Flammkuchen aus Filo-Teig (Yufka) – das Rezept
6.04.2013 18:40 kochexperimente, kulinarisches5 Kommentare
Der Filo- (griechisch “Blatt”), Yufka- (türkisch) oder Malsouka- (nordafrikanisch) Teig ein aus der Küche Griechenlands, Arabiens und der Türkei nicht wegzudenkende, einfach Zubereitung aus Mehl, Wasser und Salz, die dem europäischen Strudel- oder Blätterteig ähnlich ist. Früher bekam man es vor allem in türkischen Supermärkten, inzwischen findet er sich aber glücklicherweise auch im Kühlregal jedes gut sortierten westlichen Supermarktes. Verwendet wird er traditionell zum Beispiel beim griechischen Spanakopita oder beim türkischen Börek, man kann ihn aber auch für traditionell mitteleuropäische Gerichte verwenden wie zum Beispiel für einen leckeren Flammkuchen. Und genau das wollte ich heute mal ausprobieren.
Was brauch man also für ein Blech (ca. 6-8 Stück)?
5-6 hauchdünne Blätter Filoteig

1 große oder 2 kleinere Zwiebeln

1 Becher Creme legere oder Creme fraiche – bevorzugt mit Kräutern (125g)

ca. 180g gerieben Käse (z.B. Edamer)

etwas Schnittlauch zum garnieren (optional)

Beginnen wir nun damit, die Zwiebel zu schälen und sie in dünne Spalten zu schneiden.

Dann können wir schon damit beginnen, unseren Backofen auf 180 Grad vorheizen zu lassen.
Sobald wir den Filoteig ausgepackt haben, entnehmen wir eine der dünnen Teigplatten, legen sie – vorsichtig, damit nichts reißt – auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und pinseln sie mit kalten Wasser ein. Dann folgt, leicht versetzt, die nächste Platte, die wir wieder mit Wasser bepinseln. So fahren wir fort bis wir fünf oder sechs der dünnen Teigscheiben übereinander geschichtet haben. Das ganze sollte möglichst schnell von statten gehen, damit der Teig nicht zu sehr durchweicht.

Anschließend bestreichen wir die Teigplatten vorsichtig mit der Creme legere bzw. Creme fraiche,

belegen alles großzügig mit den Zwiebelspalten

und verteilen darauf noch mit die Würfelchen aus geräuchertem, mageren Speck.

Abschließend bestreuen wir alles mit dem geriebenen Käse. Ich griff wie bereits einleitend erwähnt hier zu geriebenen, würzigen Edamer.

Ist der Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für 15 bis 20 Minuten überbacken.

In der Zwischenzeit können wir den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden.
Hat der Käse dann den gewünschten Bräunungsgrad erreicht, entnehmen wir das Blech schließlich wieder

und können unseren unmittelbar zerteilen und mit den Schnittlauchröllchen garniert servieren.

Auch auf dem dünnen, knusprigen Filoteig erwies sich die Kombination aus durch die Kräuter leicht würzigen Creme fraiche, den milden roten Zwiebeln, den knackigen Speckwürfeln und dem ebenfalls angenehm würzigen Käse als wahrer Genuss. Obwohl im Rohzustand bestrichen, war der Teig – wohl aufgrund der mehrfachen Schichtung – dabei wirklich größtenteils angenehm knusprig gebacken und erwies sich als sehr gelungene Alternative zum Blätter- oder dem traditionellen dünnen Brotteig. Die Garnitur aus frischem Schnittlauch rundete das ganze schließlich geschmacklich sehr gelungen ab. Und nicht nur als warmes Hauptgericht, sondern auch kalt und als Fingerfood z.B. auf einer Party serviert eignet sich dieses Rezept wirklich vorzüglich.
Werfen wir abschließend wie üblich einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt der Gesamtwert des Bleches dank des mageren Specks und der leichten Creme legere bei ca. 1600kcal. Aufgeteilt auf 6 Stücke liegt ein Stück also bei etwa 267kcal. Das ist für einen Flammkuchen wie ich finde mehr als akzeptabel. Der Belag ist dabei natürlich beliebig variierbar – ich könnte mir auch gut noch etwas blanchiertes Lauch, ein paar Pilze oder vorher leicht angebratene Paprikastreifen darauf vorstellen. Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mal schauen was es noch so an Rezepten mit Filoteig gibt – denn dies war bestimmt nicht das letzte Mal dass ich diese Teigvariante in einem meiner Kochexperimente verwendet habe.
Guten Appetit

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Cordon bleu vom Kalb mit Potato Wedges & Buttergemüse – das Rezept
24.03.2013 21:03 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Zum heutigen Sonntag wollte ich mich mal an etwas ganz feinem versuchen: Einem Cordon bleu aus Kalbsfleisch, dazu entschied ich mich für etwas Buttergemüse mit Erbsen und Möhren sowie einigen Kartoffelwedges aus dem Backofen. Kalbsfleisch ist zwar etwas teurer, aber wie auch das Original Wiener Schnitzel wird auch das Cordon bleu normalerweise mit Kalb zubereitet. Da wollte ich bei meinem selbst gemachten Cordon bleu nichts nachstehen. Und ich sollte die Entscheidung nicht bereuen, das Ergebnis meines heutigen Kochexperimentes ließ wirklich nichts zu wünschen übrig.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
Für die Wedges
6 größere Kartoffeln (ca. 900g)

sowie etwas Kräutersalz, Paprikapulver und eine Prise Knoblauchgranulat zum würzen

Für das Cordon bleu
2 Kalbsschnitzel – ca. 1,5cm dick

4 Scheiben Greyerzer (Alternativ Emmentaler oder ein anderer würziger Käse)

1 größeres oder 2 kleine Hühnereier

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Für das Buttergemüse
1 große Dose Erbsen und Möhren

1 EL Butter (ca. 15g)
1 EL Mehl
sowie Salz, Pfeffer und Fondor zum würzen
Beginnen wir damit, die Kartoffeln zu schälen

und sie in Spalten zu schneiden.

Dann vermengen wir das Öl mit den Gewürzen

und geben es gemeinsam mit den Wedges in einen Plastikbeutel und schütteln alles gut durch damit sich alle Wedges mit dem Öl bedecken. Den gefüllten Beutel legen wir bei Seite und beginnen, den Ofen auf 190 Grad vorzuheizen.

Nun waschen wir das Kalbsfleisch gründlich, tupfen es trocken

und schneiden dann im Schmetterlingsschnitt das Fleisch auf, so dass wir es auseinander klappen können.

Anschließend klopfen wir das Fleisch mit dem Fleischhammer flach

und würzen es von allen Seiten mit Salz und Pfeffer.

Dann belegen wir das Innere der Kalbsschnitzel mit Käse

und klappen sie dann zusammen. Ggf. kann man sie noch mit einer Rouladennadel oder Zahnstocher sichern. Da es sich um recht große Stücke handelte entschied ich mich hier, sie noch einmal in der Mitte zu halbieren.

Inzwischen müsste auch der Ofen vorgeheizt sein, so dass wir die Wedges auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten

und dieses auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben.

Dann verquirlen wir das Ei in einem tiefen Teller, geben etwas Paniermehl auf einen weiteren flachen Teller und wälzen die Kalbsschnitzel zuerst um Ei und dann im Paniermehl.

Außerdem lassen wir die Erbsen und Möhren abtropfen und fangen dabei die Flüssigkeit auf. Dabei können wir etwas größere Möhren auch gleich mit dem Messer halbieren.

Während wir in einer Pfanne etwas Öl erhitzen

lassen wir die Butter in einem Topf schmelzen,

verrühren den Esslöffel Mehl mit einem Schneebesen klumpenfrei mit der Butter

und geben dann das Gemüse hinzu, das wir mit etwas von der Brühe aufgießen.

Dann kochen lassen wir es vor sich hin köcheln und würzen das Gemüse dabei mit Salz, Pfeffer und Fondor.

Während das Gemüse kocht, braten wir die Kalbsschnitzel von beiden Seiten scharf an.

Sobald die Wedges fertig sind, würzen wir sie etwas mit Salz und können das Gericht schließlich servieren und genießen.

Die Kalbsschnitzel mit ihrer Füllung aus würzigem Greyerzer Käse und Kochschninken und der knusprigen Panade waren alleine schon sehr gelungen. Gemeinsam mit den pikant gewürzten, gebackenen Potato Wedges als Sättigungsbeilage und den Erbsen und Möhren in ihrer sämigen Sauce ergab sich ein sehr gelungenes und sättigendes Mittagsgericht.
Hier hat sich die etwas größere Investition in Kalbsfleisch auf jeden Fall gelohnt. Aber auch die Auswahl des richtigen Käses ist von einiger Bedeutung und da war ich froh mit an der Käsetheke zu einem besonders würzigen Greyerzer gegriffen zu haben. Insgesamt ein sehr schmackhaftes und gar nicht mal so kompliziert zuzubereitendes Gericht, das aus meiner Sicht alle Anforderungen an ein leckeres Sonntagsmenu erfüllte.
Guten Appetit

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Gyros-Nudelauflauf mit Sauce Hollandaise – das Rezept
17.03.2013 18:43 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Auch wenn die Sauce Hollandaise (Holländische Sauce) eigentlich zu den Grundsaucen der französischen Küche gehört, kennt man sie hier in Deutschland doch vor allem zu Spargel und eventuell noch zu Fischgerichten. Auf den Gedanken sie gemeinsam mit Gyros in einem Nudelauflauf zu verwenden war ich bisher nicht gekommen. Daher war ich auch etwas skeptisch, als ich auf dieses Rezept hier stieß, aber meine Neugier und der Drang immer mal etwas neues auszuprobieren bewegte mich schließlich dazu, das Ganze mal auszuprobieren. Und ich war von dem Ergebnis wirklich begeistert, auch wenn es sich hierbei um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, zumal die Zubereitung erfreulich einfach und schnell zu bewerkstelligen ist. Daher möchte ich natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in üblicher Form vorzustellen.
Was braucht man also für 3-4 Portionen?
410g fertig mariniertes Gyros vom Schwein

250g Fusilli (Spiralnudeln) - ich wählte dieses Mal eine Vollkorn-Sorte

1 Dose feine Erbsen (400g – 280g Abtropfgewicht)

1 Päckchen Sauce Hollandaise (250g) (wer mag kann sie aber gerne auch selbst machen)

100 – 120g geriebenen Emmentaler

Fangen wir damit an, einen Topf mit Wasser aufzusetzen und ihn zum kochen zu bringen.

Während das Wasser aufheizt, wenden wir uns den Zwiebeln zu und schälen sie, um sie dann in Spalten zu schneiden.

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Knoblauchzehe.

Sobald das Wasser kocht, salzen wir es etwas

und kochen darin dann unsere Nudeln gemäß Packungsbeschreibung bissfest.

Parallel erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne,

dünsten die zerkleinerte Knoblauchzehe darin an

und geben dann das Gyrosfleisch hinzu, das wir scharf von allen Seiten abraten.

Ist das Fleisch gut durchgebraten, reduzieren wir die Hitze wieder etwas und geben die Zwiebelspalten hinzu,

die wir für einige Minuten mit anbraten bis sie weich und glasig geworden sind. Anschließend nehmen wir die Pfanne vom Herd.

Inzwischen müssten auch unsere Nudeln gut sein, so dass wir sie in ein Sieb abgießen und dort abtropfen lassen können.

Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, die Erbsen abtropfen zu lassen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 210 Grad vorzuheizen.
In eine passende Auflaufform, die wir übrigens nicht auszufetten brauchen, füllen wir nun die Nudeln ein. Ich nutzte die Gelegenheit, endlich mal meine kürzlich ererbte Jenaer Glasform zu testen.

Die Nudeln bestreuen wir mit etwas Käse

und verteilen dann gleichmäßig die Erbsen darauf.

Es folgen nun Fleisch und Zwiebeln

die wir großzügig mit geriebenem Emmentaler bestreuen

und schließlich gleichmäßig mit der Sauce Hollandaise übergießen.

Abschließend können wir noch etwas mehr Käse aufstreuen.

Der Platz in der Jenaer Glasform war recht knapp gewesen, aber letztlich hatte dann glücklicherweise doch alles hineingepasst.

Der Backofen müsste inzwischen die gewünschte Betriebstemperatur erreicht haben, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Scheine hinein geben und dort 20 bis 25 Minuten überbacken können. Die oberste Schicht sollte dabei stellenweise eine leichte Bräune erreichen.

Ist der gewünschte Bräunungsgrad erreicht, können wir Auflaufform wieder entnehmen und den Ofen ausschalten.

Wie man sehen kann, hat sich während das Backprozesses die Sauce Hollandaise schön zwischen den anderen Zutaten verteilt. Außerdem war etwas von der Marinade des Gyros ebenfalls nach unten gelaufen und hatte die Nudeln etwas mit gewürzt.

Nun brauchen wir das Gericht nur noch servieren und genießen.

Und ich muss zugeben, dass ich von dem Ergebnis wirklich begeistert war. Entgegen meiner Befürchtung harmonierten die Sauce Hollandaise und das marinierte Gyros geschmacklich wunderbar miteinander und gaben dem Gericht genügend Würze und Aroma, dass man auf jegliche andere Würz-Zutaten gänzlich verzichten konnte. Die Erbsen als Gemüsekomponente, die im ursprünglichen Rezept übrigens nicht enthalten gewesen waren, sondern die ich auf einiges Gutdünken addiert hatte, rundeten die Mahlzeit schließlich sehr gelungen ab. Hier wären aber auch andere Gemüsesorten wie vorgekochter Spinat oder vielleicht Erbsen und Möhren denkbar.
Werfen wir abschließend wie gewohnt einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Ich komme in meiner Kalkulation auf 2600kcal für die gesamte Zubereitung, bei vier Portionen wären das 650kcal pro Portion, bei drei (zugegebenermaßen recht großen) Portionen sogar 867kcal. Aber ich hatte ja einleitend schon erwähnt, dass es sich hier um kein sonderlich leichtes Gericht handelt. Hier kann man aber durch den Einsatz einer leichten Sauce Hollandaise und Putengyros nach meiner Berechnung auf das gesamte Gericht gesehen gut 500kcal einsparen. Aber darum ging es mir heute nicht, einmal in der Woche kann man auch mal über die Stränge schlagen. Mir jedenfalls hat die Zubereitung so wie sie war wunderbar geschmeckt und ich kann das Gericht trotz der recht hohen Nährwerte vorbehaltlos weiter empfehlen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

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Rosenkohl-Quiche mit karamellisierten roten Sherry-Zwiebeln – das Rezept
16.03.2013 20:13 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Bei meiner ewig währenden Suche nach neuen interessanten Rezepten stieß ich vor kurzem auf diesen Rosenkohl-Quiche, der sich vor allem dadurch abhob dass er mit karamellisierten roten Zwiebeln in eingekochtem Sherry zubereitet wurde. Das klang überaus lecker, zumal ich schon länger nichts mehr mit Rosenkohl zubereitet hatte – daher machte ich mich heute nun daran, das Rezept einmal auszuprobieren. Anstatt wie üblich bei meinen Quiches fertigen Blätterteig zu verwenden, entschied ich mich dieses Mal für einen Mürbeteig. Leider stehe ich mit Teigen ja manchmal etwas auf Kriegsfuß, aber heute gelang dieser mir wirklich wunderbar. Insgesamt kam so ein sehr leckeres Gericht heraus, welches ich nun in gewohnter Weise hier einmal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für einen Quiche (ca. 4-5 Portionen)?
Für den Teig
Für die Füllung
700g Rosenkohl (ich entschied mich für TK-Ware)

150g magerer geräucherter Speck (optional – lässt man ihn weg hat man ein vegetarisches Gericht)

sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Für den Guß
125g Creme fraiche mit Kräutern

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Beginnen wir nun damit, erst einmal den Teig zuzubereiten. Dazu geben wir Mehl, Butter, Salz und Ei in eine Schüssel

und verkneten alles zu einem homogenen Teig. Das braucht etwas Geduld beim Kneten, denn zu Beginn krümeln Butter und Mehl eher als dass sie einen wirklichen Teig bilden. Erst nach einigem Kneten, wenn die Butter sich komplett mit dem Mehl vereint hat, erhält man etwas, das man wirklich als Teig bezeichnen kann.

Den so entstandenen Teig wickeln wir nun in etwas Frischhaltefolie und legen ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Dann beginnen wir einen Topf Wasser zum kochen zu bringen

und nutzen die Zeit bis das Wasser heiß ist dazu, unsere roten Zwiebeln zu schälen und in Spalten zu schneiden – also die Zwiebel so lange immer wieder zu halbieren bis wir schmale Streifen erhalten.

Kocht das Wasser dann, salzen wir es mit zwei Teelöffeln Salz

und geben dann den Rosenkohl hinein, um ihn über ca 10 Minuten bissfest zu blanchieren.

Anschließend gießen wir ihn in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.

In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl

und dünsten unsere in Spalten geschnittenen roten Zwiebeln darin an

wobei wir den Teelöffel Zucker einstreuen und die Zwiebel langsam daran karamellisieren lassen.

Dann beginnen wir, nach und nach die zehn Esslöffel Sherry zu den Zwiebeln zu geben und ihn dabei immer wieder komplett einkochen zu lassen – das gibt ihnen einen unvergleichlich schmackhafte Note und macht sie angenehm zart.
Abschließend würzen wir dann noch alles mit etwas Salz und Pfeffer.

Nachdem wir die Zwiebeln dann entnommen haben, geben wir – eventuell mit etwas zusätzlichem Olivenöl – den Speck in die Pfanne und braten ihn rundherum an. Ist er gut durchgebraten, entnehmen wir ihn und legen ihn bei Seite.

Nun wenden wir uns dem Guss zu. Dazu geben wir die vier Eier zu der Sahne,

und verrühren alles sehr gründlich

wobei wir es kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, unseren Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
Als nächstes können wir dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Am Anfang erwies es sich dabei als etwas brüchig, aber auch hier half etwas Beharrlichkeit, ihn schließlich in die gewünschte Form zu bringen.

Nachdem wir dann unsere Quiche-Form ausgefettet und mit etwas Mehl ausgestreut haben

passen wir den Mürbeteig ein und entfernen die Ränder mit einem scharfen Messer.

Darauf verteilen wir dann den angebratenen Speck gleichmäßig

und geben dann zwei Drittel der karamellisierten Sherry-Zwiebeln darauf

die wir dann mit dem blanchierten Rosenkohl bedecken

und die restlichen Zwiebeln darauf verteilen

um alles abschließend mit unserem Guss aus Sahne, Creme fraiche und Eiern gleichmäßig zu übergießen.

Die Menge reichte, zumindest bei meiner Quiche-Form, ganz genau, um die Zwischenräume perfekt aufzufüllen. Jetzt sollten wir nun beim tragen zum Backofen natürlich vorsichtig sein damit nichts überschwappt. ![]()

Ist der Ofen dann vorgeheizt, schieben wir unseren Quiche auch der mittleren Schiene hinein und lassen ihn für mindestens 40 Minuten backen.

Danach entnehmen wir ihn und lassen ihn für weitere fünf Minuten ruhen, damit sich die durch die Hitze des Backens leicht aufgeblähte Füllung etwas setzen kann – das erleichtert das zerteilen etwas.

Danach können wir ihn aber sofort servieren und genießen.

Neben dem angenehm bissfesten Rosenkohl, den übrigens zu einem meiner Lieblingsgemüse zählt, waren eindeutig die karamellisierten und in Sherry gebratenen roten Zwiebeln eines der Highlights des Gerichtes. Sie waren unglaublich zart und aromatisch geworden und harmonisierten mit ihrem Geschmack wunderbar mit dem leicht herben Rosenkohl. Dazu noch der angebratene Speck und die angenehm würzige Füllung aus Ei, Sahne und Creme fraiche mit Kräutern ergab sich ein wahrer Genuss. Der dünne Mürbeteig tat sein übriges und rundete das Gericht sozusagen ab – obwohl ich mir einen solchen Quiche durchaus auch mit Blätterteig vorstellen könnte. Eventuell mische ich aber das nächste Mal Rosenkohl, Zwiebeln und Speck, anstatt sie zu schichten.
Werfen wir wie üblich abschließend einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichtes. Meiner Kalkulation nach liegt der Inhalt der Quiche-Form bei ca. 2800kcal. Das entspricht bei vier Portionen 700kcal pro Portion, bei fünf Portionen immer noch 560kcal. Für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel, aber leicht verbesserungswürdig. Dabei nimmt alleine der Mürbeteig mit seinen 75g Butter 1130kcal ein – hier hätte Blätterteig mit knapp 900kcal schon mal etwa 230kcal eingespart. Rosenkohl und Zwiebeln sind auf die Gesamtmasse gesehen zu vernachlässigen, allerdings könnte man auch den Speck mit seinen 250kcal hier noch weglassen, zumal er geschmacklich keine so große Rolle spielt wie ich fand. Und durch das Ersetzen von Creme fraiche durch Creme legere könnte man noch einmal 140kcal reduzieren. Mit diesen Maßnahmen (Blätterteig, kein Speck und Creme legre) kämen wir auf 2180kcal, das wären bei 4 Portionen 545kcal und bei fünf Portionen sogar nur 436kcal. Das aber als kleines Gedankenspiel nur am Rande erwähnt, da ich nicht garantieren kann dass das Ergebnis geschmacklich dem hier gezeigten Rezept noch entspricht.
Also hoffe ich auch heute, mit meinem kleinen Kochexperiment dem einen oder anderen Hobbykoch eine kleine Anregung gegeben zu haben und wünsche wie immer:
Guten Appetit

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Maronen-Steinpilz-Risotto – das Rezept
10.03.2013 19:43 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Dieses Wochenende habe ich es irgendwie mit Reis, denn nach dem Djuvec-Reis mit Hähnchenbrust, Paprika & Zucchini von gestern entschloss ich mich heute dazu, mal ein Risotto mit Maronen, also Esskastanien, und Steinpilzen zuzubereiten. Da ich ja ein großer Fan von Maronen bin, bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sie zu verarbeiten und die Idee sie gemeinsam mit Steinpilzen in einem Risotto zu verarbeiten kam mir da gerade recht.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
200g Maronen (vorgekocht und vakuumverpackt)

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
Beginnen wir damit, die Steinpilze in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.

Außerdem schälen und zerkleinern wir die Zwiebel, wahlweise mit dem Messer oder einer Küchenmaschine (Blitzhacker),

schälen und hacken die Knoblauchzehen

Nun erwärmen wir den Gemüsefond und halten ihn warm,

anschließend erhitzen wir in einem Topf oder einer Pfanne etwas Olivenöl

und dünsten Zwiebel und Knoblauch darin etwas an.

Dann geben wir den Reis in die Pfanne

und dünsten ihn darin so lange an bis er glasig wird

um ihn dann mit dem Weißwein aufzugießen

und diesen komplett einkochen lassen.

Es folgt eine kräftiger Schluck des warm gehaltenen Gemüsefonds, den wir ebenfalls komplett einkochen lassen.

Nun geben wir die eingeweichten Steinpilze samt des Einweichwassers hinzu

und addieren anschließend die zerkleinerten Maronen.

Außerdem würzen wir alles kräftig mit Salz und Pfeffer und lassen alles dann für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Petersilie zu waschen, trocken zu schütteln,

die Blättchen von den Stielen abzuzupfen

und mit einem Messer gründlich zu zerkleinern.

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, immer mal wieder das Risotto umzurühren und etwas von dem Gemüsefond nachzugießen.

Außerdem dürfen wir natürlich nicht vergessen, auch noch den Parmesan zu reiben.

Ist der Gemüsefond aufgebraucht, beginnen wir die Hühnerbrühe zum Reis zu gießen bis der Reis schließlich gar ist.

Sobald der Reis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat, stellen wir die Platte aus und nutzen die Resthitze, das Parmesan unterzuheben und schmelzen zu lassen

sowie die Petersilie einzurühren.

Anschließend probieren wir unsere Kreation und schmecken es ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Anschließend können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.

Während die Maronen, die durch das Garen angenehm weich geworden waren, dem Gericht eine leicht nussige Note gaben, sorgten die Steinpilze für ein angenehmes Aroma und der Parmesan gab ihm eine würzige Note. Die Befürchtung dass alles etwas zu lasch werden würde, erwies sich dabei glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Viel mehr war ich von dem angenehm würzigen Geschmack positiv überrascht. Auch ohne Fleisch ein wirklich schmackhaftes und sättigendes Gericht.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht überaus sehen lassen. Meiner Berechnung nach liegt die gesamte Zubereitung bei 1600kcal, aufgeteilt auf drei Portionen erreichen wir also 533kcal pro Portion. Für ein Hauptgericht ein angenehm niedriger Wert wie ich finde. Den größten Teil nimmt dabei natürlich der Reis ein, aber auch die Maronen sollte man nicht außer acht lassen. Zwar haben Edelkastanien wenig Fett, aber sie beinhalten doch relativ viele Kohlehydrate, Stärke und Saccharose, sprich Zucker. Dass das Gericht dennoch einigermaßen leicht geraten ist, kann ich dabei natürlich nur begrüßen.
Guten Appetit

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