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Las Vegas – Part 4/4 [09. – 11.05.2006]

Wednesday, May 17th, 2006

Kommen wir zum vierten und letzten Teil meines Berichtes aus Las Vegas. Dabei geht es um jenen Teil oberhalb der Marmon Street am Las Vegas Blvd.

Harley Davidson Café
Obwohl es nicht zu den Casinos zählt möchte ich das Harley Davidson Café doch erwähnen. Es dient nach meiner Beobachtung nicht nur Bikern sondern auch vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Treffpunkt. Die direkt nebenan gelegenen Läden mit Souvenirs und billigen Getränken (vor allem Bier im 6er bis 20er Pack) macht die Lage natürlich noch Attraktiver Hier sah ich auch das erste Mal diese Ventilatoren, die nicht nur Luft ventilieren, sondern diese auch noch mit Eis versetzen. Diese Luft ist dann wirklich kalt – komisch daß es so etwas nicht in Deutschland gibt. Wahrscheinlich fressen die Dinger Strom ohne Ende und ein TÜV-Ingenieur würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. 😉

Harley Davidson Café Ventilators

Food Court Mall
Nach wieder einer kleinen Straße beginnt nun die sog. Food Court – eine riesige Freßmeile mit Arcarde Spielhallen und einem “Grand Canyon Experience” Souvenirshop. Ein Teil des Grand Canyon beginnt ja ein Stück östliche von Las Vegas.

Food Court Grand Canyon Experience
Food Court Food Court

MGM Grand
Das MGM (Metro Goldwynn Meyer) Grand grenzt direkt an den Food Court und zählt auch zu den imposanteren der Casinos in Vegas. An der Ecke der nächsten Straße thront ein riesiger goldener Löwe – das Wahrzeichen von MGM (wir erinnern uns ja denke ich mal alle an das Logo mit dem brüllenden Löwen).

MGM Grand MGM Grand - Lion statue
MGM Grand

Natürlich ist die Einrichtung voll auf das MGM Filme ausgerichtet – wenn ich mich recht entsinne gibt es sogar ein Kino dafür. Ganz nebenbei hält sich das Casino auch noch einen echten Löwen hinter Glasscheiben. Das Tier schlief die jedoch jedes mal wenn ich dort war – vielleicht besser so für ihn.

Monte Carlo
Das Monte Carlo ist wieder so ein Casino über das ich nicht viel sagen kann – es ist wie der Name bereits vermuten lässt im Stile der monassischen Casinos errichtet mit Statuen und großem Springbrunnen vor dem Eingang. Ich war zwar einmal kurz drin, kann aber nichts mehr über die Attraktionen sagen. Hauptshow des Monte Carlo ist der Magier Lance Burton.

Monte Carlo Monte Carlo - Entrance
Monte Carlo - Well Monte Carlo - Statues

New York, New York
Mit dem New York New York hat sich Nevada ein Teil der Ostküste geholt. Das Hotel selber ist im Stile einer Siluhette von Wolkenkratzer errichtet. Davor sind eine Mini-Version der Brookly Bridge und natürlich die Freiheitsstatue errichtet. Durch die Wolkenkratzer haben die Macher eine Achterbahn errichtet die vor allem Abends und Nachts fährt. Als Shows werden hier Rita Budner – wohl eine New Yorker Kaberettistin und Zumainty, eine weitere Show des Cirque du Soleil angeboten.

New York New York - Night
New York, New York - Brooklyn Bridge New York, New York - Statue of Liberty

Excalibur
Wie der Name des Excalibur bereits vermuten lässt ist sein Thema das mittelalterliche Rittertum – zumindest so wie man es sich hier in den USA vorstellt. Das Casino selber ist wie eine Burg hergerichtet, überall stehen Ritterfiguren herum und betritt man das Gebäude durch den Vordereingang bieten sich gleich zwei junge Amerikaner als Ritter verkleidet mit Zweihandschwertern zum (kostenpflichtigen) Gruppenfoto an. Natürlich gibt es auch Ritterkämpfe als tägliche Show. Nett gemacht, aber auf der anderen Seite auch wieder ziemlich kitschig.

Excalibur@Night Excalibur
Excalibur - Knight Statues Excalibur - Casino entrance

Luxor / Mandalay Palace
Das Luxor fällt durch seine ungewöhnliche Pyramidenform auf. Vor dem Gebäude thront neben einem verkleinerten Sphinx-Nachbau auch ein Obelisk mit dem Schriftzug des Casinos. Wenn man durch den Vordereingang eintritt findet man sich in einem tempelähnlichen Vorraum wieder. Das einzige was ich vermisst habe ist sind Bedienungen oder Angestellte, die in ägyptischen Trachten herumlaufen. Ich dachte dabei an sowas wie der Typ bei “Mars Attacks” 😉
Das Manadaly war das südlichste der Casinos was ich besucht habe. Durch das Luxor hindurch kann man die Einkaufspassage des Mandalys dessen Casinos betreten. War nur kurz darin, schien mir so nichts besonderes – auch wenn einer meiner hiesigen Kollegen es als sein Lieblingscasino angegeben hatte.

Luxor Pyramid & Sphinx Luxor Obilisk / Mandaly
Excalibur / Mandalay Luxor - Casino
Mandalay Entrance

Als abschließender Hinweis sei jedem Besucher nur geraten immer etwas Wasser mit sich herumzutragen – die Strecken sind teilweise ziemlich weit und besonders tagsüber macht die trockene Hitze ziemlich zu schaffen. Ich spreche da nur aus eigener Erfahrung. So, jetzt aber genug mit Las Vegas – wenden wir uns anderen Dingen zu – ich habe mich viel zu lange mit dieser Stadt aufgehalten 😉

Las Vegas – Part 3/4 [09. – 11.05.2006]

Tuesday, May 16th, 2006

Kommen wir zum dritten (und wahrscheinlich umfangreichsten) Teil des Berichtes aus Las Vegas. Eine Übersichtskarte gibts übrigens hier zu sehen. Wie man dort sieht gibt es einige mehr als ich beschreibe, so zum Beispiel das Hooters, Rio oder das Orleans. Diese habe ich aus Zeitgründen nicht ansehen können und lasse sie daher hier einfach weg.
Heute möchte ich ein wenig auf den südlichen Teil von Las Vegas eingehen. Hier finden sich wohl die meisten er neueren Casinos und wohl auch die größten. Gehen wir also wieder vom Treasure Island aus.

Mirage
Das Mirage liegt auf der selben Straßenseite wie das ti. Vom Strip her kann man besonders einen von Dschungel umgebenen Brunnen bewundern, in dessen Mitte ein künstlicher Vulkan zu sehen ist. Aus versteckten Lautsprechern werden Dschungellaute abgespielt um dem ganzen einen noch authentischeren ( 😉 ) Eindruck zu geben. Sobald es dunkel wird ‘bricht’ dieser (ich glaube) alle 60 Minuten unter Einsatz von Scheinwerfern, künstlichem Nebel und beleuchtetem Wasser aus – ein recht imposantes Schauspiel. Einen dieser ‘Ausbrüche’ habe ich direkt vor dem Mirage erlebt und er war nicht ganz so intensiv wie ein anderer den ich leider nur von der anderen Straßenseite sehen konnte. Es scheint also verschiedene Programme für diese Ausbrüche zu geben.

Mirage I Mirage II
Mirage VI Mirage VII
Mirage III Mirage III
Mirage V

Natürlich ist das Mirage vor allem ein Deutschland für eine (aktuell nicht mehr aktive) Attraktion bekannt: Siegfried und Roy. Nicht nur daß es draußen direkt am Strip ein (kitschiges) Denkmal für die beiden gibt, innerhalb der Casinos findet sich auch einer ihrer weißen Tiger. Ob es jener ist der damals zugebissen hat kann ich allerdings nicht sagen 😉

Mirage VIII
Mirage - White Tiger I Mirage - White Tiger II

Casino Royal
Über das Casino Royale kann ich wenig sagen – es handelt sich um ein kleineres Casino zwischen Venetian und Harrah’s welches mir besonders durch seine penetrante Werbetätigkeit auf dem Bürgersteif auffiel. War wie ich jetzt zugeben muß nicht einmal drinne – sie bieten dort aber irgendwelche günstigen Spielmöglichkeiten an – Poker mit 50 Dollar freiem Startguthaben, BlackJack mit zwei Kartensets und so. Da ich kein Spieler bin war es für mich auch nicht so interessant.

Casino Royale Casino Royale II

Harrah’s
Als Thema hat das Harrah’s den Karneval wie man an den Schildern draußen gut erkennen kann. Attraktionen sind neben einigen Comedy Shows der Sänger Clint Holmes (wohl eine amerikanische Berühmtheit) und die Piano-Bar. Dort stehen sich zwei Pianos gegenüber und zwei Pianisten spielen mit- oder gegeneinander – recht sehenswert und amüsant. Habe zwar keine Bilder davon, aber geht ganz schön ab was die dort performen.

Harrah's I Harrah's II
Harrah's III Harrah's IV

Caesar’s Palace
Das Caesar’s Palace empfand ich als eines der imposantesten Casinos am Strip. Die Anlage ist wirklich riesig und in zwei Hauptbereiche aufgeteilt: Das eigentliche Casino und die Forum Stores – eine große Einkaufs-Passage.

Caesars Palace Casino & Hotel
Bereits der Vorplatz des Caesars ist ziemlich imposant – alles mit Statuen und großen Springbrunnen ausgestattet und so wie sich ein Amerikaner wohl das alte Rom vorgestellt hat. Daß diese Anlage bereits 1966 eröffnet wurde sieht man ihr wirklich nicht an – ich gehe aber mal davon aus daß sie mehrfach umgebaut und erneuert wurde zwischendurch. Als Hauptattraktion wird der Comedian Jerry Seinfeld angepriesen, der ja auch in Deutschland bekannt sein dürfte, da seine Serie ja auch im dortigen Fernsehen gezeigt wurde.

Caesar's Palace I Caesar's Palace II
Caesar's Palace III Caesar's Palace IV
Caesar's Palace V Caesar's Palace VI

Das interne Casino ist natürlich voll im Stil des alten Rom gehalten – mit vielen antik wirkenden Statuen sowohl in den Gängen als auch in Nischen an den Wänden.

Caesar's Palace - Casino II Caesar's Palace - Casino
Caesar's Palace - Casino Statues

The Forum Shops
Die Forum Shops befinden sich in einem seperaten Gebäude zwischen dem Caesar’s Palace Casino und dem Mirage. Kommt man vom Las Vegas Blvd passiert man zuerst einen großen Zeus Springbrunnen, dessen Wasser tagsüber mit Rauch aus Trockeneis versetzt wird. Beim Eintreten kommt man dann in eine riesige, von Figuren gestützte Halle mit einem Springrbunnen. Um eine Löwenfigur herum verläuft eine Rolltreppe die in die oberen Stockwerke des riesigen Einkaufkomplexes führt.

Caesar's Palace - Zeus Statue Caesar's Palace - Zeus Statue Well
Caesar's Palace - The Forum Shops I Caesar's Palace - The Forum Shops II
Caesar's Palace - The Forum Shops IV

Die Gänge wirken wieder ziemlich verwinkelt wie man es bereits im Venetian beobachten konnte – ebenso wie den künstliche Himmel. Wandert man durch die Gänge mit den Geschäften kommt man an mehreren größeren Plätzen mit Springbrunnen und Figuren aus der antiken Götterwelt und Mythologie vorbei. Einer davon – wohl jener in der der Gott des Weines – Bakchos in der Mitte besitzt ein Set von sich bewegenden und sprechenden Figuren. Ich bin zwar mehrfach dort gewesen aber habe dieses Spektakel leider nie beobachten können.

Caesar's Palace - Forum Shops Well I Caesar's Palace - Forum Shop Well II
Caesar's Palace - Forum Shop Statue

Imperial Palace
Das Imperial Palace auf der anderen Seite des Strip ist im japanischen Stil erbaut – es wirkte aber gegenüber dem Caesar’s eher unscheinbar. Ich muß zugeben daß ich beim Durchsehen meiner Fotos nur ein einziges entdeckt habe. Wirkte (muß ich eherlich sein) auch eher wie ein Parkhaus als ein Casino von außen 😉

Imperial Palace

O’Sheas Casino
Neben dem Imperial Palace liegt das O’Sheas – ein Casino im irischen Stil. Es versucht sich besonders durch günstige Preise und Sonderaktionen bei alkoholischen Getränken hervorzuheben. Einmal z.B. sah ich am frühen Abend einen Liliputaner in irischen Kostüm auf dem Tresen direkt am Eingang herumtanzen, mit einer Trillerpfeife pfeifen und demjenigen der am lautesten daraufhin schrie einen Schnaps einzugießen. Das Foto was ich davon machte ist leider etwas unscharf, aber ich möchte es natürlich nicht vorenthalten.

O'Sheas Casino O'Sheas Casino - Bar

Flamingo
Überquert man nun eine kleine Straße gelang man zum Flamingo – ein recht bekanntes Casino. Als Hauptattraktionen werden hier der Musiker Wayne Newton und der Komiker Wallace Newton angepriesen. Kannte ich beide nicht bisher – sind wohl wie so viele der Shows hier eher amerikanische Berühmtheiten. Mir erschien als daß das Flamingo bereits seine besten Zeiten hinter sich hatte. Machte von außen keinen so besonderen Eindruck.

Flamingo I Flamingo II

Barbary Coast
Das Barbary Coast liegt direkt neben dem Flamingo – allerdings geht nur eine schmale Seite des langen Gebäudes zum Strip hin hinaus. War ich mal zum abkühlen drin, aber nichts besonders fand ich. Es bietet auch keine Shows an – bei dem auf seiner Fassade angepriesenen ‘Dai’s‘ handelt es sich um eine Bar – schien mir eher eines der kleineren Casinos zu sein.

Barbary Coast III / Flamingo
Barbary Coast I Barbary Coast II

Bally’s
Über eine, natürlich wie alles hier mit Fahrstuhl und Rolltreppe ausgestattete Fußgängerbrücke gelangt man nun zum Bally’s – einem modern anmutenden Gebäude an der Ecke Flamingo Ave. / Las Vegas Blvd. Als Show wird hier Jubile! angeboten – eine Variete Show mit knapp bekleideten Showgirls und Tänzern in Frack und Zylinder. Richtiges klassische-amerikanische Show eben 😉
Zwischen der Brücke und dem eigentlichen Gebäude ist der Eingang zu einer jener bereits im Post zum Hilton erwähnten Monorail-Stationen, welche vom Sahara über das Hilton am hiesigen Convention Center direkt neben dem Hilton vorbei über das Harrah’s, Flamingo und schließlich hier am Bally’s vorbei zum MGM Grand führt. Der Eingang hier sollte aber nicht täuschen – man muß noch durch das komplette Casino durch und über einen langen Weg bis man zur eigentlichen Station gelangt. Eine Fahrt mit dieser Bahn kostet im übrigen 5 Dollar.

Ballys Ballys II
Monorail Entrance - Ballys

Bellagio
Das Bellagio auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat wohl eine der imposantesten Außenshows am ganzen Strip: Die ‘Fountains at Bellagio‘. Sobald es dunkel wird ereignet sich hier stündlich ein Wasserschauspiel bei dem die gesteuerten Fountainen zu aus Außenlautsprechern ertönender Musik einen Tanz aufführen der mich wirklich begeistert hat. Habe auch eine über vier Minuten lange Videoaufnahme eines Fontainenspiels zu “Time to say goodbye” gemacht, aber ich glaube nicht daß die RIAA es gut heißen würde wenn ich es hier veröffentliche. Die Klagen doch wegen jedem Scheiß. 🙁
Als Show bietet das Bellagio “O” vom Cirque du Soleil an – eine Darbietung die ich mir zu gerne (zusätzlich zu der anderen Aufführung der gleichen Gruppe im Treasure Island) angesehen hätte. Aber es waren leider keine Karten mehr zu bekommen. Des weiteren verfügt das Bellagio auch über eine Sammlung echter Gemälde meist europäischer Meister.

Bellagio I Ballagio - Building II
Bellagio - Fountain I Bellagio - Fountain II
Bellagio - Fountain III

Paris
Das Paris befindet sich wieder auf der Seite des Bally’s direkt neben diesem. Hier hat man alles zentriert was ein US-Amerikaner aus dieser Stadt kennt (oder auch nicht). Hervorstechendenste Merkmale sind der (verkleinerte) Eiffelturm und der Heißluftballon der Gebrüder Montgolfier, welche weithin am Strip sichtbar sind. Des weiteren finden sich ein Mini-Arc-de-Triomphe an der Einfahrt zur Parkgarage, ein kleines Straßencafé im Stil von Paris und ein großes Gebäude mit Statuen von französischen Künstlern und Philosophen. Oben auf dem Eiffelturm findet man natürlich ein Restaurant.

Paris Paris
Paris III Paris IV Paris - Statues
Paris - Eiffel Tower

Betritt man das Casino findet man die unteren Beine dieses Turm-Nachbaus bis hierhin fortgesetzt. Sehr imposant anzusehen muß ich sagen.

Paris - Casino I Paris - Casino II

Aladdin
Neben dem Paris folgt das im oriantalischen Stil erbaute Aladdin. Im Casino selber war ich nicht, bin aber mal durch die ebenfalls orientalische Einkaufspassage – genannt “esert Passage” – geschlendert. Dort findet sich ein Wasserbecken auf das stündliche ein Rain Storm herniedergeht. Dazu verdunkelt sich der Himmel, künstlicher Nebel wird an der Decke eingesprüht und Stroboskopblitze erhellen die Szene. Von der Decke prasselt ein örtlicher Schauer auf die kleine Wasserfläche darunter.

Aladdin I Aladdin II
Aladdin - Desert Passage I Aladdin - Desert Passage II
Aladdin - Desert Passage Rain Storm I Aladdin - Desert Passage Rain Storm II


Hofbräuhaus / Hard Rock Café
nach einer kleinen Freifläche nach dem Aladdin biegt eine Straße, die Harmon Street, ab, an der ziemlich weit hinten am Paradise Drive das Hard Rock Café und die Las Vegas Version des Münchner Hofbräuhauses (auf das mich Olli5 im Kommentar zu meinem Las Vegas Kurzpost hingewiesen hat). Ich war natürlich so blauäugig und bin die gesamte Strecke gelaufen. Das sind mindestens vier bis fünf Blocks und diese Straße zieht sich ganz schön hin muß ich sagen. Wenn ich nicht eine frische Flasche Wasser dabei gehabt hätte wäre ich in der mittaglichen Hitze bestimmt umgeklappt. Kann nur jedem Raten dies nicht nachzumachen. 😉
Da dort hinten aber nichts los war habe ich nach ein paar Fotos umgedreht und bin zurück zum Strip.

Harmon Street
Hofbräuhaus Las Vegas Hofbräuhaus Las Vegas II
Hofbräuhaus Las Vegas III Hofbräuhaus Las Vegas IV
Hard Rock Cafè Las Vegas

So viel für heute – sonst wird der Post zu lang – ich schiebe den Rest in einem vierten Post nach.
Eines möchte ich aber noch anmerken was extrem nervt. An den nicht von Casinos eingenommenen Straßenecken und an Baustellen stehen in Las Vegas Tag und Nacht Mexikaner beiden Geschlechts und verteilen Zettel und Faltblätter für Nachtclubs und “Mädchen die in deinem Zimmer für dich tanzen” (so stehts zumindest drauf – man kann sich schon denken was das heißt 😉 ). Das ist jedes mal wie Spießrutenlaufen, denn sie nehmen ihre Zettel, schlagen mit ihm auf den Handrücken um die Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen und halten ihnen den Zettel dann vor die Nase, egal ob sich dieser zu ihm wendet oder nicht. Ich habe zwar schnell gelernt diese Leute einfach zu ignorieren wie es fast alle tun, aber es nervt ohne Ende. Zum Glück sorgen die Security-Leute der Casinos dafür daß sich diese Verteiler nur an den Baustellenzäunen und unbebauten Teilen des Strips tummeln. Das schönste ist daß sie alles mehr mechanisch ausführen und dabei über Kopfhörer Musik hören oder sich mit ihrem Nachbar auf spanisch unterhalten. Tagsüber geht es meist noch, aber sobald es dunkel wird nimmt diese Plage überhand.

Damit ist nun aber wirklich Schluß – Gute Nacht bis zum nächsten Post.
(to be continued…)

Las Vegas – Part 2/4 [09. – 11.05.2006]

Sunday, May 14th, 2006

Wo waren wir stehengeblieben ?
Ach ja, der Strip. Bevor ich ein wenig über Downtown schreibe möchte ich noch einen Nachtrag zum Treasure Island (ti) bringen. Natürlich findet im ti auch die Show Mystére des Cirque du Soleil statt. Karten waren ausverkauft, aber es gibt bei der Abendshow eine sogenannte ‘Stand-by Line‘ in der man sich anstellt um gecancelte Karten abgreifen zu können. Da ich keine Karte mehr bekommen hatte, hatte ich mich dort eingereiht und wie es das Glück so wollte kam eine Gruppe von Gästen zur Linie die eine einzelne Karte zu viel hatte – genau das richtige für mich. Da habe ich natürlich gleich zugeschlagen.

Die Show hier berichten wäre sinnlos – ich kann nur sagen daß sie einfach nur genial war. Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich mir die zweite Show im Bellagio auch noch ansehen, geht aber leider nicht – allein schon Zeitmässig. Na ja, man kann nicht alles haben. 🙁
Aber zurück zum Thema: Las Vegas

Fashion Show Mall
Wie gesagt erstrecken sich hinter dem Treasure Island auf der linken Seite die Fashion Show Mall – eine Einkaufpassage welche durch ihren riesigen ovalen Sonnenschutz auffällt. Außerdem läuft hier permanent in recht hoher Lautstärke iPod Werbung auf vier großen Schirmen. Rechts kommt erst eine Baustelle, hier entsteht wohl ein neues Casino und dann das Wynn Resort, welches ich jedoch aus Zeitgründen nicht besuchen konnte. Erwähnenswert hier ist nur das große Werbeschild mit Videoscreen auf beiden Seiten, auf dem das Wynn-Logo ständig auf und ab fährt.

Wynn Sign Wynn Resort
Fashion Show Mall 01 Fashion Show Mall 01
Fashion Show Mall 03 Construction between Wynn and Venetian

Frontier
Hinter der Fashin Show Mall folgte das Frontier – welches sich damit brüstet das einzige mit Bingo im Angebot zu sein. Ich war zwar mal kurz drin, aber es macht sich wie andere Casinos auch – neben extrem vielen Essensangeboten wird als Hauptattraktion “Bikini Bull Riding” angeboten – nicht sehr exklusiv wie mir scheint. Erwähnenswert ist nur noch das im Frontier der amerikanische Multimillardär Donald Trump seine Finger im Spiel zu haben scheint. Auf jeden Fall beginnt mit dem Frontier der ältere Bereich von Las Vegas – so zumindest mein Eindruck.

Frontier Frontier
Frontier Frontier

Stardust
Dem Frontier folgt auf der linken Seite der Straße nun das Stardust – abgesehen von einem Magier mit Namen Rick Thomas sowie dem Komödiantenpaar Don Rickles / Shawn King ist es wohl vor allem für die dort stattfindenden Boxkämpfe bekannt.

Stardust Stardust - Building
Stardust Stardust

Rechts folgen nun eine Überbleibsel eines alten Casinos mit Namen Algier und einige kleinere Läden.

Shopping Downtown Las Vegas

Circus Circus
Das nun links folgende Circus Circus hat wie der Name schon vermuten lässt den Zirkus als Thema. Neben einer Show mit Zirkusartisten bietet es auch einen Adventure Park mit interner Achterbahn. Was mir besonders auffiel war daß es über einen gesonderten Bereich zur Kinderbetreuung verfügt – wahrscheinlich damit die Erwachsenen in Ruhe ihr Geld in die Spielautomaten stecken können. 😉 Will natürlich nicht ausschließen daß es das auch in den anderen Casinos gibt – nur hier fiel es besonders ins Auge.

Circus Circus 01 Circus Circus 02
Circus Circus 03 Circus Circus 04

Riviera
Im Riviera war ich ebenfalls nicht drin – das Gebäude mit seiner großen Spiegelglasfront erscheint jedoch recht imposant. Eine Show mit Titel ‘Splash‘ scheint hier die Hauptattraktion zu sein.

Riviera 01
Riviera 02 Riviera 03

Nun folgt auf beiden Seiten eine Art Durststrecke – links kommt ein Appartmentkomplex der zum Hilton Konzern gehört sowie eine freie Fläche – rechts die Grundmauern eines alten Casinos, von dem nicht einmal mehr der Name steht. Was alt ist wird hier halt gnadenlos weggerissen – so ist eben Las Vegas.

Empty Space in Las Vegas

Nach dieserm Teil kommt man in den wirklich unschöneren Teil des Strips (so empfand ich es zumindest). Zuerst komtm man an einem Souvenir-Shoppingcenter und billigen Motels vorbei – auf der anderen Seite kann man Tattoo Studios und einige der berühmten Schnellheirats-Kapellen sehen – ich persönlich stelle mir so etwas nicht besonders romantisch vor, aber wems gefällt.
An der Stelle sei auch noch erwähnt daß in allen größeren Casinos ebenfalls Heiratsmöglichkeiten in Form von internen Kapellen existieren. An einer der Kapellen sah ich ein Brautpaar mit einigen Gästen, in den Hotels begegneten mir mindestens drei weitere, jedoch meist mit größerem Anhang. Scheint recht populär hier zu sein in Vegas zu heiraten

General Store Tattoo Studio / Hemp Shop
Chapel Somerset Shopping Center

Sahara
Das Sahara folgt nun auf der rechten Seite des Strip – es wirkt orientalisch angehaucht und als größte Besonderheit findet sich hier eine Achterbahn die teilweise innen und teilweise außen verläuft. Als Show werden u.a. ‘The amazing Jonathan‘ – ein Komödiant und Magier – und ‘Buck Wild‘ – eine Countryshow mit halbnackten Cowgirls. Bin nur im Rahmen meines Rundganges daran vorbei gegangen – wirkte auf mich bereits etwas älter.

Sahara 01 Sahara 02

Stratosphere Tower
Das nördlichste Casino ist wohl der Stratosphere Tower dessen Turm man bereits von weitem sehen kann wenn man auf Las Vegas zufährt. Ich war zwar mal kurz drinne (vor allem um mich abzukühlen) – jedoch erschien mir bis auf das Gebäude nicht viel besonderes daran. Natürlich gibt es auch wieder Entertainment (‘Viva Las Vegas‘ Comedy, ‘American Superstars‘ Double Show usw.) und oben auf dem Turm kann man mit einem Freifall Fahrgeschäft fahren.

Stratosphere Tower Stratosphere Tower - Entrance

Hilton
Das Hilton liegt etwas abseits des Strips – ich bin hin gelaufen da ich bis dahin noch nicht wußte daß es eine Monorail gibt, die vom Süden bis hin zum Hilten viele große Casinos miteinander verbindet. Die habe ich aber dann für den Rückweg genutzt.
Die größte Attraktion des Hilton, neben dem Sänger Barry Manilow und dem Musical Menopause, ist wohl die ‘Star Trek Experience‘ – die ich als kleiner Trekkie natürlich besuchen mußte. Das ganze besteht aus einem Star Trek Museum im vorderen Bereich, welches verschiedene Exponate aus allen Serien sowie Zeitlinien der einzelnen Serien präsentiert, und zwei internen Shows, die man mit seinem Eintrittsticket beide nacheinander besuchen kann: Klingon Encounter und Borg Invasion. In Klingon Encounter wird erzählt man sei von Klingonen in die Zeit von Cpt. Picard entführt worden und einer der Gäste sei ein Urahn des Capitain, weswegen dieser verschwunden sei. Man geht unter anderem über die Brücke der Enterprise wo Riker und LaForge auf dem Schirm eingeblendet werden. Am Ende wird man in ein (virtuelles) Shuttle gesetzt welches dann im wilden Flug die Raum-Zeit-Maschine der Klingonen zerstört und die Gäste zurück nach Vegas bringt, wo es noch zu einer letzten Attacke der Klingonen kommt. Jenes Shuttle ist wohl auf Hydrauliken gelagert – man wird auf jeden Fall ziemlich durchgeschüttelt.
Die Borg Invasion erzählt wiederum die Geschichte daß man auf eine Raumstation gebracht worden ist wo der Doktor (aus der Serie Voyager) auf dem Schirm erscheint und erzählt er erforsche ein Gen daß einer der Gäste in sich trägt und das gegen die Borg immun macht. Natürlich attackieren die Borg dann die Station und geleitet von einigen Sternenflottenoffizieren werden wir durch die Gänge geführt wo überall bereits Borgs herumlaufen. Am Ende muß man sich eine angeblich Schutz-Brille aufsetzen (in Wirklichkeit eine 3D-Brille) und sitzt dann in einer Art großem Transporter der von den Borg natürlich abgefangen wird. Ist recht amüsant, die Stühle in dem man sitzt verfügen über Mechanismen die gegen Beine und Rücken stoßen und dadurch wohl Borg-Nanosonden simulieren sollen. Am Ende werden dann alle von Captain Janeway und der Voyager gerettet. Für einen Trekkie ist es wirklich nett. Was ich nur schlecht fand war daß man nach jeder Show mit einem Fahrstuhl in den zugehörigen Fanartikel-Shop gefahren wird und nur durch ihn wieder heraus kommt.
In und vor dem Star Trek Bereich laufen als Klingonen, Ferengi oder Borg verkleidete Angestellte herum mit denen sich die Gäste wie wild fotografieren ließen.

Las Vegas Hilton - Sign Las Vegas Hilton - Building
Las Vegas Hilton - Star Trek Experience I Las Vegas Hilton - Star Trek Experience II

Soviel für heute. Im dritten und letzten Teil gehe ich dann ein wenig auf den Süden der Stadt ein.
(to be continued…)

Las Vegas – Part 1/4 [09. – 11.05.2006]

Saturday, May 13th, 2006

Ich kann nur das was ich bereits geäußert habe wiederholen: Was für eine Stadt! Einer meiner hiesigen Kollegen hat sie treffenderweis als Adult Playground bezeichnet – eine sehr treffende Bezeichnung. Das ganze ist so viel daß ich alles in mindestens drei vier einzelne Posts unterteilen möchte. Hier der erste Teil:

Allgemein
Die Stadt Las Vegas wurde offiziell erst 1905 gegründet – vorher gab es hier nur ein Fort der US Army und eine Zwischenstation für Wagentrecks. Die Stadt selber verfügt über eigene Wasserquellen – allerdings dürften die heutzutage kaum mehr ausreichen 😉
Der Hauptteil des Lebens passiert wohl am Las Vegas Boulvard – genannt der Strip.

Las Vegas Strip I Las Vegas Strip II
Las Vegas Strip III Las Vegas Strip IV

An dieser Straße befinden sich fast alle großen Hotels und Casinos der Stadt. Es gibt aber auch ab von dieser Flaniermeile einige große Spielhallen und Hotels – als eines der wichtigsten kann man wohl das Hilton nennen. Wichtigste Einnahmequelle ist natürlich die Spielerei der Besucher – und wenn das nicht ausreicht kann man sein Geld auch für die Shows und Attraktionen die hier stattfinden (Blue Man Group im Venetian, Cirque de Soleil im MGM Grand, Star Trek Experience im Hilton usw.) ausgeben. Mir erschien es so als seien hier wirklich alle Altersgruppen und Hautfarben vertreten – und nicht nur Amerikaner. Zum einen sieht man sowohl viele junge Leute den Strip auf und ab ziehen, oft mit einem Bier oder einem anderen alkoholischen Getränk in der Hand. Aber auch viele Rentner, oftmals mit Gehhilfen oder Elektrowagen, die man in den Hotels mieten kann. Und dann natürlich die Touristen. Die größte Gruppe nehmen wohl die Japaner ein – zumindest so mein Eindruck. Auch hier sind die Inder natürlich wieder vertreten – sowohl Familien wobei die älteren Frauen in Saris über den Strip laufen, als auch Gruppen junger Männer.
Deutsche habe ich nur zwei mal an der Sprache erkannt – aber auch sie sind vorhanden – in beiden Fällen ältere Ehepaare. Das eine mal im McDonalds in Las Vegas, wo ich mir was zu essen geholte hatte. Die Situation war ganz amüsant, denn ein älterer Amerikaner wollte ein Gespräch mit ihnen Anfangen, aber zu mehr als die Antwort auf die Frage woher sie kommen reichten die Englischkenntnisse der Beiden nicht. Wie kann man so nur nach Las Vegas reisen ?
Aber gehen wir einmal auf die einzelnen großen Casinos und Hotels ein:

Treasure Island
Ich fange mal mit dem Treasure Island an – jenem Hotel in dem ich abgestiegen bin. Wie jedes Hotel verfügt es über eine eigene Straße als Abfahrt vom Strip, passend zum Thema des Hotels – nämlich Piraten – heißt diese Buccaneer Street (auch wenn die offizielle Adresse 3300 Las Vegas Blvd. lautet).

Treasure Island LasVegas004_ticasino.jpg

Im Ankunftsbereich gibt es einen kostenlosen ‘Valet Parking‘ Service (Valet = Diener), den ich natürlich gleich in Anspruch nahm. Hinter dem Begriff versteckt sich einfach daß man einem Hotelangestellten die Schlüssel zu seinem Wagen übergibt und dieser einem dafür einen Zettel aushändigt, mit dessen Hilfe man den Wagen bei der Abreise dann auch zurück bekommt. Sogleich war auch noch ein Kofferschlepper zu diensten, der mir die Koffer aufs Zimmer bringen wollte. Das war mir dann aber doch zu viel und ich lehnte dankend ab.
Das Zimmer war auch nicht von schlechten Eltern – alles mit Marmor und Gold wie auch der Rest der Anlage. Zahlen tut man für ein solches Zimmer 109 Dollar – also umgerechnet nach aktuellen Kurs 86 Euro. Frühstück ist zwar nicht mit drin, aber man fährt ja nur einmal nach Vegas. 😉

Der Blick aus dem Zimmer zeigte zwar nicht auf den Strip – das wäre um einiges teurer gewesen, aber war auch so nicht übel. Ich war im 33ten Obergeschoß einquartiert.

Treasure Island - Room View I Treasure Island - Room View II

Wie gesagt ist das Thema des Treasure Island Piraten – drinnen sieht man recht wenig davon – jedoch gibt es draußen am Sunset Strip eine aufwendige Show. Kurz umrissen ist die erzählte Story daß eine Gruppe von (knapp bekleideten) weiblichen Piraten (genannt Sirens of ti = Sirenen von Treasure Island) einen männlichen Piraten gefangen nimmt und seine Kumpanen dann kommen um ihn zu befreien.
Alles ist wie ein Musical aufgebaut. Das weiße Schiff der Mädels steht dabei fest an der Front des Hotels, während das mit roten Segeln ausgestatte Schiff der Männer sich seitlich auf die Bühne bewegt. Alles sehr aufwendig und imposant. Die Herren Piraten schießen mit Kanonen auf das andere Schiff – ein sehr imposantes Feuerwerk mit riesigen Feuerstößen auf Türen hinter dem Schiff der Sirenen. Man spürt die Hitze des Feuers deutlich im Gesicht. Die Mädels stimmen daraufhin einen Gesang an der einen Sturm hervorruft und das Schiff der männlichen Piraten sinken lässt (und das Schiff sinkt tatsächlich, zumindest halb)

Treasure Island Show I Treasure Island Show II
Treasure Island Show III Treasure Island Show IV

Die Piraten schwimmen dann auf das Schiff der Sirenen und die Anführerin die Sirenen und der Piratenkapitän werden ein Paar – warum geht nicht so ganz daraus hervor – aber ist halt reines Entertainment. Einfache Story mit viel Feuereffekten – aber es zieht genügend Zuschauer an.
Das Hotel selber hat natürlich verschiedene Restaurants und Bars, eine Einkaufpassage und einen Pool für die Gäste. Das Casino selber ist wie überall – man hat eines gesehen und kennt alle. Viele Reihen von einarmigen Banditen – Videopoker sowie Roulette-, Poker- und BlackJack-Tische. Das ti verfügt wie alle anderen über einen speziellen Bereich für gutbetuchte in denen ohne Limit gespielt wird.

Treasure Island - Casino

Ich gehe darauf nicht näher ein – hat mich nicht besonders interessiert um ehrlich zu sein. Der einzige Grund warum ich hin und wieder in die Casinos bin ist daß diese durchgehend klimatisiert sind und bei der trockenen Hitze mit 33 Grad Celsius und mehr eine willkommene Abkühlung bieten.

Venetian
Das Venetian ist direkt schräg gegenüber des Treasure Island. Wie der Name vermuten lässt ist das Thema hier Venedig. Die Macher haben hier wirklich das meiste nachgebaut was es in Venedig an Sehenswürdigekeiten gibt. Das Campanile San Marco, den Dogenpalast, die Rialtobrücke und was es noch so gibt.

Venetian Venetian - Campanile San Marco
Venetian Dogenpalast Venetian Rialto Bridge

Auf dem Platz vor dem Venetian kann man im freien sich von Gondeln über einen Kanal schippern lassen, die Gondoliere sind natürlich in der üblichen Tracht mit Ringelpulli und Basthut gekleidet.

Venetian Gondola (extern) Venetian external Canale

Aber das ist noch nicht alles. Im oberen Bereich befindet eine verwinkelte Einkaufsstraße die wie die Fassaden von Venedig aufgebaut ist. Alles befindet sich unter einem künstlichen Himmel (der leicht abgedunkelt wirkt, wohl um die Illusion nicht zu täuschen) und durch sie hindurch verläuft ein weiterer Kanal mit Gondeln.

Venetian Canale (intern) Venetian Gondolas (intern)

Folgt man der Straße erreicht man einen Platz. Hier finden sich ein Straßencafé, eine Eisdiele und als Harlekin verkleidete Angestellte laufen durch die Menge und necken die Besucher. Aber das beste war eine Show von Sängern und Sängerinnen in historischen Kostümen, die zur Unterhaltung der Besucher verschiedene Musikstücke von italienischen Opern bis hin zu Songs wie Volare vortrugen. Ich habe ein paar Videoaufnahmen gemacht, aber da iMovie immer den Sound verschluckt reiche ich sie nach wenn ich das Problem gelöst habe und zeige jetzt erst einmal nur ein paar Fotos.

Venetian Plaza Venetian Show II
Venetian Show I Venetian Show III

Zum Venetian gehört auch noch ein angeblich interaktives Madam Tussauds Wachsfigurenkabinett, welches ich allerdings nicht besucht habe. Besonders unsinnig finde ich auch daß überall nur Rolltreppen und Laufbänder verbaut sind – vor allem über den Nachbau der Rialtobrücke eher ein Sakrilieg – aber so ist halt Amerika 😉
Außerdem gibt es im Venetian natürlich die Blue Man Group Show – für die ich sogar für den Samstag noch Karten bekommen habe. *froi*

Wynn und Frontier
Geht man vom ti und Venetian nach Norden kommt man zuerst rechts am Wynn vorbei (welches ich nicht besucht habe), dann am einer Einkaufs-Mall mit großem Vorplatz und am Frontier, dem einzigen Casino in dem man (nach dortiger Werbung) Bingo spielen kann. Habe ich allerdings ebenfalls nicht besucht. Es erscheint aber in diesem Bereich eines der ältesten Casinos zu sein.

Frontier

Mehr Bericht schaffe ich jetzt aus meinem kleinen Hotelraum in Williams, Arizona, nicht.
Über das eigentliche Nord Las Vegas mit den anderen älteren Casinos sowie dem Rest des Südens von Las Vegas also mehr im nächsten Post.
(to be continued…)

Weiter nach Williams, AZ [11.05.2006]

Friday, May 12th, 2006

Bis 12.00 Uhr Mittags heute war Checkout-Zeit im Treasure Island – aber da ich keine Lust hatte in der Mittagshitze durch die Wüste zu fahren deponierte ich meine Koffer im Treasure Island – ein kostenloser Service dort – und trieb mich noch ein wenig auf dem Strip herum bevor ich gegen 15:15 Uhr dann endlich aufbrach. Natürlich verfuhr ich mich erst einmal in Las Vegas, aber als ich tankte gab mir die freundliche Angestellte dort, eine sehr wohlbeleibte junge Afroamerikanerin, den Hinweis wie ich zu fahren hatte um auf den Highway 93 nach Süden zu gelangen. Bis ich dann aus Las Vegas – die Stadt ist wirklich riesig, heraus war, war es fast schon 16:00 Uhr. Aber ich fand den Weg trotz mehrfacher Bedenken problemlos und fuhr wieder in die Wüste hinaus.

Deser View (Mohjave Lake) Desert near Hover Dam

Dabei passierte ich ziemlich zu Anfang schon den bekannten Hoover Damm – den ich mir jedoch für den Rückweg aufsparte, denn immerhin war es schon spät und ich wollte keinesfalls im dunklen fahren. Es sei nur an dieser Stelle angemerkt daß dieser durch eine Polzeisperre abgeriegelt ist – PKWs werden nach Sicht durchgewunken – ich schien offensichtlich ungefährlich und wurde nach kurzer Gesichtskontrolle zur Weiterfahrt aufgefordert – Wohnmobile und größere Gefährte müssen halten und werden genauer Kontrolliert. Wohl ein Schatten von 9/11. Außerdem scheint ein größerer Highway (mehrspurig) in Bau zu sein damit der Verkehr nicht mehr komplett über die Damm-Mauer gehen muß – ich sah einige erste Fragmente dieser neuen Straße. Etwa 68 Meilem ca. 110 Kilometer) ging der Highway 93 nun durch fast durchgehend flache Wüste. Immer wider konnte man Häuser rechts und links des Highways sehen, teilweise einsam in der Wüste, teilweise zu kleinen Dörfern gruppiert. Wie kann man nur in solcher Einöde leben ?

More Desert Highway 93 - Arizona
Single House in desert Little Village beside Hwy 93

Bei einer Stadt namens Kingman in Arizona ging der Highway 93 schließlich auf die Interstate 40 über, der ich nun weiter folgte.

Highway 93 to Interstate 40

Das Gelände war weiterhin trocken, aber je weiter ich kam desto mehr wurde es zu trockenem Grasland. Besagte Interstate 40 führte bis auf eine Brücke, auf der die linke Spur gesperrt war durchgehend mindestens zweispurig bis zu meinem Ziel: Williams, Arizona. Kurz vor Williams sah ich das erste mal wieder richtige Nadelwälder.

Arizona grassland Arizona grassland

Gleich am Ortseingang tankte ich noch einmal und fragte die Dame an der Kasse nach dem Weg zur meiner Unterkunft, den diese mir auch sofort erteilte. Der Ort Williams stellte sich als kleine Ortschaft mir vier Straßen heraus – jedoch liegt diese direkt an einem Teil der berühmten Route 66. An genau dieser lag auch mein Hotel mit Namen Travellodge – eine günstige Hotelkette von denen ich bereits eines dieser Art in Las Vegas gesehen hatte.

Die Betreiber scheinen tatsächlich Indianer zu sein – allerdings angepasst an die amerikanischen Verhältnisse. Also keine Federn oder Mokassins – nur die Gesichtszüge und die Hautfarbe ließen mich darauf schließen. Das Zimmer war zwar einfach – aber für meine Verhältnisse vollkommen ausreichend. Und das beste (wie man an diesem Post bemerkt) – entgegen der Webseite wo ich es gefunden habe verfügt das Hotel über Wireless Lan und Internet-Zugang. God bless modern america
Nachdem ich mich erst einmal geduscht und umgezogen hatte machte ich eine kleine Tour durch die Stadt. Natürlich war alles auf Route 66 ausgerichtet. Und in der einzigen Bar der Stadt – mehr eine Taverne – standen, so konnte ich durch die offene Tür sehen, tatsächlich Männer mit Cowboyhut und Stiefeln an der Bar. Unglaublich – wo bin ich hier nur hingeraten? *fg*

Williams - Canyon Club Williams - Thunder Eagle

Ich entschloß mich schließlich noch eine Kleinigkeit zu mich zu nehmen – immerhin hatte ich aufgrund der Hitze in Las Vegas kaum etwas gegessen und hatte entsprechend Kohldampf. Ein Route 66 Diner im Stil der 60er Jahre schräg gegenüber meines Hotels schien mir gerade richtig dazu.

Inside Route 66 Diner I Inside Route 66 Diner II

Ich bestellte mir ein Country Steak mit hausgemachten Fries (Pommes) – als Vorspeise gab es eine kleine Kartoffelsuppe, wohl aus Pellkartoffeln, denn es befanden sich auch Schalen darin. Sowohl die Suppe als auch das Steak waren aber beide gut und mit nicht ganz 12 Dollar inklusive einer Coke auch sehr günstig.

Ich beging den Fehler als es um die Getränkbestellung ging nach einem Bud Light zu fragen – worauf ich die schroffe Antwort erhielt daß keine alkoholischen Getränke serviert werden. Ich glaube das hat mir Minuspunkte bei der Bedienung – einer eher grobschlächtigen Country-Amerikanerin eingebracht.
Damit genug für heute – der Bericht aus Las Vegas ist in Arbeit. Gruß an alle aus dem kleinen Ort Williams in Arizona.

Las Vegas Kurzpost

Thursday, May 11th, 2006

Was für eine Stadt !
Für meinen Geschmack zu viel Kommerz aber schon mal ganz nett anzusehen.
Detaillierter Bericht folgt sobald ich wieder in San Francisco bin.

Durch die Wüste [09.05.2006]

Wednesday, May 10th, 2006

Nachdem ich gestern Abend noch zwei Maschinen Wäsche gewaschen und gebügelt hatte, holte ich mir heute früh den Mietwagen bei Triftys in der O’Farrell Street, fuhr kurz zum Appartment und das Gepäck zu holen und los gings. Leider gabs diesmal kein free upgrade – ich bekam einen Chrylser PT Cruiser – zwar ein nettes Auto (welches ich übrigens auch schon öfters mal in Deutschland gesehen habe). Größter Nachteil war: Er hatte keinen Tempomat – aber ich habe auch ohne Überlebt. 😉

Die Wegbeschreibung hatte ich mir von Google Maps geben lassen und hatte sie ausgedruckt.
Über die Bay Bridge verließ ich San Francisco und verpasste auch noch gleich die richtige Abfahrt. Bis ich dann wieder richtig war hatte ich schließlich fast eine Stunde verloren da ich erst glaubte auch so auf die richtige Interstate zu kommen, was sich als falsch erwies. Letztenendes war ich auf der Interstate 580 East in Richtung Stockton unterwegs. Kurz vor Stockton bog diese dann in Richtung Süden ab und ging schließlich auf die Interstate 5 in Richtung Los Angeles. Während die 580 noch durch das gewohnte grüne Hügelland ging, veränderte sich das Gelände jetzt schnell. Trockenes, braungrünes Grasland war von nun an vorherrschend. Auf der rechten Seite der Straße erhoben sich einige Hügel, während links sich eine weite Ebene erstreckte, in der man hin und wieder meist flache Bebauung erkennen konnte.

South California Grassland ...

Abgesehen davon daß die Hügel immer weniger wurden und die Landschaft zusehens abflachte veränderte sich nicht viel – nur merkte ich daß es zusehens wärmer wurde – was sowohl an der steigenden Sonne als auch an der Fahrt nach Süden liegen mochte. Kurz bevor ich die Interstate 5 lt. Wegplan verlassen sollte – der Tank war noch etwa Viertels voll – tankte ich für 30 Dollar und fuhr dann weiter.

Food Mart

Schließlich verließ ich die Interstate 5 und bog auf die California 46 East in Richtung Lost Hills / Wasco ab. Rechts und links der Straße erstreckten sich nun Obstplantagen und Gemüsefelder. Das Land war zwar trocken, aber ausgiebige Bewässerung schien hier gute Ernten zu ermöglichen. Auf vielen Feldern wurde gearbeitet – natürlich von Mexikanern, Was wäre die us-amerikanische Landwirtschaft ohne die fleissigen Helfer aus dem südlichen Nachbarland.

Farming Mexican Workers in California

Von der California 46 gings dann oberhalb von Bakersfield auf die California 99 die mich wieder in Richtung Süden führte. Beim Abbiegen auf die 58 East in Richtung Mojave gabs einen kleinen Stau weil sich die Zufahrt auf eine Spur verengte, aber nichts weiter schlimmes. Besagte California 58 führte nun in immer hügeliger werdendes Gelände hinein – aber immer noch beherrschten kleine Farmen das Bild.

Hills on Route 56 South California Farm

Bereits jetzt begann das Land immer trockener zu werden – nur in einigen Tälern gab es noch wirklich grünes Gras und einige Bäume – aber spätestens nachdem ich die Berge durchquert hatte begann meist flaches Land, mit verdorrtem Gras bewachsen und darauf einige flache Büsche und knorrige Bäume.

Desert Desert

Und immer wieder durchquerte ich kleine Siedlungen – meist wirkten die einfachen Holzhäuser eher heruntergekommen, aber doch bewohnt.

Desert Housing Antiques

An dieser Stelle muß ich mal eine kleine Kritik an dieser generellen Geschwindigkeitsbegrenzung loswerden: Warum bitte soll ich auf einer Strecke die bis zum Horizongt gerade durch eine Wüste verläuft nur 70 Meilen pro Stunde (ca. 113 km/h) maximal fahren dürfen ? Und Trucks sowie Autos mit Anhänger dürfen sogar nur 55MpH (88 km/h) fahren und halten dadurch wenn die Straße nur einspurig ist den Verkehr auf. Sehe ich wenig Sinn drin, sorry.
Aber zurück zur Reise: Bis Barstow durchquerte ich nun jene Wüste – insgesamt etwa 125 Meilen lang und kam dabei unter anderem an der berühmten Edwards Airforce Base vorbei. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, die Straße verlief recht gerade durch diese Einöde und verschmälerte sich mehrfach auf eine Spur – was bei dem starken LKW-Verkehr der hier herrscht dann immer zu Rückstaus führte. Schließlich erreichte ich Barstow und bog auf die Interstate 15 in Richtung Norden ab. Dieser sollte ich 156 Meilen folgen – durch noch mehr Wüste. Die Landschaft war schon sehenswert – aber irgendwann sieht man sich auch daran satt.

Interstate 15 Desert

Irgendwann mitten in diese Wüste wurde mein Benzin dann knapp – und erst einmal kam keinerlei Tankstelle. Als endlich ein Schild mit dem magischen Word “Gas” seitlich der Straße auf einer Erhebung zu sehen war, fuhr ich gleich ab. Leider war diese Raststätte verlassen und enttäuscht fuhr ich weiter. Nun sprang auch noch die Tanken Lampe an. Und weit und breit keine Tankstelle.

Die nächste Tankstelle sah zwar von der Straße aus vielversprechender aus, aber auch sie war verlassen. Mit immer weniger Benzin fuhr ich weiter und malte mir schon aus ohne Benzin hier in der Wüste liegen zu bleiben. Es gab zwar alle paar Meilen sogenannte Call Boxen – aber das würde mit Sicherheit teuer werden. Schließlich sah ich eine große LED-Tafel in einer Entfernung und hoffte daß dort eine Tankstelle war. Immerhin nährte sich die Nadel der Anzeige langsam dem roten Bereich. Und ich hatte Glück, es handelte sich um eine solche und sie war sogar geöffnet. Zwar war das Benzin hier einen Dollar teurer als normal – aber mir blieb keine andere Wahl.

Lonley Gas Station Nevada Desert Gas Prices

Weiter ging es durch die Wüste – ich kam an den ersten Spielcasinos vorbei – die allerdings noch nicht zu Las Vegas gehörten. Die Sonne ging derweil links von mir hinter den Hügeln unter.

Buffalo Bill Casino Desert Sunset

Schließlich erreichte ich die Stadt und fuhr an der Flamingo Road ab, bog auf den Las Vegas Blvd und erreicht mein Ziel: Das Treasure Island. Google Maps hatte die Gesamtfahrzeit mit fast 10 Stunden angegeben – ich hatte es in etwa 7 geschafft.

Über Las Vegas selbst werde ich seperat zu einem späteren Zeitpunkt berichten.
Hier noch die dazugehörige Karte: