Salatteller mit Falafelbällchen & Joghurtdressing [14.06.2017]

Obwohlich erst vor kurzem die Reste meines Kartoffelauflaufs mit Spinat, Schafskäse & Schinken verzehrt hatte vom Wochenende verzehrt hatte, überlegte ich heute zuerst Ofenkartoffel mit Blattspinat und Sauerrahmdip aus dem Abschnitt Vitality auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zuzugreifen. Denn die Gebratene Hühnerbrust mit Zucchini, Reis und Tomatensoße bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce schienen nichts für mich zu sein. Das selbe dachte ich eigentlich auch von dem Großen Salatteller mit Falafelbällchen und Joghurtfressing bei Globetrotter, doch als ich ihn sah musste ich meine Meinung revidieren, denn obowhl ich kein Salatfan bin sah dieses Gericht doch irgendwie verlockend aus. Daher änderte ich meine Meinung und griff beim Salatteller zu. Dabei spielte es natürlich auch eine Rolle, dass ich am Morgen eine dicke Leberkässemmel verspeist hatte, dich mich dazu bewog mittags etwas kürzer zu treten. 😉

Salad dish with falafel balls & yoghurt dressing / Salatteller mit Falafelbällchen & Joghurtdressing

Eindeutig ein vegetarisches und angenehm leichtes Gericht, was genau das richtige an so heißen Tagen wie heute ist. Doch natürlich waren es nicht die Blätter des gemischten Salates oder das recht dünne, mit Kräutern versetzte Joghurtdressing, dem auch irgendwie der rechte Pep fehlte, sondern die Falaffelbällchen, die mich zur Wahl dieses Angebots bewegt haten. Ich liebe nun mal Falafel, jene aus der arabischen Küche stammenden frittierten Bällchen aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen. Und sie waren wirklich sehr gut gelungen, ich fand es schade dass nur neun davon im Salat waren. Gut, sie waren ein klein wenig trocken, aber das ist normal und konnte mit Hilfe des Dressings behoben werden. Und entgegen meiner Erwartung war auch die Sättigungsdauer mehr als ausreichend, ich bekam vor dem Abend keinen merklichen Appetit. Ich konnte mit meiner Wahl also zufrieden sein.
Und auch beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala spielte der Salat im vorderen Feld mit, wurde aber noch knapp von der Hähnchenbrust überrundet und auf Platz zwei verdrängt. Die Asia-Gerichte folgten auf dem dritten Platz und die Ofenkartoffel belegte schließlich Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Salat: ++
Joghurtdressing: +
Falafel: ++

Schweinebraten mit Krautsalat, Kartoffelknödel & Dunkelbiersauce [13.06.2017]

Die Asia-Gerichte, inbesondere der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce, der neben Knusprigen Frühlingsröllche an unserer Wok-Theke angeboten wurde, sahen heute doch mal irgendwie verlockend aus, aber auch der Ofenfrische Schweienbraten mit Kartoffelknödel und Dunkelbiersauce bei Tradition der Region war überaus verlockend. Ich hätte wohl auch mit dem Pikanten Bohnengulasch mit Baguette bei Vitality oder der Spinat-Ricottalasagne bei Globetrotter leben können, aber letztlich fiel meine Wahl dann doch auf den Schweinebraten, der mit Krautsalat serviert wurde.

Pork roast with cole slaw, potato dumplings & dark beer sauce / Ofenfrischer Schweinebraten mit Krautsalat, Kartoffelknödel & Dunkelbiersauce

Mit dem Krautsalat hatte ich bei frühreren Varianten ja schon mal schlechte Erfahrungen machen müssen, aber dieses Mal war der leicht säuerlich angemachte, mit Kümmelsamen versetzte kleine Salat glücklicherweise gut gelungen. Die etwa fingerdicke, durchwachsene Scheibe Schweinebraten erwies sich auch als überaus schmackhaft, einzig eine etwas hart gebackene Stelle an einer Ecke der Scheibe trübte den Genuss etwas. Die dazu servierte Sauce erwies sich leider als dünn wie Wasser, was ich ja persönlich nicht so mag, war aber dennoch gut gewürzt und erfüllte ihren Zweck den Schweinebraten etwas mehr Feuchte zu geben alle mal. Dazu gab es schließlich noch zwei Kartoffelknödel, die sich zwar als ein ganz klein wenig zäh erwiesen und die mit Sicherheit Fertigware waren, aber auch sie erfüllten ihre Funktion als Sättigungsbeilage alle mal. Kein herausragendes, aber zufriedenstellendes Mittagsgericht.
Ganz entgegen meiner Vermutung, die eindeutig den Braten hatte vorne gesehen, hatte ein großer Anteil der anderen Gäste heute zur vegetarischen Spinat-Ricotta-Lasagne gegriffen und diesem Gericht den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages verholfen. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Schweinebraten, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgte der ebenfalls vegetarische Bohnengulasch.

Mein Abschlußurteil:
Schweinebraten: ++
Dunkelbiersauce: +
Kartoffelknödel: +
Krautsalat: ++

Picatta vom Schwein mit Pommes Frites [12.06.2017]

Leider hatte ich bereits zu schnell zum Picatta vom Schwein mit Pommes Frites gegriffen, das im Abschnitt Tradition der Region gegriffen, denn auch die Szchuan Nudeln – Gebratene Mienudeln mit Gemüsestreifen und Gurke bei Vitality sah auch sehr lecker aus. Wäre das Picatta wie ursprünglich vorgesehen mit Butternudeln und Tomatensauce, hätte ich mich vielleicht noch etwas mehr umgesehen, aber bei Pommes gibt es für selten ein Halten. Außerdem gab es bei Globetrotter noch einen Wrap “Mexico” gefüllt mit Hackfleisch Kidneybohnen und Mais, der gemeinsam mit einem kleinen Salat serviert wurde sowie an der Asia-Thai-Theke Gebratenen Eierreis mit verschiedenem Gemüse und Gebratenes Hühnerfleisch mit Thaigemüse in Austernsauce. Aber ich hatte ja bereits das Picatta auf dem Tablett. Die Pommes garnierte ich noch mit Ketchup, fand aber weder an der Salat noch an der Gemüsetheke eine passende Beilage, daher blieb es heute bei Fleisch und Fritten.

Pork Picatta with french fries / Picatta vom Schwein mit Pommes Frites

Das Picatta, bestehend aus einem dünnen Schweineschnitzel, das man mit Ei und Mehl umüllt hatte, war meiner Meinung nach nicht ganz so gut gelungen, Das Fleisch selber war mager und einigermaßen saftig, aber die Hülle erwies sich als etwas matschig und ganz leicht versalzen. An den knusprigen, heißen und ausreichend gesalzenen Pommes Frites gab es aber nichts auszusetzen. Nur insgesamt war das Gericht etwas trocken, trotz des Ketchups, aber ich war dennoch einigermaßen zufrieden.
Bei den anderen Gästen lag das Picatta dennoch am höchsten in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich den mexikanischen Wrap, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei. Die Szchuan-Nudeln belegten schließlich einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Picatta vom Schwein: +
Pommes Frites: ++

Kartoffelauflauf mit Spinat, Schafskäse & Schinken – das Rezept

Als großer Freund von Aufläufen aller Art hatte ich mich sofort mit der Idee für einen Kartoffelauflauf mit Schafskäse anfreunden könne, allerdings fehlte mir in diesem Originalrezept noch irgendwie das Gemüse und ich überlegte, was ich verwenden könnte um dieses Gericht sinnvoll zu ergänzen. Ein kurzer Blick in meinen Kühlschrank, insbesondere in das übervolle Gefrierfach, zeigte mir schnell, dass ich offensichtlich noch große Mengen von Rahmspinat vorrätig hatte. Der schien mir wunderbar zum Schafskäse zu passen. Außerdem nahm ich dazu noch ein paar Möhren, Kräuter und Gewürze und fertig war ein überaus gelungener Auflauf. Dessen Rezept möchte ich mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

700g Kartoffeln (festkochend)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

300g Kochschinken
02 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

250g Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

300g Schafskäse (Ich wählte eine Sorte mit Hirtenkräutern)
04 - Zutat Schafskäse mit Kräutern / Ingredient feta with herbs

1 große Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

3 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

600g Rahmspinat (TK)
07 - Zutat Rahmspinat / Ingredient creamed spinach

1 Becher Schlagsahne (200g)
08 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

2 Hühnereier
10 - Zutat Hühnereier / Ingredient chicken eggs

200g Creme fraiche
11 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

5-6 Teelöffel 8-Kräuter-Mischung (TK)
(aus Petersilie, Borretsch, Kerbel, Kresse, Schnittlauch, Sauerampfer, Dill und Pimpinelle)
12 - Zutat 8-Kräuter-Mischung / Ingredient 8 herbs mix

Thymian, Oregano und Majoran
13 - Zutat Thymian, Oregano & Majoran / Ingredients thyme, oregano & majoram

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, einen Topf mit Wasser zum kochen der Kartoffeln aufzusetzen
14 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water in pot to a boil

und den Rahmspinat auf der Auftaustufe der Mikrowelle aufzutauen.
15 - Spinat in Mikrowelle auftauen / Defrost spinach in microwave

Außerdem schälen wir die Zwiebel, vierteln sie
16 - Zwiebel schälen & vierteln / Peel & quarter onion

und würfeln sie.
17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem schneiden wir auch den Schinken in Würfel,
18 - Schinken würfeln / Dice ham

schälen die Möhren
19 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie ebenfalls in kleine Stücke zu schneiden.
20 - Möhren würfeln / Dice carrots

Inzwischen müsste auch das Wasser im Topf kochen, so dass wir die Kartoffeln hinein geben und etwa 20 Minuten garen können.
21 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehen
22 - Knoblauch schälen / Peel garlic

und zerkleiner sie gründlich.
23 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Anschließend erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne
24 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die zerkleinerte Zwiebel darin an.
25 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

Wenig später geben wir auch die Möhren hinzu,
26 -Möhrenwürfel addieren / Add diced carrots

addieren die Schinkenwürfel
27 - Schinkenwürfel hinzu geben / Add diced ham

und dünsten alles für einige Minuten an.
28 - Alles anbraten / Braise everything

Schließlich wird auch der aufgetaute Rahmspinat hinzu
29 - Spinat dau geben / Add spinach

und verrühren ihn gründlich mit dem restlichen Pfanneninhalt.
30 - Gut verrühren / Mix well

Langsam müssten dann auch die Kartoffeln gar sein, so dass wir sie in einem Sieb abtropfen lassen und etwas abkühlen lassen können.
31 - Kartoffeln abtropfen & abkühlen lassen / Drain & let cool down potatoes

Außerdem schmecken wir unseren Pfanneninhalt mit Salz, Pfeffer, frisch geriebener Muskatnuss
32 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

sowie einigen Chiliflocken ab und lassen es dann für fünf bis sieben Minuten auf niedriger Stufe offen köcheln. Danach nehmen wir es von der Platte und lassen es etwas abkühlen.
33 - Mit Chiliflocken würzen / Season with chili flakes

In der Zwischenzeit schälen wir die Kartoffeln,
34 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

schneiden sie in nicht allzu dicke Scheiben
35 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

und würfeln auch den Schafskäse.
36 - Schafskäse würfeln / Dice feta

Als nächstes gießen wir die Schlagsahne in eine Schüssel,
37 - Schlagsahne in Schüssel geben / Put whipping cream in bowl

geben die Creme fraiche hinzu,
38 - Creme fraiche addieren / Add creme fraiche

schlagen die beiden Eier hinein
39 - Eier dazu geben / Add eggs

und verquirlen alles gründlich miteinander.
40 - Gründlich verrühren / Mix well

Dabei schmecken wir es mit den Kräutern,
41 - Kräuter hinzufügen / Add herbs

etwas Salz und Pfeffer
42 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

sowie Majoran, Oregano und Thymian ab.
43 - Mit Majoran, Oregano & Thymian abschmecken / Taste with majoram, oregano & thyme

Außerdem beginnen wir den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen. Dann fetten wir eine mittelgroße Auflaufform mit Fett oder Butter aus,
44 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

legen den Boden mit Kartoffelscheiben aus, würzen diese mit Salz und Pfeffer
45 - Boden mit Kartoffelscheiben auslegen / Cover bottom with potato slices

und geben etwas von unserer Kräuter-Mischung darüber.
46 - Etwas Kräutersauce hinzufügen / Ad some herb sauce

Über den Kartoffelscheiben geben wir unsere Mischung aus Spinat, Möhren, Zwiebel und Schinken,
47 - Spinatmasse einfüllen / Pour in spinach mix

verteilen darauf den zerkleinerten Schafskäse,
48 - Schafskäse hinzufügen / Add feta

legen darüber eine weitere Schicht Kartoffelscheiben,
49 - Mit Kartoffelscheiben belegen / Cover with potato slices

würzen diese wiederum mit etwas Salz und Pfeffer
50 - Kartoffelscheiben mit Pfeffer & Salz würzen

und bedecken dann alles mit der restlichen Kräuter-Sahne-Mischung.
51 - Mit Kräutersauce bedecken

Anschließend schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene in den Ofen und backen alles für 40 bis 45 Minuten.
52 - Im Ofen backen / Bake in oven

Zuletzt entnehmen wir die Auflaufform wieder aus dem Ofen, lassen für wenige Minuten kurz ruhen
53 - Potato casserole with spinach & feta - Finished baking / Kartoffelauflauf mit Spinat & Schafskäse - Fertig gebacken

und können ihren Inhalt dann servieren und genießen.
54 - Potato casserole with spinach & feta - Serviert / Kartoffelauflauf mit Spinat & Schafskäse - Serviert

Die Füllung aus Spinat, Schinken, Möhren und Zwiebel war meiner Meinung nach sehr gelungen gewürzt und kombinierte den leicht süßlichen Geschmack von Rahmspinat und Möhren gelungen mit dem salzigen Aroma das Schafskäses und der ganz leichten Schärfe der Chiliflocken. Dazu die leckeren, mit Kräutersahne überbackenen Kartoffeln als – sozusagen im Auflauf integrierte -Sättigungsbeilage waren eine sehr gut passende Ergänzung. Ein sehr leckeres Gericht, das ich bestimmt nicht zum letzten Mal gekocht habe.

55 - Potato casserole with spinach & feta - Side view / Kartoffelauflauf mit Spinat & Schafskäse - Seitenansicht

Beim nächsten Mal würde ich vielleicht nur etwas weniger von der Kräuter-Sahne-Mischung verwenden, damit der Auflauf beim Servieren nicht so stark zerfällt. Aber das hatte glücklicherweise keinerlei Einfluss auf den leckeren Geschmack. Eventuell könnte man auch noch etwas geriebenen Käse in die Spinatmischung einrühren, um sie etwas zu stabilisieren. Alternativ könnte man auch Blatt- statt Rahmspinat verwenden, der ja nicht so fein zerkleinert ist wie Rahmspinat. Aber das sind nur theoretische Überlegungen, denn ich spreche auch dem hier vorgestellten Rezept meine vorbehaltlose Empfehlung aus.

Guten Appetit

Scholle Finkenwerder Art mit Speck & Zwiebeln [09.06.2016]

Auf der Speisekarte im Intranet hatte ich im Bereich Globetrotter eigentlich eine von der üblichen Scholle mit Remoulade geosen, doch als ich den Speiseraum betrat, wartete man dort mit einer kleinen Überraschung auf, denn man hatte die übliche panierte TK-Scholle d eine Scholle Finkenwerder Art mit Speck und Zwiebeln, dazu Röstkartoffeln ersetzt. Ich hätte zwar wahrscheinlich sowieso zum Fischgericht gegriffen, denn weder die Spinat-Ricotta-Tortellini mit Bärlauchpesto und Kirschtomaten noch die Gefüllten PFankuchen mit Vanillesauce und Kirschkompott oder die Asia-Thai-Angebiote wie Gebratene Bandnudeln mit asiatischem Gemüse und Kokosmilch und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce reizten mich besonders. Aber etwas neues auszuprobieren versüßte mein heutiges Mittagsmahl natürlich ungemein. Normalerweise kommen an eine Scholle Finkenwerder Art zwar meines Wissens noch Garnelen, aber ich hoffte auch so auf ein Mittagsgericht, das sich von dem üblichen Essenstrott etwas abhob. An der Ausgabe wurde die Scholle noch zusätzlich mit einem großzügigen Löffel Fett oder geschmolzener Butter garniert. Dazu nahm ich mir noch etwas Blumenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Plaice "Finkenwerder Style" with bacon & onions / Scholle Finkenwerder Art mit Speck & Zwiebeln

Als ich mir am unteren, schmalen Ende der mit Haut gebratenen Scholle ein kleines Stück abgeschnitten und zum Munde gef+hrt hatte, erwartet mich beim ersten Kauen erst einmal eine üble Überraschung: Gräten über Gräten. Gut, normalerweise muss man bei Fisch damit ja rechnen, aber ich bin durch die vorverabeiteten, paierten TK-Fischgerichte, die man hier sonst serviert bereits etwas verwöhnt gewesen, da man dort üblicherweise keine Gräten mehr darin findet. Doch dies war offensichtlich ein frisches Fischfilet und darin finden sich nun einmal diese kleinen Fischknochen zuhauf. Zum Glück wurde es weniger, je weiter man sich zur Mitte des Fisches hin arbeitete. Und das Fischfilet erwies sich als wirklich sehr gelungen und nur ganz leicht trocken. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum man etwas Fett dazu gegeben hatte. Und die Mischung aus weich gedünsteten, milden Zwiebeln und kleinen Schinkenwürfeln passte überaus gut dazu. Ebenso bildeten die Röstkartoffeln eine überaus passende Sättigungsbeilage. Nur beim Blumenkohl war ich letzlich nicht ganz zufrieden, denn er war nur sehr grob, fast lieblos zerteilt und leider schon stark abgekühlt. Hier muss ich leider ein wenig in der Bewertung abziehen. Ansonsten aber, trotz der Gräten, ein wirklich gelungenes Mittagsmahl. Sollte es noch einmal angeboten werden, würde ich vorbehaltlos erneut zugreifen.

Mein Abschlußurteil:
Scholle: ++
Finkenwerder Garnitur: ++
Röstkartoffeln: ++
Blumenkohl: +