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Original Hessische Kartoffelsuppe – das Rezept

Sunday, February 6th, 2011

Auch am heutigen Sonntag war mir mal wieder nach kochen. Dabei fiel meine Wahl auf ein Rezept aus meiner alten Heimat Hessen: Eine Original Hessische Kartoffelsuppe wie ich sie hier ja schon mal verzehrt hatte. Nur selbst gekocht hatte ich sie noch nie, aber dieses Versäumnis holte ich heute endlich mal nach.

Für drei bis vier kleine oder zwei große Portionen brauchen wir folgende Zutaten:

5-6 Kartoffeln (ca. 600g)
01 - Zutat Kartoffeln

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 mittlere Karotten / Möhren
03 - Zutat Kartotten

1 Stange Lauch
04 - Zutat Lauch

2 Stiele Sellerie – im Originalrezept war zwar von Knollensellerie die Rede, das hatte ich aber nicht bekommen und bin daher auf Staudensellerie ausgewichen
05 - Zutat Sellerie

1/2 Becher Schlagsahne
06 - Zutat Schlagsahne

100-125g durchwachsenen Speck
07 - Zutat Speck

500-600ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe

1 EL Schweineschmalz – was hier in Bayern übrigens Speckfett zu heißen scheint
08 - Zutat Schweineschmalz

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt.

Kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:
Zuerst waschen und schälen wir das Gemüse
10 - waschen und schälen

und schneiden Karotten, Sellerie, Lauch und Zwiebel in Würfel sowie die Kartoffel in Scheiben.
11 - schneiden

Nun zerlassen wir etwas Schweineschmalz in einem Topf
12 - Schmalz zerlaufen lassen

und braten den Speck darin an.
13 - Speck anbraten

Dann fügen wir das gewürfelte Gemüse hinzu und braten es einige Minuten ebenfalls mit an.
14 - Gemüse hinzugeben

Ist das Gemüse etwas angebraten, geben wir die Kartoffelscheiben hinzu
15 - Kartoffeln dazu

und gießen sie mit der Fleischbrühe auf.
16 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Das Gemüse sollte dabei gut mit Flüssigkeit bedeckt sein.
17 - Gemüse bedeckt halten

Nun würzen wir das ganze kräftig mit Salz und Pfeffer und fügen das Lorbeerblatt hinzu.
18 - würzen

Nun muss alles 30 bis 40 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln. Ich nutzte die Zeit mit Hilfe von etwas zerlassener Butter etwas Weißbrot in einer Pfanne zu rösten – zu Hessischer Kartoffelsuppe gehören diese Röstwürfel einfach dazu.
19 - Röstis machen

Mit Hilfe eines Schneebesens müssen wir kurz vor Ende der Garzeit die Suppe glatt rühren, wobei wir darauf achten dass die nun weich gekochten Kartoffeln auch in kleine Stücke zerfallen.
20 - glatt rühren

Dann rühren wir noch einen halben Becher Schlagsahne unter und schalten die Platte aus. Das Gericht kann nun serviert werden.
21 - Sahne hinzufügen

Und fertig ist die Original Hessische Kartoffelsuppe – gekocht mit in hier in Bayern gekauften Zutaten. 🙂
22 - Hessische Kartoffelsuppe - fertiges Gericht

Das Ergebnis entsprach genau dem was aus meiner Heimat her kannte. Mit einigen gerösteten Weißbrotwürfeln vermengt ein wirklicher Genuss. Und gekühlt im Kühlschrank aufbewahrt hält sich diese Spezialität auch problemlos drei bis vier Tage und kann dann Portionsweise z.B. in der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden. Ich finde sogar dass sie dann noch einen kleinen Deut besser schmeckt – wenn das überhaupt möglich ist. 😉
Als Variation wäre es noch denkbar, zusätzlich einige Erbsen oder andere hinzuzufügen. Ob man sie dann natürlich noch Original Hessisch nennen kann, sei an dieser Stelle mal so dahin gestellt. Früher war ich ja nicht so der Suppen-Fan, aber das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert, und bei dieser leckeren Spezialität mache ich, selbst wenn, gerne mal eine Ausnahme.

Ich wünsche also guten Appetit

Kartoffelgeröstl mit Lauch & Schafskäse [03.01.2011]

Monday, January 3rd, 2011

Wie ich beim Wiegen heute Morgen feststellen musste, hab ich über die Feiertage – also Weihnachten bis Silvester – gewichtstechnisch doch wieder etwas zugelegt. Doch das soll mich nicht von meinem Ziel abbringen, daher sah ich mich heute wieder nach etwas leichterem um. Die Angebote aus der Asia-Ecke, bestehend aus Poh Piard Thord – Knusprig gebratene Frühlingsröllchen oder Moo Pad Prik Bai – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum, Gemüse und Austernsauce klangen zwar lecker, aber mir war heute irgendwie nicht so danach, daher ließ ich es mal links liegen. Die Alternativen aus der regulären Küche bestanden aus Szegediner Rindergulasch mit Salzkartoffeln im Bereich Globetrotter, Schinkennudel mit Tomatensoße bei den traditionell-regionalen Speisen und schließlich Kartoffelgeröstl mit Lauch und Schafskäse bei Vitality. Auch wenn mir etwas mit Fleisch natürlich lieber gewesen wäre, entschied ich mich nach kurzer Überlegung für das vegetarische Kartoffelgericht mit Schafskäse. Dennoch nahm ich mir dazu noch einen kleinen Becher Aprikosenjoghurt – immerhin hatte ich heute ja komplett auf das Frühstück verzichtet.

Kartoffelgeröstel mit Schafskäse

Und was die Küche da aus einigen Kartoffelscheiben, Lauch, Möhren, Paprika, einigen Gewürzen sowie ein paar Würfel Schafskäse kreiert hatte entsprach durchaus meinen Geschmack. Zwar hätten die Kartoffeln durchaus etwas knuspriger sein können, immerhin sollte es ein “Geröstl” sein, aber letztlich war die Zusammenstellung absolut akzeptabel. Und auch der Aprikosenjoghurt erwies sich als gute Wahl, denn er erwies sich als angenehm nicht zu süß und verfügte über reichlich Fruchtstücke.
Bei den anderen Kantinengästen erschienen heute aber eher die Asia-Gerichte der große Renner zu sein und belegten meiner Meinung nach den ersten Platz in der allgemeinen Beliebtheitsskala. Um den zweiten Platz lieferten sich die Schinkennudeln und der Gulasch ein enges Rennen, das meines Eindrucks nach die Schinkennudeln knapp für sich entscheiden konnte. Somit kam der Gulasch auf den dritten und das Kartoffelgeröstl auf den vierten Platz.
Was die Sättigungsdauer angeht erwies sich meine Wahl zwar auch als ganz zufriedenstellend, immerhin ein Faktor den man gerade bei vegetarischen Gerichten nicht außer Acht lassen sollte. Somit kann ich meine Entscheidung heute insgesamt als wirklich gelungen bezeichnen.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgeröstl mit Lauch & Schafskäse: ++
Aprikosenjoghurt: ++

Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln [27.09.2010]

Monday, September 27th, 2010

Während in der Asia-Ecke heute unter anderem “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce” angeboten wurden, lockten im Bereich der regulären Küche neben “Saftgulasch vom Rind mit Semmelknödel” im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte sowie “Penne Rigate al Arrabiata mit Parmesan” bei den Globetrotter-Speisen und schließlich “Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln” bei den Vitality-Speisen. Ich entschied mich nach nur kurzem Überlegen für die Pilzpfanne – sie erschien mir das kalorientechnisch vernünftigste Gericht.

Pilzpfanne mit Lauch & Kartoffeln

Wieder eine gute Entscheidung wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Unter einer dünnen Sauce mit Dill verbargen sich kleine Kartoffelwürfel, die mit Lauch und vermutlich Egerlingen und Austernpilzen sowie einer leicht pikanten Auswahl an Gewürzen versehen waren. Eine vegetarische Speise, aber sehr gelungen wie ich fand. Ich finde nur, dass aufgrund der Häufigkeit der der Zutaten die Bezeichnung “Kartoffelpfanne mit Pilzen und Lauch” besser gepasst hätte.
Bei der Majorität der Kantinenbesucher waren heute aber die Penne al Arrabiata das mit Abstand beliebteste Gericht. Auf Platz zwei folgten meiner Einschätzung nach die Asia-Gerichte, dann dicht auf der Saftgulasch und schließlich die Pilzpfanne. Hatte zwar erwartet den Saftgulasch noch vor den Asia-Gerichten zu sehen, aber ansonsten entsprach dies meinen Erwartungen. Ich esse hier ja auch inzwischen lang genug, um die Vorlieben meiner “Mitesser” abschätzen zu können.

Mein Abschlußurteil:
Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln: ++

Hähnchen-Lauch-Linsenpfanne – das Rezept

Saturday, June 19th, 2010

Wie jedes Wochenende an dem ich Muse dazu finde war auch dieses Wochenende mal wieder Kochen für mich angesagt. Nach einigem Überlegen und wälzen meiner Rezeptsammlung entschied ich mich für eine Hähnchen-Lauch-Linsenpfanne. Das Rezept klang lecker und die Zutaten waren schnell besorgt.

Für die Zubereitung von 2 Portionen benötigen wir:

2 mittelgroße Tomaten
01 - Zutat Tomaten

eine große Stange Lauch
02 - Zutat Stange Lauch

250 – 300g Hähnchenbrustfilet
03 - Zutat Hähnchenbrustfilet

500ml Gemüsebrühe
04 - Zutat Gemüsebrühe

2-3 EL Frischkäse
05 - Zutat Frischkäse

1-2 TL mittelscharfer Senf
06 - Senf

und 100g Rote Linsen.
07 - Zutat Rote Linsen

Zum würzen benötigen wir außerdem Pfeffer, Salz und etwas Zitronensaft.
Als Sättigungsbeilage eignet sich dazu Reis – es geht aber auch ohne.

Zuerst schneiden wir die Hähnchenbrustfilets in kleine Würfel
08 - Hähnchenbrust schneiden

und das Lauch in Ringe.
09 - Lauch schneiden

Die Tomaten ritzen wir kreuzförmig ein,
10 - Tomaten kreuzschneiden

übergießen sie mit kochendem Wasser,
11 - Mit Wasser begießen

entfernen die Schale,
12 - Schälen

vierteln und entkernen sie
13 - Entkernen

und schneiden sie schließlich in kleine Stücke.
14 - zerschneiden

Nun geben wir etwas Öl in eine Pfanne. Ich habe mir mal einen Ölsprüher gekauft, da ich der Meinung bin dass man das Öl damit sparsamer dosieren kann.
15 - Öl sprühen

Ist das Öl heiß, braten wir die Hähnchenbrustfilet-Würfel darin kurz an.
16 - Anbraten

Sobald sie durchgebraten sind, geben wir die Lauchringe
17 - Lauch dazu

und die Tomatenstücke in die Pfanne und lassen alles einige Minuten mit anbraten.
18 - Tomaten rein

Nach 4-5 Minuten löschen wir das ganze mit der Gemüsebrühe ab
19 - Mit Gemüsebrühe ablöschen

und geben die Linsen hinzu. Ich dachte zuerst dass 100g eigentlich ziemlich wenig ist, aber man muß an dieser Stelle bedenken dass sie ja in der Flüssigkeit noch aufquellen.
20 - Linsen rein

Für ca. 10 Minuten lassen wir das ganze auf mittlerer Stufe mit geschlossenem Deckel köcheln.
21 - Köcheln mit Deckel

In dieser Zeit können wir dann auch schon mal etwas Reis gemäß Packungsbeschreibung kochen.
22 - Reis kochen

Nach dem zehn Minuten geben wir schließlich 2-3 EL Frischkäse in die Pfanne und verrühren ihn gut.
23 - Frischkäse

Außerdem schmecken wir das Gericht mit Pfeffer,
24 - Pfeffer

Salz und
25 - Salz

Zitronensaft
26 - Zitronensaft

sowie einem Teelöffel Senf ab.
27 - Senf

Zuletzt lassen wir alles noch einmal ca. 5 Minuten auf niedriger Stufe weiter köcheln und fertig ist die Hähnchen-Lauch-Linsenpfanne.
28 - Hähnchen-Lauch-Linsenpfanne - fertiges-gericht

Mit etwas Basmatireis eine wirklich sehr leckeres Gericht. Hier sind mit Sicherheit noch durch die Wahl verschiedener Frischkäsessorten (z.B. Kräuter- oder Knoblauchfrischkäse) einige Variationen denkbar. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt den Frischkäse durch Schafskäse / Feta zu ersetzen, in diesem Fall wäre es aber wohl besser gewesen den Senf weg zu lassen, da Feta ja bereits eine gute Eigenwürze besitzt. Das Rezept ist aber auch in dieser Form vorbehaltlos zu empfehlen. Und mit 9 WW-ProPoints pro Portion auch durchaus keine Kalorienbombe.

Pad Bai Kraprao Pla Muek [12.05.2010]

Wednesday, May 12th, 2010

Heute, am letzten Arbeitstag diese Woche für mich, wollte ich es natürlich nicht vermissen auch dem asiatischen Speiseangebot meine Aufmerksamkeit zu zollen. Zwar war auch das Angebot der regulären Speisen recht interessant, aber irgendwie war mir heute nicht so danach. Als Vitality-Gericht stand zum Beispiel “Gedünsteter Seelachs im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln” auf der Karte, des weiteren gab es einen “Riesen-Rösti mit Spinat und Mozarella überbacken” als traditionell-regionale Speise und schließlich im Bereich Globetrotter “Schweinefiletmedaillons mit Pilzrahmsauce auf Knöpfle“. Alleine der Rösti sah schon sehr verlockend aus, aber auch der Lachs, den ich ihn ähnlicher Form ja hier bereits probiert und für gut befunden hatte, erschien mir wieder sehr gelungen. Die Schweinefiletmedaillons schließlich wären kulinarisch wohl die beste Wahl gewesen, aber nach meiner kleinen Ausnahme mit dem Spargel von Gestern, die sich im übrigen heute früh auch gleich negativ auf der Waage gezeigt hatte, wollte ich nicht schon wieder eine Ausnahme machen. Also sah ich mich bei den Asia-Wok-Gerichten um. Zum einen gab es dort heute ein leicht scharfes “Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art“, zum anderen bot man “Pad Bai Kraprao Pla Muek – Gebratener Tintenfisch mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai-Basilikum” an. Tintenfisch erschien mir irgendwie verlockend, also entschied ich mich schließlich für dieses Gericht mit dem langem, schwer zu artikulierenden Namen. Dazu gab es natürlich Reis, einen Esslöffel Sambal Olek und einen Glückskeks.

Pad Bai Kraprao Pla Muek

Visuell machte es wie ich fand nicht so viel her, was meiner Meinung nach aber auch mit der Wahl der Gemüsesorten heute zusammenhing. Die meisten der Sorten wie Kohl, Zwiebeln, Lauch und Sojasprossen waren eher grün gehalten und durch das Kochen schon etwas zerfallen, was nicht gerade zu perfekten Präsentation beitrug. Rote Paprika und Karotten hatte ich außerdem zu wenige erwischt, als ich mir meine Schale an der Theke belud. Aber geschmacklich war es dennoch meiner Meinung nach wieder einmal gut gelungen. Auch das Thai Basilikum oder auch Horapa, das sich in Form grüner Blätter in der Zusammenstellung befand, trug zu einem sehr interessanten geschmacklichen Erlebnis bei. Einzig die Tintenfischringe gaben mir einen kleinen Anlass zur Kritik, denn ungeschnitten wie sie hier waren ließen sie sich schlecht am Stück verzehren und sie in der Schale zu schneiden bedurfte schon einigen Geschicks. Insgesamt stellte sich das Ganze auf jeden Fall letztlich als eine gute Wahl heraus.
Einen klaren Favoriten unter den anderen Gästen auszumachen gestaltete sich heute als recht schwierig. Ich würde aber subjektiv sagen, dass die Schweinefiletmedaillons vorne lagen. An zweiter Stelle kamen wohl dann die Asia-Speise gefolgt von Lachs und Riesen-Rösti, die ungefähr gleich auf gewesen sein dürften. Letztlich wäre ich mit dem Lachs mit Sicherheit auch gut bedient gewesen, aber einmal in der Woche Asiatisch muss schon sein. Ob der Glückskeks, der ja letztlich nur ein Stück trockenes, hartes Gebäck mit einem Zettel drin ist, wirklich sein muss sei natürlich so dahin gestellt. Ich glaube ja auch nicht an Horoskope, warum sollte ich also das Zeug glauben, was da viersprachig (deutsch, holländisch, englisch und chinesisch) auf diese Zettel gedruckt wurde. Außerdem kosten sie einen WW-Punkt. In Zukunft werde ich wohl darauf verzichten.

Mein Abschlußurteil:
Pad Bai Kraprao Pla Muek: ++
Reis: ++
Sambal Olek: ++
Glückskeks: +