Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [07.04.2011]

Mein eigentlicher Plan war es heute gewesen beim Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality zuzuschlagen, ein Gericht das ich übrigens hier und hier schon mal versucht und für gut befunden hatte. Aber auch das heutige Globetrotter-Angebot in Form von Spaghetti Bolognese mit Parmesan, die wir von hier, hier ,hier, hier und hier bereits kennen klang nicht übel. Außerdem gab es noch als Zusatzangebot eine Pizza mit Salami, Pilzen, Pepperoni und Käse, die auch sehr lecker aussah. Das Asiatische Gemüse – herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder das Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln und Kartoffeln in Massaman Curry (was ich hier schon mal versucht hatte) schloss ich für heute jedoch aus, da ich ja gestern bereits Asiatisch gegessen hatte. Irgendwie lachte mich dann aber der Sauerbraten mit Semmelknödel und Blaukraut bei den traditionell-regionalen Gerichten irgendwie an und ich änderte meine Entscheidung kurzfristig und griff bei diesem Gericht zu. Dazu nahm ich mir noch einen Becher Weisse Mousse von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel / Marinated beef with red cabbage & dumpling

Habe ewige Zeit keinen Sauerbraten mehr gegessen – glaubt man diesem Blog war es wohl Anfang September 2008 gewesen dass ich so etwas das letzte Mal damals noch in Köln auf dem Tablett gehabt habe. Weiß gar nicht warum ich so lange darauf verzichtet habe, denn so ein in gewürztem Essig marinierter Rinderschmorbraten ist wirklich keine große Kalorienbombe und schmeckt außerdem wirklich sehr lecker. Und auch die hier angebotene Zubereitung erwies sich als recht gut gelungen. Leider waren die beiden Fleischstücke nicht mehr 100%tig heiß, worüber ich jedoch hinweg sehe, da zumindest qualitativ absolut nichts daran auszusetzen gab. In Kombination mit der Sauce sehr gelungen. Und auch das Blau- bzw. Rotkraut erwies sich als sehr lecker und schmackhaft. Einzig dem Knödel kann ich leider keine volle Punktzahl geben, denn hier gab es gleich zwei Kritikpunkte. Zum einen fand ich ihn von der Konsistenz her etwas zu fest geraten und außen war er von einer dünnen Schicht etwas zu trockenen Knödelteigs umgeben. Hat zwar auch ganz gut gemundet, aber von einem perfekten Semmelknödel erwarte ich zumindest eine etwas lockereren Teig. Doch die luftig-lockere Mousse mit weißer Schokolade tröstete mich schnell darüber hinweg.
Bei den anderen Kantinengästen standen heute entgegen meiner Erwartung die Spaghetti Bolognese am höchsten in der Gunst. Ich hätte der Pizza, die auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala folgte, eher auf dem ersten Platz erwartet. Auf Platz drei folgte dann der Sauerbraten, der somit noch knapp vor den Asia-Gerichten kam. Das vegetarische Ofengemüse folgte schließlich auf Platz fünf. Vegetarische Gerichte haben es halt immer schwer – hätte mich der Sauerbraten nicht so angelacht wäre es aber trotzdem meine erste Wahl gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Weiße Mousse: ++

Gemischter Gulasch mit Rosenkohl & Serviettenknödeln [13.11.2010]

Gemischter Gulasch mit Rosenkohl & Serviettenknödeln / Mixed goulash with Brussels sprouts and dumpling

Heute gab es einen aus Schweine- und Rindfleisch bestehenden, pikanten Gulasch mit Rosenkohl und Serviettenknödel. Der Gulasch war wirklich sehr gut gelungen, vor allem was die Würzung angeht. Ein guter Gulasch kann für mich kaum pikant genug sein. Bei der gemeinsamen Zubereitung von Rind und Schwein muss man natürlich bedenken dass Rindfleisch in der Regel zum gar werden etwas länger braucht als Schweinefleisch, aber das lässt sich gutes Timing natürlich entsprechend regeln. Auch der Rosenkohl und der Serviettenknödel (Fertigware) erwiesen sich als sehr gelungen und passten gut mit dem Gulasch zusammen. Vielleicht hätte Rotkraut hier noch einen winzig kleinen Tick besser gepasst, aber auch Rosenkohl ist – zumindest aus meiner Sicht – auch immer wieder ein leckeres Gemüse.

Mein Abschlußurteil:
Gemischter Gulasch: ++
Rosenkohl: ++
Serviettenknödel: ++

Biergulasch mit Semmelknödel [11.03.2010]

Warum ich heute den “Biergulasch vom Rind mit Semmelknödel” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Gerichte der heutigen Globetrotter-Speise, einer “Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Curryreis” vorzog kann ich im Nachhinein gar nicht mehr sagen. Das Vitality-Angebot “Parpadelle mit Blattspinat und Kren” sah außerdem auch ganz gut aus, aber auf Kren – so nennt man hier in Bayern und in Teilen Österreichs Meerrettich – hatte ich heute keinen Appetit. Aber auch die Asia-Angebote heute, u.a. “Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce” oder “Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Erbsenschoten, frischen Sojakeimlingen in Austernsauce” waren nicht von der Hand zu weisen – aber dennoch bestellte ich mir den Biergulasch mit Semmelknödel (Alternativ gab es auch normale Kartoffelknödel dazu ) und fügte dem ganzen eine heute etwas größer geratene Portion Banane-Zitronen-Mousse hinzu. Waren bestimmt die Reste von gestern, aber das war mir egal.

Biergulasch mit Semmelknödel

Der Biergulasch selbst war prinzipiell ganz gut, jedoch fand ich die Sauce etwas sehr dünn geraten. Davon aber abgesehen war er würzig-pikant und mit reichlich mageren Rindfleisch sowie roten und grünen Paprikawürfeln gespickt. Am Semmelknödel schließlich war absolut nichts auszusetzen – er erfüllte geschmacklich alle Anforderungen, die ich an eben einen Semmelknödel stelle. Und auch der Nachtisch in Form des bereits gestern für gut befundenen Bananen-Zitronen-Mousse erfüllte meine Erwartungen und bildete einen gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahles.
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala lancierte heute aber heute die Hähnchenkeule mit Curryreis. Auf den zweiten Platz würde ich die Asia-Gerichte und dann erst den Biergulasch setzen. Die Parpadelle mit Blattspinat zierten auch einige Teller, aber es ware deutlich weniger als bei den anderen Gerichten. Im Nachhinein gesehen wäre die Hähnchenkeule mit Sicherheit die optimalste Wahl heute gewesen, aber letztlich war ich auch mit dem Biergulasch relativ zufrieden.

Mein Abschlußurteil:
Biergulasch: +
Semmelknödel: ++
Bananen-Zitronen-Mousse: ++

Gefüllter Schweinebauch [25.02.2010]

Heute war die Auswahl eigentlich ganz brauchbar wie ich zugeben muss. Während im Asia-Bereich “Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce nach Quanton Art” und “Gaeng Phet Nua – Rindfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce” auf der Karte standen, bot man bei Vitality einen “Griechischer Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven” an. Bei den traditionell-regionalen Gerichten lockte ein “Burgunderbraten mit Kartoffelknödel und Rotweinsoße” und als Globetrotter-Speise gab es schließlich noch “Griechische Bifteki mit Tzaziki, Zwiebeln und Tomatenreis“. Doch damit nicht genug: Außerdem stand als Sonderangebot noch unerwartet “Gefüllter Schweinebauch mit Knödeln” auf der Karte – ohne Frage die Reste vom Dienstag – und was mich letztlich dazu bewog dieses Gericht zu wählen ist mir im Nachhinein etwas schleierhaft. Da wie üblich kein Gemüse beilag, ergänzte ich das ganze mit einigen Böhnchen.

Gefüllter Schweinebauch

Dass man das Fleisch häufig in Sauce ertränkt bin ich ja schon gewöhnt. Aber auch die Komposition des Schweinebauchs selbst sagte mit heute nicht so zu. Am äußerem Rand befand sich als erster Kritikpunkt wohl noch Haut, die sich weder schneiden noch beißen ließ – wobei ich den Versuch des Abbeißens gleich unterließ, nachdem das Messer bereits versagt hatte. Auf der anderen Seite des Fleischstücks fanden sich des weiteren dünne Rippenstücke, die natürlich den Genuß weiterhin minderten. Über die dünne Fettschicht direkt unter der Haut sehe ich hinweg, denn da das Fleisch ansonsten relativ mager war konnte man sie gut einfach mit der Haut abtrennen. Das Fleisch selbst war auch ganz schmackhaft. Aber an der Füllung – wohl ohne Zweifel Gehacktes oder Mett – habe ich dann wieder etwas auszusetzen: Denn dies war mit einer ziemlich großen Menge Kümmel in Form von ganzen Kümmelkörner gewürzt. Und Kümmel gehört auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten – aber im Notfall geht es schon. Sauce – wohl eine Rahmsauce – und die Kartoffelknödel waren aber in Ordnung. Auf Nachfragen hatte man mir hier sogar zwei Knödel aufgemacht, was meinen Missmut bezüglich des Schweinebauches etwas zu mindern vermochte. Die Bohnen wiederum waren mal wieder fast kalt und nicht wirklich ein Genuss. In der Summe also keine gute Wahl – ich wäre mit Bifteki oder Burgunderbraten eindeutig besser bedient gewesen.
Bifteki und Burgunderbraten waren in der Gunst der anderen Kantinenbesucher dann auch ganz vorne mit dabei, gefolgt von den Asia-Gerichten. Schweinebauch und Griechischer Gemüsetopf sah man eher selten. Beim Schweinebauch kann ich mir das nun auch erklären – und werde dies Gericht in Zukunft wohl nicht mehr wählen.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebauch: +/-
Sauce: ++
Knödel: ++
Bohnen: +/-

Schweinekrustenbraten [29.10.2009]

Obwohl die “Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl” aus dem Bereich “Vitality” mit Sicherheit die interessanteste Wahl gewesen wären und auch der “Saftiges Biergulasch vom Rind mit Serviettenknödel” bei den Globetrotter-Gerichten sehr interessant klang, entschied ich mich heute dann doch dazu mal wieder bei den traditionell-regionalen Gerichten zuzuschlagen und den “Knuspriger Schweinekrustenbraten mit Kartoffelknödel und Apfelblaukraut” zu nehmen. Das “Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in Süß-Saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art” oder das “Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chilli – Zitronengrassauce” aus der Asia Wok Ecke reizten mich nicht sonderlich.

Krustenbraten mit Apfelblaukraut

Was ich erhielt erfüllte schließlich dann leider doch nicht ganz meine Erwartungen. Der Kartoffelknödel war natürlich vollkommen in Ordnung und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen. Aber den Krustenbraten rief einige Kritikpunkte hervor. Zum einen war die Kruste selbst – wohl die hart gebackene Haut des Schweines (ich meine Poren gesehen zu haben), aus meiner Sicht nicht essbar. Außerdem befand sich zwischen dieser Haut-Kruste und dem eigentlichen Fleischstück eine nicht unerhebliche Schicht wabbeligen Fetts, welches ich ebenfalls nicht mit verzehren wollte. Und das Fleisch selbst war an einigen Stellen ziemlich fest und trocken, was auch nicht gerade zum Genuß beitrug. Dabei sei noch erwähnt dass andere Kollegen, die ebenfalls dieses Gericht gewählt hatten es wohl besser getroffen hatten, denn ihre Teller waren nach Abschluß der Mahlzeit komplett leer. Nun ja – man kann ja leider nicht immer ins Schwarze treffen. Dennoch ärgere ich mich ein wenig, nicht doch die Gnocchi mit Austernpilzen und Walnussöl gewählt zu haben.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: +/-
Apfelrotkohl: ++
Kartoffelknödel: ++