Schollenfilet mit Kartoffel-Gurkensalat & Remoulade [13.07.2012]

Nachdem ich meine Meinung über Kartoffelsalat ja vor kurzem endlich revidieren oder besser gesagt differenzieren konnte, wollte ich diese Erfahrung heute gleich mal vertiefen, denn mit einem Gebackenen Schollenfilet mit Kartoffel-Gurkensalat und Remoulade stand heute in der Sektion Globetrotter gleich wieder ein interessantes Gericht aus diesem Bereich auf der Speisekarte. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass es sich hier nicht doch um eine Zubereitung mit Mayonaise handelt – was hier im bayrischen Raum aber eher selten ist – entschied ich mich also für dieses Angebot und ließ die anderen Angebote wie Schweinesülze mit Bratkartoffeln und Remoulade als Zusatzangebot, die Zarte Hühnerbrust mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato bei Vitality und die Gefüllten Pfannkuchen mit Quark an Waldbeerenragout und Vanillesauce bei Tradition der Region ebenso links liegen wie die Asia-Angebote der Frühlingsrollen und der Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce. Das Schollenfilet selbst ergänzte ich dann aber noch mit einigen Pariser Möhren von der Gemüse- sowie einem Obstsalat von der Dessert-Theke.

Gebackene Scholle mit Kartoffelsalat & Remoulade / Baked plaice with potato salad & tartar sauce

Zuerst schien die Panada des angenehm große Schollenfilet zwar etwas sehr dunkel geraten, doch der Eindruck täuschte glücklicherweise – sie war angenehm dünn und knusprig und ummantelte ein zartes, grätenfreies und saftiges Stück schmackhaften Fischfilets. Und auch der mit Essig und Öl angemachte, natürlich kalte Kartoffelsalat, den man auf meinen Wunsch hin mit nur wenigen Salatgurkenscheiben aufgemacht hatte, erwies sich als gute und leckere Wahl – ebenso wie die fast etwas zu reichhaltig aufgetischte, aber dennoch sehr gelungene Remoulade. Den Pariser Möhren merkte man dann aber leider wieder an, dass sie bereits längere Zeit in der Wärmetheke gelegen hatten, denn sie waren gerade noch lauwarm und die größeren Stücke scheinbar nicht richtig durch. Hier musste ich leider einen kleinen Abzug tätigen, wurde aber dann von dem leckeren Obstsalat aus Melone, Apfel, Birne, Orange und Weintrauben wieder ein wenig entschädigt. In der Summe war ich aber sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Und auch die anderen Kantinengäste schienen verstärkt beim Schollenfilet zugeschlagen zu haben, denn es landete meinen Beobachtungen nach mit deutlich erkennbaren Vorsprung auf Platz eins der heutigen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, aber mit nur knappen Vorsprung vor der ebenfalls sehr beliebten Hühnerbrust mit Basilikumpesto. Den letzten Platz teilten sich schließlich die Pfannkuchen und die Schweinesülze – bei diesen Gerichten konnte ich absolut keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Schollenfilet: ++
Kartoffelsalat: ++
Remoulade: ++
Pariser Möhren: +
Obstsalat: ++

Zanderfilet mit mediterranem Kartoffelsalat [04.07.2012]

Auch der heutige Mittwoch sollte wieder einer meiner typischen Fischtage werden. Daher ließ ich den traditionell-regionalen Würst’l Gulasch mit Kartoffelwürfel ebenso außen vor wie wie die durchaus verlockend klingenden Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter. An der Asia-Theke bot man neben Hoi Thai Zhai – Verschiedenes Gemüse gebraten in Hoi-Sin Sauce und Hao Yu Niu Rou – Gebratenes Rindfleisch mit verschiedenen Gemüsesorten in Austernsauce mit einem Gebackenen Seelachs mit verschiedenen Gemüse in Chili-Zitronengrassauce zwar ebenfalls ein Fischgericht an, da ich aber kein allzu großer Freund von Zitronengras bin und ich zumal gestern auch schon Asiatisch gespeist hatte, ließ ich dies außen vor. Doch – oh weh, oh graus – stand heute bei Vitality ein Zanderfilet gebraten mit mediterranem Kartoffelsalat auf dem Speiseplan – und ich bin ja, so dachte ich zumindest, kein großer Freund von Kartoffelsalat. Einen Moment überlegte ich auf die Spaghetti umzusteigen und meinem mittwöchlichen Fischprinzip untreu zu werden, doch dann gab ich mir schließlich einen Ruck und griff trotz des Kartoffelsalats beim Zander zu.

Zanderfilet mit mediterranem Kartoffelsalat

Nachdem ich den ersten Bissen des Kartoffelsalats probiert hatte, war ich mehr als nur positiv überrascht – Nein – ich war begeistert. Anstatt des sonst so schweren, in Mayonaise ertränkten Kartoffeln wie ich sie sonst vom Kartoffelsalat kenne hatte man hier einen in einer leicht säuerlichen Marinade aus Öl und Essig angemachten, lecker-würzigen Kartoffelsalat mit geschälten Tomatenstücken und schwarzen Oliven serviert, der mir geschmacklich absolut zusagte und in den ich mich kulinarisch sogar ein wenig verliebte. Dabei hätte ich ja wissen müssen, dass es zwei Sorten Kartoffelsalat gibt – einen mit Mayo und einen mit Essig und Öl. Sehr sehr lecker, ich musste meine ablehnende Haltung gegenüber dieser Salatzubereitung absolut neu überdenken. Und auch an dem fast grätenfreien, mit Haut gebratenen und annehmbar großen Stück Zanderfilet, das ich mir mit den Saft der beigefügten Zitronen garnierte, gab es absolut nichts auszusetzen. Zwar gehört Zander nicht unbedingt zu den geschmacksintensiven Fischsorten, doch ich war mit dieser saftigen, zarten Fischzubereitung ebenfalls absolut zufrieden. Ich war wirklich froh, dass ich meine Vorurteile abgelegt und es probiert habe – wenn es mal wieder was mit Kartoffelsalat gibt werde ich wohl gerne wieder zugreifen.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste lagen heute natürlich die Spaghetti Bolognese mit klarem Vorsprung vor allen anderen Gerichten am höchsten in der Gunst und belegten ohne jeden Zweifel Platz eins auf der allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten wie üblich die Asia-Gericht, gefolgt vom Zanderfilet auf Platz drei und dem Würst’l Gulasch auf Platz vier. Hatte nicht gedacht dass das Zanderfilet so gut abschneiden würde, aber bei dem leckeren Kartoffelsalat ist das auch nicht verwunderlich. 😉

Mein Abschlußurteil:
Zanderfilet: ++
Mediterraner Kartoffelsalat: ++

Calamares & Kartoffel-Gurkensalat [05.02.2010]

Neben einer “Rindsroulade mit Kartoffelbrei” als außerordentliches Sonderangebot – wohl die Reste vom Dienstag standen heute im Asia-Bereich “ Praw Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in süß saurer Sauce” und “Gaeng Dang Phed – Gebratene Ente mit frischem Paprika, Zucchini, Bambussprossen in scharfem rotem Curry” im Asia-Bereich auf dem Speiseplan. Außerdem gab es bei den Vitality-Gerichten “Gegrilltes Putenfilet auf Tomaten- Lauchrisotto mit Brokkoliröschen“, bei den traditionell-regionalen Speisen “Apfelstrudel mit Vanillesauce” und schließlich bei Globetrotter “Gebackene Calamares mit Kartoffel- Gurkensalat und Remouladenssauce“. Da ich die Roulade ja bereits am Dienstag hatte, das Putengericht mit zu trocken aussah und der Apfelstrudel zwar lecker aussah, aber eher was für die Kaffeezeit am Nachmittag schien entschied ich mich dazu die Calamares, panierte und gebackene Tintenfischringe, die passenderweise mit Remoulade kamen und über einen des hier üblichen Kartoffelsalates ohne Mayo als Sättigungsbeilage verfügte. Dass Salatgurken, die ich ja eigentlich nicht so mag, darin waren, musste ich dabei leider in Kauf nehmen. Etwas ähnliches hatte ich auch schon einmal hier und hier gehabt. Dazu nahm ich mir dann noch ein Dessert, dass man mit “Bayrischer Creme” tituliert hatte.

Calamares & Kartoffel-Gurkensalat

Aber ich muss sagen dass der Salat trotz der Gurken gar nicht mal schlecht schmeckte. Einen Kartoffelsalat mit Mayonaise zu der ebenfalls aus Mayonaise bestehenden Remoulade zu servieren wäre auch glaube ich zu viel des Guten gewesen. Die Tintenfischringe selbst waren heiß, knusprig und das Fleisch zwar bissfest, aber schmackhaft. Soweit ich weiß handelt es sich ja bei den in Deutschland sehr verbreiteten, in der Mittelmeerküche aber eher seltenen frittierten bzw. gebackenen und panierten Tintenfischringen um Muskelfleisch. Ich habe mal gehört dass es von den Armen kommt – sicher bin ich aber nicht. Auch die Remoulade war sehr schmackhaft – wobei ich mir natürlich durchaus bewusst bin dass sowohl Remoulade als auch der Kartoffelsalat wahrscheinlich fertig gekaufte Großware ist. Aber mir hats geschmeckt.
Die Bayrische Creme schließlich erwies sich als eine sehr fein geschlagene Vanillecreme, die man mit zwei Traubenhälften garniert hatte. Hat sehr gut geschmeckt und bildete einen aktzeptablen Abschluß des heutigen Mittagsmahles.
In der Gunst der Kantinenbesucher lagen die Calamares dann heute auch deutlich vorne, gefolgt von der Kohlroulade. Aber auch die asiatischen Speisen waren beliebt und, das hätte ich nicht gedacht, der Apfelstrudel, welchen man auf vielen Teller beobachten konnte. Das Putensteak lag dabei etwa gleich auf mit dem Apfelstrudel – alles natürlich subjektiv aus meinen Beobachtungen gesehen.

Mein Abschlußurteil:
Calamares: ++
Remoulade: ++
Kartoffel-Gurkensalat: +

Calamari & Kartoffelsalat [11.12.2009]

Heute existierten mal wieder mehrere Gerichte, die meiner Gunst gewiss sein konnten. Zwar zählten “Tagliatelle mit buntem Geflügelragout” aus dem Bereich Vitality und “Dampfnudeln mit Vanillesauce” bei den traditionellen Gerichten ebenso wenig dazu wie “Gebackene Ananas und Banane” bei den Asiatischen Speisen – wohl aber der “Hirchgulasch auf Knöpfle” als heutiges Sonderangebot (wohl die Reste von gestern), das “Kok Sa Mui – Garnelen gebraten in junger Kokosnußmilch mit Gemüse” bei den Asia-Menüs und schließlich aus dem Bereich Globetrotter “Gebackene Calamari mit Kartoffelsalat und Remouladensauce“. Dass letztlich die Calamari das Rennen machten entspringt dabei eher einer spontanen Eingebung.

Calamari & Kartoffelsalat

Und ich bereute heute meine Wahl nicht. Der Kartoffelsalat war wie die Male zuvor von der milderen Sorte mit ohne viel Mayonaise und schmeckte wirklich vorzüglich. Obwohl ich befürchte dass ich wenn ich in die Küche schauen würde eventuell dort einen 10kg Eimer aus der Metro sehen würde, in dem so etwas fertig verkauft wird. Aber was ich nicht weiß macht mich nicht heiß – und ich finde diesen Kartoffelsalat nun mal lecker.
Die gebackenen Tintenfischringe waren ebenfalls sehr gelungen: Knusprig, heiß und innen mit viel Tintenfisch-Fleisch. Dazu passte die Remoulade mit Kräutern und der Saft der beiden Zitronenstückehen wirklich wunderbar.
Meines Eindruckes nach waren die Calamari auch heute das meist genommene Gericht, knapp gefolgt vom Hirschgulasch. Aber auch viele leere Schälchen mit Garnelenschwänzen standen auf den Tischen, was mich darauf schließen lässt dass auch Kok Sa Mui sehr gut ging. Nach den Garnelen kamen wohl die Tagiatelle und danach erst die süßen Speisen wie Dampfnudel und Gebackene Früchte.
Ich jedenfalls war mit meiner Wahl sehr zufrieden – auch wenn ich zugeben muss dass es eher zu den typsichen Kantinengerichten zählt als vieles was man sonst so hier anbietet. Aber mir hats geschmeckt – und das zählt natürlich vor allem

Mein Abschlußurteil:
Calamari: ++
Kartoffelsalat: ++
Remoulade: ++

Gebackenes Fischfilet [27.11.2009]

Die Auswahl am heutigen Freitag war mal wieder recht interessant muss ich sagen. Zuerst einmal gab es natürlich Fisch wie für einen christlichen Freitag üblich. Dies manifestierte sich in Form eines “Gebackenen Fischfilet mit Kartoffel- Gurkensalat und Dip” bei den Globetrotter-Gerichten. Im Asia Bereich fanden sich u.a. “Gebackene Ananas und Banane” und “San Sei Chop Suey” Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce“, bei den Vitality-Mahlzeiten gab es “Steak von der Pute in Honig- Pfeffersauce dazu Kartoffelgestampftes mit Sellerie und Möhren” und bei den traditionell-regionalen Gerichten wie jeden Freitag etwas süßes, dieses Mal in Form von “3 Topfenpalatschinken mit Vanillesauce“. Ich war im ersten Moment noch zwischen dem Putensteak und dem Fisch hin und her gerissen, wählte dann aber aus jetzt nicht mehr unbedingt nachvollziehbaren Gründen den Fisch. Und dass obwohl Kartoffel-Gurken-Salat nicht gerade zu meinen Lieblingsspeisen zählt.

Gebackens Fischfilet / baken Fishfilet

Muß aber sagen: Nicht schlecht eigentlich. Der Dip entpuppte sich natürlich als Remoulade, eine Abart von Mayonaise wie man weiß. Dafür hatte man den Kartoffelsalat, dem einige große Salatgurkenscheiben beigemengt waren, eher mager und nicht mit so extrem viel Mayo angemacht, was mir recht engegen kam. Bis auf die Gurken, die ich in dieser Form ja nicht so mag, war er wirklich sehr gelungen muss ich sagen. Dazu gab es ein großes, paniertes Stückchen Fischfilet, das ich mir neben Remoulade auch noch mit dem Saft zweier Zitronenecken garnierte. Sehr lecker muss ich sagen – außen knusprig und innen schön zart. In der Summe ein wirklich gutes Freitags-Essen, das mich für die verbleibende Arbeitszeit gut sättigte und geschmacklich und in der Kombination durchaus als gelungen bezeichnet werden kann. Einzig ein wenig Gemüse hätte dem ganzen noch ganz gut getan, aber hier habe ich auch selbst gepennt und den Zwischenstop an der Gemüsetheke leider vergessen. Aber letztlich ging es ja auch so.

Mein Abschlußurteil:
Gebackenes Fischfilet: ++
Gurken-Kartoffelsalat: ++ (trotz der Gurken)
Dip (Remoulade): ++