freitag als zweiter Freitag in Folge an dem wie sonst üblich keine Süßspeise angeboten wurde. Auf dem dafür reservierten Platz in der Sektion Tradition der Region stand nämlich heute ein Gebackenes Seelachsfilet mit Remoulade, Zitronenecke und Bratkartoffeln auf der Speisekarte. Doch man hatte zusätzlich noch einen Kaiserschmarrn mit Apfelmus auf die Karte gesetzt, so dass die Freunde von Süßspeisen als Hauptgericht heute nicht zu kurz kamen. Für mich ist das ja nichts. So überlegte ich also ob ich bei der Gebratenen Pute mit rotem Thaicurry und verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce, welche neben den Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, zugreifen sollte. Aber auch die Hähnchenbrust in Honig-Pfeffersauce dazu Kartoffelgestampftes mit Sellerie und Möhren bei Vitality und die Hähnchenkeule “Zigeuner Art” mit Curryreis bei Globetrotter klangen überaus verlockend. Ich tendierte zwar einen längeren Moment noch zu dem asiatischen Gericht, wählte dann aber doch die Hähnchenbrust in Honig-Pfeffersauce, das mit 439kcal einen angenehm leichten Genuss versprach. Dazu verirrte sich auf dem Weg zur Kasse dann noch ein kleiner Becher Kirschquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Hähnchenbrust in Honig-Pfeffersauce an Kartoffelgestampften mit Sellerie & Möhren / Chicken breast in honey pepper sauce and mashed potatoes wit celeriac & carrots

Obwohl die Sauce etwas dünn geraten war, ließ sie geschmacklich glücklicherweise nichts zu wünschen übrig und harmonierte wunderbar mit der zwar etwas klein geratenen, dafür aber unglaublich zarten und saftigen Hähnchenbrust. Dazu noch die Sättigungsbeilage aus grob gestampften Kartoffeln mit Stücken von Knollensellerie und Möhren und fertig war ein sehr gelungenes Hauptgericht. Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl. Und auch der angenehm dickflüssige Kirschquark mit zahlreichen Früchten und einer mehr als reichhaltigen Garnitur aus Kirschgelee, einen Spritzer Sahne, etwas Mousse Chocolate, einer Cocktailkirsche und einem halben Schoko-Minzplättchen erwies sich als sehr gute Wahl.
Beim Rennen um die Platzierung auf Allgemeinen Beliebtheitsskala lag heute mit klarem Vorsprung das Seelachsfilet mit Bratkartoffeln vorne und erlangte somit den ersten Platz – und das obwohl diese Bratkartoffeln durch nichts anderes als angebratene kleine Salzkartoffeln repräsentiert wurden. Auf Platz zwei folgte die Hähnchenkeule “Zigeuner Art”, gefolgte von den Asia-Gerichten auf Platz drei. Den vierten Platz belegte knapp dahinter die Hähnchenbrust in Honig-Pfeffersauce und auf Platz fünf folgte der Kaiserschmarrn mit Apfelmus.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust: ++
Honig-Pfeffersauce: ++
Kartoffelgestampftes mit Sellerie & Möhren: ++
Kirschquark: ++

Wirsingroulade in Rahmsauce [28.10.2013]

Nachdem ich letzte Woche gleich zwei Mal asiatisch gespeist hatte, verspürte ich heute trotz verlockender Angebote wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten und frischen Sojakeimlingen in Austernsauce keine große Lust, hier erneut zuzuschlagen. Und das mit 453kcal angenehm leichte Bunte Ofengemüse mit Estragondip sprach mich visuell überhaupt nicht an. Blieben also noch die Wirsingroulade mit Kartoffelpüree und Rahmsauce bei Tradition der Region und die Gebratene Hühnerbrust “Zigeuner Art” mit Reis und Paprikasauce bei Globetrotter. Klang beides recht verlockend und es war wohl die Tatsache, dass ich schon sehr lange keine Wirsingroulade mehr gekostetet hatte, die mich dazu bewoh bei diesem Gericht zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Grießpudding mit Beerensauce aus dem heutigen Dessert-Angebot auf mein Tablett.

Wirsingroulade in Rahmsauce / Savoy roll with cream sauce

Die überaus großzügige Portion Kartoffelpüree hatte man zusätzlich noch mit einigen Röstzwiebeln garniert, was dem wie üblich sehr dünn geratenen Püree auch recht gut tat. Dazu fand sich die Wirsingroulade auf dem Teller, die traditionell aus einer mit einigen Lagen Wirsingblättern umwickelten Hackfleischrolle bestand. Die Roulade war zwar etwas beim servieren auseinander gegangen, aber das wirkte sich ja glücklicherweise nicht auf den Geschmack aus.

Wirsingroulade - Füllung / Wirsing roll - filling

Das Hackfleisch hätte zwar gerne etwas kräftiger gewürzte sein können, aber prinzipiell erfüllte auch diese Komponente ihren Zweck. Die cremige, dickflüssige Rahmsauce erwies sich ebenfalls als nur sehr mild gewürzt, aber passte von der Machart her sehr gut zu der Gesamtzusammenstellung. Nicht überragend, aber absolut akzeptabel. Und der kleine Becher mit Vanillearoma versehenen Grießbreis gemeinsam mit seiner Garnitur aus Beerenmix, Knusperflöckchen und einer Scheibe Kiwi schloss das einfache, aber schmackhafte Mittagsmehl gelungen ab.
Bei den anderen Gäste lag heute, entgegen meiner Erwartung, dann doch die Hühnerbrust “Zigeuner Art” am höchsten in der Gunst und verdrängte die eigentlich als Favorit gesehene Wirsingroulade auf Platz zwei. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte wie üblich das vegetarische Gericht, heute in Form des bunten Ofengemüses.

Mein Abschlußurteil:
Wirsingroulade: ++
Rahmsauce: ++
Kartoffelpüree: +
Grießpudding: ++

Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Kartoffel-Zwiebelpüree [19.09.2013]

Zwar stand mit der klassischen Kombination aus Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und feinem Walnussöl bei Vitality heute mal wieder ein Klassiker der vegetarischen Küche unseres Betriebsrestaurants auf dem Speiseplan, aber es war wieder einmal einer jener Tage, an dem mir einfach nach Fleisch war. Da ich heute auch keine Lust auf asiatische Speisen wie das Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce verspürte, blieben also noch das Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Kartoffel-Zwiebelpüree und der Szegediner Gulasch mit Salzkartoffeln bei Globetrotter. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf das Fleischpflanzerl, das ich mir noch mit einem Schälchen Gemüse und einem Becher nicht näher benannten Nachtisch aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

Untitled

Den Zwiebel-Teil im Kartoffel-Zwiebelpüree hatte ich dabei wohl überlesen gehabt, denn ich war beim ersten Bissen von der Sättigungsbeilage etwas verwirrt über die darin befindlichen Zwiebelwürfelchen. Im Grunde genommen keine schlechte Idee, das Kartoffelpüree etwas aufzuwerten, allerdings schienen mir die Zwiebelstücke fast roh, was den Genuss etwas minderte. Ich mag rohe auf Zwiebeln auf Gehacktesbrötchen oder zu Gyros mit Tzatziki zwar sehr gerne, aber in gekochtem Kartoffelpüree sollte man sie doch vorher etwas andünsten – so zumindest meine Meinung. Hier muss ich daher leider einen kleinen Abzug in der Wertung geben. Am angenehm groß geratenen, saftigen Fleischpflanzel (in anderen Teilen Deutschlands auch Frikadelle oder Bulette genannt) und der Bratensauce gab es aber nichts auszusetzen. Das Gemüse, das ich mir aus Schwarzwurzeln, Möhren und angebratenen sowie gewürzten Zucchinischeiben zusammengestellt hatte, muss ich die aufgewärmt wirkenden Zucchinischeiben leider etwas kritisieren – sie wirkten durch das längere Aufwärmen unter der Heizlampe etwas zu labbrig. Aber das kleine Dessert, das sich als Milchreis mit einer dicken Schicht aus Kirschen, Johannis- und Brombeeren erwies, gab es wieder nichts zu meckern. Insgesamt also teilweise Verbesserungswürdig, aber durchaus in Ordnung.
Das Fleischpflanzerl schaffte es heute dennoch, auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala den ersten Platz für sich zu gewinnen und den ebenfalls sehr beliebten Szegediner Gulasch auf Platz zwei verdrängen. Platz drei belegten schließlich die Asia-Gericht und den vierten Platz, wie meist üblich, das vegetarische Angebot in Form der Gnocchi. Hatte ich bei einer solchen Angebotskonfiguration aber auch nicht anders erwartet.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Bratensauce: ++
Kartoffel-Zwiebelpüree: +
Mischgemüse: +
Milchreis mit Beerenmix: ++