Votivkapelle Berg & Kloster Andechs

Heute an Mariä Himmelfahrt ist hier in Bayern ein Feiertag und somit Arbeitsfrei. Da wollte ich natürlich nicht zu Hause versauern, vor allem da das Wetter mit 25 bis 28 Grad und Sonnenschein auch angenehm warm werden sollte. Also entschloss ich mich spontan und ungeplant dem Starnberg mal einen Besuch abzustatten – wenn ich mich auch leider erst kurz vor Mittag zum Aufbruch durchringen konnte, was sich als Fehler erweisen sollte – dazu aber später mehr.
Mit dem Auto aus München herauszukommen erwies sich auf jeden Fall schon mal als gar nicht so einfache Aufgabe, denn die Heckenstallerstraße in Sendling, der Zubringer zur A95 in Richtung Starnberg, ist aktuell Baustelle und das Verkehrsaufkommen war enorm. Doch nachdem ich endlich die Autobahn erreicht hatte, ging alles recht fix. Am Autobahnkreuz Starnberg wechselte ich auf die A952 und kam so schließlich in Berg am Starnberger See an, meinem ersten Ziel für heute. Glücklicherweise fand ich hier sogar einen gebührenfreien Parkplatz in der Nähe des Sees auf dem ich noch einen Platz für mein Auto fand.

Berg (Starnberg) – Votivkapelle & Todesstelle Ludwig II.

Parkplatz Berg

So konnte ich mich endlich auf den Weg machen. Über eine Art Trampelpfad erreichte ich schließlich die Straße nahe des Seeufers, wo das Hotel Schloss Berg – natürlich mit geöffnetem Biergarten – zu finden war. Hier befand sich außerdem eine Anlegestelle die Schiffe der Fährlinie, die über den Starnberger See führt.

Hotel Schloss Berg - Berg (Starnberger See)
Am Hotel Schloss Berg

Über die Seestraße ging ich, durch eine Häuserreihe getrennt, ein Stück am Seeufer entlang und bog dann in die Wittelsbacher Straße ab, die nun begann leicht anzusteigen. Vorbei an einigen hübschen, traditionell anmutenden Häuschen und Höfen

Berg (Starnberger See)
Hof in Berg (Starnberger See)

Auf dem Weg in Richtung Votivkapelle
Wittelsbacher Straße – Berg (Starnberger See)

stieg ich die Anhöhe hinauf und bog dann, der Beschilderung folgend, auf einen Feldweg ab. Dabei kam ich zwar am Schloss Berg vorbei, wo der bayrische Märchenkönig Ludwig II. seine letzten Tage verbracht – doch ich fand keinen Zugang um mir dies näher anzusehen, daher zog ich weiter. Der Weg führte mich in ein kleines Waldstück, dessen Bäume glücklicherweise etwas Schatten spendeten – denn die Sonne brannte um die Mittagszeit wirklich kräftig.

Schatten
Schattiger Waldweg in Richtung Votivkapelle Berg

Normalerweise führte nach Ende eines Zaunes der “offizielle” Weg geradeaus weiter, doch ich entschied mich ein Stück in Richtung See hinabzusteigen. Dabei folgte ich einem Päärchen, das (unverständlicherweise) in Badeschlappen über den steinigen Waldweg wanderte und scheinbar das selbe Ziel wie ich hatte.

Abwärts
Abwärts in Richtung Seeufer

So kam ich über Trampelpfade schließlich bis hinunter ans Seeufer, wo ich natürlich gleich mal die Gelegenheit nutzte ein paar Aufnahmen vom Starnberger See zu machen.

Starnberger See
Starnberger See Starnberger See
Starnberger See
Am Starnberger See

Über Trampelpfade, die ganz offensichtlich keine offiziellen Wege waren – dabei weiterhin den Badeschlappen-Pärchen folgend – bewegte ich mich nun weiter am See entlang

Am See
Trampelpfade

Und schließlich erreichte ich das Ziel meiner Wanderung: Die Stelle an welcher der bayrische König Ludwig II., auch als Märchenkönig bekannt, gemeinsam mit seinem Hausarzt Doktor Gudden am 13. Juni 1886, einem Pfingstsonntag, ertrunken aufgefunden worden war. Die Stelle ziert heute ein einfaches Holzkreuz auf einem Steinsockel ein am Ufer des Starnberger Sees.

Todesstelle Ludwig II.

Direkt oberhalb am Seeufer findet sich die Votivkapelle Berg, eine Gedenkkapelle die Prinzregent Luitpold 10 Jahre nach Ableben des Königs 1896 hier begann errichten zu lassen und die schließlich 1900 eingeweiht wurde.

Voltivkapelle Berg - Starnberg
Votivkapelle – Berg (Starnberg) oberhalb der Todesstelle Ludwig II.

Auf halber Höhe findet sich eine Totenleuchte, die sehr viel Älter ist als die Kapelle. Die Mutter Ludwig II., Königin Marie, ließ sie hier noch im Jahr des Todes ihres geliebten Sohnes errichten und zehn Jahre war stand sie einsam hier im Wald am östlichen Ufer des Starnberger Sees bis schließlich die Kapelle errichtet wurde. Votivkapelle ist dabei kein Eigenname – (Votiv von lat. votum = gelobtes Opfer, Gelübde) – sondern bezeichnet eine Kirche oder Kapelle, die als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage oder mit der Bitte um Erfüllung eines bestimmten Wunsches erbaut wurden. In der Votivkapelle zu Berg findet jährlich am Todestag ein Gottesdienst mit Monarchiefreunden und Königstreuen, die immer noch eine Rückkehr des Königtums in Bayern erhoffen – denn mit Ludwig II. ist der letzte echte bayrische König von Bayern hier verstorben. Verschwörungstheorien behaupten ja heute noch immer, dass Ludwig II nicht den Freitod gewählt, sondern man ihn ermordet hat. Das Haus Wittelsbach, das die Wirren der Revolution von 1918 überstanden hat, weigert sich auch bis heute, den Sarg Ludwig des zweiten öffnen und den Leichnam erneut untersuchen zu lassen – was die Gerüchteküche natürlich nicht verstummen lässt.

Totenleuchte Ludwig II. - Berg (Starnberger See)
Totenleuchte

Blick zum Starnberger See
Blick in Richtung Starnberger See

Vom Inneren der Kapelle, die zwar offen, aber gleich hinter der Tür mit einem dicken Eisengitter abgeriegelt ist, konnte ich leider keine Aufnahmen machen. Also setzte ich meine Weg fort. Oberhalb der Kapelle erreichte ich schließlich wieder einen Feldweg, an dem ich noch einige Aufnahmen des neuromanischen Baus tätigte.

Votivkapelle Starnberg

Votivkapelle Starnberg
Votivkapelle Berg

Von hier aus machte ich mich zurück auf den Weg zum Wagen. Ich hatte noch einige vor und mein nächstes Ziel sollte eigentlich Starnberg etwas nordwestlich sein. Doch in Starnberg einen Parkplatz zu finden erwies sich als schwierig bis unmöglich – zwar gibt es ein Verkehrsleitsystem und mehrere Parkhäuser, doch alles wo ich vorbei kam war belegt und wo nicht bereits Autos standen war deutlich als absolutes Halteverbot ausgezeichnet. Also überlegte ich, zur Roseninsel, die einzige Insel des Starnberger Sees, weiter zu fahren – doch auch hier hatte ich mich geschnitten, denn nicht nur die freien als auch die Gebührenpflichtigen Parkplätze waren hier komplett überfüllt, auch auf den Wiesen, auf den Grünstreifen und in den Wäldern standen überall Autos, so dass ich keine Möglichkeit sah meinen Wagen irgendwo abzustellen. Ich denke dass ich Starnberg und die Roseninsel entweder außerhalb der Hauptsaison besuchen werde oder dass ich das nächste Mal mit Tagesticket für die S-Bahn hier runter fahre – die Linie S6 hält sowohl in Starnberg als auch in der Ortschaft Feldafing westlich der Roseninsel und fährt sogar bis Tutzing. Und vom S-Bahnhof bis zur Anlegestelle der Fähre zur Roseninsel sind es gerade mal 30 Minuten Fußweg.
Also entschloss ich mich, dem Starnberger See den Rücken zu kehren und mich dem Kloster Andechs am nahen Ammersee zuzuwenden – einem weiteren Ziel das ganz weit oben auf meiner Besuchsliste stand.

Kloster Andechs

Von Feldafing bis nach Andechs waren es etwas mehr als 11 Kilometer, die ich dank Navi schnell über einige schmale Landstraßen überwand und schließlich unterhalb des Klosterbergs ankam, auf dem das Kloster Andechs zu finden ist. Zwar war auch ein riesiger Andrang, aber auf dem Parkplatz gab es noch genügend freie Plätze so dass ich meinen Wagen hier sicher abstellen konnte.

Parkplatz - Kloster Andechs
Parkplatz – Kloster Andechs

Kloster Andechs - Gesamtansicht
Blick Richtung Kloster Andechs

Das heutige Kloster Andechs liegt an der Stelle, an der sich früher die Burg der Grafen von Andechs, deren direkte Linie aber bereits 1248 ausgestorben ist. Das heutige Kloster hatte seine Anfänge im Jahr 1270, als der Wittelsbacher Herzog Ludwig der Strenge den Wiederaufbau der Kirche der Burg befahl, nachdem diese 1208 zerstört worden war nachdem die Grafen von Andechs in Verdacht geraten waren, an der Ermordung Philip II. von Schwaben beteiligt gewesen zu sein, was sich jedoch später als falsch herausstellte. Im Jahr 1388 entdeckte man schließlich unter dem Altar versteckte Reliquien, die der legendäre Ahnherr derer zu Andechs, Grad Rasso von Andechs, im 10ten Jahrhundert aus dem heiligen Land mitgebracht haben soll. Dazu gehörten ein Zweig aus der Dornenkrone Jesu, ein Teil des “Spottzepters Christi”, ein Stück vom Kreuz sowie ein Stück von dessen Schweißtuch. Außerdem sind natürlich die Heiligen drei Hostien zu erwähnen, drei in Bergkristall eingelegten Hostien die auf Papst Leo IX. und Papst Gregor den Großen zurück gehen und als drei blutende Insignien einen Fingerglied, ein Kreuz und die Initialen IHS (das Christusmonogramm). Des weiteren gibt es noch einige weitere Reliquien die hier aufbewahrt werden oder wurden – die kurioseste darunter war wohl die Heilige Vorhaut Jesu, die angeblich im Mittelalter hier zu finden war. Um die Wallfahrt zu diesem heiligen Ort aufrecht zu erhalten, entschlossen sich die Wittelsbacher um 1391 oder 1392 das Kloster zu errichten, das 1392 auch das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Die alten Bauwerke wurden nach einem Blitzschlag im Jahre 1669 zerstört, aber bis 1675 wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch der heutige Kirchturm.
Damit aber erst mal genug der Geschichte – ich machte mich also auf den Weg hoch zum Kloster Andechs zu steigen, gemeinsam mit einem nicht abreißenden wollenden Stroms von Touristen aus aller Welt.

Am Fuß des Klosterbergs
Am Fuß des Klosterberges

Bald schon passierte ich den historische Klostergasthof, der 1425 das erste mal urkundlich erwähnt wurde und vor allem dazu diente, die Wallfahrer zu den Reliquien zu beherbergen und zu bewirten. Heute wird er natürlich vor allem von den Touristen frequentiert und bietet neben dem eigentlichen Gasthof auch noch einen Wirtsgarten direkt am Gebäude sowie quer gegenüber einen zusätzlichen Biergarten.

Klostergasthof Andechs
Klostergasthof Andechs

Biergarten & Wirtsgarten
Biergarten (links) und Wirtsgarten (hinten rechts)

Wenig später konnte ich dann auch den aus dem Jahr 1675 stammenden Kirchturm in seiner für die Region typischen Zwiebelbauweise im Ganzen sehen.

Kloster Andechs

Kloster Andechs
Kirchturm und Wallfahrtskirche zu Andechs

Direkt gegenüber des Eingangs zur Wallfahrtkirche sag ich ein weiteres Gebäude, das zwar historisch anmutete, dem ich aber vorerst keinerlei Bedeutung zuordnen konnte. Eine kurze Recherche lassen aber vermuten, dass es sich um das frühere Gärhaus mit Fassremise, also ein Wirtschaftsgebäude, handelt.

Kloster Andechs
Ehem. Wirtschaftsgebäude – Kloster Andechs

Ich wandte mich nun dem Inneren der eigentlichen Wallfahrtskirche zu und die Pracht erwies sich wirklich als überwältigend.

Altarraum - Kloster Andechs
Altarraum – Klosterkirche Andechs

Heiliegnbildnis - Kloster Andechs
Heiligenbildnis – Kloster Andechs – Altarraum

Die heutige Ausstattung des Altarraums im Rokoko-Stil stammt dabei aus dem Jahr 1755, in dem damalige Abt Bernhard Schütz anlässliche des 300jährigen Jubiläums des Klosters den Maler und Stukateur Johann Baptist Zimmermann damit beauftragte das Interior neu zu gestalten. Von diesem stammen übrigens auch viele andere Innenausstattungen von Sakralbauten, so die Altarräume im Kloster Ettal (ich berichtete) und von St. Michael in Berg am Laim, einem Stadtteil in München.
Die Orgel, die sich wie üblich auf einer Empore gegenüber des Altars befindet, stammt übrigens vom 550-jährigen Jubiläum des Klosters aus dem Jahr 2005.

Empore Orgel - Kloster Andechs
Orgel & Empore – Kloster Andechs

Nachdem ich mich einige Zeit im Altarraum umgesehen hatte, wandte ich mich in eine Seitenkapelle, die unter dem Namen Schmerzhafte Kapelle bekannt ist wie sich bei meiner späteren Recherche herausstellte.

Seitenkapelle Schmerzhafte Kapelle
“Schmerzhafte Kapelle” – Klosterkirche Andechs

In ihr hat, was ungewöhnlich für jemanden der weder adelig noch geistlich war, der berühmte Komponist Carl Orff (1895 bis 1982) – bekannt vor allem für sein Stück Carmina Burana – seine letzte Ruhe gefunden.

Grabstätte Carl Orff
Grabstätte Carl Orff

Auf die Empore kam ich leider nicht, es gab zwar eine Treppe die nach oben führte, von ihre aus konnte man aber nur den aktuell leider nicht begehbaren Turm besteigen und einen abgesperrten Andachtsraum bewundern.
Nachdem ich mich noch ein letztes Mal im Altarraum umgesehen hatte

Altarraum Andechs
Altarraum – Klosterkiche Andechs

wandte ich mich durch eine andere Tür nach draußen und erreichte wenig später einen mit einem Glasdach versehenen Innenhof.

Innenhof Andechs
Innenhof – Kloster Andechs

Aber außer einem Modell der Klosteranlage, die gerade durch eine amerikanische Familie belagert wurde, gab es hier nichts weiter zu sehen. Die Treppen führen wohl in die Räumlichkeiten der Benedektiner Mönche, die hier immer noch tätig sein. Also machte ich mich wieder auf den Weg und kam so durch einen kurzen Torgang in den vorderen, nach oben offenen Klosterhof.

Klosterhof Andechs
Klosterhof – Kloster Andechs

Kurz darauf trat ich wieder auf die Straße, über die ich gekommen war und wandte mich an dem Betriebsgebäude vorbei, wo ich einen kleinen Hof mit einem weiteren Kruzifix erreichte.

Kruzifix

Von hier aus hatte man sowohl einen sehr schönen Blick über die Ortschaft Andechs

Blick über Andechs
Blick über Andechs

als auch zurück zur Wallfahrtskirche mit ihrem alles überragenden Kirchturm.

Kloster Andechs
Wallfahrtskirche Andechs – Kirchturm

Nachdem ich dann einen kurzen Blick in den Klosterladen geworfen hatte, wo es kleinen Kruzifixen, Andechser Bier und christlichen Kinderbücher und allerlei Nippes und Andenken gab,

Klosterladen
Klosterladen – Kloster Andechs

machte ich mich wieder an den Abstieg, bei dem ich das Braustüberl, also die Klosterschänke passierte.

An der Klosterschänke
Braustüberl – Kloster Andechs

Unerhalb des vorhin erwähnten Biergartens wandte ich mich nach links und erreichte bald eine Platz mit dem für Bayern typischen Maibaum. Auf dem Platz selbst zeigten einige Handwerker und Künstler ihr Geschick, aus Holzstämmen Figuren zu fertigen.

Maibaum
Maibaum – Kloster Andechs

Am Fuß des Weges den ich kam konnte ich ein Beispiel dieser Kunst bewundern – einen Mönch mit einer Glocke in der Hand. Ich vermute mal der kleine Oberlippenbart war keine Absicht des ursprünglichen Künstlers, sondern wurde von einem der Besucher nachträglich aufgebracht – Ähnlichkeiten mit negativ behafteten Figuren der deutschen Geschichte sind also rein zufällig. ­čśë

Monk with moustache...
Mönchsfigur

Leider entdeckte ich erst als ich den Parkplatz schon verlassen hatte, dass direkt am Rande dieses Parkplatzes auch ein kleiner Kräutergarten der Mönche zu besichtigen ist. Da ich nicht noch einmal umdrehen wollte, beließ ich es dabei mir diesen für den nächsten Besuch hier vorzumerken.
Von Andechs aus fuhr ich noch ein Stück in Richtung Herrsching, entschloss mich dann aber den Schildern in Richtung der Autobahn zurück nach München zu folgen. Ich hätte gerne mehr gesehen, aber mein später Aufbruch und die zeitraubende und teilweise erfolglose Parkplatzsuche haben leider zu viel Zeit in Anspruch genommen. Das nächste Mal – sollte ich noch mal in der Hauptsaison hierhin fahren – werde ich, wie schon erwähnt, entweder mit der S-Bahn hier runter fahren oder aber sehr früh aufbrechen – so habe ich zumindest noch Chancen an den neuralgischen Punkten einen Parkplatz zu finden. Hier unten an den Seen im südwesten Münchens gibt es noch viel zu entdecken – soviel steht fest…

Schloss Linderhof & Ettal

Heute sollte das Thermometer das erste Mal dieses Jahr die 30 Grad Marke überschreiten – und das wohlgemerkt Ende April. Da wollte ich natürlich nicht zu Hause versauern, sondern entschloss mich dazu einen weiteren Teil meiner Wahlheimat Bayern zu erkunden. Nachdem ich das letzte Mal ja den Chiemsee und dort auch das Schloss Herrenchiemsee besucht hatte, wollte ich dieses Mal ein weiteres Schloss des letzten bayrischen Königs Ludwig II. besuchen: Schloß Linderhof
Also machte ich mich heute Vormittag auf den Weg aus München heraus über die Autobahn A95 in Richtung Garmisch-Patenkirchen. Natürlich war ich nicht der einzige der auf die Idee gekommen war das schöne Wetter zu nutzen, doch das Verkehrsaufkommen hielt sich Grenzen, so dass ich abgesehen von einem kurzzeitig zähfließenden Stück vor einer einspurigen Baustelle kam ich auch gut voran. Bei Eschenlohe endete die Autobahn schließlich und mündete auf die Bundesstraße 2, die mich weiter bis nach Oberau führte. Hier musste ich schließlich abbiegen und gelangte auf die Ettaler Bergstraße, die mich sich einige Zeit durch ein steil aufsteigendes Gebiet wand und mich schließlich durch die Ortschaft Ettal hindurch weiter führte. Auf halber Strecke nach Oberammergau musste ich noch einmal links abbiegen und einige Kilometer am Ammergebirge entlang durch das Graswangtail fahren, bis ich kurz hinter der Ortschaft Graswang schließlich Linderhof erreichte.

Schloß Linderhof
Nachdem ich in der kleinen Ortschaft Linderhof, nicht viel mehr als eine Handvoll Häuser, muss man nur noch einmal rechts abbiegen und schon befindet man sich auf der Zufahrt zum Parkplatz. Dieser ist natürlich nicht kostenlos. An einem kleinen Kassenhäuschen musste ich für das zeitlich unlimitierte Parken 2,50 Euro löhnen.

Einfahrt & Parkplatzkasse - Schloß Linderhof

Dafür erhielt ich dann ein entsprechendes Billet ausgehändigt.

Was ich genau damit machen sollte war mir zunächst unklar – allerdings sagte die Rückseite aus dass mein Wagen dadurch gegen Beschädigung und Abhandenkommen auf dem Parkplatz bis fünfzehntausend Euro abgesichert war. Zumindest etwas. Einige braungebrannte junge Männer in orangen Warnwesten winkten mich in Richtung des Bereiches des Parkplatzes auf dem noch freie Plätze vorhanden waren. Dort stellte ich meinen Wagen schließlich ab, legte das Parkbillet sicherheitshalber sichtbar auf die Konsole und machte mich dann auf den Weg in Richtung Schloss.
Vorbei an einem Kiosk erreichte ich bald schon das Schloßhotel und die Gaststätte Linderhof, die jetzt um kurz von 12:00 Uhr gut besucht erschien. Ein Stück weiter fanden sich in einem L-förmigen Gebäude ein weitere Kiosk, Souvenierläden und die Ticketkasse.

Schlosshotel & Gaststätte - Schloß Linderhof Kasse & Kiosk - Schloß Linderhof

Direkt gegenüber des Schlosshotels sah ich außerdem eine Büste des bayrischen Königs Ludwig II. Außer auf den Prospekten handelt es sich wie ich später feststellte um das einzige Bildnis des Bayernkönigs hier in Schloss Linderhof – doch dazu später mehr.

Ludwig II Büste - Schloß Linderhof

Wie auch schon am Schloss Herrenchiemsee konnte man auch hier die Eintrittskarten für Besichtigungen und Führungen nur an dieser einen Kasse kaufen. Also besorgte ich mir zum Preis von 8,50 Euro eine Standardkarte für Schloss und Venusgrotte. Der Besuch des Geländes selber ist zwar kostenlos, aber wenn ich schon mal hier war, wollte ich natürlich alles sehen.

Die Karte in der Tasche setzte ich dann meinen Weg fort. Als erstes passierte ich das Marokkanischen Haus auf einer kleinen Erhebung, ein Gebäude das Ludwig II. auf der Weltausstellung 1878 erworben und ursprünglich in Nähe der Hundinghütte aufgestellt hatte. Nach dem Tod des Königs war es nach Oberammergau verkauft worden und dort Jahrelang in einem Garten vor sich hin verrottet bis es im Jahre 1980 schließlich zurückgekauft, rennoviert und hier wieder aufgestellt worden war.

Marokkanisches Haus - Schloß Linderhof
Marrokanisches Haus

Ein Stück weiter passierte ich den sogenannten Schwanenweiher vor malerischem Alpenpanorama. Auf einer kleinen Insel leben dabei – wie der Name vermuten lässt – ein Schwanenpärchen, das man hin und wieder auch auf dem See schwimmend beobachten kann.

Schwanenweiher Schwäne im Schwanenweiher
Links: Schwanenweiher – Rechts: Schwanenpärchen

Das nächste Gebäude war das sogenannte Königshäuschen. Diese von Ludwigs Vater Max II. als Jagdhütte erworbene Gebäude befand sich früher an der Stelle an der heute das eigentliche Schloss Linderhof steht. Nach einigen Versuchen dieses Gebäude selber zum Schloss zu erweitern und in die Neubauten zu integrieren wurde es schließlich an seinen jetzigen Standort versetzt, da Ludwig es aus emotionalen Gründen nicht einfach abreißen wollte.

Königshäuschen - Schloß Linderhof
Königshäuschen

Schließlich erreichte ich auch das eigentlich Schloss Linderhof – ein kleines, aber prachtvolles Gebäude im Barockstil, das auch gerne als Lieblingsschloss des “Märchenkönigs” Ludwig II. bezeichnet wird. Na ja, da es das einzige seiner drei Schlösser war das je fertig geworden ist, ist das wohl kaum verwunderbar. ­čśë

Erster Blick auf Schloß Linderhof

Schloß Linderhof
Schloss Linderhof

Vor dem Schloss findet sich das sogenannte Wasserparterre mit einem Fontainenbrunnen, dahinter die Terassengärten und auf der Spitze schließlich ein Venustempel.

Wasserparterre & Venustempel - Schloß Linderhof
Wasserparterre, Terassengärten & Venustempel

Am Schloss vorbei war außerdem eine kleine Kapelle zu sehen.

Kapelle - Schloß Linderhof
Kapelle am Schloss Linderhof

Bis zum Beginn meiner Schlossführung hatte ich noch etwas Zeit, also entschied ich mich dazu mich ein wenig am Wasserparterre umzusehen. Im Zentrum des dort liegenden Brunnens findet sich eine vergoldete Barockstatue mit ebenfalls vergoldeten Engelchen, die wohl die vermutlich die Venus darstellt.

Fontainenfiguren - Wasserparterre - Schloß Linderhof
Brunnenfiguren

Nachdem ich den Brunnen ein Mal umrundet hatte, wobei ich natürlich nicht versäumt hatte von der anderen Seite ein weiteres Foto zu schießen,

Wasserparterre &  Schloß Linderhof
Wasserparterre & Schloss Linderhof

stellte ich mich schließlich in meine Warteschlange für die Schlossführung. Dabei dient der Strichcode auf der Karte dazu, ein entsprechendes Drehkreuz freizuschalten und somit in den Wartebereich zu kommen. Etwas ähnliches hatte ich auch schon im Schloss Herrenchiemsee erlebt. Gerade als ich drinnen war, begann plötzlich die Fontaine aus der oben gezeigten Figurengruppe zu sprühen – es muss wohl Punkt 12:00 Uhr gewesen sein. Diese Mechanik springt wohl zu jeder vollen Stunde an. Da ich nicht sicher war, ob ich nach verlassen des Wartebereiches wieder hinein kam, begnügte ich mich damit das ganze von dort aus kurz festzuhalten – wer Nymphenburg und Schleißheim gesehen hat, den reißt die hiesige Fontaine auch kaum noch vom Hocker… ­čśë

Fontaine in Aktion - Schloß Linderhof
Wasserfontaine

Kurz nachdem dies Wasserspiel verebbt war, begann schließlich unsere Führung. Wie leider üblich war das Fotografieren und Filmen innerhalb des Gebäudes leider untersagt. Die junge Frau die uns in etwas mehr als 20 Minuten durch die Eingangshalle und das Obergeschoss mit seinen vier großen Zimmern und vier kleineren Eckräumen führte und in den großen Zimmern, Musikzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer und Spielzimmer, dazu Erläuterungen gab, machte das Ganze auf jeden Fall zu einem kurzweiligen und interessanten Erlebnis. Vom Stil her gleicht alles dem barocken Stil aus der Zeit des von Ludwig so verehrten französischen Bourbonenkönigs Ludiwg XIV mit viel Blattgold, Spiegeln und den üblichen Deckengemälden. Die Einrichtung hatte, wie so oft bei Ludwig, das berühmte Schloss Versaille als Vorbild gehabt, weswegen alle Büsten und Abbildungen Personen aus der Zeit des dortigen Sonnenkönigs darstellten – von Ludwig selbst gab es keine Darstellungen. Für jemand der sich alle Schlösser Ludwigs ansehen will, ist Linderhof meiner Meinung nach der perfekte Einstieg. Leider war das Erdgeschoss hier jedoch nicht für die Besichtigung freigegeben. Nach Ende der Führung ließ man uns durch eine versteckte Tür im rückwärtigen Teil des Schlosses, an die sich – natürlich – ein kleiner Souvenirladen anschloss wieder heraus. Nach Verlassen des Gebäudes standen wir schließlich hinter dem Schloss und direkt vor dem Neptunbrunnen und der dahinter aufsteigenden Kaskade, an deren oberen Ende wir das sogenannte Musikpavillion erkennen konnte.

Neptunbrunnen und Kaskade - Schloß Linderhof
Neptunbrunnen & Kaskade

Neptunbrunnen - Schloß Linderhof
Neptunbrunnen – Nahaufnahme

Bevor ich mich weiter in Richtung der Venusgrotte und all der anderen Sehenswürdigkeiten auf den Weg machte, schaute ich mich erst einmal rund um das Schloss etwas um. Auf der in Richtung des Parkplatzes weisenden Seite entdeckte ich dabei einen kleinen Seitengarten, ein dem eine große, vergoldete und wasserspeienden Engelsfigur als erstes ins Auge fiel.

Linker Seitengarten - Schloß Linderhof
Linker Seitengarten

Großer Engelsbrunnen - Linker Seitengarten - Schloß Linderhof
Wasserspeier

Neben vier großen Porzellanvasen im Barockstil, die in Seitennischen zu finden waren,

Porzellanvase - Linker Seitengarten  - Schloß Linderhof
Vase – Linker Seitengarten

gab es weiter hinten noch einen weiteren Brunnen mit einem kleineren, ebenfalls vergoldeten Engel und einem wasserspeienden Fisch zu finden.

Kleiner Engelsbrunnen - Linker Seitengarten - Schloß Linderhof

Dahinter befand sich zwar ein Pavillion, von dem aus man auf den Garten und auf die linke Seite des Schlosses Linderhof blicken konnte,

Linker Seitengarten - Schloß Linderhof

Blick in den linken Seitengarten - Schloß Linderhof
Blick in den linken Seitengarten

aber ansonsten erwies sich dieser Weg als Sackgasse. An der Rückwand des Pavillons fand sich nur noch eine Büste Ludwig XIV.

Ludwig XIV Büste - linker Seitengarten  - Schloß Linderhof

Also versuchte ich die andere Richtung, wo sich ein weiterer, aber weniger Prachtvoller Seitengarten fand.

Rechter Seitengarten - Schloß Linderhof
Rechter Seitengarten

Zumindest schien es hier weiter nach oben zu gehen. Vorbei an einem weiteren vergoldeten Engelswasserspeier

Engelswasserspeiher - Schloß Linderhof

und über deine kleine Treppe, von deren oberen Ende man einen schönen Blick auf den rechten Seitenflügel von Schloss Linderhof hatte

Rechte Seite - Schloß Linderhof

gelangte ich schließlich – vorbei an einer weiteren Büste, die dieses Mal wohl Ludwig XV darstellte –

Büste  - Schloß Linderhof

in einen Laubengang, der nach oben in Richtung Musikpavillion und der Venusgrotte führte.

Laubengang - Schloß Linderhof
Laubengang

Da dieser Laubengang noch nicht begrünt und zugewachsen war, gelang mir von hier aus auch noch eine Aufnahme des rückwärtigen Teils von Schloss Linderhof.

Blick in Richtung Schloß Linderhof
Blick in Richtung des Schlosses

Schließlich bog ich nach rechts ab, wo ein Schild den Weg in Richtung der Venusgrotte wies. Über einen recht steil ansteigenden Weg, von dem aus man einen wundervollen Blick auf die nahen Alpengipfel hatte,

Alpenpanorama  - Schloß Linderhof
Alpenpanorama

Am höchsten Punkt des Weges erreichte ich schließlich den Eingang zu Ludwigs berühmter Venusgrotte.

Eingang zur Venusgrotte - Schloß Linderhof
Eingang zur Venusgrotte

Ein elektronisches Schild links neben dem Eingang zeigte an, dass es nur noch wenig Minuten bis zur nächsten Führung waren.

Nächste Führung - Venusgrotte - Schloß Linderhof

Also gesellte ich mich zu der langsam wachsend Gruppe von Menschen die vor dem Eingang wartete. Wenig später kamen ein Mann und eine Frau hinaus und forderten uns auf unsere Eintrittskarten bereit zu halten und nach dem Eintreten zügig bis zum See weiter zu gehen und dort zu warten. Die komplette Venusgrotte ist übrigens ein künstliches Konstrukt aus mit Zement bespritzten Leinwänden und auch die Tropfsteine sind aus einem Zementgemisch gefertigt. Neben der großen Hauptgrotte gibt es noch zwei kleinere Nebengrotten, auf die aber während der Führung nicht weiter eingegangen wird.
Durch breite, mit künstlichem Stuck-Fels versehene Gänge drang ich schließlich bis in die weltberühmte Grotte vor, wo auf einem See das ebenfalls sehr bekannte Muschelboot ruhte. Da niemand das fotografieren hier verboten hatte, fing es natürlich sofort an überall zu blitzen und zu klicken. Da konnte ich mich natürlich auch nicht zurückhalten. Allerdings sieht das Ganze mit Blitz fotografiert nicht sonderlich imposant aus, daher machte ich noch eine zweite Aufnahme mit Langzeitbelichtung.

Muschelförmiges Boot - Venusgrotte - Schloß Linderhof

Muschelboot - Venusgrotte - Schloß Linderhof
Hauptgrotte & Muschelboot – oben mit Blitz, unten ohne Blitz

Schließlich kam auch der Mann vom Eingang herunter und begann mit etwas genervt klingender Stimme ein wenig über die Grotte zu erzählen – einen Vortrag den er heute bestimmt schon unzählige Male gemacht hatte. So erfuhren wir neben der bereits erwähnten Konstruktionsgeheimnisse auch, dass Ludwig sich hier in der Regel nur einzelne Gesangsstücke und nie ganze Opern angesehen hatte, dass es sich bei der Grotte um die größte künstliche Grotte Europas handelt und von den zahlreichen technischen Spielereien wie der Wellenanlage für den See – womit dieser prinzipiell zum ersten Wellenbad der Welt wurde, von den verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten in Blau und Rot, womit die Grotte entweder die Blaue Grotte auf Capri oder die Venusgrotte im Hörselberg aus Wagners Tannhäuser darstellen konnte und dem künstlichen Wasserfall. Nach Abschluss des Vortrags begann man noch einmal, alles auf Italienisch zu erzählen – was für mich der Moment war weiter zu ziehen. Als letztes machte ich aber noch eine Aufnahme des Tannhäuser-Gemäldes an der rechten Grottenwand, das Tannhäuser in der Venusgrotte aus dem ersten Akt dieser Oper von Wagner darstellt.

Tannhäuser Gemälde - Venusgrotte  - Schloß Linderhof
Tannhäuser-Gemälde – Venusgrotte

Nach Verlassen der Grotte befand ich mich ein Stückchen oberhalb des ursprünglichen Eingangs, von wo aus man noch einmal einen sehr schönen Blick auf das Schloss Linderhof samt Wasserparterre, die Terassen und den Venustempel hatte.

Blick von oben Schloß Linderhof
Schloss Linderhof von der Venusgrotte aus

Von dort aus setzte ich meinen Weg dann fort in Richtung des nächsten Punktes meiner Besichtigungstour: Dem Maurischen Kiosk. Nach knapp dreihundert Metern kam dieser schließlich auch schon in Sicht.

Erster Blick auf den Maurischen Kiosk - Schloß Linderhof
Erster Blick auf den Maurischen Kiosk

Mit seiner zwar nach dem Verständnis der damaligen Zeit stilisierten, aber dennoch eindeutig orientalischen Bausteil wirkte das Gebäude im ersten Moment zwar etwas deplatziert vor dem Bild der Alpengipfel, aber ein solches Gebäude hier zu bauen passte auf der anderen Seite auch wieder gut zu den Spleens, die der letzte Bayernkönig an den Tag gelegt hatte.

Maurischer Kios - Schloß Linderhof

Auf der dem Schloss zugewandten Seite entdeckte ich wenig später einen roten Samtvorhang, der scheinbar auch den Touristen wie mir Zugang zu diesem Gebäude gewähren sollte. Das ließ ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen.

Eingang zum Maurischen Kiosk - Schloß Linderhof
Eingang zum Maurischen Kiosk

Weit kam ich nicht, da ich nur einen Schritt hinter dem Vorgang sofort auf eine Plexiglasscheibe stieß, die den größten Teils des Inneren abschirmte. Doch durch die Scheibe hindurch gelang es mir dennoch einige Aufnahmen zu machen. Angeblich soll Ludwig hier früher so manchen Vormittag in orientalischen Gewändern auf dem Pfauenthron gesessen haben, wobei er Wasserpfeife geraucht und Tee getrunken haben soll.

Mauerischer Kiosk - Innenraum - Schloß Linderhof
Innenraum – Maurischer Kiosk

Anschließend sah ich mir das Gebäude auch noch einmal von weiter unten an.

Maurischer Kiosk - Schloß Linderhof

Maurischer Kiosk - Schloß Linderhof

Dabei fiel mir – zum wiederholten Male – eine Überwachungskamera mit zugehörigen Scheinwerfer auf, die das Gebäude ständig im Blick hielt. Bei solch abgelegenen Gebäuden mit Sicherheit keine unsinnige Vorsichtsmaßnahme, da man ja leider immer mal mit Diebstahl und Vandalismus rechnen muss.

Überwachungskamera am Maurischen Kiosk - Schloß Linderhof

An der rechten Seite des Maurischen Kiosk vorbei machte ich mich dann wieder auf den Weg

Maurischer Kiosk  - Seitenansicht - Schloß Linderhof

um weitere Teile des weitläufigen Schlossparks zu erforschen. Es ging nun wieder talwärts und in östlicher Richtung bot sich ein weiteres schönes Alpenpanorama, das mich bewog erneut meine Kamera zu zücken.

Alpenpanorama - Schloß Linderhof
Weiteres Alpenpanorama

Auf der Talsohle schließlich angekommen, wandte ich mich weiter in Richtung Westen wo auch bald schon ein weiteres Gebäude ins Sichtfeld rückte. Hierbei handelte es sich laut Plan des Parks um die sogenannte Ehemalige Bauhütte.

Ehemalige Bauhütte - Schloß Linderhof
Ehemalige Bauhütte

Das Gebäude sah mir jedoch bewohnt aus und einige Kinder die hier zu leben schienen spielten davor. Daher schenkte ich dieser Hütte keine nähere Beachtung und setzte meinen Weg fort. Durch ein kleines Waldstück, wo ich neben zahlreichen sprießenden Blüten auch kurioserweise noch zahlreiche Schneereste entdeckte

Erste Blüten - Schloß Linderhof
Sprießende Blüten

Schneereste
Reste des Winters und Zeichen des Frühlings

erreichte ich schließlich das sogenannte Verbotene Tor am westlichen Ende des Parks. Was daran jedoch verboten war, blieb mir dabei schleierhaft – zumal man es zu Fuß problemlos umgehen konnte. Hier könnte man natürlich unterstellen, dass man ein einfaches Tor durch das Attribut “verboten” einfach interessanter machen wollte – aber das sind natürlich reine Spekulationen.

Verbotenes Tor - Schloß Linderhof
Verbotenes Tor

Wenige hundert Meter weiter, gelegen an einem kleinen See, erreichte ich schließlich die sogenannte Hundinghütte.

Hundinghütte - Schloß Linderhof
Hundinghütte

Hier hatte sich Ludwig im Jahre 1876, dem Jahr der ersten Wagnerfestspiele in Bayreuth, im Inneren das Bühnenbild des ersten Aktes aus Wagners Oper Walküre nachbauen lassen. Ich zitiere:

  • Das Innere eines Wohraumes. In der Mitte steht der Stamm einer mächtigen Esche, dessen stark erhabene Wurzeln sich weithin in den Erdboden verlieren; von seinen Wipfeln ist der Baum durch ein gezimmertes Dach geschieden, welches so durchschnitten ist, das der Stamm und die nach allen Seiten hin sich ausstreckenden Äste durch genau entsprechende Öffnungen hindurchgehen; von dem belaubten Wipfel wird angenommen, das er sich über dieses Dach ausbreitet…
  • Das Originalgebäude war weiter abgelegen als das heutige, aber nach zwei Brandfällen in den Jahren 1886 und 1945 wurde die Hütte nun hier, etwas näher am Schloss, im Jahre 1990 erneut errichtet. Leider musste ich feststellen, dass das Gebäude verschlossen war und ich somit keinen Blick auf den darin gelegenen, germanisch angehauchten Wohnraum mit der künstlichen Esche werfen konnte – da war ich wohl zu früh im Jahr hierher gekommen.
    Kurz hinter der Hütte konnte ich aber einen weiteren kleinen Holzverschlag entdecken, der sich bei näherem Hinsehen als Toilette entpuppte. Na ja, wenn es mal sehr dringend ist…

    Toiletten - Hundinghütte
    Toilettenverschlag nahe der Hundinghütte

    Ein Stück weiter entdeckte ich ein weiteres Gebäude, das ich nach dem ersten Blick für einen alten Lagerschuppen hielt. Doch weit gefehlt, denn es handelte sich um die Einsiedelei des Gurnemanz aus dem dritten Akt der Wagner-Oper Parsifal. Allerdings handelt es sich auch hier wieder nur um eine Rekonstruktion, da das Original nach 1945 verfallen war.

    Einsiedelei des Gurnemanz - Schloß Linderhof

    Einsiedelei des Gurnemanz - Schloß Linderhof
    Einsiedelei des Gurnemanz

    Von dort aus ging es nun Bergauf – und zwar richtig bergauf. Ich folgte einem Weg in ein Waldstück hinein, der mich laut Plan zum Venustempel führen sollte.

    Weg in Richtung Venustempel
    Weldweg

    Mit starkem Steigungswinkel ging es nun aufwärts und ich merkte deutlich, dass ich mich den Winter über doch etwas zu wenig bewegt hatte und etwas in Schnaufen kam. Daher war ich froh als sich das Ganze etwas weiter oben schließlich wieder abflachte und ich das letzte Stück fast eben laufen konnte.

    Im Wald Waldweg in Richtung Dianatempel
    Auf dem Waldweg

    Schließlich stand ich auf dem Hügel über Schloss Linderhof und hatte einen sehr schönen Blick auf das Hauptgebäude und die davor liegende Wasserparterre.

    Schloß Linderhof
    Blick auf Schloss Linderhof

    Doch viel mehr interessierte mich natürlich der Venustempel, den ich von unten ja schon gesehen hatte. Nun bot sich endlich die Gelegenheit ihn einer etwas näheren Betrachtung zu unterziehen.

    Venustempel - Schloß Linderhof III

    Venustempel - Schloß Linderhof II Venustempel - Schloß Linderhof
    Venustempel

    Im Grunde genommen nur ein von sechs Säulen gestütztes, verziertes Runddach, unter dem eine marmorne Figurengruppe steht – aber dennoch auf seine eigene Art faszinierend zu sehen.
    Natürlich bot sich auch direkt vom Tempel aus ein sehr schöner Blick auf die unten im Tal gelegene Schlossanlage. Ich stieg extra auf die kleine Begrenzungsmauer um einen guten Sichtwinkel auf alles zu haben und dabei auch die Berge dahinter mit auf das Bild zu bekommen.

    Schloß Linderhof vom Venustempel aus
    Schloss Linderhof – vom Venustempel aus gesehen

    Dann ging es an den Abstieg über die Terassengärten. Nach einem kurzen Rückblick zum Venustempel

    Treppen zum Venustempel
    Treppen zum Venustempel

    wandte ich meine Aufmerksamkeit den verschiedenen Terassenebenen zu die ich nun passierte. Auf der oberen Ebene gab es leider aufgrund der frühen Jahreszeit – es war ja gerade Ende April – noch nicht viel zu sehen. Jedoch ließen die Formen erahnen, dass bei voller Blüte sich hier ein schön anzusehendes Bild erbot.

    Bepflanzung - obere Ebene
    Terassengärten – obere Ebene

    Nach einem weiteren Schnappschuss der Schlossanlage

    Blick hinab auf Schloß Linderhof
    Blick hinab auf Schloss Linderhof

    stieg ich schließlich auf die untere der beiden Ebenen hinab. Hier fiel am Fuß der Treppen erst einmal die unter einem Rundbogen aufgestellte und vor einer efeubewachsenen Wand umrandete Büste auf. Ich konnte die dargestellte Person nicht genauer identifizieren, aber ihr Aussehen und das auf dem Sockel darunter abgebildete Wappen mit dem Motto Nec pluribus impar wiesen darauf hin, dass es sich um eine Person aus dem Herrschergeschlecht der Bourbonen, also der französischen Könige handelte. Eine nachfolgende Recherche bestätigte meine Vermutung, denn es handelte sich hier um die Königin Marie Antoinette, Prinzessin aus dem Haus Habsburg und Gattin des letzten Bourbonenkönigs Ludwig XVI.

    Büste & Efeu
    Büste & Efeu

    Die Bepflanzung auf der untersten Ebene erwies sich schließlich als etwas von der Jahreszeit unabhängiger. Hier hatte man sich für niedrige, kunstvoll geschnittene Heckenbepflanzung entschieden, die von jeweils einem kleinen Springbrunnen rechts und links aufgelockert wurden.

    Bepflanzung - unterste Ebene Bepflanzung - unterste Ebene
    Bepflanzung – untere Ebene

    Eine Ebene tiefer, ich befand mich fast schon wieder auf der Höhe des Schlosses, konnte ich am Fuß der Terassengärten schließlich noch einen kunstvoll gestalteten Springbrunnen bewundern, einen sogenannten Najadenbrunnen. Najaden sind in der griechischen Mythologie das, was wir heute unter Nymphen verstehen.

    Najadenbrunnenbrunnen - Schloss Linderhof
    Najaden-Brunnen

    Natürlich konnte ich es nicht unterlassen, von hier aus eine weitere Aufnahme von Linderhof und der Wasserparterre zu machen.

    Schloß Linderhof & Fontaine
    Schloss Linderhof & Wasserparterre

    Somit hatte ich mir fast alles im Schloßpark angesehen – das einzige was noch fehlte war das Musikpavillion oberhalb der Kaskade. Also machte ich mich daran auch noch diesen Teil der Anlage zu besichtigen. Dazu wählte ich dieses Mal den Laubengang auf der westlichen Seite.

    Laubengang in Richtung Musikpavillion
    Westlicher Laubengang

    Nach einem stetig ansteigenden Weg unter den Bögen hindurch erreichte ich schließlich die erste Ebene am oberen Ende der Kaskade. Von hier bot sich ein weitere wundervoller Blick hinunter auf das Schloss, das Wasserparterre, die Terassengärten und schließlich den Venustempel.

    Kaskade Linderhof
    small>Blick hinab der Kaskade Linderhof

    Rechts und links der Kaskade fanden sich weitere Laubengänge, die aber weniger der Begehung als der Zierde dienten. Sie führten von den am Fuß gelegenen Figuren rechts und links des Neptunbrunnens

    Figur & Laubengang
    Statue am Fuß des Kaskaden-Laubengangs

    parallel an der Kaskade entlang bis nach oben. Ein schönes Stilmittel, das voll begrünt mit Sicherheit noch einen weitaus impressiveren Eindruck machen würde als aktuell.

    Laubengang
    Blick durch den Laubengang auf die untere Figur

    Jetzt blieb nur noch das Musikpavillion, das ein Stückchen her darauf wartete, von mir begangen zu werden.

    Musikpavillion
    Musikpavillion

    Auch wenn der Pavillon selbst, ausgestattet mit vier Sitzbänken, eher rudimentär wirkte, so hatte sich der weitere Aufstieg alleine wegen des Blickes auf die Sichtachse zum Schloss, den Terassen und dem Venustempel auf jeden Fall gelohnt. Einzig das noch nicht befüllte Wasserbecken unterhalb des Pavillons trübte die Sicht etwas.

    Blick auf Linderhof
    Blickachse auf Schloss Linderhof

    Im Schatten des Pavillon ruhte ich kurz, es waren immerhin 30 Grad und ich wanderte seit geraumer Zeit durch die Parkanlage.

    Im Musikpavillion
    Decke des Musikpavillon

    Danach machte ich mich auf den Rückweg zum Parkplatz. Auf dem Rückweg kam mir die Flasche eines kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränks in den Sinn, die auf dem Beifahrersitz lagerte. Keine Ahnung wie stabil so eine PET-Flasche ist, aber ich befürchtete dass bei einem Rest von knapp 80% und entsprechender Sonneneinstrahlung über längeren Zeitraum durchaus eine klebrige Überraschung auf mich warten könnte sobald ich zum Fahrzeug zurückkehrte. Glücklicherweise hatte ich unter einem Baum geparkt, der genügend Schatten gespendet hatte dass es hier nicht zu einem Erfrischungsgetränke-Overkill gekommen war. Ich war wirklich erleichtert. Also stieg ich ins Auto und setzte meinen Weg fort. Auf der Hinfahrt war mir das Benediktiner-Kloster in der Ortschaft Ettal aufgefallen – dies erschien mir noch einen Besuch wert zu sein.

    Hier noch – als kleiner Nachtrag – die Strecke der Tour in Linderhof – natürlich wie üblich als interaktive Karte:
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    Ettal
    Auf der Fahrt nach Ettal musste ich mich leider mehrfach über die aufgrund des wunderbaren Wetters verstärkt aktiven Motorradfahrer aufregen. Ich habe ja nichts dagegen wenn ihr in Staus zwischen den Fahrzeugen hindurch fahrt und selbst das Fahren auf Standstreifen nehme ich bei euch noch eher hin als bei PKW-Fahrern. Aber müsst ihr UNBEDINGT in den unübersichtlichsten Situationen mit einer unübersichtlichen Verkehrslage halsbrecherisch an anderen Verkehrsteilnehmern überholen?

    Eigentlich könnte es mir egal sein, wenn ihr euch alleine rücksichtslos in Gefahr bringt und es geschähe euch nur recht wenn ihr möglichst schmerzhaft lernen würdet, dass euch die Straße nicht allein gehört – aber müsst ihr euere unschuldigen Beifahrer und andere Verkehrsteilnehmer ebenfalls gefährden? Wer in einem unübersichtlichen Waldstück ohne Einsicht auf den entgegenkommenden Verkehr mit einer Seitenlage von 45 Grad und mehr an den ebenfalls nicht langsam fahrenden Autos vorbei zieht, dem scheint es egal zu sein ob ein Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn ihm dabei den Schädel absäbelt oder nicht? Wie jede Gemeinschaft lebt auch die Zwangsgemeinschaft der Verkehrsteilnehmer davon, dass man gegenseitig ein Mindestmaß an Rücksicht nimmt. Leider scheint euch das egal zu sein – was ich sehr bedauerlich finde. Auch wenn ich da wohl gegen unnatürlich übersteigerten Hochmut und Selbstüberschätzung wie gegen Windmühlen spreche – ich wollte es zumindest mal erwähnt haben.
    Nach einigen Kilometern fahrt erreichte ich schließlich die Ortschaft Ettal, wo ich auf einem kleinen, leider kostenpflichtigen Parkplatz (1 Euro für 4 Stunden aber nur) eine Abstellmöglichkeit für meinen Wagen fand. Ein Italiener, der am zugehörigen, einzig vorhandenen Parkscheinautomat offenbar mit Ein-Cent-Münzen zahlte, erregte dabei zwar etwas Unmut, aber ich versuchte es gelassen zu nehmen. Wenig später machte ich mich auf den Weg um das Benedektinerkloster Ettal einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

    Kloster Ettal
    Kloster Ettal

    Gleich zu Beginn fiel mein Blick auf ein kleines Steinmonument, das seitlich der Zufahrt aufgestellt worden war. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das Bildnis unterhalb des Löwenkörpers oben auf als Abbildung eines verwundeten Soldaten mit Karabiner, was mich darauf schließen ließ dass es sich hier um ein Kriegerdenkmal handelte. Uniformrock und Waffe wiesen dabei auf den ersten Weltkrieg hin – hier handelte es sich also wohl um ein wirklich historisches Stück Steinmetzarbeit.

    Kriegerdenkmal am Kloster Ettal

    Nachdem ich durch den ersten Torbogen getreten war, lag die durchaus imposant anmutende Silhouette der Klosterkirche Ettal vor mir.

    Klosterkirche Ettal
    Klosterkirche Ettal

    Klosterhof - Benedektinerkloster Ettal
    Blick in den Innenhof

    Vor der sehenswerten Kulisse des umgebenden Gipfel gab aber auch der Innenhof ein nett anzusehendes Bild – da sah man gerne über die Baustelle am Fuß der Treppenanlage vor das Basilika hinweg.

    Klosterhof - Benedektinerkloster Ettal Klosterhof - Benedektinerkloster Ettal

    Eigentlich wollte ich mir nun das Kircheninnere etwas näher ansehen, doch als ich eintrat musste ich feststellen dass hier ein katholischer Gottesdienst im vollen Gange war, um genau zu sein handelte es sich dabei sogar um eine Hochzeit eines teilweise wohl italienischen Paares. Da wollte ich natürlich nicht stören und zog mich alsbald zurück.

    Hochzeit in der Klosterkirch Ettal
    Hochzeit in der Basilika der Benedektinerklosters Ettal

    Ansonsten konnte ich leider nicht viel weitere erkennen dass sich lohnte hier angesehen zu werden – abgesehen von dem Klosterladen am östlichen Ende des Hofes. Also wandte ich mich einem Rückblick auf die Basilika-Kuppel nach dort.

    Benedektinerkloster Ettal - Basilika
    Basilika – Benedektinerkloster Ettal

    Klosterladen - Kloster Ettal
    Klosterladen

    Das relativ groß geratene Geschäft bot primär Souvenirs wie Karten, Krüge, Postkarten und Nippes ich sie auch in einem normalen Souvenirladen erwartet hätte. Hinzu kamen einige kleinere handwerklichen Gegenstände und das bekannte Klosterbier von Ettal. Nach kurzen Umsehen zog ich schließlich weiter um mir die Ortschaft Ettal ein wenig genauer anzusehen.
    Wie ich bereits bei der vormaligen Durchfahrt feststellen durfte, war die Ortschaft Ettal stark auf den Tourismus ausgelegt. Die malerisch schön hergerichteten Gebäude beherbergten neben Restaurants und Hotels primär kleine und größere Läden, in denen wiederum Souvenirs und Klosterbiere verkauft wurden.

    Klosterhotel Ludwig der Bayer - Ettal
    Klosterhotel Ludwig der Bayer

    Caf├ę Edelweiß - Ettal Caf├ę Edelweiß - Ettal
    Caf├ę Edelweiß

    Dank des guten Wetters waren die verschiedenen Lokalitäten auch mehr oder weniger gut besucht. Dabei hörte ich besonders viel Italienisch unter den Besuchern, was wohl dadurch begründet war dass gerade einige italienische Touristenbusse auf dem Parkplatz vor dem Kloster halt gemacht hatten. Ein kurzes Stück ging ich schließlich noch an der Klostermauer hinter dem Kloster entlang und schaute ob ich irgendwie in den Klostergarten gelangen könne – doch bis auf ein verschlossenes Gatter und einem Schrein des heiligen Antonius gab es hier hinten nichts zu sehen.

    Heiliger Antonius
    Heiliger Antonius

    Und auch im südlichen Ende des Ortes konnte ich nichts entdecken was mich zum längeren Verweilen einlud. Kurz hinter dem stilecht gestalteten Rathaus kehrte ich schließlich um

    Rathaus Ettal
    Rathaus Ettal

    und kehrte zum Parkplatz vor dem Kloster zurück wo mein Wagen auf mich wartete.

    Benedektinerkloster Ettal
    Benedektinerkloster Ettal

    Nach einem kurzen Abstecher durch Oberammergau, wo ich jedoch nicht anhielt, machte ich mich schließlich auf den Rückweg nach München. Durch eine verpasste Abbiegung in Oberau war ich schließlich gezwungen noch einmal mehrere Kilometer in Richtung Garmisch-Patenkirchen zu fahren. Leider fand ich erst hinter dem Tunnel Farchant eine Möglichkeit umzudrehen und mich schließlich auf den wirklich Rückweg zu machen. Ansonsten verlief die Rückfahrt Ereignislos und ich kam gegen 17:00 Uhr in München an, womit ich noch genug Zeit hatte ein paar Sachen einzukaufen bevor die Läden schlossen.
    Insgesamt war ich auf jeden Fall sehr zufrieden mir meinem heutigen Ausflug gewesen. Ich sollte mich allerdings in Zukunft nicht nur darauf konzentrieren, mich über mein Primärziel zu informieren. Auch das Umland des jeweiligen Zielgebietes scheint ja ebenfalls einiges zu bieten – allerdings ohne vorher informiert zu sein was sich wirklich lohnt anzusehen erscheint es schwierig die lohnenden vor Ort auszukundschaften. Das nächste Mal werde ich diesbezüglich auf jeden Fall versuchen besser Vorbereitet zu sein. ­čśë