Fischfilet Primavera [05.04.2007]

Als wir heute kurz nach 13.00 Uhr in die Mensa kamen, befanden sich nur noch zwei Gerichte auf den Tafeln im Erdgeschoss. Waren die anderen Gerichte so schnell aus oder war das Angebot aufgrund des anstehenden Osterfestes eingeschränkt? Sah eher nach einer gewollten Einschränkung aus – nun gut, was solls. Im Bereich vegetarisches Gericht wurde Pfannenchampignons in feiner Knoblauchbuttermit Spätzle angeboten, was schon ganz gut klang. Aber nach reiflicher Überlegung entschied ich mich dann doch für das “Fischfilet Primavera mit Kartoffelbrei und Curryerbsen“.

Wider Erwarten hatte ich glücklicherweise keinerlei Gräten im Fleisch, einzig die Petersilie auf dem Kartoffelbrei hatte einige unschöne Pflanzenknoten. Für ein Mensa-Fischgericht war es wirklich gut. Im Geschmack dominierten die Erbsen deutlich und das Stück Fisch hätte gerne etwas größer sein können, aber ich will nicht meckern. Für den Preis von ca. 3 ‚ā¨uronen kann man wirklich nichts sagen.

Pizzeria Venezia [04.04.2007]

Als ich heute um die Mittagszeit anmerkte, daß es nicht unbedingt schon wieder Mensa sein müsse, überraschte mich mein Kollege mit dem Vorschlag, doch mal ins Venezia am Engelsplatz (bei der Post) zu gehen. Die hätten auch eine Mittagskarte – eine Tatsache die mir bisher unbekannt war.

Und tatsächlich: Neben der Eiskarte fand sich dort auch eine kleine Speisekarte mit einigen Nudelgerichten und Pizzen. Die Preise lagen bei den kleinen (28cm) bei 5,00 bis 6,50 Euro und für die großen (33cm) zwischen 7,00 und 8,50 Euronen. Nach einigem Überlegen entschied ich mich für eine kleine Calzone für 6,50.

Der erste Eindruck, besonders der Belag, machte keinen so guten Eindruck, jedoch überzeugte ich mich vom Gegenteil. Reichlich gefüllt war die Calzone mit Schinken, Peperonisalami und Pilzen in einer Tomatensauce schmeckte sie wirklich gut. Besonders zu erwähnen sei noch, daß der Wirt (Kann man das so bei einer Eisdiele sagen?) sehr aufmerksam war und sich mehrfach erkundigte, ob alles in Ordnung sei. Sehr nett das ganze. Zum Abschluß nahmen wir noch einen Espresso, der dort ebenfalls wirklich lecker ist. Kann man durchaus mal hingehen.

Mensa Doublefeature [02/03.04.2007]

Da ich gestern aufgrund des Webmontags (detaillierter Bericht folgt) nicht mehr dazu gekommen bin, einen Eintrag zu schreiben verpacke ich heute mal beide Tage in einen großen Post.
Kommen wir zuerst zum zu Montag, an dem es mich wie üblich in die Abbe-Mensa zu. Interessantestes Angebot des Tages war an jenem Tag (aus meiner Sicht) “Cordon bleu mit Pariser Karotten und Kartoffeln” – eine Meinung die wohl auch viele andere teilten, denn die Schlange hier war wirklich am längsten.

War durchaus in Ordnung und essbar. Auf Dessert verzichtete ich jedoch, ich muß wirklich mal kürzer treten. Zumindest in kleinen Schritten.
Am heutigen Tag war ebenfalls eine Mensa das Ziel, jedoch verschlug es und heute in die sog. “Philomensa”, also jene im Philosophenweg oberhalb des Planetariums.

So sehr viel besser wie viele sagen war diese jedoch heute nicht. Was mir von allem Angebotenen am meisten zusagte war wohl das “Gyros mit Tzatziki und Bratkartoffeln“.

Mit dem Tzatziki war es eigentlich recht gut zu genießen aber auf der anderen Seite nun wirklich nichts besonderes. Mensa ist halt Mensa. Obwohl die hier in Jena schon ganz gut sind – ich habe in anderen Städten schon weitaus schlimmeres erlebt und (mehr oder weniger) gegessen. War halt Glücksspiel wie immer und dieses mal war die Karte nicht ganz so gut.

Putenfrikasse und Curcumareis [30.03.2007]

Am Freitag wurde es wieder nur Mensa – mein Vorschlag ins Lo Studente zu gehen wurde mit der aus meiner Sicht nicht richtigen Begründung abgelehnt daß es a) dort nicht schnell geht und b) das Essen nicht so gut wäre abgelehnt. Fadenscheinig finde ich – aber was solls. Hatte keine Lust auf irgend welche langwierigen Diskussionen und schloß mich der Mensa-Entscheidung an.
Viel erwähnenswertes gab es dort heute nicht. Grillwurst mit Letscho – nicht wirklich, oder Pikantes Herzragout mit Kartoffelpuree … lasst mich kurz nachdenken … … nein, danke. Innereien wie Herz, Magen oder gar Zunge gehören nicht gerade zu meinen Favoriten.
Ich entschied mich für die Alternative die neben dem vegetarischem Gericht, Gratinierte Prinzeßbohnen mit Röstkartoffeln, noch blieb: Hühnerfrikasse mit Curcumareis. Zwar war da noch von Erbsen die Rede gewesen, davon bemerkte ich im Endprodukt jedoch nicht viel. Viel eher hätte man von Frikasse mit Schwarzwurzelgemüse und Karotten sprechen können.

Beim Verzehr des Gerichtes überlegte ich, weshalb Curcumareis eigentlich als Curcumareis bezeichnet wurde. Mir war bewußt, daß ein Reis dieser Art immer von gelblicher Farbe war – aber woran lag das? Am Abend informierte ich mich schließlich genauer und es stellte sich heraus, daß es sich bei “Curcuma” um eine Pflanze aus der Familie der Gattung der ingwerartigen (Zingiberales) Gewächse handelt, die vor allem in Süd- und Südostasien beheimatet sind. Zu der selben Pflanzenfamilie gehört auch die Gelbwurz. Ingwer ist gelb(lich), Gelbwurz ist – wie der Name ja schon vermuten lässt ebenfalls gelb – daher liegt es nahe, daß die gelbe Farbe des Reis bei Curcumareis ebenfalls von jener Pflanze mit Namen Curcuma herrührt. ūüėČ
Könnte jetzt nicht sagen, daß er signifikant anders geschmeckt hätte als normaler, weißer Reis – aber das Frikassee war meiner Meinung nach für Mensaverhältnisse wirklich gut. Nur die Portion hätte dieses mal etwas größer sein können. Aber das Dessert in Form eines Bratapfelquarks, welchen ich ja bereits in vorherigen Posts lobend erwähnt hatte, konnte diese Lücke glücklicherweise erfolgreich schließen. Alles in allem also wieder ein recht lohnender Besuch in der “Studentenverköstigungseinrichtung” am Ernst-Abbe-Platz / Campus. Langsam habe ich wohl den Bogen raus, immer das richtige dort zu wählen… ūüôā

Schwalbennester [29.03.2007]

Heute trieb es mich mal wieder in jenes bereits bekannte Gebäude am Ernst-Abbe-Platz: Die gute alte Mensa.

Vor dem Gebäude fand heute (bei übrigens wieder sehr angenehmen Wetter) ein Bücherverkauf statt. Sah im Vorbeigehen wie lauter mehr oder weniger gebrauchte Reclam-Ausgaben aus – wohl irgend welches Material für interessierte Studenten.
Beim betrachte der Tafel mit dem aktuellen Angebot fand sich dort neben “Würstchengulasch auf Pommes Frites” oder irgendwelches Tofu-Vegetarier-Zeug auch etwas mit der Bezeichnung “Schwalbennest mit Karotten-Schwarzwurzelgemüse und Kartoffeln” . Gehört hatte ich den Begriff zwar schon mal, dennoch fragte ich mich was sich hinter dem Begriff Schwalbennest eigentlich verbirgt. Doch probieren geht natürlich über nachschlagen. Die Alternativen waren auch bei näherer visueller Betrachtung nicht besonders verlockend, daher entschied ich mich die Nester zu testen.

War interessant und schmackhaft – das Gemüse war etwas faserig, jedoch das Fleisch – wohl das eigentliche “Schwalbennest” – war vorzüglich und stellte sich als eine Art Roulade gefüllt mit einem gekochten Ei heraus. Bin der Meinung daß es Rindfleisch war. Als ich wieder vor einem Rechner saß, war ich natürlich bemüht mich über den Begriff Schwalbennest zu informieren. Mein erstes Ziel war Wikipedia, jedoch fand sich hier keine erschöpfende Erklärung. Das einzige was hier als mehr oder minder essbar erschien war die sogenannte Schwalbennestersuppe aus den Nestern der Salanganen, einer Vogelart aus der Gattung der Segler. Damit hatte dieses Mensagericht jedoch nicht wirklich viel zu tun. Erst bei chefkoch.de fand ich etwas, daß mit dem dargebotenen konform ging. Zwar ging daraus nicht hervor, warum in Fleisch gewickelte, gekochte Eier als Schwalbennester bezeichnet werden. Gut, mit etwas Fantasie kann man durchaus einer Beziehung zwischen Eiern, Schwalben als Eierproduzenten und Behältnissen von Eiern, auch wenn sie aus Fleisch sind, herstellen – jedoch erschien mir die die Bezeichnung der chinesischen Speise oben doch passender, da sie offensichtlich aus echten Schwalbennestern hergestellt waren. Bin gerade am Überlegen ob ich Nester eines Vogels in Suppenform essen würde? Hmm – probieren würde ich es einmal. Aber ich schweife ab – der Begriff Schwalbennester deckt gemäß des gefundenen Rezepts tatsächlich auch in Fleisch gewickelte, gekochte Eier ab. Wieder was dazu gelernt. ūüôā