Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [20.10.2011]

Eigentlich stand mit Asiatischen Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce und vor allem Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry zwei recht verlockende Gerichte im Angebot der Asia-Thai-Theke und auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter und das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei Vitality klangen nicht schlecht, doch mit dem Sauerbraten mit Semmeknödel und Blaukraut in der Abteilung Tradition der Region fand sich heute ein Gericht auf der Speisekarte, dass mich alle anderen Angebote vergessen ließ. Ich liebe nun mal Sauerbraten und wenn er noch mit Blaukraut und Knödel serviert wird kann ich einfach nicht widerstehen. Passend dazu nahm ich mir noch eine Portion Bayrische Creme von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmeknödel

Für einen Kantinen-Sauerbraten erwies sich dieses Gericht als wirklich gelungen. Wenn man bedenkt dass man einen richtigen Sauerbraten einige Tage einlegen muss stellte sich mir natürlich die Frage ob man hier auch diesen Aufwand betrieben hat. Geschmacklich konnte ich auf jeden Fall keinen großen Unterschied feststellen, das Fleisch war durchgehend mit der säuerlichen Marinade vollgesogen und durch längeres Schmoren angenehm mürbe und dennoch saftig. Dazu gab es einen angenehm großen Semmelknödel, der sich von der Struktur her zwar als recht fest erwies, dadurch aber in seinem guten Geschmack nicht groß beeinflusst wurde – auch wenn er lockerer natürlich noch etwas besser gewesen wäre. Am Blau- oder Rotkraut schließlich gab es wiederum gar nichts zu meckern und auch die luftig-lockere Bayrische Creme mit Vanillegeschmack gab keinen Anlass zur Kritik. Ich war sehr zufrieden, ein klassisches Gericht der gutbürgerlichen deutschen Küche. Muss ich demnächst auch mal selbst kochen – das mehrtägige Einlegen nehme ich dabei gerne in Kauf.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala lagen heute aber entgegen meiner Erwartung aber die Spaghetti Bolognese auf dem ersten Platz, der Sauerbraten folgte aber schon auf Platz zwei, mit sehr knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten die somit den dritten Platz belegten. Auf Platz vier folgte schließlich das Kräuter-Ofengemüse. Hatte ja wirklich gedacht dass mehr Gäste meine Vorliebe für Sauerbraten teilen, doch da hatte ich mich wohl geirrt.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Bayrische Creme: ++

Schweinshaxe mit Semmelknödel [29.09.2011]

Heute fand sich im Bereich der Wies’n Gerichte ein Angebot dass ich unmöglich ausschlagen konnte: Schweinshaxe vom Grill mit Biersauce und Kartoffelknödel. Da ließ ich sowohl das Gebratene Curry-Gemüse nach Thai-Art und das Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit Gemüse in rotem Curry an der Asia-Thai-Theke als auch den das Pikante Bohnengulasch im Bereich Vitality als auch das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” im Reisrand bei Globetrotter und auch das Sonderangebot 2 Paar Schweinswürstel mit Sauerkraut und Kartoffelpüree links liegen. Zu der Schweinshaxe nahm ich mir noch eine kleine Portion Rot- bzw. Blaukraut (wie es hier ja heißt) von der Gemüse- und einen winzigen Becher Milchreis auf Birne von der Dessert-Theke.

Schweinshaxe mit Semmelknödel / Pork Knuckles with dumpling

Im ersten Moment schien es zwar dass ich eine der kleineren Schweinshaxen erwischt hätte, doch durch den weitaus kleineren Knochen hatte ich wohl letztlich genau so viel Fleisch wie die anderen die dieses Gericht gewählt hatte. Es gab zwar einige ziemlich fettige Stellen und einige Stücke der Kruste erwies sich als zu hart als dass man sie hätte mitessen können, doch insgesamt war ich doch sehr zufrieden mit meiner Wahl. Und auch der große, mit Semmelbröseln gefüllte Knödel und das fruchtige Rotkraut gaben keinen Grund zur Kritik – und die leicht herbe Dunkelbiersauce passte wunderbar zu der Haxe und erwies sich auch Mengenmäßig als nicht zu viel und nicht zu wenig. Und auch der Becher Milchreis mit einigen Birnenstückchen und einer Garnitur aus einer getrockneter Aprikose traf meinen heutigen Geschmack.
Und mein Geschmack deckte sich heute mal (ausnahmsweise) mein Geschmack mit dem der anderen Kantinengäste, denn auch auf den meisten der anderen Tabletts konnte ich die Schweinshaxe entdecken. Auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala würde ich den Asia-Gerichten zubilligen, knapp gefolgt von Geschnetzelten “Stroganoff” und schließlich dem Bohnengulasch auf Platz vier. Da die Schweinswürstel mit Sauerkraut nur in kleinen Restmengen vorhanden und beim verlassen der Kantine aus waren, lasse ich sie heute mal nicht in die Beliebtheitsskala einfließen.

Mein Abschlußurteil:
Schweinshaxe: ++
Dunkelbiersauce: ++
Semmelknödel: ++
Blaukraut: ++
Milchreis mit Birne: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Knödel [19.09.2011]

Als ich gestern Rouladen mit Rotkohl und Klößen zubereitete, konnte ich ja nicht ahnen dass heute im Rahmen der Wies’n Gerichte, die aktuell die Sektion Tradition der Region in unserem Betriebsrest ersetzt, eine Gebratene Entenkeule mit Orangensauce, Blaukraut und Kartoffeknödel auf der Speisekarte stehen sollte. Das toppte natürlich sowohl den Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse bei Vitality und die Tortellini in Schinkensahnesauce bei Globetrotter als auch Asia-Thai-Gerichte in Form von Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce oder Gaeng Panang Gai – Gebretenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry. Obwohl es kalorientechnisch keine weise Wahl war entschied ich mich also für die Entenkeule. Dazu gesellte sich noch ein winziges Becherchen – dieses Mal noch kleiner als sonst – aus einer Schicht Fruchtmasse, Milchreis und etwas Obst.

Entenkeule mit Blaukraut & Kloß / Duck haunch with red cabbage & dumpling

Das erste was natürlich auffällt ist die riesige Menge an Sauce die man mit auf den Teller getan hatte – hier drängt sich mal wieder Frage auch ob man das bereits tote Tier noch einmal zusätzlich ertränken wollte. 😉 Dabei war sie aber angenehm würzig und gleichzeitig fruchtig und passte gut zu der Ente. Glücklicherweise war das der einzige Punkt den ich als Kritik anbringen musste, denn der Rest erfüllte voll meine Erwartungen: Die Keule war angenehm groß, reich zartem an Fleisch und mit knuspriger Haut, das Rotkraut schmeckte mit seinem leichten Apfelaroma war sehr schmackhaft und auch der feste Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus gerösteten Weißbrotwürfeln war für einen Kantinenknödel sehr gelungen. Der kleine Nachtisch seiner Garnitur wäre da wirklich nicht mehr notwendig gewesen, aber hier hatte mich die Macht der Gewohnheit einfach überwältig…
Und auch der Gros des anderen Kantinenpublikums hatte heute den selben Geschmack wie ich und schlug mir deutlicher Vorliebe bei der Entenkeule mit Blaukraut zu, die mit Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gericht, auf Platz drei die Tortellini mit Schinkensahnesauce und auf Platz vier das Zucchini-Möhrenragout. Das entsprach auch meinen Erwartungen, so eine Entenkeule gibt es nun einmal zu verlockend.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Orangensauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Milchreis auf Obst: ++

Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce [30.06.2011]

Auch heute hielt ich mich an meine ungeschriebene Regel wenn möglich nicht zwei mal Asiatisch nacheinander zu speisen und ließ daher das Gebratene Curry-Gemüse nach Thai-Art und die Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfleischstreifen mit frischem Gemüse in rotem Curry an der Asia-Thai-Theke mal außen vor. Am vernünftigsten wäre aus dem regulären Angebot wäre dabei mit Sicherheit der Pikante Bohnengulasch aus dem Bereich Vitality gewesen – ein Gericht dass ich hier, hier, hier und hier schon mal probiert und für gut befunden hatte. Aber auch das Rinderhacksteak “Mexico” mit Mais, Bohnen und Paprika, dazu Kartoffelwedges bei den Globetrotter-Angeboten – etwas dass ich hier und hier schon mal verzehrt habe – übte einen gewissen Reiz aus. Am meisten sprach mich heute aber dann doch letztlich der traditionell-regionale Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce und Semmelknödel an, dass man noch mit etwas Rot- bzw. Blaukraut ergänzt zu haben schien. Etwas ähnliches hatte ich hier schon mal versucht und war damals scheinbar nicht so zufrieden – doch daran dachte ich in diesem Moment nicht. Dazu gesellte sich dann noch eine Portion Milchreis auf geschnetzelter Birne von der Dessert-Theke – wobei ich offen zugebe dass ich mich hier auch von dem kleinen Stück Waffel als Dekoration hatte beeinflussen lassen.

Schweinekrustenbraten mit Rotkraut & Semmelknödel / pork roast with red cabbage & dumpling

Eine wirklich vorzügliche Wahl wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Der Gros des Fleisches war angenehm zart und saftig – nur an den Rändern, die wie für Schweinekrustenbraten typisch mit einem Stück Schwarte bedeckt waren, fanden sich einige fettigere Stücke. Das ist aber bei Schweinekrustenbraten nun einmal so und fließt nicht in die Bewertung ein. Dazu gab es einen recht großen, von der Konsistenz her eher festen aber gut gelungenen Semmelknödel und eine kleine, aber schmackhafte Portion Rotkrauts. Garniert war das ganze in der leicht herben, kräftigen Dunkelbiersauce die meiner Meinung nach geschmacklich wunderbar zu den anderen Komponenten passte. Aber nicht nur mit dem Hauptgericht war ich sehr zufrieden, auch der mit Waffelstück und Schokosauce garnierte Milchreis auf einer Schicht in kleine Stücke zerschnittenen Birne erwies sich als gute Wahl – auch wenn er aufgrund der Schokosauce für meinen Geschmack einen winzigen Deut zu süß war. Aber das wurde durch den leckeren Milchreis und die frischen Birnenstücke alle Male kompensiert.
Den anderen Kantinengästen sagte heute aber scheinbar eher noch das Rinderhacksteak zu, welches somit den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Um Platz zwei lieferten sich der Schweinekrustenbraten und die Asia-Gerichte heute mal wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass zumindest meiner Beurteilung nach die asiatischen Speisen knapp für sich entscheiden konnte. Um Haaresbreite folgte ihm aber der Schweinekrustenbraten auf Platz drei und schließlich der Bohnengulasch auf dem vierten Platz. Kalorientechnisch war der Schweinekrustenbraten mit Sicherheit nicht die optimale Entscheidung, aber bei Knödeln werde ich leider immer wieder schwach.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: ++
Rotkraut: ++
Semmeknödel: ++
Milchreis auf Birne: ++

Sauerbraten mit Semmelknödel & Blaukraut [16.06.2011]

Da ich ja gestern bereits Asiatisch gespeist hatte, ließ ich das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce und das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Massaman Curry mal links liegen und wandte mein Hauptaugenmerk der regulär-westlichen Küche zu. Am kalorientechnisch Optimalsten wäre bestimmt das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus der Sektion Vitality gewesen, ein Gericht das hier und hier bereits mein Tablett geziert hatte. Aber auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus der Sektion Globetrotter klang ganz verlockend – meine Erinnerungen ab dieses Angebot von hier, hier ,hier, hier und hier waren recht positiv. Aber irgendwie hatte ich noch mehr Appetit auf den traditionell-regionalen Sauerbraten mit Semmelknödel und Blaukraut, den ich erst ein Mal hier probiert hatte. Dazu nahm ich mit noch ein Becherchen Mintcreme von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Semmelknödel & Blaukraut / marinated beef with dumpling & red cabbage

Die beiden dünnen Scheiben marinierter Rinderbraten erwiesen sich schon mal als gute Wahl – das Fleisch war zart und relativ Fettarm. Im ersten Moment war der Geschmack der Sauce etwas sehr Sauer, aber die je mehr ich davon verzehrte desto besser schmeckte sie. Passte beides wunderbar zusammen und wurde von dem schmackhaften Blaukraut und wirklich riesigen Semmelknödel komplettiert. Zwar war der Knödel was seine Konsistenz anging vor allem in Innersten recht bissfest, das hatte jedoch keinerlei Einfluss auf den Geschmack – für einen Kantinenknödel war er absolut in Ordnung. und mit der luftig-lockeren Mintcreme hatte ich einen schmackhaften und nicht zu süßen Nachtisch, der das heutige Mittagsmahl wunderbar abschloß.
Was die Vorlieben der anderen Kantinengäste anging schienen sich die Spaghetti Bolognese und der Sauerbraten ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen bei dem ich den Nudeln mit knappen Vorsprung schließlich den ersten Platz zubilligen würde. Nach dem Sauerbraten folgten schließlich auf Platz drei die Asia-Gericht und auf Platz vier das Ofengemüse. Das entsprach auch so ziemlich meinen Erwartungen – Bolognese waren bisher ja fast immer der Große Renner gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten mit Sauce: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: ++
Mintcreme: ++