Fasanenbrust mit Maronenfüllung, Wirsing & Kräuterrösti [11.11.2015]

Heute stand mit einer Fasanenbrust im Speckmantel mit Maronenfüllung, dazu geschmorter Wirsing und hausgemachter Kräuterrösti wohl das Highlight der aktuellen Wildgerichte-Woche auf dem Speiseplan unseres Betriebsrestaurants. Da konnten weder die Seelachsfilet mit Fenchelgemüse und Safransauce mit Reis bei Vitality, der Schweineschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten bei Tradition der Region, das Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Globetrotter oder die Asia-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce und Gung Po Jau Yu – Gebratenes Schwein mit Gemüse in Hoi Sin Sauce nicht mithalten. Das wäre dann das vierte Wildgericht hintereinander, aber das stört mich wenig, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit zu so etwas? Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Limone-Joghurt-Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Pheasant breast in bacon with savoy & herb roesti / Fasanenbrust im Speckmantel mit Maronenfüllung, geschmorten Wirsing & Kräuterrösti

Auch wenn das mit Speck ummantelte Fleisch nicht mehr hundertprozentig heiß war, erwies sich die Wahl dieses Gerichtes dennoch als sehr gut Entscheidung. Das Fleisch war angenehm zart und größtenteils angenehm saftig und wartete mit einem sehr angenehmen Aroma auf – woran aber auch die Maronenfarce im Inneren wohl nicht ganz unschuldig war. Dazu die dickflüssige, würzige Sauce, der in schmalen Streifen geschmorte Wirsing als gut passende Gemüsebeilage und schließlich der außen angenehm knusprige und innen noch weiche, mit Kräutern versetzte Rösti als kleine, aber absolut ausreichende Sättigungsbeilage. Außerdem fand sich etwas Preiselbeermarmelade in einem essbaren Teigschälchen und eine Scheibe Orange auf dem Teller. Da gab es nichts dran auszusetzen. Nur beim Dessert kann ich mal wieder keine volle Punktzahl geben, denn man musste die Geschmacksnerven etwas anstrengen, um den beschriebenen Limone-Geschmack erahnen zu können.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tageslag die Fasanenbrust natürlich auch ganz weit oben und konnte sich den ersten Platz sichern – und ich hätte mich auch schwer gewundert wenn dem nicht so gewesen wäre. Auf dem zweiten Platz folgte der Schweineschnitzel “Zigeuner Art”, Platz drei belegte das Rührei, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten. DFisch mit Fenchelgemüse folgte in geringem Abstand auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Fasanenbrust: ++
Sauce: ++
Wirsing: ++
Kräuterrösti: ++
Limonen-Joghurt-Creme: +

Matjesfilet auf roter Beete mit Kräuter-Vinaigrette [04.06.2014]

Ganz meiner alten, lieb gewonnenen Tradition, am Mittwoch zu Fisch zu greifen entschied ich mich heute für das Matjesfilet auf roter Beete mit Kräuter-Vinaigrette, dazu Ofenkartoffel mit Kräuter-Quarkdip, das bei Vitality angeboten wurde. Zwar sahen sowohl die Asia-Gerichte wie das Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten und das Gaeng Ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce an der Asia-Thai-Theke, als auch die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region und das Griechische Schweinegyros mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot bei Globetrotter auch sehr verlockend aus, aber da ich Matjes bisher noch nie probiert habe, wollte ich die Gelegenheit heute einfach mal nutzen. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Limonen-Joghurt-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot, denn bei gerade mal 331kcal für das Hauptgericht konnte ich mir das durchaus leisten. Außerdem gab auch noch Reste von der Spinat-Ricotta-Lasagne mit Bechamel-Sauce von gestern, die nahm ich aber nicht in die nähere Auswahl.

Matjesfilet auf roter Beete mit Kräuter-Vinaigrette / Matie filet on beetroot with herb vinaigrette

Obwohl ich dachte, dass ich Fisch in jeder Form mag, musste ich feststellen dass das bis auf die Ofenkartoffel kalt servierte Gericht überhaupt nichts für mich war. Mir war bekannt, dass es sich bei Matjes um in Salzlake eingelegten, jungen Hering handelt, aber der Fisch war mit viel zu sauer. Ob das bei Matjes immer so ist oder der Matjes hier einfach von schlechter Qualität war, vermochte ich nicht zu sagen. Ich versuchte zwar mich an den Geschmack zu gewöhnen, aber es gelang mir einfach nicht. Die rote Beete war zwar in Ordnung und auch an der in Alufolie gebackene Ofenkartoffel mit ihrem Quark-Dip gab es nicht viel auszusetzen, aber beim Salat muss ich etwas in der Note abziehen, denn die Ruccola-Blätter waren an den Spitzen schon etwas eingetrocknet. Da konnte auch die Kräuter-Vinaigrette nicht mehr viel retten. Und leider konnte auch der Nachtisch in Form des Limonen-Joghurt-Mousse heute nicht ganz überzeugen, denn er war bereits etwas abgestanden und von der Struktur nicht mehr ganz so luftig-locker wie ich es sonst von Mousses hier gewohnt bin. Also muss ich auch hier etwas in der Note abziehen.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages konnten die Allgäuer Käsespätzle heute den ersten Platz sichern, sie waren soweit ich es beobachten konnte noch etwas beliebter als der Schweinegyros mit Fladenbrot, der heute nur auf dem zweiten Platz landete. Die Asia-Gerichte kamen auf Platz drei und den vierten Platz belegte das Matjesfilet, das ich doch auf einigen Tabletts entdecken konnte. Hätte mich ja mal interessiert, ob die anderen Matjes-Esser ihn ebenfalls zu sauer fanden oder ob es einfach nur nicht meinem Geschmack entsprach. Die Lasagne lasse ich heute mal außen vor, da sie nur in beschränkten Mengen verfügbar war und somit das Ergebnis verfälschen könnte.

Mein Abschlußurteil:
Matjesfilet: –
Rote Beete: ++
Salatbeilage: +
Ofenkartoffel: ++
Limonen-Joghurt-Mousse: ++

Alaska-Seelachs “Lemon Pepper” auf Tomaten-Zucchinigemüse [21.05.2014]

Obwohl heute mit Frischem Spargel aus Bayern mit Schwarzwälder- und Wacholderschinken, dazu Sauce Hollandaise und Salzkartoffeln im Bereich Tradition der Region ein recht verlockendes Spargelgericht auf der Speisekarte zu finden war und ich ja eigentlich in dieser Saison bisher viel zu wenig von diesem Gemüse genossen habe, entschied ich mich nach kurzem abwägen doch dafür, statt dessen beim Alaska-Seelachs “Lemon Pepper” auf Tomaten-Zucchinigemüse mit Sesamkartoffeln zuzugreifen. Dieses Fischgericht im aus dem Abschnitt der Vitality-Gerichte war meines Kenntnisstandes nach bisher so noch nicht hier angeboten worden, da war ich natürlich neugierig. Außerdem neige ich ja dazu, Mittwochs fast immer Fisch oder Meeresfrüchten den Vorzug zu geben. Das 1/2 Grillhendl mit Kartoffel-Gurkensalat aus dem Bereich Globetrotter oder die Asia-Gerichte in Form von Nasi Goreng – Gebratener Goreng-Reis mit verschiedenen Gemüsesorten oder Gaeng Ped Nua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce kamen heute bei mir nicht in die nähere Auswahl. Und Dank den gerade mal 416kcal, die das Hauptgericht an Nährwerten mitbrachte, schien es mir schließlich auch noch vertretbar, mir einen kleinen Becher Limonen-Joghurt-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot mit auf mein Tablett zu stellen.

Alaska-Seelachs "Lemon Pepper" auf Tomaten-Zucchinigemüse mit Sesamkartoffeln / Alaska coalfish  "lemon pepper" with tomato zucchini vegetables & sesame potatoes

Das Lemon Pepper bei dem nicht sonderlich großen, aber ausreichenden Stück saftigen und grätenfreien Seelachsfilets zeichnete sich durch einige rote Pfefferkörner als Garnitur und einer grünen Würzmischung auf dem Filet selbst aus. Da ich den Fisch voeher mit etwas Zitronensaft aus den beigelegten Zitronenspalten garniert hatte, konnte ich aber leider nicht genau sagen, wo der leicht zitronige Geschmack des Fisches nun genau her kam. Da hatte ich leider nicht mitgedacht. Aber lecker war er alle mal. Dazu das angenehm fruchtige, mild gewürzte Gemüse aus Zucchinischeiben und Tomaten und die in etwas Sesam gewälzten Salzkartoffeln komplettierten das Gericht schließlich sehr gelungen. Ich selbst hätte den Sesam vielleicht vorher noch ohne Fett in einer Pfanne angeröstet, dann wäre er sowohl visuell besser auf den hellen Kartoffeln als auch geschmacklich besser zur Geltung gekommen. Aber das nur am Rande erwähnt, ich war auch so sehr zufrieden mit meiner heutigen Entscheidung. Und auch das luftig-lockere Mousse mit Limonen-Geschmack und Joghurt-Note gab mir keinen Grund, irgend welche Kritik anzubringen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Speisenden um, kristallisierte sich schnell heraus dass es heute wohl das halbe Hähnchen mit Kartoffel-Gurkensalat war, das den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern konnte. Aber der Vorsprung vor dem Spargelgericht auf Platz zwei war nur recht klein. Erstaunlicherweise lag heute auch mal das Fischgericht ungewöhnlich hoch in der Gunst, so dass sich der Alaska-Seelachs “Lemon Pepper” noch vor den Asia-Gerichten auf an dritter Stelle platzieren konnte. Die Abstand zu den Angeboten von der Wok-Theke auf dem vierten Platz war aber nur gering.

Mein Abschlußurteil:
Alaska-Seelachsfilet “Lemon Pepper”: ++
Tomaten-Zucchinigemüse: ++
Sesamkartoffeln: ++
Limonen-Joghurt-Mousse: ++

Gebackene Polentaschnitten mit Ratatouillegemüse [05.05.2014]

Während ich mich heute weder Asia-Thai-Angebot wie Kao Pad – Gebratenes Asiagemüse mit Eierreis in Sojasauce oder Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Putenfleisch mit verschiedenem Gemüse in Massaman-Sauce noch für die Spinat-Ricotta-Tortellini in Gorgonzolasauce so recht begeistern konnten, weckten sowohl die Gebackene Polentaschnitten mit Ratatouillegemüse bei Vitality als auch der Hackbraten mit Rotweinsauce, Kartoffelpüree und Kaisergemüse bei Tradition der Region größeres Interesse bei mir. Und ich war lange Zeit hin und her gerissen, bevor ich mir schließlich einen Rück gab und mich dann doch für die mit 415kcal leichtere, vegetarische Alternative in Form der Polentaschnitten entschied. Dazu gesellte sich dann noch ein Becherchen Limonen-Joghurt-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Gebackene Polentaschnitten mit Ratatouillegemüse / Baked polenta slices with ratatouille

Zwar waren die mit etwas Rahmspinat gefüllten Polentaschnitten innen angenehm saftig und außen leicht knusprig, erwiesen sich aber leider als bereits etwas abgekühlt, was den Genuss meiner Meinung nach minderte und mich zu einem kleinen Punktabzug nötigte.

Polentaschnitte - Querschnitt / Polenta slice - Lateral cut

Dafür fand ich das Ratatouillegemüse aus fruchtiger Tomatensauce mit Stücken von Zucchini, Aubergine, Zwiebeln und Paprika heute aber besonders gut gelungen, was den kleinen Fauxpas bei den Polentaschnitten zumindest teilweise wieder etwas aufwog. Am locker-cremigen Limonen-Joghurt-Mousse mit seiner Garnitur aus Traube, Orangenscheibe und Schoko-Mousse gab es ebenfalls absolut nichts auszusetzen.
Um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitskala lieferten sich heute die Spinat-Ricotta-Tortellini und der Hackbraten ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und für mich sah es am Ende so aus, also hätte sich das Nudelgericht mit Gorgonzolasauce um Haaresbreite durchgesetzt und den Hackbraten auf einen guten zweiten Platz verdrängt. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und die Polentaschnitten kamen auf einem guten, aber dennoch vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Polentaschnitten: +
Ratatouillegemüse: ++
Limonen-Joghurt-Mousse: ++

Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse [16.12.2013]

Wie üblich verspürte ich auch diesen Montag wenig Lust auf etwas von der Asia-Thai-Theke, deshalb ließ ich die dortigen Angebote wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Gung Pao Ngao – Rindfleisch, gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse mal außen vor und wandte meine Aufmerksamkeit der regulären Küche zu, wo zwar nichts außergewöhnliches, dafür aber gute Hausmannskost auf der Speisekarte stand. Und obwohl sowohl der Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen, frischen Kräutern und Bauernbrot bei Tradition der Region als auch die Spaghetti Bolognese mit Parmensan bei Globetrotter durchaus meinem Geschmack entsprachen, fiel meine Wahl doch wieder auf das Vitality-Angebot in Form von Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, das 336kcal einen angenehm leichten Genuss versprach und es auch noch erlaubte, einen kleinen Becher Limonen-Joghurt-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot auf mein Tablett zu bugsieren.

Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse / Roasted potatoes with leek & feta

Gemeinsam mit zahlreichen kleinen, angebratenen Salzkartoffeln hatte man bei diesem Gericht neben Lauch auch sehr fein gewürfelte Möhren und Zucchini, Zwiebeln sowie einige Kräuter mit gebraten und das Ganze schließlich mit frischem, gewürfelten Schafskäse garniert. Die Befürchtung das Gericht würde zu trocken wirken – so wie bei der Gnocchipfanne mit Kohl vor einigen Wochen – erwies sich glücklicherweise als vollkommen unbegründet. Allerdings hätte ich es begrüßt, wenn man etwas mehr als die paar Stückchen Lauch im Gericht gefunden hätte. Dafür war man mit dem Schafskäse recht großzügig umgegangen, was das Versäumnis beim Lauch zumindests größtenteils aufwog. Einfach, aber wirklich sehr schmackhaft muss ich sagen. Und cremigen, luftigen Limonen-Joghurt-Mousse mit seiner Garnitur aus Kokosraspeln und einer Physalis (Blasenkirsche) gab es keinerlei Grund zur Kritik.
Auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie immer durch das Beobachten der Vorlieben der anderen Gäste aufstellte, lagen eindeutig die Spaghetti Bolognese mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf Platz eins. Platz zwei würde ich dem Kartoffelsuppeneintopf mit Wiener Würstchen zuordnen, knapp gefolgt den Asia-Gerichten auf Platz drei. Der vierte Platz gebührte, wie leider meist üblich, wieder dem vegetarischen Angebot in Form des Kartoffelgeröstel mit (wenig) Lauch und (viel) Schafskäse. Aber das war auch kaum anders zu erwarten gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffelgeröstel mit Lauch & Schafskäse: ++
Limonen-Joghurt-Mousse: ++