Tandoori Glasnudel-Curry mit Hähnchen – das Rezept

Nachdem ich gestern noch Reste von meiner Paprika-Möhrensuppe mit Hackfleischgeröstl hatte, war es am heutigen Sonntag mal wieder an der Zeit selbst zu kochen. Das gab mir die Gelegenheit mal das Glasnudel-Curry auszuprobieren, das ich vor kurzem bei kochkarusell.de entdeckt hatte. Aber einfach nur 1:1 nachkochen ist natürlich langweilig, daher entschied ich mich dazu das ursprünglich vegetarische Rezept durch ein paar Hähnchenbrustwürfel zu ergänzen und noch einen Bund Frühlingszwiebeln mit zu verarbeiten. Außerdem erhöhte ich die Menge von 2 auf 4 Portionen. Dabei fiel mir auf, dass sich vor allem die Menge der verwendeten Flüssigkeit hier nicht synchron erhöht – viel mehr kam ich bei doppelter Nudelmenge mit nur wenig mehr Kokosmilch vollkommen aus. Und auch beim Gemüse kam ich mit deutlich weniger als angegeben aus. Aber das nur am Rande erwähnt.
Dabei ist es schon ewig her dass ich das letzte Mal ein Gericht mit Glasnudeln gekocht habe und mit Udon-Nudeln hatte ich noch nie etwas zubereitet – beides sind ja auch nicht gerade Zutaten die man ständig vorrätig hat. Aber im gut sortierten Supermarkt, im Asia-Laden oder aber über das Internet ist es auch kein allzu großes Problem an diese Dinge heranzukommen. So entstand also heute dieses wunderbar cremige und leckere, leicht exotische Currygericht, das ich nun mit diesem Beitrag einmal in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

230g Möhren
01 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 Paprika – rot und grün (insgesamt ca. 300g)
02 - Zutat rote & grüne Paprika / Ingredient red & green bell pepper

1 Bund Frühlingszwiebeln
03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

450g Hähnchenbrustfilet
04 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

200g Glasnudeln
05 - Zutat Glasnudeln / Ingredient glas noodles

200g Udon-Nudeln
06 - Zutat Udon-Nudeln / Ingredient udon noodles

500ml Kokosnussmilche
07 - Zutat Kokosnussmilch / Ingredient coconut milk

400ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

4-5 Esslöffel Tandoori-Curry
09 - Zutat Tandoori-Curry / Ingredient tandoori curry

2-3 Esslöffel Sriracha-Sauce
10 - Zutat Sriracha-Sauce / Ingredient sriracha sauce

2 Esslöffel Paprika edelsüß
11 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

sowie etwas Sesam- oder Kokosöl zum braten
und ggf. etwas Salz und Pfeffer zum würzen des Hähnchens

Wie üblich beginnen wir auch hier natürlich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden sie in Stifte,
13 - Möhren in Stifte schneiden / Slit carrots

waschen die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe
14 - Frühlingszwiebel in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

und waschen, vierteln und entkernen schließlich noch die beiden Paprika
15 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

um sie anschließend in kleine Würfel zu schneiden.
16 - Paprika in Würfel schneiden / Dice bell pepper

Außerdem waschen wir die Hähnchenbrust, trocknen sie
17 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie mundgerechte Stücke
18 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breast

die wir – und das ist optional – rundherum mit etwas Pfeffer und Salz würzen.
19 - Hähnchenbrustwürfel salzen &  pfeffern / Season diced chicken with salt & pepper

Dann erhitzen wir einen Schuss Öl unserer Wahl – ich hatte mich für Sesamöl entschieden – auf leicht erhöhter Stufe in einer Pfanne oder einem Wok
20 - Sesam-Öl in Wok erhitzen / Heat sesame oil in wok

und geben die Hähnchenbrustwürfel hinein
21 - Hähnchenbrustwürfel in Wok geben / Put chicken dices in wok

die wir rundherum scharf anbraten
22 - Hähnchenbrust rundherum anbraten / Fry chicken dices

und dann erst mal wieder entnehmen und bei Seite stellen.
23 - Hähnchenbrust entnehmen & bei Seite stellen / Remove & put aside diced chicken

Nachdem wir die Wärmezufuhr auf mittlere Stufe reduziert haben, geben wir Möhren und Paprika in den Wok,
24 - Möhren & Paprika in Wok geben / Put carrots & bell pepper in wok

dünsten wir für vier bis fünf Minuten bei gelegentlichem rühren an
25  -Gemüse andünsten / Braise vegetables

und bestreuen dann alles mit dem Paprikapulver, dem Tandoori-Curry
26 - Gemüse mit Paprika & Tandoori Curry bestäuben / Dredge vegetables with paprika & tandoori curry

sowie der Sriracha-Sauce.
27 - Sriracha-Sauce addieren / Add sriracha sauce

Das Ganze vermengen wir gründlich mit dem Gemüse, dünsten es für ein bis zwei Minuten weiter mit an
28 - Gewürze mit andünsten / Braise seasonings

und löschen es dann sowohl mit der Kokosnussmilch
29 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconut milk

als auch der Gemüsebrühe ab.
30 - Gemüsebrühe dazu geben / Add vegetable broth

Dabei sollten wir aber auch nicht – so wie ich fast 😉 – die Frühlingszwiebeln vergessen und fügen sie noch eben hinzu.
31 - Frühlingszwiebeln einstreuen / Add scallions

Alles verrühren wir gut miteinander und lassen es kurz aufkochen,
32 - Verrühren & aufkochen lassen / Stir & bring to a boil

um anschließend die Glasnudeln
33 - Glasnudeln in Wok geben / Put glas noodles in wok

und die Udon-Nudeln dazu zugeben.
34 - Udon-Nudeln addieren / Add Udon noodles

Die Nudeln vermischen wir gründlich mit dem Gemüse und der Sauce, lassen sie auf leicht reduzierter Stufe drei bis vier Minuten bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln – das reicht bei diesen Nudelvarianten zum garen vollkommen aus –
35 - Vermischen & köcheln lassen / Mix & simmer

und geben zuletzt noch die angebratenen Hähnchenbrustwürfel zurück in den Wok,
36 - Hähnchenbrustwürfel dazu geben / Add chicken dices

die wir ebenfalls gründlich unter die Nudeln und das Gemüse unterheben und wieder heiß werden lassen.
37 - Vermischen & Hähnchen heiß werden lassen / Mix & let chicken get hot again

Das bietet uns die Gelegenheit, das Gericht noch einmal final mit Tandoori, Paprika und Sriracha abzuschmecken.
38 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Anschließend können wir unser Glasnudel-Curry, eventuell garniert mit einigen frischen Frühlingszwieel-Ringen, auch schon servieren und genießen.
39 - Tandoori glas noodles curry with chicken - Served / Tandoori Glasnudel-Curry mit Hähnchen - Serviert

Es war wirklich faszinierend, wie viel Flüssigkeit diese Glasnudeln in sich aufnehmen können, denn von den 900ml Kokosmilch und Brühe war nichts mehr übrig, alles hatte sich offensichtlich in den Nudeln manifestiert, was dem Gericht wohl seine unglaubliche Cremigkeit verlieh. Und die Udon-Nudeln sorgten für zusätzlichen Biss. Aber was wäre eine Cremige Konsistenz und den richten Geschmack? Und hier kommen das Tandoori-Curry und die Sriracha-Sauce ins Spiel, welche für eine sehr leckere und deutlich pikante Würze sorgten. Das noch leicht knackige Gemüse und die zarten und saftigen Hähnchenbrustwürfel komplettierten das Gericht schließlich noch und machten dieses Glasnudel-Curry zu einem der leckersten Currys die ich seit längerer Zeit gekocht habe. Ein sehr empfehlenswertes Rezept, dass mit Sicherheit auch ohne Fleisch in seiner vegetarischen Variante ebenso schmackhaft ist. Kann ich vorbehaltlos weiter empfehlen und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal bei mir auf dem Tisch gestanden haben – wobei ich natürlich jetzt bereits überlege ob ich es nicht noch durch eine größere Bandbreite an Gemüsesorten oder irgend welche andere Variationen zusätzlich optimieren kann. Sollte dem so sein, werde ich hier natürlich darüber berichten. 😉

40 - Tandoori glas noodles curry with chicken - Side view / Tandoori Glasnudel-Curry mit Hähnchen - Seitenansicht

Guten Appetit

Pork Vindaloo – das Rezept

Nach all den Ofengerichten, die ich in letzter Zeit zubereitet hatte, stand heute mal wieder etwas exotisches aus dem Wok auf meinem Kochplan, denn ich wollte Pork Vindaloo. Das Rezept stammt ursprünglich aus der südindischen Region Goa, wo es während der 450jährigen portugischen Kolonialzeit entstanden sein soll. Der Begriff Vindaloo ist dabei (angeblich) aus dem portugiesischen Vinha de alhos entstanden, was soviel wie Knoblauch-Rebe bedeutet. Hauptbestandteil ist die Vindaloo-Paste, die ich natürlich nicht dazu kaufte, sondern selbst herstellte. Heute ist dieses Gericht, das besonders für seine kräftige Schärfe bekannt ist, vor allem in Großbritannien sehr beliebt, wo es auf keiner Speisekarte eines indischen Restaurants fehlen darf. Man kann es natürlich auch mit Rind oder Geflügel zubereiten, aber mir persönlich war heute nach Schweinefleisch. Außerdem entschloss ich mich dazu, noch ein paar Erbsen, Möhren und Kartoffeln mit im Curry zu verarbeiten. Durch die Kartoffeln sparte ich es mir außerdem, zusätzlich Reis oder Naan-Brot als Sättigungsbeilage zubreiten zu müssen. Das Ergebnis war ein überaus leckeres Curry, das ich nun mit diesem Beitrag einmal in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

600g gewürfeltes Schweinefleisch
01 - Zutat Schweinefleisch / Ingredient pork

Für die Vindaloo-Paste

1 gehäufter Teelöffel Koriander
02 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

1 gehäufter Teelöffel Kreuzkümmel
03 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 Teelöffel Senfkörner
04 - Zutat Senfkörner / mustard seeds

1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
05 - Zutat schwarze Pfefferkörner / Ingredient black pepper corns

1 gestrichener Teelöffel Bockshornklee
06 - Zutat Bockshornklee / Ingredient fenugreek

4-5 getrockente Chilis (oder auch mehr – je nach gewünschtem Schärfegrad)
11 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

1/2 Teelöffel Salz
07 - Zutat Salz / Ingredient salt

1 Teelöffel Zucker
08 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

1 Esslöffel Weißweinessig
09 - Zutat Weißweinessig / Ingredient white wine vinegar

1 Esslöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

Außerdem benötige wir

1 große Gemüsezwiebel
12 - Zutat Gemüsezwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
14 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 große Möhre
15 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

1 Dose Kokosnussmilch (400ml)
16 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

1 Dose stückige Tomaten (400g)
17 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

1/2 Stange Zimt
18 - Zutat Zimtstange / Ingredient cinnamon stick

1 gehäufter Teelöffel Kurkuma
19 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

1/2 Teelöffel Kardamom
20 - Zutat Kardamom / Ingredient cardamom

500g Kartoffeln
21 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

150g Erbsen (TK)
22 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

außerdem etwas Naturjoghurt zum garnieren
sowie etwas Öl – vorzugsweise Erdnussöl – zum braten

Beginnen wir damit, die Vindaloo Paste zuzubereiten. Dazu entkernen wir die Chilis
23 - Chilis entkernen / Decore chilis

und geben diese zusammen mit Senfkörnern, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee
24 - Koriander, Kreuzkümmel, Chilis, Senfkörner & Bockshornklee in Pfanne geben / Put coriander, cumin, chilis, mustard seeds & fenzgreek in pan

sowie die Pfefferkörner in eine Pfanne
25 - Pfefferkörner addieren / Add pepper corns

und rösten sie ohne Fett für 5-6 Minuten an bis sich der Geruch der Gewürze deutlich in der Küche ausbreitet.
26 - Gewürze ohne Fett anrösten / Roast spices without fat

Die angerösteten Gewürze geben wir dann in einen Mörser,
27 - Gewürze in Mörser geben / Put spices in mortar

zerstoßen sie sehr gründlich
28 - Gewürze im Mörser zerstoßen / Ground seasonings in mortar

und schütten wie anschließend in eine Schüssel,
29 - Zerstoßene Gewürze in Schüssel geben / Put ground seasons in bowl

wo wir Zucker und Salz dazu geben,
30 - Zucker & Salz hinzufügen / Add sugar & salt

den Esslöffel Tomatenmark addieren
32 - Tomatenmark dazu geben / Add tomato puree

und alles zu unserer Vindaloo-Paste vermischen.
33 - Zu Vindaloo-Paste verarbeiten / Create vindaloo mix

Anschließend schälen und würfeln wir die Zwiebel,
34 - Zwiebel würfeln / Dice onion

zerkleinern die Knoblauchzehen
35 - Knoblauch zerkleinern & Mince garlic

und schälen die Möhre
36 - Möhre schälen / Peel carrot

um sie zu würfeln.
37 - Möhre würfeln / Dice carrot

Außerdem schälen wir den Ingwer
38 - Ingwer schälen / Peel ginger

und reiben ihn.
39 - Ingwer reiben / Grate ginger

Jetzt erhitzen wir etwas Öl – ich empfehle Erdnussöl – in einem Wok oder einer Pfanne,
40 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Heat up peanut oil in wok

geben das gewürfelte Schweinefleisch hinein
41 - Schweinefleisch in Wok geben / Put pork in wok

braten es rundherum scharf an
42 - Schweinefleisch rundherum anbraten / Fry pork

und entnehmen sie dann wieder, um sie erst einmal bei Seite zu stellen.
43 - Schweinefleisch aus Wok entnehmen / Take pork from wok

Im verbliebenen Bratfett, ggf. unter Zugabe von etwas mehr Öl, dünsten wir dann die gewürfelte Zwiebel an,
44 - Zwiebeln andünsten / Braise onion

geben wenig später den geriebenen Ingwer
45 - Geriebenen Ingwer hinzufügen / Add grated ginger

sowie die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
46 - Knoblauch addieren / Add garlic

bestreuen alles mit Kurkuma
47 - Kurkuma einstreuen / Add curcuma

und dünsten alles für ca. zwei Minuten gemeinsam an
48 - Weiter andünsten / Braise more

bevor wir schließlich auch die gewürfelte Möhre hinzu geben
49 - Möhre  dazu geben / Add carrot

die Zimtstange einlegen
50 - Zimtstange einlegen / Add cinnamon stick

und schließlich alles mit dem halben Teelöffel Kardamom bestäuben.
51 - Kardamom einstreuen / Add cardamom

Schließlich löschen wir alles mit der Kokosnussmilch ab,
52 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconur milk

geben die stückigen Tomaten dazu
53 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und verrühren alles gründlich miteinander, wobei wir es kurz aufkochen lassen.
54 - Verrühren & aufkochen lassen / Mix & bring to a boil

Nun geben wir die angebratenen Schweinefleischstücke in die Sauce,
55 - Fleisch zurück in Wok geben / Put back meat

fügen die Vindaloo-Paste hinzu,
56 - Vindaloo-Paste hinzufügen / Add vindaloo mix

verrühren alles gründlich miteinander, so dass die Paste sich komplett auflöst
57 - Gründlich verrühren / Mix well

und lassen dann unser Curry für 50-60 Minuten geschlossen köcheln,
58 - Geschlossen köcheln lassen / Let simmer closed

wobei wir es hin und wieder natürlich immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennen kann.
59 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

Während unser Gericht vor sich hin köchelt, wenden wir uns den Kartoffeln zu, schälen sie
60 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und schneiden sie in Spalten oder wahlweise auch einfach mundgerechte Stücke.
61 - Kartoffeln in Spalten schneiden / Cut potatoes in wedges

Die Kartoffeln geben wir etwa eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit in unser Curry und heben sie unter – damit sollten sie am Ende gar, aber nicht zu matschig sein.
62 - Kartoffelspalten dazu geben / Add potato wedges

Außerdem geben wir die TK-Erbsen noch mit in den Wok
63 - Erbsen dazu geben / Add peas

verrühren sie gründlich und lassen alles weiter köcheln.
64 - Weiter köcheln lassen / Continue simmering

Am Ende der Garzeit entfernen wir schließlich noch die Zimtstange
65 - Zimtstange entfernen / Remove cinnamon stick

und können das Gericht anschließend – garniert mit einem kräftigen Klecks Naturjoghurts – servieren und genießen.
66 - Pork Vindaloo - Served / Serviert

Die Gewürzkombination erwies sich als wahre Offenbarung, denn sie traf wunderbar die kräftige, aber dennoch leicht unterschwellige Schärfe, wie man sie von traditionellen indischen Gerichten gewohnt ist. Dabei übertünchte sie auch nicht die weniger dominanten Gewürzte, sondern ließ sie alle auf die eine oder andere Art zur Geltung kommen. Ich war wirklich begeistert. In Kombination mit den saftigen Schweinefleichwürfeln, den Erbsen, Möhren und vor allem den Kartoffelstücken ergab sich eine Curry-Zubereitung, die durchaus Potential dazu besitzt zu einer meiner Lieblingscurrys zu werden.

67 - Pork Vindaloo - Side view / Seitenansicht

Eventuell werde ich aber bei der nächsten Zubereitung die Menge an Möhren und Erbsen noch etwas erhöhen, denn sie gingen ein klein wenig unter. Ich hatte auch kurz überlegt, ob ich nicht noch Bohnen mit verarbeiten sollte, denn ich hatte noch Dosen von weißen Bohnen und Kidneybohnen vorrätig, doch ich hatte mich wie man sieht dagegen entschieden, da Bohnen meiner Meinung nach nicht so gut in indische Gerichte passen – ich hatte mich ja schon mit den Kartoffeln ein gutes Stückchen von der traditionellen Zubereitung entfernt.
Ein weiterer Gedanke war es, das Fleisch eventuell vor der Zubereitung noch so marinieren. Dabei hatte ich zuerst mit den Gedanken gespielt, die Vindaloo-Paste dazu zu verwenden, doch aufgrund ihrer festen Konsistenz war ich nicht sicher, ob sie das Fleisch wirklich durchsetzen würde. Eventuell werde ich aber das nächste Mal einfach Geflügel verwenden und werde dieses für einige Stunden oder besser noch über Nacht in einer Mischung aus Kokosmilch und Sojasauce einlegen, damit es schön zart wird.
Wie man sieht sind der Variation bei diesem Gericht kaum Grenzen gesetzt – und ich bin mir auch sicher dass ich hier schon bald mal eine weitere Variation dieses Vindaloo-Gerichts hier vorstellen werde.

Guten Appetit

Curry-Kokosmilch-Risotto mit Mandarinen, Lachs & Shrimps – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag sollte es was das Kochen angeht wieder einmal etwas exotisch werden, denn ich hatte beschlossen, Lachs und Shrimps gemeinsam mit ein paar Dosen-Mandarinen in einem Risotto mit Kokosmilch und Curry zu kombinieren. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas ungewöhnlich, wie sich aber herausstellte handelt es sich hier um eine weitere, sehr leckere Kombination von Obst und Fleisch in einem Hauptgericht. Das Gericht ist zwar mit Sicherheit noch ausbaufähig – dazu am Ende des Beitrags mehr – dennoch möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form zu vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

250g Risotto-Reis
01 - Zutat Risotto-Reis / Ingredient risotto rice

1 Zehe Knoblauch
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 kleine oder 1 große Zwiebel (insg. ca. 180g)
03 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

1 gehäuften Teelöffel Curry
04 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 Esslöffel Öl (z.B. Erdnussöl)
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

250ml Kokosnuss-Milch
05 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

1 Esslöffel gekörnte Brühe
06 - Zutat gekörnte Brühe / Ingredient instant broth

1 Döschen Safran (0,1g)
07 - Zutat Safran / Ingredient saffron

ca. 220g Lachs (TK)
08 - Zutat Lachs / Ingredient salmon

125g Garnelen
09 - Zutat Garnelen / Ingredient shrimps

1 Dose Mandarinen (312g – Abtropfgewocht 175g)
10 - Zutat Mandarinen / Ingredient mandarins

sowie ggf. etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Zuerst lassen wir die Mandarinen auf einem Sieb abtropfen und fangen dabei die Flüssigkeit aus der Dose auf. Außerdem sollten wir den Lachs aus dem Gefrierfach nehmen, damit er etwas antauen kann.
11 - Mandarinen abtropfen lassen / Let mandarins drain

Anschließend schälen und würfeln wir die Zwiebel(n)
12 - Zwiebeln würfeln / Dice onion

und schälen und zerkleinern die Knoblauchzehe.
13 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Außerdem zerstoßen wir die Safranfäden mit etwas Salz in einem Mörser – das Salz verhindert dabei dass sich zu viel von den ätherischen Stoffe aus dem Safran an den Wänden das Mörsers absetzt-
14 - Safran mörsen / Pestle saffron

und lösen dann alles in etwas lauwarmen Wasser auf.
15 - Safran in warmen Wasser auflösen / Dissolve saffron in warm water

Damit sind alle zu diesem Zeitpunkt notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen und wir können mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu erhitzen wir die beiden Esslöffel Öl in einer etwas höheren Pfanne mit Deckel
16 - Öl erhitzen / Heat up oil

und dünsten Knoblauch und Zwiebel(n) glasig an.
17 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onions & garlic lightly

Dann bestäuben wir alles mit dem gehäuften Teelöffel Currypulver,
18 - Mit Curry bestäuben / Sprinkle with curry

dünsten dieses für ein bis zwei Minuten mit in der Pfanne an
19 - Curry mit anbraten / Braise curry

und geben dann den Risotto-Reis hinzu
20 - Reis hinzufügen / Add rice

um diesen ebenfalls mit anzudünsten bis er leicht glasig wird.
21 - Reis glasig andünsten / Braise rise lightly

Das Ganze löschen wir dann mit dem aufgefangenen Saft aus der Mandarinen-Dose ab
22 - Mit Mandarinensaft ablöschen / Deglaze with mandarin juice

und lassen diesen komplett einkochen
23 - Mandarinensaft einkochen lassen / Allow mandarin juice to reduce

bevor wir schließlich die Kokosnuss-Milch dazu geben
24 - Kokosnussmilch dazu geben / Add coconut milk

und den Esslöffel mit der gekörnten Brühe darin einrühen.
26 - Gekörnte Brühe einrühren / Add instant broth

Nun lassen wir alles mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Stufe für einige Minuten garen, bis der Reis einen Teil der Kokosnussmilch in sich aufgesogen hat
27 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

und rühren dann den aufgelösten Safran ein.
28 - Safran unterheben / Stir in saffron

Anschließend lassen wir das Risotto für weitere 15 bis 20 Minuten auf leicht reduzierter Stufe garen, wobei wir es hin und wieder umrühren sollten
29 - Gelegentlich umrühren / Stir from time to time

und bei Bedarf etwas Wasser hinzu geben, damit nichts anbrennt. Dabei sollten wir aber darauf achten, nur so viel Wasser hinein zu geben, wie der Reis auch aufnehmen kann – wir wollen ja am Ende keine Reissuppe haben. 😉
30 - Bei Bedarf Wasser hinzu geben / Add water if required

Kurz vor Ende der Garzeit schneiden wir den inzwischen angetauten Lachs in kleine Stücke
31 - Lachs zerkleinern / Mince salmon

und geben ihn sobald der Reis gar ist mit in Pfanne.
32 - Lachs hinzufügen / Add salmon

Außerdem geben wir noch die Garnelen
33 - Garnelen addieren / Add shrimps

sowie die Mandarinen hinzu
34 - Mandarinen dazu geben / Add mandarins

und lassen dann alles zusammen auf niedrigster Stufe bei geschlossenem Deckel gar ziehen. Ggf. schmecken wir dabei alles auch noch mal mit Salz und Pfeffer ab.
35 - Geschlossen gar ziehen lassen / Simmer closed

Ist der Lachs mit der Resthitze schließlich gegart, was etwa fünf Minuten dauern dürfte, können wir das Gericht mit etwas Petersilie garniert servieren und genießen.
36 - Curry-Kokosmilch-Risotto mit  Mandarinen, Lachs & Garnelen - Serviert / Curry coconut risotto with mandarins, salmon & shrimps - Served

Leider waren die geschälten Mandarinen beim unterheben etwas zerfallen, das hatte aber glücklicherweise keinerlei Einfluss auf das geschmackliche Gesamtergebnis dieser Zubereitung. Und diese fiel aus meiner Sicht sehr positiv aus, denn die Kombination aus fruchtigen Mandarinen, pikanten Curry, cremiger Kokosmilchsauce, Lachs, Garnelen und dem Risotto-Reis erwies sich sehr gelungen. Dabei hielten sich die Süße der Früchte und der kräftige Geschmack der anderen Komponenten sehr schön die Waage, ohne dass eine von beiden Ausprägungen zu dominant erschien. Genau so mag ich es bei solchen Gerichten. Auch wenn es im Nachhinein gesehen vielleicht noch gut gepasst hätte, wenn ich noch ein bisschen Gemüse wie zum Beispiel ein paar Erbsen mit hinzu gegeben hätte. Das hätte mit Sicherheit nicht nur visuell etwas her gemacht.

37 - Curry-Kokosmilch-Risotto mit  Mandarinen, Lachs & Garnelen - Seitenansicht / Curry coconut risotto with mandarins, salmon & shrimps - Side view

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach liegt alles zusammen bei etwa 2200kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen kommen wir also auf einen Wert von 550kcal pro Portion, also ein absolut akzeptabler Wert bei einem Hauptgericht. Teilen wir es auf 3 Portionen, wobei diese Portionen wirklich ziemlich groß wären, liegen wir bei 733kcal pro Portion. Neben dem Reis mit etwa 870kcal ist hier vor allem die Kokosnussmilch ca. 450kcal die Zutat mit dem größten Einzelwert. Am Reis kann man nur wenig sparen, aber wenn man hier vielleicht noch zu einer fettreduzierten Variante der Kokosmilch greifen und insgesamt ca. 150kcal sparen.

Guten Appetit

Indische Curry-Hackbällchen – das Rezept

Auch heute wollte ich mal wieder meinen Exkurs in die exotischen Gefilde der Küchenkunst fortsetzen und entschied mich nach einiger Recherche dazu, mal ein paar Hackbällchen mit einem Curry-Gericht zu kombinieren. Heraus kamen dabei diese Indischen Curry-Hackbällchen, wobei ich allerdings nicht meine Hand dafür ins Feuer legen würde dass hier tatsächlich nur indische Aspekte des Kochens Anwendung fanden. Viel mehr würde ich das Gericht als Fusion von verschiedenen asiatischen Küchen bezeichnen, was das Rezept aber eher noch aufwertet. Ich war von dem Ergebnis auf jeden Fall sehr begeistert und möchte es daher natürlich nicht versäumen, dieses Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen ?

500g Hackfleisch halb & halb
01 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

2 Schalotten (ca. 100g)
02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2 TL Curry
03 - Zutat Curry / Ingredient curry

200g Erbsen (TK)
04 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

100g kleinere Möhren
05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

375ml Kokosnuss-Milch
06 - Zutat Kokosnussmilch / Ingredient coconut milk

2 TL gelbe Currypaste (gibt es im Asia-Laden oder im gut sortierten Supermarkt)
07 - Zutat gelbe Currypaste / Ingredient yellow curry paste

ca. 80g Sesam
08 - Zutat Sesam / Ingredient sesame

1 TL Zucker
09 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

1 Handvoll Basilikum
10 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

1 Zitrone
11 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

2 EL Öl (z.B. Erdnussöl)
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

220g Basamati-Reis
12 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir die Schalotten,
13 - Schalotten würfeln / Dice shallots

entkernen die Chilis
14 - Chilis entkernen / Decore chilis

und schneiden sie in kleine Stückchen.
15 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

Außerdem schälen wir die Möhren,
16 - Möhren schälen / Peel carrots

schneiden sie in Scheiben
17 - Möhren in Scheiben schneiden / Cut carrots in slices

und pressen schließlich noch die Zitrone aus.
18 - Zitrone auspressen / Squeeze lemon

Nachdem wir dann die Sesam-Samen in einer Pfanne ohne Öl geröstet und sie zum abkühlen bei Seite gestellt haben
19 - Sesam anrösten / Roast sesame

geben wir das Hackfleisch und die gewürfelten Schalotten in eine Schüssel,
20 - Hackfleisch & Schalotten in Schüssel geben / Put ground meat & shallots in bowl

fügen die beiden Teelöffel Currypulver hinzu,
21 - Curry addieren / Add curry

würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer
22 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

und vermengen dann alles gründlich miteinander – gerne auch mit den (natürlich sauberen) Händen.
23 - Gründlich vermengen / Mix well

Aus der so entstandenen Mischung formen wir dann etwa gleich große Bällchen
24 - Bällchen formen / Form to meatballs

und wälzen diese dann im angrösteten und inzwischen abgekühlten Sesam. Bei mir reichte es nicht für alle Bällchen, aber das war nicht weiter schlimm – dazu gleich mehr.
25 - Im Sesam wälzen / Cover with sesame

Nachdem wir dann die beiden Esslöffel Öl – ich griff zu Erdnussöl, das meiner Meinung nach wunderbar zu einem solchen Gericht passt – in einer Pfanne erhitzt haben
26 - Öl erhitzen / Heat up oil

dünsten wir zuerst die Chilis
27 - Chili andünsten / Braise chilis lightly

und wenig später auch die Möhren für zwei bis drei Minuten darin an
28 - Möhren anbraten / Braise carrots

und löschen dann alles mit der Kokosnuss-Milch ab.
29 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconut milk

Diese lassen wir kurz aufkochen
30 - Aufkochen lassen / Bring to cook

und geben dann die Hackfleisch-Bällchen hinein
31 - Hackbällchen hinzufügen / Add meatballs

um sie in fünf bis sechs Minuten gar ziehen zu lassen.
32 - Gar ziehen lassen / Cook

Parallel setzen auch schon mal einen Topf mit Wasser für den Reis auf und beginnen ihn zu erhitzen.
33 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

Sind die Hackbällchen durch gegart, rühren wir schließlich die beiden Teelöffel gelbe Currypaste in die Kokosmilchsauce
34 - Currypaste einrühren / Add curry paste

fügen den Teelöffel Zucker hinzu
35 - Mit Zucker würzen / Season with sugar

und addieren schließlich auch die Erbsen, um sie in der Sauce mit zu kochen.
36 - Erbsen addieren / Add peas

Inzwischen müsste auch das Wasser für den Reis kochen, so dass wir es mit einem halben Esslöffel Salz versehen
37 - Wasser salzen / Salt water

und geben den Reis hinein, um ihn schließlich gemäß Packungsanleitung zu kochen.
38 - Reis kochen / Cook rice

Während der Reis köchelt, lassen wir die Sauce etwas reduzieren und probieren sie dabei auch gleich einmal
39 - Probieren / Try

und schmecken sie ggf. noch einmal mit etwas Pfeffer ab.
40 - Mit Pfeffer abschmecken / Taste with pepper

Außerdem waschen die die Basilikum-Blätter, tupfen sie trocken,
41 - Basilikum waschen / Wash basil

zerkleinern sie
42 - Basilikum zerkleinern / Mince basil

und streuen sie schließlich in die Sauce ein.
43 - Basilikum einstreuen / Add basil

Abschließend schmecken wir alles noch einmal mit einem kräftigen Schuss Zitronensaft ab, lassen die Sauce dann aber nicht mehr kochen.
44 - Mit Zitronensaft abschmecken / Season with lemon juice

Sobald der Reis dann gar ist, können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
45 - Indische Curry-Hackbällchen - Serviert / Indian curry meatballs - Served

Da ich Fleischbällchen bisher eher gebraten und nicht in Flüssigkeit gegart hatte, war ich nicht sicher gewesen wie sie werden würden. Doch alle Befürchtungen waren unnötig gewesen, denn sie erwiesen sich als durchgehend gekocht und auch was die Würzung anging meiner MEinung nach sehr gelungen. Der Sesam mit dem ich einige von ihnen garniert hatte, hatte sich beim garen zwar leider größtenteils von den Fleischbällchen gelöst. Aber das war nicht weiter Schlimm, denn so gaben sie der fruchtig-scharfen, schön dickflüssigen Kokosmilch-Sauce noch eine leicht nussige Note, die meiner Meinung nach wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition passte. Gemeinsam mit dem Reis ergab sich so ein Gericht, dass ich mal wieder wärmstens weiter empfehlen kann – ich war sehr zufrieden.

46 - Indische Curry-Hackbällchen - Seitenansicht / Indian curry meatballs - Side view

47 - Indische Curry-Hackbällchen - Querschnitt / Indian curry meatballs - Lateral cut

Werfen wir zum Abschluss wie gewohnt noch einen Blick auf die Nährwerte dieser Zubereitung. Für die Fleischbällchen in Kokosmilchsauce habe ich einen Wert von 2200kcal ermittelt, also 550kcal pro Portion. Dazu müssen wir dann noch einmal je 185kcal pro Portion für den Basmati-Reis addieren, womit wir auf eine Summe von 735kcal pro Portion kommen. Also kein wirklich leichtes Gericht, aber das hatte ich bei der Verwendung von Hackfleisch auch nicht wirklich erwartet. Dabei hat aber auch die Kokosmilchsauce einen nicht unerheblichen Anteil zu diesem Ergebnis beigetragen. Dennoch denke ich, dass sich dieser Wert noch im absolut akzeptablen Bereich für ein Hauptgericht bewegt. Eine leckeres Beispiel der Fusions-Küche, das ich nicht nur Freunden der exotischen Küche ans Herz legen kann.

Guten Appetit

Fruchtiges Hühnchen-Curry mit Banane, Ananas & Mango – das Rezept

Nachdem ich mit der Kombination aus verschiedenen Fleischsorten und Früchten in letzter Zeit einige sehr leckere Gerichte hatte zaubern können, wollte ich – natürlich auch ein wenig inspiriert vom Putengeschnetzelten in fruchtiger Currysauce vom Donnerstag – heute noch ein Stück weiter gehen und gleich drei Obstsorten, nämlich Banane, Ananas und Mango, in einem Hühnchen-Curry kombinieren. Klingt zwar im ersten Moment etwas verrückt, aber das Ergebnis erwies sich als so außergewöhnlich und überaus gelungen, dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Art und Weise vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

1 Mango (ca. 400g)
01 - Zutat Mango / Ingredient mango

2 Bananen (á 150 – 180g – nicht zu reife Exemplare)
02 - Zutat Bananen / Ingredient bananas

1 Dose Ananas (ungezuckert – 443g – 260g Abtropfgewicht)
03 - Zutat Ananas / Ingredient pineapple

450 – 500g Hähnchenbrust-Filet
04 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

2 kleine oder 1 große Chili
05 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

200ml Kokosmilch
06 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

1 Esslöffel Honig
07 - Zutat Honig / Ingredient honey

4-5 Teelöffel Curry
08 - Zutat Curry / Ingredient curry

etwas Öl (wenn möglich Erdnuss-Öl) zum braten
etwas Salz und Pfeffer zum würzen

sowie als Sättigungsbeilage:

250g Basmati-Reis
09 - ZutatBasmati-Reis / Ingredient basmati rice

Beginnen wir damit, die Ananas in einem Sieb abtropfen zu lassen und den Saft dabei aufzufangen.
10 - Ananas abtropfen lassen / Drain pineapple slices

Anschließend wenden wir uns der Mango zu und schneiden jeweils rechts und links des Kerns die öußeren Scheiben ab.
11 - Mango zerteilen / Cut mango

Die Scheiben ritzen wir dann kreuzförmig ein, ohne dabei die Schale zu verletzen,
12 - Kreuzförmig einschneiden / Cut in cross-shaped

und stülpen die Schale dann nach außen. Die so entstandenen Würfel können wir mit Hilfe eines Löffels von der Schale lösen.
13 - Mangoschale nach außen stülpen / Pull over mango peel

Den Rest der Mango würfeln wir ganz regulär.
14 - Mango würfeln / Dice mango

Als nächstes schälen wir die Banane und scheinden ihr Inneres in etwas dickere Scheiben,
15 - Banane in Scheiben schneiden / Cut banane in slices

die wir dann von beiden Seiten mit etwas Honig benetzen und erst einmal bei Seite stellen.
16 - Bananenscheiben mit Honig benetzen / Moisten banana slices with honey

Außerdem entkernen
17 - Chilis entkernen / Decore chilis

und zerkleinern wir die Chilis
18 - Chilis zerkleinern / Grind chilis

und achteln die Ananas-Ringe.
19 - Ananas zerkleinern / Mince pineapple

Anschließend waschen wir die Hähnchenbrust, tupfen sie trocken
20 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

entfernen unschöne Stellen wir Knochenreste oder Sehnen und schneiden sie schließlich in mundgerechte Streifen.
21 - Hähnchenbrust in Streifen schneiden / Cut chicken breast in stripes

Nun beginnen wir, etwas Wasser für den Reis in einem Topf zu erhitzen
22 - Wasser für Reis aufsetzen / Heat up water for rice

und geben parallel zwei Esslöffel Öl – ich empfehle Erdnuss-Öl – in eine Pfanne, wo wir es erhitzen.
23 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat oil in pan

In das heiße Öl geben wir dann die Hähnchenbrust-Streifen
24 - Hähnchenbrust hinzu geben/ Add chicken breast

und braten sie rundherum an
25 - Hähnchenbrust anbraten / Sear chicken breast

um sie anschließend zu entnehmen und bei Seite zu stellen.
26 - Hähnchenbrust entnehmen & bei Seite stellen / Remove chicken breast & put aside

In das verbliebene Bratenfett, bei Bedarf geben wir noch etwas Öl hinzu, geben wir nun die mit Honig benetzten Bananenscheiben
27 - Bananescheiben in Pfanne geben / Put banana slices to pan

und braten sie von beiden Seiten an bis der Honig anfängt leicht zu bräunen.
28 - Von beiden Seiten goldbraun anbraten / Brown from both sides

Auch sie entnehmen wir dann wieder und legen sie bei Seite. Dabei die Scheiben bitte nicht stapeln, sonst kleben sie aneinander!
29 - Bananescheiben bei Seite stellen / Put banana slices aside

Nun geben wir die Ananas-Scheiben in die Pfanne
30 - Ananas anbraten / Braise pineapple

und fügen die zerkleinerten Chilis hinzu, um beides gemeinsam für zwei bis drei Minuten anzubraten.
31 - Chili hinzufügen / Add chili

Das Ganze löschen wir dann mit einem kräftigen Schuss – etwa 100ml – des aufgefangenen Ananas-Safts ab
32 - Mit Ananassaft ablöschen / Deglaze with pineapple juice

und geben die Mango-Würfel dazu.
33 - Mango dazu geben / Add mango

Inzwischen müsste auch unser Reiswasser kochen, so dass wir einen halben bis dreiviertel Esslöffel Salz hinzu geben
34 - Wasser salzen / Salt water

und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
35 - Reis kochen / Cook rice

Nun geben wir das angebratene Hühnchen-Fleisch zu Ananas und Mango in die Pfanne
36 - Fleisch wieder hinzufügen / Add meat again

und bestäuben alles mit vier Esslöffeln Currypulver
37 - Mit Curry bestäuben / Dredge with curry

um schließlich die Kokosmilch hinzu zu geben
38 - Kokosmilch dazu geben / Add coconut milk

und alles kurz aufkochen zu lassen.
39 - Kurz aufkochen lassen / Boil up

Kleiner Tipp an dieser Stelle noch: Sehr lecker ist hier auch eine Kombination verschiedener Curry-Sorten – ich habe zum Beispiel noch einen Teelöffel Hot Madras Curry mit dem Standard-Curry kombiniert und war sehr zufrieden.

Unsere Curryzubereitung schmecken wir nun noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer ab und lassen die Sauce auf leicht reduzierter Stufe etwas einreduzieren. Alternativ kann man sie auch mit etwas hellem Saucenbinder binden.
40 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

Kurz bevor der Reis fertig ist, heben wir schließlich noch die angebratenen Bananenscheiben unter und lassen sie wieder heiß werden
41 - Bananenscheiben unterheben / Fold in banana slices

bevor wir das Gericht schließlich servieren und genießen können.
42 - Fruchtiges Hühnchen-Curry - Serviert / Fruity chicken curry - Served

Ich hätte nicht gedacht, dass die Kombination aus drei Obstsorten, Kokosmilch, Hähnchenbrust und Curry ein so wunderbar würzig-scharfes und gleichzeitig fruchtiges Gericht ergeben würde. Hätte ich nicht zu befürchten gehabt, dass ich hinterher schrecklich klebe, hätte ich mich wahrlich hinein knien können. 😉 Meine Befürchtung dass es zu süß werden würde, erwies sich trotz all des Obsts und des Honigs als vollkommen unbegründet, die Grade von Schärfe durch Curry und Chilis sowie die Süße durch Früchte und Honig hielten sich in einer sehr gelungenen Waage und gaben dem Gericht einen unvergleichlich leckeren Geschmack. Dabei seien noch einmal besonders die Banananenscheiben hervor gehoben, die dank ihres benetzen mit Honigs und anschließendem anbraten auch nach dem hinzufügen zur Sauce eine wunderbar feste und leicht knackige Konsistenz bewahrten. Dass der Reis eine sehr gut passende Sättigungsbeilage dazu war, brauche ich wohl nicht mehr explizit zu erwähnen.

43 - Fruchtiges Hühnchen-Curry - Seitenansicht / Fruity chicken curry - Side view

Vielleicht wäre es noch eine gute Idee gewesen, die Hähnchenbruststreifen vor der Zubereitung für einige Stunden z.B. in einer Kombination aus Sesamöl, etwas Sojasauce, Curry und gehacktem Knoblauch zu marinieren – das gibt dem Gericht mit Sicherheit noch einen zusätzlichen geschmacklichen Kick. Leider kam ich heute zu spät auf die Idee, aber für das nächste Mal werde ich es im Hinterkopf behalten.
Werden wir nun abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Ohne den Reis kommt das Gericht meiner Kalkulation nach auf 1900kcal, aufgeteilt auf vier Portionen also 475kcal. Dazu kommen noch einmal ca. 880kcal für den Reis, also 220kcal pro Portion, womit wir bei einer Summe von 695kcal pro Portion angekommen wären. Also kein wirklich leichtes Gericht, aber dennoch absolut im Rahmen der Werte, die für eine ausgewogene Hauptmahlzeit noch akzeptabel sind.

Guten Appetit