Abendschlemmerei

Gestern Abend fand mal mal wieder die Weihnachtsfeier statt. Die Details dazu haben hier nichts zu suchen, aber über die angebotenen Speisen möchte ich hier kurz berichten – die Gerichte kamen aus dem Hause des Münchner Starkochs Schuhbeck und das ist mir schon mal einen kleinen Beitrag hier im Blog wert.

Vorspeisen:

Gamba auf Nudelsalat / Gamba with noodle salad
Gamba-Igel auf Nudelsalat mit exotischem Gemüse
Ein in knuspriger Panade fritierter Gamba mit in leichtem Essigdressing angemachten Nudeln mit verschiedenem (von mir nicht näher identifizierbarem) Gemüse.

Galantine von der Wachtel mit tomatisierten Wurzelgemüse / Quail galantine  with root vegetables
Galantine von der Wachtel auf tomatisierten Wurzelgemüse
Der Begriff Galantine war mir bis dahin nicht geläufig gewesen, aber eine kurze Recherche zeigte dass es sich hier um eine üppige Zubereitungen aus ganzen, entbeinten Tieren mit einer Farce aus Fleischwürfeln, Pilzen, Speck handelte. Davon fand sich eine etwa fingerdicke Scheibe auf dem kleinen Teller, garniert mit einem passenden Fond und gebettet auf kaltem Gemüse wie u.a. Schwarzwurzeln und Paprika in würzigen Tomatendressing.

Meeresfrüchtesalat in Jakobsmuschel / seafood salad in scallop
Meeresfrüchtesalat in der Jakobsmuschel serviert
In einer (wohlgemerkt echten) Hälfte einer Jakobsmuschel fanden sich auf einigen frischen Salatschnipseln und Kressesprossen eine Zusammenstellung verschiedener Meeresfrüchte wie Tintenfisch und Krabben in einem rosafarbenen, durch Zugabe von etwas Chili leicht scharf gewürzten Dressing mit Remouladenaroma. Das Ganze wurde kalt serviert und erwies sich als wahre Delikatesse.

Geschichteter Speck mit Griebenschmalzbrot / Bacon with greaves lard
Scheiben von Speck mit Griebenschmalzbrot
Hier hatte man offensichtlich Speck, Griebenschmalz, Brot und ich meine auch Käse zu einem Block kombiniert und dann in Scheiben geschnitten zu haben. Kalt serviert auf etwas Salat und Kresse ein sehr leckerer Snack.

Hauptgerichte:

Kalbsschlegel, Knödel, geröstete Kartoffeln, Apfel-Zimt-Blaukraut & Chili-Vanillegemüse / Variations of beef with dumplings, vegetables & potatoes
Kalbsschlegel & Kalbsfilet mit Apfel-Zimt.Blaukraut, Chili-Vanillegemüse, Kartoffelknödel, Semmelknödel und gerösteten Kartoffelstückchen
Zu je einem Stück im Ganzen gebratenem Kalbsschlegel und Kalbsfilet mit jeweils zugehöriger Sauce hatte ich mir eine Auswahl aus Blaukraut und Chili-Vanillegemüse aus Erbsenschoten, Möhren und Bohnen sowie je einen Kartoffelknödel und Semmelknödel und einigen gerösteten, knusprigen Kartoffelstückchen auf den Teller gemacht.

Kalbsfleischpflanzerl, Fischcurry & Cassareccia / beef meatball, fish curry and noodles
Zwei kleine, mit Spinat gefüllte Kalbsfleischpflanzerl, Schuhbecks Fischcurry & Cassareccia mit toskanischem Nudelgewürz & Aglio e Olio Schaum
Kalbsfleischpflanzerl - Spinatfüllung
Kleine Fleischpflanzerl (Frikadellen) mit Spinat zu füllen ist mit Sicherheit keine neue Idee, aber ich kann mich nicht entsinnen so etwas wirklich leckeres schon mal probiert zu haben. Außerdem probierte ich noch das Fischcurry, das ich mit seiner recht dünnen Sauce nicht so extrem gelungen fand, auch wenn das Fischfilet und die Shrimps darin eindeutig sehr hochwertig war. Der Begriff Cassareccia war mit ebenfalls vorher unbekannt, dahinter verbargen sich aber aber gedreht Nudeln die gekocht und mit würziger Sauce mit einigen Tomatenstücken und Salat zu einer leckeren Sättigungsbeilage kombiniert worden waren. Diese hatte ich mir noch mit einer Portion frisch geriebenen Parmesans garniert hatte.

Von den Nachspeisen wie Apfelstrudel, einer Eisauswahl oder “Mini Ausgezogene” konnte ich nach dieser umfangreichen Schlemmerei aber genau so wenig etwas probieren wie von der später noch servierten Currywurst mit hausgemachtem Curryketchup und Brot konnte ich aber nichts mehr probieren – ich war wirklich mehr als satt.

Das hat dann zwar jegliche Kaloriengrenzen gesprengt, aber wenn Schuhbeck und sein Team kocht kann man ja schlecht Nein sagen. 😉

Sauerbraten mit Kartoffelknödel & Blaukraut [01.12.2011]

Mein erster Blick heute galt dem Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality, das mit Sicherheit die kalorientechnisch optimalste Wahl gewesen wäre. Aber die anderen beiden Sektionen der regulären Küche fuhren heute sozusagen schwere Geschütze auf denen ich kaum widerstehen konnte. Dabei klangen die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus dem Bereich Globetrotter schon mal sehr verlockend, wurden aber noch getoppt vom Sauerbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut der im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte angeboten wurde. Da nahm ich die Asia-Thai-Angebote in Form von Asiatischem Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln Massaman Curry gar nicht näher in Augenschein. Also fiel meine heutige Wahl auf den Sauerbraten, den ich noch mit einem Becherchen Englische Mintcreme ergänzte.

Sauerbraten mit Blaukraut & Kloß

Zwar meinte ich nach meiner Erfahrung mit einem selbst gemachten Sauerbraten erkennen zu können dass man das Stück Rinderbraten nur einige wenige Tage eingelegt zu hatte und auch wohl keine ganze Stunde geschmort hatte – dazu war er nicht mürbe und sauer genug. Aber das Fleisch war dennoch angenehm zart und hatte genügend der säuerlichen Marinade aufgesogen dass man diese Bratenzubereitung als gelungen bezeichnen konnte. Im Rotkraut fanden sich ungewöhnlicher Weise zwar einige Zwiebeln, es erwies sich aber dennoch als angenehm fruchtig und schmackhaft. Und auch am mit einigen Semmelbröseln gefüllten Kartoffelknödel gab es nichts auszusetzen. Für ein Kantinengericht handelte es sich um einen wirklich gut gemachten Sauerbraten. Und auch die weiche, lockere Mintcreme erwies sich als gute Wahl.
Bei Gros der anderen Kantinengäste lagen die Spaghetti Bolognese aber ein wenig höher in der Gunst und landete somit knapp vor dem Sauerbraten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich das vegetarische Ofengemüse. Diese Platzierung bot somit keinerlei Überraschungen und entsprach meinen Erwartungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Rotkraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Englische Mintcreme: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [20.10.2011]

Eigentlich stand mit Asiatischen Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce und vor allem Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry zwei recht verlockende Gerichte im Angebot der Asia-Thai-Theke und auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter und das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei Vitality klangen nicht schlecht, doch mit dem Sauerbraten mit Semmeknödel und Blaukraut in der Abteilung Tradition der Region fand sich heute ein Gericht auf der Speisekarte, dass mich alle anderen Angebote vergessen ließ. Ich liebe nun mal Sauerbraten und wenn er noch mit Blaukraut und Knödel serviert wird kann ich einfach nicht widerstehen. Passend dazu nahm ich mir noch eine Portion Bayrische Creme von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmeknödel

Für einen Kantinen-Sauerbraten erwies sich dieses Gericht als wirklich gelungen. Wenn man bedenkt dass man einen richtigen Sauerbraten einige Tage einlegen muss stellte sich mir natürlich die Frage ob man hier auch diesen Aufwand betrieben hat. Geschmacklich konnte ich auf jeden Fall keinen großen Unterschied feststellen, das Fleisch war durchgehend mit der säuerlichen Marinade vollgesogen und durch längeres Schmoren angenehm mürbe und dennoch saftig. Dazu gab es einen angenehm großen Semmelknödel, der sich von der Struktur her zwar als recht fest erwies, dadurch aber in seinem guten Geschmack nicht groß beeinflusst wurde – auch wenn er lockerer natürlich noch etwas besser gewesen wäre. Am Blau- oder Rotkraut schließlich gab es wiederum gar nichts zu meckern und auch die luftig-lockere Bayrische Creme mit Vanillegeschmack gab keinen Anlass zur Kritik. Ich war sehr zufrieden, ein klassisches Gericht der gutbürgerlichen deutschen Küche. Muss ich demnächst auch mal selbst kochen – das mehrtägige Einlegen nehme ich dabei gerne in Kauf.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala lagen heute aber entgegen meiner Erwartung aber die Spaghetti Bolognese auf dem ersten Platz, der Sauerbraten folgte aber schon auf Platz zwei, mit sehr knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten die somit den dritten Platz belegten. Auf Platz vier folgte schließlich das Kräuter-Ofengemüse. Hatte ja wirklich gedacht dass mehr Gäste meine Vorliebe für Sauerbraten teilen, doch da hatte ich mich wohl geirrt.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Bayrische Creme: ++

Schweinshaxe mit Semmelknödel [29.09.2011]

Heute fand sich im Bereich der Wies’n Gerichte ein Angebot dass ich unmöglich ausschlagen konnte: Schweinshaxe vom Grill mit Biersauce und Kartoffelknödel. Da ließ ich sowohl das Gebratene Curry-Gemüse nach Thai-Art und das Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit Gemüse in rotem Curry an der Asia-Thai-Theke als auch den das Pikante Bohnengulasch im Bereich Vitality als auch das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” im Reisrand bei Globetrotter und auch das Sonderangebot 2 Paar Schweinswürstel mit Sauerkraut und Kartoffelpüree links liegen. Zu der Schweinshaxe nahm ich mir noch eine kleine Portion Rot- bzw. Blaukraut (wie es hier ja heißt) von der Gemüse- und einen winzigen Becher Milchreis auf Birne von der Dessert-Theke.

Schweinshaxe mit Semmelknödel / Pork Knuckles with dumpling

Im ersten Moment schien es zwar dass ich eine der kleineren Schweinshaxen erwischt hätte, doch durch den weitaus kleineren Knochen hatte ich wohl letztlich genau so viel Fleisch wie die anderen die dieses Gericht gewählt hatte. Es gab zwar einige ziemlich fettige Stellen und einige Stücke der Kruste erwies sich als zu hart als dass man sie hätte mitessen können, doch insgesamt war ich doch sehr zufrieden mit meiner Wahl. Und auch der große, mit Semmelbröseln gefüllte Knödel und das fruchtige Rotkraut gaben keinen Grund zur Kritik – und die leicht herbe Dunkelbiersauce passte wunderbar zu der Haxe und erwies sich auch Mengenmäßig als nicht zu viel und nicht zu wenig. Und auch der Becher Milchreis mit einigen Birnenstückchen und einer Garnitur aus einer getrockneter Aprikose traf meinen heutigen Geschmack.
Und mein Geschmack deckte sich heute mal (ausnahmsweise) mein Geschmack mit dem der anderen Kantinengäste, denn auch auf den meisten der anderen Tabletts konnte ich die Schweinshaxe entdecken. Auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala würde ich den Asia-Gerichten zubilligen, knapp gefolgt von Geschnetzelten “Stroganoff” und schließlich dem Bohnengulasch auf Platz vier. Da die Schweinswürstel mit Sauerkraut nur in kleinen Restmengen vorhanden und beim verlassen der Kantine aus waren, lasse ich sie heute mal nicht in die Beliebtheitsskala einfließen.

Mein Abschlußurteil:
Schweinshaxe: ++
Dunkelbiersauce: ++
Semmelknödel: ++
Blaukraut: ++
Milchreis mit Birne: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Knödel [19.09.2011]

Als ich gestern Rouladen mit Rotkohl und Klößen zubereitete, konnte ich ja nicht ahnen dass heute im Rahmen der Wies’n Gerichte, die aktuell die Sektion Tradition der Region in unserem Betriebsrest ersetzt, eine Gebratene Entenkeule mit Orangensauce, Blaukraut und Kartoffeknödel auf der Speisekarte stehen sollte. Das toppte natürlich sowohl den Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse bei Vitality und die Tortellini in Schinkensahnesauce bei Globetrotter als auch Asia-Thai-Gerichte in Form von Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce oder Gaeng Panang Gai – Gebretenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry. Obwohl es kalorientechnisch keine weise Wahl war entschied ich mich also für die Entenkeule. Dazu gesellte sich noch ein winziges Becherchen – dieses Mal noch kleiner als sonst – aus einer Schicht Fruchtmasse, Milchreis und etwas Obst.

Entenkeule mit Blaukraut & Kloß / Duck haunch with red cabbage & dumpling

Das erste was natürlich auffällt ist die riesige Menge an Sauce die man mit auf den Teller getan hatte – hier drängt sich mal wieder Frage auch ob man das bereits tote Tier noch einmal zusätzlich ertränken wollte. 😉 Dabei war sie aber angenehm würzig und gleichzeitig fruchtig und passte gut zu der Ente. Glücklicherweise war das der einzige Punkt den ich als Kritik anbringen musste, denn der Rest erfüllte voll meine Erwartungen: Die Keule war angenehm groß, reich zartem an Fleisch und mit knuspriger Haut, das Rotkraut schmeckte mit seinem leichten Apfelaroma war sehr schmackhaft und auch der feste Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus gerösteten Weißbrotwürfeln war für einen Kantinenknödel sehr gelungen. Der kleine Nachtisch seiner Garnitur wäre da wirklich nicht mehr notwendig gewesen, aber hier hatte mich die Macht der Gewohnheit einfach überwältig…
Und auch der Gros des anderen Kantinenpublikums hatte heute den selben Geschmack wie ich und schlug mir deutlicher Vorliebe bei der Entenkeule mit Blaukraut zu, die mit Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gericht, auf Platz drei die Tortellini mit Schinkensahnesauce und auf Platz vier das Zucchini-Möhrenragout. Das entsprach auch meinen Erwartungen, so eine Entenkeule gibt es nun einmal zu verlockend.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Orangensauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Milchreis auf Obst: ++