Posts Tagged ‘limonen-mousse’

Spanische Paella [16.04.2014]

Wednesday, April 16th, 2014

Auch wenn mich vor allem das Rindergeschnetzelte mit Pilzen, frischen Kräutern und Spätzle aus der Sektion Tradition der Region mich heute durchaus auch gereizt hätte, blieb ich schließlich doch meiner alten, liebgewonnenen Tradition treu am Mittwoch zu Fisch und/oder Meeresfrüchten zu greifen und griff letztlich zur Spanischen Paella mit Meeresfrüchten, Hähnchenfleisch und frischem mediterranem Gemüse, die heute bei Vitality angeboten wurde. Die Spinat-Ricotta-Tortellini mit Tomatensauce und Mozzarellakugeln bei Globetrotter konnte mich ebenso wenig begeistern wie das Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüse in Currysauce oder das Gung Pao Yuk -Schweinefleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse. Und bei gerade mal 502kcal für die Paella gönnte ich mir heute auch mal wieder ein kleines Dessert in Form eines kleinen Bechers Limonen-Mousse.

Spanische Paella / Spanish paella

Was ich bekam war eine gelb gefärbte Reiszubereitung mit Muscheln, kleinen Krabben, Teilen vom Tintenfisch, festfleischigen Fischwürfeln und zahlreichen Stücken gewürfelten Hähnchenbrust-Filets auf der Fleischseite und Erbsen, Möhren, grünen Bohnen, Paprikastreifen in verschiedenen Farben sowie fein gewürfelter Zwiebel auf der Gemüseseite. Des weiteren hatte man das Gericht mit einer Zitronenspalte, einer großen gegarten Shrimp und etwas Petersilie garniert. Das Gericht erwies sich als noch ausreichend warm und die Qualität der einzelnen Komponenten erwies sich als absolut zufriedenstellend. Einzige kleinere Kritikpunkte waren ein mit gekochter Bohnenstiel, ein hartes, unidentifizierbare Teil – vermutlich ein Stück Gräte oder so etwas – die sich im Gericht fanden sowie die insgesamt etwas klein geratene Portion. Ich habe einen Moment mit mir gerungen, entschloss mich dann aber dazu von einem Punktabzug dennoch mal abzusehen. Am cremigen, lockeren Limonen-Mousse mit seinem fruchtigen, ganz leicht säuerlichen Aroma gab es aber nichts zu kritisieren.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, schienen sich heute die Spinat-Ricotta-Tortellini mit Tomatensauce und Mozzarellakugeln mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern zu können. Ungewöhnlich, denn immerhin handelte es sich hier offenbar um ein vegetarisches Gericht. Auf Platz zwei folgte das Rindergeschnetzelte, knapp gefolgte von den Asia-Gerichten auf Platz drei. Einen guten vierten Platz belegte schließlich die Spanische Paella.

Mein Abschlußurteil:
Spanische Paella: ++
Limonen-Mousse: ++

Gefüllter Putenrollbraten in Kräuterrahmsauce [18.03.2014]

Tuesday, March 18th, 2014

Obwohl heute wie fast jeden Dienstag mal wieder das Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse auf der Karte der Asia-Thai-Theke stand, war ich einen Moment dazu geneigt, hier zuzuschlagen, denn nach mehreren Wochen mit dem männlichen Wok-Koch hatte mal wieder der weibliche Koch übernommen – das bedeutete dass die Gerichte nicht zu sehr in Sauce ertränkt wurden und die Würz-Zusammensetzung sich etwas änderte. Aber leider war der Fisch-Wok mal wieder fast leer, so dass ich mich doch anders entscheiden musste. Der Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce klang zwar auch nicht schlecht, aber in diesem Wok war seltsamerweise nur Gemüse und kein Reis – also fiel das auch aus. Die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln bei Vitality fand ich wiederum nicht sonderlich ansprechend und die Cannelloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter sahen ein wenig nach frisch aus der Abteilung Fertiggerichte aus. Blieb also nur noch der Gefüllt Putenrollbraten mit Kräuterrahmsauce und Spätzle, den man im Bereich Tradition der Region anbot. Dazu nahm ich mir noch – heute extra vorher auf Temperatur geprüft – einige Stücke Blumenkohl und Broccoli von der Gemüstheke und ein kleinen Becherchen Limonen-Mousse aus dem Dessert-Angebot des heutigen Dienstags.

Putenrollbraten mit Kräutersauce & Spätzle / Rolled turkey roast with herb sauce & spaetzle

Die Spätzle oder, um genau zu sein, Knöpfle waren zwar etwas salziger als ich es normalerweise gewohnt bin, gaben aber noch keinen Grund für einen Abzug in der Benotung. Und auch die Kräuterrahmsauce gab mir keinen Grund, Kritik anzubringen. Anders mit der Hauptzutat, dem Putenrollbraten. Die Füllung aus Hackfleisch mit Gemüsestückchen war ebenfalls etwas versalzen, worüber ich ja noch hinweg gesehen hätte, aber das umgebende Putenfleisch erwies sich zusätzlich als ziemlich trocken geraten – bezogen wohlgemerkt auf die große Scheibe, nicht nur auf das zusätzliche kleine Randstück. Da half es auch nichts, dass das Fleisch ansonsten angenehm mager und einigermaßen zart war – hier kann ich beim besten Willen keine volle Punktzahl geben. Die gedünsteten Röschen von Blumenkohl und Broccoli erwiesen sich zwar als recht groß geraten, aber sowohl was den Geschmack als die Temperatur anging gab es hier nichts zu meckern. Und auch am Dessert in Form des luftig-lockeren Mousses mit Limonenaroma und seiner Garnitur aus einem Klecks Schokomousse, einem Stück Pflaume und einem Stück Pfirsich fand ich keinen Grund, irgendetwas zu bemängeln. Schade, dass gerade es aber mit dem Fleisch heute nicht so geklappt hat.
Dennoch schaffte es der Putenrollbraten heute recht eindeutig den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich zu gewinnen – aber das lag wohl auch daran dass man ihm die Abstriche im Geschmack nicht ansah. Auf einem guten Platz zwei folgten dann die Cannelloni mit Fleischfüllung, die ich noch etwas häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste sah als die Asia-Gerichte auf Platz drei und schließlich der vegetarischen Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gefüllter Putenrollbraten: +
Kräuterrahmsauce: ++
Spätzle: ++
Broccoli- & Blumenkohl-Gemüse: ++
Limonen-Mousse: ++

Pikantes Bohnengulasch [03.02.3014]

Monday, February 3rd, 2014

Zwar konnten mich die heutigen Angebote an der Wok-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Masamansauce oder Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce heute nicht sonderlich reizen – immerhin hatte ich letzte Woche gleich zwei mal Asiatisch gespeist – dafür fanden sich, was für einen Montag eher ungewöhnlich ist, gleich drei interessant klingende Gerichte auf der Speisekarte der regulären Küche. Aber trotz der Tatsache dass die Scheinsbratwürste mit Sauerkraut, Röstzwiebeln und Kartoffelpüree bei Tradition der Region als auch das Rindergeschnetzelte mit grünem Pfeffer und Sherry in Rahmsauce, dazu Kartoffelgratin bei Globetrotter sowohl gut klang als auch gut aussah, entschied ich mich dann doch für das ebenfalls sehr verlockend präsentierte Pikante Bohnengulasch, das mit etwas Sour Cream garniert bei Vitality angeboten wurde. Denn bei gerade mal 452kcal konnte ich mich auch noch den kleinen Becher Limonen-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot leisten – denn es war nach den Enttäuschen der letzten Woche mal wieder an der Zeit, den Mousses eine Chance zu geben.

Pikantes Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Die relative einfache Mischung aus Kidneybohnen, grünen Stangenbohnen und weißen Riesenbohnen mit kleinen Salzkartoffeln, geschälten Tomaten, Paprika und einigen Kräutern erwies sich wie von früheren Darreichungen wie hier, hier oder hier gewohnt, als überaus schmackhaft und sättigend – auch wenn es mit der pikanten Geschmacksnote heute nicht ganz so weit her war. Für meinen Geschmack zumindest hätte es gerne noch etwas schärfer sein können. Dennoch: in Kombination mit dem Sauerrahm auch ohne Fleisch ein sehr gelungenes Gericht. Und auch beim Mousse hatte man sich wieder deutlich verbessert, denn der kleine Becher Limonenmousse mit seiner Garnitur aus Cocktailkirsche und Schokostreuseln besaß heute endlich wieder die weiche und luftige Konsistenz wie ich es von früher gewöhnt bin.
Ich hätte je vermutet, dass es heute das Rindergeschnetzelte mit grünem Pfeffer und Sherry auf den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala schaffen würde, doch da hatte ich mich ziemlich getäuscht. Platz eins belegten viel mehr die Bratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree und selbst den zweiten Platz schnappten heute die Asia-Gerichte den Rindergeschnetzelten mit kleinem, aber klar erkennbaren Vorsprung weg, so dass es sich mit einem guten dritten Platz zufrieden geben musste. Dabei sah das Kartoffelgratin dazu heute deutlich besser aus als das etwas zu lang gebackene, welches zu der Hähnchenbrust zu Kaffeewürzung vor etwas über einer Woche gereicht worden war. Aber zumindest lag ich bei Platz vier richtig, denn hier landete wie üblich das vegetarische Gericht, heute repräsentiert durch das Pikante Bohnengulasch. 😉

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Limonenmousse: ++

Hokifilet auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne [27.11.2013]

Wednesday, November 27th, 2013

Auch wenn die heutigen Angebote der Asia-Thai-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce nicht schlecht klangen, wollte ich auch diesen Mittwoch natürlich nicht auf mein fast schon traditionelles Fischgericht verzichten. Daher wandte ich meine Aufmerksamkeit der regulären Küche zu, wo ich neben einer Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites bei Tradition der Region und Geräuchterm Kassler mit Weinsauerkraut, Bratensauce und Kartoffeln bei Globetrotter in der Sektion Vitality mit dem Schonend gebratenen Hokifilet auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne auch gleich das richtige fand, das außerdem mit gerade mal 465kcal auch noch einen angenehm leichten Genuss versprach. Außerdem konnte ich mir da auch noch den kleinen Becher Limonen-Mousse aus dem heutigen Dessert dazu leisten.

Hokifilet auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne / Hoki filet on zesty potato bean fry

Leider wurde ich von dem Fisch heute etwas enttäuscht, denn er erwies sich als recht trocken und an den Rändern etwas zu fest – wohl war mein Stück etwas zu lange gebraten worden. Sah aber sowieso wie Massenware aus, da hätte ich mir das ja eigentlich denken können. Dafür erwies sich aber die Kartoffel-Bohnenpfanne aus kleinen Salzkartoffeln, grünen Stangenbohnen, roten Kidneybohnen sowie etwas Zwiebeln, Tomatenstücken und Kräutern als überaus gelungen. Und auch am mit einer Cocktailkirsche garnierten, luftig-lockeren Limonenmousse gab es heute nichts auszusetzen. War eben nur schade wegen des Fischs, da hatte ich wohl mal wieder eines der schlechteren Stücke erwischt.
Auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lag das Hokifilet mit Kartoffel-Bohnenpfanne und die Asia-Gerichte dann heute auch gleich auf – nämlich auf den dritten Platz. Besser schnitt da das Kassler mit Sauerkraut und Kartoffeln ab, das einen guten zweiten Platz machte und wohl ohne meine Fisch-Fixierung auch meine Wahl gewesen wäre. Den ersten Platz belegte aber, wie es nicht anders zu erwarten war, natürlich mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten, die Currywurst mit Pommes. Hatte mich aber auch gewundert wenn es heute mal anders gewesen wäre. 😉

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: +/-
Kartoffel-Bohnenpfanne: ++
Limonen-Mousse: ++

Kleftiko – Lammfleisch mit Zitronenkartoffeln [29.10.2013]

Tuesday, October 29th, 2013

Nachdem die letzten Wochen nur wenig neues oder außergewöhnliches auf dem Speiseplan zu entdecken gewesen war, wagte sich die Küche unseres Betriebsrestaurants heute gleich mit zwei vollkommen neuen Gerichten in das Rennen um die Gunst der Gäste. Zum einen war da das Arabische Reisgericht “Makluba” mit Kichererbsen, Mandeln und Gemüse, dazu Korianderdip im Bereich Vitality und zum anderen bei den Globetrotter-Speisen das Kleftiko – Lammfleisch mit Kräutern in der Folie gegart mit Zitronenkartoffeln. Für die nicht experimentierfreudigen gab es außerdem – ganz Bodenständig – einen Linseneintopf mit Wiener bei Tradition der Region sowie eine Wirsingroulade mit Rahmsauce, dazu Kartoffelgratin als zusätzliches Sonderangebot – wohl die Reste von Gestern. Außerdem gab es noch an der Asia-Thai-Theke Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse mit gelben Thai-Curry und das für Dienstag übliche Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse. Aber wenn es schon mal etwas ungewöhnliches gibt, wollte ich es natürlich nicht versäumen dieses zu probieren. Und da ich Lamm ja sehr gerne esse, fiel meine Wahl schließlich auf das “Kleftiko”, das ich mir noch mit einem Becherchen Limonen-Joghurt-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot ergänzte.

Kleftiko - Griechisches Lammfleisch mit Zitronenkartoffeln / Greek lamb with lemon potatoes

Hinter dem griechischen Begriff Kleftiko – auch Kleften oder Klephten geschrieben – verbergen sich ursprünglich Räuberbanden, die sich zu Zeiten der Herrschaft der Osmanen in Griechenland in den Bergen lebten und aus denen sich im Laufe der Zeit Widerstandskämpfer und Rebellen entwickelten. Dabei Bezeichnet der altgriechische Begriff κλέπτειν (kléptein) einfach ‘stehlen’, aus dem sich in Verbindung mit dem Begriff μανία (manía) = ‘Raserei’, ‘Wut’ oder ‘Wahnsinn’ wiederum der Begriff Kleptomanie ableiten lässt. In der griechischen Küche ist Kleftiko also einfach “nach Räuberart” und bezeichnet in der Regel langsam in geschlossenen Behältern gegarten Braten von Lamm oder Ziege.
Beim heutigen Gericht war der geschlossene Behälter die Alufolie, in der sich neben dem bereits genannten Stücken Lammfleisch und den Kräutern vor allem zahlreiche grüne Brechbohnen befanden. Bei Lamm eine sehr gute Entscheidung, denn gerade Bohnen passen perfekt zu dieser Fleischsorte. Und das Lamm erwies sich als angenehm zart und mager und auch die Bohnen waren gut gedünstet. Nach dem Öffnen der Alufolie hatte man das Ganze noch mit etwas Sour Cream garniert. Das einzige was den Genuss etwas trübte war die ganz unten mit eingewickelte Zitronenscheibe, welche den Fleischstücken die direkt mit ihr in Kontakt gekommen waren einen etwas zu säuerlichen Geschmack gab. Daher kann ich hier leider keine volle Wertung geben, auch wenn der Ansatz sehr vielversprechend war. An der Sättigungsbeilage, kleinen, leicht angebratenen Salzkartoffeln mit leichtem Zitronenaroma gab es aber ebenso wenig etwas zu meckern wie an der luftig-lockeren Mousse mit Limonen-Aroma. Insgesamt bereute ich meine Wahl trotz des kleinen Faux Pas mit der Zitronenscheibe aber nicht.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, musste man erkennen dass es trotz der vielen anderen verlockenden Angebot doch der Linseneintopf war, der heute am höchsten in der Gunst stand und somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgte die Wirsingroulade, die sich noch knapp gegen das Kleftiko behaupten konnte und dieses auf Platz drei verdrängte. Auf Platz vier folgten die Asia-Gerichte und einen guten, aber dennoch fünften Platz belegte schließlich das arabische Reisgericht “Makluba”. Wirklich schade, dass sich die Experimentierfreudigkeit der anderen Gäste beim Mittagessen sich etwas in Grenzen hält, aber das ist hoffentlich kein Grund für die Küche uns weiterhin zumindest hin und wieder mal mit neuen Gerichten zu überraschen.

Mein Abschlußurteil:
Kleftiko: +
Zitronenkartoffeln: ++
Limonen-Joghurt-Mousse: ++