Selbstgemachte Pommes Frites aus dem Ofen, Chicken Sticks & Erbsen und Möhren – ein Kochexperiment

Auch wenn nicht alle Komponenten meines heutigen Kochexperimentes wirklich gelungen sind, möchte ich dennoch hier darüber berichten. Mein Hauptanliegen war es gewesen, einmal selbst Pommes Frites aus dem Ofen zu machen, da ich die aber ungern alleine essen wollte, entschied ich mich, zusätzlich ein paar Crispy Chicken Sticks sowie als Gemüsebeilage Erbsen und Möhren dazu zu kochen.

Fangen wir mit den Chicken Sticks an, da diese wegen des Marinierens am längsten dauerten.
Wir benötigen dazu:
250g Hähnchenbrust
01 - Zutat Hähnchenbrust

Für die Marinade:
2-3 EL Sojasauce
02 - Zutat Sojasauce

1 EL Honig
03 - Zutat Honig

1 TL Senf
04 - Zutat Senf

Sowie zum panieren:
1-2 Eier
05 - Zutat Eier

etwas Paniermehl
06 - Zutat Paniermehl

und einige Cornflakes (pur, ohne Zucker)
07 - Zutat Cornflakes

Zuerst schneiden wir die Hähnchenbrust in kleinere Streifen
08 - Hähnchenbrust schneiden

dann mixen wir Sojasauce, Honig und Senf zu einer Marinade zusammen
09 - Marinade verrühren

und geben die Hähnchenbrust-Stücke in ein verschließbares Gefäß, wo wir sie mit der Marinade übergießen
10 - Mit Marinade übergießen

und dann für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Marinade gut einziehen kann.
11 - Marinieren

Wenden wir uns nun den Pommes Frites zu:
Zuerst einmal benötigen wir ca. 500g Kartoffeln
12 - Zutat Kartoffeln

die wir zuerst einmal schälen.
13 - Kartoffeln schälen

Da ich verschiedene Rezepte für Ofenpommes gefunden hatte, bei denen die einen die Kartoffeln vorkochen und die anderen sie roh belassen, entschied ich mich beide Wege mal zu probieren und kochte die Hälfte der geschälten Kartoffeln für 10 Minuten in Salzwasser, während ich die andere Hälfte roh beließ.
14 - Kochen und roh lassen

Während die Kartoffeln kochen, können wir uns schon einmal dem Öl zum backen zuwenden. Wir benötigen etwa 3 EL Pflanzenöl, ich wählte Rapskernöl, etwas edelsüßes Paprika und etwas Rosmarin.
15 - Ölmixtur - Zutaten

Alles vermengen wir in einer Schale zu einer Öl-Gewürz-Mischung und stellen es erst einmal beiseite.
16-Öl-und-Gewürze-mischen

Inzwischen können wir auch die gekochten Kartoffeln aus dem Wasser entnehmen und mit etwas kalten Wasser abschrecken.
17 - Kartoffeln abschrecken

Nachdem wir sie abgetrocknet haben, legen wir sie zu den Anderen und lassen sie erst einmal etwas abkühlen.
18 - Kartoffeln kalt werden lassen

Zwischendurch nehmen wir auch mal die Hähnchenbruststücke aus dem Kühlschrank und wenden sie in ihrere Marinade damit sie von allen Seiten gut einzieht.
19 - Hähnchen in Marinade wenden

Außerdem zerbröseln wir die Cornflakes etwas. Ich tat sie dazu in einen verschlossenen Beutel und bearbeitete sie etwas mit dem Nudelholz.
20 - Cornflakes zerkleinern

Sind die Kartoffeln abgekühlt, können wir sie in Stifte zerschneiden. Ich verwendete dazu eine kleine Maschine, die ich mir vor einiger Zeit für unter zehn Euro bei Tengelmann gekauft hatte. Ist so etwas nicht im Haus kann man natürlich auch mit dem Messer arbeiten.
21 - Kartoffeln in Stifte schneiden

Leider kommt es bei dieser Methode zu etwas Verschnitt, also zu kleine Stücke die nur im Backofen nur verbrennen würden. Ich sortierte diese daher aus.
22 - Verschnitt aussortieren

Unsere Ölmischung wird nun in einen Beutel gegeben
23 - Öl in Beutel geben

und die Kartoffelstifte dazu getan. Dann den Beutel richtig gut schütteln, damit sich das Öl über alle Stifte einigermaßen gleichmäßig verteilt.
23 - Kartoffelstifte zu Öl geben

Dabei sei angemerkt, dass ich die gekochten und die rohen Kartoffeln getrennt behandelte, da sie lt. meiner Kenntnis unterschiedliche Garzeiten im Ofen haben. Die rohen brauchen etwas länger, daher kamen sie zuerst in den Ofen.
Wir heizen den Ofen nun auf 200 Grad bei Ober-und Unterhitze vor. Während der Ofen aufheizt, verteilen wir die eingeölten Pommes Frites gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
24 - Pommes-auf-Backblech

Ist der Ofen aufgeheizt, kommen sie auf die mittlere Schiene in den Ofen.
25 - Pommes im Ofen

Inzwischen sollten auch unsere Hähnchenbruststücke gut mariniert sein. Wir holen sie aus dem Kühlschrank und bauen uns eine kleine “Panierstraße” auf. In einem etwas tieferen Teller schlagen wir die Eier auf und vermengen sie, in zwei weitere Teller kommt etwas Paniermehl und die zerbröselten Cornflakes. Auf einen vierten Teller legen wir die fertig panierten Stücke ab.
26 - Panierstraße

Gut, im Nachhinein gesehen wären die Eier nicht unbedingt notwendig gewesen, da die Marinade als “Kleber” ja ausgereicht hätte. Außerdem musste ich feststellen dass nur entweder Paniermehl oder Cornflakes an den Fleischstücken hafteten, daher versah ich einen Teil mit Paniermehl und einen weiteren Teil mit Flakes. Außerdem würzte ich sie noch etwas mit edelsüßem Paprika.
27 - panierte Hähnchenbrust

Während wir nun etwas Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, um die Hähnchenbruststücke zu braten wenden wir uns dem Gemüse zu. Dazu benötigen wir:
eine Dose Erbsen und Möhren (400g – 265g Abtropfgewicht)
28 - Zutat Erbsen und Möhren

zum Würzen Pfeffer, Salz und Fondor
34 - Zutat Gewürze

sowie ca. einen EL Butter und einen EL Mehl.

Zuerst zerlassen wir die Butter nun in einem Topf
30 - Butter zergehen lassen

und geben einen EL Mehl hinzu, den wir sofort verrühren damit es nicht klumpt.
31 - Mehl einrühren

Nun fügen wir das Gemüse hinzu
32 - Gemüse hinzufügen

und gießen es ein wenig mit etwas der aufgefangenen Brühe an.
33 - Mit Brühe angießen

Während alles köchelt, schmecken wir es mit Salz, Pfeffer und Fondor ab.
35 - Gemüse würzen

Zwischendurch sollten wir nicht vergessen, die Pommes Frites im Ofen zu wenden.
36 - Pommes wenden

Nun können wir die panierten Hähnchenfleischstücke in die Pfanne geben und dort anbraten.
37 - Hähnchen anbraten

Als die erste Ladung Pommes Frites aus rohen Kartoffeln schon mal ganz gut aussah, entfernte ich sie erst einmal und stellte sie bei Seite
38 - Pommes Frites - Ladung 1

um die vorgekochten Pommes Frites nun auf das Backblech zu geben.
39 - Pommes Frites - neue Ladung

Als diese im Backofen waren, musste ich leider mit erschrecken feststellen dass bei den Geflügelsticks wohl etwas schief lief. Die Panada löste sich vom Fleisch und verkokelte etwas in der Pfanne. 🙁 Ich stellte die Platte etwas niedriger ein und versuchte zu retten was zu retten war.
40 - Hähnchen - Panada löst sich

Kurz bevor die gekochten Kartoffelstäbchen fertig waren, gab ich auch die erste Ladung wieder auf das Blech, damit beide am Ende gleich heiß waren.
41 - Beide Pommesssorten auf einem Blech

Leider wurde beide dabei nicht gleich braun, aber als ich meinte dass sie gut waren entfernte ich das Blech aus dem Ofen den ich nun ausschaltete.
42 - Pommes fertig

Nun fehlte noch etwas Salz. Ich hatte spezielles Pommes- und Kartoffelsalz im Schrank, mit dem ich das ganze in einer Schüssel würzte, hier hätte es aber mit Sicherheit auch normales Tafel- oder Meeressalz getan.
43 - Pommes würzen

Bis auf die Tatsache dass mir die Chicken Sticks etwas misslungen waren, war ich mit dem Rest aber dann ganz zufrieden.
44 - Fertiges Gericht

Zwischen vorgekochten und aus rohen Kartoffeln gefertigten Pommes gab es leider keinen signifikanten Unterschied, so dass ich mir hier den Aufwand beide Varianten zu testen wohl hätte sparen können. Sie waren beide einigermaßen knusprig geraten und dank des Paprika und Rosmarin im Öl auch gut gewürzt. Eine gute Alternative zu fett-triefenden Friteusen-Pommes muss ich sagen. Und auch am Gemüse in der hellen Sauce gab es nichts auszusetzen. Die marinierten Fleischstücke waren unter den leider leicht angekokelten Panada letztlich auch in Ordnung – die Idee das ganze zu marinieren war wirklich gut gewesen. Nur hätte ich sie zum einen gleichmäßiger klein schneiden sollen und anstatt sie in der Pfanne zu braten wohl doch lieber den Ofen nehmen sollen. Zwar war mein Hauptofen mit den Pommes Frites belegt, aber meine Mikrowelle hat auch eine Ofenfunktion, also wäre diese Alternative und mit Sicherheit weitaus erfolgreichere Zubereitungsform durchaus möglich gewesen. Na ja, ich lerne ja noch und von so kleinen Rückschlägen und kleinen Teilmisserfolgen lasse ich mich nicht entmutigen. 😉

Nudelauflauf mit Wurst, Speck & Feta- das Rezept

Auch am Sonntag musste ich mich natürlich wieder selbst um mein Mittagessen kümmern und was lag da näher als mal wieder selbst zu kochen. Als Grundlage für diese Zubereitung dient ein einfaches Nudelauflauf-Rezept, dass ich bereits seit meiner frühen Kindheit kenne und liebe, welches ich jedoch zum einen aus Experimentierfreude und zum anderen aus einkaufstechnischen Gründen etwas modifizierte. Doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zu dem heutigen Rezept.

Für eine Auflaufform mit ca. 4 Portionen benötigen wir:

400-500g Spiralnudeln – wobei hier auch die meisten anderen Nudeln wohl ihren Zweck erfüllen würden
01 - Zutat Spiralnudeln

4 – 5 Eier
02 - Zutat Eier

ca. 200g Wurst am Stück – im Originalrezept wird hier Jagdwurst verwendet, ich habe diese aber leider in den Supermärkten in denen ich war nicht am Stück bekommen, daher wählte ich ersatzweise geräucherte Fleischwurst die ebenfalls ihren Zweck erfüllte
03 - Zutat Wurst

ca. 150 – 200g durchwachsenen Speck – hier kann man sowohl ein ganzes Stück beim Metzger kaufen und klein schneiden als auch bereits fertige Speckwürfel nehmen. Da ich letztere noch im Kühlschrank hatte, entschied ich mich für diese Variante
04 - Zutat Speckwürfel

einen Schuß Milch (ca. 20-30ml, evtl. mehr)
05 - Zutat Milch

optional zum überbacken etwas Feta oder irgend einen anderen Käse, je nach Geschmack
06 - Zutat Feta

sowie zum Würzen Salz und Pfeffer, was ich zusätzlich zum Originalrezept noch durch etwas frisch geriebene Muskatnuss ergänzte.
Außerdem ist noch etwas Magarine oder ähnliches zum ausfetten der Auflaufform denkbar, aber nicht unbedingt nötig wie ich finde.

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst kochen wir die Nudeln nach Packungsanleitung
07 - Nudeln kochen

Während die Nudeln kochen, schneiden wir die Wurst in Mundgerechte Stücke. Ich denke dass ich sie noch etwas kleiner als hier hätte schneiden können, es funktionierte aber glücklicherweise auch so.
08 - Wurst schneiden

Nun schlagen wir die Eier in ein passendes Behältnis auf – ich ergänzte die vier hier gezeigten noch um ein fünftes, da die Gesamtmenge so mehr zu der Nudelmenge passte –
09 - Eier aufschlagen

und verquirlen sie mit Hilfe einer Gabel oder einem anderem passenden Werkzeug.
10 - Eier verquirlen

Zwischendurch dürften auch die Nudeln fertig sein, die wir in ein Sieb abgießen und mit etwas kaltem Wasser abschrecken.
11 - Nudeln abgießen

Dann geben wir einen Schuß Milch zu den Eiern, den wir ebenfalls mit untermischen
12 - Milch zugießen

und würzen das Ganze dann mit Salz und Pfeffer
13 - Mit Salz und Pfeffer würzen

sowie noch mit etwas Muskatnuss – ich verwendete frisch geriebene, notfalls tut es aber auch normales Dosenmuskatnuß-Pulver.
14 - Mit Muskatnuss würzen

Zwischendurch schalten wir den Backofen ein und heizen ihn auf 200Grad vor.
18 - Auf 200 Grad vorheizen

In die Auflaufform mischen wir nun die Nudeln mit den Wurstwürfeln und dem Speck
15 - Nudeln, Wurst und Speck mischen

und verteilen dann die gewürzte Eier-Milch-Mischung gleichmässig darüber.
16 - Mit Eimasse übergießen

Optional kann man alles dann noch mit etwas Käse seiner Wahl bestreuen – ich entschied mich dabei heute für Feta, aber auch Gouda oder jeder anderer zum überbacken geeigneter Käse kann hier verwendet werden.
17 - Mit Feta bebröseln

Jetzt schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen.
19 - Im-Backofen

Dort verbleibt das ganze für 30 bis 45 Minuten, schließlich entnehmen wir die Auflaufform dem Backofen
20 Nudelauflauf - Fertig gebacken

und können uns daran machen unseren Nudelauflauf zu genießen.
21 - Nudelauflauf - Portion auf Teller

Ich liebe daran ja besonders die Eiermasse, die sich im unteren Bereich mit den Nudeln verbunde hat, aber auch die Idee das ganze mit Feta-Käse zu überbacken erwies sich als schmackhafte und gute Wahl.
22 - Nudelauflauf - In Auflaufform

Ein einfaches und schnell zubereitetes Gericht, dass ich wirklich vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das ganze auch einige Tage und kann problemlos in der Mikrowelle aufgewärmt werden, was meiner persönlichen Meinung nach dem gute Geschmack keinen Abbruch tut. Mir hat es jedenfalls mal wieder gut geschmeckt und ich habe auch noch etwas für den Montag oder Dienstag Abend übrig.

Burrito mit Hackfleisch-Reis-Füllung – ein Kochexperiment

Heute wollte ich mal wieder etwas kochen, doch irgendwie konnte ich mich Anfangs nicht richtig entscheiden was ich machen könnte. Dann kam ich auf die Idee, dass ich schon lange keinen richtigen Burrito mehr gegessen hatte – vor allem hier in Deutschland. Also besorgte ich mir noch ein paar Zutaten und machte mich ans Werk. Ich entschied mich dabei für eine Zubereitung mit einer mexikanisch angehauchten Rinderhack-Reis-Füllung. Gleich zu Beginn sei dabei jedoch angemerkt, dass es sich um ein wirkliches Kochexperiment handelt – über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge jeder Art würde ich mich sehr freuen. Wichtig war mir dass dabei etwas wie hier oder hier in San Francisco bzw. hier in Boston dabei heraus kommt, mein Ergebnis nicht aber dem Teil aus Köln gleicht. 🙂

Was brauchen wir also?

100g Reis – ich verwendete Vollkornreis den ich noch vorrätig hatte, hier wäre aber auch Langkornreis denkbar
01 - Zutat Reis

eine kleine Dose Kidneybohnen (125g Abtropfgewicht)
02 - Zutat Kidneybohnen

eine kleine Dose Mais ( ca. 100g)
03 - Zutat Mais

2 kleine Tomaten
04 - Zutat Tomaten

1-2 Chilischoten
05 - Zutat Chilis

1 kleine Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1/2 kleine Paprika
07 - Zutat Paprika

250g Rinderhack
08 - Zutat Rinderhack

1 Zehe Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch

etwas Guacamole und/oder Sour Cream – wobei man Guacamole in hiesigen Supermärkten meist in den Knabberzeug-Regalen und nicht bei den Tortillas und anderen mexikanischen Zutaten findet. Wer mag, kann die Guacamole natürlich auch selbst machen.
10 - Zutat Guacamole

einige Weizen-Tortillawraps
11 - Zutat Tortillawrap

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Chilipulver und etwas Tabasco.

Zuerst kochen wir den Reis nach Packungsbeschreibung.
12 - Reis kochen

Während der Reis vor sich hin kocht, entkernen wir die Chilis und zerschneiden sie in kleine Quadrate.
13 - Chili schneiden

Außerdem ritzen wir die Tomaten kreuzförmig ein, übergießen sie mit kochendem Wasser und schälen, entkernen und würfeln sie anschließend.
14 - Tomaten häuten

Die Zwiebel hacken wir zusätzlich in kleine Würfel.
15 - Zwiebeln schneiden

Ist der Reis fertig gekocht, entnehmen wir ihn dem Kochbeutel und stellen ihn erst einmal bei Seite.
16 - fertiger Reis

Nun kommen wir zur Zubereitung der Hackfleisch-Füllung:
Zuerst schwitzen wir die gepresste Knoblauchzehe mit den Chilis in etwas Öl in einer Pfanne an.
17 - Knoblauch und Chilis anschwitzen

Dann fügen wir Zwiebeln und Rinderhack hinzu und zerteilen alles ein wenig mit einem Pfannenwender
18 - Rinderhack und Zwiebeln beigeben

um das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver zu würzen.

19 - Mit Salz und Pfeffer würzen 20 - Mit Chili würzen

Ist alles einigermaßen durch, fügen wir zuerst die Paprika hinzu und lassen sie kurz mit anbraten.
21 - Paprikawürfel hinzugeben

Dann folgen die Tomatenwürfel
22 - Tomaten beifügen

die Kidneybohnen
23 - Kidneybohnen hinzufügen

und der Mais.
24 - Mais addieren

Zum Schluß schmeckte ich das ganze noch mit einem Schuß Tabasco ab und ließ es einige Minuten auf mittlerer Stufe in der Pfanne schmoren.
25 - Mit Tabasco abschmecken

Nachdem die Pfanne abgestellt war, ging es daran den Burrito zu füllen.

Zuerst erwärmen wir den fertigen Weizentortilla etwas. Da ein einmal erhitzter Tortilla schnell auskühlt und trocken wird, nahm ich mir die Teigfladen einzeln vor und steckte sie für etwa 45 Sekunden in die Mikrowelle, wobei ich sie mit etwas Küchenpapier umgab, damit sie nicht schon während des Erwärmens austrocknen. Alternativ kann man das Ganze auch in einem vorgeheizten Backofen bei 200Grad tun, allerdings erschien es mir etwas aufwändig wegen einzelner Burritofladen den Backofen einzuschalten.
26 - Tortilla erwärmen

Dann ging es ans füllen:
Wir nehmen also den warmen Tortilla-Teigfladen
27 - Burrito füllen Anfang

bestreichen ihn mit etwas Sour Cream
28 - Mit Sour Cream bestreichen

und fügen die Hackfleisch-Gemüse-Mischung darauf hinzu.
29 - Mit Füllung belegen

Nun folgt etwas Guacamole
30 - Mit Guacamole bestreichen

und der Reis, den ich hier auf die Guacamole gegeben habe.
31 - Mit Reis belegen

Dann folgt das Rollen des Burritos, das sich als etwas Tricky herausstellte. Als beste Lösung stellte sich heraus, dass man während man die einen beiden Seiten umschlägt die anderen Seiten mit den Daumen nach Innen drückt und sie somit in den Burrito legt. Dabei hat mit dieses Video auch ein wenig geholfen und soll deswegen nicht unerwähnt bleiben. Und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.
32 - Burrito rollen

Mit Sicherheit war das ganze noch nicht hundert Prozent perfekt – vor allem weil ich leider keine Silberfolie im Haus hatte um den Burrito nach dem Rollen etwas zu stabilisieren wie ich es aus den Burrito-Restaurants in San Francisco kannte, dennoch habe ich mir die Burritos die bei meinem Experiment heraus kamen schmecken lassen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.
33 - Gefüllter Burrito - Inhalt

Dabei gebe ich gerne zu, dass erst mein zweiter Versuch den Burrito zu rollen einigermaßen gut gelungen ist, aber daher nenne ich das ganze ja auch “Kochexperiment”. 🙂
Alternativ hätte man natürlich noch mit anderen Zutaten und vor allem etwas Käse in der Füllung herum spielen können. Viele Rezepte die ich in deutscher Sprache gefunden hatte sprachen auch noch davon, die Burritos mit Käse zu überbacken, das hätte aber nicht meinen selbst gestellten Vorgaben entsprochen, einen amerikanischen Westküsten-Burrito zu fabrizieren. Ich konnte mit dem Ergebnis auf jeden Fall recht zufrieden sein. Sollte es Anmerkungen und Tipps zu dem Thema geben, würde ich mich über Kommentare jeglicher Art sehr freuen.

Guten Appetit

Original Hessische Kartoffelsuppe – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag war mir mal wieder nach kochen. Dabei fiel meine Wahl auf ein Rezept aus meiner alten Heimat Hessen: Eine Original Hessische Kartoffelsuppe wie ich sie hier ja schon mal verzehrt hatte. Nur selbst gekocht hatte ich sie noch nie, aber dieses Versäumnis holte ich heute endlich mal nach.

Für drei bis vier kleine oder zwei große Portionen brauchen wir folgende Zutaten:

5-6 Kartoffeln (ca. 600g)
01 - Zutat Kartoffeln

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 mittlere Karotten / Möhren
03 - Zutat Kartotten

1 Stange Lauch
04 - Zutat Lauch

2 Stiele Sellerie – im Originalrezept war zwar von Knollensellerie die Rede, das hatte ich aber nicht bekommen und bin daher auf Staudensellerie ausgewichen
05 - Zutat Sellerie

1/2 Becher Schlagsahne
06 - Zutat Schlagsahne

100-125g durchwachsenen Speck
07 - Zutat Speck

500-600ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe

1 EL Schweineschmalz – was hier in Bayern übrigens Speckfett zu heißen scheint
08 - Zutat Schweineschmalz

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt.

Kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:
Zuerst waschen und schälen wir das Gemüse
10 - waschen und schälen

und schneiden Karotten, Sellerie, Lauch und Zwiebel in Würfel sowie die Kartoffel in Scheiben.
11 - schneiden

Nun zerlassen wir etwas Schweineschmalz in einem Topf
12 - Schmalz zerlaufen lassen

und braten den Speck darin an.
13 - Speck anbraten

Dann fügen wir das gewürfelte Gemüse hinzu und braten es einige Minuten ebenfalls mit an.
14 - Gemüse hinzugeben

Ist das Gemüse etwas angebraten, geben wir die Kartoffelscheiben hinzu
15 - Kartoffeln dazu

und gießen sie mit der Fleischbrühe auf.
16 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Das Gemüse sollte dabei gut mit Flüssigkeit bedeckt sein.
17 - Gemüse bedeckt halten

Nun würzen wir das ganze kräftig mit Salz und Pfeffer und fügen das Lorbeerblatt hinzu.
18 - würzen

Nun muss alles 30 bis 40 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln. Ich nutzte die Zeit mit Hilfe von etwas zerlassener Butter etwas Weißbrot in einer Pfanne zu rösten – zu Hessischer Kartoffelsuppe gehören diese Röstwürfel einfach dazu.
19 - Röstis machen

Mit Hilfe eines Schneebesens müssen wir kurz vor Ende der Garzeit die Suppe glatt rühren, wobei wir darauf achten dass die nun weich gekochten Kartoffeln auch in kleine Stücke zerfallen.
20 - glatt rühren

Dann rühren wir noch einen halben Becher Schlagsahne unter und schalten die Platte aus. Das Gericht kann nun serviert werden.
21 - Sahne hinzufügen

Und fertig ist die Original Hessische Kartoffelsuppe – gekocht mit in hier in Bayern gekauften Zutaten. 🙂
22 - Hessische Kartoffelsuppe - fertiges Gericht

Das Ergebnis entsprach genau dem was aus meiner Heimat her kannte. Mit einigen gerösteten Weißbrotwürfeln vermengt ein wirklicher Genuss. Und gekühlt im Kühlschrank aufbewahrt hält sich diese Spezialität auch problemlos drei bis vier Tage und kann dann Portionsweise z.B. in der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden. Ich finde sogar dass sie dann noch einen kleinen Deut besser schmeckt – wenn das überhaupt möglich ist. 😉
Als Variation wäre es noch denkbar, zusätzlich einige Erbsen oder andere hinzuzufügen. Ob man sie dann natürlich noch Original Hessisch nennen kann, sei an dieser Stelle mal so dahin gestellt. Früher war ich ja nicht so der Suppen-Fan, aber das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert, und bei dieser leckeren Spezialität mache ich, selbst wenn, gerne mal eine Ausnahme.

Ich wünsche also guten Appetit

Kartoffelpuffer (Reibekuchen / Pfannkuchen) – das Rezept

Nach einem arbeitsreichen Tag und anschließendem Einkauf entschloss ich mich heute mal wieder zu kochen – das erste Mal in meiner neuen Münchner Wohnung übrigens. Meine Wahl fiel dabei auf Pfannkuchen, auch als Reibekuchen, Riefkoken, Pfannepuffer oder Kartoffeldetscherl bekannt, ein Gericht das ich aus meiner Kindheit kannte und liebe, aber noch nie zuvor selbst zubereitet hatte. Dabei ist es nun wirklich nicht schwierig, auch wenn es wie ich feststellen durfte natürlich beliebig viele Variationen gibt. Ich habe aus der Rezeptvielfalt dabei etwas gewählt, das dem am nächsten kommt was ich von früher kenne. Doch damit genug der langen Vorrede, kommen wir zum Rezept.
Für ein bis zwei Portionen benötigen wir:

5 große Kartoffeln – ich wählte eine festkochende Sorte
01 - Zutat Kartoffeln

1 kleine bis mittlere Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 Eier
04 - Zutat Eier

2 Esslöffel Mehl (Weizenmehl – Sorte 405)
03 - Zutat Mehl

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach belieben.

Kommen wir nun zur Zubereitung:
Zuerst schälen und waschen wir die rohen Kartoffeln
05 - Kartoffeln schälen

und reiben sie mit Hilfe einer Küchenreibe. Natürlich kann man hier auch eine Moulinette oder eine ähnliche Küchenmaschine nehmen, ich wollte es heute aber in reiner Handarbeit machen.
06 - Kartoffeln reiben

Die geriebene Kartoffeln lassen wir dann erst einmal etwa 15-20 Minuten, gerne auch länger, stehen damit sich die reichlich vorhandene Flüssigkeit etwas absetzen kann.
07 - Kartoffeln gerieben

Während dieser Ruhephase können wir uns der Zwiebel zuwenden, um sie zu schälen und in kleine Würfel zu zerschneiden.
08 - Zwiebeln schneiden

Nach Ende der Ruhephase gießen wir dann das Kartoffelwasser ab. Zusätzlich kann man die Kartoffelmasse auch noch etwas z.B. mit Hilfe eines Tuchs ausdrücken. Wichtig ist der Kartoffelmasse die Feuchtigkeit etwas zu nehmen damit die Puffer nicht später allzu matschig werden.
09 - Kartoffelwasser abschütten

Nun geben wir die Zwiebeln hinzu
10 - Zwiebeln hinzugeben

und vermengen alles gut miteinander.
11 - vermengen

Ebenso fügen wir nun die beiden Esslöffel Mehl
12 - Mehl zugeben

und die zwei Eier hinzu und verrühren alles wieder.
13 - Eier aufschlagen

Jetzt fehlt nur noch Salz und Pfeffer
14 - mit Salz und Pfeffer würzen

sowie Muskatnuss. Ich hatte mir dazu mal frische Muskatnüsse besorgt, damit ich mal die kleine Muskatnussreibe die bereits seit längerem in meiner Schublade vor sich hin vegetierte ausprobieren zu können.
15 - mit Muskatnuss würzen

Ist alles gut miteinander vermischt, erhitzen wir etwas Öl (ich wählte Rapsöl), am besten in einer beschichteten Pfanne, auf mittlerer Stufe
16 - Öl erhitzen

und geben mit einem Löffel eine größere Portion der Kartoffelmasse in die Pfanne, wo wir sie mit seiner Hilfe flach drücken und daraus einen kleinen Fladen bilden.
17 - Masse in Pfanne geben

Das ganze wiederholen wir bis wir den in der Pfanne zur Verfügung stehenden Platz ausgenutzt haben. Bei mir reichte es für zwei Pfannkuchen.
18 - braten

Ist die eine Seite gut angebraten, wenden wir die Pfannkuchen-Fladen mit einem Pfannenwender um sie auch von der anderen Seite ebenso zu braten.
19 - wenden

Sind die Pfannkuchen fertig, entfernen entfernen wir sie aus der Pfanne und legen sie z.B. auf einem Teller beiseite, um die nächste Portion zu braten. Dabei sollte man natürlich nicht vergessen hin und wieder etwas Öl nachzufüllen damit die Reibekuchen auch angenehm braun werden.
20 - nächste Ladung braten

Ist unsere Schüssel mit der Rohmasse leer und sind alle Pfannkuchen gebraten, können wir uns an den Verzehr machen. Ich hatte mir dazu etwas Apfelmus mitgebracht, dass ich mir auf die fertigen Reibekuchen strich. Zusätzlich wäre natürlich auch noch etwas Zucker denkbar gewesen.
21 - Reibekuchen - fertiges Gericht mit Apfelmus

War wie nicht anders zu erwarten sehr gelungen – das Rezept ist ja eigentlich auch so simpel dass man da wenig falsch machen kann. 🙂

Die Variationsmöglichkeiten sind hier natürlich endlos – denkbar wäre hier auch Lachs und Sahne-Meerrettich, ein Joghurt-Kräuter-Dip und vieles mehr. Aber nicht nur bei den Beilagen kann man variieren, auch bei den Zutaten ist einiges Möglich. Eine besonders interessante Variante die ich beim stöbern entdeckte ist jene, zusätzlich noch Speck, Schnittlauch und geriebenen Käse in die Teigmasse zu geben – diese werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall auch noch mal ausprobieren.
Was die Nährwerte angeht sind solch Reibekuchen natürlich ziemliche Kalorienbomben, denn sie saugen das Öl in dem sie gebraten werden wie ein Schwamm in sich auf. Aber sei es drum – mir hat das was ich mir da gebraten hatte auf jeden Fall sehr gut geschmeckt – ein einfaches und sehr leckeres Gericht, dass mich relativ wenig aufwand zubereiten lässt.