Hähnchenbrust provenzialisch [28.05.2010]

Obwohl das Angebot im Asia-Bereich heute sehr verlockend war, es gab neben den für Freitag üblichen “Gebackenen Ananas und Banane” heute auch “Gebratenes Gemüse mit Garnelen” und “Moo Pad Prik Bai Krabrao – Schweinefleisch mit scharfem Thai-Basilikum mit Thai-Gemüse in Austernsauce“, sah ich mich och primär im Bereich der regulären Gerichte um. Asiatisch hatte ich gestern und wir wollen ja nicht übertreiben. 😉
Dort standen heute neben der ebenfalls für Freitag üblichen Süßspeise im traditionell-regionalen Bereich, einem “Topfenstrudel mit Vanillesauce” bei den Globetrotter-Speisen “Gebratener Zander mit Mandelbutter, dazu Petersilienkartoffeln” und als Vitality-Angebot schließlich “Hähnchenbrust aus dem Ofen auf provenzialische Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln” auf der Karte. Meine Entscheidung fiel auf die Hähnchenbrust, denn diese erschien mir trotz der verwendeten Oliven in der Gemüsemischung am Optimalsten. Dazu nahm ich mir noch eine kleine Schale mexikanische Bohnensuppe.

Putenbrust provenzialisch

Auf einem mehr als annehmbar großen, zarten und nicht zu trockenen Stück Hähnchenbrust befand sich eine Mischung aus Zucchinigemüse, Tomaten, Oliven und Zwiebel – versehen mit einer kräftigen Würzmischung, aus der ich vor allem Oregano deutlich herauszuschmecken meinte. Dazu wohl auch gebackene anstatt gekochter Kartoffeln, welche einen angenehm, leicht zitronigen Beigeschmack hatten. Mit 418kcal ein wirklich sehr leckeres und leichtes Gericht, passend zum heutigen sommerlich anmutenden Wetter. Und sogar die Scheiben von schwarzen Oliven fand ich gar nicht mal so schlecht. Vielleicht lege ich ja meine Abneigung gegen dieses Gemüse doch noch mal ab.
Die zusätzlich gewählte Mexikanische Bohnensuppe wäre für den Sättigungsprozess eigentlich nicht mehr notwendig gewesen, aber schadte natürlich auch nicht (außer vielleicht meiner Kalorienbilanz). In der eher dünnen, aber leicht scharfen Flüssigkeit fanden sich neben den für mexikanische Speisen in der westlichen Welt üblichen Mais und Kidneybohnen auch reichlich rote Paprika und Zwiebeln. Das ganze war in dieser Portionsgröße natürlich eher etwas für den “hohlen Zahn”, aber als Ergänzung des Mittagsmahles dennoch mehr als geeignet.
Wieder meines Erwartens lag dann in der allgemeinen Publikumsbeliebtheit auch diese Hähnchenbrust deutlich vorne, gefolgt von den Asia-Gerichten, dem Zander und schließlich dem Topfenstrudel, der aber wie ich sah auch auf einigen Tabletts noch zusätzlich als großer Nachtisch gewählt worden war. Keine schlechte Idee, aber für mich wäre das eindeutig zu viel gewesen. Ich war bereits von den beiden von mir gewählten Komponenten mehr als satt – eher sogar Pappsatt.

Mein Abschlußurteil:
Putenbrust: ++
Schmorgemüse: ++
Zitronenkartoffeln: ++
Mexikanische Bohnensuppe: ++

Pikantes Bohnengulasch [10.05.2010]

Das “Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce” und das “Gaeng Phet Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” aus der Asia Ecke klangen zwar ebenfalls sehr verlockend, aber mein Appetit ging heute dann doch eher in die reguläre Richtung. Einen Moment überlegte ich, ob das “Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln“, die Globetrotter Speise nicht passen würde oder ob ich doch lieber zu dem traditionell-regionalen “Schweinesteak Tirol mit Zwiebelringen, Speck und Tomatensauce dazu Bratkartoffeln” greifen sollte. Vor allem das Schweinesteak klang ja sehr lecker, aber wenn ich an die Kalorien die so etwas haben würde schreckte ich dann doch zurück. Rettung nahte in Form der heutigen Vitality-Gerichtes, “Pikantes Bohnengulasch“, das mit gerade mal 392kcal pro Mahlzeit (Angabe der Kantine) wirklich unschlagbar mager erschien. Dass es dabei rein vegetarisch war nahm ich dabei billigend in Kauf.

Pikanter Bohnengulasch / zesty bean goulash

Garniert mit etwas mageren Rahm und der üblichen Prise Grünzeug bestand der Bohnengulasch aus Brech- und Kidneybohnen sowie Kartoffeln, passierten Tomaten, Paprika, Karotten und kleinen Zucchiniwürfeln. Das ganze war leicht deftig, aber nicht extrem pikant gewürzt. Die Würze passte aber gut zu der Gesamtkomposition und ich fand das Gericht insgesamt betrachtet sehr schmackhaft und für die erste Zeit auch sehr sättigend. Leider musste ich feststellen dass, wie so häufig bei vegetarischen Gerichten, die Sättigung nicht bis zum Abend anhielt. Aufgrund der niedrigen Kalorienwerte konnte ich das ohne Gewissensbisse mit einer Laugenbrezel am späteren Nachmittag erfolgreich kompensieren.
In der allgemeinen Beliebtheit lag heute eindeutig das Schweinesteak Tirol vorne. Auf Platz zwei lancierten mal wieder die asiatischen Speisen, gefolgt vom Cevapcici und schließlich dem Bohnengulasch. Im Nachhinein gesehen wäre ich wohl auch mit dem Cevapcici noch ganz gut weggekommen, aber visuell gab der Bohnengulasch eindeutig mehr her und gut geschmeckt hat er ebenfalls. Letztlich war ich also gut bedient mit meiner heutigen Auswahl.

Mein Abschlußurteil:
Bohnengulasch: ++

Chili con Carne – in scharf [16.03.2010]

An der Asia-Theke lockten heute u.a. “Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry” und “Gung Pao Ngao – Gebratenes Rindfleisch mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse” – was schon mal nicht übel klang. Aber auch im regulären Bereich gab es einiges interessantes – zum Beispiel als Vitality-Speise “Zucchinipuffer mit Broccoli und Tomate“, was durchaus verlockend klang. Und auch das “Putengeschnetzelte ‘Zigeuner Art’ mit Reis” als traditionell-regionales Gericht sah nicht übel aus. Aber als ich sah dass man heute bei den Globetrotter-Mahlzeiten auch mal wieder “Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette” anbot, war meine Entscheidung eigentlich schon klar. Mein Frohlocken verstärkte sich noch mehr, als ich die Frage der Küchenkraft hörte, ob man scharfes oder normales Chili wolle. Ich bestellte mir natürlich die scharfe Variante und ergänzte es noch mit einem Aprikosenquark.

Chili con Carne & Baguette

Das beigelegte Baguette war leider nicht mehr das frischeste wie ich feststellen musste – und dass man mir ein Endstück gegeben hatte verbesserte das nicht gerade. Aber wie ich erfreulicherweise herausstellte war das Baguette wirklich das einzige leicht negative am heutigen Mittagsgericht. Das in einer großen Schüssel servierte Chili con Carne stellte sich als wirklich sehr gut gewürzte und scharfe Variante heraus. Alleine die Tatsache dass ich bemerkte wie mir nach den ersten paar Löffeln die Feuchtigkeit in die Nase stieg zeigte mir dass man an Chilis (oder was man hier auch verwendet hatte) nicht gespart hatte. War wirklich positiv überrascht und sehr zufrieden mit der heutigen Chili-Variante. Zur Sättigung wäre der Aprikosenquark nicht mehr unbedingt notwendig gewesen, aber schmackhaft war auch er. Außerdem binden Milchprodukte ja meines Wissens auch die Schärfe etwas – und das war heute auch durchaus notwendig gewesen.
Dennoch lag das Chili in der allgemeinen Kundenbeliebtheit heute meines Eindruckes nach nur knapp vor dem Putengeschnetzelten und den Asia-Gerichten und schließlich den Zucchinipuffern – und das trotz der alternativen, “entschärften” Variante. Aber es mögen eben nicht alle Chili con Carne so gerne wie ich. Das war dann übrigens das 38te Chili con Carne hier im Blog.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: +
Aprikosenquark: ++

Rinderhacksteak “Mexiko” [22.02.2010]

Das Angebot des Betriebsrestaurants zum Wochenanfang kann man wieder durchaus als Interessant bezeichnen. Bei den Asia-Speisen lockten u.a. “Pad Thai – Gebratene Reisnudeln mit Ei, Lauchzwiebeln, Sprossen und Erdnüssen” und “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln,Paprika in Chili- Zitronengrassauce“, wobei mich das zweite ausgrund der Zutat Zitronengras weniger gereizt hätte. Außerdem lockte an der Vitality-Theke eine “Gnocchipfanne mit Kohl“, bei den “Tradition der Region”-Menus gab es ein “Jägerschnitzel in Pilzrahmsoße mit Knöpfle” und in der Sektion Globetrotter schließlich bot man “Rinderhacksteak ‘Mexiko’ mit Mais, Bohnen und Paprika dazu Kartoffelecken“. Zwar wäre die Gnocchipfanne wohl am vernünftigsten gewesen, ich entschied mich aber dann doch für das Rinerhacksteak – zu dem ich noch eine Schale mit Erbsen und Möhren als Beilage wählte.

Rinderhacksteak Mexiko

Das zusätzliche Gemüse wäre eigentlich nicht unbedingt notwendig gewesen, denn in der leicht scharfen Sauce befand sich ja bereits Mais, Kidneybohnen sowie rote und grüne Paprikastreifen. Und wie häufig war dies Gemüse auch nicht mehr richtig heiß – aber geschadet hat es mit Sicherheit auch nicht. Unter der Sauce fand sich schließlich eine große Rinderhack-Frikadelle, die sich als pikant gewürzt und angenehm saftig erwies. Außerdem lag eine annehmbar große Menge an Kartoffelspalten oder -ecken, die sowohl heiß als auch knusprig waren. In der Summe ein wirklich schmackhaftes Gericht, das mir sehr gut gemundet hat. Natürlich ist diskutabel, ob alles zu dem man Mais und Kidneybohnen gibt als “Mexiko”-Gericht bezeichnen kann, aber sei’s drum…
Auf der Beliebtheitsskala lagen das Rinderhacksteak und das Jägerschnitzel heute meines Eindrucks nach gleich auf, gefolgt von den Asia-Speisen und schließlich der Gnocchipfanne. Das lag in etwa in meiner Erwartung, wobei ich dem Schnitzel einen deutlicheren Vorsprung zugebilligt hätte, aber dazu hatte das Rinderhacksteak wohl doch zu gut ausgesehen.

Mein Abschlußurteil:
Rinderhacksteak: ++
Mexiko-Sauce: ++
Kartoffelecken: ++
Erbsen/Karotten: +/-