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Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse – das Rezept

Monday, May 25th, 2015

Heute wollte ich mal ein Rezept ausprobieren, das schon seit längerem auf meinem Stapel der ungewöhnlicher Gerichte die ich unbedingt ausprobieren will lag: Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich teste ja gerne mal Speisen, die nicht unbedingt zum Mainstream gehören und wurde bisher nur selten enttäuscht. Und auch dieses Rezept sollte meine Statistik nicht verschlechtern, denn das daraus entstandene Gericht erwies sich als überaus lecker und aus meiner Sicht wirklich empfehlenswert. Daher möchte ich natürlich nicht darauf verzichten, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

200g braune Linsen
01 - Zutat Linsen / Ingredient lentils

150g Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

100g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

1 mittelgroße Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Lorbeerblatt
06 - Zutat Lorbeerblatt / Ingredient bayleaf

50g gewürfelten Speck
07 - Zutat Schinkenwürfel / Ingredient bacon dices

150ml trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

1 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable broth

2 x 2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

6 dünne Bratwürste (ca. 430g)
10 - Bratwürste / Ingredient sausages

50g Feigen-Konfitüre
11 - Zutat Feigenkonfitüre / Ingredient fig jam

40ml Aceto Balsamico
12 - Zutat Aceto Balsamico / Ingredient balsamic vinegar

einige Stiele frische Petersilie
13 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Bereits am Vorabend der eigentlichen Zubereitung beginnen wir damit, die getrockneten braunen Linsen kurz abzuspülen
14 - Linsen abspülen / Swill lentils

und sie dann über Nacht in kalten Wasser einzuweichen. Ansonsten würden wir wohl Stunden brauchen, bis sie gar gekocht sind.
15 - Linsen über Nacht einweichen / Soak lentils over night

Am nächsten Tag liegen dann mal wieder die üblichen Vorbereitungsarbeiten für die verschiedenen Zutaten vor uns. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehe(n),
17 - Knoblauch zerkleinern / Hackle garlic

schälen die Möhren,
18 - Möhren schälen / Peel carrots

würfeln sie fein
19 - Möhren würfeln / Dice carrots

und schälen auch das Stück Knollensellerie,
20 - Knollensellerie schälen / Peel celeriac

um es ebenfalls fein zu würfeln.
21 - Knollensellerie würfeln / Dice celeriac

Dann erhitzen wir zwei Esslöffel Olivenöl in einem Topf
22 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die gewürfelte Zwiebel darin glasig an.
23 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Anschließend geben wir die Schinkenwürfel hinzu,
24 - Speckwürfel hinzufügen / Add bacon

braten sie mit an
25 - Speckwürfel anbraten / Fry bacon

und geben dann die zerkleinerte Knoblauchzehe(n) mit hinein, die wir ebenfalls für etwa zwei Minuten mit andünsten.
26 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Es folgen die gewürfelte Knollensellerie und die Möhrenwürfel
27 - Sellerie & Möhren addieren / Add celeriac & carrots

die wir für etwa fünf weitere Minuten bei gelegentlichem umrühren im Topf mit andünsten.
28 - Gemüse andünsten / Braise vegetables ligthly

In der Zwischenzeit können wir die eingeweichten Linsen schon mal abgießen und etwas abtropfen lassen.
29 - Linsen abtropfen lassen / Drain lentils

Sind die fünf Minuten schließlich um, geben wir das Lorbeerblatt zum Gemüse in den Topf
30 - Lorbeerblatt in Topf geben / Add bay leaf

und löschen alles mit dem trockenen Weißwein ab,
31 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

den wir für weitere ein bis zwei Minuten etwas einkochen lassen.
32 - Weißwein köcheln lassen / Let white wine simmer

Schließlich geben wir die abgetropften Linsen mit in dem Topf,
33 - Linsen addieren / Add lentils

vermischen sie gut mit dem übrigen Gemüse
34 - Linsen & Gemüse vermischen / Mix lentils with vegetables

und gießen dann alles mit Wasser auf, so dass die Linsen gerade so bedeckt sind.
35 - Mit Wasser aufgießen / Drain water

Dann geben wir den gehäuften Teelöffel Gemüsebrühe hinzu,
36 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add instant vegetable broth

verrühren alles gut miteinander und lassen es kurz aufkochen
37 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

um es dann bei bis auf einen Spalt geschlossenem Deckel auf leicht reduzierter Stufe für ca. 45 Minuten köcheln zu lassen. Trotz des Einweichens dürften die Linsen so lange brauchen, bis sie gar sind.
38 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

Zwischendurch sollten wir das Ganze natürlich immer mal wieder umrühren.
39 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

Während das Linsengemüse köchelt, geben wir die Feigenkonfitüre und den Aceto Balsamico in eine kleine Schüssel,
40 - Feigenkonfitüre / Balsamico in Schüssel geben / Put fig jam & balsamico in bowl

geben einen Esslöffel Wasser hinzu
41 - Esslöffel Wasser addieren / Add tablespoon water

und verrühren alles gut miteinander.
42 - Feigenkonfitüre & Balsamico vermengen / Mix fig jam & balsamic vinager

Etwa zehn bis fünfzehn Minuten vor Ablauf der 45 Minuten Garzeit für die Linsen erhitzen wir zwei weitere Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne
43 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben die Bratwürste hinein
44 - Bratwürste in Pfanne geben / Put sausages in pan

um sie rundherum anzubraten.
45 - Bratwürste rundherum anbraten / Fry sausages all around

Nachdem wir dann eventuell überschüssiges Wasser abgegossen haben, schmecken wir die Linsen mit etwas Salz und Pfeffer ab
46 - Linsen mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste lentils with salt & pepper

und waschen die Petersilie, schütteln sie Trocken, zupfen die Blätter von den Stielen und zerkleinern diese.
47 - Petersilie zerkleinern / Hackle parsley

Sobald die Bratwürste durchgebraten sind, reduzieren wir die Hitzezufuhr für die Pfanne etwas, übergießen die Würste mit der Mischung aus Feigenkonfitüre und Aceto Balsamico
48 - Bratwürste mit Feigenglasur übergießen / Douse sausages with fig vinegar mix

und wenden sie darin, bis die Würste mit der Mischung rundherum glasiert sind.
49 - Bratwürste in Glasur wenden / Turn sausages in fig vinegar mix

Anschließend können wir sie gemeinsam mit dem Linsengemüse und garniert mit der frischen Petersilie servieren und genießen. Sollte noch etwas Glasur übrig sein, können wir diese noch zusätzlich über die Würze geben.
50 - Fried sausage coated with fig balsamic vinegar on lentils / Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse - Serviert

Die Bratwürste mit ihrer Glasur aus süßer Feigenkonfitüre und dem eher säuerlichen Balsamico erwiesen sich schon mal als überaus gelungen – der süß-saure Glasur passte unerwartet gut zur Würze der Bratwürste selbst. Und auch das würzige Linsengemüse mit Speck harmonierte sehr gut mit den glasierten Bratwürsten. Außerdem erwies sich das Ganze auch als angenehm gehaltvoll – auch ohne zusätzliche Sättigungbeilage. Ich war auch heute mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meiner kleinen Kochexperiments.

51 - Fried sausages coated with fig balsamic vinegar on lentils / Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse  - Seitenansicht 1

52 - Fried sausage coated with fig balsamic vinegar on lentils / Bratwurst mit Feigen-Balsamico-Glasur auf Linsengemüse  - Seitenansicht 2

Schauen wir abschließend noch einmal kurz auf die Nährwerte dieses Rezepts. Das Linsengemüse mit Speck schlägt dabei meiner Berechnung nach mit etwa 1000kcal zu Buche, aufgeteilt auf 3 Portionen kommen wir hier also auf etwa 333kcal pro Portion. Dazu kommen natürlich noch die Bratwürste samt Glasur, die zusammen noch einmal 1300kcal dazu addieren, also ca. 433kcal pro Portion. Damit kommen wir auf eine Summe von 766kcal pro Portion. Also leider kein leichtes Gericht, aber das war bei einem Rezept mit Bratwurst, das ja den Hauptteil dieses Gesamtwertes ausmacht, nicht anders zu erwarten. Wer also den Wert etwas reduzieren will, kann leicht an der Menge der Bratwürste pro Portion ansetzen – ich könnte mir gut vorstellen auch nur eine anstatt zwei Würste zum Linsengemüse zu servieren.

Guten Appetit

Reisbällchen auf Ratatouillegemüse – das Rezept

Sunday, May 3rd, 2015

Reis ist ja eine äußerst vielfältig verwendbare Zutat und ich habe ihn bisher schon in vielen Varianten von der simplen Sättigungsbeilage über Tomatenreis und verschiedene Risottos bis hin zu Aufläufen verarbeitet. Heute wollte ich nun mal eine neue Variante ausprobieren und Reisbällchen daraus zubereiten, die ich mit etwas geriebenen Gouda und frischem Thymian verfeinerte. Dazu sollte es ein Ratatouillegemüse geben, wobei ich hier allerdings ein wenig vom Standardrezept dafür abwich und keine Aubergine, dafür aber Knollensellerie und Frühlingszwiebeln verwendete. Das Ergebnis war ein überaus schmackhaftes vegetarisches Gericht, dessen Rezept ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Reisbällchen

200g Langkorn-Reis
01 - Zutat Reis / Ingredient rice

2-3 Eier
02 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1/2 – 3/4 Bund Thymian
03 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

80g Semmelbrösel
04 - Zutat Semmelbrösel / Ingredient breadcrumbs

50g geriebenen Gouda
05 - Zutat Gouda / Ingredient gouda cheese

500ml Wasser
06 - Zutat Wasser / Ingredient water

1 Esslöffel Butterschmalz
09 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Für das Ratatouillegemüse

180-200g Möhren
07 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

150g Knollensellerie
08 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

180-200g Zucchini
09 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

1 Bund Frühlingszwiebeln
10 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

1 Zehe Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1,5 – 2 Esslöffel Kräuter der Provence (TK)
11 - Zutat Kräuter der Provence / Ingredient provençal herbs

2 Dosen Tomaten stückig
12 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die 500ml für den Reis in einen Topf zu geben und sie zum kochen zu bringen.
14 - Wasser aufsetzen / Bring water to a boil

In der Zwischenzeit können wir damit beginnen die einzelnen Zutaten vorzubereiten. So können wir zum Beispiel die Möhre schälen
15 - Möhre schälen / Peel carrot

und sie zerkleinern.
16 - Möhre zerkleinern / Dice carrot

Sobald das Wasser dann siedet, rühren wir einen Teelöffel Salz ein
17 - Wasser salzen / Salz water

und kochen den Reis gemäß Packungsbeschreibung.
18 - Reis kochen / Cook rice

Dann fahren wir fort mit der Zubereitung der Zutaten und schälen die Knollensellerie
19 - Sellerie schälen / Peel celeriac

um sie in kleine Würfel zu schneiden.
20 - Sellerie würfeln / Dice celeriac

Anschließend waschen wir die Zucchini
21 - Zucchini waschen / Wash zucchini

und würfeln sie ebenfalls.
22 - Zucchini zerkleinern / Dice zucchini

Inzwischen müsste der Reis dann auch fertig gekocht sein, so dass wir – falls nötig – das restliche Wasser abgießen und den Reis abkühlen lassen können.
23 - Reis abkühlen lassen / Let rice cool down

Jetzt können wir die Knoblauchzehe zu zerkleinern,
24 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

die Frühlingszwiebeln zu waschen
25 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash scallions

und in feine Ringe zu schneiden
26 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

sowie den Thymian abspülen, trocken zu schütteln,
27 - Thymian waschen / Wash thyme

seine Blättchen von den Stielen zu zupfen
28 - Thymian-Blättchen von Stielen zupfen / Pick thyme leaflets

und ein wenig zerkleinern.
29 - Thymianblättchen zerkleinern / Mince thyme

Sobald der Reis dann abgekühlt ist, schlagen die Eier hinzu,
30 - Eier zum abgekühlten Reis geben / Add eggs to cooled down rice

geben die Semmelbrösel,
31 - Semmelbrösel hinzufügen / Add breadcrumbs

den geriebenen Gouda
32 - Geriebenen Gouda addieren / Add grated goude

sowie den zerkleinerten Thymian hinzu,
33 - Thymian einstreuen / Add thyme

vermischen alles gründlich miteinander
34 - Gut vermischen / Mix well

und schmecken es dabei mit Salz und Pfeffer ab. Sollte die Masse jetzt noch zu trocken sein, geben wir noch ein weiteres Ei hinzu – ich selbst habe mit 3 Eiern auf 200g Reis gute Erfahrungen gemacht.
35 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Aus der Reismasse formen wir dann mit feuchten Händen etwa gleich große Kugeln. Am besten stellt man sich dabei eine kleine Schüssel mit Wasser in die Nähe, damit man sich die Hände alle drei bis vier Kugeln erneut anfeuchten kann, ansonsten klebt der Reis nämlich zu stark.
36 - Reisbällchen formen / Form rice balls

Kümmern wir uns jetzt erst einmal um das Ratatouille-Gemüse und erhitzen die beiden Esslöffel Olivenöl in einem Topf
37 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben die Möhren- und Selleriewürfel hinein
38 - Möhren & Knollensellerie hinzufügen / Add carrots & celeriac

um sie für einige Minuten bei gelegentlichem rühren anzubraten.
39 - Möhren & Sellerie anbraten / Braise carrots & celeriac

Anschließend geben wir das zerkleinerte Knoblauch hinzu und dünsten es kurz mit an,
40 - Knoblauch addieren / Add garlic

geben dann die Zucchiniwürfel
41 - Zucchini in Topf geben / Add zucchini

und wenig später auch die Frühlingszwiebeln hinzu
42 - Frühlingszwiebeln hinzufügen / Add scallions

und dünsten sie noch einige Minuten weiter an
43 - Gemüse weiter anbraten / Continue to braise vegetables

bevor wir alles schließlich mit den Tomaten ablöschen,
44 - Mit Tomaten ablöschen / Deglaze with tomatoes

alles gut miteinander verrühren und schmecken es mit Salz und Pfeffer ab.
45 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Nachdem wir anschließend begonnen haben den Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne zu erhitzen
46 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

streuen wir noch die Kräuter der Provence ins Ratatouille, lassen es weiter köcheln
47 - Kräuter der Provence einstreuen / Add provençal herbs

und geben dann die Reisbällchen portionsweise hinein
48 - Reisbällchen in Pfanne geben / Put rice balls in pan

um sie von allen Seiten anzubraten.
49 - Reisbällchen rundherum anbraten / Fry rice balls all around

Während wir die nächste Ladung braten, können wir die bereits fertigen Reisbällchen im auf 80 Grad vorgeheizten Ofen warm halten.
50 - Fertige Reisbällchen im Ofen warm halten / Keep finished rice balls hot in oven

Sobald dann alles Reisbällchen fertig sind, können wir auf dem Raattouille angerichtet und mit einigen Ringen der Frühlingszwiebeln garniert servieren und genießen.
51 - Rice balls on ratatouille - Served / Reisbällchen auf Ratatouillegemüse - Serviert

Ich hatte ja zu Beginn etwas befürchtet, dass die Reisbällchen beim braten in der Pfanne etwas auseinander fallen würden. Doch wie man sieht blieben sie abgesehen von einzelnen abgefallenen Reiskörnern erstaunlich stabil und überstanden auch das Wenden unbeschadet. Aber sie erwiesen sich nicht nur als stabiler als erwartet, sondern auch als geschmacklich überaus gut gelungen. Der Käse und der Thymian gaben ihnen einen schön würzigen Geschmack und im Inneren, unter ihrer knusprigen Hülle, waren sie auch noch schön weich geblieben. Dazu passte wunderbar das Rataouillegemüse, das auch auch in seiner leicht abgewandelten Zubereitung eine sehr leckere Ergänzung zu den Reisbällchen bildete.

52 - Rice balls on ratatouille - Side view / Reisbällchen auf Ratatouillegemüse - Seitenansicht

Werfen wir abschließend wie gewohnt noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Die Reisbällchen kommen meiner Kalkulation nach auf etwa 1600kcal, also 400kcal pro Portion oder durchschnittlich 80kcal pro Stück bei 20 Reisbällchen. Dazu kommen noch ca. 500kcal für das Ratatouille, also 125kcal pro Portion, womit wir bei angenehm leichten Gesamtwert von gerade mal 525kcal pro Portion landen. Und dabei ist das Gericht angenehm sättigend wie ich im Selbstversuch feststellen durfte. Ein sehr leckeres Rezept, das ich nicht nur Vegetariern wärmstes weiterempfehlen kann.

Guten Appetit

Kiitchouri – das Rezept

Saturday, August 16th, 2014

Das Rezept für Kiitchouri lag schon länger auf dem Stapel der Rezepte, die ich unbedingt mal ausprobieren wollte, denn die Zusammenstellung der Zutaten erscheint im ersten Moment eher ungewöhnlich und ich mag so etwas ja. Woher genau der Begriff Kiitchouri kommt ist mir dabei nicht bekannt, ich vermute aber mal dass es sich um eine Abart von Kitchari handelt, einem Gericht aus der anglo-indischen Küche aus Reis und Hülsenfrüchten. Ich hatte zwar noch kurz überlegt ob ich es noch mit etwas Fleisch ergänzen sollte, entschied mich dann aber doch dazu es vegetarisch zu belassen. Das Ergebnis war schließlich ein sehr leckeres und relativ einfach zuzubereitendes Gericht mit deutlich indischer Note, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 bis 4 Portionen?

1 kleine Knollensellerie (ca. 700-800g)
01 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

2 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

125g Basmati-Reis
05 - Zutat Basamati-Reis / Ingredient basmati rice

125g Beluga-Linsen
06 - Zutat Belugalinsen / Ingredient beluga lentils

1-2 Chilischoten
07 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

1-2 Möhren (optional – hatte ich noch vorrätig und musste weg)
04 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

400ml Karottensaft
08 - Zutat Möhrensaft / Ingredient carrot juice

600ml Gemüsebrühe
09 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Teelöffel Kurkuma
10 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
11 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 Esslöffel Koriander
12 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

2 Esslöffel Butter
13 - Zutat Butter / Ingredient butter

2 Esslöffel Joghurt
14 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

sowie etwas Salz zum würzen
und bei Bedarf ein paar Chiliflocken für die Schärfe

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Knollensellerie
15 - Knollensellerie schälen / Peel celeriac

und schneiden sie dann in kleine Stücke – ich entschied mich dazu sie einfach zu würfeln.
16 - Knollensellerie würfeln / Dice celeriac

Außerdem ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen die Knoblauchzehen und hacken sie sehr fein
18 - Knoblauch zerkleinern / Chop garlic

schälen die Möhre(n) und würfeln sie
21 - Möhren schälen & würfeln / Peel & dice carrots

und entkernen schließlich noch die Chilis
19 - Chili entkernen / Decore chilis

um sie in kleine Stücke zu schneiden.
20 - Chili zerkleinern / Mince chilis

Dann zerlassen wir die beiden Esslöffel Butter in einem Topf
22 - Butter zerlassen / Melt butter

und dünsten Zwiebel und Knoblauch darin glasig an.
23 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Nachdem wir dann auch die zerkleinerte Chilis kurz mit angebraten haben
24 - Chili addieren & kurz mit anbraten / Add & braise chilis

geben wir die gewürfelte Knollensellerie
25 - Knollensellerie hinzufügen / Add celeriac

sowie die Möhre(n) in den Topf
26 - Möhren addieren / Add carrots

und dünsten sie für fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren an
27 - Knollensellerie & Möhren anbraten / Braise celeriac & carrots

bevor wir alles mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander bestreuen
28 - Mit Gewürzen bestäuben / Add seasonings

und dieses ebenfalls kurz mit andünsten.
29 - Gewürze kurz mit anbraten / Fry seasonings

Anschließend addieren wir den Basmati-Reis
30 - Reis addieren / Add rice

sowie die Belugalinsen,
31 - Belugalinsen hinzufügen / Add beluga lentils

dünsten sie auch kurz mit an
32 - Reis & Linsen mit andünsten / Braise rice & lentils lightly

und löschen dann alles mit dem Karottensaft
33 - Mit Karottensaft ablöschen / Deglaze with carrot juice

sowie der Gemüsebrühe ab.
34 - Gemüsebrühe dazu geben / Add vegetable stock

Das Ganze lassen wir kurz aufkochen
35 - Kurz aufkochen lassen / Bring to a boil

und anschließend bei geschlossenem Deckel auf niedriger Stufe für eine halbe Stunde köcheln
36 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

wobei wir es zwischendurch natürlich immer mal umrühren.
37 - Ab und zu umrühren / Stir from time to time

Sobald Linsen und Reis die Flüssigkeit weitgehend kurz vor Ende der halben Stunde in sich aufgesogen haben, probieren wir unser Gericht
38 - Probieren / Try

und schmecken es mit etwas Salz
39 - Mit Salz würzen / Taste with salt

sowie – bei Bedarf – mit ein paar Chiliflocken ab. Ich selber mag es nun mal etwas schärfer. 😉
40 - Mit Chiliflocken abschmecken / Taste with chili flakes

Zum Abschluss schalten wir die Kochplatte aus und fügen die beiden Esslöffel Joghurt hinzu.
41 - Joghurt addieren / Add yoghurt

verrühren sie gründlich mit dem restlichen Topfinhalt
42 - Joghurt unterheben / Fold in yoghurt

und können anschließend das Gericht auch schon servieren und genießen.
43 - Kiitchouri - Serviert / Served

Die Kombination von Knollensellerie mit Reis, bissfesten Belugalinsen und einer gut aufeinander abgewogenen Auswahl von Gewürzen ergaben ein sehr leckeres und überaus sättigendes Gericht. Der verwendete Karottensaft, der genau wie die Gemüsebrühe komplett in den Reis und die Linsen eingekocht war, gab ihm dabei eine angenehm fruchtige, leicht süßliche Note, die sehr gut mit Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Chilis harmonierte. Ich hatte nicht gedacht, dass ein Gericht mit so viel Knollensellerie so lecker sein kann.

44 - Kiitchouri  - Seitenansicht / Side view

Und auch was die Nährwerte angeht kann sich das Gericht sehen lassen, denn die komplette Zubereitung kommt mit 1600kcal aus, also gerade mal 400kcal pro Portion. Und das bei einer so überaus sättigender Zubereitung wie dieser. Ich zumindest habe Fleisch darin nicht vemisst. Ein einfach zuzubereitendes und sehr leckeres Rezept, dass ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

Guten Appetit

Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf & Honig-Pfeffersoße [26.06.2014]

Thursday, June 26th, 2014

Das heutige WM-Gericht, Feta Psiti (Griechenland) In der Folie gegrillter Fetakäse mit Paprika, Oliven und Pepperoni, dazu ein kleiner Salat bei Globetrotter sagte mit nicht so zu und das Holzfällersteak mit Country Potatoes und Zwiebelsoße bei Tradition der Region erschien mir erschien mir etwas zu kalorienreich. Da ich mich auch für die Asia-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassoße ebenfalls nicht sonderlich begeistern konnte, griff ich einfach zu einem Klassiker unseres Betriebsrestaurants, einer Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf, dazu Honig-Pfeffersoße das heute bei Vitality angeboten wurde. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale Mischgemüse und bei gerade mal 540kcal für das Hauptgericht gönnte ich mir auch noch ein Becherchen Tiramisu-Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Putensteak in Honig-Pfeffersauce

Ich liebe ja dieses etwas grobere Kartoffelstampf, das mit Stücken von Knollensellerie und Möhren versetzt ist und wurde auch heute was Geschmack und Konsistenz anging nicht enttäuscht. Da konnte man darüber hinweg sehen, dass man dieses mal statt frischen Karotten einfach TK-Möhrenscheibchen verwendet hatte. Und obwohl die Portion dieser Sättigungsbeilage ziemlich groß geraten war, reichte das Stück gebratener, zarter und saftiger Hühnerbrust dazu vollkommen aus. Gemeinsam mit der scharfen und gleichzeitig leicht süßen Honig-Pfeffersauce, in der sich zusätzlich noch zahlreiche grüne Pfefferkörner fanden, ergab sich ein sehr gelungenes Mittagsgericht. Das Gemüse aus kleinen Erbsen, Möhren, Paprika, grünen Schnittbohnen und Mais war zwar zwar noch relativ frisch, aber leider bereits etwas abgekühlt, weswegen es hier einen kleinen Abzug in der Endnote geben muss. Und auch bei der Tiramisu-Creme konnte ich nicht ganz zufrieden sein, denn sie war wahrscheinlich durch zu langen Luftkontakt schon etwas “stichfest” und leicht gummiartig geworden. Essbar, aber eben abgestanden.
Bei der Allgemeinheit der Gäste konnte sich heute das Holzfällersteak knapp auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala durchsetzen und den ersten Platz für sich ergattern. Aber schon auf dem zweiten Platz folgte die Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf, die noch deutlich vor den Asia-Gerichten auf Platz drei lag. Auf Platz vier folgte schließlich das Feta Psiti, was aber aufgrund seines vegetarischen Charakters zu erwarten gewesen war. Vegetarische Gerichte haben es meist schwer bei den Essern im Betriebsrestaurant.

Mein Abschlußurteil:
Hühnerbrust: ++
Honig-Pfeffersoße: ++
Kartoffelselleriestampf mit Möhren: ++
Gemüse-Mix: +
Tiramisu-Creme: +

Putensteak in Honig-Pfeffersauce [17.01.2014]

Friday, January 17th, 2014

Auch wenn der Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Tradition der Region mir eher als Nachtisch denn als Hauptspeise geeignet schien, so bot die regulär-westliche Küche unseres Betriebsrestaurants heute gleich zwei Gerichte an, die mein Interesse weckten. Zum einen war dies das Putensteak in Honig-Pfeffersauce, dazu Sellerie-Möhren-Kartoffelstampf bei Vitality, zum anderen die Lachswürfel in Spinat-Sahnesauce und Butternudeln bei Globetrotter. Da mich die Gebackene Ananas und Banane sowie das Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer an der Asia-Thai-Theke im Gegenzug nicht so begeisterten, kamen nur diese beiden Gerichte in die nähere Auswahl und die Wahl fiel schließlich auf das Putensteak, mit dem ich ja bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hatte. Obwohl in der Sättigungsbeilage bereits Gemüse enthalten waren, ergänzte ich das Gericht noch durch einige Rahmmöhrchen aus dem heutigen Gemüse-Angebot, außerdem fand noch ein Becherchen Waldbeerenquark von der Desserttheke einen Platz auf meinem Tablett.

Putensteak in Honig-Pfeffersauce mit Sellerie-Karotten-Kartoffelstampf / Turkey steak with honey pepper sauce & mashed potatoes with carrots & celeriac

Betrachtete man das wirklich überaus groß geratene Putensteak und die große Menge an Kartoffelstampf konnte man gar nicht so recht glauben, dass dieses Gericht mit gerade mal 505kcal ausgezeichnet war. Dabei erwies sich das gebratene Putensteak als angenehm mager und nicht zu trocken, obwohl natürlich die süß-würzige Honig-Pfeffersauce, in der sich auch einige grob gewürfelte, milde Zwiebeln befanden, da problemlos hätte Abhilfe schaffen können. Und auch das grobe, sehr gehaltvolle Kartoffelpüree mit seiner darunter gemischten Stücken von Möhren und Knollensellerie ließ keinerlei Wünsche offen. Dazu noch die in Rahmsauce angemachten Möhrenscheibchen, an denen ich ebenfalls keinerlei Kritik anbringen konnte, komplettierten schließlich dieses wirklich sehr gelungene Mittagsmahl, das ich mir dem angenehm cremigen, mit zahlreichen Fruchtstückchen versehenen Waldbeerenquark abschloss. Das Putensteak in Honig-Pfeffersauce ist einfach immer wieder eine gute Wahl.
Zuerst sah es auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sehr gut für das Putensteak aus, aber nach einiger Zeit änderte sich die Tendenz der anderen Essenden dann doch mehr hin zu dem Nudelgericht mit seinen Lachswürfeln in Spinat-Sahnesauce, die schließlich mit knappen Vorsprung das Rennen um den heutigen Platz eins für sich entscheiden konnten und das Putensteak in Honig-Pfeffersauce auf einen guten zweiten Platz verwiesen. Auf Platz drei folgten dann die Asia-Gerichte, die sich aber ebenfalls nur mit einem kleinen Vorsprung gegen den heute ebenfalls recht beliebten Kaiserschmarrn behaupten konnten, welcher somit Platz vier belegte.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Honig-Pfeffersauce: ++
Sellerie-Karotten-Kartoffelstampf: ++
Waldbeerenquark: ++