Knusprige Schweinshaxe mit Krautsalat & Kartoffelknödel [22.09.2015]

Zuerst überlegte ich beim Schweinegeschnetzelten mit Champignons, Karotten und Erbsen, dazu Kartoffelrösti zuzugreifen, welches im Abschnitt Tradition der Region angeboten wurde. Aber auch die Farmerkartoffel mit Blattspinat und Sauerrahm bei Vitality übte einen gewissen Reiz aus, während mich die Spaghetti Carbonara mit geriebenen Parmesan aus dem Abschnitt Globetrotter und die Asia-Gerichte wie Kai Tzau Tzau Fhan – Gebratener Eierrei mit verschiedenem Gemüse oder Gung Po Jau Yu – Seelachs gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce mich wiederum nur bedingt ansprachen. So zumindest mein Urteil laut der im Intranet zugänglichen Speisekarte, doch als wir uns schließlich dem Speiseraum nährten, stieg mir ein Geruch in die Nase, der zu verkünden schien dass es heute noch mehr als nur die oben aufgeführten Gerichte geben musste. Und der Eindruck täuschte nicht, denn man hatte den zweistöckigen Steinofen angeworfen und garte (oder erwärmte, das ließ sich nicht genau ausmachen) darin Schweinshaxen, die gemeinsam mit Krautsalat, Bratensauce und einem großen Kartoffelknödel serviert wurden. Ein Zusatzangebot, dass man aufgrund des aktuell stattfindenden Oktoberfests mit in den Speiseplan aufgenommen hatte. Kein leichter Genuss, aber das Angebot sah einfach zu verlockend aus als dass ich es ablehnen konnte. Hinzu kam noch, dass die Zubereitung des Schweingeschnetzelten heute eher wässerig-dünn aussah, was mich umso mehr zur Schweinshaxe trieb. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Pork hock with coleslaw & potato dumpling / Schweinshaxe mit Krautsalat & Kartoffelknödel

Für ein Betriebsrestaurant wie unseres konnte man mit der Schweinshaxe überaus zufrieden sein, denn die Fleischausbeute war trotz die Knochen und einigen Stücken etwas zu fest gebackener Haus angenehm reichhaltig und es fanden sich nur erfreulich wenige wirklich fettige Stellen daran. Aber man hatte gut getan, anstatt der normalen, eher stumpfen Messer ein Steakmesser dazu zu reichen, das erleichterte das zerlegen der Schweinshaxe ungemein. Dennoch bleib natürlich recht viel Abfall übrig, was die Größe der Haxe natürlich relativierte.

Pork hock - remainings / Schweinshaxe - Reste

Dazu passte auch gut die würzige, dunkle Bratensauce. Und auch an der recht kleinen, aber noch ausreichenden Portion Krautsalats, der mit Speckwürfeln versetzt und ein wenig Kümmel gewürzt worden war, gab es nichts auszusetzen. Nur die Konsistenz des Knödels ließ leicht zu wünschen übrig, denn er war für meinen Geschmack etwas zu fest geraten – aber ich sehe auch hier mal von einem Punktabzug ab. In einem Bierzelt auf dem Oktoberfest bekommt man auch keine bessere Haxe – vom Preis mal ganz abgesehen. Am nicht zu süßen Milchreis mit Vanillearome samt seiner Garnitur aus mit zahlreichen Fruchtstückchen versehenen roten Grütze und einem Klecks Sahne gab es nichts weiter auszusetzen.
Zwar lag die Haxe heute im Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mit weit vorne, wurde meiner Meinung nach aber noch vom Schweinegeschnetzelten leicht überrundet und somit auf Platz zwei verdrängt. Den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte, Platz vier konnten die Spaghetti Carbonara für sich sichern und knapp dahinter auf Platz fünf kam schließlich die Farmerkartoffel.

Mein Abschlußurteil:
Schweinshaxe: ++
Bratensauce: ++
Krautsalat: ++
Kartoffelknödel: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Cordon bleu mit Pommes Frites & Zitronenecke [20.08.2015]

Heute spielte wohl auch der Herdentrieb eine gewichtige Rolle, als ich mich in eine der längsten Warteschlangen einreihte, die seit langer Zeit in unserem Betriebsrestaurant gesehen habe. Zwar sahen sowohl die Asia-Thai-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce oder Gung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse als auch der Tafelspitz mit Meerettichsauce, geschmortem Wirsing und Salzkartoffeln bei Globetrotter und sogar der Curryrais mit Zucchini-Möhrenragout absolut passabel und schmackhaft aus, aber wenn auch ein Cordon Bleu vom Schwein mit Pommes Frites und Zitronenecke wie heute im Abschnitt Tradition de Region auf der Speisekarte steht, gibt es bei den Gästen kein Halten mehr. Und obwohl ich ja normalerweise nicht derjenige bin, der immer nur mit der Masse schwimmt, schloss ich mich heute doch dieser Warteschlange an. Zum Glück ging es dank Teamarbeit an der Ausgabestelle trotz der großen Nachfrage angenehm schnell, so dass ich nur wenige Minuten warten musste bis ich endlich meinen Teller auf dem Tablett hatte. Dazu nahm ich mir noch etwas Ketchup auf die Pommes Frites, einen Krautsalat von der Salattheke sowie ein Becherchen Waldbeerenmousse aus dem heutigen Dessert-Angebot und fertig war mein heutiges Mittagsmenu.

Cordon bleu with french fries & lemon wedge / Cordon bleu mit Pommes Frites & Zitronenecke

Leider gab es dann doch gleich mehrere Kritikpunkte, die ich zu diesem Gericht anbringen musste: Zum einen waren die Pommes Frites zwar gut gesalzen und noch mehr als ausreichend heiß, doch leider erwiesen sie sich auch als etwas labberig und hätten gerne noch etwas länger frittiert werden können. Zwar war die Ursache hier mit Sicherheit auch mit in dem großen Andrang zu suchen, doch volle Punktzahl kann ich hier leider nicht geben. Und auch das Cordon bleu ließ etwas zu wünschen übrig, das wiederum etwas zu lange im Ofen (oder wo immer man es zubereitet hatte) verweilt hatte. Das hatte zur Folge dass die schmalen Ränder etwas zu “knusprig” geworden waren. Und auch der Käse und der Schinken zwischen den beiden dünnen Schweineschnitzel-Schichten war nur von maximal mittelmäßiger Qualität. Da half auf der Saft aus der beiligenden Zitronenecke, welchen ich über das Cordon bleu verteilte, wenig. Am Krautsalat, der zwar nicht auf die bayrische Art mit Kümmel, sondern eher etwas süßlich angemacht war, gab es aber aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Und auch das extrem cremig-sahnige und gleichzeitig fruchtige Waldbeerenmousse, das aus einer dünnen Schicht roter Grütze mit Kirschen angerichtet war, brachte keinen Grund zu weiterer Kritik.
Dass das Cordon bleu natürlich mit riesigem, uneinholbarem Vorsprung vor allen anderen Gerichten heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte, brauche ich wohl nach der einleitenden Beschreibung nur noch der Vollständigkeit halber zu erwähnen. So wurde es aber auch schwer, die hinteren Plätze zu bestimmen, da ich fast nur Tabletts mit diesem Gericht sah. Dennoch kristallisierte sich bei genauerem Hinsehen heraus, dass es wohl die Asia-Gerichte waren, die den zweiten Platz mit knappen Vorsprung vor dem somit drittplatzierten Tafelspitz erobern konnte. Der vegetarische Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout landete schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Cordon bleu: +
Pommes Frites: +
Krautsalat: ++
Waldbeerenmousse: ++

Rosa gebratenes Roastbeef mit Remoulade & Bratkartoffeln – Wirtshaus Dicke Sophie [29.07.2015]

Heute Abend verschlug es uns mal wieder ins Wirtshaus Dicke Sophie in der Johanniskirchner Straße hier in München, eine Location mit deftig-bayrischer aber auch internationaler Küche, über die ich ja hier bereits etwas ausführlicher und auch hier oder hier schon einmal berichtet hatte. Für den gemütlichen Biergarten war das Wetter heute leider nicht so sehr geeignet, aber wir hatten in weiser Vorraussicht drinnen reserviert und das war auch gut so, denn es war für einen Mittwoch Abend brechend voll und wir hätten ohne Reservierung drinnen wohl keinen Platz mehr bekommen. Bei der Durchsicht der Speisekarte fand ich dort gleich mehrere Gerichte, die mein kulinarisches Interesse weckten. Vor allem auf der aktuellen Wochenkarte fanden sich wieder einige Schmankerl und ich entschied mich nach längerem Hin und Her schließlich für das dort angebotene Rosa gebratene Roastbeef mit Remouladensoße und Bratkartoffeln für 14,60 Euro, das ich noch durch einen kleinen hausgemachten Speckkrautsalat ergänzte.

Home made bacon cole slaw / Hausgemachter Speck-Krautsalat

Roastbeef with remoulade & fried potatoes / Rosa gebackener Roastbeef mit Remoulade & Bratkartoffeln

Dem Krautsalat, der neben kleinen Speckwürfeln auch mit einer nicht zu verachtenden Menge Kümmel angemacht war, nahm ich sofort ab dass er hausgemacht war, denn so etwas leckeres gibt es kaum zu kaufen. Kümmel muss man zwar mögen, aber hier passte er wunderbar hinein. Und auch das auf Zimmertemperatur servierte, innen schön rosafarbene Roastbeef war wunderbar gelungen: schön zart und saftig, so wie es sein muss. Das einzige was etwas störte waren einige dünne, knusprige Fettstreifen am Rand der hauchdünnen Scheiben, aber darüber konnte man geflissentlich auch hinweg sehen. Die Remoulade mit war wohl auch hausgemacht und überaus gut gelungen, die Mayonaise war deutlich intensiver im Geschmack als das was ich z.B. aus unserem Betriebsrestaurant kenne und ich entdeckte neben Gurkenstückchen und Kräutern sogar etwas Eigelb darin. Einzig bei den Bratkartoffeln muss ich ein kleines Haar lassen, denn obwohl sie größtenteils in Ordnung waren fanden sich doch einige kleinere Stückchen darin, die eindeutig zu lange gebraten worden und dadurch etwas zu knusprig waren. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Insgesamt aber ein sehr gelungenes Abendessen und ich kann meine bereits mehrfach ausgesprochene Empfehlung für das Wirsthaus Dicke Sophie, das übrigens auch über einen sehr umfangreichen Mittagstisch verfügt, nur noch ein weiteres Mal erneuern.

Pulled Pork im Fladenbrot mit Coleslaw & Steakhouse Pommes [09.07.2015]

Heute brauchte ich nicht lange zu überlegen, zu welchem der Angebote ich greifen sollte, denn mit Pulled Pork im Fladenbrot mit Coleslaw-Salatund Steak House Pommes stand im Bereich Globetrotter ein Gericht auf dem Speiseplan, das es meinen Aufzeichnungen nach so noch nicht in unserem Betriebsrestaurant gegeben hatte und das ich daher natürlich unbedingt probieren musste. Pulled Pork ist Schweineschulter oder Nacken, der (normalerweise) mit Öl und Gewürzen eingerieben, mindestens 24 Stunden mariniert und anschließend über 10 bis 15 Stunden langsam im Dampf eines BBQ-Grills (Smokers) langsam bei 100 bis 130 Grad gegart, wobei man es zusätzlich noch mit Würzsauce einreibt. Zum Schluss wird es mit BBQ-Sauce eingerieben und mit zwei Gabeln auseinander gezogen, sozusagen zerzupft (engl. “to pull” – daher der Name). Ich bezweifle zwar, dass man diesen Aufwand auch hier betrieben hatte, aber es sah auch so einfach zu verlockend aus. Dagegen kamen weder die Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten bei Vitality noch die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Tradition der Region oder die Asia-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art und Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce auch nur annährend an. Dazu nahm ich mir noch etwas Ketchup für die Pommes Frites und ein Becherchen Aprikosencreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Pulled pork in pita with cole slaw & steak house fries / Pulled pork im Fladenbrot mit Cole Slaw & Steakhouse Pommes

Das Fladenbrot war zwar eindeutig aufgebacken und nicht frisch, aber dafür noch warm und knusprig. Die untere Hälfte war mit etwas Cocktailsauce bestrichen und ein wenig Salat belegt, was aber bei der angenehm großen Menge des Pulled Pork geschmacklich kaum eine Bedeutung hatte. Das Fleisch selber war wunderbar zart und hatte auch den leicht rauchigen Geschmack den man erwartet, hätte aber gerne noch etwas würziger sein können. Hier hätte es nicht geschadet, wenn man noch etwas BBQ-Sauce mit ins Brötchen gemacht hätte oder die für die Gäste bereit gestellt hätte, damit sie dies selber tun. Denn gemeinsam mit dem aufgetoasteten Fladenbrot war es dann doch ein klein wenig trocken. Gut, ich hätte vielleicht Ersatzweise noch etwas Ketchup ins Fladenbrot machen können, aber daran hatte ich leider zu spät gedacht – letztlich ging es aber natürlich auch so. Die Steakhouse Pommes schließlich waren zwar nicht mehr hundertprozentig heiß, aber ansonsten gab es daran nichts auszusetzen. Leider war der Coleslaw für einen Krautsalat zwar etwas zu Möhrenlastig geraten, ergänzte das Gericht aber dennoch überaus schmackhaft. Insgesamt nicht perfekt, aber für ein Betriebsrestaurants dennoch eine sehr leckere Zusammenstellung. Daher kann ich hier wohl bedenkenlos volle Punktzahl geben. Der nicht zu süße, fruchtige und schön schaumige Becher Aprikosencreme schloss die Mahlzeit heute schließlich sehr gelungen ab.
Und auch die anderen Gäste hatten heute bevorzugt beim Pulled Pork zugeschlagen und diesem Angebot mit einem uneinholbare großen Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala beschert. Nach einer großen Lücke folgten dann die Asia-Gerichte auf Platz zwei, knapp gefolgt von den Schinkennudeln auf dem dritten Platz und die Gnocchi schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Pulled Pork: ++
Fladenbrot: ++
Cole Slaw: ++
Steakhouse Pommes: ++
Aprikosencreme: ++

Lachsfilet mit Blattspinat in Estragonsauce mit Rosmarinkartoffeln [03.07.2015]

Zum heutigen Freitag fanden sich gleich zwei Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, die mein Interesse weckten: Zum einen das Frische Seelachsfilet mit Blattspinat in Estragonsauce mit Rosmarinkartoffel und schließlich der Klassiker Putensteak mit Kartoffel-Selleriestampf in Honig-Pfeffersauce bei Vitality. Obwohl ich zugeben muss, dass auch die Reiberdatschi mit Apfelmus im Abschnitt der traditionell-regionalen Gerichte ihren gewissen Reiz ausübten. Nur die Gebackene Ananas und Banane sowie das Nua Pad King – Rindlfeisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer schloss ich heute von Anfang an aus. Letztlich entschied ich mich dann für das Lachsfilet, das ich trotz des darin enthaltenen Blattspinats noch mit einem Schälchen Krautsalat von der Salattheke und einem Becherchen Stracciatella-Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

Salmon filet with leaf spinach in tarragon sauce with rosemary potatoes / Lachsfilet mit Blattspinat in Estragonsauce mit Rosmarinkartoffeln

Eine vorzügliche Wahl wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Das angenehm große Stück Lachsfilet war saftig, zart und natürlich frei von jeglichen Gräten und auch beim Blattspinat gab es geschmacklich nichts auszusetzen. Allerdings hätte es sowohl beim Spinat als auch bei der würzigen Estragonsauce gerne etwas mehr sein können. Von den schön würzigen Rosmarinkartoffeln hatte man aber glücklicherweise mehr als genug beigelegt. Ein sehr leckeres Hauptgericht, zu dem auch der knackige Krautsalat – wohl Reste von gestern – sehr gut passte. Der kleine Becher luftig-lockerer Straciatelle-Creme schloss das heutige Mahl schließlich sehr gelungen ab.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Lachsfilet heute weit oben in der Gunst und konnte sich so auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala den ersten Platz sichern. Platz zwei belegte das Putensteak mit Honig-Pfeffersauce, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und schließlich den Reiberdatschi auf einem sehr guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Lachsfilet: ++
Estragonsauce: ++
Blattspinat: ++
Rosmarinkartoffeln: ++
Krautsalat: ++
Straciatelle-Creme: ++