Paprikagulasch mit Klößen [23.12.2011]

Paprikagulasch mit Klößen / Paprika goulash with dumplings

Heute gab es mal Paprikagulasch aus Schweinefleisch mit Klößen zum Mittag. Das recht lange gekochte Fleisch war angenehm weich geworden und zerfiel regelrecht auf der Zunge. Gemeinsam mit der angenehm würzigen, leicht scharfen Sauce mit etwas Paprika und ein paar Kartoffelklößen aus dem Kochbeutel ein einfaches, aber leckeres Mittagsgericht. Im Nachhinein gesehen hätte natürlich noch etwas Gemüse – z.B. Rotkohl – nicht geschadet, aber auch so erwies sich die Zusammenstellung als leckeres Mittagsgericht. Über die kommenden Weihnachtstage wird ja noch genug geschlemmt werden 😉

Rheinischer Sauerbraten mit Rotkohl & Klößen – das Rezept

Obwohl die Vorbereitungszeit ziemlich groß ist, entschloss ich mich eigentlich schon letztes Wochenende dazu mich endlich mal am Sauerbraten zu versuchen, um genau zu sein an der Rheinischen Variante mit Rosinen. Dazu schaute ich mir einige Rezepte hierzu an und versuchte dann das Beste aus allen zu einer eigenen Variante zu kombinieren. Einige sprachen davon das Fleisch nur 2-3 Tage einzulegen, da ich aber weiß dass Marinade nur ca. 1 cm pro Tag ins Fleisch einzieht entschloss ich mich dazu den Anleitungen Folge zu leisten die das Fleisch für ganze sieben Tage, also eine Woche einlegten. Und das Ergebnis war wie ich fand mal wieder sehr gelungen, daher möchte ich die Gelegenheit nutzen es hier mal kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 – 4 Portionen?

850-900g mageren Rinderbraten, z.B. aus der Hüfte
04 - Zutat Rinderbraten

Für die Marinade:

Gewürze: 9 schwarze Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren und 3 Nelken
01 - Zutat Marinade Gewürze

Gemüse: 1 Bund Suppengemüse / Wurzelgemüse, 1 Zwiebel und 2 Zehen Knoblauch
02 - Zutat Marinade Gemüse

300ml Rotwein (trocken) und 150ml Rotweinessig
03 - Zutat Marinade Wein und Rotweinessig

sowie eine kräftige Prise und Zucker und etwas Salz

Außerdem benötigen wir für den Braten:

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

200ml Bratenfond
06 - Zutat Bratenfond

1,5 bis 2 EL Honig
07 - Zutat Honig

50-60g Soßenkuchen (ein spezieller Lebkuchen – findet man fertig im gut sortierten Supermarkt)
08 - Zutat Soßenkuchen

1 Handvoll Rosinen
09 - Zutat Rosinen

sowie etwas Pflanzenöl oder Butterschmalz zum braten

Außerdem brauchen wir noch:

Kartoffelklöße (Ich wählte fertige im Kochbeutel)
10 - Zutat Kartoffelknödel

1 große Dose Rotkohl
11 - Zutat Rotkohl

2 Nelken und 1 Lorbeerblatt (Optional für den Rotkohl)
12 - Zutat- Nelken und Lorbeerblatt

2-3 TL Preiselbeer-Gelee (Optional für den Rotkohl)
13 - Zutat Preiselbeergelee

Wir beginnen also sieben Tage bevor wir das Gericht zubereiten wollen erst einmal damit, das Fleisch einzulegen. Dazu waschen wir das Gemüse und zerkleinern es grob
14 - Gemüse grob schneiden

geben es in ein Behältnis, addieren die Gewürze in Form von Lorbeerblättern, Pfeffer, Wacholderbeeren und Nelken
15 - Gemüse und Gewürze in Schüssel-geben

und gießen es dann mit Rotwein und Rotweinessig auf.
16 - Mit Wein und Rotweinessig aufgießen

Außerdem geben wir – als geschmacklichen Gegensatz zu der Säure des Essigs – noch eine großzügige Menge Zucker (2-3 TL) sowie eine Prise Salz hinzu
17 - Mit Salz und Zucker würzen

und verrühren alles kräftig miteinander.
18 - Verrühren

Anschließend geben wir die so entstandenen Beize oder Marinade gemeinsam mit dem Fleisch in ein verschließbares Behältnis und lassen es für sieben Tage im Kühlschrank ruhen, wobei wir es alle ein bis zwei Tage wenden. Ich entschied mich hier für eine große Gefriertüte, aus der ich die Luft herauspresste und sie dann mit einem Klipp verschloss. Eine Schüssel legte ich aber trotzdem unter, man weiß ja nie.
19 - Fleisch in Wein-Essig-Gemüse-Mischung einlegen

Eine Woche später:

Nach einer Woche entnehmen wir das eingelegte Fleisch aus dem Kühlschrank und legen es trocken. Dabei bitte sorgfältig die Oberfläche des Fleisches absuchen, denn durch das lange liegen drückt sich gerne mal eine Wacholderbeere oder Nelke in die Oberfläche, die wir später natürlich nicht im Sud haben wollen. Das Gemüse mit der Marinade legen wir bei Seite, da wir es später noch einmal benötigen
21 - Fleisch aus Marinade nehmen

Jetzt schneiden wir eine Zwiebel in Würfel
20 - Zwiebel zerkleinern

und braten das Fleisch dann in einem großen Topf oder einem Bräter in etwas Pflanzenöl oder Schmalz kräftig rundherum an. Zum Wenden sollte man dabei aber eine Zange verwenden, da wir an dieser Stelle verhindern sollten das Fleisch anzustechen und den Bratensaft austreten zu lassen. Hier ist Vorsicht geboten, denn das Fleisch ist noch feucht und es spritzt daher beim Braten etwas.
22 - Fleisch von allen Seiten scharf anbraten

Ist das Fleisch von allen Seiten angebraten, schalten wir die Kochplatte etwas herunter und geben die Zwiebelwürfel hinzu, die wir goldbraun werden lassen
23 - Zwiebeln mit rösten

dann geben wir den Honig hinzu und lassen ihn kurz karamellisieren.
24 - Honig dazu und karamellisieren-lassen

Durch ein Sieb – damit verhindern wir dass Gewürze oder Gemüse mit in den Topf fällt – gießen wir nun etwa die Hälfte der Marinade-Flüssigkeit aus Rotwein und Rotweinessig hinein
25 - Marinade angießen

gießen den Bratenfond auf
26 - Bratenfond dazu

und lassen dann alles für etwa zwei Stunden auf mittlerer Stufe geschlossen langsam vor sich hin schmoren
27 - Geschlossen schmoren lassen

wobei wir es etwa alle 30 Minuten vorsichtig wenden.
28 - Gelegentlich wenden

Nach den zwei Stunden können wir dann zuerst einmal die Kartoffelklöße ansetzen.
30 - Klöße ansetzen

Dann entnehmen wir den Braten und stellen ihn warm. Ich wickelte ihn dazu in etwas Alufolie ein. Das Fleisch war zu diesem Zeitpunkt bereits so schon zart und mürbe, dass ich Probleme hatte es mit der Zange zu greifen.
29 - Braten entnehmen

Nun bröseln wir das Soßenenkuchen nach und nach in den Sud
31 - Soßenkuchen hinein bröseln

verrühren ihn gut
32 - Gut verrühren

und lassen alles kurz aufkochen damit sich der Soßenkuchen gut auflöst. Danach können wir die Kochplatte auf die niedrigste Stufe schalten.
33 - Kurz Aufkochen lassen

Anschließend geben wir noch die Rosinen hinein.
34 - Rosinen hinein

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt das Rotkraut mit den Gewürzen und etwas Wasser aufzusetzen.
35 - Rotkohl aufsetzen

Während der Rotkohl kocht, wickeln wir unser warm gestelltes Fleisch aus der Alufolie und schneiden es in Scheiben. Dabei sollten wir unbedingt auf die Maserung achten und entgegen dieser schneiden, da ansonsten das Fleisch zerfasert.
36 - Fleisch schneiden

Das so zerteilte Fleisch legen wir zurück in die Sauce damit es wieder auf Temperatur kommt.
37 - Fleisch zurück in Sauce geben

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt den Preiselbeer-Gelee unter das Rotkraut zu rühren – das gibt dem Gemüse noch zusätzlich eine angenehm fruchtige Note wie ich finde.
38 - Gelee in Rotkohl einrühren

Sobald die Klöße fertig gekocht sind
39 - Klöße fertig

schrecken wir sie noch unter kalten Wasser ab
40 - Klöße abschrecken

und können anschließend unser fertiges Gericht servieren.
41 -  Sauerbraten mit Rotkohl & Klößen - serviert

Diese europäisch-deutsche Variante eines süß-sauren Gerichts ist doch immer wieder ein Genuss wie ich feststellen durfte. Das Fleisch war durch die lange Zeit die es in der Marinade verbracht hatte angenehm zart und durch das schmoren zusätzlich vor allem außen etwas Mürbe geworden. Ganz innen war es wiederum noch etwas fester, aber zum Glück nur leicht trocken – dabei erwies sich der Geschmack als ganz leicht säuerlich so wie es sein sollte. Die dickflüssige Sauce, die durch die Beigabe von Soßen-/Lebkuchen und Rosinen einen etwas süßeren Geschmack angenommen, was wunderbar mir dem Fleisch harmonierte. Gemeinsam mit dem fruchtigen und würzigen Rotkraut und den Kartoffelklößen als Sättigungsbeilage ein wirklich sehr gelungenes Gericht.
42 - Sauerbraten mit Rotkohl & Klößen - CloseUp
Ich hatte ja zuerst befürchtet dass das Fleisch bei so langer Liegezeit im Kühlschrank verderben könnte, doch dank des Einlegens in Essig und Wein hatte es keinerlei Schaden genommen und erwies sich nach dem Braten als wahrer Genuss. Für meinen ersten selbst gemachten Sauerbraten konnte ich wirklich sehr zufrieden sein und hoffe mit dieser bebilderten Anleitung dem einen oder andere Hobbykoch eine Anregung für ein wirklich leckeres Gericht gegeben zu haben.

Guten Appetit

Rinderrouladen mit Rotkraut & Klößen – das Rezept

Irgendwie war mir heute mal nach Rinderrouladen, ein klassisches Gericht der deutschen Küche das ich bevorzugt natürlich mit Rotkohl und Klößen zubereite. Das Rezept ist nicht sonderlich kompliziert, aber mit etwas Aufwand und Zeit verbunden – aber an so einem verregneten Sonntag wie heute hatte ich ja genügend Zeit für so etwas. 😉

Was brauchen wir also für zwei Portionen?

2 Stück Rindfleisch aus der Oberschale
01 - Zutat Rindfleisch

4 Scheiben dünn geschnittener, geräucherter Schinken (Bacon)
02 - Zutat Bacon

etwas mittelscharfer Senf – ich empfehle Dijon-Senf
03 - Zutat Dijon-Senf

2 eingelegte Gewürzgurken
04 - Zutat Gewürzgurken

1 größere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

1 mittlere Paprika – bevorzugt rot
06 - Zutat Paprika

1/2 Liter Gemüsebrühe
07 - Zutat Gemüsebrühe

1 Lorbeerblatt und 3 Nelken
08 - Zutat Gewürze

4 Kartoffelklöße (zwei pro Portion)
09 - Zutat Kartoffelknödel halb & halb

1 Dose Apfelrotkohl
10 - Zutat Apfelrotkohl

außerdem brauchen wir noch Salz und Pfeffer zum würzen sowie etwas Öl oder Butterschmalz zum anbraten.

Kommen wir nun zur Zubereitung. Zuerst schälen und schneiden wir erst einmal die Zwiebel, wobei wir eine Hälfte etwas gröber zerteilen und die andere Hälfte etwas feiner würfeln.
11 - Zwiebel grob schneiden

Außerdem vierteln wir die Gewürzgurken und teilen sie ggf. abhängig von der Breite der Rinderrouladen noch einmal quer.
12 - Gurken vierteln

Wenden wir uns nun den Rindsrouladen zu, das wir zuerst einmal mit einem Fleischklopfer ähnlich wie ein Schnitzel dünner klopfen
13 - Rouladen klopfen

und dann von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
14 - Salzen und Pfeffern

Dann bestreichen wir sie von einer Seite dünn mit Senf,
15 - Mit Senf bestreichen

belegen die bestrichene Seite mit den Baconstreifen
16 - Mit Bacon belegen

und belegen sie den Speck mit dem Gürkchen und den grob geschnittenen Zwiebeln.
17 - Mit Gurken und Zwiebeln belegen

Anschließend schlagen wir sie Längsseiten etwas nach innen damit der Belag nicht herausrutschen kann
18 - Seiten einklappen

und rollen sie dann auf. Damit sie sich nicht mehr öffnen können sichern wir sie am Ende dann noch mit einer Rouladennadel oder falls diese nicht im Haus sind mit einem Zahnstocher.
19 - Rollen und sichern

Bevor es dann ans kochen geht waschen, entkernen und zerschneiden wir die Paprika noch in größere Stücke.
20 - Paprika schneiden

In einem großen Topf zerlassen wir dann etwa einen halben Esslöffel Butterschmalz (der gibt meiner Meinung nach einen intensiveren Geschmack), lassen es heiß werden
21 - Butterschmalz zerlassen

und braten darin unsere Rouladen kräftig von allen Seiten an. Hier ist aber ein wenig Vorsicht geboten, denn das Fett spritzt dabei ziemlich stark und dass die Rouladen am Anfang etwas am Topfboden anpappen können ist fast schon normal – hier heißt es einfach diese vorsichtig zu lösen. Das scharfe Anbraten ist wichtig damit sich Röststoffe entwickeln die der Garmethode schmoren seine besondere geschmackliche Note gibt.
22 - Rouladen rundherum scharf anbraten

Sind die Rouladen rundherum gut angebraten, entnehmen wir sie, schalten die Platte etwas herunter und dünsten dann die verbleibenden Zwiebelstücke darin rundherum an.
23 - Zwiebeln andünsten

Sobald die Zwiebeln gut angedünstet sind gießen wir alles mit der Gemüsebrühe auf,
24 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

addieren die Paprikastücke
25 - Paprika addieren

und geben Lorbeerblatt und Nelken hinzu.
26 - Mit Lorbeerblättern und Nelken würzen

Anschließend lassen wir alles kurz aufkochen, drehen die Platte auf eine niedrige Stufe – ich nahm hier den zweiten Raster des Einstellknopfes – und legen dann vorsichtig die Rouladen wieder hinein.
27 - Rouladen zurücklegen

Für mindestens 90 Minuten, gerne mehr, lassen wir nun alles auf niedriger Stufe schmoren
28 - Zugedeckt schmoren lassen

wobei wir die Rouladen zwischendurch ein paar mal im Sud wenden und die Flüssigkeit umrühren.
29 - Zwischendurch wenden

Fünfzehn bis zwanzig Minuten vor Gar-Ende können wir dann auch damit beginnen, der Rotkohl zuzubereiten
32 - Rotkohl kochen

sowie die Kartoffelknödel nach Packungsbeschreibung zu kochen.
33 - Klöße zubereiten

Nach der langen Schmorzeit – ich hatte alles fast 2 Stunden vor sich hin schmurgeln lassen – entnehmen wir die Rouladen aus dem Topf
30 - Rouladen beiseite legen

und gießen dann den Sud durch ein Sieb ab. Nachdem die Masse etwas abgetropft ist, entnehmen wir Nelken und Lorbeerblatt und pürieren Paprika und Zwiebeln mit Hilfe eines Kochlöffels durch das Sieb.
31 - Abgießen und- pürieren

Den Sud geben wir dann zurück in den Topf, lassen ihn heiß werden,
34 - Sauce zurück in den Topf geben

dicken die Sauce alles mit etwas Mehl oder Saucenbinder ein
35 - Mit Mehl eindicken

und schalten die Platte etwas runter bevor wir die Rouladen zurück legen und etwas in der Sauce wieder richtig heiß werden lassen.
36 - Rouladen zurück legen

Sind Klöße und Rotkraut fertig gekocht können unser Gericht servieren und genießen.
37 - Rinderrouladen mit Rotkohl & Klößen - Serviert

Auch wenn das Gericht mit selbst gefertigten Klößen und Rotkohl natürlich noch etwas ausgefeilter gewesen wäre, so war ich doch überaus zufrieden. Die Rinderrouladen mit ihrer würzigen Füllung aus Gewürzgurkenstückchen, Zwiebeln, Räucherschinken und Senf erwiesen sich dank ihrer langen Schmordauer als angenehm geschmacksintensiv, wobei das Fleisch wie beim Schmoren üblich etwas mürbe geworden war, was es aber nicht etwa zäh, sondern eher locker machte. Gemeinsam mit der pikanten Sauce, der die pürierten Zwiebel und Paprika eine wirklich unglaublich intensive Geschmacksnote gegeben hatten, sowie dem Rotkraut als Gemüse und den Kartoffelknödeln als Sättigungsbeilage ein wunderbares Sonntagsgericht, das seinen Aufwand bei der Zubereitung mehr als gereicht wurde.

38 - Rinderrouladen mit Rotkohl & Klößen -  CloseUp

Eine interessante Variante wäre es noch gewesen etwas gewürzter Hackfleisch für die Füllung zu verwenden und ich bin sicher dass ich das auch noch einmal auszuprobieren werde. Ebenso interessant klang ein Füllung mit weiteren Gemüsesorten wie zum Beispiel Möhrenstreifen halte ich für eine interessante Idee. Aber auch bei der Sauce kann man noch etwas variieren und z.B. noch Suppengrün und/oder Rotwein begeben. Aber das sind nur Gedankenspielereien, für mich war auch die hier vorgestellte Zubereitung wirklich sehr gut gelungen. Kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiterempfehlen.

Guten Appetit

Rindergulasch & selbst gemachte Semmelknödel – das Rezept

Irgendwie war mir mal wieder nach einem schönen kräftigen Rindergulasch.Und wie ich beim Suchen nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine große Auswahl verschiedener Zubereitungen aus denen ich mir das eine oder andere heraussuchte und mir so wie immer mein eigenes Rezept zusammenstellte. Und zu Gulasch passen neben Spätzle nun mal am besten Knödel in irgend einer Form. Da ich keine Knödelmasse, dafür aber noch ein paar altbackene Brötchen im Haus hatte, entschied ich mich dazu dazu einige Semmelknödel selbst herzustellen.

Was braucht man also für ca. 2 Portionen?

300g Rindfleisch (Gulaschfleisch)
01 - Zutat Rindfleisch

Für die Marinade:

3-4 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl

1/2 TL Paprikapulver – edelsüß
02 - Zutat Paprikapulver - edelsüß

1/2 TL Paprikapulver – rosenscharf
03 - Zutat Paprikapulver - rosenscharf

1/2 TL Fondor
04 - Zutat Fondor

sowie etwas Pfeffer

Für den eigentlichen Gulasch:

1 gr. Gemüsezwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1 mittlere Paprika
07 - Zutat Paprika

1 große Tomate
08 - Zutat Tomate

1 große Möhre
09 - Zutat Möhre

2 Knoblauchzehen
10 - Zutat Knoblauchzehen

100g durchwachsenen Speck
11 - Zutat Speck

500ml Rinderbrühe
12 - Zutat Rinderbrühe

1 EL Griebenschmalz
13 - Zutat Griebenschmalz

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

1 Lorbeerblatt
15 - Zutat Lorbeerblatt

1/2 TL Kümmel
16 - Zutat Kümmel

sowie zum weiteren Würzen Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf), Thymian, Majoran, Chili-Würzer, Salz und Pfeffer.
17 - Zutat Gewürze

Für die Semmelknödel:

3 altbackene Semmeln
18 - Zutat Semmeln

1 kl. Zwiebel
19 - Zutat Zwiebel

200 – 250ml lauwarme Milch
20 - Zutat Milch

1 Ei
21 - Zutat Ei

1 EL Petersilie (TK oder frisch)
22 - Zutat Petersilie

1 EL Mehl (Weizenmehl Typ 405)
23 - Zutat Mehl

sowie ggf. etwas Paniermehl zum Eindicken der Knödel falls notwendig.

Zuerst fertigen wir aus 4 EL Olivenöl, Fondor, den beiden Sorten Paprikapulver und etwas Pfeffer eine Marinade,
24 - Marinade herstellen

schneiden das Fleisch in mundgerechte Stücke (wobei wir ggf. noch überflüssiges Fett entfernen können)
25 - Fleisch schneiden

und marinieren dann das geschnittene Rindfleisch dann für ein bis eineinhalb Stunden mit der vorbereiteten Marinade im Kühlschrank.
26 - Fleisch marinieren

Nun wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Nachdem wir die Paprika in Würfel zerteilt haben
27 - Paprika würfeln

schälen wir die Möhre und schneiden sie in dünne Scheiben.
28 - Möhre schneiden

Außerdem häuten wir die Tomate, entkernen sie und zerteilen sie in kleine Würfel,
29 - Tomate schneiden

schneiden die Zwiebel in halbe Ringe
30 - Zwiebel schneiden

und zerteilen den Speck in kleine Würfel.
31 - Speck würfeln

Ist das Fleisch mariniert, zerlassen wir den Griebenschmalz in einem Topf und braten das Fleisch darin scharf an
32 - Fleisch scharf anbraten

um es dann erst einmal beiseite zu legen.
33 - Fleisch beiseite stellen

Im selben Topf schwitzen dann die Zwiebeln und die gepressten Knoblauchzehen an, geben die Speckwürfel zum anbraten hinzu
34 - Zwiebel & Knoblauch anbraten

und addieren schließlich Paprika und Möhrenscheiben um sie für ca. 5 Minuten mit allem Anderen ebenfalls anzuschmoren.
35 - Paprika & Möhren hinein

Schließlich fügen wir das Tomatenmark hinzu und schmoren es auch noch kurz mit an
36 - Schmoren und Tomatenmark rein

bevor wir das Fleisch wieder hinzu geben
37 - Fleisch wieder hinein

und alles mit der Rinderbrühe aufgießen.
38 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Es folgen nun das Lorbeerblatt,
39 - Lorbeerblatt dazu

der Kümmel (optional)
40 - Mit Kümmel würzen

und schließlich die anderen Gewürze wie Paprikapulver, Majoran, Thymian, Salz und Pfeffer.
41 - Andere Gewürze

Jetzt lassen wir das ganze kurz aufkochen, geben die geschnittene Tomate hinzu
42 - Tomaten rein

und lassen den Gulasch nun auf niedriger Stufe für 60 bis 90 Minuten leise vor sich hin köcheln.
43 - Köcheln

Wenden wir uns jetzt den Semmelknödeln zu. Dazu zerschneiden wir die altbackenen Semmel in Würfel
44 - Semmeln würfeln

geben sie in eine Schüssel und übergießen sie mit der lauwarmen Milch damit sie sich damit vollsaugen können.
45 - Mit Milch übergießen

Die Zwiebel zerteilen in kleine Würfel,
46 - Zwiebel würfeln

dünsten sie in etwas Butter in einer kleinen Pfanne an und mischen dann die Petersilie unter. Anschließend stellen wir alles beiseite und lassen sie etwas abkühlen.
47 - Zwiebeln andünsten und Petersilie rein

Sind die Semmelwürfel gut durchgeweicht, geben wir das Ei hinein, würzen die Masse mit Salz und Pfeffer und vermengen alles gründlich miteinander.
48 - Semmel mit Ei, Pfeffer & Salz

Dann fügen wir die Zwiebeln mit der Petersilie hinzu, mischen alles noch einmal gut durch
49 - Petersilie & Zwiebel rein

und binden alles schließlich mit etwas Mehl ab.
50 - Mit Mehl binden

Sind die Knödel noch etwas zu feucht, können wir sie mit etwas Paniermehl noch etwas andicken.
51 - Mit Paniermehl verdicken

In einem großen Topf bringen wir nun etwas gesalzenes Wasser zum kochen, dann Formen wir mit feuchten Händen aus dem Teig einige Knödel die wir direkt ins Wasser geben und sie dort für ca. 15 Minuten köcheln. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen – aber hier ist Vorsicht geboten denn sie können auch einfach unten am Boden ankleben, man sollte sie also zumindest zwischendurch mal mit einem Kochlöffel anstubsen.
52 - Knödel kochen

Sind die Knödel fertig, können diese nun noch heiß mit einem kräftigen Kelle Gulasch servieren.
53 - fertiges Gericht

Durch die Beigabe der Tomaten, die sich vollkommen im Gulasch aufgelöst hatten, gaben dem durchaus pikanten Gulasch eine angenehm fruchtige Note. Die Marinade hatte dem Fleisch zwar eine leichte Würze gegeben, aber sie hatte – wohl auch aufgrund der nur kurzen Marinierzeit – nicht ganz die Auswirkung gehabt die ich mir davon erhofft hatte. Außerdem war das Fleisch auch nicht ganz so zart geworden wie ich es erhofft hatte. Karotten waren im Gegensatz dazu angenehm weich gekocht worden und auch an den Paprikastücken gab es absolut nichts auszusetzen. Die Knödel erwiesen sich im ersten Moment zwar von Außen als etwas weich geraten, hier hatte ich wohl etwas zu viel Milch verwendet, aber die Innenstruktur waren Fest und gut gekocht so wie ich es erwartet hatte. Dabei gab die beigefügte Petersilie diesen Knödeln zusätzlich eine leckere Note.

54 - CloseUp

Für meinen ersten selbst gefertigten Gulasch konnte ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden sein. Und auch die Knödel waren für eine Erstfertigung nur anhand eines Rezeptes wirklich durchaus gelungen. Nur bei der Milchmenge hätte ich hier etwas sparsamer vorgehen sollen, denn die Außenstruktur war etwas im Kochwasser zerfallen was für mich ein Zeichen war dass die Klöße etwas zu feucht gewesen waren. Aber letztlich ist ja alles gut gegangen, auch wenn der Aufwand natürlich etwas größer war. Ich werde in Zukunft bestimmt das eine oder andere Mal noch weitere Gulaschgerichte ausprobieren – vor allem der original ungarische Pörkölt erschien mir dabei sehr verlockend. Aber auch die Beigabe von weiteren Gemüsesorten oder Kartoffeln ist mit Sicherheit noch eine interessante Option. Mal schauen wann mir wieder mal nach Gulasch ist – ich werde dann natürlich gerne hier darüber berichten.

Guten Appetit

Silvestermahl – Gulasch mit Rotkraut und Klößen

Das diesjährige Silvestermahl bestand aus Gulasch, Rotkraut und Kartoffelklößen.
Gulasch mit Rotkraut & Klößen / Goulash with red cabbage & dumplings
Vielen Dank auch noch mal auf diesem Weg an die Gastgeberin und den Gastgeber – es war eine wunderbare Silvesterfeier gewesen.

BTW: Gibt es eigentlich ein typisches Silvesteressen? Ich kenne den Neujahrskarpfen, aber für den Jahreswechsel direkt ist mit nichts bekannt.