Hähnchenkeule in Chipotle-Marinade [22.07.2013]

Während mich der Champignongulasch mit Spaghetti in der Sektion Vitality visuell nicht so recht ansprach, erschienen mir sowohl das Holzfällersteak vom Schwein mit Röstkartoffeln bei Tradition der Region als auch die Geschmorte Hähnchenkeule in Chipotle-Marinade mit Rotweinsauce und Kartoffel-Maispüree bei Globetrotter recht verlockend. Zwar bot auch die Asia-Thai-Theke mit Gerichten wie Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes Gemüse in Austernsauce und vor allem Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry durchaus interessante Gerichte, aber heute war mit nicht so danach. Nach einigem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Hähnchenkeule, die mir die leichtere Alternative zum Holzfällersteak erschien. Aus dem Gemüseangebot gesellten sich außerdem noch einige Möhren und Romanesco dazu.

Hähnchenkeule in Chipotle-Marinade mit Rotweinsauce & Kartoffel-Maispüree  / Chicken leg in chipotle marinade with red wine sauce & corn potato puree

Das Fleisch an der zugegebener Maßen etwas klein geratenen Hähnchenkeule erwies sich, wohl durch die Marinade, als angenehm zart und zerfiel ein wenig unter Messer und Gabel. Dafür dass es mit Chipotle, also geräucherten Jalapeno, angefertigt worde war, erschien sie aber nicht sonderlich scharf. Darüber konnte man aber hinweg sehen. Gemeinsam mit dem gewürzten und mit zahlreichen Maiskörnern versehenen groben Kartoffelpüree und der herben, mit Zwiebeln versetzten Rotweinsauce ein wirklich sehr leckeres Gericht. Beim Gemüse musste ich aber einige Abstriche machen, denn vor allem die Röschen vom Romanesco waren etwas verkocht und zumal stark abgekühlt. Die Möhren erschienen da schon etwas besser, wenn auch etwas abgestanden – eine volle Punktzahl kann ich da leider nicht geben. Dennoch war ich prinzipiell mit meiner Wahl zufrieden.
Und auch die anderen Gäste hatten zu großen Teilen bei der Hähnchenkeule zugeschlagen und bescherten diesen Gericht somit den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte das Holzfällersteak, das sich aber nur sehr knapp gegen die ebenfalls gern gewählten Asia-Gerichte durchsetzen konnte. Den vierten Platz belegte schließlich, fast wie üblich, das vegetarische Gericht in Form des Champignongulasch.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenkeule: ++
Rotweinsauce: ++
Mais-Kartoffelpüree: ++
Romanesco & Möhren: +/-

Hackbraten mit Rahmkarotten & Kartoffelpüree [03.06.2013]

Während die Asia-Thai-Theke heute mit Gerichten wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum, Thaigemüse und Austernsauce lockte, entdeckte ich auf der Speisekarte der westlichen Küche ebenfalls einige interessante Gerichte wie die Gemüse-Paella bei Vitality, den Hackbraten mit Rahmkarotten und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und schließlich die Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Kräuterreis bei Globetrotter. Da ich auf Asia-Gerichte keine Lust verspürte, ich etwas Fleisch wollte und mir die Hähnchenkeule etwas mickrig aussah, griff ich schließlich zum Hackbraten – auch wenn es sich hier vermutlich um das kalorientechnisch ungünstigste Gericht auf der Karte handelte. Aber meines Wissens hatte ich dies in dieser Kombination noch nicht probiert. Auf ein Dessert verzichtete ich aber.

Hackbraten mit Rahmkarotten & Kartoffelpüree / Meat loaf with cream carrots & mashed potatoes

Das Kartoffelpüree war zwar wieder recht eindeutig aus Pulver hergestellt, aber zumindest war es nicht ganz so dünnflüssig wie ich es von früher in Erinnerung hatte, aber für eine volle Punktzahl reicht es dennoch nicht ganz. An den in würziger Rahmsauce angerichteten Pariser Möhren gab es aber nichts zu meckern. Und auch die etwa fingerdicke Scheibe Hackbraten, den man offensichtlich nach der Zubereitung noch einmal angebraten hatte, gab keinen Grund zur Kritik. Er erwies sich als angenehm saftig und gut gewürzt, wobei besonders viel Würze im der dunklen Kruste lag. Ein nicht gerade leichtes, aber dennoch durchaus schmackhaftes Gericht – kann es gerne mal wieder geben.
Und auch die anderen Gäste schienen primär beim Hackbraten zugegriffen zu haben, womit ich diesem Gericht den heutigen ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz schienen sich heute die unerwartet beliebte Gemüse-Paella und die Hähnchenkeule zu teilen. Ich konnte hier zumindest keinen klaren Favoriten ausmachen. Ungewöhnlich, aber das folgt dem Trend der letzten Wochen, in denen die vegetarischen Gerichte ja häufiger als sonst mal nicht abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet sind. Mal schauen ob sich dieser Trend hält.

Mein Abschlußurteil:
Hackbraten: ++
Rahmkarotten: ++
Kartoffelpüree: +

Kassler mit Sauerkraut & Kartoffelpüree [15.04.2013]

Auch wenn die Angebote wie Po Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch, gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse an der Asia-Thai nicht schlecht klangen, so war mir heute mehr nach westlicher Küche. Als ich das dortige Angebot prüfte, konnte ich mich sogleich gegen den Biergulasch mit Butternudeln bei Globetrotter und den Sommerlichen Salat mit Putenfleisch als Sonderangebot entscheiden, denn beide Gerichte sprachen mich nicht sonderlich an. Der Gulasch mit Nudeln sah mir zu sehr nach Kantine aus und der auf rohem Salat, auch wenn er mit gebratener Pute versehen war, hatte ich einfach keine Lust. Einzig das Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und die vegetarischen Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und Walnußöl bei Vitality erschienen mir reizvoll und da ich heute Appetit auf Fleisch hatte, wählte ich schließlich das Kassler. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Tiramisu-Mousse aus dem Dessert-Angebot auf mein Tablett.

Kasslerbraten mit Sauerkraut & Kartoffelpüree / Smoked pork roast with sauerkraut & mashed potatoes

Zuerst durfte ich wohlwollend feststellen, dass man beim Kartoffelpüree im Vergleich zu früheren Zubereitungen inzwischen dazu gelernt hatte, denn das Püree war dieses Mal ein wenig grober und nicht so dünnflüssig wie ich es in Erinnerung hatte – und auch der Geschmack war dadurch “kartoffeliger” geworden. Das Sauerkraut erwies sich als angenehm würzig und war mit einer leichten, sehr passenden Note Kümmel versehen. Einzig die Portion hätte gerne etwas größer sein können. Ebenso die beiden zarten und saftigen Scheiben Kassler-Bratens, die man relativ dünn geschnitten hatte – was aber natürlich nichts am guten Geschmack des Fleisches änderte. Da sich aber mehr als genug Kartoffelpüree auf dem Teller fand, erwies sich auch so als überaus sättigend. Den Abschluss heutigen Mittagsmahls bildete schließlich der kleine, nicht zu süße Becher luftig-lockeren Mousses mit Tiramisu-Geschmack. Ich war insgesamt sehr zufrieden mit meiner heutigen Auswahl.
Bei den anderen Gästen lag heute ohne jeden Zweifel das Biergulasch mit Butternudeln am höchsten in der Gunst und erlangte so mit klar sichtbaren Vorsprung Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber eng gefolgt vom Kassler mit Sauerkraut auf Platz drei. Die Gnocchi kamen auf Platz vier – noch vor dem Salat, der Platz fünf belegte.

Mein Abschlußurteil:
Kasslerbraten: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: ++
Tiramisu-Mousse: ++

Fleischpflanzerl mit Zwiebelsauce & Kartoffelpüree [11.02.2013]

Eigentlich hatte ich ja heute geplant gehabt, beim Fenchel-Tomaten-Ragout mit Kartoffeln aus der Abteilung Vitality zuzuschlagen, das mit gerade mal 375kcal einen angenehm leichten Genuss versprach. Doch leider wurde dieses Gericht heute an der selben Theke wie die Penne arrabiatta mit Parmesan aus der Sektion Globetrotter angeboten, weswegen sich dort eine sehr lange Schlange gebildet hatte. Irgendwie schienen heute weitaus mehr Gäste diesem Gericht zuzusprechen als dem Fleischpflanzerl mit Zwiebelsauce und Kartoffelpüree bei Tradition der Region, welches an einer anderen Theke ausgegeben wurde. Da ich nicht erst an den Tisch kommen wollte, wenn meine Kollegen bereits aufgegessen haben und ich die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Frühlingsrollen und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce heute aufgrund des morgen dort zu erwartenden Fischgerichtes außen vor lassen wollte, entschied ich mich kurzfristig dann doch um und griff beim Fleischpflanzerl zu, das ich noch mit einem Schälchen Gemüse und einem kleinen Becher Mandarinenquark ergänzte.

Fleischpflanzerl mit Zwiebelsauce & Kartoffelpüree / Meatball with onion sauce & mashed potatoes

Insgesamt musste ich feststellen, dass dies keine allzu gute Entscheidung war. Am saftigen Fleischpflanzerl, sprich Frikadelle, und der Zwiebelsauce gab es zwar nichts auszusetzen, aber das Kartoffelpüree erwies sich wie üblich als eher dünn und ein wenig Substanzlos, was den Verdacht erhärtete dass es wohl komplett aus Instant-Pulver hergestellt war. Geschmacklich war es zwar in Ordnung, aber von der Konsistenz her leider nicht das, was ich normalerweise unter diesem Begriff verstehe. Und auch das Gemüse, das sich beim näheren Hinsehen als die Reste der Gemüsebeilage des Kalbsbraten vom letzten Freitag erwies, war recht matschig und wirkte, wohl durch das Aufwärmen, irgendwie zerkocht. Bei diesen beiden Komponenten kann ich heute leider unmöglich volle Punktzahl geben. Der kleine Becher nur leicht gesüßten Quarks mit zahlreichen Mandarinen-Fruchtstücken entschädigte mich abschließend aber zumindest wieder ein wenig für diese eher ungünstige Wahl. Da hätte ich im Nachhinein gesehen wohl doch besser etwas länger angestanden und das Fenchel-Tomaten-Ragout gewählt.
Wie bereits einleitend erwähnt, erwiesen sich die Penne arrabiatta heute als beliebtestes Gericht unter den Gästen, womit ich ihnen zweifellos den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen muss. Das Fleischpflanzerl errang aber dennoch den zweiten Platz, wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung vor den Asia-Gerichten auf Platz drei. Das vegetarische Fenchel-Tomaten-Ragout mit Kartoffeln landete schließlich wie üblich auf einem guten, aber dennoch vieren Platz. Als ich das Angebot gelesen hatte, hatte ich ja eher auf einen klaren ersten Platz für das Fleischpflanzerl getippt, aber scheinbar haben inzwischen weitere Gäste erkannt, dass beim Kartoffelpüree hier deutlicher Verbesserungsbedarf für die Kochcrew besteht – zumal es aus meiner Sicht unverständlich ist, wie man bei der sonst eigentlich fast durchgehend guten Qualität der Gerichte sich einen solchen Patzer bei einer so beliebten Sättigungsbeilage wie Kartoffelpüree leisten kann. Zumal die als Kartoffelgestampftes meist zu Putensteak in Honig-Pfeffersauce servierte und mit Möhren und Sellerie versetzte, sehr ähnliche Sättigungsbeilage ja beweist, dass man es deutlich besser kann. Ich werde mich beim nächsten Mal ebenfalls eher zurückhalten, wenn ich den Begriff Kartoffelpüree auf der Karte lesen sollte.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Zwiebelsauce: ++
Kartoffelpüree: +
Gemüse: +/-
Mandarinenquark: ++

Pescado con puré de patata dulce [07.11.2012]

Auch heute ging die südamerikanische Woche in unserem Betriebsrestaurant weiter, dieses Mal mit dem aus Chile stammenden Gericht Brocheta de pescado con puré de patata dulce- Seelachsfilet in Pink Pepper mit Kartoffelpüree und schwarzen Bohnen im Bereich Globetrotter. Da konnten mich auch das Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites und Zitronenecke bei Tradition der Region und der Champignongulasch auf Spaghetti bei Vitality ebenso wenig umstimmen wie die asiatischen Angebote in Form von Gebratene, Tofu mit verschiedenen Gemüse in Hoi Sin Sauce und Gaeng Pad Gai – Gebratene Pute mit frischem Gemüse,Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry – zumal Mittwoch ja mein traditioneller Fischtag ist – da kam mir der chilenische Seelachs gerade recht. Dazu gesellte mich noch ein Becherchen Vanillemousse auf mein Tablett.

Brocheta de pescado con puré de patata dulce

Von den angekündigten schwarzen Bohnen war zwar nichts zu entdecken, dafür hatte man aber eine Gemüsemischung aus Kidneybohnen und Paprika in einer angenehm scharfen Chili-Tomatensauce, die meiner Meinung nach sehr gut zu dem zarten und grätenfreien, gebratenen und mit roten Pfefferkörnern garnierte Seelachsfilet passte. Als Sättigungsbeilage hatte man eine mehr als ausreichend große Portion würzigen Kartoffelpüree serviert, die meiner Meinung nach nicht nur aus regulären Kartoffeln, sondern aus Süßkartoffeln gefertigt war, was auch die Verwendung der Wortkombination “patata dulce”, also süßen Kartoffeln in der Menubezeichnung zu bestätigen schien. Alles in allem ergab diese Zusammenstellung ein meiner Meinung nach sehr leckeres und vor allem sättigendes Mittagsgericht, das ich sehr genoss und das keinerlei Grund zur Kritik bot. Und auch am luftig-lockeren, mit einer Cocktailkirsche garnierten Vanillemousse gab es absolut nichts auszusetzen. Ich was überaus zufrieden.
Der Gros der anderen Gäste hatte heute aber leider nicht bei dem chilenischen Fischgericht, sondern beim Wiener Schnitzel mit Pommes Frites zugeschlagen, womit man diesem den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen muss. Um Platz zwei lieferten sich schließlich das Seelachsfilet und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches das Fischgericht mit knappen Vorsprung für sich entscheiden konnte und das die Asia-Gerichte auf Platz drei verdrängte. Auf Platz vier folgte schließlich der vegetarische Champignongulasch mit Spaghetti. Ich hätte dem südamerikanischen Gericht natürlich liebend gerne den ersten Platz zugebilligt, aber gegen ein Schnitzel mit Pommes kam es leider nicht an – zumal Fisch ja auch nicht jedermanns Sache ist. Bin wirklich gespannt ob das morgige Spezialangebot es wieder an die Spitze der Kantinencharts schafft.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Bohnen-Paprika-Gemüse: ++
(Süß)Kartoffelpüree: ++
Vanillemousse: ++