Gebackene Calamari mit Remoulade & Kartoffelsalat [14.06.2013]

Auch wenn der Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region und die Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Thai-Theke aufgrund ihres Charakters als Süßspeise für mich weniger Interessant erschienen, hatte man mit dem asiatischen Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce, den Gebackenen Calamari mit Remoulade und Kartoffelsalat bei Globetrotter sowie einer Zarten Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato bei Vitality durchgehend sehr interessant und verlockend klingende Gerichte aufgefahren. Nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für die Calamari, irgendwie war mir heute mal danach. Dazu kam noch ein Schälchen Mischgemüse und noch ein kleines Dessert in Form eines Mousse Tiramisu.

Gebackene Calamari mit Remoulade & Kartoffelsalat / Baked calamari with remoulade & potato salad

Mir war natürlich bewusst, dass die Tintenfischringe in ihrer dünnen, knusprigen Panade höchstwahrscheinlich frittiert waren und somit keinen allzu leichten Genuss boten. Aber da sie nicht nur noch angenehm heiß waren, sondern auch das Fleisch im Inneren sich als angenehm zart erwies, hatte sich der Griff zu diesem Gericht aus meiner Sicht wirklich gelohnt. Gemeinsam mit der würzigen Remoulade und einigen Spritzern Zitronensaft ein wirklicher Genuss. Und auch der mild-säuerliche Kartoffelsalat, der wie hier in Bayern üblich ohne Mayo angemacht war, erwies sich zwar als einfache, aber geschmacklich überaus gelungene Zubereitung. Nur beim Mischgemüse aus Erbsenschoten, Möhren und etwas Blumenkohl muss ich heute etwas in der Wertung abziehen, denn es war bereits etwas matschig geworden. Dennoch besser als gar kein Gemüse. Dafür entschädigte mich aber das locker-cremige Mousse mit seiner Garnitur aus Cocktailkirsche und dunkler Schokolade, das ich ebenfalls als sehr gelungen bezeichnen muss. Auch wenn alles zusammen nicht gerade kalorienarm war, war ich mit der Zusammenstellung dennoch überaus zufrieden.
Sah man sich im Gastraum um, erkannte man schnell dass die Tintenfischringe sich auch bei den anderen Essern überaus großer Beliebtheit erfreuten, was ihnen fraglos den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala einbrachte. Um den zweiten Platz lieferten sich die Hühnerbrust und die Asia-Gerichte ein recht knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Hühnerbrust aber letztlich doch unterlag und von den Asia-Gerichten auf Platz drei verwiesen wurden. Zum Kaiserschmarrn mit Apfelmus war zwar auch hier und da gegriffen worden, aber für mehr als Platz vier reichte es auch heute leider nicht aus. Statistisch betrachtet also mal wieder eine der Normalverteilung entsprechende Platzierung ohne Überraschungen – der Mensch ist eben ein “Gewohnheitstier”… 😉

Mein Abschlußurteil:
Calamari: ++
Remoulade: ++
Kartoffelsalat: ++
Mischgemüse: +
Mousse Tiramisu: ++

Chili-Frikadellen & Kartoffelsalat [27.12.2012]

Chili-Frikadellen & Kartoffelsalat / Chili meatballs & potato salad

Heute ging es ans Reste vertilgen. Vom Heiligabend war noch etwas Kartoffelsalat mit Eiern, Gürkchen und Speck übrig, dazu gab es zwei kalte Frikadellen aus angenehm scharfen Chili-Hackfleisch. Nichts besonderes, aber dennoch sättigend und schmackhaft – da kann man nicht meckern. 😉

Weihnachtsspeisen 2012

Auch wenn der Heiligabend dieses Jahr mit fast frühlingshaften Temperaturen nur begrenzt Weihnachtsstimmung aufkommen ließ, so nutzten natürlich auch wir dieses Datum wieder dazu, das Fest im Familienkreis zu begehen. Zum Mittagessen entschied man sich dieses Jahr dazu, Rinderrouladen mit mit Rotkraut und Salzkartoffeln zu servieren. Als Alternative Sättigungsbeilage standen außerdem noch Nudeln bereit.

Weihnachtstafel mittags / Christmas dinner
Weihnachtstafel – Mittags

Ich selbst entschied mich natürlich für Salzkartoffeln, Nudeln passen meiner Meinung nach nicht zu Rinderrouladen – aber das ist natürlich Geschmacksache.

Rinderroulade mit Rotkraut & Salzkartoffeln / Beef roulade with red cabbage & potatoes

Bei der Roulade selbst hatte man sich dieses Mal für eine vom Standard etwas abweichende Füllung aus Senf, Speck und Zwiebeln entschieden und auf die sonst – zumindest aus meiner Sicht – üblichen Gewürzgurken-Streifen verzichtet. Nicht jeder mag eben warme Gürkchen. 😉

Rinderroulade - Querschnitt

Zum Nachtisch gab es schließlich einen Eiscreme-Stern aus Vanilleeis mit Zimt bestreut und “unten herum” mit Schokoladenüberzug.

Zimt-Eiscreme

Für den abendlichen Hunger wurde schließlich der absolute Klassiker für Heiligabend angeboten, wie er in weiten Teilen Deutschlands ja zur Tradition gehört: Heiße Würstchen mit Kartoffelsalat.

Abendliche Weihnachtstafel / Christmas dinner
Abendliche Weihnachtstafel

Die Kartoffelsalat-Zubereitung bestand dieses Mal aus in leichtem Miracel Whip angemachten Pellkartoffeln mit Gürkchen, Eiern, Speck und Zwiebeln. Ich selbst bevorzugte zwar bisher die etwas leichtere Variante mit Essig und Öl, konnte mich aber dazu durchringen auch mal diese Zubereitung zu probieren und für überaus schmackhaft zu befinden.

Kochwurst mit Kartoffelsalat / Sausage with potato salad

An die Kalorien möchte ich bei solchen Mahlen lieber nicht denken und blende sie über die Weihnachtsfeiertage auch lieber aus – ab nächstem Jahr wird aber auf jeden Fall wieder strenger reduziert – soviel steht fest. Irgendwie muss man den Weihnachtsspeck ja wieder loswerden. 😉

Forellenfilet in Polentakruste & Grüner Kartoffelsalat – das Rezept

Am heutigen Samstag wollte ich meine neu gewonnene Vorliebe für Kartoffelsalat etwas vertiefen und entschloss mich dazu, mal selbst so etwas zuzubereiten. Normalerweise hätte dieser auch so gereicht, doch ich entschied mich schließlich, ein paar marinierte Forellenfilets in Polentakruste dazu zu braten – wobei ich dieses Mal aber nicht auf TK-Ware zurückgriff, sondern mir die Forelle frisch an der Fischtheke meines Lieblingssupermarktes filetieren ließ. Man bot mir zwar an, den Verschnitt (Kopf, Schwanz, Wirbelsäule etc.) mitzunehmen, ich verzichtete aber darauf da ich nicht so recht wusste was ich damit hätte tun sollen – auch wenn ich letztlich natürlich den ganzen Fisch bezahlen musste. Das Ergebnis, den Grünen Kartoffelsalat mit mariniertem Forellenfilet in Polentakruste war auf jeden Fall sehr lecker und empfehlenswert, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Ergebnis hier mal kurz vorzustellen.

Was braucht man also für 2-3 Portionen?

Für den Kartoffelsalat

3-4 festkochende Kartoffeln (600 – 650g)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 mittlere rote Zwiebel
02 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

150ml Gemüsebrühe
03 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Bund Schnittlauch
04 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

2 EL Apfelessig
05 - Zutat Apfelessig / Ingredient apple vinegar

2 EL Rapsöl
06 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1 kleiner Apfel
07 - Zutat Apfel / Ingredient apple

60g Feldsalat
08 - Zutat Feldsalat / Ingredient field salad

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
09 - Zutat Pfeffer & Salz / Ingredient pepper & salt

Für die Forellenfilets

2-4 Forellenfilets (je nach Größe, wobei in der Regel 2 Stück reichen sollten – ich entschied mich hier übrigens für Regenbogenforelle)
10 - Zutat Forellenfilet / Ingredient trout fillet

100ml Buttermilch
11 - Zutat Buttermilch / Inredient buttermilk

1,5 EL Senf
12 - Zutat Senf / Ingredient mustard

Tabasco nach belieben
13 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

60 – 70g Maisgriess (Polenta)
14 - Zutat Maisgriess (Polenta) / Ingredient polenta

sowie 2-3 EL Rapsöl zum anbraten

Beginnen wir also mit der Zubereitung und damit, die Kartoffeln mit genügend Wasser in einen Topf zu geben um sie dann für etwa 20 bis 25 Minuten zu kochen bis sie gar sind.
15 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen, können wir dann auch schon einmal unsere rote Zwiebel schälen und fein würfeln.
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Anschließend wenden wir uns den Forellenfilets zu. Auch wenn sie gut filetiert worden sind – was bei meinen eindeutig der Fall war – können sie noch immer ein paar Gräten enthalten. Da das natürlich den Genuss etwas trüben kann, sollten wir sie erst einmal entfernen. Dazu streichen wir mit dem Finger über die Innenseite der Forellenfilets, lokalisieren die Gräten und entfernen sie dann vorsichtig mit Hilfe einer Pinzette oder mit den Fingern. Ist zwar etwas aufwändiger, aber es lohnt sich meiner Meinung nach alle mal – denn wer mag schon Gräten im Fisch.
17 - Forelle entgräten / bone trout

Die Forelle, insbesondere die Regenbogenforelle, gehört zwar zur Gruppe der Edelfische (um genau zu sein der Salmoniden) und brauchen aufgrund ihrer kleinen Schuppen nicht unbedingt geschuppt zu werden, ich entschied mich aber dennoch dazu, zumindest die gröbsten Schuppen zu entfernen – vor allem weil ich die Filets ja mit Haut braten wollte. Dazu gibt es meines Wissens auch spezielle Entschuppungsmesser, da ich aber ein solches (noch) nicht besitze erledigte ich dies mit einem normalen Messer, indem ich entgegen der Laufrichtung der Schuppen über die Oberfläche strich. Aber Vorsicht: die abgetrennten Schuppen können dabei ziemlich wild durch die Gegend fliegen.
18 - Forelle entschuppen / Scale trout

Schließlich spülen wir die Forellenfilets gründlich unter fließendem kalten Wasser ab und tupfen sie dann mit einem Küchentuch trocken.
19 - Forelle abspülen / Wash trout

Schließlich vermengen wir Buttermilch, Senf und Tabasco gut miteinander
20 - Marinade mischen / Mix marinade

und legen unseren Fisch zum marinieren darin ein. Das Behältnis stellen wir für mindestens 30 Minuten abgedeckt an einen kühlen Ort.
21 - Fisch marinieren / Marinate fish

Inzwischen müssten dann auch unsere Kartoffeln gar sein, die wir abgießen und etwas abkühlen lassen.
22 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

In der Zwischenzeit können wir den Feldsalat im Wasserbad gründlich waschen
23 - Salat waschen / Wash salad

und dann in einem Sieb gut abtropfen lassen.
24 - Salat abtropfen lassen / Drain salad

Anschließend müssen wir ihn noch trocken schütteln. Da ich leider aktuell über keine Salatschleuder verfüge, nahm ich ein Stoff-Abtrocknetuch, gab den noch feuchten Salat hinein und wirbelte ihn so trocken, was wunderbar funktionierte.
25 - Salat trocken schütteln / Dry salad

Es folgt noch eine Kontrolle der Stilansätze auf verbliebene Wurzelstücke, die wir ggf. vorsichtig mit einem Messer entfernen ohne allerdings den Zusammenhalt des Blattstrunks zu zerstören. Bei abgepackten Salat findet man hier zwar weitaus seltener etwas als bei auf dem Markt erworbenen, aber sicher ist sicher.
26 - Wurzelstücke entfernen / Remove root pieces

Inzwischen müssten auch unsere Kartoffeln so weit abgekühlt sein, dass wir sie ohne Gefahr uns die Finger zu verbrennen schälen
27 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und in Scheiben schneiden können. Die Kartoffelscheiben legen wir in eine Salatschüssel.
28 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

Dann geben wir die Gemüsebrühe, die beiden Esslöffel Apfelessig und die gewürfelte Rote Zwiebel in einen kleinen Topf
29 - In Topf geben / Put to bowl

und lassen alles kurz aufkochen
30 - Aufkochen lassen / Boil up

um es dann, noch heiß, über die Kartoffelscheiben zu geben,
31 - Über Kartoffeln geben / Add to potatoes

das Öl hinzuzufügen
32 - Öl hinzufügen / Add oil

und alles schließlich gut zu vermengen. Die Mischung lassen wir dann für 30 Minuten ziehen, wobei wir sie gelegentlich erneut mischen.
33 - Gut vermengen / Mix well

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen, trocken schütteln
34 - Schnittlauch waschen / Clean chives

und in feine Röllchen zerkleinern
35 - Schnittlauch zerkleinern / Cut chives

sowie den Apfel waschen, vierteln und in schmale Scheiben schneiden.
36 - Apfel in Scheiben schneiden / Cut apple into slices

Außerdem können wir auch das Forellenfilet aus der Marinade nehmen, es gut abtropfen lassen und schließlich im Maisgriess panieren. Die so panierten Forellenfilet können wir auf einem Teller zwischenlagern bis wir sie wieder brauchen.
36 - Forellenfilet panieren / Coat trout fillet

Sind die dreißig Minuten für den Salat dann um, schmecken wir ihn mit Salz und Pfeffer ab,
37 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

heben das Schnittlauch unter
38 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

und fügen schließlich noch den Feldsalat
39 - Feldsalat addieren / Add field salad

und die Apfelstücke hinzu, die wir ebenfalls gut mit den anderen Zutaten mischen.
40 - Apfelstücke unterheben / Fold in apple slices

Damit ist der Salt fertig und wir brauchen nur noch 2 EL Öl in einer Pfanne zu erhitzen
41 - Öl in Pfanne geben / Add oil to pan

und die panierten Forellenfilets von beiden Seiten für jeweils 2 bis 3 Minuten goldbraun anzubraten. Die fertig gebratenen Filets lassen wir kurz auf einem Küchentuch abtropfen.
42 - Forellenfilet anbraten / Roast trout fillet

Anschließend können wir sie gemeinsam mit dem Kartoffelsalat servieren und genießen. Wer mag kann den Fisch noch mit etwas Zitrone garnieren.
43 - serviert

Alleine schon der Kartoffelsalat erwies sich als sehr gelungen, denn der Geschmack seines würzigen Dressing aus Apfelessig, Rapsöl, roten Zwiebelstückchen und Gemüsebrühe harmonierte geschmacklich wie ich fand wunderbar mit den Kartoffelscheiben, dem Feldsalat und den Apfelstückchen, ohne dabei sonderlich schwer zu sein. So lasse ich mir Kartoffelsalat gerne gefallen. Dazu noch das durch das marinieren butterweiche Stück Forellenfilet in seiner dünnen, knusprigen Kruste aus Polenta ergab alles ein nicht nur als vollwertiges, sondern auch sehr leckeres Mittagessen. Ich war damit auf jeden Fall wieder einmal sehr zufrieden.

44 - Forellenfilet in Polentakruste mit grünem Kartoffelsalat / Trout fillet coated with polenta & green potato salad - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht kann sich diese Zusammenstellung absolut sehen lassen. Der leichte Kartoffelsalat liegt meiner Berechnung nach bei 680kcal für die gesamte Schüssel, das ergibt bei 3 Portionen gerade mal 227kcal pro Portion. Bei den Forellenfilets gestaltet sich die Berechnung aber etwas schwieriger, da ich nicht abschätzen kann wie viel von der Marinade im Fisch zurückgeblieben ist – ich nehme aber mal an dass die Menge verschwindend gering ist und berechne daher nur die Forellenfilets selbst, die Polenta und das Öl zum braten. So komme ich hier auf 197kcal pro fertigem Fischfilet-Stück. Somit ergibt sich für eine Portion Kartoffelsalat und ein Stück Forellenfilet eine Summe von 424kcal pro Portion. Für ein so reichhaltiges Gericht ein fantastischer Wert wie ich finde. Eine weiteres Gericht, dass ich in meine stetig wachsende Sammlung von leichten und dennoch überaus leckeren Rezepte einordnen kann. Damit soll das Thema Kartoffelsalat und Salate allgemein keinesfalls abgehakt sein – ich komme langsam wirklich auf den Geschmack und denke, dass es alsbald weitere Rezepte in dieser Richtung hier zu finden gibt. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Schollenfilet mit Kartoffel-Gurkensalat & Remoulade [13.07.2012]

Nachdem ich meine Meinung über Kartoffelsalat ja vor kurzem endlich revidieren oder besser gesagt differenzieren konnte, wollte ich diese Erfahrung heute gleich mal vertiefen, denn mit einem Gebackenen Schollenfilet mit Kartoffel-Gurkensalat und Remoulade stand heute in der Sektion Globetrotter gleich wieder ein interessantes Gericht aus diesem Bereich auf der Speisekarte. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass es sich hier nicht doch um eine Zubereitung mit Mayonaise handelt – was hier im bayrischen Raum aber eher selten ist – entschied ich mich also für dieses Angebot und ließ die anderen Angebote wie Schweinesülze mit Bratkartoffeln und Remoulade als Zusatzangebot, die Zarte Hühnerbrust mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato bei Vitality und die Gefüllten Pfannkuchen mit Quark an Waldbeerenragout und Vanillesauce bei Tradition der Region ebenso links liegen wie die Asia-Angebote der Frühlingsrollen und der Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce. Das Schollenfilet selbst ergänzte ich dann aber noch mit einigen Pariser Möhren von der Gemüse- sowie einem Obstsalat von der Dessert-Theke.

Gebackene Scholle mit Kartoffelsalat & Remoulade / Baked plaice with potato salad & tartar sauce

Zuerst schien die Panada des angenehm große Schollenfilet zwar etwas sehr dunkel geraten, doch der Eindruck täuschte glücklicherweise – sie war angenehm dünn und knusprig und ummantelte ein zartes, grätenfreies und saftiges Stück schmackhaften Fischfilets. Und auch der mit Essig und Öl angemachte, natürlich kalte Kartoffelsalat, den man auf meinen Wunsch hin mit nur wenigen Salatgurkenscheiben aufgemacht hatte, erwies sich als gute und leckere Wahl – ebenso wie die fast etwas zu reichhaltig aufgetischte, aber dennoch sehr gelungene Remoulade. Den Pariser Möhren merkte man dann aber leider wieder an, dass sie bereits längere Zeit in der Wärmetheke gelegen hatten, denn sie waren gerade noch lauwarm und die größeren Stücke scheinbar nicht richtig durch. Hier musste ich leider einen kleinen Abzug tätigen, wurde aber dann von dem leckeren Obstsalat aus Melone, Apfel, Birne, Orange und Weintrauben wieder ein wenig entschädigt. In der Summe war ich aber sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Und auch die anderen Kantinengäste schienen verstärkt beim Schollenfilet zugeschlagen zu haben, denn es landete meinen Beobachtungen nach mit deutlich erkennbaren Vorsprung auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber mit nur knappen Vorsprung vor der ebenfalls sehr beliebten Hühnerbrust mit Basilikumpesto. Den letzten Platz teilten sich schließlich die Pfannkuchen und die Schweinesülze – bei diesen Gerichten konnte ich absolut keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Schollenfilet: ++
Kartoffelsalat: ++
Remoulade: ++
Pariser Möhren: +
Obstsalat: ++