Posts Tagged ‘kichererbsen’

Falafel mit Dattelcreme & Feldsalat – das Rezept

Saturday, February 1st, 2020

Heute wollte ich mal einen kleinen Ausflug in die arabische Küche wagen und mir ein paar Falafel zubereiten. Diese Bällchen werden traditionell aus Kichererbsen oder Bohnen hergestellt und sind ein beliebter Snack sowohl im Nahen Osten als auch in Nordafrika. Dabei werde sie meist mit einem Dip serviert, sehr beliebt ist dabei Tahini-Sauce. Ich selbst entschied mich aber für einen orientalische Dattel-Dip, außerdem gab es dazu einen Feldsalat mit Buttermilch-Joghurt-Dressing. Ich koche zwar schon viele Jahre, aber an Falafel hatte ich mich bisher nicht heran gewagt. Zum einen weil ich nicht gern in Öl frittiere und Falafel nun mal dazu neigen beim Zubereiten auseinander zu fallen – ein Problem mit dem auch ich zu kämpfen haben sollte. Aber ich habe ja inzwischen meinen Air Fryer und war guter Hoffnung es hinzubekommen. Und für die ersten Falafel die ich jemals zubereitet habe gelangen sie mit außerordentlich gut und auch der Dattel-Creme erwies sich als voller Erfolg, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also?

Für die Falafel

  • 200g getrocknete Kichererbsen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 größere Gemüsezwiebel
  • 1 kleine grüne Chili
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 kräftige Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 2 Esslöffel Kichererbsenmehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • sowie etwas Öl zum bepinseln der Falafel
  • Für die Dattelcreme

  • 100g getrocknete Datteln
  • 150g Schmand
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150g Frischkäse
  • 1 Teelöffel Harissa-Paste oder Harissa-Gewürz
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel Curry
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • Für die Zubereitung sollten wir getrocknete und vor der Zubereitung eingeweichte Kichererbsen verwenden, Kichererbsen aus der Dose sind laut meiner Recherchen nicht geeignet und wirken sich negativ auf die spätere Formbarkeit der Falafel aus.
    Wir geben also am Vorabend vor der eigentlichen Zubereitung die getrockneten Kichererbsen in eine größere Schüssel,
    01 - Trockene Kichererbsen in Schüssel geben / Put dry chickpeas in bowl

    gießen sie mit viel Wasser auf, wobei wir bedenken sollten dass sie beim Einweichen bis zu dem Dreifachen ihrer ursprünglichen Größe erreichen können,
    02 - Mit Wasser aufgießen / Add water

    und lassen sie dann für mindestens 8, besser 12 Stunden einweichen. Danach sind sie soweit aufgequollen, dass sie bereit für die eigentliche Zubereitung sind.
    03 - Kichererbsen gequollen / Soaked chickpeas

    Einige Rezepte die ich zu Falafel gelesen habe, kochen die Kichererbsen jetzt noch vor, doch meistens werden sie einfach so verwendet und auch ich entschloss mich diesen Weg zu gehen. Wir gießen also die Kichererbsen in ein Sieb ab und lassen sie abtropfen.
    04 - Kichererbsen abtropfen lassen / Drain chickpeas

    Während die Kichererbsen abtropfen, bereiten wir die anderen Zutaten zu. Da sie sowieso im Food Processor landen, reicht es aus sie grob zu zerkleinern. Wir zupfen also die Petersilien-Blätter von den holzigen Stielen und zerschneiden sie etwas,
    05 - Petersilie grob zerkleinern / Hackle parsley

    schälen und hacken die Zwiebel,
    06 - Zwiebel grob würfeln / Hackle onion

    schälen und zerteilen die Knoblauchzehen
    07 - Knoblauch grob zerkleinern / Hackle garlic

    und entkernen schließlich noch die grüne Chili, um sie dann in Streifen zu schneiden.
    08 - Chili entkernen &  zerkleinern / Decore & mince chili

    Anschließend geben wir die abgetropften Kichererbsen in unsere Küchenmaschine / Food Processor (von denen ich mir endlich mal eine große Version geleistet habe), 😉
    09 - Kichererbsen in Küchenmaschine geben / Put chickpeas in food processor

    geben die Petersilie hinzu,
    10 - Petersilie dazu geben / Add parsley

    addieren Zwiebel und Knoblauch,
    11 - Zwiebel & Knoblauch addieren / Add onion & garlic

    geben die grüne Chili hinein
    12 - Grüne Chili dazu geben / Add green chili

    und würzen alles mit einem Teelöffel Salz,
    13 - Salzen / Salt

    einem Teelöffel Kreuzkümmel,
    14 - Mit Kreuzkümmel würzen / Season with cumin

    einer kräftigen Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer,
    15 -  Mit Pfeffer würzen / Season with pepper

    und einem halben Teelöffel Kardamom.
    16 - Kardamom einstreuen / Add cardamom

    Nun ist es an der Zeit alles so lange zu zerkleinern
    17 - Alles zerkleinern / Blend well

    bis es ungefähr die Körnigkeit von groben Sand erreicht hat. Zwischendurch sollten wir dabei immer mal durchmischen, damit keine groben Stücke am Rand kleben bleiben und nicht mit zerkleinert werden.
    18 - Durchmischen / Mix

    Die fertig zerkleinerte Kichererbsen-Mischung geben wir dann in eine Schüssel,
    19 - Kichererbsenteig in Schüssel geben / Put chickpea dough in bowl

    streuen zwei Esslöffel Kirchererbsen-Mehl sowie einen halben Teelöffel Backpulver ein
    20 - Kichererbsenmehl addieren / Add chickpea flour

    und verrühren alles gründlich miteinander. Das Kircherbsen-Mehl sorgt dabei für die nötige Bindung und entzieht dem Teig dabei Feuchtigkeit. Wer keines vorrätig hat, kann einfach ein paar getrocknete Kichererbsen in die Kaffemühle stecken – so habe ich es hier auch gemacht.
    21 - Gründlich durchrühren / Stir well

    Den fertig vermischten Falafel-Teig decken wir dann ab und stellen ihn für eine, besser sogar 2 Stunden in den Kühlschrank, damit alles durchziehen und die perfekte Konsistenz zum Formen der Falafel bekommt.
    22 - Abdecken in Kühlschrank stellen / Cover & put in fridge

    Zwischendurch sollten wir die Falafel-Rohmasse immer mal wieder testen. Sollte sich wieder erwarten die Bindung nicht einstellen, helfen Notfalls ein bis zwei Esslöffel Weizenmehl. Hilft auch das nichts, kann etwas Speise-/Kartoffelstärke zusätzlich Abhilfe schaffen. Einige Rezepte verwenden auch Eier in ihren Falafel, aber das entspricht meiner Recherche nach nicht dem orientalischen Original.

    Wenden wir uns nun der Dattelcreme zu. Dazu vierteln wir die getrockneten Datteln,
    23 - Datteln grob zerkleinern / Hackle dates

    geben den Schmand in einen kleineren Food Processor,
    24 - Schmand in Pürierer geben / Put heavy sour cream (muck) in blender

    addieren die Datteln,
    25 - Datteln addieren / Add dates

    geben die geschälte und grob zerkleinerte Knoblauchzehe hinein,
    26 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

    ergänzen alles mit einem kräftigen Teelöffel Harissa-Paste
    27 - Harissa hinzufügen / Add harissa

    und pürieren und vermischen alles gründlich miteinander.
    28 - Pürieren / Blend

    Erst jetzt geben wir den Frischkäse hinzu
    29 - Frischkäse dazu geben / Add cream cheese

    und heben ihn mit der Hand unter. Würden wir ihn von Anfang an hinein geben, würde die Creme zu flüssig – außer natürlich dies ist so gewünscht. 😉
    30 - Gründlich verrühren / Mix well

    Bis jetzt schmeckt alles wie ein sehr leckeres Dattel-Dessert, um es geeigneter einen Dip zu machen schmecken wir es abschließend mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Curry ab und stellen es dann bis zur Verwendung in den Kühlschrank, damit sich die Gewürze richtig entfalten können.
    31 - Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel & Curry abschmecken / Taste with salt, pepper, cumin & curry

    Sind die zwei oder gerne auch mehr Stunden vergangen, nehmen wir unseren Falafel Teig aus dem Kühlschrank und formen mit angefeuchteten Händen Bällchen daraus.
    32 - Kugeln formen / Form balls

    Ich formte erst einmal ein paar Test-Falafel, denn der Geschmack ändert sich beim Frittieren etwas und so kann man bei Bedarf noch einmal nachwürzen bevor man den Rest formt.
    Die Kugelform ist natürlich keine Pflicht, denkbar wären auch kleine Pattys, die ich dann z.B. als Einlage für ein Pita Brot oder gar einen Falafel-Burger eignen würden.
    Man kann den Teig übrigens auch problemlos über Nacht im Kühlschrank belassen, das verbessert seine Formbarkeit um so mehr und man hat am nächsten Tag nicht so viel Arbeit, z.B. wenn man Gäste erwartet und denen die Falafel anbieten möchte.

    Die fertig geformten Roh-Falafel legen wir dann in den vorher am Boden mit etwas Öl ausgepinselten Frittierkorb unserer Heißluftfritteuse und betupfen sie mit weiterem Öl, damit sie schön braun werden. Wird der Boden nicht mit Öl bedeckt, neigen die Falafel dazu daran festzukleben und könnten beim Wenden auseinander brechen.
    33 - Mit Öl bepinseln / Spread with oil

    Nun schieben wir den Frittierkorb in den Air Fryer
    34 - In Heißluftfritteuse schieben / Put in air fryer

    und lassen alles für 12 Minuten bei 195 bis 200 Grad garen, wobei wir nach 6-7 Minuten die Falafel wenden und ggf. mit etwas mehr Öl betupfen sollten.
    35 - Bei 195 Grad 12 Minuten frittieren / Deep fry for 12 Minutes at 195 degrees

    Das Ergebnis konnte sich schon mal sehen lassen
    36 - Fertig frittiert / Finished deep-frying

    und waren auch geschmacklich wie ich fand sehr gut gelungen. Ein Nachwürzen war also nicht notwendig.
    37 - Probieren / Try

    Ich hatte versucht die untere Reihe 2 Minuten länger zu frittieren, aber dadurch waren sie nur etwas knuspriger aber auch etwas trockener geworden, womit 12 Minuten sich für mich als ideale Zeitspanne manifestierte.

    Nun ist es an der Zeit auch die restlichen Falafel zu formen und zuzubereiten.
    38 - Nächste Ladung vorbereiten / Prepare next load

    Man kann Falafel-Rohmasse aber laut meiner Recherchen übrigens auch problemlos einfrieren und so über mehrere Monate aufbewahren – probiert habe ich es aber noch nicht. Ich würde befürchten dass sie beim Auftauen Feuchtigkeit ziehen könnte, ich würde sie also wahrscheinlich vorher noch vakuumieren.

    Schließlich können wir die fertigen Falafel mit unserer Dattel-Creme und z.B. etwas Feldsalat mit Buttermilch-Joghurt-Dressing servieren und genießen.
    39 - Falafel with date cream - Served / Falafel mit Dattelcreme - Serviert

    Für die ersten Falafel die ich jemals selbst hergestellt habe waren meine Kichererbsen-Bällchen wirklich sehr gut gelungen. Außen waren sie auch in der Heißluftfritteuse wunderbar knusprig geworden während sie innen noch weich und einigermaßen saftig geblieben sind. Ohne alles wären sie aber wohl doch etwas zu trocken gewesen, aber das ist bei Falafel eher normal, weswegen man sie ja immer mit etwas zum Dippen oder bestreichen serviert. Und die süßlich-pikante Dattelcreme eignete sich für diesen Zweck wie ich fand sehr gut. Das Dattelaroma mit den Gewürzen harmonierte wunderbar mit dem Geschmack der Falafel. Und dank der Zubereitung in der Heißluftfritteuse waren sie auch noch deutlich fettarmer als in Öl frittiert oder in der Pfanne gebraten. Alternativ hätte man sie auch noch – natürlich ebenfalls mit Öl bepinselt – im Ofen backen können, was mit 15-20 Minuten nur minimal länger gedauert hätte. Aber ich bin nun mal Air Fryer Fan und war mit meiner Version überaus zufrieden. Wiederholungswahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall sehr hoch – das nächste Mal vielleicht für ein Pitabrot oder einen Falafel-Burger. Mal sehen… 🙂

    40 - Falafel with date cream - Side view / Falafel mit Dattelcreme - Seitenansicht

    41 - Falafel with date cream - Lateral cut / Falafel mit Dattelcreme - Querschnitt

    Guten Appetit

    Salatteller mit Kichererbsenbällchen & French Dressing [25.06.2019]

    Tuesday, June 25th, 2019

    Die Hitze hält uns weiterhin fest im Griff und mit Temperaturen über 30 Grad hat man zur Mittagszeit nicht den allergrößten Appetit – zumindest ist das bei mir so. Daher hatte ich mir fest vorgenommen, heute nicht beim Rinderhacksteak mir Tomaten und Bacon überbacken zwei Beilagen, dazu Tagessuppe oder Dessert aus dem Abschnitt Daily der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zuzuschlagen. Die Riesenfrikadelle, die mit Country Potatoes und einer Mischung aus Kidneybohnen und Mais in Tomatensauce serviert wurde, sah zwar sehr verlockend aus, aber war mir aber eindeutig zu mächtig. Der Vegan gebratener Blumenkohl mit Spinat und Reis bei Daily wäre da schon eher war gewesen, aber ich wollte nach dem gestrigen Mittagsgericht nicht schon wieder Reis, weswegen aus der Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilchsauce sich nicht perfekt eignete, obwohl ich tatsächlich kurz überlegte, ebenso wie das Gebratene Thaigemüse in Erdnuss Sauce, die beide an der Asia-Wok-Theke und natürlich ebenfalls mit Reis angeboten wurden. Aber zum Glück gab es noch den Salatteller mit Kichererbsenbällchen & French Dressing bei Veggi, der wirklich verlockend aussah. Außerdem liebe ich Falafel, was die Kichererbsenbällchen ja im Grund genommen waren, bekomme sie nur leider viel zu selten. Und an Salat habe ich mich spätestens seit dem Sommersalat mit Fischfrikadelle gewöhnt und akzeptiere ihn als leichtere Version einer Sättigungsbeilage. Daher fiel meine Wahl heute auf dieses vegetarische Gericht, dass ich mir mit einer großzügigen Portion French Dressing selbst garnieren durfte.

    Salad with chickpea balls & french dressing / Salatteller mit Kichererbsenbällchen (Falafel) & French Dressing

    Der gemischte Salat aus verschiedenen Sorten knackigen und frischen, leicht gekühlten Blattsalats erwies sich schon mal als überaus lecker, vor allem in Kombination mit dem leicht pikant angemachten, sommerlich-frischen französischen Dressing aus Joghurt und Essig. Viel wichtiger waren aber natürlich die zehn kleinen Falafel-Bällchen, die auf den ersten Blick leider etwas trocken wirkten. Aber der Eindruck täuschte zum Glück, denn unter der dünnen und knusprigen Hülle fand sich viel saftiges und mit Koriander und einer leichten Zitronennote versehenes, noch warmes Kichererbsenpüree.

    Chickpea balls - Lateral cut / Kichererbsenbällchen - Querschnitt

    Sehr lecker – zumal sich das French Dressing wunderbar als passender Joghurt-Dip eignete. Zum Glück hatte ich mir genug davon auf den Teller getan. Ich bereute meine Entscheidung heute vegetarisch zu speisen zu keinem Zeitpunkt und würde jederzeit wieder bei so einem Angebot zugreifen.
    Bei den anderen Gästen lag aber dennoch das Rinderhacksteak mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung am höchsten in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, meinen Salat mit Falafel folgte auf einem guten dritten Platz und der vegane Blumenkohl belegte schließlich einen guten Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Kichererbsenbällchen (Falafel): ++
    Salat: ++
    French Dressing: ++

    Orientalischer Kichererbsen-Eintopf mit Hähnchen [28.11.2017]

    Tuesday, November 28th, 2017

    Auch wenn die Verlockung durch die Rindergeschnetzelte mit Spätzle bei Globetrotter und insbesondere durch das Holzfällersteak vom Schwein mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region heute sehr groß war, entschied ich mich auch heute doch wieder dazu bei den Angeboten der Eintopfwoche in unserem Betriebsrestaurant zuzugreifen. Die Asia-Thai-Angebote wie Gebratener Tofu mit Gemüse in Austernsauce oder Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Kokosmilchsauce klangen zwar auch ganz gut, vor allem der Seelachs erregte ein wenig mein Interesse, aber letztlich blieb ich dann doch beim Orientalischen Kichererbsen-Eintopf mit Hähnchen, der neben einem Erbsensuppeneintopf mit Bauernbrot im Rahmen der Eintopfwoche angeboten wurde. Etwas von dem bereit stehenden Bauernbrot landete aber ebenfalls auf meine Tablett.

    Oriental chickpea stew with chicken / Orientalischer Kichererbsen-Eintopf mit Hähnchen

    Der Eintopf bestand neben den Kichererbsen auch aus Zucchini, braunen Linsen, Zwiebel und dem zerrupfen Hühnchenfleisch, das man alles gemeinsam deutlich pikant gewürzt zu einem überaus gut gelungenen Eintopf kombiniert hatte. Dabei gaben vor allem die Kichererbsen dem ganzen einen schön kräftigen Biss. Kichererbsen kann man glaube ich aber sowieso bis zum Sankt Nimmerleinstag köcheln lassen und sie sind immer noch nicht ganz weich gekocht. Anders die Zucchini, die leider regelrecht totgekocht erschien, aber das mag auch dem längeren Aufenthalt in der Warmhalteschüssel zu verdanken sein. Doch die Menge an Zucchini war eh eher gering und die Menge der Linsen möchte ich sogar fast als homöopathisch bezeichnen, da war man beim angenehm zarten und mageren Hühnchenfleisch weitaus großzügiger vorgegangen. Also mir hat dieser Eintopf sehr gut gemundet und ich bereute meine Entscheidung dazu nicht. Nur beim Brot muss ich, wie gestern, aufgrund von leichter Trockenheit wieder etwas von der Endnote abziehen.
    Es war wohl vorauszusehen gewesen, dass heute natürlich der Holzfällersteak mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, gefolgt vom Rindergeschnetzelten auf dem dritten Platz und den Eintöpfen wieder auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Orientalischer Kichererbseneintopf mit Hähnchen: ++
    Brot: +

    Pikantes Kirchererbsencurry mit Reis [07.09.2015]

    Monday, September 7th, 2015

    Obwohl die selbst gekochten Gerichte vom Wochenende ja keine großen Kalorienbomben waren, entschied ich mich heute doch für das vegetarische Angebot unseres Betriebsrestaurants: ein Pikantes Kichererbsencurry mit Reis das im Bereich Vitality angeboten wurde und das mit gerade mal 338kcal einen angenehm leichten Genuss versprach. Beim den 2 Paar Schweinswürstel auf Weinsauerkraut und Senf bei Tradition der Region fehlte mir die Sättigungsbeilage, die man sich extra und kostenpflichtig an der Gemüsetheke hätte holen müssen und die Gebratene Hähnchenbrust “Milanese” mit Tomaten und Käse gratiniert, dazu Tomatensauce und Penne Rigate sagte mir visuell nicht so sehr zu. Das Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai Curry und verschiedenem Gemüse, das neben Chop Suey – Gemischtes Gemüse gebraten in Erdnuss-Sauce nach Shanghai-Art an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, wäre eventuell noch als Alternative in Betracht gekommen, aber ich blieb schließlich doch für das Kichererbsencurry. Es ist ja auch schon fast ein halber Jahr her, dass ich das Gericht in dieser Form gewählt hatte. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Johannisbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Zesty chickpea curry / Pikantes Kichererbsencurry

    Die Zusammenstellung war heute etwas saucenlastiger geworden als ich es von früheren Versionen in Erinnerung hatte. Neben den bereits im Titel erwähnten Kichererbsen hatte man heute außerdem grob geschnittene gelbe und orange Möhren, Zuckerschoten und einige wenige Stücke Spargel in die leicht scharfe Zubereitung gemischt. War geschmacklich soweit in Ordnung, aber ich hatte es schon besser erlebt. Daher kann ich hier heute keine volle Punktzahl geben. Am Reis gab und auch an der mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen, maö wieder schön sahnig geratene Johannisbeercreme gab es aber nichts weiter auszusetzen.
    Trotz der fehlenden Sättigungsbeilage konnten sich die Würstel mit Sauerkraut heute beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala durchsetzen. Auf Platz zwei folgte die Hähnchenbrust “Milanese”, die Asia-Gerichte konnten sich den dritten Platz sichern und das Kichererbsencurry folgte schließlich auf Platz vier. Aber um ehrlich zu sein hatte ich das auch nicht anders erwartet.

    Mein Abschlußurteil:
    Kichererbsencurry: +
    Johannisbeercreme: ++

    Kichererbsencurry mit Pommes Frites [18.05.2015]

    Monday, May 18th, 2015

    Neben einem Würstchengulasch mit Pommes Frites als Zusatzangebot standen heute mehrere Klassiker unseres Betriebsrestaurants auf der Speisekarte: Zum einen das von mir sehr geschätzte Kichererbsencurry auf indische Art mit Basamatireis bei Vitality, außerdem Tiroler Gröst’l mit Spiegelei bei Tradition der Region, Canneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Globetrotter sowie schließlich Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili. Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse an der Asia-Thai-Theke. Einen kurzen Moment liebäugelte ich zwar mit dem Tiroler Gröst’l, schwenkte aber dann doch auf das Kichererbsencurry um. Auf Anregung eines Kollegen, der vor mir das selbe Gericht wählte, ließ ich den Reis allerdings durch Pommes Frites ersetzten, die ich mir noch mit etwas Ketchup garnierte. Eine ungewöhnliche Kombination, ich weiß, aber dennoch wert sie mal auszuprobieren – zumal es nicht mit Mehrkosten verbunden war. Außerdem gesellte sich noch ein Becherchen frischer Erdbeeren aus dem heutigen Desser-Angebot auf mein Tablett.

    Chickpea curry with french fries / Kichererbsencurry mit Pommes Frites

    Leider waren die Pommes Frites bereits leicht abgekühlt und auch an Salz fehlte es – mal wieder – etwas, aber dennoch erwiesen sie sich als durchaus geeignete Sättigungsbeilage zu dem pikant gewürzten Curry aus Kichererbsen, Möhren und Frühlingszwiebeln. Ich hatte ja befürchtet, dass vor allem der Ketchup und die dickflüssige Sauce des Curry nicht miteinander harmonieren könnten, doch zum Glück war das ein Irrtum. Und auch Pommes garniert mit der würzige Currysauce erwiesen sich als überaus gelungene Kombination. Das Ermutigt doch tatsächlich ein wenig, mal öfters von den vorgefertigten Menus abzuweichen und neue Kombinationen zu probieren. Mal schauen wann sich das nächste Mal die Gelegenheit dazu ergibt. Und auch an den frischen, nur ganz leicht gezuckerten Erdbeeren gab es nichts auszusetzen. Nur bei den Pommes Frites muss ich – aus bereits genannten Gründen – leider etwas in der Wertung abziehen.
    Und es sah heute tatsächlich danach aus, als würde sich das vegetarische Kichererbsencurry – allerdings in seiner ursprünglichen Variante mit Basmati-Reis – den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Die Geschmäcker der anderen Gäste waren allerdings sehr breit gestreut und es gab keinen wirklich klaren Favoriten, dennoch sah ich das Curry mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Wurstgulasch auf Platz zwei, das wiederum auch nur knapp vor dem somit drittplatzierten Tiroler Gröstl lag. Cannelloni und Asia-Gerichte teilten sich schließlich Platz vier – hier war kein klarer Favorit auszumachen.

    Mein Abschlußurteil:
    Kichererbsencurry: ++
    Pommes Frites: +
    Erdbeeren: ++

    Kichererbsencurry mit Reis [24.03.2014]

    Monday, March 24th, 2014

    Wie Montag fast schon üblich hatte ich auch heute keine große Lust auf Asia-Gericht, auch wenn ich zugeben muss dass die Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen, Gung pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse oder Tintenfisch mit Chili-Bratgemüse recht verlockend aussahen. Blieben noch das Kichererbsencurry mit Reis bei Vitality, das Kasseler mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Globetrotter und schließlich “Tortellini Pomodore” mit fruchtiger Tomatensoße und Mozzarellakugeln bei Globetrotter. Da ich gestern ja bereits Sauerkraut zu meiner selbst gemachten Bayrischen Schweinshaxe gehabt hatte, kam das Kasseler schon mal nicht für mich in Frage, blieben also noch die Tortellini und das Kichererbsencurry, wobei ich das Curry wegen seiner gerade mal 336kcal am interessantesten fand. Also schlug ich hier zu. Problem war jetzt nur, dass an der Ausgabetheke für das Kasseler so gut wie gar nichts los war, während sich an der anderen Theke mit Kichererbsen-Curry und Tortellini aktuell eine lange Schlange gebildet hatte – das hatten die Leute vom Betriebsrestaurant wohl anders geplant.. Und das, obwohl das Kasseler wirklich gut aussah. Wie sich herausstellte waren es aber die Tortellini, bei der die meisten der Gäste zugriffen, nicht etwa das Kichererbsencurry – warten musste ich aber trotzdem. Zum Hauptgericht gesellte sich dann noch ein Becherchen Beerenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Kichererbsencurry

    Die Curryzubereitung aus Kichererbsen, Möhrenstreifen, Sprossen und weiteren Gemüsesorten war zwar geschmacklich in Ordnung, erwies sich heute aber aus meiner Sicht etwas lasch geraten. Das hatte ich schon besser und vor allem pikanter erlebt, daher gibt es hier einen kleinen Punktabzug. An dem lockeren Reiszubereitung als Sättigungsbeilage gab es aber ebenso wenig etwas zu meckern wie an der fruchtigen und nicht zu süßen Puddingzubereitung mit ihren zahlreichen Fruchtstückchen.
    Das Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gewannen heute natürlich die Tortellini – und das obwohl es sich um ein vegetarisches Gericht handelte. Den zweiten Platz teilten sich heute das Kasseler mit den ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichten und Platz drei belegte schließlich das Kichererbsencurry. Wirklich eine ungewöhnlich Platzierung, ich hätte natürlich das Kasseler ganz vorne gesehen – aber manchmal fallen die Vorlieben meiner “Mitesser” eben doch etwas anders aus.

    Mein Abschlußurteil:
    Kichererbsencurry: +
    Reis: ++
    Beerenpudding: ++

    Orientalischer Lammgulasch – das Rezept

    Sunday, March 2nd, 2014

    Heute wollte ich mal wieder einen kleinen Ausflug in die afrikanisch-orientalische Küche wagen und einmal ein Rezept ausprobieren, dass ich als Orientalischen Lammgulasch bezeichnen möchte. Das diesem Gericht ursprünglich zugrunde liegende Rezept arbeitete hier zwar mit Rindfleisch, aber Lamm fand ich dazu noch passender und war daher bereit, ein klein wenig mehr in das Fleisch zu investieren – denn leider zählt Lamm neben Kalb zu den teureren Fleischsorten beim Metzger. Und es lohnte sich, denn meiner Meinung nach rundete das Aroma das schonend über mehrere Stunden gegarten Lammfleisches die geschmackliche Gesamtkomposition sehr gelungen ab. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept, das ich mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    2 rote Zwiebeln (ca. 200g)
    01 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

    2 große oder 4 kleine Zehen Knoblauch
    02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    3 Chilis (ca. 20g)
    03 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

    750g Lammfleisch aus der Keule (wegen des Verschnitt besser etwas mehr nehmen)
    04 - Zutat Lammfleisch / Ingredient lamb

    2 Dosen Tomaten in Stücken (á 400g)
    05 - Zutat stückige Tomaten / Ingredient tomatoes

    3 TL Kreuzkümmel
    06 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

    1 TL Zimt
    07 - Zutat Zimt / Ingredient cinnamon

    4 Kardamom-Kapseln
    08 - Zutat Kardamonkapseln / Ingredient cardamom

    1 EL Honig
    09 - Zutat Honig / Ingredient honey

    etwas Cayennepfeffer
    10 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne pepper

    4 Hühnereier
    11 - Zutat Hühnereier / Ingredient eggs

    2 EL Tomatenmark
    12 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    1 Dose Kichererbsen (400g – 265g Abtropfgewicht)
    13 - Zutat Kichererbsen / Ingredient chickpeas

    1/2 Bund Petersilie
    14 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

    sowie etwas Salz,
    etwas Wasser
    und 2 EL Öl nach Wahl zum braten

    Als Sättigungsbeilage eignen sich Reis oder CousCous, ich griff zu einer Basamati-Wildreis-Mischung
    15 - Zutat Reis / Ingredient rice

    Beginnen wir nun mit der Zubereitung und schälen erst einmal die Knoblauchzehen und zerkleinern sie gründlich.
    16 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    Außerdem schälen wir die roten Zwiebeln und schneiden sie in schmale Streifen
    17 - Zwiebeln in Streifen schneiden / Cut onions in stripes

    und entkernen die Chilis
    18 - Chilis entkernen / Core chilis

    um sie dann fein zu zerkleinern.
    19 - Chilis zerkleinern / Chop chilis

    Nun waschen wir das Lammfleisch, trocknen es,
    20 - Lammfleisch waschen / Wash lamb

    putzen das Fleisch etwas, d.h. wir entfernen fettige Stellen und Knorpel mit einem scharfen Messer,
    21 - Lammfleisch von Fett befreien / Remove fat from lamb meat

    und schneiden es dann in mundgerechte Würfel.
    22 - Lammfleisch würfeln / Dice lamb

    In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun 2 EL Öl – ich griff zu Erdnussöl, aber Olivenöl tut es hier natürlich auch – auf erhöhter Stufe
    23 - Öl erhitzen / Heat up oil

    und geben das gewürfelte Lammfleisch hinzu
    24 - Lammfleisch in Pfanne geben / Add lamb to pan

    um es scharf rundherum anzubraten.
    25 - Lammfleisch scharf anbraten / Sear lamb

    Fängt das Fleisch an zu bräunen, reduzieren wir auf mittlere Stufe, geben die Zwiebelstreifen hinzu und dünsten sie für ein bis zwei Minuten mit an
    26 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

    bevor wir dann auch das Chilis
    27 - Chilis addieren / Add chilis

    sowie das zerkleinerte Knoblauch addieren
    28 - Knoblauch dazu geben / Add garlic

    und alles für weitere drei bis vier Minuten ebenfalls andünsten.
    29 - Anschwitzen / Braise lightly

    Anschließend löschen wir alles mit den beiden Dosen Tomatenstücke ab,
    30 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

    gießen alles mit Wasser auf, so dass das Fleisch knapp bedeckt ist
    31 - Mit Wasser aufgießen / Pour water

    und lassen alles kurz aufkochen
    32 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

    um es dann für mindestens 2, besser 3 Stunden auf niedrigster Stufe vor sich hin köcheln zu lassen. Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, das Ganze immer mal umzurühren.
    33 - Auf niedriger Stufe köcheln lassen / Simmer on low level

    Nach einer halben Stunde Garzeit zerdrücken wir die Kardamom-Kapseln mit der flachen Seite eines Messers, so dass sie aufbrechen,
    34 - Kardamonkapseln aufbrechen / Break cardamom capsules

    dann würzen wir den Pfanneninhalt mit den den 3 Teelöffeln Kreuzkümmel,
    35 - Mit Kreuzkümmel würzen / Season with cumin

    dem Teelöffel Zimt,
    36 - Zimt hinzufügen / Add cinnamon

    den aufgebrochenen Kardamom-Kapseln,
    37 - Kardamomkapseln addieren / Add cardamom

    einer Prise Cayennepfeffer, etwas Salz
    39 - Mit Cayennepfeffer abschmecken / Taste with cayenne

    sowie dem Esslöffel Honig
    38 - Honig unterheben / Stir in honey

    und verrühren alles gründlich miteinander, um es dann für die restlichen zweieinhalb Stunden weiter zu garen.
    40 - Gut verrühren / Mix well

    Sollte sich die Flüssigkeitsmenge in der Pfanne zwischendurch zu sehr reduzieren, gießen wir das Ganze mit wieder mit etwas Wasser auf.
    41 - Mit Wasser aufgießen / Add water

    In der Zwischenzeit können wir schon einmal die Eier hart, also für 8 bis 10 Minuten, kochen
    42 - Eier kochen / Cook eggs

    und sie anschließend abschrecken und etwas abkühlen lassen.
    43 - Eier abschrecken / Refresh eggs

    Außerdem können wir die Kichererbsen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.
    44 - Kichererbsen abtropfen lassen / Drain chickpeas

    Etwa dreißig bis vierzig Minuten vor Ende der Garzeit geben wir schließlich die Kichererbsen mit in die Pfanne
    45 - Kichererbsen hinzufügen / Add chickpeas

    und binden die Sauce des Lammgulasch mit den beiden Esslöffeln Tomatenmark.
    46 - Tomatenmark hinzufügen / Stir in tomato puree

    Dann schälen wir die gekochten und inzwischen abgekühlten Eier,
    47 - Eier schälen / Peel eggs

    schneiden sie in kleinere Würfel,
    48 - Eier würfeln / Dice eggs

    fügen sie ebenfalls zu den anderen Zutaten in die Pfanne
    49 - Eier hinzufügen / Add eggs

    und verrühren alles wieder gut miteinander.
    50 - Eier unterrühren / Stir in eggs

    Außerdem setzten wir einen Topf mit Wasser für den Reis auf und bringen diesen zum kochen.
    51 - Wasser für Reis aufsetzen / Heat up water with rice

    Während das Wasser sich erhitzt, können wir die Zeit nutzen und den halben Bund Petersilie waschen, ihn trocken schütteln,
    52 - Petersilie waschen / Wash parsley

    die Blättchen von den Stielen zupfen
    53 - Blättchen von den Stielen lassen / Pick leaflets

    und zerkleinern diese dann gründlich, z.B. mit einem Wiegemesser.
    54 - Petersilie zerkleinern / Mince parsely

    Sobald das Wasser schließlich kocht, geben wir einen halben Esslöffel Salz hinein
    55 - Wasser salzen / Salt water

    und addieren schließlich den Reis, um ihn gemäß Packungsbeschreibung zuzubereiten.
    56 - Reis kochen / Cook rice

    Kurz bevor der Reis dann fertig gekocht ist, probieren wir unser Gericht
    57 - Probieren / Try

    und stimmen es noch einmal final mit den Gewürzen ab. Der Kreuzkümmel-Geschmack sollte dabei führend sein und der Zimt lediglich unterstützen. Die endgültige Schärfe bestimmen wir mit dem Cayenne-Pfeffer.
    58 - Mit Gewürzen abstimmen / Attune with seasoning

    Anschließend können wir das Gericht mit der zerkleinerten Petersilie garniert servieren und genießen.
    59 - Orientalischer Lammgulasch - Serviert / Oriental lamb goulash - Served

    Die exotische Kombination von Kreuzkümmel und Zimt mit der Schärfe von Chilis und Cayenne-Pfeffer ist für den westlich-europäischen Gaumen zwar im ersten Moment ungewohnt. Aber in Kombination mit der fruchtigen Tomatensauce, den durch das lange Garen angenehm zarten Lammfleisch-Stückchen und den noch leicht knackigen Kichererbsen als wirklich überaus lecker. Die gekochten Eier waren dabei noch eine nette Zugabe, aber geschmacklich hatten sie meiner Meinung nach kaum einen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Da sie aber im zugrunde liegenden Rezept erwähnt waren, wollte ich sie auch nicht ersatzlos weg lassen. Geschadet haben sie im Gegenzug aber natürlich auch nicht. Gemeinsam mit dem Reis als überaus passende Sättigungsbeilage war das heutige Rezept aber auf jeden Fall ein geschmackliches Erlebnis, das ich wirklich sehr weiter empfehlen kann. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

    60 - Orientalischer Lammgulasch - Seitenansicht / Oriental lamb goulash - Side view

    Guten Appetit

    Pikantes Kichererbsencurry mit Reis [13.01.2014]

    Monday, January 13th, 2014

    Obwohl mit Gerichten wie Chop Suey – Gemischtes Gemüse gebraten in Erdnußsauce nach Shanghai Art oder Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai Curry und verschiedenem Gemüse heute an der Asia-Thai-Theke durchaus interessante Gerichte auf dem Speiseplan standen, konnte ich mich auch am ersten Arbeitsmontag im neuen Jahr nicht dazu durchringen bei diesen zuzugreifen. Das Cordon bleu vom Schwein mit Zitronenecke und Pommes Frites in der Sektion Tradition der Region wiederum war – nach all der Schlemmerei am Wochenende – etwas zu schwer, blieben also noch das Pikante Kichererbsencurry mit Reis bei Vitality und die Gebratene Hühnerbrust mit Butternudeln und Kräuterrahmsauce bei Globetrotter. Und da ich sehr gute Erfahrungen mit Kicherbsencurry bereits gemacht hatte und ich mir bei den gerade mal 338kcal auch den kleinen Becher Mocca-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot leisten konnte, griff ich schließlich beim heutigen Vitality-Gericht zu.

    Pikantes Kichererbsencurry / Zesty chickpea curry

    Wie ich es nicht anders erwartet hatte, erwies sich das vegetarische Kichererbsencurry als wirklich gute Wahl. Gemeinsam mit den zahlreichen angenehm knackigen Kichererbsen fanden sich auch Möhrenstreifen und Frühlingszwiebeln in der deutlich pikanten, wenn auch nicht übermässig scharfen Curryzubereitung. Vermengt mit dem lockeren, geschälten Reis ergab sich ein sehr leckeres und angenehm sättigende vegetarisches Gericht. Wie nicht anders erwartet war ich auch heute sehr zufrieden mit meinem ersten Kantinengericht im neuen Jahr 2014. Und auch am luftig-lockeren Mousse mit seinem Mocca-Aroma und der Garnitur aus zwei Schokobohnen sowie etwas Erdbeermarmelade gab es nichts auszusetzen.
    Sah man sich bei den anderen Gästen um, lag natürlich wie nicht anders zu erwarten das Cordon bleu mit Pommes mit großem Abstand vor allen anderen Gerichten auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei würde ich die Asia-Gerichte einordnen, denen ich einen kleinen, aber deutlich erkennbaren Vorsprung vor der drittplatzierten Hühnerbrust mit Butternudeln und Kräuterrahmsauce zubilligen konnte. Nur knapp dahinter, aber wie üblich dennoch auf dem vierten Platz folgte abschließend das vegetarische Kichererbsencurry.