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Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel & Apfel-Blaukraut [27.09.2017]

Wednesday, September 27th, 2017

Das Oktoberfest-Special unseres Betriebsrestaurants ging heute mit einem mit einem Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel und Apfel-Blaukraut in die nächste Runde. Die Lasagne Bolognese bei Globetrotter sah zwar auch nicht schlecht aus und die Paella – Spanische Reispfanne mit Meeresfrüchten, Hühnerfleisch und Gemüse aus dem Abschnitt hatte ich von früher auch meist recht gut in Erinnerung, aber wenn es schon mal Wild gibt, wollte ich dies natürlich nicht versäumen, zumal der Sauerbraten mit gerade mal 4,50 Euro auch nur minimal teurer als die Standardgerichte waren. Da konnten mich auch die Glasnudeln mit asiatsichem Gemüse in Kokosmilchsauce oder das San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Spezialsauce von der Asia-Thai-Theke nicht mehr umstimmen.

Bavarian roast venison with home made potato strudel & red cabbage / Bayrischer Hirschsauerbraten mit hausgemachtem Kartoffelstrudel & Apfel-Blaukraut

Die Sättigungsbeilage in Form des Kartoffelstrudels bestand einfach nur aus kleinen, mit etwas Sahne angemachten, teilweise zerkrümelten Salzkartoffeln, die man in einer Hülle aus Strudel- bzw. Blätterteig gebacken und dann in dicke Scheiben geschnitten hatte. Von der Idee her ganz nett und das ganze sah auch ansprechend aus, aber ich fand die Kartoffeln darin etwas trocken geraten – wahrscheinlich durch das Backen. Außerdem hatten die Kartoffelstücke in der dünnen Teigscheibe kaum Halt und fielen beim Schneiden heraus. Hier hätte man das ganze vielleicht in eine Art Guss tun sollen, um ihm etwas mehr Struktur zu geben. Das Blaukraut mit seiner leichten Apfel-Note war aber sehr gut gelungen, während ich an der Hauptkomponente, dem Hirschsauerbraten, dann doch wieder etwas beanstanden muss, denn er war ebenfalls – zumindest für meinen Geschmack – etwas trocken geraten. Zum Glück hatte man bei der sehr gut gelungenen, dickflüssigen und leicht säuerlichen Sauce nicht gegegeizt, denn diese glich dies glücklicherweise wieder etwas aus. Kein perfektes Sauerbratengericht, aber doch akzeptabel mit kleinen Schwächen eben. Ich bereite es dennoch nicht, zum Hirschsauerbraten gegriffen zu haben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass hier die Lasagne Bolognese am häufigsten gewählt worden war, womit ich diesem Gericht den ersten Platz zubilligen würde. Erst auf dem zweiten Platz folgte der Hirschsauerbraten. Platz drei belegte heute meiner Meinung nach die Paella, die aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den somit viertplatzierten Asia-Gerichten besaß.

Mein Abschlußurteil:
Hirschsauerbraten: +
Sauce: ++
Kartoffelstrudel: +
Apfel-Blaukraut: ++

Sauerbraten – Resteverbrauch [26 & 27.12.2016]

Tuesday, December 27th, 2016

Vom Weihnachtsessen waren leider so viele Reste übrig geblieben, dass wir die nächsten beiden Tage noch von den Resten zehren konnten.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es also Sauerbraten mit Rotkohl, aufgewärmt in der Mikrowelle, zu dem wir noch ein paar “frische” Kartoffelknödel im Kochbeutel zubereiteten. Die Knödel vom Weihnachtstag waren leider alle aufgebraucht worden.

Marinated beef roast with red cabbage & dumplings / Sauerbraten mit Rotkraut & Klößen

Die Sauce war etwas wässerig und die Beutel-Knödel waren natürlich nicht so gut wie frisch zubereitet, das Ganze war aber akzeptabel.
Am Dienstag waren uns dann auch noch die Klöße ausgegangen. Da außerdem noch so viel Erbsen & Möhren übrig waren, entschloss ich mich dazu, die Sättigungsbeilage einfach auszulassen und mir mal ein improvisiertes Gericht mit Sauerbraten auf Low-Carb-Art aufzuwärmen. 😉

Marinated beef roast with peas & carrots / Sauerbraten mit Erbsen & Möhren

Und auch ohne Kartoffelknödel oder irgend eine andere kohlehydratreiche Beilage erwies sich das Gericht als überaus sättigend. Mit zumindest reichte es für ein Mittagsmahl aus.

Weihnachtsspeisen 2016

Saturday, December 24th, 2016

Auch dieses Jahr verbrachte ich Weihnachten wieder im kleinen Familienkreis. Nach Ente mit Rotkohl und Klößen im Jahre 2011, Rouladen gefolgt Würstchen mit Kartoffelsalat im Jahre 2012 und Rouladen und Schweinelende im Jahre 2013, einer Schweinelende im Speckmantel, gefolgt von Sauerbraten und Rouladen im Jahre 2014 sowie Hessischer Kartoffelsuppe gefolgt von Zwiebelrahmschnitzel im Jahre 2015 begannen wir unsere Schlemmerzeit im Dezember dieses Jahr mit Sauerbraten, den wir mit Rotkohl, Erbsen & Möhren und Kartoffelklößen ergänzten, zu eröffnen.

Christmas lunch table

Marinates pot roast with vegetables & dumplings / Sauerbraten mit Gemüse & Kartoffelklößen

Das Fleisch war wie ich fand ein klein wenig trocken, doch das würde glücklicherweise durch die würzige Sauce gute kompensiert, von der reichhaltig vorhanden war.
Als Nachtisch gab es dieses Mal einfaches Frucht-Speiseeis, dass wir ohne großes Brimborium aus den Plastikschälchen löffelten, in denen wir es gekauft hatten. Ich erwischte eine Portion Mascarpone-Waldfrucht.

Sahneeis Mascarpone-Waldfrucht

Am Abend begnügten wir uns schließlich mit Blätterteigstückchen mit Lachs-Spinat-Füllung, die wir fertig aus der TK-Abteilung eines Discounters unseres Vertrauens besorgt hatten.

Puff pastry stuffed with salmon & spinach / Blätterteig-Stückchen mit Lachs-Spinat-Füllung

Auch ohne allzu großen Aufwand beim Kochen insgesamt ein sehr leckerer Heiligabend muss ich sagen.

Sauerbraten von der Wildschweinkeule mit Blaukraut & Semmelknödel [10.11.2015]

Tuesday, November 10th, 2015

Auch heute ging natürlich die Wildgerichte-Woche in unseren Betriebsrestaurant weiter und ich war von Anfang an entschlossen beim Sauerbraten von der Wildschweinkeule mit Blaukraut und Semmelknödel zuzugreifen. Daher erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, dass es außerdem eine Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfel bei Vitality, einen “Schwabenteller” – Zwei Minutensteaks vom Schwein mit Käsespätzle, Schwammerlsauce und Röstzwiebel bei Tradition der Region, 4 Stück griechische Bifteki mit frischen Zwiebeln und Tzatziki, dazu Reis bei Globetrotter und schließlich Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse oder Moo Pad Prik Bai – Seelachs mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Natürlich hatte sich vor der Ausgabetheke für das Wildgericht auch heute wieder eine Schlange gebildet und ich musste etwas warten bis ich an die Reihe kam. Leider kehrte sich mein Glück von gestern, wo kurz bevor ich an die Reihe kam frische Ware aus der Küche gekommen war, heute vollkommen um und ich kriegte vom Sauerbraten die letzten Reste aus der alten Ladung. Das hatte zur Folge dass ich anstatt zwei Scheiben und eineindrittel Scheiben davon erhielt und das größere Stück auch nicht mehr ganz so gut aussah. Na ja, das war Pech. Vielleicht würde mich ja die kleine Schale Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot darüber hinweg trösten, die ich mit noch dazu auf mein Tablett stellte.

Marinated wild boar pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten von der Wildschweinkeule mit Blaukraut & Semmelknödel

Am oberen, kleinen Stück des Wildschwein-Sauerbratens konnte ich zwar feststellen, dass es sich um eine überaus gut gelungene Zubereitung aus zartem Fleisch mit einer schmackhaften Marinade handelte, jedoch war das untere, größere Stück ganz wie erwartet bereits etwas abgekühlt und an den Rändern etwas ausgetrocknet, was den Genuss deutlich minderte. Ich überlegte zuerst, ob ich hier einige Punkte in der Wertung abziehe oder nicht, entschied mich dann aber dagegen da die Zubereitung prinzipiell ja gut gelungen war, was Kollegen die ebenfalls zum Wildschweinsauerbraten gegriffen hatten, auch bestätigen konnten. Die dunkle, würzige und dickflüssige Sauce war aber ebenso in Ordnung wie das mit zahlreichen Apfelstücken versetzte Blaukraut und der angenehm groß geratene, feste und angenehm gewürzte Semmelknödel. Bis auf das eine Stück Braten ein sehr gelungenes Gericht. Und auch am Milchreis samt seiner Garnitur aus mit zahlreichen Fruchtstücken von Kirschen und Himbeeren gab es nichts auszusetzen.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich der Wildschwein-Sauerbraten heute mit knappen, aber noch deutlich erkennbaren Vorsprung durchsetzen und somit den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei folgten die Bifteki, die aber nur hauchdünn vor dem ebenfalls sehr gern gewählten Schwabenteller auf dem dritten Platz lag. Platz vier belegten die Asia-Gerichte und den fünften Platz schließlich die vegetarische Schupfnudelpfanne mit Spitzkohl und Apfel.

Mein Abschlußurteil:
Wildschwein-Sauerbraten: ++ (aber nur knapp)
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Semmelknödel: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Sauerbraten mit Blaukraut & Serviettenklößen [25.11.2014]

Tuesday, November 25th, 2014

Heute war ich hin und her gerissen zwischen dem Geschmorten Sauerbraten mit Blaukraut und hausgemachten Serviettenklößen im Bereich Tradition der Region unseres Betriebsrestaurants und dem Enchilada “con Carne” – Pikant gefülltes Weitentortilla mit Hackfleischfüllung und kleinem Salat im Bereich Globetrotter. Die Farfalle al peperoni bei Vitality oder die Asia-Gerichte wie Kao Pad – Gebratener Reis mit Ei, Frühlingszwiebeln und Gemüse in Sojasauce und Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse nahm ich nicht in die nähere Auswahl. Zuerst tendierte ich zwar zum Enchilada, dann aber entschloss ich mich doch beim Sauerbraten zuzugreifen – mir war einfach mal nach guter deutscher Hausmannskost. Dazu gesellte sich noch die ungewöhnlich Kombination von Apfelmus mit Preiselbeeren aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Marinated pot roast with red cabbage & bread dumpling / Sauerbraten mit Blaukraut und Serviettenklößen

Das Blaukraut mit leichter Apfelnote war schon mal sehr gut gelungen, auch wenn die Portionsgröße etwas zu wünschen übrig ließ. Beim Rinderbraten musste ich jedoch etwas bezweifeln, dass man ihn wirklich geschmort hatte. Ich habe ja nun schon selber einige Schmorgerichte hergestellt, darunter auch einen Rheinischen Sauerbraten und bei mir ist das Fleisch nach dem Schmoren auf niedriger Flamme, bei dem ja bekanntlichermaßen das langfaserige Bindegewebe, das beim reinen Braten nur zäh werden würde, in Gelatine umgewandelt wird, immer schön Mürbe und zerfällt leicht beim Schneiden. Nicht so hier, viel mehr Erinnerte mich das Ganze an einen normalen Rinderbraten, bei dem das Fleisch noch deutlich mehr Bindekraft hatte und im Biss deutlich fester war. Eine leicht saure Note war unverkennbar, was wohl auch an der überaus gelungenen Sauce lag, aber richtiger Sauerbraten schien das nicht zu sein. Geschmeckt hat er auch so, aber aufgrund der nicht erfüllten Erwartung muss ich hier dennoch ein wenig in der Wertung abziehen. Die Serviettenknödel waren offensichtlich nach der eigentlichen Zubereitung noch einmal zusätzlich angebraten worde, war sie außen schön knusprig machte, aber leider waren sie bereits leicht abgekühlt, weswegen ich auch hier bedauerlicherweise zu einem kleinen Abzug greifen muss. Das Dessert aus drei Vierteln Apfelmus und einem Viertel Preiselbeergelee, das man noch mit einer Weintraube, einem Klecks Sahne, Knusperflocken und einem Scheibchen Orange aufwendig garniert hatte, war zwar recht süß geraten schmeckte aber sehr gut und gab keinen Grund zu weiterer Kritik.
Beim Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages lieferten sich der Sauerbraten und der Enchilada con Carne heute ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und zuerst sah es sehr gut für den gefüllten Weizentortilla aus, dann aber wendete sich das Blatt etwas und der Sauerbraten fand deutlich größeren Zuspruch, womit diesem Gericht – wenn auch nur mit knappen Vorsprung – der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskal gebührte. Nach dem Enchilada auf Platz zwei folgten die Asia-Gericht auf dem dritten Platz und schließlich die vegetarischen Farfalle al peperoni auf Platz vier. Außer im vorderen Bereich gab es hier heute also mal wieder wenig Überraschungen.

Mein Abschlußurteil:
Sauerbraten: +
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Serviettenknödel: +
Apfelmus mit Preiselbeeren: ++