Rindergulasch & selbst gemachte Semmelknödel – das Rezept

Irgendwie war mir mal wieder nach einem schönen kräftigen Rindergulasch.Und wie ich beim Suchen nach einem passenden Rezept stieß ich auf eine große Auswahl verschiedener Zubereitungen aus denen ich mir das eine oder andere heraussuchte und mir so wie immer mein eigenes Rezept zusammenstellte. Und zu Gulasch passen neben Spätzle nun mal am besten Knödel in irgend einer Form. Da ich keine Knödelmasse, dafür aber noch ein paar altbackene Brötchen im Haus hatte, entschied ich mich dazu dazu einige Semmelknödel selbst herzustellen.

Was braucht man also für ca. 2 Portionen?

300g Rindfleisch (Gulaschfleisch)
01 - Zutat Rindfleisch

Für die Marinade:

3-4 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl

1/2 TL Paprikapulver – edelsüß
02 - Zutat Paprikapulver - edelsüß

1/2 TL Paprikapulver – rosenscharf
03 - Zutat Paprikapulver - rosenscharf

1/2 TL Fondor
04 - Zutat Fondor

sowie etwas Pfeffer

Für den eigentlichen Gulasch:

1 gr. Gemüsezwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1 mittlere Paprika
07 - Zutat Paprika

1 große Tomate
08 - Zutat Tomate

1 große Möhre
09 - Zutat Möhre

2 Knoblauchzehen
10 - Zutat Knoblauchzehen

100g durchwachsenen Speck
11 - Zutat Speck

500ml Rinderbrühe
12 - Zutat Rinderbrühe

1 EL Griebenschmalz
13 - Zutat Griebenschmalz

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

1 Lorbeerblatt
15 - Zutat Lorbeerblatt

1/2 TL Kümmel
16 - Zutat Kümmel

sowie zum weiteren Würzen Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf), Thymian, Majoran, Chili-Würzer, Salz und Pfeffer.
17 - Zutat Gewürze

Für die Semmelknödel:

3 altbackene Semmeln
18 - Zutat Semmeln

1 kl. Zwiebel
19 - Zutat Zwiebel

200 – 250ml lauwarme Milch
20 - Zutat Milch

1 Ei
21 - Zutat Ei

1 EL Petersilie (TK oder frisch)
22 - Zutat Petersilie

1 EL Mehl (Weizenmehl Typ 405)
23 - Zutat Mehl

sowie ggf. etwas Paniermehl zum Eindicken der Knödel falls notwendig.

Zuerst fertigen wir aus 4 EL Olivenöl, Fondor, den beiden Sorten Paprikapulver und etwas Pfeffer eine Marinade,
24 - Marinade herstellen

schneiden das Fleisch in mundgerechte Stücke (wobei wir ggf. noch überflüssiges Fett entfernen können)
25 - Fleisch schneiden

und marinieren dann das geschnittene Rindfleisch dann für ein bis eineinhalb Stunden mit der vorbereiteten Marinade im Kühlschrank.
26 - Fleisch marinieren

Nun wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Nachdem wir die Paprika in Würfel zerteilt haben
27 - Paprika würfeln

schälen wir die Möhre und schneiden sie in dünne Scheiben.
28 - Möhre schneiden

Außerdem häuten wir die Tomate, entkernen sie und zerteilen sie in kleine Würfel,
29 - Tomate schneiden

schneiden die Zwiebel in halbe Ringe
30 - Zwiebel schneiden

und zerteilen den Speck in kleine Würfel.
31 - Speck würfeln

Ist das Fleisch mariniert, zerlassen wir den Griebenschmalz in einem Topf und braten das Fleisch darin scharf an
32 - Fleisch scharf anbraten

um es dann erst einmal beiseite zu legen.
33 - Fleisch beiseite stellen

Im selben Topf schwitzen dann die Zwiebeln und die gepressten Knoblauchzehen an, geben die Speckwürfel zum anbraten hinzu
34 - Zwiebel & Knoblauch anbraten

und addieren schließlich Paprika und Möhrenscheiben um sie für ca. 5 Minuten mit allem Anderen ebenfalls anzuschmoren.
35 - Paprika & Möhren hinein

Schließlich fügen wir das Tomatenmark hinzu und schmoren es auch noch kurz mit an
36 - Schmoren und Tomatenmark rein

bevor wir das Fleisch wieder hinzu geben
37 - Fleisch wieder hinein

und alles mit der Rinderbrühe aufgießen.
38 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Es folgen nun das Lorbeerblatt,
39 - Lorbeerblatt dazu

der Kümmel (optional)
40 - Mit Kümmel würzen

und schließlich die anderen Gewürze wie Paprikapulver, Majoran, Thymian, Salz und Pfeffer.
41 - Andere Gewürze

Jetzt lassen wir das ganze kurz aufkochen, geben die geschnittene Tomate hinzu
42 - Tomaten rein

und lassen den Gulasch nun auf niedriger Stufe für 60 bis 90 Minuten leise vor sich hin köcheln.
43 - Köcheln

Wenden wir uns jetzt den Semmelknödeln zu. Dazu zerschneiden wir die altbackenen Semmel in Würfel
44 - Semmeln würfeln

geben sie in eine Schüssel und übergießen sie mit der lauwarmen Milch damit sie sich damit vollsaugen können.
45 - Mit Milch übergießen

Die Zwiebel zerteilen in kleine Würfel,
46 - Zwiebel würfeln

dünsten sie in etwas Butter in einer kleinen Pfanne an und mischen dann die Petersilie unter. Anschließend stellen wir alles beiseite und lassen sie etwas abkühlen.
47 - Zwiebeln andünsten und Petersilie rein

Sind die Semmelwürfel gut durchgeweicht, geben wir das Ei hinein, würzen die Masse mit Salz und Pfeffer und vermengen alles gründlich miteinander.
48 - Semmel mit Ei, Pfeffer & Salz

Dann fügen wir die Zwiebeln mit der Petersilie hinzu, mischen alles noch einmal gut durch
49 - Petersilie & Zwiebel rein

und binden alles schließlich mit etwas Mehl ab.
50 - Mit Mehl binden

Sind die Knödel noch etwas zu feucht, können wir sie mit etwas Paniermehl noch etwas andicken.
51 - Mit Paniermehl verdicken

In einem großen Topf bringen wir nun etwas gesalzenes Wasser zum kochen, dann Formen wir mit feuchten Händen aus dem Teig einige Knödel die wir direkt ins Wasser geben und sie dort für ca. 15 Minuten köcheln. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen – aber hier ist Vorsicht geboten denn sie können auch einfach unten am Boden ankleben, man sollte sie also zumindest zwischendurch mal mit einem Kochlöffel anstubsen.
52 - Knödel kochen

Sind die Knödel fertig, können diese nun noch heiß mit einem kräftigen Kelle Gulasch servieren.
53 - fertiges Gericht

Durch die Beigabe der Tomaten, die sich vollkommen im Gulasch aufgelöst hatten, gaben dem durchaus pikanten Gulasch eine angenehm fruchtige Note. Die Marinade hatte dem Fleisch zwar eine leichte Würze gegeben, aber sie hatte – wohl auch aufgrund der nur kurzen Marinierzeit – nicht ganz die Auswirkung gehabt die ich mir davon erhofft hatte. Außerdem war das Fleisch auch nicht ganz so zart geworden wie ich es erhofft hatte. Karotten waren im Gegensatz dazu angenehm weich gekocht worden und auch an den Paprikastücken gab es absolut nichts auszusetzen. Die Knödel erwiesen sich im ersten Moment zwar von Außen als etwas weich geraten, hier hatte ich wohl etwas zu viel Milch verwendet, aber die Innenstruktur waren Fest und gut gekocht so wie ich es erwartet hatte. Dabei gab die beigefügte Petersilie diesen Knödeln zusätzlich eine leckere Note.

54 - CloseUp

Für meinen ersten selbst gefertigten Gulasch konnte ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden sein. Und auch die Knödel waren für eine Erstfertigung nur anhand eines Rezeptes wirklich durchaus gelungen. Nur bei der Milchmenge hätte ich hier etwas sparsamer vorgehen sollen, denn die Außenstruktur war etwas im Kochwasser zerfallen was für mich ein Zeichen war dass die Klöße etwas zu feucht gewesen waren. Aber letztlich ist ja alles gut gegangen, auch wenn der Aufwand natürlich etwas größer war. Ich werde in Zukunft bestimmt das eine oder andere Mal noch weitere Gulaschgerichte ausprobieren – vor allem der original ungarische Pörkölt erschien mir dabei sehr verlockend. Aber auch die Beigabe von weiteren Gemüsesorten oder Kartoffeln ist mit Sicherheit noch eine interessante Option. Mal schauen wann mir wieder mal nach Gulasch ist – ich werde dann natürlich gerne hier darüber berichten.

Guten Appetit

Rindsroulade, Rotkraut & Mini-Knödel [24.04.2011]

Zum heutigen Ostersonntag entschieden wir uns für eine Rindsroulade als Festtagsschmaus. Dazu gab es – weil es einfach perfekt zu so einer Roulade passt, Knödel und Apfelrotkraut.

Roulade, Miniknödel & Rotkraut

Alleine die Rinderroulade mit ihrer herben Sauce alleine erwies sich schon als wahrer Genuss.

Roulade - Füllung

Das dünne, zuerst angebratene und dann in Sauce schonend über längeren Zeitraum fertig geköchelte Rindfleisch, bestrichen mit Senf und gefüllt mit einer Mischung aus Zwiebeln und Speck erwies sich zwar als aussen recht fest, aber innen angenehm zart und vor allem sehr würzig.Und was gibts es leckereres dazu als einige Knödel – wir hatten uns hier für fertige Mini-Knödel entschieden und eine Portion guten Apfel-Rotkrauts.
Bei der Füllung der Roulade gibt es natürlich Alternativen. So habe ich in der Lokalität wo ich in Bayern zur Arbeitszeit speise ja bereits die Füllung mit zusätzlichen Karottenstiften und saurer Gurke erlebt und probieren dürfen, die durchaus auch gewisse Vorzüge hat. Allerdings muss ich zugeben dass mir die Füllung wie sie hier gezeigt wird eigentlich eher dem entspricht wie ich es seit frühester Kindheit kenne. Und die dunkle Sauce mit dem leicht herben Geschmack passt meiner Meinung nach einen Tick besser zu Rindsroulade als die helle wie sie in diese Betriebsrestaurant Verwendung findet. Aber das muss jeder natürlich für sich selber entscheiden – mir hat diese Zusammenstellung auf jeden Fall vorzüglich gemundet.

Mein Abschlußurteil:
Rindsroulade: ++
Apfel-Rotkraut: ++
Mini-Knödel: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [07.04.2011]

Mein eigentlicher Plan war es heute gewesen beim Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality zuzuschlagen, ein Gericht das ich übrigens hier und hier schon mal versucht und für gut befunden hatte. Aber auch das heutige Globetrotter-Angebot in Form von Spaghetti Bolognese mit Parmesan, die wir von hier, hier ,hier, hier und hier bereits kennen klang nicht übel. Außerdem gab es noch als Zusatzangebot eine Pizza mit Salami, Pilzen, Pepperoni und Käse, die auch sehr lecker aussah. Das Asiatische Gemüse – herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Kartoffeln in Massaman Curry (was ich hier schon mal versucht hatte) schloss ich für heute jedoch aus, da ich ja gestern bereits Asiatisch gegessen hatte. Irgendwie lachte mich dann aber der Sauerbraten mit Semmelknödel und Blaukraut bei den traditionell-regionalen Gerichten irgendwie an und ich änderte meine Entscheidung kurzfristig und griff bei diesem Gericht zu. Dazu nahm ich mir noch einen Becher Weisse Mousse von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel / Marinated beef with red cabbage & dumpling

Habe ewige Zeit keinen Sauerbraten mehr gegessen – glaubt man diesem Blog war es wohl Anfang September 2008 gewesen dass ich so etwas das letzte Mal damals noch in Köln auf dem Tablett gehabt habe. Weiß gar nicht warum ich so lange darauf verzichtet habe, denn so ein in gewürztem Essig marinierter Rinderschmorbraten ist wirklich keine große Kalorienbombe und schmeckt außerdem wirklich sehr lecker. Und auch die hier angebotene Zubereitung erwies sich als recht gut gelungen. Leider waren die beiden Fleischstücke nicht mehr 100%tig heiß, worüber ich jedoch hinweg sehe, da zumindest qualitativ absolut nichts daran auszusetzen gab. In Kombination mit der Sauce sehr gelungen. Und auch das Blau- bzw. Rotkraut erwies sich als sehr lecker und schmackhaft. Einzig dem Knödel kann ich leider keine volle Punktzahl geben, denn hier gab es gleich zwei Kritikpunkte. Zum einen fand ich ihn von der Konsistenz her etwas zu fest geraten und außen war er von einer dünnen Schicht etwas zu trockenen Knödelteigs umgeben. Hat zwar auch ganz gut gemundet, aber von einem perfekten Semmelknödel erwarte ich zumindest eine etwas lockereren Teig. Doch die luftig-lockere Mousse mit weißer Schokolade tröstete mich schnell darüber hinweg.
Bei den anderen Kantinengästen standen heute entgegen meiner Erwartung die Spaghetti Bolognese am höchsten in der Gunst. Ich hätte der Pizza, die auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala folgte, eher auf dem ersten Platz erwartet. Auf Platz drei folgte dann der Sauerbraten, der somit noch knapp vor den Asia-Gerichten kam. Das vegetarische Ofengemüse folgte schließlich auf Platz fünf. Vegetarische Gerichte haben es halt immer schwer – hätte mich der Sauerbraten nicht so angelacht wäre es aber trotzdem meine erste Wahl gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Weiße Mousse: ++

Gemischter Gulasch mit Rosenkohl & Serviettenknödeln [13.11.2010]

Gemischter Gulasch mit Rosenkohl & Serviettenknödeln / Mixed goulash with Brussels sprouts and dumpling

Heute gab es einen aus Schweine- und Rindfleisch bestehenden, pikanten Gulasch mit Rosenkohl und Serviettenknödel. Der Gulasch war wirklich sehr gut gelungen, vor allem was die Würzung angeht. Ein guter Gulasch kann für mich kaum pikant genug sein. Bei der gemeinsamen Zubereitung von Rind und Schwein muss man natürlich bedenken dass Rindfleisch in der Regel zum gar werden etwas länger braucht als Schweinefleisch, aber das lässt sich gutes Timing natürlich entsprechend regeln. Auch der Rosenkohl und der Serviettenknödel (Fertigware) erwiesen sich als sehr gelungen und passten gut mit dem Gulasch zusammen. Vielleicht hätte Rotkraut hier noch einen winzig kleinen Tick besser gepasst, aber auch Rosenkohl ist – zumindest aus meiner Sicht – auch immer wieder ein leckeres Gemüse.

Mein Abschlußurteil:
Gemischter Gulasch: ++
Rosenkohl: ++
Serviettenknödel: ++

Biergulasch mit Semmelknödel [11.03.2010]

Warum ich heute den “Biergulasch vom Rind mit Semmelknödel” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Gerichte der heutigen Globetrotter-Speise, einer “Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis” vorzog kann ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen. Das Vitality-Angebot “Parpadelle mit Blattspinat und Kren” sah außerdem auch ganz gut aus, aber auf Kren – so nennt man hier in Bayern und in Teilen Österreichs Meerrettich – hatte ich heute keinen Appetit. Aber auch die Asia-Angebote heute, u.a. “Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten, frischen Sojakeimlingen in Austernsauce” waren nicht von der Hand zu weisen – aber dennoch bestellte ich mir den Biergulasch mit Semmelknödel (Alternativ gab es auch normale Kartoffelknödel dazu ) und fügte dem ganzen eine heute etwas größer geratene Portion Banane-Zitronen-Mousse hinzu. Waren bestimmt die Reste von gestern, aber das war mir egal.

Biergulasch mit Semmelknödel

Der Biergulasch selbst war prinzipiell ganz gut, jedoch fand ich die Sauce etwas sehr dünn geraten. Davon aber abgesehen war er würzig-pikant und mit reichlich mageren Rindfleisch sowie roten und grünen Paprikawürfeln gespickt. Am Semmelknödel schließlich war absolut nichts auszusetzen – er erfüllte geschmacklich alle Anforderungen, die ich an eben einen Semmelknödel stelle. Und auch der Nachtisch in Form des bereits gestern für gut befundenen Bananen-Zitronen-Mousse erfüllte meine Erwartungen und bildete einen gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahles.
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala lancierte heute aber heute die Hähnchenkeule mit Curryreis. Auf den zweiten Platz würde ich die Asia-Gerichte und dann erst den Biergulasch setzen. Die Parpadelle mit Blattspinat zierten auch einige Teller, aber es ware deutlich weniger als bei den anderen Gerichten. Im Nachhinein gesehen wäre die Hähnchenkeule mit Sicherheit die optimalste Wahl heute gewesen, aber letztlich war ich auch mit dem Biergulasch relativ zufrieden.

Mein Abschlußurteil:
Biergulasch: +
Semmelknödel: ++
Bananen-Zitronen-Mousse: ++