Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenklößen [25.11.2014]

Heute war ich hin und her gerissen zwischen dem Geschmorten Sauerbraten mit Blaukraut und hausgemachten Serviettenklößen im Bereich Tradition der Region unseres Betriebsrestaurants und dem Enchilada “con Carne” – Pikant gefülltes Weitentortilla mit Hackfleischfüllung und kleinem Salat im Bereich Globetrotter. Die Farfalle al peperoni bei Vitality oder die Asia-Gerichte wie Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce und Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse nahm ich nicht in die nähere Auswahl. Zuerst tendierte ich zwar zum Enchilada, dann aber entschloss ich mich doch beim Sauerbraten zuzugreifen – mir war einfach mal nach guter deutscher Hausmannskost. Dazu gesellte sich noch die ungewöhnlich Kombination von Apfelmus mit Preiselbeeren aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Marinated pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten mit Blaukraut und Serviettenklößen

Das Blaukraut mit leichter Apfelnote war schon mal sehr gut gelungen, auch wenn die Portionsgröße etwas zu wünschen übrig ließ. Beim Rinderbraten musste ich jedoch etwas bezweifeln, dass man ihn wirklich geschmort hatte. Ich habe ja nun schon selber einige Schmorgerichte hergestellt, darunter auch einen Rheinischen Sauerbraten und bei mir ist das Fleisch nach dem Schmoren auf niedriger Flamme, bei dem ja bekanntlichermaßen das langfaserige Bindegewebe, das beim reinen Braten nur zäh werden würde, in Gelatine umgewandelt wird, immer schön Mürbe und zerfällt leicht beim Schneiden. Nicht so hier, viel mehr Erinnerte mich das Ganze an einen normalen Rinderbraten, bei dem das Fleisch noch deutlich mehr Bindekraft hatte und im Biss deutlich fester war. Eine leicht saure Note war unverkennbar, was wohl auch an der überaus gelungenen Sauce lag, aber richtiger Sauerbraten schien das nicht zu sein. Geschmeckt hat er auch so, aber aufgrund der nicht erfüllten Erwartung muss ich hier dennoch ein wenig in der Wertung abziehen. Die Serviettenknödel waren offensichtlich nach der eigentlichen Zubereitung noch einmal zusätzlich angebraten worde, war sie außen schön knusprig machte, aber leider waren sie bereits leicht abgekühlt, weswegen ich auch hier bedauerlicherweise zu einem kleinen Abzug greifen muss. Das Dessert aus drei Vierteln Apfelmus und einem Viertel Preiselbeergelee, das man noch mit einer Weintraube, einem Klecks Sahne, Knusperflocken und einem Scheibchen Orange aufwendig garniert hatte, war zwar recht süß geraten schmeckte aber sehr gut und gab keinen Grund zu weiterer Kritik.
Beim Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages lieferten sich der Sauerbraten und der Enchilada con Carne heute ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und zuerst sah es sehr gut für den gefüllten Weizentortilla aus, dann aber wendete sich das Blatt etwas und der Sauerbraten fand deutlich größeren Zuspruch, womit diesem Gericht – wenn auch nur mit knappen Vorsprung – der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskal gebührte. Nach dem Enchilada auf Platz zwei folgten die Asia-Gericht auf dem dritten Platz und schließlich die vegetarischen Farfalle al peperoni auf Platz vier. Außer im vorderen Bereich gab es hier heute also mal wieder wenig Überraschungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: +
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Serviettenknödel: +
Apfelmus mit Preiselbeeren: ++

Sauerbraten mit Kartoffelknödel & Blaukraut [01.12.2011]

Mein erster Blick heute galt dem Bunten Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip aus dem Bereich Vitality, das mit Sicherheit die kalorientechnisch optimalste Wahl gewesen wäre. Aber die anderen beiden Sektionen der regulären Küche fuhren heute sozusagen schwere Geschütze auf denen ich kaum widerstehen konnte. Dabei klangen die Spaghetti Bolognese mit Parmesan aus dem Bereich Globetrotter schon mal sehr verlockend, wurden aber noch getoppt vom Sauerbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut der im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte angeboten wurde. Da nahm ich die Asia-Thai-Angebote in Form von Asiatischem Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln Massaman Curry gar nicht näher in Augenschein. Also fiel meine heutige Wahl auf den Sauerbraten, den ich noch mit einem Becherchen Englische Mintcreme ergänzte.

Sauerbraten mit Blaukraut & Kloß

Zwar meinte ich nach meiner Erfahrung mit einem selbst gemachten Sauerbraten erkennen zu können dass man das Stück Rinderbraten nur einige wenige Tage eingelegt zu hatte und auch wohl keine ganze Stunde geschmort hatte – dazu war er nicht mürbe und sauer genug. Aber das Fleisch war dennoch angenehm zart und hatte genügend der säuerlichen Marinade aufgesogen dass man diese Bratenzubereitung als gelungen bezeichnen konnte. Im Rotkraut fanden sich ungewöhnlicher Weise zwar einige Zwiebeln, es erwies sich aber dennoch als angenehm fruchtig und schmackhaft. Und auch am mit einigen Semmelbröseln gefüllten Kartoffelknödel gab es nichts auszusetzen. Für ein Kantinengericht handelte es sich um einen wirklich gut gemachten Sauerbraten. Und auch die weiche, lockere Mintcreme erwies sich als gute Wahl.
Bei Gros der anderen Kantinengäste lagen die Spaghetti Bolognese aber ein wenig höher in der Gunst und landete somit knapp vor dem Sauerbraten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf Platz vier schließlich das vegetarische Ofengemüse. Diese Platzierung bot somit keinerlei Überraschungen und entsprach meinen Erwartungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Rotkraut: ++
Kartoffelknödel: ++
Englische Mintcreme: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmelknödel [20.10.2011]

Eigentlich stand mit Asiatischen Gemüse, herzhaft gebraten in Erdnußsauce und vor allem Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry zwei recht verlockende Gerichte im Angebot der Asia-Thai-Theke und auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter und das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip bei Vitality klangen nicht schlecht, doch mit dem Sauerbraten mit Semmeknödel und Blaukraut in der Abteilung Tradition der Region fand sich heute ein Gericht auf der Speisekarte, dass mich alle anderen Angebote vergessen ließ. Ich liebe nun mal Sauerbraten und wenn er noch mit Blaukraut und Knödel serviert wird kann ich einfach nicht widerstehen. Passend dazu nahm ich mir noch eine Portion Bayrische Creme von der Dessert-Theke.

Sauerbraten mit Blaukraut & Semmeknödel

Für einen Kantinen-Sauerbraten erwies sich dieses Gericht als wirklich gelungen. Wenn man bedenkt dass man einen richtigen Sauerbraten einige Tage einlegen muss stellte sich mir natürlich die Frage ob man hier auch diesen Aufwand betrieben hat. Geschmacklich konnte ich auf jeden Fall keinen großen Unterschied feststellen, das Fleisch war durchgehend mit der säuerlichen Marinade vollgesogen und durch längeres Schmoren angenehm mürbe und dennoch saftig. Dazu gab es einen angenehm großen Semmelknödel, der sich von der Struktur her zwar als recht fest erwies, dadurch aber in seinem guten Geschmack nicht groß beeinflusst wurde – auch wenn er lockerer natürlich noch etwas besser gewesen wäre. Am Blau- oder Rotkraut schließlich gab es wiederum gar nichts zu meckern und auch die luftig-lockere Bayrische Creme mit Vanillegeschmack gab keinen Anlass zur Kritik. Ich war sehr zufrieden, ein klassisches Gericht der gutbürgerlichen deutschen Küche. Muss ich demnächst auch mal selbst kochen – das mehrtägige Einlegen nehme ich dabei gerne in Kauf.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala lagen heute aber entgegen meiner Erwartung aber die Spaghetti Bolognese auf dem ersten Platz, der Sauerbraten folgte aber schon auf Platz zwei, mit sehr knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten die somit den dritten Platz belegten. Auf Platz vier folgte schließlich das Kräuter-Ofengemüse. Hatte ja wirklich gedacht dass mehr Gäste meine Vorliebe für Sauerbraten teilen, doch da hatte ich mich wohl geirrt.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: +
Bayrische Creme: ++