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Pfeffersteak vom Thunfisch mit Tagliatelle al nero di seppia & peperonata [28.11.2014]

Friday, November 28th, 2014

Als ich heute das Pfeffersteak vom Thunfisch mit Kräuterbutter, Tagliatelle al nero di seppia und Peperonata im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants entdeckte, brauchte ich nicht mehr lange zu überlegen: das war mein heutiges Mittagsgericht. Daher ist es nur der Vollständigkeit geschuldet das ich erwähne dass außerdem bei Vitality ein Feinen Putenbraten in Champignonrahmsauce, dazu Reis (der übrigens heute mal sehr gut und nicht so trocken wie sonst aussah), bei Tradition der Region Kaiserschmarrn mit Apfelmus und an der Asia-Thai-Theke Gebackene Ananas und Banane sowie Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer angeboten wurde. Zum Thunfischsteak gesellte sich noch ein Becherchen Stracciatella-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tuna pepper steak with herb butter, tagliatelle al nero di seppia & peperonata  / Pfeffersteak vom Thunfisch mit Kräuterbutter, Tagliatelle al nero di seppia & peperonata

Dieses Mal hatte man es tatsächlich geschafft, mal wirklich schwarze Tagliatelle mit dem Gericht zu servieren und sie nicht wie letzte Woche durch Penne ersetzt. Die fast schwarze Farbe der Tagliatelle wird übrigens laut meiner Recherche durch Verwendung der Tinte von Tintenfischen erreicht. Das schmeckt man aber beim Verzehr überhaupt nicht, der Geschmack entspricht eher dem gewöhnlicher Nudeln. Aber das Highlight des Gerichts waren natürlich nicht die schwarzen Nudeln, sondern das angenehm groß geratene, mit Pfeffer gewürzte Thunfischsteak, das sich nicht nur als angenehm saftig erwies, sondern auch so sanft gebraten worden war, dass seine Mitte noch leicht Rosa war. Gemeinsam mit der pikanten Sauce mit Peperoni und angebratenen Paprikastreifen, der Kräuterbutter und dem Saft der beigelegten Zitrone ergab sich so ein sehr leckeres und überaus hochwertiges Mittagsgericht. Nach der Enttäuschung von gestern ein wirklicher Lichtblick. Und auch an dem luftig-lockeren, cremigen Stracciatella-Mousse gab es nichts auszusetzen.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Thunfischsteak heute hoch in der Gunst und konnte sich mit einem kleinen, aber dennoch deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten heute die Asia-Gerichte, die aber nur knapp vor dem ebenfalls sehr beliebten Putenbraten lagen, der somit den dritten Platz belegte. Zählte man nur diejenigen, die den Kaiserschmarrn als alleiniges Hauptgericht gewählt hatten, landete dieser nur auf dem vierten Platz, nimmt man aber noch all jene hinzu, die halbe oder auch ganze Portionen als zusätzlichen Nachtisch zu einem der anderen Gerichte auf dem Tablett hatten, lag er wohl gemeinsam mit dem Putenbraten auf dem dritten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Thunfischsteak: ++
Paprika-Peperoni-Sauce: ++
Tagliatelle nero: ++
Stracciatella-Mousse: ++

Brotauflauf mit Kasseler & Käse – das Rezept

Saturday, January 4th, 2014

Ich bin ja ein großer Fan von Aufläufen aller Art. Doch die meisten der Aufläufe die ich bisher ausprobiert hatte waren mit Nudeln oder irgend einer Abart davon (z.B. Cannelloni oder Lasagne) zubereitet. Da kam mir die Idee, einen Auflauf mit Brot zuzubereiten gerade recht, um mal etwas neues ausprobieren zu können. Aus einer Auswahl verschiedener Varianten fiel meine Wahl schließlich auf einen Brotauflauf mit Kasseler und Käse, den ich noch zusätzlich mit etwas Gemüse in Form von Paprika und Champignons ergänzte. Das so entstandene Rezept möchte ich nun im folgenden Beitrag einmal in gewohnter Form kurz vorstellen.

Was benötigt man also für 4 Portionen?

ca. 500g Kasseler (bei Kasseler mit Knochen lieber etwas mehr nehmen – wichtig ist vor allem, das am Ende ca. 6 Scheiben heraus kommen)
01 - Zutat Kasseler / Ingredient smoked pork

einige Scheiben Baguette (Anzahl ist abhängig von Größe des Baguettes sowie der Auflaufform)
02 - Zutat Baguette / Ingredient baguette

200 – 250g würziger Käse, z.B. Gruyere (Am besten an der Käsetheke in 6 Scheiben schneiden lassen)
03 - Zutat Gruyere Käse / Ingredient cheese

100g Kräuterbutter
04 - Zutat Kräuterbutter / Ingredient herb butter

1 Bund Petersilie
05 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 mittlere rote Paprika (ca. 160 – 180g)
06 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

150g kleinere Champignons
07 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

400ml Milch
08 - Zutat Milch / Ingredient milk

3 Hühnereier – Größe M
09 - Zutat Eier / Ingredient eggs

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und etwas Butter oder Butterschmalz zum anbraten und ausfetten der Auflaufform

Beginnen wir nun damit, die Champignons zu reinigen – z.B. unter etwas Wasser –
10 - Champignons waschen / Wash mushrooms

und sie dann zu trocknen, um zuerst das trockene Stielende abzuschneiden und sie dann zu Vierteln. Größere Exemplare können wir auch Achteln.
11 - Champignons vierteln / Quarter mushrooms

Außerdem waschen wir die Paprika,
12 - Paprika waschen / Clean bell pepper

entkernen und vierteln sie und schneiden sie dann in kleine Würfel.
13 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Während wir dann etwas Butter oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen
14 - Butterschmalz zerlassen / Melt ghee

entfernen wir Fett und Knochen von unserem Kasseler
15 - Kasseler von Knochen & Fett befreien / Remove bones & fat

und schneiden es dann z.B. mit einer Brotmaschine in gleichmäßig große Scheiben.
16 - Kasseler ggf. halbieren / Cut smokes pork in halfs

Inzwischen ist auch das Butterschmalz heiß genug, um darin die Paprikawürfel für etwa drei bis vier Minuten anzubraten bis sie etwas Farbe bekommen.
17 - Paprika anbraten / Braise bell pepper

Dann geben wir die zerkleinerten Champignons hinzu
18 - Pilze addieren / Add mushrooms

und braten sie für einige weitere Minuten mit an, bis sie ebenfalls etwas Farbe bekommen haben. Anschließend nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen den Inhalt etwas abkühlen.
19 - Pilze anbraten / Braise mushrooms

Nun waschen wir noch die Peterseilie
20 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
21 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründlich.
22 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Nachdem wir anschließend begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, geben wir die Milch in eine Schüssel,
23 - Milch in Schüssel gießen / Pour milk in bowl

geben den Inhalt der drei Eier hinzu
24 - Eier dazu geben / Add eggs

und verrühren alles gut miteinander
25 - Gut verrühren / Mix well

wobei wir alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
26 - Mit Pfeffer, Salz & Muskatnuss würzen / Season with pepper, salt & nutmeg

Dann heben wir noch die Petersilie
27 - Petersilie einstreuen / Add parsley

sowie die angebratenen Paprika und Champignons unter. Die so entstandene Mischung stellen wir erst einmal bei Seite
28 - Paprika & Champignons hinzufügen / Add bell pepper & mushrooms

und schneiden anschließend das Baguette in gleichmässig große Scheiben.
29 - Baguette in Scheiben schneiden / Cut baguette in slices

Ich habe dann erst einmal versucht, wie viele Baguette-Scheiben in meine Auflaufform passen – das waren genau sechs Stück, die Anzahl kann aber abhängig von der Größe des Baguettes und der Form etwas variieren. Die ausreichende Anzahl von Baguette-Scheiben bestreichen wir dann großzügig mit den 100g Kräuterbutter.
30 - Baguette mit Kräuterbutter beschmieren / Cover baguette slices with herb butter

Nachdem wir dann unsere Auflaufform, z.B. mit etwas Butter, ausgefettet haben,
31 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

geben wir die mit Kräuterbutter bestrichenen Baguettescheiben hinein,
32 - Baguette in Auflaufform geben / Put baguette in casserole

belegen sie mit dem Kasseler
33 - Kasseler dazu geben / Add smoked pork

und bedecken dieses schließlich mit dem Käse.
34 - Mit Käse belegen / Cover with cheese

Über das Ganze gießen wir schließlich unsere Milch-Eier-Mischung
35 - Mit Mischung übergießen / Drain with mix

und verteilen dann – falls notwendig – die Champignons, Paprikawürfel und Petersilie noch etwas gleichmässig.
36 - Gleichmässig verteilen / Spread

Inzwischen müsste auch der Backofen soweit vorgeheizt sein, dass wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein schieben und alles für 25 bis 30 Minuten backen können.
37 - Im Ofen backen / Bake

Anschließend brauchen wir das fertige Gericht nur noch zu entnehmen
38 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Fertig gebacken / Bread casserole with smoked pork & cheese - Finished baking

und zu servieren.
39 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Serviert / Bread casserole with smoked pork & cheese - Served

Meine größte Befürchtung war es gewesen, dass die Baguette-Scheiben durch die Mischung aus Milch und Eiern durchweichen und zu matschig werden. Doch glücklicherweise erwies sich dies als unbegründet, denn das Baguette hatte die Flüssigkeit zwar in dich aufgenommen, war aber einigermaßen fest geblieben, wobei meiner Meinung nach auch die Kräuterbutter, die durch das Backen geschmolzen und in die Scheiben eingedrungen war nicht ganz unbeteiligt gewesen sein dürfte. Wichtiger als die Konsistenz ist aber natürlich der Geschmack. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht, denn die Kräuterbutter-Baguettes, das Kasseler und der würzige Gruyere-Käse ergaben eine würzige, überaus gelungene Kombination, die durch die Paprika, Champignons und die Petersilie sehr passend abgerundet wurde. Ich war überaus zufrieden mit dem Ergebnis des heutigen Kochexperiments.

40 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Seitenansicht / Bread casserole with smoked pork & cheese - Side view

41 - Brotauflauf mit Kasseler & Käse - Querschnitt / Bread casserole with smoked pork & cheese - lateral slice

Dass ein solches Gericht was die Nährwerte angeht nicht gerade leicht sein würde, war mir von Anfang an klar gewesen – man bedenke nur die Verwendung von 100 Gramm Kräuterbutter und 200g nicht gerade mageren Käses. Als ich die einzelnen Zutaten mal zusammenrechnete und bei 3300 kcal für die gesamte Zubereitung landete, war ich doch etwas erschrocken. Das entspricht immerhin 825kcal pro Portion – etwa der selbe Wert wie eine Currywurst mit Pommes Frites – und liegt somit schon im oberen Bereich der gerade noch akzeptablen Werte. Eventuell kann man durch Verwendung von etwas weniger Kräuterbutter und eines magereren Käses noch etwas an den Werten drehen, aber inwieweit sich das auf das geschmackliche Gesamtergebnis auswirkt, kann ich nur schlecht abschätzen. Wen ein solcher Wert aber nicht abschreckt, dem kann ich dieses recht einfach zuzubreitende Auflaufrezept wirklich ans Herz legen. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

Guten Appetit

Forelle aus der Alufolie – das Rezept

Saturday, August 10th, 2013

Inspiriert vom gegrillten Fisch vom Donnerstag Abend entschloss ich mich heute dazu, mich auch mal wieder an Fisch, genauer gesagt an Forelle zu versuchen. Da ich leider keinen Grill besitze, fiel die Wahl auf eine Zubereitung in Alufolie im Backofen und mit etwas Weißwein und Kräuterbutter. Als Sättigungsbeilage passten meiner Meinung nach ein paar Petersilienkartoffeln sehr gut dazu. Und das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen. Dabei sei noch angemerkt, dass ich anstatt zwei Forellen eine Forelle und einen Saibling zubereitet habe, der ähnlich wie Forelle ja auch zu den Lachsartigen gehört, aber etwas kleiner ist. Also besser für den etwas kleineren Appetit. 😉

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

2 Forellen oder 1 Forelle
01 - Zutat Forelle / Ingredient trout

und 1 Saibling
02 - Alternative Saibiling / Char (optional)

2-3 Frühlingszwiebeln
03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

2 kleine oder 1 große Möhre
04 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1-2 Zehen Knoblauch (je nach eigenen Vorlieben)
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

etwas Kräuterbutter
06 - Zutat Kräuterbutter / Ingredient herb butter

1 unbehandelte Zitrone
07 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

1 Glas trockener Weißwein
08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient drie white whine

500g kleine Kartoffeln – festkochend
09 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1/2 Bund Petersilie
10 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie Salz & Pfeffer zum würzen des Fischs
etwas Öl zum bepinseln der Alufolie
und etwas Butter zum anbraten der Kartoffeln

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Möhren
11 - Möhren schälen / Peel carrots

und schneiden sie in dünne Scheiben.
12 - Möhren in Scheiben schneiden / Cut carrots into slices

Außerdem waschen wir die Frühlingszwiebeln
13 - Frühlingszwiebeln waschen / Wash spring onions

und schneiden sie in Ringe.
14 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut spring onions in rings

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehe(n) und zerkleinern sie grob.
15 - Knoblauch grob zerkleinern / Grind garlic

Außerdem waschen wir die Zitrone und schneiden sie in dünne Scheiben.

Dann schneiden wir ein Stück Alufolie, ein gutes Stück länger als der Fisch, von der Rolle und bepinseln es mit etwas Olivenöl.
16 - Alufolie zuschneiden & mit Öl bepinseln / Cut kitchen foil & brush with oil

Nachdem wir dann die Forelle gewaschen und trocken getupft haben
17 - Forelle waschen / Wash trout

geben wir den Fisch auf die Folie und würzen ihn von innen und außen kräftig mit Pfeffer und Salz.
18 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt damit zu beginnen, den Ofen auf 175 Grad vorzuheizen.

Nun füllen wir den Bauchraum des Fisches mit Möhren, Knoblauch, Frühlingszwiebeln sowie Zitronenscheiben und Kräuterbutter,
19 - Forelle füllen / Fill trout

legen Zitrone und Kräuterbutter außerdem noch oben auf und klappen dann die Folie herum, so dass nichts heraus laufen kann.
20 - Folie umklappen & Forelle belegen / Fold foil & coat trout

Dann geben wir noch etwas vom Gemüse rund um den Fisch in die Folie und gießen einen kräftigen Schuss Weißwein hinzu.
21 - Weißwein dazu gießen / Add white wine

Auf die selbe Weise verfahren wir mit dem zweiten Fisch.
22 - Saibling befüllen / Fill char

Nachdem wir die Folie dann verschlossen haben, schieben wir beide so verpackten Fische auf einem Backblech in den Ofen, wo sie ca. 35 Minuten garen sollten
23 - Fisch backen /Bake fish

Jetzt setzen wir einen Topf mit Wasser zum kochen auf und schälen die Kartoffeln.
24 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

Kocht das Wasser, salzen wir es ein wenig und lassen dann die Kartoffeln darin für ca. 15 Minuten auf mittlerer Stufe garen.
25 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

In der Zwischenzeit können wir auch die Petersilie waschen, trocken schütteln
26 - Petersilie waschen / Wash parsley

und ihre Blättchen von den Stielen zupfen
27 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

um sie dann fein zu zerkleinern.
28 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Sind die Kartoffeln dann gar, gießen wir sie ab und lassen sie gut abtropfen.
29 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

In einer Pfanne lassen wir dann etwas Butter zergehen
30 - Butter zerlassen / Melt butter

und braten darin unsere Salzkartoffeln für fünf bis sieben Minuten an
31 - Kartoffeln anbraten / Fry potatoes

wobei wir sie noch in der Pfanne mit der gehackten Petersilie garnieren.
32 - Petersilie einstreuen / Add parsley

Ist der Fisch dann fertig gebacken, servieren wir ihn in der Folie und geben die Petersilienkartoffeln direkt hinzu.
33 - Forelle in Alufolie mit Petersilienkartoffeln - serviert / Trout in kitchen foil with parsley potatoes - Served

Das zarte und saftige Fleisch der fast unterarmlangen Forelle war wirklich ein Genuss. Es ließ sich unglaublich leicht und fast rückstandslos von den Gräten lösen und zerging beim Verzehr wahrlich auf der Zunge. Die verwendeten Gewürze, die Kräuterbutter und das Gemüse taten, gemeinsam mit dem Saft der Zitronenscheiben, ihr übriges dazu, um dieses eigentlich recht einfach zuzubereitende Fischgericht zum wahren Genuss zu machen. Dazu noch die angebratenen Kartoffeln, die ich etwas mit dem leckeren Sud vollsaugen ließ, und fertig war ein überaus leckere Mittagsmahl.

34 - Forelle in Alufolie mit Petersilienkartoffeln - Seitenansicht / Trout in kitchen foil with parsley potatoes - Side view

So ein in Folie gegarter Fisch, ob nun Forelle oder Saibling, kann ich wirklich nur empfehlen. Die Auswahl an verwendeten Gemüsesorten sei dabei natürlich jedem frei gestellt. Ich könnte mir zum Beispiel auch gut ein paar Zwiebelringe oder etwas Tomaten dazu vorstellen. Allerdings sollte man auf jeden Fall einen etwas kräftigeren Weißwein verwenden, das gibt dem Fisch das genau richtige Aroma. Als Alternative – vor allem wenn Kinder mit essen sollen – kann man aber notfalls auch Gemüsebrühe nehmen.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Holzfällersteak, Kräuterbutter & Country Potatoes [12.07.2012]

Thursday, July 12th, 2012

Nachdem ich ja mit Gestern schon das zweite Mal diese Woche Asiatisch gespeist hatte, wollte ich mich heute mal wieder auf die reguläre Küche konzentrieren und ließ das Wok-Angebot in Form von Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Currysauce sowie das Gaeng Dang Phed – Gebratene Ente mit frischem Paprika, Zucchini, Bambussprossen in scharfem rotem Curry mal außen vor. Die Papardelle mit Blattspinat und Kren aus der Sektion Vitality sagten mir aber aufgrund des Kren – also Meerrettichs – nicht besonders zu, da Meerrettich eines der wenigen Dinge ist, die ich wirklich nicht mag. Besser klangen da schon die traditionell-regionalen 2 Stück gebackene Camembert mit Preiselbeeren und Salat, aber auch das heutige Sonderangebot in Form von Schweinesülze mit Bratkartoffeln und Remoulade wäre akzeptabel gewesen. Am meisten aber sagte mir schließlich das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Kräuterbutter und Country Potatoes zu, dass heute bei Globetrotter angeboten wurde – daher entschied ich mich schließlich für dieses Gericht und ergänzte es noch mit einem Becherchen Rhabarberquark von der Dessert-Theke.

Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Kräuterbutter

Ich hatte Glück gehabt dass die Schüssel mit den Country Potatoes kurz bevor ich an der Reihe war noch einmal frisch aufgefüllt worden war, denn so erwies sich die wirklich sehr großzügige Portion dieser Sättigungsbeilage als außen angenehm knusprig, innen weich und mehr als ausreichend heiß. Viellicht hätte ich, im Nachhinein gesehen, noch etwas Ketchup mit dazu geben sollen, aber letztlich ging es natürlich auch so. Und auch das in würziger Panada gebratene Schweinenackensteak, das ich mir mit einer der in einer Wasserschale bereitstehenden Kräuterbutter-Stücke garniert hatte, erwies sich als gute Wahl, da es sich als saftig, relativ mager und mit wenig sehnigen oder fettigen Stellen erwies. Insgesamt kein besonders leichtes Gericht, soviel steht fest, aber einmal in der Woche kann ich mir ja durchaus auch mal etwas umfangreicheres Gönnen. Die mit zahlreichen Fruchtstücken versehene, angenehm dickflüssige Rhabarberquark-Zubereitung ergab schließlich einen kleinen, aber wirklich schmackhaften Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Und auch der viele der anderen Kantinengäste schien sich für das Schweinenackensteak mit Country Potatoes entschieden, womit ich ihm ohne jeden Zweifel den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen durfte. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte, aber sehr knapp gefolgt vom ebenfalls recht beliebten gebackenen Camembert. Den vierten Platz teilten sich schließlich die Schweinesülze und die für ein vegetarisches Gericht sehr beliebte Papardelle mit Blattspinat und Kren.

Mein Abschlußurteil:
Holzfällersteak vom Schweinenacken: ++
Country Potatoes: ++
Rhababerquark: ++

Szegediner Gulasch & Fächerkartoffeln – das Rezept

Saturday, January 7th, 2012

Heute war mir mal nach einem Szegediner Gulasch – auch als Krautfleisch bekannt. Beim Fleisch gibt es sowohl Rezepte mit Rind- als auch Schweinefleisch, da ich aber bisher noch keinen Gulasch vom Schwein zubereitet hatte, entschied ich mich für mageres Schweinefleisch von der Schulter. Als Sättigungsbeilage werden zwar normalerweise Salzkartoffeln oder Weißbrot, in Tschechien auch gerne mal Knödel serviert, hier wich ich aber mal etwas von der Tradition ab und entschied mich Fächerkartoffeln mit Kräuterbutter und Knoblauch dazu zu reichen – ein Rezept das schon seit längerem bei mir herum geisterte und das ich nun endlich mal testen wollte. Hier war zwar etwas mehr Timing als sonst angesagt, aber die Zubereitung ist zeitlich wunderbar gelungen und erwies sich als wahrer Genuss so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte das Rezept hier kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

Für die Fächerkartoffeln:

6-8 große Kartoffeln – festkochende Sorte
01-Zutat-Kartoffeln

ca. 50-60g Kräuterbutter
02-Zutat-Kräuterbutter

2-3 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch

sowie etwas Salz

Für den Szegediner Gulasch:

550-600g mageres Schweinefleisch
04 - Zutat Schweinefleisch - mager

1 große oder 2 kleine Zwiebeln (ca. 250g)
05 - Zutat Zwiebel

500g Sauerkraut – küchenfertig
06 - Zutat Sauerkraut

3-4 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch

1/8 Liter Rotwein – trocken
08 - Zutat Rotwein

200g Passierte Tomaten
09 - Zutat Passierte Tomaten

400ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt

1 TL Kümmel
12 - Zutat Kümmel

2 TL Paprikapulver – edelsüß
13 - Zutat Paprikapulver edelsüß

Pfeffer und Salz
14 - Zutat Pfeffer & Salz

4 EL Sauerrahm (Saure Sahne)
15 - Zutat Saure Sahne

sowie etwas Butterschmalz zum anbraten
und ggf. etwas Wasser zum nachgießen

Beginnen wir nun damit, die Fächerkartoffeln vorzubereiten da diese am längsten brauchen. Dazu schälen wir erst einmal unsere rohen Kartoffeln
16 - Kartoffeln schälen

und schneiden sie vorsichtig zu etwa 2/3teln im Abstand von einigen Millimetern ein so dass kleine Fächer entstehen. Diese legen wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
17 - Fächerförmig einschneiden

Dann schälen wir die Knoblauchzehen und schneiden sie in sehr dünne Scheiben
18 - Knoblauch in dünne Scheiben schneiden

um dann die Kartoffeln alle paar Einschnitte mit einem solchen Scheibchen Knoblauch zu spicken.
19 - Mit Knoblauch spicken

Abschließend salzen wir die Kartoffeln, bestreichen sie mit etwa der Hälfte der Kräuterbutter, also ca. 25-30g und beginnen dann den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.
20 - Mit Kräuterbutter bestreichen

Während der Backofen vorheizt wenden wir uns den Zutaten für den Gulasch zu. Wir beginnen am besten mit dem Fleisch, das wir abwaschen, trocken tupfen und dann in mundgerechte Würfel – ca. 2x2cm – schneiden.
21 - Fleisch würfeln

Die Zwiebel, schälen wir, halbieren sie und schneiden sie in dünne Ringe, die wir bei großen Zwiebeln noch einmal halbieren.
22 - Zwiebeln in Ringe schneiden

Des weiteren schälen wir auch die Knoblauchzehen und zerhacken sie.
23 - Knoblauch hacken

Sobald der Ofen aufgeheizt ist schieben wir dann die Fächerkartoffeln auf mittlerer Schiene hinein.
24 - Kartoffeln in Ofen schieben

In einer großen Pfanne oder einem Topf zerlassen wir nun etwas Butterschmalz
25 - Butterschmalz zerlassen

und braten dann die Schweinefleischwürfel darin kräftig von allen Seiten an. Dabei entsteht zwar etwas Flüssigkeit, die verdunstet aber auch wieder – also keine Sorge.
26 - Fleisch anbraten

Ist das Fleisch gut durchgebraten, stellen wir auf die Platte auf mittlere Stufe herab, gießen wir den Rotwein auf
27 - Rotwein aufgießen

und lassen ihn einreduzieren bis das Fleisch wieder zu braten beginnt.
28 - Einreduzieren lassen

Nun geben wir Zwiebeln und Knoblauch hinzu
29 - Zwiebeln und Knoblauch dazu

und lassen sie glasig andünsten. Aber bitte hier vorsichtig sein damit nichts anbrennt.
30 - Glasig andünsten

Sind die Zwiebeln gut angedünstet, gießen wir die Gemüsebrühe hinein und lassen alles kurz aufkochen.
31 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

Gleichzeitig gießen wir das Sauerkraut ab
32 - Sauerkraut abgießen

und fügen es dann in die Pfanne hinzu
33 - Sauerkraut hinzufügen

wo wir es gut unterheben.
34 - Sauerkraut unterheben

Den Pfanneninhalt würzen wir dann mit dem Lorbeerblatt, dem TL Kümmel und den zwei TL Paprikapulver.
35 - Würzen

Anschließend addieren wir die passierten Tomaten
36 - Passierte Tomaten rein

und verrühren sie gut
37 - verrühren

bevor wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
38 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Das Ganze muss jetzt ca. 45 Minuten schmoren wobei wir es natürlich gelegentlich umrühren.
Sind die Kartoffeln etwa eine dreiviertel Stunde im Ofen, entnehmen wir das Blech kurz und streichen die andere Hälfte der Kräuterbutter darauf um sie dann noch einmal für ca. 30 Minuten weiter zu backen.
39 - Kräuterbutter nachstreichen

Sollte sich die Flüssigkeit in der ersten haben Stunde zu sehr reduzieren, gießen wir außerdem zwischendurch etwas Wasser nach.
40 - ggf. Wasser nachgießen

Außerdem können wir zwischendurch natürlich auch mal probieren und wenn notwendig noch Pfeffer und Salz hinzugeben.
41-Probieren

Nach ca. 45 Minuten schalten wir dann die Platte aus oder auf die niedrigste Stufe herab, fügen den Sauerrahm hinzu
42 - Sauerrahm addieren

und heben ihn unter die Sauerkraut-Fleisch-Masse.
43 - Verrühren

Zur etwa gleichen Zeit müssten auch unsere Fächerkartoffeln fertig sein, die wir nun entnehmen und den Backofen abschalten.
44 - Fächerkartoffeln fertig

Nun können wir unser Gericht sofort servieren und genießen.
45 - Serviert

Sehr lecker wie ich feststellen durfte. Nicht nur dass der Szegediner Gulasch mit seinem gut durchgekochten Sauerkraut, den zarten Fleischwürfeln und der gut abgestimmten Würzung mehr als gelungen zu bezeichnen war – nein – auch die Fächerkartoffeln erwiesen sich als überaus passende Sättigungsbeilage zu Gerichten wieder Art. Dabei gaben ihnen die kleinen, eingelegten Knoblauchscheibchen ein angenehmes, aber nicht allzu kräftiges Knoblaucharoma. Der kleine Mehraufwand hatte sich hier auf jeden Fall gelohnt wie ich fand. Nur mit dem Salz hätte ich an den Kartoffeln etwas großzügiger sein können, aber das liess sich mit Hilfe eines Salzstreuers schnell und unkompliziert beheben.

46 - CloseUp

Von den Kalorienwerten erwies sich der Szegediner Gulasch mit einem Gesamtwert von c. 1700kcal pro Pfanne, also ca. 567kcal pro Portion auch als angenehm leicht – hier zeichnete es sich aus dass ich Saure Sahne mit nur 11% Fett und mageres Schweinefleisch verwendet hatte. So eine Fächerkartoffel mit Kräuterbutter macht diese Ersparnis aber schnell wieder wett. Eine dieser Kartoffeln hat laut meiner Berechnung fertig gebacken ca. 180kcal, das macht bei drei Kartoffeln noch mal 540kcal dazu. Das war mir der Genuss aber alle Male Wert. Ich hoffe mit diesem Rezept dem einen oder anderen eine Anregung gegeben zu haben und wer nicht so viel Aufwand betreiben will dem sei gesagt: Normale Salzkartoffeln tun es hier natürlich auch 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Hütten-Burger – Friedrichshütte Iba

Sunday, October 30th, 2011

Heute Abend waren wir in der Friedrichshütte zwischen den Stadtteilen Weiterode und Iba beim nordhessischen Bebra. Dort gab es als aktuelles Sonderangebot den sogenannten Hütten-Burger, eine hauseigene Komposition aus einer großen Rinderfleisch-Bulette aus Hausschlachtung, getoppt mit einer dicken Portion Röstzwiebeln sowie etwas Kräuterbutter. Das klang lecker und mir genau das richtige für den heutigen Sonntag-Abend – obwohl der Preis mit 7,90 Euro pro Portion nicht gerade als günstiges Abendmahl durchging. Nach relativ kurzer Wartezeit wurde das Gericht auch schon in Kombination mit einem gemischten Salat mit Joghurtdressing serviert.

Hütten-Burger - serviert

Und es gab wirklich nichts an dieser Portion auszusetzen. Man merkte sofort dass sowohl die große Rinderfrikadelle als auch die Röstzwiebeln frisch zubereitet worden waren und der kleine Tupfer Kräuterbutter gab dem Ganzen noch das geschmackliche I-Tupferl. Und auch von der Größe der Portion konnte man absolut nicht meckern.

Hütten-Burger - Querschnitt

Dazu gab es noch eine angenehm große Portion aus Blattsalat, Radieschen und Gurkenscheiben mit einem Dressing aus milden Joghurt und dunklem Balsamico-Essig. Sehr lecker muss ich sagen, das war wie ich fand genau der richtige Abeschluß für einen Sonntagabend. Kann ich vorbehaltlos weiterempfehlen. Falls er nicht mehr in der Speisekarte zu finden sein sollte, einfach mal nachfragen – aktuell sind noch meines Restbestände vorhanden. 😉

Biergarten Weißes Bräuhaus München – ein Review

Monday, July 11th, 2011

Heute Abend verschlug es uns in den Biergarten Weißes Bräuhaus in der Baumkirchner Straße im Münchner Stadtteil Berg am Laim. Zwar ist das Gebiet hier im Osten Münchens stark bebaut, doch durch die zahlreichen Kastanienbäume in dem Gelände dieses Biergartens erschien der für einen Montag Abend sehr gut besuchte Biergarten sehr gemütlich und man verga schnell dass man mitten in München saß. Einige der herumstehenden Häuser hätten zwar mal etwas frische Farbe nötig, doch insgesamt war der Gesamteindruck wirklich gut. Schnell hatten wir auch die Aufmerksamkeit der Servicekräfte und erhielten Speisekarten und es wurden unsere Getränkebestellungen aufgenommen. Die Getränke wurden auch schnell serviert, mit dem Essen dauerte es aber etwas länger. Das Angebot an Gerichten war traditionell-bayrisch geprägt, aber es wurde auch frisch gegrillt und der Speisekarte war eine separates Blatt mit Steaks, Würstchen und anderem Grillgut beigelegt. Von dieser Karte wählte ich eine Portion Marinierte Pute mit Pommes frites und Salatbeilage zum Preis von 7,80 Euro – auch wenn das entgegen meines aktuell geltenden Plan zur Kalorienreduktion lag. Das Maß Helles oder Russ’n liegt bei 6,10 Euro – was für Münchner Verhältnisse meiner Meinung nach durchschnittlich ist.

Marinierte Pute mit Pommes Frites

Qualitativ erwies sich das würzig marinierte, gegrillte Stück Putenfleisch als durchaus hochwertig. Garniert mit etwas Kräuterbutter und einer Portion knuspriger, gut gewürzter Pommes Frites kein leichtes, aber sehr leckeres Abendgericht. Und auch an eine visuell ansprechende Präsentation hatte man gedacht. Wenn man es nicht eilig hat – denn mit dem Essen dauert es leider wie bereits erwähnt etwas länger – kann man diesen Biergarten wirklich weiter empfehlen – vor allem weil man hier entgegen der sonst üblichen Selbstbedienung in bayrischen Biergärten seine Gerichte und Getränke an den Tisch gebracht bekommt. Und dank der Tram-Haltstelle Baumkirchner Straße direkt nebenan, dem U-Bahnhof Josephburg in unmittelbarer Nähe und dem S-Bahnhof Berg am Laim in Laufweite (10 Minuten) liegt diese Location auch Nahverkehrstechnisch recht günstig. Hat mir jedenfalls hat es sehr gut gefallen.