Kafta [29.12.2006]

Heute Mittag waren wir ziemlich unentschlossen und landeten nach einigem hin und her schließlich beim Ali Baba am Ende der Krautgasse, bekannt für seine Arabischen Spezialitäten und bei Insidern auch für das wirklich extrem hübsche Mädel mit den blendend weißen Zähnen hinter der Theke (gucken darf man ja… ).

Zwar werden dort auch die üblichen Dönergerichte und Pizzen aller Art geboten, aber wenn ich schon mal in einem Restaurant (oder Imbiss – wo liegt da eigentlich die Grenze?) bin, welches arabische Spezialitäten bietet, möchte ich natürlich auch die Gelegenheit nutzen, diese zu probieren. Meine erste Überlegung war natürlich wieder, CousCous zu nehmen, dann jedoch entschied ich mich um und wählte das Kafta (Rindfleischgehacktes-Spieße – wohl eine libanesische Spezialität), welches jedoch eher landesuntypisch mit Pommes (oder wahlweise Reis) serviert wurde.

Wenn der geübte Betrachter seinen Blick auf die drei Spieße am oberen Rand des Tellers wendet, wird ihn mit Sicherheit der selbe Gedanke durchfahren, den auch ich beim betrachten der Kafta hatte. Aber das Auge täuscht hier – auch wenn sie von außen eher einen anderen Schluß zulassen, waren sie doch sehr lecker. Die Sauce auf der linken Seite war das (döner-typische) Tzatziki, die leicht rötlich-orange auf der rechten Seite war leicht scharf und hatte (wenn ich mich nicht täusche) auch ein wenig Knoblauch darin. Kostenpunkt des ganzen lag bei 5,80 Euronen – nicht gerade günstig, aber abgesehen von der Tatsache, daß man bei Kafta vielleicht an der virtuellen Präsentation noch etwas arbeiten könnte, war es durchaus lecker. 😉

Spiegeleipizza [28.12.2006]

Wie man ja bereits an meinem vorherigen Post der heutigen Tages sehen konnte, bin ich zurück im guten alten Jena. Das Ziel des heutigen Mittagsessensausfluges war das Lo Studente in der Johannisstraße.

Das aktuelle Tagesangebot umfasste neben verschiedenen Rigatoni-Zubereitungen auch eine Pizza mit Salami, Paprika und Ei, für die ich mich (nicht nur aufgrund des unschlagbar günstigen Preises von gerade mal 4,50 Eurönchen) nach kurzer Überlegung entschied.

War wie immer sehr lecker. Für “zwischen den Jahren”, wie man die Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester nennt, war wirklich extrem viel los in diesem Restaurant. Wir hatten wirklich Glück, daß wir einen freien Tisch ergattern konnte. Hätte ich nicht vermutet.

Bulettenzeugs [22.12.2006]

Heute gings (das letzte mal wohl vor Weihnachten) in die Mensa.

So kurz vor dem Fest scheinen die Köchinnen und Köche dort auch nicht mehr so wirklich kreativ zu sein. Heute gab es irgendeinen Gulasch mit Nudeln, eine Bulette mit Paprikasoße und Kartoffeln und das typische vegetarische Gericht, dessen Bezeichnung mir gerade wieder entfallen ist. Ich sah mir, beladen mit dem mintgrünen Mensatablett alle drei Gerichte an und entschied mich schließlich für die Bulette/Frikadelle.

War wirklich nichts besonderes – nicht mehr ganz warm und etwas zu fettig für meinen Geschmack. Zum Glück überdeckte die Soße einiges davon. 😉
Aber was will man für 3,80 Euronen schon verlangen – ist halt immer Glückssache mit der Mensa. Natürlich steht mein Besuch in der Philomensa immer noch aus. Ich werde wohl auch erst im neuen Jahr dazu kommen. Stay tuned….

Brust und Keule in der Noll [21.12.2006]

So kurz vor Weihnachten gönnten wir uns heute mal etwas besonderes. Dazu ging es in das Hotel und Restaurant “Zur Noll“, wo wir reserviert hatten.

Abseits der dort üblichen Schnitzelpfanne gibt es ja auch noch weitere sehr leckere Gerichte dort, so mußte ich heute überlegen, ob ich ein Knoblauchkotlett (welches meiner Erfahrung nach mir wirklich viel Knoblauch gemacht wird), dem sog. Surf & Turf, bestehend aus Rumpsteak mit Gampas und Kartoffelecken oder aber gar Hirschbraten wählen sollte. Letztenendlich fiel die Wahl dann aber auf die Entenkeule & -brust mit Rotkraut und Klößen, die momentan als Sonderangebot auf der ersten Seite der Menukarte verzeichnet war.

Ich bereute die Wahl, auch wenn es bis zur Auslieferung des Essens extrem lange dauerte, die Wahl zu keinem Moment. Das Fleisch war extrem zart und ließ sich problemlos vom Knochen ablösen. Auf dem Rotkraut hatte man eine mit Gelee garnierte Apfelscheibe platziert, welches (nicht nur) dem Kraut einen leichten Apfelgeschmack gab – so wie ich es ja liebe.
Den regulären Preis von 13,50 Eurönchen konnte ich dank Stammgastkarte dann auf ca. 10 Euronen herunterdrücke, daher ein wirklich lohnendes Gericht und zur Einleitung der Feiertage – die ja Erfahrungsgemäß sowieso ein ziemlicher Dauerschmaus werden – gerade Richtig. Dabei Notiz an mich selbst: Ab Januar dann am besten wieder stark kürzer treten. Die alte Leier halt, alle Jahre wieder… 😉

Einsichten im R2 [20.12.2006]

“Lass uns mal im R2 schauen.”, war die erste Idee des heutigen Mittags. Gesagt, getan und am Martkplatz angekommen stimmten alle dem heutigen Angebot zu, auch ich. Doch hatte ich offensichtlich die Tafel nicht richtig gelesen, denn wie man auf diesem Bild erkennen kann,

bestand die der nichtcarnivore Teil aus Kartoffelananassalat. Bisher war ich fest der Meinung, daß ich diesen eigentlich nicht mag. Aber dazu später mehr. Essen kam wieder, wie im R2 gewohnt sehr fix an den Tisch, und als der Teller vor mir stand, manifestierten sich bereits meine ersten Befürchtungen.

Durch die (vielleicht unterbewusst) ausgeblendete Zeile auf dem Schild, die sich da salat las, war ich heute nun dazu genötigt, mich ein weiteres mal mit dem Thema Kartoffelsalat geschmackstechnisch auseinander zu setzen. Die Abneigung stammte wohl noch aus meiner Kindheit, in der ich irgendwann mal Kartoffelsalat probiert habe, es mir nicht geschmeckt hat und ich seit dem wohl auch nie wieder eine Gabel zu mir genommen habe. Doch als ich heute den ersten Bissen nahm, mußte ich feststellen, daß das Zeug gar nicht mal so schlecht ist. Daher revidiere ich wohl ab heute mal meine Meinung.
Des weiteren erwähnte einer meiner Tischgenossen, daß man panierte Schnitzel NIEMALS mit Soße übergiessen dürfe wie es hier geschehen ist. Nicht daß ich mir je schon einmal Gedanken darüber gemacht hätte, aber im Grunde genommen hatte er schon Recht mit seiner Aussage, daß die Panada ja dazu gedacht ist, das Ganze knuspriger zu machen. Wenn man Soße darüber gibt, wirkt das dem entgegen. Ja ja, man lernt doch nie aus. 😉
Alles in allem war Schnitzel samt Kartoffelsalat auf jeden Fall sehr lecker (trotz des Soße-über-Panada-Vergehens ) und kostete wie immer inkl. Softegtränk 6 Euronen.